Gesundheitspsychologie Basis an der Private Hochschule Göttingen | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Gesundheitspsychologie Basis an der Private Hochschule Göttingen

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TESTE DEIN WISSEN

Arten von Selbstwirksamkeit

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Allgemeine (optimistische Einschätzung der generellen Lebensbewältigungskompetenz) und spezifische Selbstwirksamkeitserwartungen (z.B. sportbezogene, ernährungsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen–bereichs-oder situationsspezifisch).


Es gibt individuelle und kollektive Selbstwirksamkeitserwartungen; kollektiv SWE beschreiben die Überzeugungen von der Handlungskompetenz einer Gruppe als gemeinsames Wirkungspotential, „die von einer Gruppe geteilte Überzeugung in ihre gemeinsamen Fähigkeiten, die notwendigen Handlungen zu organisieren und auszuführen, um bestimmte Ziele zu erreichen“ (Bandura);

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Stressmodell von Lazarus: 2 resultierende Copingstrategien

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  • Problemorientiertes Coping --> Lösung des Problems
  • Emotionsorientiertes Coping --> Linderung der Symptome


4 Bewältigungsarten:

  • Suche nach Informationen
  • Direktes Handeln
  • Unterlassung von Handlungen
  • Intrapsychisches Coping


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Gründe für Non-Compliance

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  1. Arzt-Patienten-Beziehung
  2. Einbezug des Patienten in Entscheidungsprozess
  3. Schwierigkeit der Aufgabe (Kompetenz)
  4. Vorliegen von Intention


Actor-Observer-Bias: Der beobachtende Außenstehende (z. B. der Arzt) attribuiert das Patientenverhalten auf dessen Persönlichkeit, weil wenig andere Information zur Verfügung steht. Der Handelnde (Patient) dagegen verfügt über ein anderes Spektrum an Information und neigt dazu, situative Faktoren für die Unterlassung des Zielverhaltens verantwortlich zu machen.


Beispiel Arzt-Patienten-Beziehung: Der Arzt muss die Empfehlung auf verständliche und überzeugende Weise kommunizieren, und der Patient muss diese Information akkurat aufnehmen und später ebenso akkurat wieder erinnern können. Die Beratungssituation in der Sprechstunde ist aber fürden Patienten im Allgemeinen eine durch Anspannung charakterisierte soziale Anforderungssituation, auf die er mit einem gewissen Grad an Erregung und Konzentrationsmangel reagieren wird, was die geforderten Informationsverarbeitungsprozesse beeinträchtigen kann.


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Strategien zur Erhöhung der Compliance bei Diabetes-Patienten

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Viele Diabetes-Patienten führen wider besseres Wissen einen riskanten Lebensstil, indem sie sich nicht an die notwendigenDiätpläne halten und Übergewicht nicht reduzieren. 

Risikowahrnehmung und Wissen (= Handlungs-Ergebnis-Erwartungen) reichen bekanntlich nicht aus, um eine starke Motivation zur Lebensumstellung aufzubauen. Ein unerlässlicher Motivationsfaktor liegt in der Selbstwirksamkeitserwartung, wie diverse Forschungsarbeiten zur Adhärenz bei Diabetes gezeigthaben. 


In einer Studie wurden neben der Selbstwirksamkeitserwartung auch die Handlungs-Ergebnis-Erwartungen und die soziale Unterstützung untersucht. Die beste Adhärenz für regelmäßige Blutzuckerkontrolle zeigte sich dann, wenn alle drei Faktoren hoch ausgeprägt waren, aber allein die Selbstwirksamkeitserwartung leistete einen unabhängigen Beitrag zum Verhalten, während die anderen beiden nur moderierende oder vermittelnde Effekte ausübten.


So hat man z. B. herausgefunden, dass viele Ärzte ihre Patienten nicht dazu veranlassen, Schuhe und Socken auszuziehen, um Anzeichen für Gefäßverengungen erkennen zu können. Hier ist Compliance von Ärzten angesprochen, denn diese sollten sich an ihre professionellen Richtlinien halten, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten

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3 Verständnisse von Stress erläutern

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  • Stress als schädigender Umweltreiz
    • = Stress als Input
    • Stressoren: äußere Anforderungen, die uns das Leben schwer machen
  • Stress als Belastungsreaktion des Organismus
    • = Stress als Output
    • allgemeine Reaktion des Organismus auf Umweltanforderungen
    • Alarmreaktion, Widerstandsphase, Erschöpfungsphase
  • Stress als Transaktionales Geschehen
    • Stress als Wechselwirkung Situation und Person
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Stressmodell von Lazarus erläutern

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Psychologischer Stress = Einschätzung, das Person-Umwelt-Beziehung herausfordern, bedrohlich oder schädigend ist


Kognitive Einschätzung:

  • Primäre Einschätzung: 
    • was steht auf dem Spiel?
    • Bedrohung oder Herausforderung?
    • Informationen aus der Umwelt
  • Sekundäre Einschätzung:
    • Merkmale der Person
    • Selbstwirksamkeitserwartungen
    • Mengel an subjektiver Verfügbarkeit von Bewältigungshandlungen bringt Verwundbarkeit zum Ausdruck
    • Verwundbare Person --> mehr Stress
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HAPA Modell kurz erklären 

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Health Action Process Approach --> Zur Veränderung von Gewohnheiten mit zeitlicher Stabilität


Einflussfaktoren in der Präintentionalen Phase:

  • Risikowahrnehmung:
    • Person erkennt, dass Verhalten Risiko birgt
    • notwendig zur Intentionsbildung
  • Handlungsergebniserwartung:
    • wirksame Handlungsalternativen müssen bekannt sein
  • Selbstwirksamkeitserwartung
    • schaffe ich es, das alternative Verhalten auszuführen und Risikosituationen zu widerstehen?

--> Zielintention


Volitionaler Prozess:

  • Präaktionale Phase
    • Wann, wo und wie will Ziel erreicht werden?
    • Planung, Alternativen Abwägen
    • Ausführungsintentionen, sinnvolle Ressourcennutzung, günstige Gelegenheit
    • schriftliche Formulierung hilft
  • Aktionäre Phase
    • Ausführung bzw. Unterlassung (bei Risikoverhalten), Aufrechterhaltung, Kontrolle
    • Fernziele werden in Nahziele aufgeteilt
    • Verhalten wir solange "eingeübt" bis es zur Gewohnheit wird
    • Selbstwirksamkeit hilft
    • Permanente Handlungskontrolle zur Abschirmung gegenüber Distraktoren
  • Postaktionale Phase
    • Handlungsbewertung, Erfolge/Misserfolge werden wahrgenommen
    • Ursachenzuschreibung: internal/external (kann sich günstig/ungünstig auf Volitionsstärke und Selbstwirksamkeit auswirken
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Adhärenz erklären 

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= Compliance (aber paternalistischer Beigeschmack)


= Ausführung von Verhalten aufgrund eines Gebots, einer Vorschrift, einer Empfehlung oder Vereinbarung.


Bsp: Anordnung des Arztes folge leisten (nur ca. die Hälfte aller Patienten nehmen 80% der Medikamente ein)

Gründe für Non-Compliance:

  • Arzt-Patienten Beziehung
  • Einbeziehung des Patienten in Entscheidungen
  • Schwierigkeit der Aufgabe (Kompetenz)
  • Vorliegen von Intention
  • Geringe Compliance z.B. bei Schizophrenie, da Krankheitseinsicht weitgehend fehlt


Erfassung:

  • objektiv --> beobachten (of t nicht möglich)
  • subjektiv --> Befragung (Überschätzung)
  • direkte Verhalen: z.B. Medikamentenspiegel im Blut, Urin, Marker, Trace substances
  • indirekte Verfahren: Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, Pill count


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TESTE DEIN WISSEN

Health Belief Modell: kurze Erklärung und wichtigste Kritik

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Annahme: das menschliche Verhalten ist rational bestimmt. Schwerpunkt liegt auf Bedrohung. Typisch für 50er/60er Jahre: Angst schüren um Handlung zu erzielen


Wichtige Komponenten zur Vorhersage des Vorsorgeverhaltens:

  • Bedrohungswahrnehmung
  • Vulnerabilitätswahrnehmung
  • Schweregrad der Symptome
  • Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen erwartet
  • Kosten-Nutzen-Abwägung


Kritik:

  • empirische Schwäche (geringe Korrelation der Modellkomponenten mit Gesundheitsverhalten)
  • Operationalisierungsprobleme
  • Intention und Kompetenzerwartung fehlen
  • Bedrohung ist nicht direkter Veranlasser --> indirekte Wirkung
  • Handlungsanstöße beeinflussen Intention, nicht Bedrohung
  • Keine Unterscheidung in motivatonale und volitionale Phase
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Interventionen zur Verbesserung der Adhärenz inkl. der darin wichtigen Phasen

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Feststellung der Phase, in der sich der Patient befindet 


1. Präintentionale Phase

2. Postintentionale Phase

  • präaktionale Phase
    • Intervention: Pläne aufschreiben --> Wann, Wo, Wie?
  • aktionale Phase
    • Intervention: Vorbereitende Initiativen ergreifen, trotz Widerstände durchziehen (z.B. nur gewissen Lebensmittel kaufen)


Wichtigste Frage: 

  • Prä. oder Postintentionale Phase?
  • Wie stark ist die Intention zur Adhärenz?


Evtl. Anforderungen tiefer setzen, damit Patienten trotz mangelnder persönlicher Voraussetzungen adhärent sein kann (z.B. Depotformulierung)

--> Adhärenz als organisatorische Aufgabe


Zu wenig umfassende Modelle

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Warum rauchen Erwachsene in der Gewohnheitsphase?

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Gewohnheitsphase: kein ausdrückliches Vergnügen 

--> Jugendliche haben andere Beweggründe (z.B. attraktives Image, Konfirmitätstdruck) als Erwachsene in Gewohnheitsphase (körperliche oder psychische Abhängigkeit)


Biologisch-dispositioneller Ansatz:

  • Eysenck: Persönlichkeitsmerkmale verantwortlich
  • Extrovertiert brauchen mehr Input von außen,  Intonierte haben so schon ein höheres Erregungsniveau --> Vererbung
  • Beginn hat andere Gründe, aber Aufrechterhaltung besser durch Extraversion erklärbar
  • wenig Anhänger


Biopsychologischer Ansatz: Nikotinregulationstheorie

  • Spiegel aufrechterhalten um Entzugssymptome zu vermeiden
  • Studie: Zigaretten mit viel/wenig Nikotin, unwissentlich. Probanden mit wenig Nikotin rauchten mehr, auch mehr Züge pro Zigarette
  • Studie: Messung Säuregehalt im Urin hoch (viel Noktin ausgeschieden) durch Vitamin C (Blindversuch) --> Tabakkonsum erhöht
  • Reaktion auf Stress: lässt pH-Wert sinken --> Stress als indirekte Ursache
  •  Nikotinpflaster helfen allerdings wenig --> Begründung: nicht so schnell wirksam
  • Rückfälligkeit lässt sich nicht erklären


Multiples Regulationsmodell:

  • Hauptursache: Gefühlszustände
  • durch operante Konditionierung erlernt
  • Verringerung von sozialer Angst, häufige Kopplung von niedrigem Nikotinspiegel und stärkerer Angst --> konditionierte Reaktion: Drang nach Zigarette


Neuroregulationstheorie:

  • Nikotin soll Verfügbarkeit von verhaltensrelevanten Neuroregulatoren verändern
  • Pharmakologische Bewältigungsreaktion: Verbesserung von Leistung und Affektlage
  • pos. Verstärkung durch Neuroregulatoren (Acetylcholine, Dopamine, endogenen Opioide)
  • psychische Komponente kommt zu kurz und Beginn nicht erklärbar


Psychologisch/ stresstheoretisch:

  • Gelernte Bewältigungshandlung: zielgerichtete, internationale Tätigkeit, die bestimmte Funktionen erfüllen soll, z.B. Aufputschen oder Entspannen, Unsicherheiten überspielen, bestimmtes Bild zeichnen
  • gewohnheitsmäßiges Rauchen, emotionale positiv getöntes Rauchen, emotional negativ getöntes Rauchen, abhängiges Rauchen



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Stressmodell von Lazarus: Kritik

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  • Komplexität und Dynamik machen es schwer für empirische Prüfung
  • Schwächen für Operationalisierung: Appraisal noch immer nicht messbar
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  • 21183 Karteikarten
  • 390 Studierende
  • 5 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Gesundheitspsychologie Basis Kurs an der Private Hochschule Göttingen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Arten von Selbstwirksamkeit

A:

Allgemeine (optimistische Einschätzung der generellen Lebensbewältigungskompetenz) und spezifische Selbstwirksamkeitserwartungen (z.B. sportbezogene, ernährungsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen–bereichs-oder situationsspezifisch).


Es gibt individuelle und kollektive Selbstwirksamkeitserwartungen; kollektiv SWE beschreiben die Überzeugungen von der Handlungskompetenz einer Gruppe als gemeinsames Wirkungspotential, „die von einer Gruppe geteilte Überzeugung in ihre gemeinsamen Fähigkeiten, die notwendigen Handlungen zu organisieren und auszuführen, um bestimmte Ziele zu erreichen“ (Bandura);

Q:

Stressmodell von Lazarus: 2 resultierende Copingstrategien

A:
  • Problemorientiertes Coping --> Lösung des Problems
  • Emotionsorientiertes Coping --> Linderung der Symptome


4 Bewältigungsarten:

  • Suche nach Informationen
  • Direktes Handeln
  • Unterlassung von Handlungen
  • Intrapsychisches Coping


Q:

Gründe für Non-Compliance

A:
  1. Arzt-Patienten-Beziehung
  2. Einbezug des Patienten in Entscheidungsprozess
  3. Schwierigkeit der Aufgabe (Kompetenz)
  4. Vorliegen von Intention


Actor-Observer-Bias: Der beobachtende Außenstehende (z. B. der Arzt) attribuiert das Patientenverhalten auf dessen Persönlichkeit, weil wenig andere Information zur Verfügung steht. Der Handelnde (Patient) dagegen verfügt über ein anderes Spektrum an Information und neigt dazu, situative Faktoren für die Unterlassung des Zielverhaltens verantwortlich zu machen.


Beispiel Arzt-Patienten-Beziehung: Der Arzt muss die Empfehlung auf verständliche und überzeugende Weise kommunizieren, und der Patient muss diese Information akkurat aufnehmen und später ebenso akkurat wieder erinnern können. Die Beratungssituation in der Sprechstunde ist aber fürden Patienten im Allgemeinen eine durch Anspannung charakterisierte soziale Anforderungssituation, auf die er mit einem gewissen Grad an Erregung und Konzentrationsmangel reagieren wird, was die geforderten Informationsverarbeitungsprozesse beeinträchtigen kann.


Q:

Strategien zur Erhöhung der Compliance bei Diabetes-Patienten

A:

Viele Diabetes-Patienten führen wider besseres Wissen einen riskanten Lebensstil, indem sie sich nicht an die notwendigenDiätpläne halten und Übergewicht nicht reduzieren. 

Risikowahrnehmung und Wissen (= Handlungs-Ergebnis-Erwartungen) reichen bekanntlich nicht aus, um eine starke Motivation zur Lebensumstellung aufzubauen. Ein unerlässlicher Motivationsfaktor liegt in der Selbstwirksamkeitserwartung, wie diverse Forschungsarbeiten zur Adhärenz bei Diabetes gezeigthaben. 


In einer Studie wurden neben der Selbstwirksamkeitserwartung auch die Handlungs-Ergebnis-Erwartungen und die soziale Unterstützung untersucht. Die beste Adhärenz für regelmäßige Blutzuckerkontrolle zeigte sich dann, wenn alle drei Faktoren hoch ausgeprägt waren, aber allein die Selbstwirksamkeitserwartung leistete einen unabhängigen Beitrag zum Verhalten, während die anderen beiden nur moderierende oder vermittelnde Effekte ausübten.


So hat man z. B. herausgefunden, dass viele Ärzte ihre Patienten nicht dazu veranlassen, Schuhe und Socken auszuziehen, um Anzeichen für Gefäßverengungen erkennen zu können. Hier ist Compliance von Ärzten angesprochen, denn diese sollten sich an ihre professionellen Richtlinien halten, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten

Q:

3 Verständnisse von Stress erläutern

A:
  • Stress als schädigender Umweltreiz
    • = Stress als Input
    • Stressoren: äußere Anforderungen, die uns das Leben schwer machen
  • Stress als Belastungsreaktion des Organismus
    • = Stress als Output
    • allgemeine Reaktion des Organismus auf Umweltanforderungen
    • Alarmreaktion, Widerstandsphase, Erschöpfungsphase
  • Stress als Transaktionales Geschehen
    • Stress als Wechselwirkung Situation und Person
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Q:

Stressmodell von Lazarus erläutern

A:

Psychologischer Stress = Einschätzung, das Person-Umwelt-Beziehung herausfordern, bedrohlich oder schädigend ist


Kognitive Einschätzung:

  • Primäre Einschätzung: 
    • was steht auf dem Spiel?
    • Bedrohung oder Herausforderung?
    • Informationen aus der Umwelt
  • Sekundäre Einschätzung:
    • Merkmale der Person
    • Selbstwirksamkeitserwartungen
    • Mengel an subjektiver Verfügbarkeit von Bewältigungshandlungen bringt Verwundbarkeit zum Ausdruck
    • Verwundbare Person --> mehr Stress
Q:

HAPA Modell kurz erklären 

A:

Health Action Process Approach --> Zur Veränderung von Gewohnheiten mit zeitlicher Stabilität


Einflussfaktoren in der Präintentionalen Phase:

  • Risikowahrnehmung:
    • Person erkennt, dass Verhalten Risiko birgt
    • notwendig zur Intentionsbildung
  • Handlungsergebniserwartung:
    • wirksame Handlungsalternativen müssen bekannt sein
  • Selbstwirksamkeitserwartung
    • schaffe ich es, das alternative Verhalten auszuführen und Risikosituationen zu widerstehen?

--> Zielintention


Volitionaler Prozess:

  • Präaktionale Phase
    • Wann, wo und wie will Ziel erreicht werden?
    • Planung, Alternativen Abwägen
    • Ausführungsintentionen, sinnvolle Ressourcennutzung, günstige Gelegenheit
    • schriftliche Formulierung hilft
  • Aktionäre Phase
    • Ausführung bzw. Unterlassung (bei Risikoverhalten), Aufrechterhaltung, Kontrolle
    • Fernziele werden in Nahziele aufgeteilt
    • Verhalten wir solange "eingeübt" bis es zur Gewohnheit wird
    • Selbstwirksamkeit hilft
    • Permanente Handlungskontrolle zur Abschirmung gegenüber Distraktoren
  • Postaktionale Phase
    • Handlungsbewertung, Erfolge/Misserfolge werden wahrgenommen
    • Ursachenzuschreibung: internal/external (kann sich günstig/ungünstig auf Volitionsstärke und Selbstwirksamkeit auswirken
Q:

Adhärenz erklären 

A:

= Compliance (aber paternalistischer Beigeschmack)


= Ausführung von Verhalten aufgrund eines Gebots, einer Vorschrift, einer Empfehlung oder Vereinbarung.


Bsp: Anordnung des Arztes folge leisten (nur ca. die Hälfte aller Patienten nehmen 80% der Medikamente ein)

Gründe für Non-Compliance:

  • Arzt-Patienten Beziehung
  • Einbeziehung des Patienten in Entscheidungen
  • Schwierigkeit der Aufgabe (Kompetenz)
  • Vorliegen von Intention
  • Geringe Compliance z.B. bei Schizophrenie, da Krankheitseinsicht weitgehend fehlt


Erfassung:

  • objektiv --> beobachten (of t nicht möglich)
  • subjektiv --> Befragung (Überschätzung)
  • direkte Verhalen: z.B. Medikamentenspiegel im Blut, Urin, Marker, Trace substances
  • indirekte Verfahren: Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, Pill count


Q:

Health Belief Modell: kurze Erklärung und wichtigste Kritik

A:

Annahme: das menschliche Verhalten ist rational bestimmt. Schwerpunkt liegt auf Bedrohung. Typisch für 50er/60er Jahre: Angst schüren um Handlung zu erzielen


Wichtige Komponenten zur Vorhersage des Vorsorgeverhaltens:

  • Bedrohungswahrnehmung
  • Vulnerabilitätswahrnehmung
  • Schweregrad der Symptome
  • Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen erwartet
  • Kosten-Nutzen-Abwägung


Kritik:

  • empirische Schwäche (geringe Korrelation der Modellkomponenten mit Gesundheitsverhalten)
  • Operationalisierungsprobleme
  • Intention und Kompetenzerwartung fehlen
  • Bedrohung ist nicht direkter Veranlasser --> indirekte Wirkung
  • Handlungsanstöße beeinflussen Intention, nicht Bedrohung
  • Keine Unterscheidung in motivatonale und volitionale Phase
Q:

Interventionen zur Verbesserung der Adhärenz inkl. der darin wichtigen Phasen

A:

Feststellung der Phase, in der sich der Patient befindet 


1. Präintentionale Phase

2. Postintentionale Phase

  • präaktionale Phase
    • Intervention: Pläne aufschreiben --> Wann, Wo, Wie?
  • aktionale Phase
    • Intervention: Vorbereitende Initiativen ergreifen, trotz Widerstände durchziehen (z.B. nur gewissen Lebensmittel kaufen)


Wichtigste Frage: 

  • Prä. oder Postintentionale Phase?
  • Wie stark ist die Intention zur Adhärenz?


Evtl. Anforderungen tiefer setzen, damit Patienten trotz mangelnder persönlicher Voraussetzungen adhärent sein kann (z.B. Depotformulierung)

--> Adhärenz als organisatorische Aufgabe


Zu wenig umfassende Modelle

Q:

Warum rauchen Erwachsene in der Gewohnheitsphase?

A:

Gewohnheitsphase: kein ausdrückliches Vergnügen 

--> Jugendliche haben andere Beweggründe (z.B. attraktives Image, Konfirmitätstdruck) als Erwachsene in Gewohnheitsphase (körperliche oder psychische Abhängigkeit)


Biologisch-dispositioneller Ansatz:

  • Eysenck: Persönlichkeitsmerkmale verantwortlich
  • Extrovertiert brauchen mehr Input von außen,  Intonierte haben so schon ein höheres Erregungsniveau --> Vererbung
  • Beginn hat andere Gründe, aber Aufrechterhaltung besser durch Extraversion erklärbar
  • wenig Anhänger


Biopsychologischer Ansatz: Nikotinregulationstheorie

  • Spiegel aufrechterhalten um Entzugssymptome zu vermeiden
  • Studie: Zigaretten mit viel/wenig Nikotin, unwissentlich. Probanden mit wenig Nikotin rauchten mehr, auch mehr Züge pro Zigarette
  • Studie: Messung Säuregehalt im Urin hoch (viel Noktin ausgeschieden) durch Vitamin C (Blindversuch) --> Tabakkonsum erhöht
  • Reaktion auf Stress: lässt pH-Wert sinken --> Stress als indirekte Ursache
  •  Nikotinpflaster helfen allerdings wenig --> Begründung: nicht so schnell wirksam
  • Rückfälligkeit lässt sich nicht erklären


Multiples Regulationsmodell:

  • Hauptursache: Gefühlszustände
  • durch operante Konditionierung erlernt
  • Verringerung von sozialer Angst, häufige Kopplung von niedrigem Nikotinspiegel und stärkerer Angst --> konditionierte Reaktion: Drang nach Zigarette


Neuroregulationstheorie:

  • Nikotin soll Verfügbarkeit von verhaltensrelevanten Neuroregulatoren verändern
  • Pharmakologische Bewältigungsreaktion: Verbesserung von Leistung und Affektlage
  • pos. Verstärkung durch Neuroregulatoren (Acetylcholine, Dopamine, endogenen Opioide)
  • psychische Komponente kommt zu kurz und Beginn nicht erklärbar


Psychologisch/ stresstheoretisch:

  • Gelernte Bewältigungshandlung: zielgerichtete, internationale Tätigkeit, die bestimmte Funktionen erfüllen soll, z.B. Aufputschen oder Entspannen, Unsicherheiten überspielen, bestimmtes Bild zeichnen
  • gewohnheitsmäßiges Rauchen, emotionale positiv getöntes Rauchen, emotional negativ getöntes Rauchen, abhängiges Rauchen



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Stressmodell von Lazarus: Kritik

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  • Komplexität und Dynamik machen es schwer für empirische Prüfung
  • Schwächen für Operationalisierung: Appraisal noch immer nicht messbar
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