Geschichte des Bildungswesens an der PHTG - Pädagogische Hochschule Thurgau

Karteikarten und Zusammenfassungen für Geschichte des Bildungswesens an der PHTG - Pädagogische Hochschule Thurgau

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Erklären Sie die ideengeschichtliche Perspektive.


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Was bedeutet John Locks Deutung des menschlichen Gehirns als tabula rasa für die öffentliche Erziehung, also das Schulwesen?

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Weshalb war Rousseaus Bild vom Kind damals ein gewagter und ketzerischer Schritt?

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Was bedeutet Rousseaus Unterscheidung von Mensch und Bürger – homme et citoyen?

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Weshalb waren Kinder von Familien, die ihr Auskommen mit Heimindustrie, insbesondere Protoindustrie erwirtschafteten, den Bauernkindern gegenüber benachteiligt?

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Nennen Sie mindestens drei Gründe, die dafür sprechen, sich im Rahmen des Studiums an einer PH mit historischen Themen zur Schulgeschichte zu beschäftigen?

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Was sind nichttriviale Systeme?

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Was sind ein triviale Systeme?

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Mit welchen Inhalten beschäftigt sich die professionsgeschichtliche Perspektive?

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Mit welchen Themen beschäftigt sich die Institutionsgeschichte?

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Erklären Sie den Begriff „Technologiedefizit“.

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Welches ist das moderne pädagogische Dogma der heutigen Zeit?

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Geschichte des Bildungswesens

Erklären Sie die ideengeschichtliche Perspektive.


Die Leitfrage lautet: Welche Ideen können als massgeblich für institutionalisierte Erziehung und Bildung benannt werden?


Die ideengeschichtliche Perspektive ist auf Schriftlichkeit angewiesen. Sie untersucht Texte nach systematischen Fragen. Es gab eine Zeit in der Lehrerbildung, in der man sich primär mit Texten von pädagogischen Klassikern beschäftigte und davon ausging, dass solche Texte zeitlose Wahrheiten in sich tragen. Wenn man sich ideengeschichtlich mit Texten beschäftigt, muss man sich bewusst sein, dass wir mit Modellen, heutigen Begriffen, Vorstellungen usw. an einen Text gehen. Dessen muss man sich immer bewusst sein, um nicht seine persönlichen Vorstellungen in einen Text zu projizieren.

Geschichte des Bildungswesens

Was bedeutet John Locks Deutung des menschlichen Gehirns als tabula rasa für die öffentliche Erziehung, also das Schulwesen?

Die Überzeugung galt allgemein vor der Aufklärung, dass im menschlichen Geist durch die Vorsehung Gottes ewig gültige Ideen eingepflanzt seien. Mit den Erkenntnissen des Sensualismus konnte gezeigt werden, dass und wie der menschliche Geist anhand der Sinne Eindrücke und somit Beeinflussungen von aussen aufnehmen kann. Solche Erkenntnisse wurden durch systematische Naturbeobachtung und Experimente gewonnen. Mit dem 1689 veröffentlichten Essay Concerning Human Understanding beschrieb John Locke (1632-1704) den menschlichen Geist bei Geburt einerseits als tabula rasa und andererseits als eine lernabhängige Grösse, die sich durch Erfahrungen aufbaut. Die Voraussetzungen dazu waren die Sinneswahrnehmung (sensation) und die Reflexion, also die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen zu verarbeiten und als Erfahrungen abzuspeichern. Erziehung konnte so Gegenstand der Wissenschaft werden, sie konnte als planmässige Einwirkung auf den Geist des Kindes gedacht und konzipiert werden. Aus einer vermittlungstechnischen Perspektive schien es jetzt möglich, theoretisch jeden Menschen planmässig zu unterrichten und zu erziehen.

Geschichte des Bildungswesens

Weshalb war Rousseaus Bild vom Kind damals ein gewagter und ketzerischer Schritt?

Rousseaus Bild vom Kinde in „Emil“ ist revolutionär, weil er ein eigenwilliges Bild von einem Kind vorlegt – das erste Kind ohne Sünde. Das war ein radikaler und ketzerischer Gegensatz zur christlichen Lehre und Praxis, wonach das Kind erst durch den Akt der Taufe von der Erbsünde befreit wird. Dabei geht es nicht einfach um die eigenmächtigen Verfehlungen von Adam und Eva, sondern darum, dass der Satan vom Täufling lasse.

Geschichte des Bildungswesens

Was bedeutet Rousseaus Unterscheidung von Mensch und Bürger – homme et citoyen?

Als natürlicher Mensch ruht der Mensch in sich und genügt sich selbst. Das Böse entsteht durch das Ungleichgewicht von Wollen und Können. Als Bürger ist der Mensch ein Bruchteil eines Ganzen (Sozialkörper) und sein individueller Wert begründet sich in der Nützlichkeit für die Gesellschaft.

Geschichte des Bildungswesens

Weshalb waren Kinder von Familien, die ihr Auskommen mit Heimindustrie, insbesondere Protoindustrie erwirtschafteten, den Bauernkindern gegenüber benachteiligt?

In der Zürcher Landschaft fand gegen Ende des 18. Jh. während den Wintermonaten die Winterschule statt. Dies führte zu einer Benachteiligung der Kinder, welche in der Proto- und Heimindustrie tätig waren, denn Ihr Arbeitseinsatz variierte nicht mit den Jahreszeiten, sondern mit der Konjunkturlage bzw. wirtschaftlichen Umständen wie Angebot und Nachfrage.

Geschichte des Bildungswesens

Nennen Sie mindestens drei Gründe, die dafür sprechen, sich im Rahmen des Studiums an einer PH mit historischen Themen zur Schulgeschichte zu beschäftigen?

  • Bewahrt vor billigen historischen Klischees von der Schule.
  • Hilft pädagogischen Dogmen und Schlagworten kritisch zu begegnen.
  • Sie können verstehen, dass sich Erziehung und Bildung nicht kausal manipulieren lassen.
  • Sie verstehen, dass die heutige Schule eine Vorgeschichte hat und immer in einem gesellschaftlich-politischen Kontext verstanden werden muss.
  • Die Kenntnis davon, dass die Schule immer Probleme zu lösen hat, kann Ihnen helfen, den Herausforderungen des Alltags mit einem weiteren Horizont zu begegnen.

Geschichte des Bildungswesens

Was sind nichttriviale Systeme?

Das trifft bei nichttrivialen Systemen nicht zu. Bei ihnen waltet ein Selbst, und vereitelt kausale Wirkungsmechanismen. Unsere Schülerinnen, Schüler, ihre Eltern, unsere Kolleginnen und das gesamte Umfeld funktionieren nicht kausal und
schon gar nicht nach unseren Absichten. Jedes Individuum verfügt über einen Entscheidungs-­‐ und Handlungsspielraum, in den wir nicht kausal eingreifen können.

Geschichte des Bildungswesens

Was sind ein triviale Systeme?

Die trivialen versprechen deterministische (kausale) Wirkungsweisen. Auf einen Input folgt ein entsprechender Output.

Geschichte des Bildungswesens

Mit welchen Inhalten beschäftigt sich die professionsgeschichtliche Perspektive?

Die Leitfrage lautet: Wie veränderten sich die Ausbildung, Stellung und Funktionen der Lehrpersonen in der Vergangenheit?


Die Professionsgeschichte interessiert sich dafür, wie aus einer Tätigkeit eine Lohnarbeit wurde, wie die Ausbildung konzipiert und institutionalisiert wurde und so zur Voraus-setzung für die berufliche Ausübung wurde. Sie geht der Frage nach, wie der Beruf zum Wissen kommt, wie dieses Wissen aktualisiert wird und wie neue Erkenntnisse generiert werden. Welche Standards sichern die Qualität von Ausbildung und Berufsausübung? Sie beschäftigt sich mit dem Entstehen der Berufsverbände und wie sich die Löhne entwickelten.

Geschichte des Bildungswesens

Mit welchen Themen beschäftigt sich die Institutionsgeschichte?

Die Leitfrage lautet: Welche Institutionen und Körperschaften wurden legitimiert und errichtet, um schulische Erziehung und Bildung anzubieten?


Menschen errichten Institutionen und Organisationen, um Zwecke unabhängig von der physischen Präsenz einer bestimmten Person zu erfüllen. Die Institutionengeschichte geht der Frage nach: Weshalb keine andere Kultur eine so hochgradige Institutionalisierung von Lehren und Lernen geschaffen hat.

Geschichte des Bildungswesens

Erklären Sie den Begriff „Technologiedefizit“.

Luhmann und Schorr benannten den Umstand, dass Menschen und soziale Systeme nicht deterministisch beeinflusst werden können als das Technologiedefizit der Pädagogik. Sie unterschieden dabei zwischen trivialen und nichttrivialen Systemen. Die trivialen Systeme versprechen deterministische bzw. kausale Wirkungsweisen. Auf einen entsprechenden Input folgt ein dementsprechender Output. Das trifft bei nichttrivialen Systemen nicht zu. Bei ihnen waltet ein Selbst und vereitelt kausale Wirkungsmechanismen. Das Selbst kann nach eigenen Motiven und Interessen entscheiden und handeln.

Geschichte des Bildungswesens

Welches ist das moderne pädagogische Dogma der heutigen Zeit?

Als modernes Dogma könnte man nennen: „Die Eltern erziehen und die
Lehrpersonen bilden“. Diese Unterscheidung ist unter Berücksichtigung des Alltags
(Erziehungswirklichkeit), in keiner Weise haltbar. Wenn ich ehrlich bin, dann ist diese
Aufteilung absurd, aber publizistisch und politisch wirkungsvoll. Eine Trennung
vorzunehmen ist weder historisch, systematisch noch sonst irgendwie dienlich und vor
allem in der Praxis nie umsetzbar.

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