Statine, Lipidsenker an der TU Braunschweig | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Statine, Lipidsenker an der TU Braunschweig

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TESTE DEIN WISSEN
1. Statine, wofür werden sie verwendet?
2. WM
3. Wirkung
4. Kinetik: unterschiedlich resorbiert

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TESTE DEIN WISSEN
1.
  • Mittel der Wahl zur Senkung erhöhter Cholesterolwerte bei Hyperlipoproteinämie
    • Außerdem: kardiovaskuläre Prävention bei Patienten mit manifester atherosklerotischer Herzerkrankugnen/ Diabetes mellitus
2. WM: 
z.B. Simvastatin
  • Es greift in die Biosynthes von Cholesterol ein, indem es kompetitiv die Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase) hemmt = Hemmung der Cholesterolbiosynthese —> hemmt auch Mevalonat-Folgeprodukte
    • HMG-CoA-Reduktase: katalysiert die Umwandlung von HMG-CoA in Mevalonsäure
    • Wird dieses Enzym gehemmt, sinkt die intrahepatozytäre Cholesterolkonz. = geringere LDL- und Gesamt-Cholesterolkonz. im Blut
      • Triglyceridkonz. sinkt 
      • HDL-Konz. steigt
    • Was über einen Feedback-Mechanismus zu einer verstärkten Produktion von LDL-Rezeptoren führt = erhöhte Rezeptordichte —> mehr Cholesterol kann aus dem Blut in die Zelle aufgenommen werden—> beschleunigter Abbau von Cholesterol
      • LDL dient als Transportvesikel für lipophile Sz. wie Cholesterol im Blut
    • Pleiotrope Effekte: nicht direkt durch Senkung des LDL-Spiegels, nicht bei allen gleich, wirken der Progession der Arteriosklerose entgegen
3. Wirkung: antioxidantiv, antiflammatorisch, antithromobotisch, vaskuloprotektiv (Stabilisierung von Plaques, Senkung von kardiovaskulären Ereignissen)
4.  Resorptionsrate: Lovastatin 30%, Fluvastatin 98%
  • alle Statine weisen einen ausgeprägten first-pass-effekt auf + stark durch CYP-Enzyme verstoffwechselt werden —> geringe absolute BV
  • Nach der Resorption gelangen Statine in die Leber, wo sie die körpereigene Cholesterinsynthese hemmen
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Die Gabe von …. für sämtliche KHK-Patienten wird empfohlen
Die Blutglucose-Konz. soll nüchtern < 6 mmol/l betragen
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Statine
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1. Interaktionen von Statinen bzw. Simvastatin
2. Interaktionen Carbamazepin/Simvastatin

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1. 
  • Simvastatin wird über CYP3A4 abgebaut —> Interaktionen 
    • mit CYP3A4-metabolisierten Pharmaka 
    • mit CYP3A4-Inhibitoren
    • mit CYP3A4-Induktoren
  • Gleichzeitige Einnahme von Fibraten, die auch Myopathie verusachen --> erhöhtes Risiko für Rhabdomyolyse
    • additiver Effekt auf den Stoffwechsel von Muskelzellen
  • Gleichzeitige Einnahme von Antikoagulantien von Cumarin-Typ (Phenprocoumon) —> verstärkte antikoagulierende Wirkung
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Arteriosklerose
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Bei der Arteriolosklerose handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, die zu einer Stenose der Arteriolen infolge der Einlagerung von hyaliner Substanz in die Gefäßwand führt.
Ursache
Es wird vermutet, dass es infolge der Grunderkrankung zu einer Dysfunktion des Endothels der Arteriolen kommt. Dies führt zu einer Insudation von Proteinen und Plasmabestandteilen in die Gefäßwand.
Die folgende Entzündungsreaktion schädigt die Gefäßwand und erleichert so eine weitere Insudation (Circulus vitiosus). Die Gefäßveränderungen führen zu einer Durchblutungsstörung der abhängigen Versorgungsgebiete mit hypoxischer Gewebeschädigung.
Symptome
hyaline Verdickung der Intima. Diese entsteht durch die Einlagerung von Plasmabestandteilen (Immunglobuline, Hyaluronsäure, Proteoglykane) und fibrotische Veränderungen in der Tunica media, sichtbare Verengung des Gefäßlumens
Folgen
Die Arteriolosklerose befällt verschiedene Organe und ist besonders in den Koronararterien, sowie den Netzhaut- und Nierengefäßen problematisch, da es hier durch die Durchblutungsstörung zu schweren Komplikationen kommt. Nierenfunktionsstörungen können durch eine Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) das Fortschreiten der Erkrankung weiter beschleunigen.

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Die drei Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin
1. Welche sind stärker wirksam
2. Problem bei Simvastatin (CYP3A4), Interaktionspotential bewerten, vergleichen
3. CYP-Hemmung sortieren
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Die drei Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin
1. Welche sind stärker wirksam: Rosuvastatin > Pitavastatin> Atorvastatin > Simvastatin >Pravastatin >Fluvastatin > Lovastatin
2. Interaktionspotential bewerten, vergleichen
  • Pravastatin, Pitavastatin, Rosuvastatin-: hat am wenigsten Interaktionspotential, weil es kaum über CYP450 metabolisiert
    • hohe Hepatoselektivität: liegt in der Hydrophilie der Wirktoffe in Verbindung mit der aktiven Aufnahme, durch eine Leber-spezifisches Transportprotein für organische Anionen (OATP1B1) begründet (Rosuvastatin, Atorvastatin, Pravastatin)
    • OATP1B = Transportprotein, welches für die Aufnahme der Statinen in den Leberzellen verantwortlich ist
    • Pravastatin: als Ausnahme 20% renal ausgeschieden
  • Rosuvastatin: CYP2C9, CYP2C19
  • Hohes CYP-Interaktionspotential: 
    • Lovastatin (CYP3A4, CYP2C8):
    • Simvastatin (CYP3A4): 
    • Fluvastatin (CYP2C9): 
    • Atorvastatin (CYP3A4): weniger als die obigen 3 Statine
Simvastatin hat am meisten Interaktionspotential
Pravastatin am wenigsten
Atorvastatin/Lovastatin/Simvastatin (mit hohem CYP3A4-vermitteltem first-pass-Effekt)
IA:
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit CYP3A-Inhibitoren Immunsupressiva (Ciclosporin),Fibraten, Makrolidantibiotika (Erythromycin, Clarithromycin), Antimyotika vom Azol-Typ (Itraconazol), Calciumantagonisten (Verapamil, Diltiazem), Proteasehemmer aus HIV-Therapie (Ritonavir), Nicotinsaäurederivaten (Niacin) —>durch die Hemmung der CYP3A4: erhöhter z.B. Atorvastatin-Plasmaspiegel = erhöhte periphere Verfügbarkeit der Statine = Erhöhung der UAC—> erhöhtes Myopathie-Risiko, bei schwer kranken Pat. Risiko einer Rhabdomyolyse
- CYP2C9-Inhibitoren (Fluconazol, Amiodaron): erhöhen nach demselben Prinzip die Konz. von Fluvastatin
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit oralen Kontrazeptiva führt zu einer erhöhten Plasmakonz. von Norethisteron, Ethinylestradiol
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit Antikoagulanzien Warfarin führt zu einem Warfarin-Plasmaspiegel —> Verlängerung der Prothrombinzeit (Faktor II)
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit Digitoxin —> erhöhte Plasmakonz um 20%
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  • WM von Ezetimib
  • Wirkung auf Leber
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  • Cholesterinresorptionshemmer (Inaktiviert Cholesterol Transporter NPC1L1)
  • Überexpression von LDL-Rezeptoren
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1. Nennen Sie das Zielenzym von Simvastatin
2. Geben Sie die Wirkung von Simvastatin auf LDL, HDL, Triglyceride an

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1. HMG-CoA-Reduktase
2. Simvastatin-Wirkung auf
  • LDL sinkt
  • HDL steigt
  • Triglyceride sinken
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familiär bedingte Hypercholesterolämie
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 z.B. Homozygoten familiären Hypercholesterinämie ist eine Form von familiärer Hypercholesterinämie
Gestörte Bildung von LDL-Rezeptoren, massive Erhöhung der LDL-Konzentration
Ursache
- Die familiäre Hypercholesterinämie entsteht meist durch eine autosomal-dominant vererbte Mutationim LDL-Rezeptor-Gen.
- Gendefekte von ApoB-100 oder PCSK9 
- Bei der HoFH liegt ein homozygoter bzw. compound-heterozygoter Genotyp vor. Dabei existieren Varianten mit komplettem Mangel des LDL-Rezeptors oder mit einer Rezeptordysfunktion.
Therapie
 - Die meisten Patienten sprechen nur schlecht auf Statine an.
- Weitere Möglichkeiten sind Ezetimib, Anionenaustauscherharze und PCSK9-Inhibitoren. Falls eine medikamentöse Therapie nicht ausreicht, kommt eine LDL-Apherese in Frage. In Einzelfällen ist eine Lebertransplantation notwendig.

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1. WM von Simvastatin
2. 1 pharmakokinetische Besonderheit dieses AS
3. UAW
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1. Hemmung von HMG-CoA-Reduktase, die die Bildung zu Mevalonat vermittelt
2.
  • geringe Bioverfügbarkeit 5%-10% (ausgeprägte first-pass-effekt), da der Hauptangriffsort der Cholesterolbiosynthese-Hemmung in der Leberzellen ist, ist die geringe BV nicht von Nachteil
    • Simvastatin, Lovastatin: Prodrugs, die in der Leber erst in ihre aktive Form überführt werden müssen
    • Pitavastatin: als Ausnahme, unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf —> 50% BV
  • Abbau über CYP3A4 --> Gefahr, dass die Statine im Blut ansteigt.
3. UAW
  • Myopathie: Muskelschmerzen, Muskelschwäche/-krämpfe: wegen eines Mangels an Ubichinon bzw. ATP-Mangel (Coenzym Q10, nötig für die Atmungskette in Mitochondrien), dessen Synthese durch die Statine gehemmt wird + Freisetzung von Kreatininkinase aus quergestreifter Muskulatur und die Muskelzellen werden geschädigt und gehen zugrunde
    • Laborparameter: Erhöhung muskelspez. Enzyme (Kreatinkinase) —> Therapieabbruch (vorgebeugt durch regelmäßige Kontrolle der Kreatinkinase-Plasmakonz)
      • Kreatinkinase katalysiert die Phospho-Kreatin und ADP zu Kreatin + ATP 
      • Auch bei KHK, Herzinfarkt kommt es zur Erhöhung der Kreatinkinase
    • Statin-Myalgie: bei leichten, unspezif. Beschwerden ohne Erhöhung muskelspez. Enzyme
  • Rhabdomyolyse: massiver Untergang von Skelettmuskelzellen —> akutes Nierenversagen + Tod
    • Ursache: meist durch Kombi von Fibraten + CYP3A4-Inhibitoren
  • Hepatotoxizität: Erhöhung der Transaminasen —> Kontrolle empfehlend
  • GIT-Störungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Juckreiz, Mundtrockenheit

4. KI: Leberfunktionsstörungen, Myopathie, Schwangerschaft, Stillzeit, HIV-Infektion, Hyperlipidämie

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Mechanismen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und jeweils einen dazugehörigen AS
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  • HMG-CoA-Reduktasehemmer: Hemmung der Cholesterinsynthese und LDL-Senkung —> Lovastatin, Simvastatin, Atorvastatin
  • Ionenaustauscherharze: Bindung der Gallensäuren im Darm —> Colestyramin
  • komplexer, teils ungeklärter WM, Senkung der Triglyceride  —> Fibrate: Fenofibrat, Gemfibrozil
  • Hemmung der Cholesterinresorption —>verstärkte Ausscheidung  —> Ezetimib
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Colestyramin
WM, UAW, KI, IA
Welche Vitamine werden besonders schlecht resorbiert
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  • WM: Als nicht resorbierbares basisches Anionenaustauscherharz bindet Colestyramin die Gallensäure im Darm. Die mit Colestyramin gebundene Gallensäure wird dem Organismus entzogen, was dazu führt, dass Cholesterinverbrauch erhöht wird, da aus Cholesterin Gallensäure gebildet wird. Daruch kommt es zu Senkung des Cholesterin-Spiegels. Colestyramin unterbricht somit den enterohepatischen Kreislauf der Gallensäure.
  • UAW: Obstipation, Übelkeit, Blähungen
    • schlecht resorbiert werden fettlösliche Vitamine wie E, D, K, A 
      • benötigten für die Resorption die Anwesenheit von Fetten und Ölen.
    • Muss: hohe Dosierung notwendig, häufige Einnahme --> schlechte Compliance
  • KI: Ileus, totaler Gallengangverschluss, Schwangerschaft
  • IA: Verminderung der Resorption anderer AS
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Evolocumab, Alirocumab
WM + Besonderheit bei der Anwendung
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  • WM: proprotein-convertase-subtilisin/kexin type 9
    • Monoklonale AK wirkt gegen PCSK9 und bewirken das Verbleiben der LDL-Rezeptoren auf der Oberfläche der Leberzellen
      • Das Protein PCSK9 bindet an den LDL-Rezeptor in Leberzellen und sorgt für dessen Internalisierung und Abbau vom LDL-Rezeptor --> LDL-Partikel könne nicht mehr von LDL-Rezeptor aufgenommen werden
    • Hemmung des Abbau von LDL-Rezeptoren
      • Vermehrte Dichte an LDL-Rezeptor auf Leberzellen (Hepatozyten)
      • Vermehrte LDL-Aufnahme aus dem Blut
      • Deutliche Absenkung der LDL-Fraktion und starke Absenkung des Gesamtcholesterins (stärkeste + teuerste AS)
  • Besonderheit: Da Evolocumab Antikörper ist --> s.c. Injektion
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Q:
1. Statine, wofür werden sie verwendet?
2. WM
3. Wirkung
4. Kinetik: unterschiedlich resorbiert

A:
1.
  • Mittel der Wahl zur Senkung erhöhter Cholesterolwerte bei Hyperlipoproteinämie
    • Außerdem: kardiovaskuläre Prävention bei Patienten mit manifester atherosklerotischer Herzerkrankugnen/ Diabetes mellitus
2. WM: 
z.B. Simvastatin
  • Es greift in die Biosynthes von Cholesterol ein, indem es kompetitiv die Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase) hemmt = Hemmung der Cholesterolbiosynthese —> hemmt auch Mevalonat-Folgeprodukte
    • HMG-CoA-Reduktase: katalysiert die Umwandlung von HMG-CoA in Mevalonsäure
    • Wird dieses Enzym gehemmt, sinkt die intrahepatozytäre Cholesterolkonz. = geringere LDL- und Gesamt-Cholesterolkonz. im Blut
      • Triglyceridkonz. sinkt 
      • HDL-Konz. steigt
    • Was über einen Feedback-Mechanismus zu einer verstärkten Produktion von LDL-Rezeptoren führt = erhöhte Rezeptordichte —> mehr Cholesterol kann aus dem Blut in die Zelle aufgenommen werden—> beschleunigter Abbau von Cholesterol
      • LDL dient als Transportvesikel für lipophile Sz. wie Cholesterol im Blut
    • Pleiotrope Effekte: nicht direkt durch Senkung des LDL-Spiegels, nicht bei allen gleich, wirken der Progession der Arteriosklerose entgegen
3. Wirkung: antioxidantiv, antiflammatorisch, antithromobotisch, vaskuloprotektiv (Stabilisierung von Plaques, Senkung von kardiovaskulären Ereignissen)
4.  Resorptionsrate: Lovastatin 30%, Fluvastatin 98%
  • alle Statine weisen einen ausgeprägten first-pass-effekt auf + stark durch CYP-Enzyme verstoffwechselt werden —> geringe absolute BV
  • Nach der Resorption gelangen Statine in die Leber, wo sie die körpereigene Cholesterinsynthese hemmen
Q:
Die Gabe von …. für sämtliche KHK-Patienten wird empfohlen
Die Blutglucose-Konz. soll nüchtern < 6 mmol/l betragen
A:
Statine
Q:
1. Interaktionen von Statinen bzw. Simvastatin
2. Interaktionen Carbamazepin/Simvastatin

A:
1. 
  • Simvastatin wird über CYP3A4 abgebaut —> Interaktionen 
    • mit CYP3A4-metabolisierten Pharmaka 
    • mit CYP3A4-Inhibitoren
    • mit CYP3A4-Induktoren
  • Gleichzeitige Einnahme von Fibraten, die auch Myopathie verusachen --> erhöhtes Risiko für Rhabdomyolyse
    • additiver Effekt auf den Stoffwechsel von Muskelzellen
  • Gleichzeitige Einnahme von Antikoagulantien von Cumarin-Typ (Phenprocoumon) —> verstärkte antikoagulierende Wirkung
Q:
Arteriosklerose
A:
Bei der Arteriolosklerose handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, die zu einer Stenose der Arteriolen infolge der Einlagerung von hyaliner Substanz in die Gefäßwand führt.
Ursache
Es wird vermutet, dass es infolge der Grunderkrankung zu einer Dysfunktion des Endothels der Arteriolen kommt. Dies führt zu einer Insudation von Proteinen und Plasmabestandteilen in die Gefäßwand.
Die folgende Entzündungsreaktion schädigt die Gefäßwand und erleichert so eine weitere Insudation (Circulus vitiosus). Die Gefäßveränderungen führen zu einer Durchblutungsstörung der abhängigen Versorgungsgebiete mit hypoxischer Gewebeschädigung.
Symptome
hyaline Verdickung der Intima. Diese entsteht durch die Einlagerung von Plasmabestandteilen (Immunglobuline, Hyaluronsäure, Proteoglykane) und fibrotische Veränderungen in der Tunica media, sichtbare Verengung des Gefäßlumens
Folgen
Die Arteriolosklerose befällt verschiedene Organe und ist besonders in den Koronararterien, sowie den Netzhaut- und Nierengefäßen problematisch, da es hier durch die Durchblutungsstörung zu schweren Komplikationen kommt. Nierenfunktionsstörungen können durch eine Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) das Fortschreiten der Erkrankung weiter beschleunigen.

Q:
Die drei Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin
1. Welche sind stärker wirksam
2. Problem bei Simvastatin (CYP3A4), Interaktionspotential bewerten, vergleichen
3. CYP-Hemmung sortieren
A:
Die drei Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Simvastatin
1. Welche sind stärker wirksam: Rosuvastatin > Pitavastatin> Atorvastatin > Simvastatin >Pravastatin >Fluvastatin > Lovastatin
2. Interaktionspotential bewerten, vergleichen
  • Pravastatin, Pitavastatin, Rosuvastatin-: hat am wenigsten Interaktionspotential, weil es kaum über CYP450 metabolisiert
    • hohe Hepatoselektivität: liegt in der Hydrophilie der Wirktoffe in Verbindung mit der aktiven Aufnahme, durch eine Leber-spezifisches Transportprotein für organische Anionen (OATP1B1) begründet (Rosuvastatin, Atorvastatin, Pravastatin)
    • OATP1B = Transportprotein, welches für die Aufnahme der Statinen in den Leberzellen verantwortlich ist
    • Pravastatin: als Ausnahme 20% renal ausgeschieden
  • Rosuvastatin: CYP2C9, CYP2C19
  • Hohes CYP-Interaktionspotential: 
    • Lovastatin (CYP3A4, CYP2C8):
    • Simvastatin (CYP3A4): 
    • Fluvastatin (CYP2C9): 
    • Atorvastatin (CYP3A4): weniger als die obigen 3 Statine
Simvastatin hat am meisten Interaktionspotential
Pravastatin am wenigsten
Atorvastatin/Lovastatin/Simvastatin (mit hohem CYP3A4-vermitteltem first-pass-Effekt)
IA:
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit CYP3A-Inhibitoren Immunsupressiva (Ciclosporin),Fibraten, Makrolidantibiotika (Erythromycin, Clarithromycin), Antimyotika vom Azol-Typ (Itraconazol), Calciumantagonisten (Verapamil, Diltiazem), Proteasehemmer aus HIV-Therapie (Ritonavir), Nicotinsaäurederivaten (Niacin) —>durch die Hemmung der CYP3A4: erhöhter z.B. Atorvastatin-Plasmaspiegel = erhöhte periphere Verfügbarkeit der Statine = Erhöhung der UAC—> erhöhtes Myopathie-Risiko, bei schwer kranken Pat. Risiko einer Rhabdomyolyse
- CYP2C9-Inhibitoren (Fluconazol, Amiodaron): erhöhen nach demselben Prinzip die Konz. von Fluvastatin
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit oralen Kontrazeptiva führt zu einer erhöhten Plasmakonz. von Norethisteron, Ethinylestradiol
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit Antikoagulanzien Warfarin führt zu einem Warfarin-Plasmaspiegel —> Verlängerung der Prothrombinzeit (Faktor II)
- gleichzeitige Einnahme von Atorvastatin mit Digitoxin —> erhöhte Plasmakonz um 20%
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Q:
  • WM von Ezetimib
  • Wirkung auf Leber
A:
  • Cholesterinresorptionshemmer (Inaktiviert Cholesterol Transporter NPC1L1)
  • Überexpression von LDL-Rezeptoren
Q:
1. Nennen Sie das Zielenzym von Simvastatin
2. Geben Sie die Wirkung von Simvastatin auf LDL, HDL, Triglyceride an

A:
1. HMG-CoA-Reduktase
2. Simvastatin-Wirkung auf
  • LDL sinkt
  • HDL steigt
  • Triglyceride sinken
Q:
familiär bedingte Hypercholesterolämie
A:
 z.B. Homozygoten familiären Hypercholesterinämie ist eine Form von familiärer Hypercholesterinämie
Gestörte Bildung von LDL-Rezeptoren, massive Erhöhung der LDL-Konzentration
Ursache
- Die familiäre Hypercholesterinämie entsteht meist durch eine autosomal-dominant vererbte Mutationim LDL-Rezeptor-Gen.
- Gendefekte von ApoB-100 oder PCSK9 
- Bei der HoFH liegt ein homozygoter bzw. compound-heterozygoter Genotyp vor. Dabei existieren Varianten mit komplettem Mangel des LDL-Rezeptors oder mit einer Rezeptordysfunktion.
Therapie
 - Die meisten Patienten sprechen nur schlecht auf Statine an.
- Weitere Möglichkeiten sind Ezetimib, Anionenaustauscherharze und PCSK9-Inhibitoren. Falls eine medikamentöse Therapie nicht ausreicht, kommt eine LDL-Apherese in Frage. In Einzelfällen ist eine Lebertransplantation notwendig.

Q:
1. WM von Simvastatin
2. 1 pharmakokinetische Besonderheit dieses AS
3. UAW
A:
1. Hemmung von HMG-CoA-Reduktase, die die Bildung zu Mevalonat vermittelt
2.
  • geringe Bioverfügbarkeit 5%-10% (ausgeprägte first-pass-effekt), da der Hauptangriffsort der Cholesterolbiosynthese-Hemmung in der Leberzellen ist, ist die geringe BV nicht von Nachteil
    • Simvastatin, Lovastatin: Prodrugs, die in der Leber erst in ihre aktive Form überführt werden müssen
    • Pitavastatin: als Ausnahme, unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf —> 50% BV
  • Abbau über CYP3A4 --> Gefahr, dass die Statine im Blut ansteigt.
3. UAW
  • Myopathie: Muskelschmerzen, Muskelschwäche/-krämpfe: wegen eines Mangels an Ubichinon bzw. ATP-Mangel (Coenzym Q10, nötig für die Atmungskette in Mitochondrien), dessen Synthese durch die Statine gehemmt wird + Freisetzung von Kreatininkinase aus quergestreifter Muskulatur und die Muskelzellen werden geschädigt und gehen zugrunde
    • Laborparameter: Erhöhung muskelspez. Enzyme (Kreatinkinase) —> Therapieabbruch (vorgebeugt durch regelmäßige Kontrolle der Kreatinkinase-Plasmakonz)
      • Kreatinkinase katalysiert die Phospho-Kreatin und ADP zu Kreatin + ATP 
      • Auch bei KHK, Herzinfarkt kommt es zur Erhöhung der Kreatinkinase
    • Statin-Myalgie: bei leichten, unspezif. Beschwerden ohne Erhöhung muskelspez. Enzyme
  • Rhabdomyolyse: massiver Untergang von Skelettmuskelzellen —> akutes Nierenversagen + Tod
    • Ursache: meist durch Kombi von Fibraten + CYP3A4-Inhibitoren
  • Hepatotoxizität: Erhöhung der Transaminasen —> Kontrolle empfehlend
  • GIT-Störungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Juckreiz, Mundtrockenheit

4. KI: Leberfunktionsstörungen, Myopathie, Schwangerschaft, Stillzeit, HIV-Infektion, Hyperlipidämie

Q:
Mechanismen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und jeweils einen dazugehörigen AS
A:
  • HMG-CoA-Reduktasehemmer: Hemmung der Cholesterinsynthese und LDL-Senkung —> Lovastatin, Simvastatin, Atorvastatin
  • Ionenaustauscherharze: Bindung der Gallensäuren im Darm —> Colestyramin
  • komplexer, teils ungeklärter WM, Senkung der Triglyceride  —> Fibrate: Fenofibrat, Gemfibrozil
  • Hemmung der Cholesterinresorption —>verstärkte Ausscheidung  —> Ezetimib
Q:
Colestyramin
WM, UAW, KI, IA
Welche Vitamine werden besonders schlecht resorbiert
A:
  • WM: Als nicht resorbierbares basisches Anionenaustauscherharz bindet Colestyramin die Gallensäure im Darm. Die mit Colestyramin gebundene Gallensäure wird dem Organismus entzogen, was dazu führt, dass Cholesterinverbrauch erhöht wird, da aus Cholesterin Gallensäure gebildet wird. Daruch kommt es zu Senkung des Cholesterin-Spiegels. Colestyramin unterbricht somit den enterohepatischen Kreislauf der Gallensäure.
  • UAW: Obstipation, Übelkeit, Blähungen
    • schlecht resorbiert werden fettlösliche Vitamine wie E, D, K, A 
      • benötigten für die Resorption die Anwesenheit von Fetten und Ölen.
    • Muss: hohe Dosierung notwendig, häufige Einnahme --> schlechte Compliance
  • KI: Ileus, totaler Gallengangverschluss, Schwangerschaft
  • IA: Verminderung der Resorption anderer AS
Q:
Evolocumab, Alirocumab
WM + Besonderheit bei der Anwendung
A:
  • WM: proprotein-convertase-subtilisin/kexin type 9
    • Monoklonale AK wirkt gegen PCSK9 und bewirken das Verbleiben der LDL-Rezeptoren auf der Oberfläche der Leberzellen
      • Das Protein PCSK9 bindet an den LDL-Rezeptor in Leberzellen und sorgt für dessen Internalisierung und Abbau vom LDL-Rezeptor --> LDL-Partikel könne nicht mehr von LDL-Rezeptor aufgenommen werden
    • Hemmung des Abbau von LDL-Rezeptoren
      • Vermehrte Dichte an LDL-Rezeptor auf Leberzellen (Hepatozyten)
      • Vermehrte LDL-Aufnahme aus dem Blut
      • Deutliche Absenkung der LDL-Fraktion und starke Absenkung des Gesamtcholesterins (stärkeste + teuerste AS)
  • Besonderheit: Da Evolocumab Antikörper ist --> s.c. Injektion
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