Mein Erstes Fach an der Northern Business School | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Mein erstes Fach an der Northern Business School

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Mein erstes Fach Kurs an der Northern Business School zu.

TESTE DEIN WISSEN

Die besondere Bedeutung des Eigenkapitals

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Aus der Sicht der Gläubiger stellt das Eigenkapital Haftungskapital dar. Die Funktion des Eigenkapitals als Haftungskapital liegt im Folgenden: 

- Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ist i.d.R. nicht mehr in liquider Form vorhanden, sondern in auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegen- ständen investiert. Dennoch repräsentiert es das Reinvermögen der Unternehmung, also den Teil des Gesamtvermögens, der den Eigentümern nach Abzug aller Schulden verbleibt. 

- Verluste eines Geschäftsjahres führen zu einer Verringerung der Vermögenssubstanz. Da das Fremdkapital mit seinem Rückzahlungsbetrag feststeht, führen Verluste bilanziell zu einer Verringerung des ausgewiesenen Eigenkapitals. Mit anderen Worten: Verluste werden zunächst vom Eigenkapital ausgeglichen und schlagen erst dann auf das Fremdkapital durch, wenn das Eigenkapital aufgezehrt ist.

- Je größer also das Eigenkapital ist, umso besser sind Gläubiger vor Verlusten geschützt.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz, Anteile anderer Gesellschafter, Anteile Konzernfremder

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Im Sinne der Einheitstheorie handelt es sich bei den Anteilen außenstehender Gesellschafter ebenfalls um Konzerneigenkapital, wenngleich dies gesondert auszuweisen ist. Der in dieser Position gezeigte Betrag wird folglich bilanzanalytisch dem Konzerneigenkapital zugeordnet.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Aufgaben des Lageberichts

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


 - Der Lagebericht gibt Auskunft über besondere Ereignisse im Geschäftsjahr und über die Einschätzung der zu erwartenden Entwicklung aus Sicht der gesetzlichen Vertreter, also der Vorstände bzw. der Geschäftsführer.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Nenne die Probleme der erfolgswirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Der Bilanzgewinn ist der Teil des Gewinns, der zur Disposition der Hauptversammlung steht und von ihr zur Ausschüttung oder zur Thesaurierung vorgesehen werden kann (§ 58 Abs. 5 AktG). Er ist also nur eine Teilgröße und somit für die Beurteilung des Erfolgs ungeeignet. 


- Jahresüberschuss ist eher als von der Gesellschaft für ausweisbar gehaltener Gewinn zu interpretieren, der im Rahmen der durch Gesetz und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vorgegebenen bilanzpolitischen Wahlrechte und Spielräume „gestaltbar“ ist. Tatsächlicher und ausgewiesener Erfolg fallen auseinander. 


- Der Grund dafür liegt in der Legung und Auflösung stiller Reserven. Sie sind das Ergebnis des Einsatzes des bilanzpolitischen Instrumentariums und sind definiert als Differenz zwischen dem Buchwert und einem höheren Vergleichswert (z. B. dem Zeit- oder Wiederbeschaffungswert) von Vermögensgegenständen und Schulden. Werden stille Reserven gelegt, so wird der Jahreserfolg zu niedrig und bei ihrer Auflösung zu hoch ausgewiesen.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Zusammenfassende Aussagen: Kapitel 1.1

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Erfolgsanalysen werden erstellt, damit die gegenwärtige Gewinnsituation bezüglich der Höhe des Erfolgs und seines Zustandekommens möglichst unabhängig von bilanzpolitischen, handels- und steuerrechtlichen Erwägungen und Einflüssen beurteilt werden kann. 

2. Die gegenwärtige Erfolgslage ist Ausgangspunkt für Prognosen über die zukünftige Ertragskraft als Maßstab für zukünftige Gewinnerwartungen und Ausschüttungen. 

3. Instrumente und Ansatzpunkte dafür sind die Ergebnisquellenanalyse, Rentabilitäts- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Cashflow-Analysen (siehe folgende Abbildung).

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ergebnisquellen und Erfolgsspaltung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Sinn der Ergebnisquellenanalyse ist es, zu erforschen, in welchen Bereichen der Unternehmensbetätigung der Erfolg entstanden ist. 


- Insbesondere ist zwischen ordentlichen (sich eher wiederholenden, regelmäßigen) und außerordentlichen (einmaligen) sowie lediglich buch- und bewertungstechnischen Erfolgskomponenten zu unterscheiden. Durch die Spaltung des Gesamtergebnisses in seine Segmente und Komponenten soll das operative, nachhaltige betriebliche Ergebnis ermittelt und von den anderen Ergebnis-Segmenten getrennt werden. 


- Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Erfolgskomponenten, die unter vergleichsweise konstanten Bedingungen auch zukünftig erwartet werden können, von unregelmäßigen, weniger planbaren Komponenten zu trennen . In der gesetzlich vorgeschriebenen GuV wird eine solche Trennung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Komponenten nur unzureichend vorgenommen.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Zusammenfassende Aussagen: Kapitel 1.3.1

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Der ordentliche Betriebserfolg stellt den wichtigsten Indikator der Ertragskraft der Unternehmung dar. Er errechnet sich aus den laufenden betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und beschreibt das betriebsspezifische Erfolgspotenzial am deutlichsten. 


2. Während der Jahresüberschuss durch zahlreiche betriebsfremde und außerordentliche Vorgänge sowie durch bilanzpolitische Maßnahmen beeinflussbar und gestaltbar ist, ist der Betriebserfolg weitgehend frei von derartigen – im Hinblick auf das Analyseziel „störenden“ und „verzerrenden“ – Einflüssen. 


3. Die oben beschriebenen Bereinigungs- und Aufbereitungsmaßnahmen haben das Ziel, mit dem „Betriebserfolg“ eine Kennzahl zu schaffen, die Veränderungen der Ertragskraft und Fehlentwicklungen deutlich signalisiert und Kaschierungen offenlegt. 


4. Gelingt es bspw. einer Unternehmung, trotz rückläufiger Ergebnisse oder gar Verluste im operativen Bereich durch Mobilisierung stiller Reserven insgesamt einen Erfolg oder Stabilität vortäuschenden Jahresüberschuss auszuweisen, so wird dies durch die Ermittlung des Betriebserfolgs aufgedeckt. Ein konstanter oder gar steigender Jahresüberschuss bei rückläufigem Betriebserfolg stellt immer ein Alarmsignal dar. Insofern ist es wichtig, die Entwicklung der Erfolgskennzahlen „Jahresüberschuss“ und „Betriebserfolg“ einander gegenüberzustellen und – wie später zu zeigen sein wird – durch Cashflow-Analysen zu ergänzen.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Ergebnis vor EE-Steuern

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Die Teilergebnisse und auch der bereinigte Unternehmenserfolg werden zunächst immer als „Ergebnis vor EE-Steuern“ ermittelt. Auf diese Weise sollen die folgenden Komponenten neutralisiert und die Abschlüsse vergleichbar gemacht werden: 


- Einflüsse unterschiedlicher Gewinnverwendungspolitiken (Ausschüttungen/Rücklagenbildungen), 

- unterschiedliche Hebesätze für die Gewerbeertragsteuer, 

- unterschiedliche Kapitalstrukturen, 

- Verzerrungen durch Steuernachzahlungen und Erstattungen, 

- Unterschiede zwischen Personenhandels- und Kapitalgesellschaften.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Der Finanz- und Verbunderfolg, hier: Erfolgskomponenten

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Positive Komponenten des Finanz- und Verbunderfolgs sind 

- Erträge aus Gewinngemeinschaften und Gewinnabführungsverträgen; 

- Erträge aus Beteiligungen, einschließlich solcher aus verbundenen Unternehmen: es werden hier nur die laufenden Erträge aus Beteiligungen (Dividenden von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, Gewinnanteile von Personengesell- schaften, Erträge aus Beherrschungsverträgen) ausgewiesen; 


- Erträge aus anderen Wertpapieren: regelmäßig anfallende Erträge aus nicht als Beteiligungen aktivierten Wertpapieren des AV und aus langfristigen Ausleihungen; 


- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: Zinsen für Einlagen bei Kreditinstituten, aus Wechselforderungen, Zinsen und Dividenden aus Wertpapieren.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Der Finanz- und Verbunderfolg, hier: Aufwandskomponenten L

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Um zum Finanzergebnis zu gelangen, zieht man von diesen Erträgen die Aufwendungen dieses Bereichs ab. In Betracht kommen hier insbesondere 


- Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 


- Aufwendungen aus Verlustübernahmen.


 Zu diskutieren ist, ob die Zinsaufwendungen im ordentlichen Betriebsergebnis oder im betriebsfremden Ergebnis zu berücksichtigen sind. Eindeutig ist hingegen, dass „Abschreibungen auf Finanzanlagen“ nicht in das Finanzergebnis gehören. Sie finden nicht planmäßig statt, sondern stellen immer außerordentliche Maßnahmen dar und beeinflussen folglich den Bewertungserfolg

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind Geldverbindlichkeiten? Was lässt sich darunter zusammenfassen?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Dabei sind unter Geldverbindlichkeiten folgende Bilanzpositionen zusammen- zufassen: 

1. Anleihen 

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 

3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Analyseziel der erfolgswirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Ein wichtiges Ziel der Jahresabschlussanalyse ist die Beurteilung der Ertragskraft der Unternehmung.


 - Unter Ertragskraft wird die Fähigkeit verstanden, in der Zukunft nachhaltig – also auf Dauer – Gewinne zu erzielen und damit Entnahmen bzw. Gewinnaus- schüttungen sicherzustellen bzw. die Leistungsfähigkeit der Unternehmung durch Rücklagenbildung (Selbstfinanzierung) zu erhalten und zu stärken. 


- Von der Ertragskraft lassen sich Aktionäre, Investoren, Geber langfristigen Fremdkapitals, Konkurrenten, vielleicht auch Gewerkschaften bei ihren Entscheidungen leiten.

Lösung ausblenden
  • 3293 Karteikarten
  • 86 Studierende
  • 0 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Mein erstes Fach Kurs an der Northern Business School - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Die besondere Bedeutung des Eigenkapitals

A:

Aus der Sicht der Gläubiger stellt das Eigenkapital Haftungskapital dar. Die Funktion des Eigenkapitals als Haftungskapital liegt im Folgenden: 

- Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ist i.d.R. nicht mehr in liquider Form vorhanden, sondern in auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegen- ständen investiert. Dennoch repräsentiert es das Reinvermögen der Unternehmung, also den Teil des Gesamtvermögens, der den Eigentümern nach Abzug aller Schulden verbleibt. 

- Verluste eines Geschäftsjahres führen zu einer Verringerung der Vermögenssubstanz. Da das Fremdkapital mit seinem Rückzahlungsbetrag feststeht, führen Verluste bilanziell zu einer Verringerung des ausgewiesenen Eigenkapitals. Mit anderen Worten: Verluste werden zunächst vom Eigenkapital ausgeglichen und schlagen erst dann auf das Fremdkapital durch, wenn das Eigenkapital aufgezehrt ist.

- Je größer also das Eigenkapital ist, umso besser sind Gläubiger vor Verlusten geschützt.

Q:

Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz, Anteile anderer Gesellschafter, Anteile Konzernfremder

A:

Im Sinne der Einheitstheorie handelt es sich bei den Anteilen außenstehender Gesellschafter ebenfalls um Konzerneigenkapital, wenngleich dies gesondert auszuweisen ist. Der in dieser Position gezeigte Betrag wird folglich bilanzanalytisch dem Konzerneigenkapital zugeordnet.

Q:

Aufgaben des Lageberichts

A:


 - Der Lagebericht gibt Auskunft über besondere Ereignisse im Geschäftsjahr und über die Einschätzung der zu erwartenden Entwicklung aus Sicht der gesetzlichen Vertreter, also der Vorstände bzw. der Geschäftsführer.

Q:

Nenne die Probleme der erfolgswirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse

A:

- Der Bilanzgewinn ist der Teil des Gewinns, der zur Disposition der Hauptversammlung steht und von ihr zur Ausschüttung oder zur Thesaurierung vorgesehen werden kann (§ 58 Abs. 5 AktG). Er ist also nur eine Teilgröße und somit für die Beurteilung des Erfolgs ungeeignet. 


- Jahresüberschuss ist eher als von der Gesellschaft für ausweisbar gehaltener Gewinn zu interpretieren, der im Rahmen der durch Gesetz und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vorgegebenen bilanzpolitischen Wahlrechte und Spielräume „gestaltbar“ ist. Tatsächlicher und ausgewiesener Erfolg fallen auseinander. 


- Der Grund dafür liegt in der Legung und Auflösung stiller Reserven. Sie sind das Ergebnis des Einsatzes des bilanzpolitischen Instrumentariums und sind definiert als Differenz zwischen dem Buchwert und einem höheren Vergleichswert (z. B. dem Zeit- oder Wiederbeschaffungswert) von Vermögensgegenständen und Schulden. Werden stille Reserven gelegt, so wird der Jahreserfolg zu niedrig und bei ihrer Auflösung zu hoch ausgewiesen.

Q:

Zusammenfassende Aussagen: Kapitel 1.1

A:

1. Erfolgsanalysen werden erstellt, damit die gegenwärtige Gewinnsituation bezüglich der Höhe des Erfolgs und seines Zustandekommens möglichst unabhängig von bilanzpolitischen, handels- und steuerrechtlichen Erwägungen und Einflüssen beurteilt werden kann. 

2. Die gegenwärtige Erfolgslage ist Ausgangspunkt für Prognosen über die zukünftige Ertragskraft als Maßstab für zukünftige Gewinnerwartungen und Ausschüttungen. 

3. Instrumente und Ansatzpunkte dafür sind die Ergebnisquellenanalyse, Rentabilitäts- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen und Cashflow-Analysen (siehe folgende Abbildung).

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Ergebnisquellen und Erfolgsspaltung

A:

- Sinn der Ergebnisquellenanalyse ist es, zu erforschen, in welchen Bereichen der Unternehmensbetätigung der Erfolg entstanden ist. 


- Insbesondere ist zwischen ordentlichen (sich eher wiederholenden, regelmäßigen) und außerordentlichen (einmaligen) sowie lediglich buch- und bewertungstechnischen Erfolgskomponenten zu unterscheiden. Durch die Spaltung des Gesamtergebnisses in seine Segmente und Komponenten soll das operative, nachhaltige betriebliche Ergebnis ermittelt und von den anderen Ergebnis-Segmenten getrennt werden. 


- Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Erfolgskomponenten, die unter vergleichsweise konstanten Bedingungen auch zukünftig erwartet werden können, von unregelmäßigen, weniger planbaren Komponenten zu trennen . In der gesetzlich vorgeschriebenen GuV wird eine solche Trennung zwischen ordentlichen und außerordentlichen Komponenten nur unzureichend vorgenommen.

Q:

Zusammenfassende Aussagen: Kapitel 1.3.1

A:

1. Der ordentliche Betriebserfolg stellt den wichtigsten Indikator der Ertragskraft der Unternehmung dar. Er errechnet sich aus den laufenden betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und beschreibt das betriebsspezifische Erfolgspotenzial am deutlichsten. 


2. Während der Jahresüberschuss durch zahlreiche betriebsfremde und außerordentliche Vorgänge sowie durch bilanzpolitische Maßnahmen beeinflussbar und gestaltbar ist, ist der Betriebserfolg weitgehend frei von derartigen – im Hinblick auf das Analyseziel „störenden“ und „verzerrenden“ – Einflüssen. 


3. Die oben beschriebenen Bereinigungs- und Aufbereitungsmaßnahmen haben das Ziel, mit dem „Betriebserfolg“ eine Kennzahl zu schaffen, die Veränderungen der Ertragskraft und Fehlentwicklungen deutlich signalisiert und Kaschierungen offenlegt. 


4. Gelingt es bspw. einer Unternehmung, trotz rückläufiger Ergebnisse oder gar Verluste im operativen Bereich durch Mobilisierung stiller Reserven insgesamt einen Erfolg oder Stabilität vortäuschenden Jahresüberschuss auszuweisen, so wird dies durch die Ermittlung des Betriebserfolgs aufgedeckt. Ein konstanter oder gar steigender Jahresüberschuss bei rückläufigem Betriebserfolg stellt immer ein Alarmsignal dar. Insofern ist es wichtig, die Entwicklung der Erfolgskennzahlen „Jahresüberschuss“ und „Betriebserfolg“ einander gegenüberzustellen und – wie später zu zeigen sein wird – durch Cashflow-Analysen zu ergänzen.

Q:

Ergebnis vor EE-Steuern

A:

Die Teilergebnisse und auch der bereinigte Unternehmenserfolg werden zunächst immer als „Ergebnis vor EE-Steuern“ ermittelt. Auf diese Weise sollen die folgenden Komponenten neutralisiert und die Abschlüsse vergleichbar gemacht werden: 


- Einflüsse unterschiedlicher Gewinnverwendungspolitiken (Ausschüttungen/Rücklagenbildungen), 

- unterschiedliche Hebesätze für die Gewerbeertragsteuer, 

- unterschiedliche Kapitalstrukturen, 

- Verzerrungen durch Steuernachzahlungen und Erstattungen, 

- Unterschiede zwischen Personenhandels- und Kapitalgesellschaften.

Q:

Der Finanz- und Verbunderfolg, hier: Erfolgskomponenten

A:

Positive Komponenten des Finanz- und Verbunderfolgs sind 

- Erträge aus Gewinngemeinschaften und Gewinnabführungsverträgen; 

- Erträge aus Beteiligungen, einschließlich solcher aus verbundenen Unternehmen: es werden hier nur die laufenden Erträge aus Beteiligungen (Dividenden von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, Gewinnanteile von Personengesell- schaften, Erträge aus Beherrschungsverträgen) ausgewiesen; 


- Erträge aus anderen Wertpapieren: regelmäßig anfallende Erträge aus nicht als Beteiligungen aktivierten Wertpapieren des AV und aus langfristigen Ausleihungen; 


- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge: Zinsen für Einlagen bei Kreditinstituten, aus Wechselforderungen, Zinsen und Dividenden aus Wertpapieren.

Q:

Der Finanz- und Verbunderfolg, hier: Aufwandskomponenten L

A:

Um zum Finanzergebnis zu gelangen, zieht man von diesen Erträgen die Aufwendungen dieses Bereichs ab. In Betracht kommen hier insbesondere 


- Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 


- Aufwendungen aus Verlustübernahmen.


 Zu diskutieren ist, ob die Zinsaufwendungen im ordentlichen Betriebsergebnis oder im betriebsfremden Ergebnis zu berücksichtigen sind. Eindeutig ist hingegen, dass „Abschreibungen auf Finanzanlagen“ nicht in das Finanzergebnis gehören. Sie finden nicht planmäßig statt, sondern stellen immer außerordentliche Maßnahmen dar und beeinflussen folglich den Bewertungserfolg

Q:

Was sind Geldverbindlichkeiten? Was lässt sich darunter zusammenfassen?

A:

Dabei sind unter Geldverbindlichkeiten folgende Bilanzpositionen zusammen- zufassen: 

1. Anleihen 

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 

3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Q:

Analyseziel der erfolgswirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse

A:

- Ein wichtiges Ziel der Jahresabschlussanalyse ist die Beurteilung der Ertragskraft der Unternehmung.


 - Unter Ertragskraft wird die Fähigkeit verstanden, in der Zukunft nachhaltig – also auf Dauer – Gewinne zu erzielen und damit Entnahmen bzw. Gewinnaus- schüttungen sicherzustellen bzw. die Leistungsfähigkeit der Unternehmung durch Rücklagenbildung (Selbstfinanzierung) zu erhalten und zu stärken. 


- Von der Ertragskraft lassen sich Aktionäre, Investoren, Geber langfristigen Fremdkapitals, Konkurrenten, vielleicht auch Gewerkschaften bei ihren Entscheidungen leiten.

Mein erstes Fach

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Mein erstes Fach an der Northern Business School

Für deinen Studiengang Mein erstes Fach an der Northern Business School gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Das sind die beliebtesten Mein erstes Fach Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Mein erstes Thema

IUBH Internationale Hochschule

Zum Kurs
Mein erstes Thema

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Zum Kurs
Mein EVWL

TU Dresden

Zum Kurs
Mein EBWL

TU Dresden

Zum Kurs
Erstes Semester

Universität Marburg

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Mein erstes Fach
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Mein erstes Fach