Gesundheitsökonomie MEDS an der Technische Hochschule Aschaffenburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

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Begriffsbestimmung Ökonomie

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  • Ökonomie = Wirtschaftswissenschaft
  • Volkswirtschaftslehre
    • untersucht grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten in einer 'Gesellschaft, sowohl in Bezug auf einzelne wirtschaftende Einheiten (Mikroökonomie) als auch gesamtwirtschaftlich (Makroökonomie
  • Betriebswirtschaftslehre: 
    • befasste sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten einzelner Unternehmen und liefert Erkenntnisse über betriebliche Strukturen und Prozesse.
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was beschreibt und analysiert die Ökonomie?

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  • Ökonomie beschreibt und analysiert 

wie die Beteiligten einer Wirtschaft zu ihrer Bedürfnisbefriedigung die knappen verfügbaren Ressourcen, auch Produktionsmittel genannt, verwenden und somit Güter und Dienstleistungen produzieren (Allokation) wie diese Güter und Dienstleistungen unter den Angehörigen einer Gesellschaft verteilt werden (Distribution). 

  • Beteiligte einer Wirtschaft: 

Million von Haushalten, Unternehmen, der Staat, Interessenvertretungen und das Ausland 

  • Knappe verfügbare Ressourcen:

Gemessen an den Bedürfnissen der Beteiligten einer Wirtschaft sind die vorhandenen Ressourcen (z.B. Energie, Arbeitskraft, Maschinen, Boden, Walter) und produzierten Güter in einer Wirtschaft knapp

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Bedürfnis in der Ökonomie

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Ein Gefühl des Mangels, begleitet von dem Wunsch diesen Mangel zu beseitigen. Maslow unterscheidet verschiedene Bedürfnis ebenen.

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Bedarf in der Ökonomie

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das Bedürfnis kann mit einem Konkreten Gut ausgedruckt werden

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Tatsächliche Nachfrage in der Ökonomie

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Der Bedarf wird mit dem entsprechenden Mittel, z.B. Geld erworben

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Grundbedürfnisse in der Ökonomie

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  • selbstverwirklichung
    •  entspannt und selbst reflektierend leben 
  • soziale Anerkennung 
    • Ich möchte immer gesund sein, top fühlen, gesund aussehen und dafür gesellschaftlich anerkannt werden. 
  • soziale Beziehungen
    • Bei Bedarf m chte ich mich um Unterstützung meiner Familie und Freunde bitten, um mich zu unterstützen , beraten und allgemein mir behilflich sind 
  • Sicherheit 
    • Falls ich krank werde, möchte ich einen Fachmann konsultieren können
  • Grundbedürfnisse 
    • Ich möchte nicht krank sein
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Die 4. Probleme der Ökonomie

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1. Allokationsproblem 

Werden die knappen Ressourcen des Gesundheitswesens gerecht auf die Bedürfnisse der Versicherten/ Patienten verteilt? Diese Herausforderung wird als Allokationsproblem (auch bekannt als Verteilungsproblem) bezeichnet. Denn nicht alle Bedürfnisse können gleichzeitig erfüllt werden. Daraus ergibt sich, dass Priorisierungen je nach Dringlichkeit vorgenommen werden müssen. Dies kann nur geschehen, wenn entsprechende Informationen über die Bedürfnisse (bzw. Erkrankungen etc.) bekannt sind.


2. Effizienzproblem 

Werden mitunter knappe Ressourcen verschwendet? Oder mit anderen Worten: Erfolgt die Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen bei höchstmöglicher Qualität zu möglichst geringen Kosten? Diese Herausforderung wird Effizienzproblem genannt. Durch die Ermittlung der effizientesten z.B. medizinischen Interventionen wird versucht, mithilfe von gesundheitsökonomischen Evaluationen schlummernde Rationalisierungspotenziale freizusetzen.

3. Distributions problem 

Werden die vorhandenen Mittel – unabhängig von z.B. Schicht, Einkommen, Alter, Geschlecht – gerecht verteilt? Die Herausforderung der gerechten Verteilung (Distribution) der Gesundheitsleistungen wird als Distributionsproblem bezeichnet. Maßgeblich geht es darum, Kriterien zu bestimmen, wie die Gesundheitsgüter verteilt werden können. 

4. Wertschöpfungsproblem Inwiefern trägt die Verwendung der Mittel zu einer Steigerung der Wertschöpfung bei? Welche Bedeutung nimmt der Gesundheitssektor im Vergleich zu anderen Branchen ein? Die Herausforderungen, die mit der Bedeutung der Wachstums- und Besch ftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft verbunden sind, werden als Wertschöpfungsproblem bezeichnet. Hier werden die Aspekte der Wachstumsbranche Gesundheitswirtschaft – im Gegensatz zur allgegenwärtigen Kostendebatte – als positives Wertschöpfungspotenzial thematisiert.

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Methodik in der Ökonomie

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  • Die Gesundheitsökonomie untersucht die genannten vier Probleme mit bestimmten, dem Fach eigenen Methoden. Kennzeichnend für die Methodik der Gesundheitsökonomie ist das Abwägen der Nutzen und Kosten von Aktivitäten (Nutzen-Kosten-Kalkül)und das Denken in Alternativen (Opportunitätskostenprinzip). 
  • Das Nutzen-Kosten-Kalkül kommt darin zum Ausdruck, dass bei einer Entscheidung stets der Nutzen mit den Kosten verglichen wird: Welchen Nutzen hat der Bau eines Krankenhauses und welche Kosten verursacht er? 
  • Welchen Nutzen und welche Kosten hat ein Präventionsprogramm? Soll ein Arzt einen Computertomographen anschaffen? 
  • Soll ein Patient einen Arzt aufsuchen, um eine Früherkennung durchführen zu lassen?
  • Welchen Arzt soll ein Patient im Falle einer Erkrankung aufsuchen?
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was ist Opportunitätskosten

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  • Opportunitätskosten einer Aktivität sind der entgangene Nutzen aus der zweitbesten Aktivität, die deshalb nicht durchgeführt werden kann.
  • Da Ressourcen und Zeit knapp sind, sind zwangsläufig alle Aktivitäten mit Opportunitätskosten verbunden.
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Formen des Nutzen- Kosten-Kalküls


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Das Nutzen-Kosten-Kalk l findet in der Gesundheitsökonomie in zwei Formen Verwendung. Einerseits handelt es sich um eine Entscheidungsregel: Führe nur solche Aktivitäten aus, deren Nutzen größer ist als ihre Kosten.

1. In dieser Verwendung des Nutzen-Kosten-Kalküls spricht man auch von einer normativen Theorie. Das Nutzen-Kosten-Kalkül kann dabei in Konflikt mit anderen normativen Prinzipien geraten. 

2. So verbietet es die ärztliche Ethik, die Behandlung eines Patienten von den Kosten der Behandlung abhängig zu machen, es sei denn, zwei Behandlungen weisen bei unterschiedlichen Kosten das gleiche Behandlungsergebnis auf, was aber nur selten der Fall sein dürfte. 

  • Andererseits ist das Nutzen-Kosten-Kalkül in der Gesundheitsökonomie eine Verhaltensannahme: Es wird unterstellt, dass die Menschen ihre Entscheidungen im Durchschnitt an dieser Entscheidungsregel orientieren (Rationalitätsannahme). Dabei liegt die Betonung auf „im Durchschnitt“. Nicht jede(r) muss sich stets daran orientieren und in Ausnahmesituationen, wie einer schweren Erkrankung, wird man dieses Verhalten nicht erwarten können. Doch für eine größere Zahl von Menschen wird man in Normalsituationen dieses Verhalten als repräsentativ unterstellen dürfen. Abschließend kann die Gesundheitsökonomie wie folgt definiert werden: 
  • Die Gesundheitsökonomie untersucht die Allokation, Effizienz, Verteilung und Wertschöpfung von Gesundheitsleistungen auf der Grundlage des Kosten-Nutzen-Kalküls als Entscheidungsregel und als Verhaltensannahme.
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Gesundheit als Humankapital

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Definition Humankapital: Unter Humankapital versteht man die Gesamtheit der i. d. R. wirtschaftlich verwertbaren Fähigkeiten, Kenntnisse und Verhaltensweisen von Personen oder Personengruppen.

Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Humankapital


Gesundheit ist nicht nur Bestandteil, sondern auch gleichzeitig Voraussetzung und Ergebnis eines sich im Laufe eines Lebens entwickelnden Humankapitals. Betrachten wir eine Ursache-Wirkungs-Kette unter Einbeziehung der Gesundheit: Jeder Mensch hat eine bestimmte physiologische und psychologische Konstitution, die insgesamt den „Anfangsbestand“ seines Humankapitals ausmacht. Unter Einsatz der vorhandenen Gesundheit kann das Individuum weiteres Humankapital wie Bildung und Leistungsbereitschaft entwickeln und somit sein erzielbares Einkommen erhöhen, mehr konsumieren und seinen Gesamtnutzen mehren. Ein höheres Einkommen kann dann auch wieder über den Konsum von Gesundheitsleistungen zu einer besseren Gesundheit führen.

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Ökonomie - was ist das eigentlich?

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  • Sie treffen jeden Tag Entscheidungen, die von ökonomische Bedeutung sind.
  • An einem einzigen Tag sind Sie (mehr oder weniger) freiwilliger Teilnehmer auf verschiedenen Märkten, 

z.B. 

  • Gütemarkt: Sie essen Brot von B cker, trinken Tee aus Vietnam, essen Müsli aus dem Supermarkt mit Milch aus Bayern. 
  • Arbeitsmarkt: in ihrem job erbringen sie eine eine Dienstleistung oder stellen etwas her und werden dafür belohnt.
  • Kapitalmarkt: Sie haben einen Kredit bei ihrer Bank. Sie kaufen und verkaufen Aktien ber ihr Online-Aktien depot


  • Sie sind aber auch Teil eines ökonomischen Zwang Systems, dem deutschen Krankenversicherung, System
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Q:

Begriffsbestimmung Ökonomie

A:
  • Ökonomie = Wirtschaftswissenschaft
  • Volkswirtschaftslehre
    • untersucht grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten in einer 'Gesellschaft, sowohl in Bezug auf einzelne wirtschaftende Einheiten (Mikroökonomie) als auch gesamtwirtschaftlich (Makroökonomie
  • Betriebswirtschaftslehre: 
    • befasste sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten einzelner Unternehmen und liefert Erkenntnisse über betriebliche Strukturen und Prozesse.
Q:

was beschreibt und analysiert die Ökonomie?

A:
  • Ökonomie beschreibt und analysiert 

wie die Beteiligten einer Wirtschaft zu ihrer Bedürfnisbefriedigung die knappen verfügbaren Ressourcen, auch Produktionsmittel genannt, verwenden und somit Güter und Dienstleistungen produzieren (Allokation) wie diese Güter und Dienstleistungen unter den Angehörigen einer Gesellschaft verteilt werden (Distribution). 

  • Beteiligte einer Wirtschaft: 

Million von Haushalten, Unternehmen, der Staat, Interessenvertretungen und das Ausland 

  • Knappe verfügbare Ressourcen:

Gemessen an den Bedürfnissen der Beteiligten einer Wirtschaft sind die vorhandenen Ressourcen (z.B. Energie, Arbeitskraft, Maschinen, Boden, Walter) und produzierten Güter in einer Wirtschaft knapp

Q:

Bedürfnis in der Ökonomie

A:

Ein Gefühl des Mangels, begleitet von dem Wunsch diesen Mangel zu beseitigen. Maslow unterscheidet verschiedene Bedürfnis ebenen.

Q:

Bedarf in der Ökonomie

A:

das Bedürfnis kann mit einem Konkreten Gut ausgedruckt werden

Q:

Tatsächliche Nachfrage in der Ökonomie

A:

Der Bedarf wird mit dem entsprechenden Mittel, z.B. Geld erworben

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Q:

Grundbedürfnisse in der Ökonomie

A:
  • selbstverwirklichung
    •  entspannt und selbst reflektierend leben 
  • soziale Anerkennung 
    • Ich möchte immer gesund sein, top fühlen, gesund aussehen und dafür gesellschaftlich anerkannt werden. 
  • soziale Beziehungen
    • Bei Bedarf m chte ich mich um Unterstützung meiner Familie und Freunde bitten, um mich zu unterstützen , beraten und allgemein mir behilflich sind 
  • Sicherheit 
    • Falls ich krank werde, möchte ich einen Fachmann konsultieren können
  • Grundbedürfnisse 
    • Ich möchte nicht krank sein
Q:

Die 4. Probleme der Ökonomie

A:

1. Allokationsproblem 

Werden die knappen Ressourcen des Gesundheitswesens gerecht auf die Bedürfnisse der Versicherten/ Patienten verteilt? Diese Herausforderung wird als Allokationsproblem (auch bekannt als Verteilungsproblem) bezeichnet. Denn nicht alle Bedürfnisse können gleichzeitig erfüllt werden. Daraus ergibt sich, dass Priorisierungen je nach Dringlichkeit vorgenommen werden müssen. Dies kann nur geschehen, wenn entsprechende Informationen über die Bedürfnisse (bzw. Erkrankungen etc.) bekannt sind.


2. Effizienzproblem 

Werden mitunter knappe Ressourcen verschwendet? Oder mit anderen Worten: Erfolgt die Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen bei höchstmöglicher Qualität zu möglichst geringen Kosten? Diese Herausforderung wird Effizienzproblem genannt. Durch die Ermittlung der effizientesten z.B. medizinischen Interventionen wird versucht, mithilfe von gesundheitsökonomischen Evaluationen schlummernde Rationalisierungspotenziale freizusetzen.

3. Distributions problem 

Werden die vorhandenen Mittel – unabhängig von z.B. Schicht, Einkommen, Alter, Geschlecht – gerecht verteilt? Die Herausforderung der gerechten Verteilung (Distribution) der Gesundheitsleistungen wird als Distributionsproblem bezeichnet. Maßgeblich geht es darum, Kriterien zu bestimmen, wie die Gesundheitsgüter verteilt werden können. 

4. Wertschöpfungsproblem Inwiefern trägt die Verwendung der Mittel zu einer Steigerung der Wertschöpfung bei? Welche Bedeutung nimmt der Gesundheitssektor im Vergleich zu anderen Branchen ein? Die Herausforderungen, die mit der Bedeutung der Wachstums- und Besch ftigungseffekte der Gesundheitswirtschaft verbunden sind, werden als Wertschöpfungsproblem bezeichnet. Hier werden die Aspekte der Wachstumsbranche Gesundheitswirtschaft – im Gegensatz zur allgegenwärtigen Kostendebatte – als positives Wertschöpfungspotenzial thematisiert.

Q:

Methodik in der Ökonomie

A:
  • Die Gesundheitsökonomie untersucht die genannten vier Probleme mit bestimmten, dem Fach eigenen Methoden. Kennzeichnend für die Methodik der Gesundheitsökonomie ist das Abwägen der Nutzen und Kosten von Aktivitäten (Nutzen-Kosten-Kalkül)und das Denken in Alternativen (Opportunitätskostenprinzip). 
  • Das Nutzen-Kosten-Kalkül kommt darin zum Ausdruck, dass bei einer Entscheidung stets der Nutzen mit den Kosten verglichen wird: Welchen Nutzen hat der Bau eines Krankenhauses und welche Kosten verursacht er? 
  • Welchen Nutzen und welche Kosten hat ein Präventionsprogramm? Soll ein Arzt einen Computertomographen anschaffen? 
  • Soll ein Patient einen Arzt aufsuchen, um eine Früherkennung durchführen zu lassen?
  • Welchen Arzt soll ein Patient im Falle einer Erkrankung aufsuchen?
Q:

was ist Opportunitätskosten

A:
  • Opportunitätskosten einer Aktivität sind der entgangene Nutzen aus der zweitbesten Aktivität, die deshalb nicht durchgeführt werden kann.
  • Da Ressourcen und Zeit knapp sind, sind zwangsläufig alle Aktivitäten mit Opportunitätskosten verbunden.
Q:

Formen des Nutzen- Kosten-Kalküls


A:

Das Nutzen-Kosten-Kalk l findet in der Gesundheitsökonomie in zwei Formen Verwendung. Einerseits handelt es sich um eine Entscheidungsregel: Führe nur solche Aktivitäten aus, deren Nutzen größer ist als ihre Kosten.

1. In dieser Verwendung des Nutzen-Kosten-Kalküls spricht man auch von einer normativen Theorie. Das Nutzen-Kosten-Kalkül kann dabei in Konflikt mit anderen normativen Prinzipien geraten. 

2. So verbietet es die ärztliche Ethik, die Behandlung eines Patienten von den Kosten der Behandlung abhängig zu machen, es sei denn, zwei Behandlungen weisen bei unterschiedlichen Kosten das gleiche Behandlungsergebnis auf, was aber nur selten der Fall sein dürfte. 

  • Andererseits ist das Nutzen-Kosten-Kalkül in der Gesundheitsökonomie eine Verhaltensannahme: Es wird unterstellt, dass die Menschen ihre Entscheidungen im Durchschnitt an dieser Entscheidungsregel orientieren (Rationalitätsannahme). Dabei liegt die Betonung auf „im Durchschnitt“. Nicht jede(r) muss sich stets daran orientieren und in Ausnahmesituationen, wie einer schweren Erkrankung, wird man dieses Verhalten nicht erwarten können. Doch für eine größere Zahl von Menschen wird man in Normalsituationen dieses Verhalten als repräsentativ unterstellen dürfen. Abschließend kann die Gesundheitsökonomie wie folgt definiert werden: 
  • Die Gesundheitsökonomie untersucht die Allokation, Effizienz, Verteilung und Wertschöpfung von Gesundheitsleistungen auf der Grundlage des Kosten-Nutzen-Kalküls als Entscheidungsregel und als Verhaltensannahme.
Q:

Gesundheit als Humankapital

A:

Definition Humankapital: Unter Humankapital versteht man die Gesamtheit der i. d. R. wirtschaftlich verwertbaren Fähigkeiten, Kenntnisse und Verhaltensweisen von Personen oder Personengruppen.

Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Humankapital


Gesundheit ist nicht nur Bestandteil, sondern auch gleichzeitig Voraussetzung und Ergebnis eines sich im Laufe eines Lebens entwickelnden Humankapitals. Betrachten wir eine Ursache-Wirkungs-Kette unter Einbeziehung der Gesundheit: Jeder Mensch hat eine bestimmte physiologische und psychologische Konstitution, die insgesamt den „Anfangsbestand“ seines Humankapitals ausmacht. Unter Einsatz der vorhandenen Gesundheit kann das Individuum weiteres Humankapital wie Bildung und Leistungsbereitschaft entwickeln und somit sein erzielbares Einkommen erhöhen, mehr konsumieren und seinen Gesamtnutzen mehren. Ein höheres Einkommen kann dann auch wieder über den Konsum von Gesundheitsleistungen zu einer besseren Gesundheit führen.

Q:

Ökonomie - was ist das eigentlich?

A:
  • Sie treffen jeden Tag Entscheidungen, die von ökonomische Bedeutung sind.
  • An einem einzigen Tag sind Sie (mehr oder weniger) freiwilliger Teilnehmer auf verschiedenen Märkten, 

z.B. 

  • Gütemarkt: Sie essen Brot von B cker, trinken Tee aus Vietnam, essen Müsli aus dem Supermarkt mit Milch aus Bayern. 
  • Arbeitsmarkt: in ihrem job erbringen sie eine eine Dienstleistung oder stellen etwas her und werden dafür belohnt.
  • Kapitalmarkt: Sie haben einen Kredit bei ihrer Bank. Sie kaufen und verkaufen Aktien ber ihr Online-Aktien depot


  • Sie sind aber auch Teil eines ökonomischen Zwang Systems, dem deutschen Krankenversicherung, System
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