Materialwirtschaft an der Provadis School Of International Management And Technology | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Materialwirtschaft an der Provadis School of International Management and Technology

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Materialwirtschaft Kurs an der Provadis School of International Management and Technology zu.

TESTE DEIN WISSEN
Was beschreibt der Volumen-pro-Auftrag‐Index bei der Lagerplatzzuordnung und was sind die
Folgen einer Orientierung an diesem Index? (2 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Kombination aus Volumen und Zugriffshäufigkeit
= Volumen/Zugriffhäufigkeit pro Tag

Folge: 
  • Großvolumige Güter werden zunächst weit entfernt gelagert, nimmt jedoch Zugriffhäufigkeit zu werden häufig nachgefragte Güter näher an den Kommissionierplatz gebracht.

  • Allgemein: Je kleiner der VPAI, desto näher sind die Güter am Kommisionierplatz zu lagern

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
In der Lagerhaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Vorratsergänzung. Dabei
kommen unterschiedliche Bestellregeln zum Einsatz. 
Welches generelle Ziel verfolgen die
Bestellregeln? 
Nennen und beschreiben Sie kurz die 4 wichtigsten Bestellregeln. (5 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Ziel: Für den festgestellten Materialbedarf bestimmen, wann und wie viel
bestellt werden soll, damit die Summe der Lagerhaltungskosten und der
Bestellkosten minimiert wird
 
t,S: Bestellung in gleichen Zeitintervallen bis Lager voll ist

t,Q: Bestellung in gleichen Zeitintervallen und gleichen Mengen

s,S: Bestellung bei Unterschreitung einer gewissen Menge, Auffüllen des Lagers mit Menge S

s,Q: Bestellung bestimmt Menge (Q) bei Unterschreitung eines bestimmten Lagerbestandes (s), gleiche Menge wird bestellt
 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Bei der Beschaffungslogistik lassen sich folgende 3 Prinzipien der Materialbeschaffung
        unterscheiden:
  • Einzelbeschaffung im Bedarfsfall
  • Beschaffung mit Vorratshaltung
  • Produktion und einsatzsynchrone Anlieferung
        
Erläutern Sie diese 3 Prinzipien und geben Sie jeweils Vor- und Nachteile an. (6 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Einzelbeschaffung im Bedarfsfall:
Das erforderliche Material wird erst nach dem Auftreten des Bedarfs beschafft

+  Wenig Lageraufwand, Kapitalbindung und Lagerkosten gering

‐   Produktionsverzögerung durch lange und unsichere Lieferzeiten, Kosten übersteigen schnell  realisierte Einsparungen
 
Beschaffung mit Vorratshaltung:
Die Materialien werden im eigenen Unternehmen auf Abruf für die interne
Materialbereitstellung bereitgehalten

+  weniger empfindlich gegenüber Schwankungen, Preisvorteil durch große Mengen, Schnelle Befriedigung des Bedarfs

‐  optimale Bestellmenge muss ermittelt werden (Servicegrad), Hohe Kapitalbindungs- und Lagerkosten
 
Produktion und einsatzsynchrone Anlieferung:
Der Lieferant muss das Material zu den Terminen anliefern, die durch den Produktionsablauf des beschaffenden Unternehmens bestimmt werden

+  kurze Durchlaufzeiten, geringe Sicherheitsbestände, geringe Kapitalbindung und Lagerkosten

-  Zuverlässige Lieferanten, intensiver Informationsaustausch
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Bei der Beschaffung wird zwischen unterschiedlichen Sourcing-Konzepten unterschieden.
Nennen und beschreiben Sie zwei objekt- und drei lieferantenbezogene Sourcing‐Konzepte. 
(5 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Objektbezogenes Sourcing:
Unit Sourcing:
  • Beziehung einer Vielzahl einzelner Materialien und Teile relativ geringer Wertschöpfung von entsprechend vielen, voneinander unabhängigen Lieferanten
  • Hoher Aufwand zur Lösung von Transaktions- und innerbetrieblichen Koordinationsaufgaben

Modular Sourcing:
  • Anstelle einzelner Teile werden ganze Module, d. h. Funktionsgruppen (Baugruppen oder Komponenten), von einem Modullieferanten (Systemlieferanten) bezogen à logistische Komplexität auflösen
 
Lieferantenbezogenes Sourcing:
Single Sourcing:
  • Bezug eines Einsatzgutes von genau einem Lieferanten
  • Bestrebung, durch den aktiven Aufbau eines leistungsstarken und innovativen Lieferanten eine hohe Qualität der Vorprodukte zu erreichen
  • Notwendig: langfristige Rahmenverträge zur Absicherung stabiler ökonomischer Rahmenbedingungen
  • Gefahr von opportunistischen Verhalten
  • Gefahr des Produktionsstopp bei Lieferausfall à Deal Sorucing
 
 
Multiple Sourcing (Dual Sourcing):
  • Förderung des Wettbewerbs unter Lieferanten
  • Durchsetzung niedriger Einstandspreise
  • Vermeidung hoher Versorgungsrisiken
  • Hohe Transaktionskosten durch die Geschäftsbeziehungen mit vielen und häufig wechselnden Lieferanten
  • Einsatz bei Gütern mit hohem Standardisierungsgrad und Beschaffungsmärkten mit guter Überschaubarkeit
 
Global Sourcing:               
Chancen:
  • Senkung der Einkaufskosten
  • Höhere Markttransparenz
  • Sicherung von Lieferkapazitäten
  • Technologiezufuhr
  • Erfüllung von Anforderungen an die lokale Wertschöpfung
 
Risiken:
  • Wechselkursschwankungen
  • Transportrisiken
  • Unterschiedliches Qualitätsverständnis
  • Know-How-Abfluss
  • Kommunikationsbarrieren
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Definieren Sie den Begriff der Transportkette. Nennen und beschreiben Sie generelle Möglichkeiten zum Aufbau einer Transportkette. (6 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
„Folge von technischen und organisatorisch miteinander verknüpften Vorgängen, bei denen Personen oder Güter von einer Quelle zu einem Ziel bewegt werden.“

Möglichkeiten zum Aufbau einer Transportkette:
  • Eingliedrige TK = ungebrochener Verkehr, Direktverkehr ohne Wechsel des Transportmittels

  • Mehrgliedrige TK = gebrochener Verkehr + kombinierter Verkehr (i.w.S. mit Wechsel des Transportmittels)

  • Gebrochener Verkehr = Wechsel des Transportmittels ohne logistische Einheit

  • Kombinierter Verkehr = Huckepackverkehr (LKW auf Schiene) + Behälterverkehr (Container auf Schiff/LKW)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Es gibt unterschiedliche Methoden der Bedarfsermittlung in der Lagerhaltung. Nennen Sie die 3 generellen Möglichkeiten und geben Sie jeweils ein konkretes Verfahren an. (3 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Deterministisch: Produktionsprogrammplanung
• Analytisch: Top-Down
• Synthetisch: Bottom-up
 
Stochastisch: Ausgangspunkt sind Vergangenheitswerte
• Mittelwertbildung
• Exponentielle Glättung
• Regressionsanalyse
• Voraussetzung: zuverlässige Vergangenheitswerte
 
Subjektive Schätzung:
• Intuitivschätzung: ohne logisch begründbare Zusammenhänge
• Analogschätzung: mit logisch begründbaren Zusammenhängen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Eine wichtige Größe bei der Vorratsergänzung ist der Sicherheitsbestand. Nennen und
beschreiben Sie kurz die vier wichtigsten Einflussfaktoren auf die Höhe des Sicherheitsbestands. (4 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Länge Wiederbeschaffungszeit (WBZ)

  • Lieferbereitschaft (Je höher die Lieferbereitschaft, desto höher der Sicherheitsbestand)

  • Wahrscheinlichkeit für die Überziehung der WBZ und Entnahme (Prognosefehler, Nachfrage falsch abschätzen)

  • Anzahl der Lager
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Der Stellenwert der Logistik im Unternehmen ist abhängig von der Bedeutung des Lieferservices und der Logistikkosten. Führen Sie jeweils vier Hypothesen zur Bedeutung des Lieferservice sowie der Bedeutung der Logistikkosten im Unternehmen auf. (4 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Je höher der Grad an Substituierbarkeit für ein Produkt ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je höher die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Transport, Verpackung und Lagerhaltung sind, die von den physischen Produkteigenschaften ausgehen, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je höher das Lieferserviceniveau der Konkurrenz ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je mehr sich der Standort des Kunden in der Nähe von Ballungszentren befindet, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je größer die Abhängigkeit des Kunden aufgrund seiner Produktions-, Lagerhaltungs‐ oder Verkaufsbedingungen von einem Produkt ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Bei der Verpackung kommt der Palette eine besondere Bedeutung zu.

Nennen Sie die vier Funktionen einer Palette. 

Beschreiben Sie kurz in je zwei Stichpunkten die Palette als Verpackungseinheit und als logistische Einheit. 

Führen Sie vier Gründe an, warum eine Normung der Paletten sinnvoll ist. (6 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Funktionen:
  • Lagereinheit
  • Ladeeinheit
  • Verpackungseinheit
  • Transporteinheit
  • Manipulationseinheit
  • Logistische Einheit

Verpackungseinheit:
  • Einheitsverpackung günstiger als Einzelverpackung
  • Kartonverpackung wird gespart, Kostensenkung
  • Automatisierung der Palettierung verkürzt Packzeit

Palette als logistische Einheit:
  • Funktion als Liefereinheit (Kunde muss mit Zusammenfassung einverstanden sein)
  • Kunde muss über Einrichtung zur Manipulation  und Lagerung verfügen
  • Abmessung mit Kunden abstimmen

Normung der Palette sinnvoll, weil:
  • Techn. Hilfsmittel können auf die Abmessung der Paletten abgestimmt werden
  • Zwischenbetrieblicher Austausch wird erleichtert
  • Können Zug um Zug ausgetauscht werden
  • Austausch über Palettenpools möglich (volle gegen leere)



Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Logistische Wertschöpfungsaktivitäten haben einen Dienstleistungscharakter. Nennen Sie mindestens 3 Merkmale von Logistikdienstleistungen. Nennen Sie ebenso 3 Konsequenzen des Dienstleistungscharakters der Logistik. (3 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Merkmale:
  • Immaterialität, Integration des externen Faktors
  • Vorkombination der Produktionsfaktoren
  • Endkombination der Produktionsfaktoren
  • Vertrauensabhängigkeit
  • Kuppelproduktion beim Transport
 
Konsequenzen:
  • Planung Leistungsbereitschaft erschwert durch externen Faktor
  • Nachfrageschwankungen können nicht durch Lagerhaltung ausgeglichen werden 
  • -->  Fixkostenproblem, da Leistungsbereitschaft vorgehalten werden muss, was in Zeiten geringer Nachfrage problematisch ist
  • Leistungsbereitschaft muss vorhanden sein, bevor eine DL auf dem Markt angeboten wird
 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Die Verpackung übernimmt in Logistiksystemen unterschiedliche Funktionen. Nennen Sie die 5 Funktionen der Verpackung zusammen mit der jeweiligen Zielsetzung, die für die Logistik von besonderer Bedeutung sind. (5 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Schutzfunktion: Packgut soll beim Empfänger im richtigen Zustand ankommen

  • Lagerfunktion: Lagerung des Gutes soll erleichtert werden

  • Transportfunktion: Transport des Packgutes erleichtern/ermöglichen

  • Manipulationsfunktion: Handhabung/Umschlag erleichtern

  • Informationsfunktion: Kennzeichnung der Ware durch Aufschriften, Farbe usw. Soll Auftragszusammenstellung erleichtern sowie Packgüter kennzeichnen.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Zu den Lagerhausaufgaben zählt auch die Standortwahl. Dabei lassen sich die interlokale und lokale Standortwahl unterscheiden. Nennen und erläutern Sie kurz sechs Einflussfaktoren auf die interlokale Standortwahl. (6 Punkte)
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Lieferservice (Kunden sollen schnell beliefert werden)

  • Art des Absatzgebietes (Konzentriert sich Nachfrage auf einen Punkt? Gleichmäßig verteilt? Teilung Absatzgebiet durch geografische Barrieren?)

  • Nachfrageentwicklung (Entwicklung, Veränderung)

  • Verkehrsverbindung (Welche sind notwendig? Wo gibt es diese?)

  • Transport- und Lagerhauskosten 

  • Arbeitskräfte (Arbeitskräfteangebot)
Lösung ausblenden
  • 1715 Karteikarten
  • 126 Studierende
  • 9 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Materialwirtschaft Kurs an der Provadis School of International Management and Technology - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Was beschreibt der Volumen-pro-Auftrag‐Index bei der Lagerplatzzuordnung und was sind die
Folgen einer Orientierung an diesem Index? (2 Punkte)
A:
Kombination aus Volumen und Zugriffshäufigkeit
= Volumen/Zugriffhäufigkeit pro Tag

Folge: 
  • Großvolumige Güter werden zunächst weit entfernt gelagert, nimmt jedoch Zugriffhäufigkeit zu werden häufig nachgefragte Güter näher an den Kommissionierplatz gebracht.

  • Allgemein: Je kleiner der VPAI, desto näher sind die Güter am Kommisionierplatz zu lagern

Q:
In der Lagerhaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Vorratsergänzung. Dabei
kommen unterschiedliche Bestellregeln zum Einsatz. 
Welches generelle Ziel verfolgen die
Bestellregeln? 
Nennen und beschreiben Sie kurz die 4 wichtigsten Bestellregeln. (5 Punkte)
A:
Ziel: Für den festgestellten Materialbedarf bestimmen, wann und wie viel
bestellt werden soll, damit die Summe der Lagerhaltungskosten und der
Bestellkosten minimiert wird
 
t,S: Bestellung in gleichen Zeitintervallen bis Lager voll ist

t,Q: Bestellung in gleichen Zeitintervallen und gleichen Mengen

s,S: Bestellung bei Unterschreitung einer gewissen Menge, Auffüllen des Lagers mit Menge S

s,Q: Bestellung bestimmt Menge (Q) bei Unterschreitung eines bestimmten Lagerbestandes (s), gleiche Menge wird bestellt
 
Q:
Bei der Beschaffungslogistik lassen sich folgende 3 Prinzipien der Materialbeschaffung
        unterscheiden:
  • Einzelbeschaffung im Bedarfsfall
  • Beschaffung mit Vorratshaltung
  • Produktion und einsatzsynchrone Anlieferung
        
Erläutern Sie diese 3 Prinzipien und geben Sie jeweils Vor- und Nachteile an. (6 Punkte)
A:
Einzelbeschaffung im Bedarfsfall:
Das erforderliche Material wird erst nach dem Auftreten des Bedarfs beschafft

+  Wenig Lageraufwand, Kapitalbindung und Lagerkosten gering

‐   Produktionsverzögerung durch lange und unsichere Lieferzeiten, Kosten übersteigen schnell  realisierte Einsparungen
 
Beschaffung mit Vorratshaltung:
Die Materialien werden im eigenen Unternehmen auf Abruf für die interne
Materialbereitstellung bereitgehalten

+  weniger empfindlich gegenüber Schwankungen, Preisvorteil durch große Mengen, Schnelle Befriedigung des Bedarfs

‐  optimale Bestellmenge muss ermittelt werden (Servicegrad), Hohe Kapitalbindungs- und Lagerkosten
 
Produktion und einsatzsynchrone Anlieferung:
Der Lieferant muss das Material zu den Terminen anliefern, die durch den Produktionsablauf des beschaffenden Unternehmens bestimmt werden

+  kurze Durchlaufzeiten, geringe Sicherheitsbestände, geringe Kapitalbindung und Lagerkosten

-  Zuverlässige Lieferanten, intensiver Informationsaustausch
Q:
Bei der Beschaffung wird zwischen unterschiedlichen Sourcing-Konzepten unterschieden.
Nennen und beschreiben Sie zwei objekt- und drei lieferantenbezogene Sourcing‐Konzepte. 
(5 Punkte)
A:
Objektbezogenes Sourcing:
Unit Sourcing:
  • Beziehung einer Vielzahl einzelner Materialien und Teile relativ geringer Wertschöpfung von entsprechend vielen, voneinander unabhängigen Lieferanten
  • Hoher Aufwand zur Lösung von Transaktions- und innerbetrieblichen Koordinationsaufgaben

Modular Sourcing:
  • Anstelle einzelner Teile werden ganze Module, d. h. Funktionsgruppen (Baugruppen oder Komponenten), von einem Modullieferanten (Systemlieferanten) bezogen à logistische Komplexität auflösen
 
Lieferantenbezogenes Sourcing:
Single Sourcing:
  • Bezug eines Einsatzgutes von genau einem Lieferanten
  • Bestrebung, durch den aktiven Aufbau eines leistungsstarken und innovativen Lieferanten eine hohe Qualität der Vorprodukte zu erreichen
  • Notwendig: langfristige Rahmenverträge zur Absicherung stabiler ökonomischer Rahmenbedingungen
  • Gefahr von opportunistischen Verhalten
  • Gefahr des Produktionsstopp bei Lieferausfall à Deal Sorucing
 
 
Multiple Sourcing (Dual Sourcing):
  • Förderung des Wettbewerbs unter Lieferanten
  • Durchsetzung niedriger Einstandspreise
  • Vermeidung hoher Versorgungsrisiken
  • Hohe Transaktionskosten durch die Geschäftsbeziehungen mit vielen und häufig wechselnden Lieferanten
  • Einsatz bei Gütern mit hohem Standardisierungsgrad und Beschaffungsmärkten mit guter Überschaubarkeit
 
Global Sourcing:               
Chancen:
  • Senkung der Einkaufskosten
  • Höhere Markttransparenz
  • Sicherung von Lieferkapazitäten
  • Technologiezufuhr
  • Erfüllung von Anforderungen an die lokale Wertschöpfung
 
Risiken:
  • Wechselkursschwankungen
  • Transportrisiken
  • Unterschiedliches Qualitätsverständnis
  • Know-How-Abfluss
  • Kommunikationsbarrieren
Q:
Definieren Sie den Begriff der Transportkette. Nennen und beschreiben Sie generelle Möglichkeiten zum Aufbau einer Transportkette. (6 Punkte)
A:
„Folge von technischen und organisatorisch miteinander verknüpften Vorgängen, bei denen Personen oder Güter von einer Quelle zu einem Ziel bewegt werden.“

Möglichkeiten zum Aufbau einer Transportkette:
  • Eingliedrige TK = ungebrochener Verkehr, Direktverkehr ohne Wechsel des Transportmittels

  • Mehrgliedrige TK = gebrochener Verkehr + kombinierter Verkehr (i.w.S. mit Wechsel des Transportmittels)

  • Gebrochener Verkehr = Wechsel des Transportmittels ohne logistische Einheit

  • Kombinierter Verkehr = Huckepackverkehr (LKW auf Schiene) + Behälterverkehr (Container auf Schiff/LKW)

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Es gibt unterschiedliche Methoden der Bedarfsermittlung in der Lagerhaltung. Nennen Sie die 3 generellen Möglichkeiten und geben Sie jeweils ein konkretes Verfahren an. (3 Punkte)
A:
Deterministisch: Produktionsprogrammplanung
• Analytisch: Top-Down
• Synthetisch: Bottom-up
 
Stochastisch: Ausgangspunkt sind Vergangenheitswerte
• Mittelwertbildung
• Exponentielle Glättung
• Regressionsanalyse
• Voraussetzung: zuverlässige Vergangenheitswerte
 
Subjektive Schätzung:
• Intuitivschätzung: ohne logisch begründbare Zusammenhänge
• Analogschätzung: mit logisch begründbaren Zusammenhängen
Q:
Eine wichtige Größe bei der Vorratsergänzung ist der Sicherheitsbestand. Nennen und
beschreiben Sie kurz die vier wichtigsten Einflussfaktoren auf die Höhe des Sicherheitsbestands. (4 Punkte)
A:
  • Länge Wiederbeschaffungszeit (WBZ)

  • Lieferbereitschaft (Je höher die Lieferbereitschaft, desto höher der Sicherheitsbestand)

  • Wahrscheinlichkeit für die Überziehung der WBZ und Entnahme (Prognosefehler, Nachfrage falsch abschätzen)

  • Anzahl der Lager
Q:
Der Stellenwert der Logistik im Unternehmen ist abhängig von der Bedeutung des Lieferservices und der Logistikkosten. Führen Sie jeweils vier Hypothesen zur Bedeutung des Lieferservice sowie der Bedeutung der Logistikkosten im Unternehmen auf. (4 Punkte)
A:
  • Je höher der Grad an Substituierbarkeit für ein Produkt ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je höher die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Transport, Verpackung und Lagerhaltung sind, die von den physischen Produkteigenschaften ausgehen, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je höher das Lieferserviceniveau der Konkurrenz ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je mehr sich der Standort des Kunden in der Nähe von Ballungszentren befindet, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
  • Je größer die Abhängigkeit des Kunden aufgrund seiner Produktions-, Lagerhaltungs‐ oder Verkaufsbedingungen von einem Produkt ist, desto größer ist die Bedeutung des Lieferservice.
Q:
Bei der Verpackung kommt der Palette eine besondere Bedeutung zu.

Nennen Sie die vier Funktionen einer Palette. 

Beschreiben Sie kurz in je zwei Stichpunkten die Palette als Verpackungseinheit und als logistische Einheit. 

Führen Sie vier Gründe an, warum eine Normung der Paletten sinnvoll ist. (6 Punkte)
A:
Funktionen:
  • Lagereinheit
  • Ladeeinheit
  • Verpackungseinheit
  • Transporteinheit
  • Manipulationseinheit
  • Logistische Einheit

Verpackungseinheit:
  • Einheitsverpackung günstiger als Einzelverpackung
  • Kartonverpackung wird gespart, Kostensenkung
  • Automatisierung der Palettierung verkürzt Packzeit

Palette als logistische Einheit:
  • Funktion als Liefereinheit (Kunde muss mit Zusammenfassung einverstanden sein)
  • Kunde muss über Einrichtung zur Manipulation  und Lagerung verfügen
  • Abmessung mit Kunden abstimmen

Normung der Palette sinnvoll, weil:
  • Techn. Hilfsmittel können auf die Abmessung der Paletten abgestimmt werden
  • Zwischenbetrieblicher Austausch wird erleichtert
  • Können Zug um Zug ausgetauscht werden
  • Austausch über Palettenpools möglich (volle gegen leere)



Q:
Logistische Wertschöpfungsaktivitäten haben einen Dienstleistungscharakter. Nennen Sie mindestens 3 Merkmale von Logistikdienstleistungen. Nennen Sie ebenso 3 Konsequenzen des Dienstleistungscharakters der Logistik. (3 Punkte)
A:
Merkmale:
  • Immaterialität, Integration des externen Faktors
  • Vorkombination der Produktionsfaktoren
  • Endkombination der Produktionsfaktoren
  • Vertrauensabhängigkeit
  • Kuppelproduktion beim Transport
 
Konsequenzen:
  • Planung Leistungsbereitschaft erschwert durch externen Faktor
  • Nachfrageschwankungen können nicht durch Lagerhaltung ausgeglichen werden 
  • -->  Fixkostenproblem, da Leistungsbereitschaft vorgehalten werden muss, was in Zeiten geringer Nachfrage problematisch ist
  • Leistungsbereitschaft muss vorhanden sein, bevor eine DL auf dem Markt angeboten wird
 
Q:
Die Verpackung übernimmt in Logistiksystemen unterschiedliche Funktionen. Nennen Sie die 5 Funktionen der Verpackung zusammen mit der jeweiligen Zielsetzung, die für die Logistik von besonderer Bedeutung sind. (5 Punkte)
A:
  • Schutzfunktion: Packgut soll beim Empfänger im richtigen Zustand ankommen

  • Lagerfunktion: Lagerung des Gutes soll erleichtert werden

  • Transportfunktion: Transport des Packgutes erleichtern/ermöglichen

  • Manipulationsfunktion: Handhabung/Umschlag erleichtern

  • Informationsfunktion: Kennzeichnung der Ware durch Aufschriften, Farbe usw. Soll Auftragszusammenstellung erleichtern sowie Packgüter kennzeichnen.
Q:
Zu den Lagerhausaufgaben zählt auch die Standortwahl. Dabei lassen sich die interlokale und lokale Standortwahl unterscheiden. Nennen und erläutern Sie kurz sechs Einflussfaktoren auf die interlokale Standortwahl. (6 Punkte)
A:
  • Lieferservice (Kunden sollen schnell beliefert werden)

  • Art des Absatzgebietes (Konzentriert sich Nachfrage auf einen Punkt? Gleichmäßig verteilt? Teilung Absatzgebiet durch geografische Barrieren?)

  • Nachfrageentwicklung (Entwicklung, Veränderung)

  • Verkehrsverbindung (Welche sind notwendig? Wo gibt es diese?)

  • Transport- und Lagerhauskosten 

  • Arbeitskräfte (Arbeitskräfteangebot)
Materialwirtschaft

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Materialwirtschaft an der Provadis School of International Management and Technology

Für deinen Studiengang Materialwirtschaft an der Provadis School of International Management and Technology gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Das sind die beliebtesten Materialwirtschaft Kurse im gesamten StudySmarter Universum

materialwirtschaft

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Zum Kurs
Materialwirtschaft (U. Broll)

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Zum Kurs
SBWL: Materialwirtschaft

Berufsakademie Welfenakademie Braunschweig

Zum Kurs
Materialwirtschaft Erkens

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Zum Kurs
Materialwirtschaft (MM)

Hochschule für Technik Stuttgart

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Materialwirtschaft
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Materialwirtschaft