RK Sanikurs an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für RK Sanikurs an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Wann ist die Indikation zur Abbindung gegeben und wie wird diese an Armen und Beinen durchgeführt?

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Indikationen:
- Abtrennung/ Teilabtrennung einer Gliedmaße
- Verletzung der Oberschenkelarterie
- Einklemmung einer Gliedmaße mit erkennbarer starker Blutung
- ausgedehnte, stark zerfetzte Wunden an Gliedmaßen
- Massenanfall an Verletzten
!Letzten drei dürfen vor dem Ablauf von 30 Minuten wieder geöffnet werden – wenn sie weiter
stark bluten => Zulassen und ins KH!
! Unbedingt Uhrzeit draufschreiben!
Arm und Bein:
- Tourniquet-System
o Mindestens 5 cm über der Verletzung (am besten Mitte Oberarm/Oberschenkel),
kein Anlegen über Fremdkörpern oder offenen Frakturen
o Tourniquet nicht über Bekleidung anlegen (außer in Gefahrensituationen)
o Knebel an der Patientenaußenseite anlegen => guter Zugang
o Festziehen Tourniquet, Knebel halten, bis Band eng auf Haut liegt
o Fixieren Band um Extremität durch Klettverschluss
o Knebel drehen bis Blutung steht -> starke Schmerzen!
o Zeitpunkt dokumentieren!
o Knebel in der Halterung fixieren
o Wundversorgung
Arm:
-
- Blutdruckmanschette
o Blutdruckmanschette in der Mitte der OA anlegen
o Aufpumpen, bis Blutung zum Stillstand kommt
- Dreiecktuchkrawatte
o Dreiecktuchkrawatte (6-8 cm breit) -> Schlaufe bilden und Enden durchfädeln
o von außen nach innen anlegen => leichter die Verdickung an die richtige Stelle zu bringen
o Mitte des OA
o Verdickung an Oberarminnenseite liegend (=Abdrückstelle)
o Achtung auf Haut- oder Gewebsteileinklemmung
o Enden nach dem Abbinden nach außen verknoten
Bein:
- Dreieckstuchkrawatten:
o zwei Dreieckstuchkrawatten + Knebel herrichten
o 1. Krawatte mit Knoten an OS anlegen -> darunter für Knebel und Hand
(Gewebsschutz) Platz lassen
o Mitte OS
o 2. Krawatte zur Fixierung
o Knebel einlegen und drehen (Mit einer Hand zwischen Krawatte und Haut greifen)
o Drehen, bis Blutung gestoppt => Knebel mit 2. Krawatte befestigen

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Welche Schockformen kennen Sie und deren Ursache. Wie ist der Verlauf eines Schockes?

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Schockformen:
- Hypovolämischer Schock: absoluter Blutvolumenmangel von Blut-, Plasma-, Wasser- und Salzverlust
- Kardiogener Schock: primäres Versagen des Herzens
- Anaphylaktischer Schock: Maximalstadium Allergie, Erschlaffung der arteriellen Gefäße
- Septischer Schock (toxischer Schock, bakterieller Schock): durch (bakterielle) Toxine ausgelöster Schock, Erschlaffung der Gefäße
- Neurogener Schock (spinaler Schock): Störung neuraler Kontrollmechanismus =>Beeinflussung Kreislaufregulation, Erschlaffung der Gefäße
Verlauf:
- Minderdurchblutung => Zentralisierung des Kreislaufes
- Haut, Muskulatur, Darm und Niere werden von der Durchblutung ausgeschlossen für die Aufrechterhaltung der Blutversorgung der lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Gehirn)
- in nicht mehr durchblutenden Bereichen => Sauerstoffmangel => Entgleisung Stoffwechsel und Bildung gefährlicher Stoffwechselprodukte (Azidose)
- hat zur Folge: schwere Schädigung von Organen und zum Versagen derselben
- Gefäßlähmung und Versagen lebenswichtiger Organsysteme => Multiorganversagen => Tod

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Beschreiben Sie die Lage des Herzens im Brustkorb und den prinzipiellen Aufbau des Herzens, sowie die Funktion der Herzkranzgefäße. Erklären Sie den Bau und die Funktion
der Arterien, Venen und Kapillaren!

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Lage Herz:
- faustgroßer Hohlmuskel
- Mitte des Brustkorbs (Mittelfellraum)
- hinter dem Brustbein
- zwei Drittel in linker Körperhälfte
- Herzmuskel innen und außen von mehreren Schichten vom Herzbeutel umschlossen


Aufbau Herz:
- Spezielles Herzmuskelgewebe (Myokard), Bildung eigener Reize und Weiterleitung
o Anzahl durch vegetatives NS beeinflusst
o Sinusknoten produziert rhythmische Frequenz von 60-80/min = Sinusrhythmus
o von Sinusknoten Erregung über rechten Vorhof in Richtung Herzspitze => Aktivierung
Muskulatur beider Vorhöfe = Füllung der Kammern
o Weiterleitung Reiz führt zu Kontraktion der Herzkammern von der Herzspitze aus =>
Transport in den Kreislauf
o Ausfall Sinusknoten => Atiroventrikulärer Knoten übernimmt (40-60/min)
o danach Tawara-Schenkel
o danach His-Bündel
o danach Purkinje-Fasern
o Monitorisierung mittels Elektrokardiogramms

- Klappenapparat für Stromrichtung (Taschenklappen und Segelklappen
o Segelklappe zwischen Vorhof und Kammern
o Taschenklappe zwischen Kammer und Arterie
Scheidewand trennt in linkes und rechtes Herz
o weitere in Vorhof und Kammer

- Kammermuskulatur viel stärker als Vorhofkammer
- linke Kammer muskulär stärker als rechte Kammer
- rechter Vorhof – Segelklappe – rechter Kammer – Taschenklappe – Lungenarterie – Lunge –
Lungenvene – linker Vorhof – Segelklappe – linke Kammer – Taschenklappe – Aorta – Aortenbogen
- kranial die Gefäßausgänge und kaudal die Herzspitze


Herzkranzgefäße:
- rechte und linke Herzkranzarterie
- Aufgabe: Ernährung des Herzgewebes
- Ernährung aus Aorta

- schlechte Durchblutung = Angina pectoris
- Verschluss = Absterben Herzgewebe = Herzinfarkt


Blutgefäße:
- Steuerung durch vegetatives NS
- Blut je nach Erfordernissen ideal verteilen
- Arterien führen vom Herzen weg
o Schlagadern = dickwandig, elastische Blutgefäße
o Rhythmus und Anzahl Schläge Feststellung an Schlagadern = Pulskontrolle
o stärkere Muskelschicht, kleines Lumen, keine Klappen
- Kapillaren
o feine Aufzweigungen
o Erys grad noch so durchgehend
o Gasaustausch
- Venen führen zum Herzen hin
o dünnwandig
o Klappen bestimmen Flussrichtung
o weniger dicke Muskelschicht

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Erklären Sie den Aufbau der Lunge, das Prinzip des Gasaustausches, der Zyanose, die Steuerung der Atmung und den Zweck und das Prinzip des menschlichen Kreislaufes!

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Lunge:
- Kehlkopf -> Luftröhre
- über Bronchien anschließend in beide Lungenflügel
o rechter Flügel hat drei Lappen
o linker Flügel hat zwei Lappen
- durch Unterdruck „kleben“ Lungenflügel direkt an der Innenwand des Brustkorbs
- Lungenbläschen, Bronchien, Blutgefäßen und ist elastisches, schwammartiges Gewebe
Prinzip Gasaustauch:
- O2 ins Blut in der Lunge
- CO2 wird an Lungenbläschen abgegeben und ausgeatmet
- Lungenatmung = äußere Atmung
- O2 wird von Blut an Zielzellen abgegeben
- CO2 wird von Zellen in Blutkreislauf aufgenommen
- Zellatmung = innere Atmung


Störungen Gasaustausch:
- Minderversorgung durch O2 Mangel = Hypoxie
o erkennen an Zyanose der Schleimhaut und Haut
o Hirnschwellung und erhöhter Hinrdruck
- verminderte Abgabe CO2 => Anreicherung im Körper => Bewusstseinsstörung (CO2-Narkose)
=> Beeinträchtigung Kreislauf


Steuerung der Atmung:
- Atemzentrum im medulla oblongata im Gehirn (Hirnstamm) und durch Rezeptoren in
Blutgefäßen
- Aussendung rhythmische Impulse => Auslösung Atembewegung
- Atemzentrum direkte/indirekte Reaktion auf Veränderung (O2-Druck, Säurewert im Blut)

- Frequenz und Tiefe durch Willen beeinflussbar


- Atemmechanik:
o Brustkrobinnenseite und Lungenaußenseite von dünner Haut (Rippen- und
Lungenfell) umgeben => Pleuraspalt dazwischen und mit Flüssigkeit gefüllt
o beide Häute wie Glasplatten zusammen und verschieblich
o Unterdruck hält Lunge an Brustwand
o Einatmen = Heben der Rippen (Atemhilfsmuskulatur) und Senken Zwerchfell =>
Dehnung Lunge
o Ausatmen = Senken der Rippen und Hochsteigen Zwerchfell => Verkleinerung
Brustraum und Lunge => Ausströmen der Luft (passiver Vorgang)


Zweck und Prinzip menschlicher Kreislauf:
- bedarfsgerechter Transport O2 und Energie im Organismus
- Herz = Zentralorgan mit Pumpfunktion
- Kreislaufsystem mit Blutgefäßen und Blut + zentrale Kreislaufregulation und
Blutdruckregulation
- Übersicht: Lungenkreislauf und Körperkreislauf => rechter Vorhof – rechte Kammer –
Lungenarterie (O2-armes Blut) – Lunge – Lungenvene (O2-reiches Blut) – linker Vorhof – linke
Kammer – Aorta – Körper zu den Zielorganen – Arterie – Arteriole – Kapillare mit Gasaustausch – Venole – Vene – V. cava – rechter Vorhof
- wenn ein Teil gestört => Beeinträchtigung aller anderen Haushalte und Regelkreise und somit
eine Beeinträchtigung der Lebensfunktion => Schock

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Nennen Sie direkte und indirekte Beeinträchtigungen, die Bewusstseinsstörungen auslösen können.

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Direkte:
- SHT
- Schlaganfall
- Gehirnhaut- und/oder Gehirnentzündung
- Blutungen, Tumore, Metastasen
- Sonnenstich, Hitzeschlag, Unterkühlung
- Epilepsie
Indirekte:
- Medikamente, Drogen, Alkohol usw.
- Diabetes, Leber-, Nierenversagen usw.
- Ersticken, Ertrinken, Asthma
- Schock (Blutverlust), Herzinfarkt

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Welche Maßnahmen führen Sie bei einer schweren Verlegung der Atemwege durch (Patient bei Bewusstsein)? Welche Komplikationen können entstehen?

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Unterscheidung zu leichter Verlegung: kann nicht antworten, ggf. Kopfnicken, kann nicht atmen,
keuchende Atmung, lautlose Hustenversuche, ggf. ohne Bewusstsein
Maßnahmen: Patienten nach vorne beugen, Sanitäter steht seitlich und stützt den Brustkorb - 5
Schläge zwischen die Schulterblätter – falls kein Erfolg – 5 Heimlich-Manöver – falls kein Erfolg –
5 Schläge zwischen die Schulterblätter – usw.
Komplikationen:
- Atem-Kreislauf-Stillstand
- Heimlich-Manöver: Innere Verletzungen (Magen, Leber, Niere), Rippenbrüche, Aortenruptur
=> auf jeden Fall ins KH bringen!
Schwere Verlegung durch Schwellung im Mund-/Rachenbereich:
- Symptome: Atemnot, Zyanose, evtl. Schwellung erkennbar
- Komplikationen: Atem-Kreislauf-Stillstand
- Maßnahmen: Kontrolle Lebensfunktionen, Lebensrettende Maßnahmen, Patienten
beruhigen, beengende Kleidung öffnen, Lagerung mit erhöhtem OK, Kälteanwendung,
Sauerstoffgabe

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Was bedeutet die SAMPLE-Anamnese und welche Fragen stellen Sie? Erklären Sie das FAST-Schema!

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Befragung Patient nach Informationen/auch Fremdanamnese
S – Symptome: welche Beschwerden? Wie fühlen sich die Schmerzen an? Strahlen die
Schmerzen aus? Seit wann haben Sie die Schmerzen/Beschwerden?
A – Allergien: sind Allergien bekannt?
M – Medikamente: welche Medikamente nimmt der Patient? (Blutgerinnung, Blutdruck,
Empfängnisverhütung) – wann zuletzt eingenommen?
P – Patientengeschichte: sind Vorerkrankungen bekannt? (Diabetes mellitus, Bluthochdruck,
Herzerkrankungen, Schrittmacher, Krebs) Möglichkeit einer Schwangerschaft? Lebensumstände:
Übergewicht, Alkohol, Drogenkonsum, Raucher?
L – Letzter Zeitpunkt von Nahrungsaufnahme, Stuhlgang, Menstruation, Arztbesuch,
Krankenhausaufenthalt – Fragen an Situation angepasst
E – Ereignis: was hat der Patient gemacht, als Schmerzen eingetreten sind?
FAST: standarisiertes Schlaganfallerfassungssystem
F – Face: Patient soll lächeln, Gesicht einseitig verzogen/gelähmt? Hängt ein Mundelwinkel
runter?
A – Arms: Kann der Pat. beide Arme nach vorne strecken und anheben? Innenseite der
Handfläche nach oben drehen und dabei Körperspannung halten? In beiden Arme gleiche Kraft?
Neurologische Ausfälle der Extremitäten? Kontrolle auch bei Beinen mgl.
S – Speech: einfach Satz nachsprechen lassen, ist die Sprache verwaschen, anders als normal
(Fremdanamnense)?
T – Time: Time is brain – seit wann bestehen die Symptome? Last seen normal?

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Welche Punkte sind bei der Durchführung eines Infektionstransportes relevant?

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von drei Sanitätern durchzuführen
- normalerweise vor Transport Information, dass es sich um einen Infektionstransport handelt
- bei Eintreffen und feststellen einer Notwendigkeit:
o Information Patient über Verdachtsdiagnose – Hilfe anfordern
o Verlassen Wohnung/Haus
o Hygienische Händedesinfektion
o Rücksprache Leistelle
- Vorbereitung Fahrzeug:
o Schiebefenster schließen und mit Klebeband als Sicherheit verschließen
o Papier und Kugelschreiber bereithalten für Kommunikation
o Belüftung Patientenraum abschalten und Öffnungen mit Kunststofffolie verkleben
o Liegentransport: Tragsessel in Dienststelle lassen
o Schaufeltrage und Spineboard werden im Auto gelassen => Umlagerung
- PSA
o reichlich trinken und aufs Klo gehen
o 2 Paar Einmalhandschuhe, 1 Paar Schutzhandschuhe, FFP3-Maske, Schutzbrille,
Schutzanzug (Kategorie III Typ 4 oder niedriger)
o zwei Sanis anlegen, Fahrer leitet an und legt keine PSA an
- Durchführung Transport
o Kontakt mit Zielkrankenhaus aufnehmen
o PSA vor dem 1. Patientenkontakt (nur die beiden Sanis in PSA haben Kontakt)
o Fahrer vor Ort Schutz durch Einmalhandschuhe und FFP3-Maske
§ Öffnen und Schließen von Türen, Kommunikation und Dokumentation
§ vor Abfahren vom Ort ablegen Schutzuniform und hygienische
Händedesinfektion
o Patient: FFP2-Makse
o offensichtlich kontaminierte Flächen sofort desinfizieren
o Müll in flüssigkeitsdichten Müllsack verschließen und am Zielort übergeben
- Nachbereitung:
o Sanis in PSA bleiben im Patientenraum während der Rückfahrt
o an der Dienststelle Autoreinigung
o Material durch Fahrer angereicht
o PSA nach Anleitung ablegen


Sanitätsbehörde kann Reinigung in Desinfektionsanstalt anordnen – Anmeldung
durch Fahrer

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Nennen Sie die wichtigsten Funktionen der Haut! Erklären Sie die Aufgabe und die Unterschiede der Muskulatur!

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Haut:
- Aufbau
o Epidermis: mehrschichtig verhorntes Plattenepithel
o Kutis = Lederhaut: Bindegewebe mit Kollagenfasern, Blut- und Lmyphgefäße, freie
Nervenendigungen und Nervenfasern -> Nervendkörperchen reichen bis in die
Oberhaut (Schmerz-, Druck- und Temperaturrezeptoren)
o Unterhaut: lockeres Bindegewebe und Fettzellen
Sinnesfunktion: Schmerz, Druck, Temperatur
-
- Schutzfunktion: äußerer Überzug Körper, Schutz Umwelteinflüsse (biologisch, physikalisch,
Chemisch)
- Temperaturregulation: Erweiterung/Verengung Hautgefäße und Schweißsekretion
- Wasserhaushalt: Schutz vor Austrocknung, kontrollierte Abgabe Flüssigkeit und Slaze
Muskeln:
-
-
Allg.: Bewegung durch Verkürzung der Muskeln
o Muskelfaser – Muskelbündel – Muskel => Muskelfaszie – Enden laufen zu Sehnen
zusammen
Glatte Muskulatur: nicht willkürlich, vegetative Innervation, Blutgefäße, Darm, Lunge,
Harntrakt
- Quergestreifte Muskulatur: willkürlich, Gegenspieler – ansonsten keine entspannung
- Quergestreifte Herzmuskulatur: nicht willkürlich, Gap junctions => Reizleitung

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Erklären Sie in Grundzügen den Aufbau des Schädels, Aufbau der Wirbelsäule, des Brustkorbes und der oberen Extremitäten!


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Schädel:
- Allg. Schutzhülle für Gehirn, Sinnesorange und Beginn Atmungs- und Verdauungstrakt
- Hirnschädel
o Schädeldach
§ Scheitelbeine (Os parietale)
§ Schläfenbeine (Os temporale)
§ Stirnbein (Os frontale)
§ Hinterhauptsbein (Os occipitale)
o Schädelbasis
§ trennt Gehirn- und Gesichtsschädel
§ Boden Schädelhöhle
§ viele Öffnungen mit Nerven- und Blutgefäßdurchtritt
§ größte Öffnung = Hinterhauptsloch = Foramen magnum -> medulla
oblongata Übergang Rückenmark
- Gesichtsschädel
o Nasenbein (Os nasale)
o Oberkiefer (Maxilla)
o Jochbein (Os zygomaticum)
o Unterkiefer (Mandibula)


Wirbelsäule:
-
Stützgerüst Körper
- 7 Hals-, 12 Brust- und 5 Lendenwirbel
o Halslordose, Lendenlordose
o Brustkyphose
- Kreuzbein
- Steißbein
- Beweglichkeit HWS am größten
- bis auf Axis alle Wirbel aus Wirbelkörper, -bogen, Fortsätzen und Wirbelloch
- übereinanderliegende Wirbellöcher => Wirbelkanal -> Rückenmark
- Bandscheiben – Federn bei Erschütterung ab
Brustkorb:
- 12 Rippenpaare, hinten mit Brustwirbeln verbunden
-
bis auf 11. und 12. Paar alle am Brustbein befestigt
Obere Extremität:
-
Schultergürtel (Schulterblätter, Schlüsselbein und Arme)
- Arme -> Oberarmknochen, Ellbogen, Unterarmknochen (Elle und Speiche)
- Elle und Speiche über Handwurzelknochen mit Mittelhand- und Fingerknochen verbunden

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Wann spricht man von Bewusstseinsklarheit, Bewusstseinsveränderung, Bewusstseinstrübung? Welche Formen von Bewusstseinstrübung kennen Sie?

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Bewusstseinsklarheit:
- adäquate Reaktion auf Umweltreize
- kann sich selbst und seine Umgebung ungestört wahrnehmen
- persönlich, zeitlich, örtlich und zur Situation orientiert
Bewusstseinsveränderung:
- bei Bewusstsein
- keine situationsgerechte Realitätseinschätzung
- abnorme Reaktionen, Angst-, Erregungs- und Rauschzustände, Verwirrtheit,
Orientierungslosigkeit, Wahnvorstellungen, Sinnestäuschungen etc.
Bewusstseinstrübung:
- Reaktion auf äußere Reize aber stark verzögert/langsam oder inadäquat
- Zustand verminderter Wahrnehmung – teilnahmslos/apathisch aber öffnet Augen
spontan/auf Zuruf, spezielle Bewegungen werden ausgeführt
liegt vor wenn: Reaktion eingeschränkt oder fehlend (auf Ansprache/Schütteln)
- immer dann bedenklich, wenn Schutzreflexe betroffen
Arten der Bewusstseinstrübung:
- Somnolenz/Sopor
o schläfriger Zustand, weckbar durch äußere Reize
o Schutzreflexe sind erhalten

o Sopor = gesteigerte Somnolenz
- Koma/Bewusstlosigkeit
o auf äußere Reize keine situationsgerechte Reaktion
o Atmung und Kreislauf vorhanden
o nicht zu wecken
o Schutzreflexe erloschen
- Ohnmacht (Kollaps, Snkope)
o vorübergehende Bewusstseinsstörung
o durch Minderversorgung des Gehirns mit O2
o kurz nicht bei Bewusstsein, erlangen dieses aber i.d.R. nach einer Minute wieder

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Welche Kennzeichen des Schocks können im Anfangsstadium, im bedrohlichen Stadium und im fortgeschrittenen Stadium auftreten?

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Anfangsstadium:
- blasse Haut und Schleimhäute, kühle Haut, Kältegefühl, Zittern
- Puls leicht beschleunigt (Ausnm. kardiogener Schock), gut tastbar
- Blutdruck normal
- Atmung und Pupillenreaktion normal
- Patient ängstlich und unruhig, ansprechbar
Bedrohliches Stadium:
- kalter Schweiß, Haut und Fingernägel bläulich
- Pulsfrequenz stark erhöht, Puls schlecht tastbar
- Absinken Blutdruck (unter 90 mmHg)
- Atmung flach und beschleunigt
- Bewusstsein stark getrübt
Fortgeschrittenes Stadium:
- Haut grau (blau), verfallenes Aussehen
- Puls kaum tastbar
- Blutdruck nicht messbar
- Atmung oberflächlich, mitunter Schnappatmung
- Pupillen weit
- kaum mehr reagierend, Bewusstlosigkeit – akute Lebensgefahr

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Q:

Wann ist die Indikation zur Abbindung gegeben und wie wird diese an Armen und Beinen durchgeführt?

A:

Indikationen:
- Abtrennung/ Teilabtrennung einer Gliedmaße
- Verletzung der Oberschenkelarterie
- Einklemmung einer Gliedmaße mit erkennbarer starker Blutung
- ausgedehnte, stark zerfetzte Wunden an Gliedmaßen
- Massenanfall an Verletzten
!Letzten drei dürfen vor dem Ablauf von 30 Minuten wieder geöffnet werden – wenn sie weiter
stark bluten => Zulassen und ins KH!
! Unbedingt Uhrzeit draufschreiben!
Arm und Bein:
- Tourniquet-System
o Mindestens 5 cm über der Verletzung (am besten Mitte Oberarm/Oberschenkel),
kein Anlegen über Fremdkörpern oder offenen Frakturen
o Tourniquet nicht über Bekleidung anlegen (außer in Gefahrensituationen)
o Knebel an der Patientenaußenseite anlegen => guter Zugang
o Festziehen Tourniquet, Knebel halten, bis Band eng auf Haut liegt
o Fixieren Band um Extremität durch Klettverschluss
o Knebel drehen bis Blutung steht -> starke Schmerzen!
o Zeitpunkt dokumentieren!
o Knebel in der Halterung fixieren
o Wundversorgung
Arm:
-
- Blutdruckmanschette
o Blutdruckmanschette in der Mitte der OA anlegen
o Aufpumpen, bis Blutung zum Stillstand kommt
- Dreiecktuchkrawatte
o Dreiecktuchkrawatte (6-8 cm breit) -> Schlaufe bilden und Enden durchfädeln
o von außen nach innen anlegen => leichter die Verdickung an die richtige Stelle zu bringen
o Mitte des OA
o Verdickung an Oberarminnenseite liegend (=Abdrückstelle)
o Achtung auf Haut- oder Gewebsteileinklemmung
o Enden nach dem Abbinden nach außen verknoten
Bein:
- Dreieckstuchkrawatten:
o zwei Dreieckstuchkrawatten + Knebel herrichten
o 1. Krawatte mit Knoten an OS anlegen -> darunter für Knebel und Hand
(Gewebsschutz) Platz lassen
o Mitte OS
o 2. Krawatte zur Fixierung
o Knebel einlegen und drehen (Mit einer Hand zwischen Krawatte und Haut greifen)
o Drehen, bis Blutung gestoppt => Knebel mit 2. Krawatte befestigen

Q:

Welche Schockformen kennen Sie und deren Ursache. Wie ist der Verlauf eines Schockes?

A:

Schockformen:
- Hypovolämischer Schock: absoluter Blutvolumenmangel von Blut-, Plasma-, Wasser- und Salzverlust
- Kardiogener Schock: primäres Versagen des Herzens
- Anaphylaktischer Schock: Maximalstadium Allergie, Erschlaffung der arteriellen Gefäße
- Septischer Schock (toxischer Schock, bakterieller Schock): durch (bakterielle) Toxine ausgelöster Schock, Erschlaffung der Gefäße
- Neurogener Schock (spinaler Schock): Störung neuraler Kontrollmechanismus =>Beeinflussung Kreislaufregulation, Erschlaffung der Gefäße
Verlauf:
- Minderdurchblutung => Zentralisierung des Kreislaufes
- Haut, Muskulatur, Darm und Niere werden von der Durchblutung ausgeschlossen für die Aufrechterhaltung der Blutversorgung der lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Gehirn)
- in nicht mehr durchblutenden Bereichen => Sauerstoffmangel => Entgleisung Stoffwechsel und Bildung gefährlicher Stoffwechselprodukte (Azidose)
- hat zur Folge: schwere Schädigung von Organen und zum Versagen derselben
- Gefäßlähmung und Versagen lebenswichtiger Organsysteme => Multiorganversagen => Tod

Q:

Beschreiben Sie die Lage des Herzens im Brustkorb und den prinzipiellen Aufbau des Herzens, sowie die Funktion der Herzkranzgefäße. Erklären Sie den Bau und die Funktion
der Arterien, Venen und Kapillaren!

A:

Lage Herz:
- faustgroßer Hohlmuskel
- Mitte des Brustkorbs (Mittelfellraum)
- hinter dem Brustbein
- zwei Drittel in linker Körperhälfte
- Herzmuskel innen und außen von mehreren Schichten vom Herzbeutel umschlossen


Aufbau Herz:
- Spezielles Herzmuskelgewebe (Myokard), Bildung eigener Reize und Weiterleitung
o Anzahl durch vegetatives NS beeinflusst
o Sinusknoten produziert rhythmische Frequenz von 60-80/min = Sinusrhythmus
o von Sinusknoten Erregung über rechten Vorhof in Richtung Herzspitze => Aktivierung
Muskulatur beider Vorhöfe = Füllung der Kammern
o Weiterleitung Reiz führt zu Kontraktion der Herzkammern von der Herzspitze aus =>
Transport in den Kreislauf
o Ausfall Sinusknoten => Atiroventrikulärer Knoten übernimmt (40-60/min)
o danach Tawara-Schenkel
o danach His-Bündel
o danach Purkinje-Fasern
o Monitorisierung mittels Elektrokardiogramms

- Klappenapparat für Stromrichtung (Taschenklappen und Segelklappen
o Segelklappe zwischen Vorhof und Kammern
o Taschenklappe zwischen Kammer und Arterie
Scheidewand trennt in linkes und rechtes Herz
o weitere in Vorhof und Kammer

- Kammermuskulatur viel stärker als Vorhofkammer
- linke Kammer muskulär stärker als rechte Kammer
- rechter Vorhof – Segelklappe – rechter Kammer – Taschenklappe – Lungenarterie – Lunge –
Lungenvene – linker Vorhof – Segelklappe – linke Kammer – Taschenklappe – Aorta – Aortenbogen
- kranial die Gefäßausgänge und kaudal die Herzspitze


Herzkranzgefäße:
- rechte und linke Herzkranzarterie
- Aufgabe: Ernährung des Herzgewebes
- Ernährung aus Aorta

- schlechte Durchblutung = Angina pectoris
- Verschluss = Absterben Herzgewebe = Herzinfarkt


Blutgefäße:
- Steuerung durch vegetatives NS
- Blut je nach Erfordernissen ideal verteilen
- Arterien führen vom Herzen weg
o Schlagadern = dickwandig, elastische Blutgefäße
o Rhythmus und Anzahl Schläge Feststellung an Schlagadern = Pulskontrolle
o stärkere Muskelschicht, kleines Lumen, keine Klappen
- Kapillaren
o feine Aufzweigungen
o Erys grad noch so durchgehend
o Gasaustausch
- Venen führen zum Herzen hin
o dünnwandig
o Klappen bestimmen Flussrichtung
o weniger dicke Muskelschicht

Q:

Erklären Sie den Aufbau der Lunge, das Prinzip des Gasaustausches, der Zyanose, die Steuerung der Atmung und den Zweck und das Prinzip des menschlichen Kreislaufes!

A:

Lunge:
- Kehlkopf -> Luftröhre
- über Bronchien anschließend in beide Lungenflügel
o rechter Flügel hat drei Lappen
o linker Flügel hat zwei Lappen
- durch Unterdruck „kleben“ Lungenflügel direkt an der Innenwand des Brustkorbs
- Lungenbläschen, Bronchien, Blutgefäßen und ist elastisches, schwammartiges Gewebe
Prinzip Gasaustauch:
- O2 ins Blut in der Lunge
- CO2 wird an Lungenbläschen abgegeben und ausgeatmet
- Lungenatmung = äußere Atmung
- O2 wird von Blut an Zielzellen abgegeben
- CO2 wird von Zellen in Blutkreislauf aufgenommen
- Zellatmung = innere Atmung


Störungen Gasaustausch:
- Minderversorgung durch O2 Mangel = Hypoxie
o erkennen an Zyanose der Schleimhaut und Haut
o Hirnschwellung und erhöhter Hinrdruck
- verminderte Abgabe CO2 => Anreicherung im Körper => Bewusstseinsstörung (CO2-Narkose)
=> Beeinträchtigung Kreislauf


Steuerung der Atmung:
- Atemzentrum im medulla oblongata im Gehirn (Hirnstamm) und durch Rezeptoren in
Blutgefäßen
- Aussendung rhythmische Impulse => Auslösung Atembewegung
- Atemzentrum direkte/indirekte Reaktion auf Veränderung (O2-Druck, Säurewert im Blut)

- Frequenz und Tiefe durch Willen beeinflussbar


- Atemmechanik:
o Brustkrobinnenseite und Lungenaußenseite von dünner Haut (Rippen- und
Lungenfell) umgeben => Pleuraspalt dazwischen und mit Flüssigkeit gefüllt
o beide Häute wie Glasplatten zusammen und verschieblich
o Unterdruck hält Lunge an Brustwand
o Einatmen = Heben der Rippen (Atemhilfsmuskulatur) und Senken Zwerchfell =>
Dehnung Lunge
o Ausatmen = Senken der Rippen und Hochsteigen Zwerchfell => Verkleinerung
Brustraum und Lunge => Ausströmen der Luft (passiver Vorgang)


Zweck und Prinzip menschlicher Kreislauf:
- bedarfsgerechter Transport O2 und Energie im Organismus
- Herz = Zentralorgan mit Pumpfunktion
- Kreislaufsystem mit Blutgefäßen und Blut + zentrale Kreislaufregulation und
Blutdruckregulation
- Übersicht: Lungenkreislauf und Körperkreislauf => rechter Vorhof – rechte Kammer –
Lungenarterie (O2-armes Blut) – Lunge – Lungenvene (O2-reiches Blut) – linker Vorhof – linke
Kammer – Aorta – Körper zu den Zielorganen – Arterie – Arteriole – Kapillare mit Gasaustausch – Venole – Vene – V. cava – rechter Vorhof
- wenn ein Teil gestört => Beeinträchtigung aller anderen Haushalte und Regelkreise und somit
eine Beeinträchtigung der Lebensfunktion => Schock

Q:

Nennen Sie direkte und indirekte Beeinträchtigungen, die Bewusstseinsstörungen auslösen können.

A:

Direkte:
- SHT
- Schlaganfall
- Gehirnhaut- und/oder Gehirnentzündung
- Blutungen, Tumore, Metastasen
- Sonnenstich, Hitzeschlag, Unterkühlung
- Epilepsie
Indirekte:
- Medikamente, Drogen, Alkohol usw.
- Diabetes, Leber-, Nierenversagen usw.
- Ersticken, Ertrinken, Asthma
- Schock (Blutverlust), Herzinfarkt

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Q:

Welche Maßnahmen führen Sie bei einer schweren Verlegung der Atemwege durch (Patient bei Bewusstsein)? Welche Komplikationen können entstehen?

A:

Unterscheidung zu leichter Verlegung: kann nicht antworten, ggf. Kopfnicken, kann nicht atmen,
keuchende Atmung, lautlose Hustenversuche, ggf. ohne Bewusstsein
Maßnahmen: Patienten nach vorne beugen, Sanitäter steht seitlich und stützt den Brustkorb - 5
Schläge zwischen die Schulterblätter – falls kein Erfolg – 5 Heimlich-Manöver – falls kein Erfolg –
5 Schläge zwischen die Schulterblätter – usw.
Komplikationen:
- Atem-Kreislauf-Stillstand
- Heimlich-Manöver: Innere Verletzungen (Magen, Leber, Niere), Rippenbrüche, Aortenruptur
=> auf jeden Fall ins KH bringen!
Schwere Verlegung durch Schwellung im Mund-/Rachenbereich:
- Symptome: Atemnot, Zyanose, evtl. Schwellung erkennbar
- Komplikationen: Atem-Kreislauf-Stillstand
- Maßnahmen: Kontrolle Lebensfunktionen, Lebensrettende Maßnahmen, Patienten
beruhigen, beengende Kleidung öffnen, Lagerung mit erhöhtem OK, Kälteanwendung,
Sauerstoffgabe

Q:

Was bedeutet die SAMPLE-Anamnese und welche Fragen stellen Sie? Erklären Sie das FAST-Schema!

A:

Befragung Patient nach Informationen/auch Fremdanamnese
S – Symptome: welche Beschwerden? Wie fühlen sich die Schmerzen an? Strahlen die
Schmerzen aus? Seit wann haben Sie die Schmerzen/Beschwerden?
A – Allergien: sind Allergien bekannt?
M – Medikamente: welche Medikamente nimmt der Patient? (Blutgerinnung, Blutdruck,
Empfängnisverhütung) – wann zuletzt eingenommen?
P – Patientengeschichte: sind Vorerkrankungen bekannt? (Diabetes mellitus, Bluthochdruck,
Herzerkrankungen, Schrittmacher, Krebs) Möglichkeit einer Schwangerschaft? Lebensumstände:
Übergewicht, Alkohol, Drogenkonsum, Raucher?
L – Letzter Zeitpunkt von Nahrungsaufnahme, Stuhlgang, Menstruation, Arztbesuch,
Krankenhausaufenthalt – Fragen an Situation angepasst
E – Ereignis: was hat der Patient gemacht, als Schmerzen eingetreten sind?
FAST: standarisiertes Schlaganfallerfassungssystem
F – Face: Patient soll lächeln, Gesicht einseitig verzogen/gelähmt? Hängt ein Mundelwinkel
runter?
A – Arms: Kann der Pat. beide Arme nach vorne strecken und anheben? Innenseite der
Handfläche nach oben drehen und dabei Körperspannung halten? In beiden Arme gleiche Kraft?
Neurologische Ausfälle der Extremitäten? Kontrolle auch bei Beinen mgl.
S – Speech: einfach Satz nachsprechen lassen, ist die Sprache verwaschen, anders als normal
(Fremdanamnense)?
T – Time: Time is brain – seit wann bestehen die Symptome? Last seen normal?

Q:

Welche Punkte sind bei der Durchführung eines Infektionstransportes relevant?

A:

von drei Sanitätern durchzuführen
- normalerweise vor Transport Information, dass es sich um einen Infektionstransport handelt
- bei Eintreffen und feststellen einer Notwendigkeit:
o Information Patient über Verdachtsdiagnose – Hilfe anfordern
o Verlassen Wohnung/Haus
o Hygienische Händedesinfektion
o Rücksprache Leistelle
- Vorbereitung Fahrzeug:
o Schiebefenster schließen und mit Klebeband als Sicherheit verschließen
o Papier und Kugelschreiber bereithalten für Kommunikation
o Belüftung Patientenraum abschalten und Öffnungen mit Kunststofffolie verkleben
o Liegentransport: Tragsessel in Dienststelle lassen
o Schaufeltrage und Spineboard werden im Auto gelassen => Umlagerung
- PSA
o reichlich trinken und aufs Klo gehen
o 2 Paar Einmalhandschuhe, 1 Paar Schutzhandschuhe, FFP3-Maske, Schutzbrille,
Schutzanzug (Kategorie III Typ 4 oder niedriger)
o zwei Sanis anlegen, Fahrer leitet an und legt keine PSA an
- Durchführung Transport
o Kontakt mit Zielkrankenhaus aufnehmen
o PSA vor dem 1. Patientenkontakt (nur die beiden Sanis in PSA haben Kontakt)
o Fahrer vor Ort Schutz durch Einmalhandschuhe und FFP3-Maske
§ Öffnen und Schließen von Türen, Kommunikation und Dokumentation
§ vor Abfahren vom Ort ablegen Schutzuniform und hygienische
Händedesinfektion
o Patient: FFP2-Makse
o offensichtlich kontaminierte Flächen sofort desinfizieren
o Müll in flüssigkeitsdichten Müllsack verschließen und am Zielort übergeben
- Nachbereitung:
o Sanis in PSA bleiben im Patientenraum während der Rückfahrt
o an der Dienststelle Autoreinigung
o Material durch Fahrer angereicht
o PSA nach Anleitung ablegen


Sanitätsbehörde kann Reinigung in Desinfektionsanstalt anordnen – Anmeldung
durch Fahrer

Q:

Nennen Sie die wichtigsten Funktionen der Haut! Erklären Sie die Aufgabe und die Unterschiede der Muskulatur!

A:

Haut:
- Aufbau
o Epidermis: mehrschichtig verhorntes Plattenepithel
o Kutis = Lederhaut: Bindegewebe mit Kollagenfasern, Blut- und Lmyphgefäße, freie
Nervenendigungen und Nervenfasern -> Nervendkörperchen reichen bis in die
Oberhaut (Schmerz-, Druck- und Temperaturrezeptoren)
o Unterhaut: lockeres Bindegewebe und Fettzellen
Sinnesfunktion: Schmerz, Druck, Temperatur
-
- Schutzfunktion: äußerer Überzug Körper, Schutz Umwelteinflüsse (biologisch, physikalisch,
Chemisch)
- Temperaturregulation: Erweiterung/Verengung Hautgefäße und Schweißsekretion
- Wasserhaushalt: Schutz vor Austrocknung, kontrollierte Abgabe Flüssigkeit und Slaze
Muskeln:
-
-
Allg.: Bewegung durch Verkürzung der Muskeln
o Muskelfaser – Muskelbündel – Muskel => Muskelfaszie – Enden laufen zu Sehnen
zusammen
Glatte Muskulatur: nicht willkürlich, vegetative Innervation, Blutgefäße, Darm, Lunge,
Harntrakt
- Quergestreifte Muskulatur: willkürlich, Gegenspieler – ansonsten keine entspannung
- Quergestreifte Herzmuskulatur: nicht willkürlich, Gap junctions => Reizleitung

Q:

Erklären Sie in Grundzügen den Aufbau des Schädels, Aufbau der Wirbelsäule, des Brustkorbes und der oberen Extremitäten!


A:

Schädel:
- Allg. Schutzhülle für Gehirn, Sinnesorange und Beginn Atmungs- und Verdauungstrakt
- Hirnschädel
o Schädeldach
§ Scheitelbeine (Os parietale)
§ Schläfenbeine (Os temporale)
§ Stirnbein (Os frontale)
§ Hinterhauptsbein (Os occipitale)
o Schädelbasis
§ trennt Gehirn- und Gesichtsschädel
§ Boden Schädelhöhle
§ viele Öffnungen mit Nerven- und Blutgefäßdurchtritt
§ größte Öffnung = Hinterhauptsloch = Foramen magnum -> medulla
oblongata Übergang Rückenmark
- Gesichtsschädel
o Nasenbein (Os nasale)
o Oberkiefer (Maxilla)
o Jochbein (Os zygomaticum)
o Unterkiefer (Mandibula)


Wirbelsäule:
-
Stützgerüst Körper
- 7 Hals-, 12 Brust- und 5 Lendenwirbel
o Halslordose, Lendenlordose
o Brustkyphose
- Kreuzbein
- Steißbein
- Beweglichkeit HWS am größten
- bis auf Axis alle Wirbel aus Wirbelkörper, -bogen, Fortsätzen und Wirbelloch
- übereinanderliegende Wirbellöcher => Wirbelkanal -> Rückenmark
- Bandscheiben – Federn bei Erschütterung ab
Brustkorb:
- 12 Rippenpaare, hinten mit Brustwirbeln verbunden
-
bis auf 11. und 12. Paar alle am Brustbein befestigt
Obere Extremität:
-
Schultergürtel (Schulterblätter, Schlüsselbein und Arme)
- Arme -> Oberarmknochen, Ellbogen, Unterarmknochen (Elle und Speiche)
- Elle und Speiche über Handwurzelknochen mit Mittelhand- und Fingerknochen verbunden

Q:

Wann spricht man von Bewusstseinsklarheit, Bewusstseinsveränderung, Bewusstseinstrübung? Welche Formen von Bewusstseinstrübung kennen Sie?

A:

Bewusstseinsklarheit:
- adäquate Reaktion auf Umweltreize
- kann sich selbst und seine Umgebung ungestört wahrnehmen
- persönlich, zeitlich, örtlich und zur Situation orientiert
Bewusstseinsveränderung:
- bei Bewusstsein
- keine situationsgerechte Realitätseinschätzung
- abnorme Reaktionen, Angst-, Erregungs- und Rauschzustände, Verwirrtheit,
Orientierungslosigkeit, Wahnvorstellungen, Sinnestäuschungen etc.
Bewusstseinstrübung:
- Reaktion auf äußere Reize aber stark verzögert/langsam oder inadäquat
- Zustand verminderter Wahrnehmung – teilnahmslos/apathisch aber öffnet Augen
spontan/auf Zuruf, spezielle Bewegungen werden ausgeführt
liegt vor wenn: Reaktion eingeschränkt oder fehlend (auf Ansprache/Schütteln)
- immer dann bedenklich, wenn Schutzreflexe betroffen
Arten der Bewusstseinstrübung:
- Somnolenz/Sopor
o schläfriger Zustand, weckbar durch äußere Reize
o Schutzreflexe sind erhalten

o Sopor = gesteigerte Somnolenz
- Koma/Bewusstlosigkeit
o auf äußere Reize keine situationsgerechte Reaktion
o Atmung und Kreislauf vorhanden
o nicht zu wecken
o Schutzreflexe erloschen
- Ohnmacht (Kollaps, Snkope)
o vorübergehende Bewusstseinsstörung
o durch Minderversorgung des Gehirns mit O2
o kurz nicht bei Bewusstsein, erlangen dieses aber i.d.R. nach einer Minute wieder

Q:

Welche Kennzeichen des Schocks können im Anfangsstadium, im bedrohlichen Stadium und im fortgeschrittenen Stadium auftreten?

A:

Anfangsstadium:
- blasse Haut und Schleimhäute, kühle Haut, Kältegefühl, Zittern
- Puls leicht beschleunigt (Ausnm. kardiogener Schock), gut tastbar
- Blutdruck normal
- Atmung und Pupillenreaktion normal
- Patient ängstlich und unruhig, ansprechbar
Bedrohliches Stadium:
- kalter Schweiß, Haut und Fingernägel bläulich
- Pulsfrequenz stark erhöht, Puls schlecht tastbar
- Absinken Blutdruck (unter 90 mmHg)
- Atmung flach und beschleunigt
- Bewusstsein stark getrübt
Fortgeschrittenes Stadium:
- Haut grau (blau), verfallenes Aussehen
- Puls kaum tastbar
- Blutdruck nicht messbar
- Atmung oberflächlich, mitunter Schnappatmung
- Pupillen weit
- kaum mehr reagierend, Bewusstlosigkeit – akute Lebensgefahr

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