Soziologie an der TU Chemnitz | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

• Verhalten soziologisch interessant, wenn:

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TESTE DEIN WISSEN

– Handlungsspielraum durch Körper begrenzt/erweitert wird
(Bsp. Arbeitsunfähigkeit bei Krankheit, Ohnmacht bei
Blutspende, Doping im Sport, Drogenkonsum in der Kunst)
– andere Akteure darauf reagieren (Bsp. Hygiene-Tipps bei
Schweißgeruch, Heizung wegen Gänsehaut, Sanktionierung bei
unpassendem Gelächter etc.)
– Verhalten sich im Kollektiv ausbreitet (Bsp. Fluchtbewegung
bei Massenpanik, Epidemien und Seuchen)

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TESTE DEIN WISSEN

Menschliches Handeln

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TESTE DEIN WISSEN

• „menschliches Verhalten […], wenn und insofern der oder die
Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden“ (Weber
1922: 2)
• auf Zukunft gerichtete, bewusste Absicht, die den subjektiven Sinn
des Handels ausmacht
• D.h. Handeln als Spezialfall des Verhaltens, der aber äußerlich nicht
immer als solcher erkennbar ist
• Gewohnheit als Grauzone zwischen Handeln und Verhalten
(Bsp. Morgenrituale, Begrüßungsformel, Essgewohnheiten)
• Routinetätigkeit ist Handlung, wenn Sinn des Tuns bewusst gemacht
werden kann
• Zeitdiagnose: Zuschreibung von Verantwortung in der Moderne
(‚Handlungszumutungen‘)

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TESTE DEIN WISSEN

Was versteht man unter Sinn?

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TESTE DEIN WISSEN

• objektive Weltereignisse → subjektiver
Bewusstseinsstrom → thematische
Verdichtung („Erlebnisse“) → raumzeitliche
Generalisierung („Erfahrungen“)

• Sinn als Verweisungszusammenhang, bei dem
aktuelle Erlebnisse mit vergangenen
Erfahrungen oder antizipierten Ereignissen
verknüpft werden und Bedeutung erlangen

Bsp. Überqueren roter Ampeln als „Gefahr“,
Tasse Kaffee für 3 Euro „teuer“, Niederlage als
„Anlass“ für Trainerentlassung im Sport etc.

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TESTE DEIN WISSEN

Subjektiver Sinn des Handelns

(nach Alfred Schütz)

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TESTE DEIN WISSEN

• Handlungs-Entwurf bildet sich über zukunftsgerichtetes,
i. d. R. bewusstes „Um-zu-Motiv“
(Bsp.: Lauftraining, um Marathon zu schaffen;
Geldsparen, um Sommerurlaub zu machen)
• Entwurf resultiert aus vergangenheitsbezogenen, i. d. R.
unreflektierten „Weil-Motiven“, die mit subjektiven
Erfahrungen zusammenhängen
(Bsp.: sportliches Elternhaus; prekäres Arbeitsverhältnis)

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Voraussetzungen für Rollenhandeln
(nach Ralph Turner)

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TESTE DEIN WISSEN

• Konfliktfreie Erwartungen der verschiedenen
Bezugsgruppen
• Vereinbarkeit mit anderen Rollen
• Präzise Rollenbeschreibung
• Ressourcen für Ausführung der Rolle vorhanden
• Vereinbarkeit der Rolle mit persönlichen Einstellungen oder
Kompetenzen


→ „Role taking“ als einfache Exekution normativer
Erwartungen nur in Situation mit Erwartungssicherheit
→ je unbestimmter die Rolle, desto eher wird kreatives „Role
making
“ erforderlich!

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Definition: Homo Oeconomicus

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TESTE DEIN WISSEN

„Der Homo Oeconomicus orientiert sich in der Weise in
Situationen, dass er – um den jeweils höchsten Nutzen
mit dem geringstmöglichen Aufwand in der Situation zu
erreichen – rational kalkulierend vorgeht, d.h. die in der
Situation gegebenen Handlungsalternativen abwägt.“
(Schimank 2010, Handeln und Strukturen, S. 83)

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TESTE DEIN WISSEN

Kritik am Handlungsbegriff

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TESTE DEIN WISSEN

1. Handlungsabsicht intransparent, soziologisch
nicht direkt beobachtbar
2. Grenzen des Handlungsverlaufs unscharf
(Anfang, Ende, Beteiligte)
3. Individualistischer Handlungsbegriff geht an
Erklärungsinteressen der Soziologie vorbei
→ Handlung ungeeigneter Startpunkt für Soziologie

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Luhmanns Kommunikationsbegriff I: 

Was sind die zwei informationsverarbeitende
Prozessoren?

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TESTE DEIN WISSEN

- Alter (konventionell: ‚Sender‘)
- Ego (konventionell: ‚Empfänger‘)

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TESTE DEIN WISSEN

Kommunikation als Einheit von drei sinnhaften
Selektionen des Kommunikationssystems:

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TESTE DEIN WISSEN

1. Information: Wahl konkreter Themen/Ereignisse
2. Mitteilung: Wahl inhaltlicher Sinnvorschläge und
Übermittlungsformen (schriftlich, mündlich, Gestik, Mimik,
Befehl, Frage etc.)
3. Verstehen: Interpretation von Informationswert und
Mitteilungsabsicht

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Luhmanns Kommunikationsbegriff III: Vier Merkmale

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TESTE DEIN WISSEN

- Einheit: Dreigliedrige Kommunikation als
kleinstmögliche, untrennbare Einheit der
Soziologie
- Emergenz: Soziales System mit eigenen,
unkontrollierbaren Gesetzmäßigkeiten
- Telos: Nicht inhaltliche Verständigung, sondern
Annahme/Ablehnung mitgeteilter Information
- Autonomie: Kommunikation ist autonom, aber
nicht autark, bleibt also von Umwelt abhängig
(z.B. durch Energie- und Informationsbedarf)

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Luhmanns Kommunikationsbegriff IV: Der Mensch

MENSCH kommuniziert nicht, denn:

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TESTE DEIN WISSEN

• „Mensch“ als Konstrukt aus Psyche + Organismus
• „Mensch“ ist Element verschiedener Teilsysteme mit unterschiedlichen Inklusionsprofilen
• „Mensch“ ist durch Psychologie, Anthropologie und Biologie schon „belegt“, Soziologie
benötigt eigenen Gegenstand

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(Menschliches) Verhalten

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TESTE DEIN WISSEN

• Verhalten ist alles „körperliche Geschehen in Raum und
Zeit“ (Luckmann 1992, Theorie des sozialen Handelns, S.38)
• Ursachen: physikalische, chemische, biologische Prozesse
• Beispiele: Stolpern, Ohnmacht, Schwitzen, Atmung,
Gänsehaut, Schluckauf, Lachen

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Q:

• Verhalten soziologisch interessant, wenn:

A:

– Handlungsspielraum durch Körper begrenzt/erweitert wird
(Bsp. Arbeitsunfähigkeit bei Krankheit, Ohnmacht bei
Blutspende, Doping im Sport, Drogenkonsum in der Kunst)
– andere Akteure darauf reagieren (Bsp. Hygiene-Tipps bei
Schweißgeruch, Heizung wegen Gänsehaut, Sanktionierung bei
unpassendem Gelächter etc.)
– Verhalten sich im Kollektiv ausbreitet (Bsp. Fluchtbewegung
bei Massenpanik, Epidemien und Seuchen)

Q:

Menschliches Handeln

A:

• „menschliches Verhalten […], wenn und insofern der oder die
Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden“ (Weber
1922: 2)
• auf Zukunft gerichtete, bewusste Absicht, die den subjektiven Sinn
des Handels ausmacht
• D.h. Handeln als Spezialfall des Verhaltens, der aber äußerlich nicht
immer als solcher erkennbar ist
• Gewohnheit als Grauzone zwischen Handeln und Verhalten
(Bsp. Morgenrituale, Begrüßungsformel, Essgewohnheiten)
• Routinetätigkeit ist Handlung, wenn Sinn des Tuns bewusst gemacht
werden kann
• Zeitdiagnose: Zuschreibung von Verantwortung in der Moderne
(‚Handlungszumutungen‘)

Q:

Was versteht man unter Sinn?

A:

• objektive Weltereignisse → subjektiver
Bewusstseinsstrom → thematische
Verdichtung („Erlebnisse“) → raumzeitliche
Generalisierung („Erfahrungen“)

• Sinn als Verweisungszusammenhang, bei dem
aktuelle Erlebnisse mit vergangenen
Erfahrungen oder antizipierten Ereignissen
verknüpft werden und Bedeutung erlangen

Bsp. Überqueren roter Ampeln als „Gefahr“,
Tasse Kaffee für 3 Euro „teuer“, Niederlage als
„Anlass“ für Trainerentlassung im Sport etc.

Q:

Subjektiver Sinn des Handelns

(nach Alfred Schütz)

A:

• Handlungs-Entwurf bildet sich über zukunftsgerichtetes,
i. d. R. bewusstes „Um-zu-Motiv“
(Bsp.: Lauftraining, um Marathon zu schaffen;
Geldsparen, um Sommerurlaub zu machen)
• Entwurf resultiert aus vergangenheitsbezogenen, i. d. R.
unreflektierten „Weil-Motiven“, die mit subjektiven
Erfahrungen zusammenhängen
(Bsp.: sportliches Elternhaus; prekäres Arbeitsverhältnis)

Q:

Voraussetzungen für Rollenhandeln
(nach Ralph Turner)

A:

• Konfliktfreie Erwartungen der verschiedenen
Bezugsgruppen
• Vereinbarkeit mit anderen Rollen
• Präzise Rollenbeschreibung
• Ressourcen für Ausführung der Rolle vorhanden
• Vereinbarkeit der Rolle mit persönlichen Einstellungen oder
Kompetenzen


→ „Role taking“ als einfache Exekution normativer
Erwartungen nur in Situation mit Erwartungssicherheit
→ je unbestimmter die Rolle, desto eher wird kreatives „Role
making
“ erforderlich!

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Q:

Definition: Homo Oeconomicus

A:

„Der Homo Oeconomicus orientiert sich in der Weise in
Situationen, dass er – um den jeweils höchsten Nutzen
mit dem geringstmöglichen Aufwand in der Situation zu
erreichen – rational kalkulierend vorgeht, d.h. die in der
Situation gegebenen Handlungsalternativen abwägt.“
(Schimank 2010, Handeln und Strukturen, S. 83)

Q:

Kritik am Handlungsbegriff

A:

1. Handlungsabsicht intransparent, soziologisch
nicht direkt beobachtbar
2. Grenzen des Handlungsverlaufs unscharf
(Anfang, Ende, Beteiligte)
3. Individualistischer Handlungsbegriff geht an
Erklärungsinteressen der Soziologie vorbei
→ Handlung ungeeigneter Startpunkt für Soziologie

Q:

Luhmanns Kommunikationsbegriff I: 

Was sind die zwei informationsverarbeitende
Prozessoren?

A:

- Alter (konventionell: ‚Sender‘)
- Ego (konventionell: ‚Empfänger‘)

Q:

Kommunikation als Einheit von drei sinnhaften
Selektionen des Kommunikationssystems:

A:

1. Information: Wahl konkreter Themen/Ereignisse
2. Mitteilung: Wahl inhaltlicher Sinnvorschläge und
Übermittlungsformen (schriftlich, mündlich, Gestik, Mimik,
Befehl, Frage etc.)
3. Verstehen: Interpretation von Informationswert und
Mitteilungsabsicht

Q:

Luhmanns Kommunikationsbegriff III: Vier Merkmale

A:

- Einheit: Dreigliedrige Kommunikation als
kleinstmögliche, untrennbare Einheit der
Soziologie
- Emergenz: Soziales System mit eigenen,
unkontrollierbaren Gesetzmäßigkeiten
- Telos: Nicht inhaltliche Verständigung, sondern
Annahme/Ablehnung mitgeteilter Information
- Autonomie: Kommunikation ist autonom, aber
nicht autark, bleibt also von Umwelt abhängig
(z.B. durch Energie- und Informationsbedarf)

Q:

Luhmanns Kommunikationsbegriff IV: Der Mensch

MENSCH kommuniziert nicht, denn:

A:

• „Mensch“ als Konstrukt aus Psyche + Organismus
• „Mensch“ ist Element verschiedener Teilsysteme mit unterschiedlichen Inklusionsprofilen
• „Mensch“ ist durch Psychologie, Anthropologie und Biologie schon „belegt“, Soziologie
benötigt eigenen Gegenstand

Q:

(Menschliches) Verhalten

A:

• Verhalten ist alles „körperliche Geschehen in Raum und
Zeit“ (Luckmann 1992, Theorie des sozialen Handelns, S.38)
• Ursachen: physikalische, chemische, biologische Prozesse
• Beispiele: Stolpern, Ohnmacht, Schwitzen, Atmung,
Gänsehaut, Schluckauf, Lachen

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