Störungen der Sprachentwicklung an der LMU München

Karteikarten und Zusammenfassungen für Störungen der Sprachentwicklung im Sprachtherapie Studiengang an der LMU München in Augsburg

CitySTADT: Augsburg

CountryLAND: Deutschland

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Früherkennung von Risikokindern

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Prävention von SES

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Psychosoziale Beslastungen im Jugenalter bei SES

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Kompensation sprachlicher Defizite im Jugendalter

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Erklärungsansätze zum Grammatikerwerb

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Verbzweistellungsregel (V2)

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GED 4-9 vs. Clahsen

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Kohäsionsmittel (sententiale Störungen)

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Sententiale Störungen

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Erscheinungsformen lexikalischer Störungen

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Verlauf des lexikalischen Erwerbs bei SES

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Erwerb semantisch-lexikalischer Fähigkeiten

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Störungen der Sprachentwicklung

Früherkennung von Risikokindern

Methodische Möglichkeiten
– Elternbefragung (zB ELFRA 1/2: Sprachproduktion, Sprachverständnis, Gesten, Feinmotorik)
– Testverfahren, Screeningverfahren (SEB-2-KT, FRAKIS)
– Gezielte Beobachtung von freien und gelenkten
Spielsituationen (Kognition; Sprachwahrnehmung; soziale Kognition)

– Vorsorgeuntersuchungen U6, U7

Störungen der Sprachentwicklung

Prävention von SES

Für Kinder, bei denen auf Grund einer verzögerten Sprachentwicklung das Risiko der Manifestation einer SES besteht

– Auffälligkeiten in den ersten 3 Lebensjahren:
Sprachentwicklungsverzögerung (SEV)
– Ab dem 36. Lebensmonat: Diagnosestellung USES
möglich

Primäre Prävention:
Beseitigung von Krankheitsursachen vor der Beeinträchtigung der Gesundheit, d.h. Verhinderung der Erkrankung (zB phonologische Bewusstsein trainieren, idealer Input, früherfassende Hörtests)
Sekundäre Prävention:
– Früherkennung und Eindämmung des Fortschreitens: Verhindern des Auftretens schwerer Krankheiten durch frühzeitige Erkennung und Behandlung (Frühtherapie)

Tertiäre Prävention:
– Verhinderung von Folgeschäden und Rückfällen/
Schadensbegrenzung: Vermeidung einer Verschlechterung bei eingetretener Erkrankung durch Verhinderung von Komplikationen bzw. durch rehabilitative Maßnahmen (zB in der Schule nach Ressourcen suchen)

Störungen der Sprachentwicklung

Psychosoziale Beslastungen im Jugenalter bei SES

Sprache als bedeutungsvolle Entwicklungsaufgabe

• Austausch von Gedanken und Gefühlen
• Bedürfnisse mitteilen

=>gesellschaftliche Teilhabe

30% der Kinder mit SES mit psychiatrischen Diagnosen:

1) Aufmerksamkeitsstörungen

– Defizite im Arbeitsgedächtnis & Zentrale Exekutive

-> Zusammenhang zw. SES und ADHS (aber! Ei und Henne-Problem)

2) Emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten

– erhöhtes Risiko für Angststörungen, Depression & Aggressivität

– Eingeschränkte Kommunikations- und Interaktionserfahrungen führen zudem zu niedrigem (sozialem) Selbstbewusstsein

3) Soziale Belastung

– höhere Stressbelastung

– Schwierigkeiten in der Interaktion mit Peers

– weniger gute, stabile Freundschaften

– Mobbing, Stigmatisierung

4) Familiäre Beslastungen

– Höhere Stress- und Depressionswerte bei Eltern
– Enttäuschungen und Aggressionsgefühle aufgrund der Entwicklungsschwierigkeiten

-> ungeduldiger, sprechen für das Kind

-> reduzieren die sprachlichen Anforderungen an sie

Störungen der Sprachentwicklung

Kompensation sprachlicher Defizite im Jugendalter

• Nonverbale Kommunikationstechniken
• Semantische Informationen zB umschreiben
• Vertraute, einfache Satzkonstruktionen
• Keine Variationen in den Satzstrukturen

Störungen der Sprachentwicklung

Erklärungsansätze zum Grammatikerwerb

Modulare Ansätze (Chomsky 1988, Pinker 1994, Slobin 1979) 

-> Annahme eines auf Grammatiklernen spezialisierten Moduls im Kind -> Nativismus

•  Epigenetischen Ansätze (Tomasello 2003)

-> das Kind erschließt sich die grammatischen Regeln anhand seiner vorhandenen
kognitiven Mechanismen der Infoverarbeitung

• Tomasello: Spracherwerb ist in erster Linie sozial-kulturelles Lernen, das von der Motivation des Kindes ausgeht

• Kinder nutzen für den Erwerb ihrer Muttersprache
Gehirnsysteme, die nicht spezifisch für den
Spracherwerb sind

Störungen der Sprachentwicklung

Verbzweistellungsregel (V2)

• Zentral: Verb steht im Hauptsatz immer an zweiter Stelle, egal welches Satzglied an erster Stelle steht (Außer bei Befehlen und Fragen)

Erwerb der V2-Regel ist abgeschlossen, wenn
– das Kind das flektierte Verb immer an die zweite Stelle positioniert, egal welches Element an erster Position steht
(Subjekt-Verb-Inversion)
– bei Äußerungen mit zwei Verbelementen finite Verben an
die zweite Position und infinite Verben an das Äußerungsende gestellt werden.
– zusammengesetzte Präfixverben aufgespalten werden und eine Verbklammer bilden

GED: – nur 50% der Vierjährigen erreichen das 90%-Kriterium

– mit 7 V2-Regel erworben

Clahsen: mit 3 vollständig erworben

Störungen der Sprachentwicklung

GED 4-9 vs. Clahsen

GED 4-9 Projekt:

• Grammatikerwerb deutschsprachiger Kinder zwischen vier und neun Jahren
• Forschungsprojekt der Uni Köln
• ca 1000 Kinder
• Testmaterial ESGRAF 4-8 zur Überprüfung der frühen und späten grammatischen Regeln

Grammatikerwerb nach Clahsen:

I.  Einwortäußerungen                                     (1;6)

II. Zweiwortäußerungen                                   (2;0)

III. Mehrwortäußerungen

     Erste Äußerungen mit Verb-Zweitstellung  (2;6)

IV. Erwerb der V2-Regel & S-V-Kontrollregel   (3;0)

V. Kasusmarkierungen im Akkusativ & Dativ

    erste subordinierte NS + VL                         (3;6)

• Die neueren Forschungsergebnisse gehen nicht vom
erstmaligen auftreten einer grammatischen Regel (im Gegensatz zu Clahsen)

• Um von einem abgeschlossenen Erwerb einer grammatischen Regel zu reden, muss das Kind in einer ausreichend großen Sprachprobe in mehr als 90% aller Kontexte, die diese Regel erfordern, korrekte Äußerungen liefern

Störungen der Sprachentwicklung

Kohäsionsmittel (sententiale Störungen)

Sprachliche Mittel, mit denen Beziehungen zwischen Sätzen ausgedrückt werden.

z.B.
• Pronomen (er, der, ihm, dieser)
• Pronominaladverbien (dort, dafür, so)
• Konjunktionen (sodass)
• Substitutionen (Klose=Torjäger=31-jähriger)

Störungen der Sprachentwicklung

Sententiale Störungen

Textverstehen      (vorgelesene Geschichten)

Diskursverstehen (frei erzählte Geschichten, Dialog, Witze)

Voraussetzungen:
• Syntaktisch-morphologisches Verständnis
• mentale Repräsentation/ Vorstellung des Gesagten – Konzeptwissen!
• Informationen im Text müssen zueinander in Beziehung gesetzt werden können -> mit Vorangegangenen und Weltwissen verknüpfen
-> innerer Sinneszusammenhang entsteht (Kohärenz)
-> Schlussfolgerungen die ein Hörer oder Leser aus
dem Text zieht (Inferenz)

-> Schwierigkeiten bei:

• Nachvollziehen von Handlungsaufträgen oder Handlungssträngen
• Satzübergreifende referentiellen Bezügen
• Pointen
• Textaufgaben im Mathematik- oder Sachunterricht
• Das sinnentnehmende Lesen, z.B. das schnelle Zugreifen auf Wortbedeutungen oder das Dekodieren von Sätzen

Beobachtbare Auffälligkeiten:

• spricht kommentierend, handlungsbegleitend, nicht mit kommunikativer Absicht,
• phrasenhaftes Sprechen (gelernte Ganzheiten)
• fragt nicht/selten
• häufige Ja-Antworten
• (Teil-) Repetitionen vorheriger Äußerungen des Gesprächspartners
• versteht z.B. keine Geschichten im Kindergarten: Langeweile, stören
• keine elaborierten Rollenspiele
• Schlüsselwortinterpretationen

Beispiel Textaufgabe Pirat/ Fußball

Störungen der Sprachentwicklung

Erscheinungsformen lexikalischer Störungen

A) Quantitative Defizite
– auf Konzept-/ Begriffsebene: Konzept-/ Begriffsarmut

– auf Wort-Ebene: Wortschatzarmut

B) Qualitative Defizite
– in der Speicherung der Wortbedeutungen
(semantische Repräsentation/ Lemma)

– in der Speicherung der Wortformen
(phonologische Repräsentation/ Wortform) -> Badewanneneffekt

– Im Abruf/ der Aktivierung von Wortbedeutung und/ oder
Wortform (semantisches/ phonologisches Abrufdefizit nach Glück)

Störungen der Sprachentwicklung

Verlauf des lexikalischen Erwerbs bei SES

Beeinträchtigte Wortlernfähigkeiten:
lexikalisch gestörten Kinder (5-9 Jahre) lernten lediglich 30% der Wörter, die die sprachunauffällige Kontrollgruppe lernte
-> Konsequenz: „Schereneffekt“

• Eingeschränkte Wortlernfähigkeiten – duale Speicher- und Abrufprobleme
• Eingeschränktes Wissen zu und Nutzen von semantischen Relationen
• Einschränkungen im Umgang mit lexikalischer Ambiguität
• Schwierigkeiten bei konkreten und abstrakten Wortbedeutungen

Kleinkindalter:
• Später Sprechbeginn
• SSES: Erste Wörter mit ca 23 Monaten
• Langsames WS-Wachstum
• Wortschatz-Spurt bleibt oft aus/ ist verlangsamt

Vorschulalter:
• geringer Wortschatzumfang
• Unzureichende Qualität der Wortbedeutungen und/ oder
• Unzureichende Qualität der Wortformen
• schlechtere Organisation und Vernetzung der Einträge
Modell „mentales Lexikon“ (Levelt 1989)
-> Schwierigkeiten im schnellen und genauen Zugriff auf Lexikoneinträge

Schulalter:
Lexikalische Störungen treten mit Beginn des Schriftspracherwerbs oft besonders deutlich
zutage, z.B. als:
– Wortfindungsstörungen
– Sententiale Störungen

Störungen der Sprachentwicklung

Erwerb semantisch-lexikalischer Fähigkeiten

Sprachverständnis:

– sympraktisches Verstehen: Wort in Handlung ohne Sinnverständnis (zb Kuckuck)

– synsemantisch: verstandene Wörter werden auf Personen/ Dinge bezogen

– semantisch: Merkmale werden zugeordnet

Prälexikalische Phase:

-Objektpermanenz, Konzepte

– Triangulieren, Gesten

Erste 50 Wörter:

– Verstehen: mit 8-10 Monaten

– Produzieren: mit 10-14 Monaten

– Protowörter, langsames Wachstum

Vokablespurt:

– mit 18-24 Monaten, produktiver Wortschatz wichtig

Ausdifferenzierung:

– Unter- & Überdehnungen

– erst ganheitliche Abspeicherung

-> Überwindung der phonologischen Prozesse

Weiterer Ausbau:

– syntaktischen Bootstrapping (gramm. Struktur gibt Hinweis auf Wortbedeutung)

– Ablösen der Wörter von konkreten Handlungssituationen

– LESEN ab ca 8 Jahren als wichtige Quelle für WS

Organisation:

zentrale Exekutive, Buffer, Phon. Schleife, sprachliches LZG

Gradient

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