Prävention an der Private Hochschule Göttingen | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Prävention an der Private Hochschule Göttingen

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Definieren Sie Prävention und Rehabilitation.

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Prävention:

  • Alle Interventionshandlungen, die sich auf Risikogruppen mit klar erwartbaren, erkennbaren oder bereits im Ansatz eingetretenen Anzeichen von Störungen und Krankheiten richten.
  • Ziel: Eintreten einer Krankheit oder eines unerwünschten psychischen / physischen Zustands in der Zukunft verhindern oder Risiko mindern
  • häufig Synonyme: (Primär-)Prävention und Gesundheitsförderung, obwohl unterschiedlich:
    • Prävention: verhaltensmedizinisch orientiert, medizinisches Grundkonzept (Ursachen von Krankheiten)
    • Gesundheitsförderung: sozialwissenschaftlich orientiert (Was erhält den Menschen gesund?)
    • Beiden gemeinsam: Förderung von Ressourcen


Rehabilitation (kurativer Ansatz):

  • Gesamtheit der Aktivitäten, die nötig sind, um dem Erkrankten bestmögliche körperliche, geistige und soziale Bedingungen zu sichern, die es ihm erlauben, mit seinen eigenen Mitteln einen möglichst normalen Platz in der Gesellschaft einzunehmen
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Geben Sie eine allgemeine Definition von Prävention nach Caplan.

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Prävention zielt durch gezielte Maßnahmen und Angebote darauf ab, das Eintreten einer Krankheit oder unerwünschter psychischer oder physischer Zustände in der Zukunft zu verhindern oder ihr Risiko zu mindern.

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Definieren Sie die Begriffe Inzidenz und Prävalenz.

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  • Inzidenz: Neuauftreten einer Erkrankung
  • Prävalenz: Anteil an Menschen einer bestimmten Population, die an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.
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Wie lassen sich Präventionsstrategien unterscheiden?

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  • Unterscheidung
    • universelle Maßnahmen (Gesamtbevölkerung)
    • zielgruppenspezifische Maßnahmen (Zielgruppenauswahl, nur bestimmte Teile der Bevölkerung)
  • Unterscheidung
    • selektive Präventionsstrategien (für Personen mit bestimmten Risikofaktoren
    • indizierte Präventionsstrategien (bereits Krankheitsvorstufe)
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Was ist das Präventionsparadox?

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  • Eine präventive Maßnahme, die für die Gesamtbevölkerung einen hohen Nutzen bringt, bringt dem einzelnen Menschen oft nur wenig.
  • Umgekehrt bringt eine präventive Maßnahme, die für den Einzelnen einen hohen Nutzen hat, für die Gesamtbevölkerung oft nur wenig.
  • Kleine Veränderungen bei vielen Menschen (Gesamtbevölkerung) fallen stärker ins Gewicht als große Veränderungen bei wenigen Menschen (Hochrisikopersonen).
  • Beispiel: Wenn viele Einzelne mit geringem Risiko (z. B. grenzwertiger Bluthochdruck, leicht auffälliger Cholesterinspiegel, Prä-Diabetes) eine präventive Maßnahme durchführen, nützt diese der Gesamtpopulation in der Regel viel. Bei einer großen Menge von Menschen werden kardiovaskuläre Krankheitsereignisse oder vorzeitige Todesfälle langfristig gesenkt. Eine Einzelperson mit leichtem Risiko wird aber nur einen geringen direkten Nutzen durch kurz- oder mittelfristige Verbesserungen der Gesundheit oder durch eine Verlängerung ihrer behinderungsfreien Lebenszeit erfahren.
  • Anders stellt sich die Lage für Interventionen bei kleinen Gruppen mit hohem Risiko dar, z. B. bei klinisch adipösen Menschen oder bei Patienten mit manifester Hypertonie, Hypercholesterinämie oder Diabetes mellitus Typ II. Hier ist der individuelle Gesundheitsgewinn durch Früherkennung, Frühbehandlung und tertiäre Prävention ungleich höher als bei Menschen mit mittlerem und niedrigerem Risiko. Allerdings ergibt sich für die Population kein vergleichbar großer Effekt.
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Wie unterscheiden sich universelle von zielgruppenspezifischen Präventionsmaßnahmen?

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  • Universelle Präventionsmaßnahmen richten sich an die Gesamtbevölkerung, ohne bestimmte Auswahlkriterien zugrunde zu legen.
  • Zielgruppenspezifische Maßnahmen nehmen eine Zielgruppenauswahl nach bestimmten Kriterien vor und richten sich an bestimmte Teile der Bevölkerung.
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Nennen Sie jeweils ein Beispiel für verhaltens- und verhältnispräventive Angebote.

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  • Verhaltensprävention: Raucherentwöhnungsprogramme
  • Verhältnisprävention: Arbeitsschutzmaßnahmen
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Welche Methoden werden zur Verwirklichung der Präventionsziele eingesetzt?

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  • Psycho- und sozioedukative Maßnahmen
    • Aufklärung und Informationsvermittlung (z. B. Risikohinweise auf Zigarettenschachteln, Fernsehspots über HIV-Schutz)
    • Verhaltenstrainings, Selbstmanagementtrainings (z. B. Stressbewältigung, Kompetenzsteigerung von Schülern)
    • Beratung (z. B. Patienten- oder Suchtberatung, Beratung von Personen in Krisensituationen)
    • Ziel: Einsicht bzw. Veränderungsmotivation der Betroffenen
  • regulatorische Maßnahmen durch Gesetze und Verordnungen
    • Verhaltensprävention: Anschnallpflicht, Rauchverbot
    • Verhältnisprävention: Lebensmittelüberwachungsvorschriften, Emissionsschutzgesetze, Jugendschutzgesetz
  • Anreiz- und Bestrafungsstrategien
    • z. B. Tabaksteuer
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Welches Modell ist die Grundlage für Prävention?

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  • bio-psycho-soziales Modell: Krankheit und Gesundheit sind nicht nur ausschließlich naturwissenschaftlich beschreibbare Zustände des Organismus, sondern auch durch psychische und soziale Aspekte bedingt
  • Daher nicht nur Verhaltensweisen (Verhaltensprävention) und Umgebungsbedingungen (Verhältnisprävention) wichtig für die Prävention, sondern auch zugrunde liegende motivationale und kognitive Faktoren der Betroffenen:
    • Einstellungen
    • Fähigkeit, medizinische Information erwerben und verarbeiten zu können
    • Werthaltungen
    • kulturelle und soziale Aspekte
    • individuelle Krankheitskonzepte
    • Motivation der Betroffenen
  • Menschen sind selbstständig in der Lage, und haben ein ein Interesse daran, substanzielle Beiträge zu ihrer Gesunderhaltung bzw. Heilung zu leisten.
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Beschreibe die gesetzlichen Grundlagen für Präventionsangebote.

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  • geregelt in Sozialgesetzbüchern (SGB II bis XII)
    • wichtig: SGB V:
      • Regelungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung
      • Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
      • Bestimmungen zur Primärprävention durch Schutzimpfungen
  • Gesetzliche Krankenkasse: Schwerpunkt auf Sekundärpräventation (Früherkennung von Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen)


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Beschreiben Sie statische Gesundheitsverhaltensmodelle.

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  • Inhaltlich basieren Interventionen auf Gesundheitsverhaltensmodellen
  • Ziel: Gesundheitsverhalten erklären, vorhersagen und daraus Implikationen für Veränderungen ableiten
  • Unterscheidung statische und dynamische Modelle


Statische Modelle:


  • motivationale Modelle:
    • Vorhersage der Motivation zur Verhaltensänderung zu einem bestimmten Zeitpunkt
    • Identifikation von motivationalen Faktoren (z. B. Bedrohung abwenden oder Schutzmotivation), die gesundheitsbezogene Entscheidungen beeinflussen
    • Ergebnis: Handlungsabsicht (Intention)
    • Modell gesundheitlicher Überzeugungen (Health Belief Model)
    • Theorie der Schutzmotivation (Protection Motivation Theory)
    • Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of Planned Behavior)
    • Theorie des subjektiv erwarteten Nutzens (Subjective Expected Utility Theory)
  • volitionale Modelle:
    • Ziel: Identifizierung der Determinanten, die zur Umsetzung eines Entschlusses in tatsächliches Handeln und der Aufrechterhaltung eines Verhaltens über einen längeren Zeitraum führen
    • Volitionstheorie (Heckhausen)
    • das Konzept der »implementation intentions« von Gollwitzer
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Beschreiben Sie dynamische Stadien- oder Stufenmodelle.


  • am Beispiel des sozial-kognitiven Prozessmodells nach Schwarzer
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  • Personen durchlaufen während des Prozesses einer Gesundheitsverhaltensänderung qualitativ unterschiedliche Phasen.
  • Sie benötigen daher auch unterschiedliche, auf die jeweilige Phase zugeschnittene Interventionen.
  • Einteilung in Motivations- und Handlungsphase (volitionale Phase)
    • Motivationsphase:
      • Risikowahrnehmung (subjektive Einschätzung des Schweregrades von Erkrankungen und der eigenen Verwundbarkeit – »Wenn ich so weitersuche, werde ich später Krebs bekommen«)
      • Handlungs-Ergebnis-Erwartung (»WENN ich aufhöre zu rauchen, DANN werde ich leistungsfähiger sein«)
      • Selbstwirksamkeitserwartung (subjektive Überzeugungen, spezifische Verhaltensweisen aufgrund eigener Kompetenz ausführen zu können, vor allem in Situationen, die neue, unvorhersehbare, schwierige oder stressreiche Elemente enthalten)
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Q:

Definieren Sie Prävention und Rehabilitation.

A:

Prävention:

  • Alle Interventionshandlungen, die sich auf Risikogruppen mit klar erwartbaren, erkennbaren oder bereits im Ansatz eingetretenen Anzeichen von Störungen und Krankheiten richten.
  • Ziel: Eintreten einer Krankheit oder eines unerwünschten psychischen / physischen Zustands in der Zukunft verhindern oder Risiko mindern
  • häufig Synonyme: (Primär-)Prävention und Gesundheitsförderung, obwohl unterschiedlich:
    • Prävention: verhaltensmedizinisch orientiert, medizinisches Grundkonzept (Ursachen von Krankheiten)
    • Gesundheitsförderung: sozialwissenschaftlich orientiert (Was erhält den Menschen gesund?)
    • Beiden gemeinsam: Förderung von Ressourcen


Rehabilitation (kurativer Ansatz):

  • Gesamtheit der Aktivitäten, die nötig sind, um dem Erkrankten bestmögliche körperliche, geistige und soziale Bedingungen zu sichern, die es ihm erlauben, mit seinen eigenen Mitteln einen möglichst normalen Platz in der Gesellschaft einzunehmen
Q:

Geben Sie eine allgemeine Definition von Prävention nach Caplan.

A:

Prävention zielt durch gezielte Maßnahmen und Angebote darauf ab, das Eintreten einer Krankheit oder unerwünschter psychischer oder physischer Zustände in der Zukunft zu verhindern oder ihr Risiko zu mindern.

Q:

Definieren Sie die Begriffe Inzidenz und Prävalenz.

A:
  • Inzidenz: Neuauftreten einer Erkrankung
  • Prävalenz: Anteil an Menschen einer bestimmten Population, die an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.
Q:

Wie lassen sich Präventionsstrategien unterscheiden?

A:
  • Unterscheidung
    • universelle Maßnahmen (Gesamtbevölkerung)
    • zielgruppenspezifische Maßnahmen (Zielgruppenauswahl, nur bestimmte Teile der Bevölkerung)
  • Unterscheidung
    • selektive Präventionsstrategien (für Personen mit bestimmten Risikofaktoren
    • indizierte Präventionsstrategien (bereits Krankheitsvorstufe)
Q:

Was ist das Präventionsparadox?

A:
  • Eine präventive Maßnahme, die für die Gesamtbevölkerung einen hohen Nutzen bringt, bringt dem einzelnen Menschen oft nur wenig.
  • Umgekehrt bringt eine präventive Maßnahme, die für den Einzelnen einen hohen Nutzen hat, für die Gesamtbevölkerung oft nur wenig.
  • Kleine Veränderungen bei vielen Menschen (Gesamtbevölkerung) fallen stärker ins Gewicht als große Veränderungen bei wenigen Menschen (Hochrisikopersonen).
  • Beispiel: Wenn viele Einzelne mit geringem Risiko (z. B. grenzwertiger Bluthochdruck, leicht auffälliger Cholesterinspiegel, Prä-Diabetes) eine präventive Maßnahme durchführen, nützt diese der Gesamtpopulation in der Regel viel. Bei einer großen Menge von Menschen werden kardiovaskuläre Krankheitsereignisse oder vorzeitige Todesfälle langfristig gesenkt. Eine Einzelperson mit leichtem Risiko wird aber nur einen geringen direkten Nutzen durch kurz- oder mittelfristige Verbesserungen der Gesundheit oder durch eine Verlängerung ihrer behinderungsfreien Lebenszeit erfahren.
  • Anders stellt sich die Lage für Interventionen bei kleinen Gruppen mit hohem Risiko dar, z. B. bei klinisch adipösen Menschen oder bei Patienten mit manifester Hypertonie, Hypercholesterinämie oder Diabetes mellitus Typ II. Hier ist der individuelle Gesundheitsgewinn durch Früherkennung, Frühbehandlung und tertiäre Prävention ungleich höher als bei Menschen mit mittlerem und niedrigerem Risiko. Allerdings ergibt sich für die Population kein vergleichbar großer Effekt.
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Q:

Wie unterscheiden sich universelle von zielgruppenspezifischen Präventionsmaßnahmen?

A:
  • Universelle Präventionsmaßnahmen richten sich an die Gesamtbevölkerung, ohne bestimmte Auswahlkriterien zugrunde zu legen.
  • Zielgruppenspezifische Maßnahmen nehmen eine Zielgruppenauswahl nach bestimmten Kriterien vor und richten sich an bestimmte Teile der Bevölkerung.
Q:

Nennen Sie jeweils ein Beispiel für verhaltens- und verhältnispräventive Angebote.

A:
  • Verhaltensprävention: Raucherentwöhnungsprogramme
  • Verhältnisprävention: Arbeitsschutzmaßnahmen
Q:

Welche Methoden werden zur Verwirklichung der Präventionsziele eingesetzt?

A:
  • Psycho- und sozioedukative Maßnahmen
    • Aufklärung und Informationsvermittlung (z. B. Risikohinweise auf Zigarettenschachteln, Fernsehspots über HIV-Schutz)
    • Verhaltenstrainings, Selbstmanagementtrainings (z. B. Stressbewältigung, Kompetenzsteigerung von Schülern)
    • Beratung (z. B. Patienten- oder Suchtberatung, Beratung von Personen in Krisensituationen)
    • Ziel: Einsicht bzw. Veränderungsmotivation der Betroffenen
  • regulatorische Maßnahmen durch Gesetze und Verordnungen
    • Verhaltensprävention: Anschnallpflicht, Rauchverbot
    • Verhältnisprävention: Lebensmittelüberwachungsvorschriften, Emissionsschutzgesetze, Jugendschutzgesetz
  • Anreiz- und Bestrafungsstrategien
    • z. B. Tabaksteuer
Q:

Welches Modell ist die Grundlage für Prävention?

A:
  • bio-psycho-soziales Modell: Krankheit und Gesundheit sind nicht nur ausschließlich naturwissenschaftlich beschreibbare Zustände des Organismus, sondern auch durch psychische und soziale Aspekte bedingt
  • Daher nicht nur Verhaltensweisen (Verhaltensprävention) und Umgebungsbedingungen (Verhältnisprävention) wichtig für die Prävention, sondern auch zugrunde liegende motivationale und kognitive Faktoren der Betroffenen:
    • Einstellungen
    • Fähigkeit, medizinische Information erwerben und verarbeiten zu können
    • Werthaltungen
    • kulturelle und soziale Aspekte
    • individuelle Krankheitskonzepte
    • Motivation der Betroffenen
  • Menschen sind selbstständig in der Lage, und haben ein ein Interesse daran, substanzielle Beiträge zu ihrer Gesunderhaltung bzw. Heilung zu leisten.
Q:

Beschreibe die gesetzlichen Grundlagen für Präventionsangebote.

A:
  • geregelt in Sozialgesetzbüchern (SGB II bis XII)
    • wichtig: SGB V:
      • Regelungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung
      • Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
      • Bestimmungen zur Primärprävention durch Schutzimpfungen
  • Gesetzliche Krankenkasse: Schwerpunkt auf Sekundärpräventation (Früherkennung von Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen)


Q:

Beschreiben Sie statische Gesundheitsverhaltensmodelle.

A:
  • Inhaltlich basieren Interventionen auf Gesundheitsverhaltensmodellen
  • Ziel: Gesundheitsverhalten erklären, vorhersagen und daraus Implikationen für Veränderungen ableiten
  • Unterscheidung statische und dynamische Modelle


Statische Modelle:


  • motivationale Modelle:
    • Vorhersage der Motivation zur Verhaltensänderung zu einem bestimmten Zeitpunkt
    • Identifikation von motivationalen Faktoren (z. B. Bedrohung abwenden oder Schutzmotivation), die gesundheitsbezogene Entscheidungen beeinflussen
    • Ergebnis: Handlungsabsicht (Intention)
    • Modell gesundheitlicher Überzeugungen (Health Belief Model)
    • Theorie der Schutzmotivation (Protection Motivation Theory)
    • Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of Planned Behavior)
    • Theorie des subjektiv erwarteten Nutzens (Subjective Expected Utility Theory)
  • volitionale Modelle:
    • Ziel: Identifizierung der Determinanten, die zur Umsetzung eines Entschlusses in tatsächliches Handeln und der Aufrechterhaltung eines Verhaltens über einen längeren Zeitraum führen
    • Volitionstheorie (Heckhausen)
    • das Konzept der »implementation intentions« von Gollwitzer
Q:

Beschreiben Sie dynamische Stadien- oder Stufenmodelle.


  • am Beispiel des sozial-kognitiven Prozessmodells nach Schwarzer
A:
  • Personen durchlaufen während des Prozesses einer Gesundheitsverhaltensänderung qualitativ unterschiedliche Phasen.
  • Sie benötigen daher auch unterschiedliche, auf die jeweilige Phase zugeschnittene Interventionen.
  • Einteilung in Motivations- und Handlungsphase (volitionale Phase)
    • Motivationsphase:
      • Risikowahrnehmung (subjektive Einschätzung des Schweregrades von Erkrankungen und der eigenen Verwundbarkeit – »Wenn ich so weitersuche, werde ich später Krebs bekommen«)
      • Handlungs-Ergebnis-Erwartung (»WENN ich aufhöre zu rauchen, DANN werde ich leistungsfähiger sein«)
      • Selbstwirksamkeitserwartung (subjektive Überzeugungen, spezifische Verhaltensweisen aufgrund eigener Kompetenz ausführen zu können, vor allem in Situationen, die neue, unvorhersehbare, schwierige oder stressreiche Elemente enthalten)
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