Tier?Er?Nährung an der LMU München

Karteikarten und Zusammenfassungen für Tier?Er?Nährung an der LMU München

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Beispielhafte Karteikarten für Tier?Er?Nährung an der LMU München auf StudySmarter:

Futteraufnahme gesunder Pferde im Erhaltungsstoffwechsel

Beispiel Ration bei ausschließlicher Heufütterung
Pony, Warmblut, Vollblut, Kaltblut

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Welche Problematik könnte sich bei Pferden im Erhlatungsstoffwechsel bei ausschließlichem Weidegang zeigen? Was ist eventuell zu wenig vorhanden, was ist ausreichend vorhanden?

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Was ist bei der Stallfütterungsperiode von Pferden im Erhaltungsstoffwechsel zu beachten? Worauf muss man vor allem bei Heu mit niedrigem Futterwert achten?
Was könnte man statt Heu noch füttern? Was muss man beachten?

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Welche Gründe hat Weißfleischigkeit von Fohlen?

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Gründe für Durchfall beim Fohlen
Welche zwei Arten unterscheidet man? Beispiele für die jeweilige Art von Durchfall

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Ernährungsphysiologische Unterschiede

Arachidonsäure, Docosahexaensäure

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Unterschiede zwischen Fleischfressern

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Besonderheiten der Verdauung beim Fleischfresser

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Tierhalterbedingte Besonderheiten

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Definitonsunterschiede Fertigfutter

- Alleinfuttermittel

- Einzelfuttermittel

- Ergänzungsfuttermittel

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Häufigkeit der Fütterung (pro Tag)

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Vor- und Nachteile von Fertigfutter

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Beispielhafte Karteikarten für Tier?Er?Nährung an der LMU München auf StudySmarter:

Tier?Er?Nährung

Futteraufnahme gesunder Pferde im Erhaltungsstoffwechsel

Beispiel Ration bei ausschließlicher Heufütterung
Pony, Warmblut, Vollblut, Kaltblut
90-110 g TS/kg KM^0,75 pro Tag

Entspricht etwa 10-16 kg Heu für Pferde mit 400-600 kg 

Beispielration
Pony: 4 kg Heu, 20g Salzleckstein, 30g Mineralfutter
Warmblut: 12 kg Heu, 30g Salzleckstein, 60g Mineralfutter
Vollblut: 12 kg Heu, 30g Salzleckstein, 60g Mineralfutter, 1kg Hafer
Kaltblut: 12 kg Heu, 50g Salzleckstein, 80g Mineralfutter

Tier?Er?Nährung

Welche Problematik könnte sich bei Pferden im Erhlatungsstoffwechsel bei ausschließlichem Weidegang zeigen? Was ist eventuell zu wenig vorhanden, was ist ausreichend vorhanden?
1.
zeitweilige Gefahr übermäßiger Energieaufnahme (Frühjahr/Herbst) wobei allerdings die „abgefütterten“ Reserven in „mageren“ Zeiten auch wieder aufgebraucht werden
 —> evtl. Weideflächen restriktiv anbieten
2.
Mineralstoffe- und Vitaminversorgung i.d.R. gedeckt (mit Ausnahme von: Na, Se, ggf. Jod)
-bei durchschnittlicher Futteraufnahme ist Energiebedarf gedeckt, aber überschüssige Protein- und Mengenelemtaufnahme (außer Na) —> Mehraufnahme bei Gesunden ohne Folgen
3.
Na niedrig —> Leckmassen anbieten
4. 
Ergänzen von Spurenelementen durch „Weidemineralfutter“ sinnvoll um Zn, Cu, Se, J- Versorgung zu sichern
5.
Vitaminversorgung i.d.R ausreichen
Karotin 50mg/kg Gras (1mg entspricht 400 IE Vitamin A)
—> selbst bei Fressen von Blüte oder überständigem Gras ist Vitamin A Bedarf gedeckt
—> Vit D durch Sonnenlicht

Tier?Er?Nährung

Was ist bei der Stallfütterungsperiode von Pferden im Erhaltungsstoffwechsel zu beachten? Worauf muss man vor allem bei Heu mit niedrigem Futterwert achten?
Was könnte man statt Heu noch füttern? Was muss man beachten?
Raufutterfütterung bei Aufstallung
1. 
Ponys und Warmblüter: —> hier kann auch bei energiearmen Heu eine bedarfsgerechte Versorgung über die höhere Futteraufnahme erreicht werden
2.
Vollblüter: —> sie sollten bei Heu mit mäßigem Futterwert zusätzlich etwas Getreide erhalten, da die Futteraufnahmekapazität überschritten würde (also z.B. Zusätzlich 1kg Hafer füttern)
3. 
Raufutter enthält meist nicht alle essenziellen Nährstoffe ausreichend
—>vitaminiertes Mineralfutter zufügten (ideal mit geringen Mengen an Mengenelementen da diese i.d.R ausreichend vorhanden sind)
—> Salzlecksteine anbieten, da Na niedrig
4.
Statt Heu geht auch Silage (TS allerdings niedriger, aber mit höheren Nährstoffgehalten als Heu) —> wenn Silage z.B. 50% TS dann muss für 1kg Heu fast 2kg Silage gefüttert werden)
5. bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Heu, Anwelk- oder Heulagen kann auch Maissilage oder Stroh gefüttert werden —> Obacht Obstipationen, Strohkolik

Tier?Er?Nährung

Welche Gründe hat Weißfleischigkeit von Fohlen?
-längerfristig nicht mit Se/Vitamin E supplementierte Rationen für die tragende Stute, z.B Heu, Hafer
Ergebnis:
-lebensschwache Fohlen, können nicht saugen oder schlucken
-Rabdomyolyse (Zerfall der quergestreiften Muskulatur)
(Ein niedriger Serumselengehalt kann, muss aber nicht die Ursache von Lebensschwachen Fohlen sein)

Tier?Er?Nährung

Gründe für Durchfall beim Fohlen
Welche zwei Arten unterscheidet man? Beispiele für die jeweilige Art von Durchfall
1.primär nutritiver Durchfall
Gründe:
- Reaktion des Darms auf die erste feste Nahrung (wenn kein Fieber, keine Therapie notwendig)
-Aufnahme ungeeigneter Feststoffe (Sand, Stroh, alter Kot, Salzleckstein)
-exzessives Wassertrinken
-starke Milchproduktion der Mutter (Kraftfutter reduzieren)
-längere Trennung von der Mutter mit anschließendem übermäßigem Trinken
2. nicht nutritiver Durchfall
- Rotavirusinfektion (Zerstörung des Darmzottenepithels—> Lactaseaktivität reduziert —> Lactoseunverträglichkeit
-Samonellose (Infektion i.d.R über andere Pferde, fieberhaft)
-Enterotoxämie durch Cl. perfringens (hämorrhagische Diarrhoe in den ersten Lebenstagen/ Enterotoxämie, plötzliche Todesfälle) —> NutrIntimverkehr Faktoren: Überfütterung KF, plötzlicher Futterwechsel
-Parasitosen (v.a. Strongyloides und Strongyliden)

Tier?Er?Nährung

Ernährungsphysiologische Unterschiede

Arachidonsäure, Docosahexaensäure

Katze:

- essentiell -> ungesättigte FS kann nicht ausreichend aus Linolsäure synthetisiert werden (-> CAVE vegetarische Rationen) 

- Arachidonsäuremangel: weibliche Fruchtbarkeit sinkt (?)

- Docosahexaensäuremangel: verzögerte Entwicklung der Retina und des NS


Hund: 

- kann selbst synthetisieren


Tier?Er?Nährung

Unterschiede zwischen Fleischfressern

Hund: omni-carnivor (Fleisch-&Allesfresser)

Katze: strikt carnivor 


Hund bzw Wolf nutzt zusätzlich zum Fleisch auch andere Nahrungsquellen (z.B. Obst, Gräser, Kräuter, Mageninhalt des Beutetiers)

Tier?Er?Nährung

Besonderheiten der Verdauung beim Fleischfresser


- Verdauung überwiegend präcaecal in Magen und Dünndarm 

- hohe Kapazität zur Verdauung von Fett und Eiweiß

- geringe Kapazität zur Verdauung von Stärke, Zucker, Faser

- Proteinenergierelation: > 10g vRp/MJ DE


Tier?Er?Nährung

Tierhalterbedingte Besonderheiten

- Vermenschlichung/hoher Stellenwert -> Bedürfnis dem Tier etwas "gutes" zu tun

- hoher Stellenwert der Fütterung (Erziehung, Belohnung, Vertiefung der Beziehung)

- Besitzer haben übersteigerte Erwartung an positive Wirkung der Ernährung (z.B. durch Werbung)

Tier?Er?Nährung

Definitonsunterschiede Fertigfutter

- Alleinfuttermittel

- Einzelfuttermittel

- Ergänzungsfuttermittel

- Alleinfuttermittel: garantierte Deckung des Erhaltungsbedarfs an Energie + essentieller Nährstoffe -> keine Supplementierung


- Einzelfuttermittel: Fleisch als Grundlage (o.ä. hochwertiges Protein) + eiweißarme Komponenten + Mineralstoffe + Spurenelemente + Vitamine -> Zusammenstellen einer bedarfsdeckenden Ration


- Ergänzungsfuttermittel: zur Komplettierung von Einzelfuttermitteln (z.B. mineralisierte Flocken / Mineralfutter)

Tier?Er?Nährung

Häufigkeit der Fütterung (pro Tag)

- zur Bedarfsdeckung einmal täglich ausreichend, besser zweimal


=> Ausnahmen: 

- Reproduktion/Trächtigkeit: Magen hat nicht mehr genug Platz um bedarfsdeckende Ration auf einmal aufzunehmen

- Wachstum 

- schwere Arbeit (z.B. Schlittenhunde)

- Riesenrassen mit überdurchschnittlichem Energiebedarf und Futter mit mäßiger Energiedichte

- bei speziellen Erkrankungen (s. Diätetik) 


=> Vorteile kleinerer Portionen: 

- weniger Belastung für den Magen

- Magensäure kann bessser einwirken bei kleiner Portion

- schnellere Verdauunng -> Risiko für bakterielle Fehlgärungen und Gasbildung sinkt


Tier?Er?Nährung

Vor- und Nachteile von Fertigfutter

Vorteile: 

- Nährstoffbedarf idR gedeckt

- gleichbleibender Energie- und Nährstoffgehalt

- idR gute, hygienische Qualität

- wenig arbeit

(- idiotensicher) 


Nachteile: 

- zusätzliche allergene Eigenschaften aufgrund der Vielfalt der Zusammensetzung (z.B. durch Zusatzstoffe) und durch mögliche chemische Reaktionen beim Processing

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