Quanti 7-8

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Welche zehn Grundregeln der Frageformulierung gibt es?

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Welche vier Fragetypen gibt es?

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Was ist eine standardisierte Befragung (Survey) und was sind ihre Vor- und Nachteile?

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Welche Vor- und Nachteile haben Befragungen?

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Was ist der Non-Response-Bias?

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Wodurch ist die Kennwertverteilung in Stichproben gekennzeichnet?

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Was sind Kennwerte?

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Welche Probleme treten bei Quotenstichproben auf?

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Warum sind nicht-zufällige Stichproben problematisch?

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Was ist eine geschichtete Zufallsstichprobe?

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Was ist eine Klumpenstichprobe?

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Worin unterscheiden sich einstufige und mehrstufige Zufallsstichproben?

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Quanti 7-8

Welche zehn Grundregeln der Frageformulierung gibt es?

1. Kurz, verständlich, einfach

2. Hinreichend präzise

3. Neutrale Formulierungen

4. Keine Suggestivfragen

5. Keine doppelten Verneinungen

6. Eindimensionale Fragen

7. Keine falschen Prämissen

8. Keine hypothetischen Fragen

9. Auf Kontext der Frage achten

10. Sinnvolle Antwortkategorien

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Welche vier Fragetypen gibt es?

– Einstellungs- und Meinungsfragen (Ja, Nein)

– Überzeugungsfragen (Richtig, Falsch)

– Verhaltensfragen: Retrospektiv berichtetes Verhalten (Nie, Häufig)

– Eigenschaften (Familienstand, Alter)

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Was ist eine standardisierte Befragung (Survey) und was sind ihre Vor- und Nachteile?

– Alle Fragen werden allen Befragten gleich formuliert mit gleichen Antwortmöglichkeiten

– Neutralität des Interviewers

Vorteile

Objektiv und reliabel

Nachteile

– Datenerhebung nur zu vorher festgelegten Aspekten möglich, selbst Antwortkategorien vorher bestimmt

– Erfordert inhaltliches Wissen

– Deshalb oft qualitative Interviews 

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Welche Vor- und Nachteile haben Befragungen?

Vorteile

– Subjektive Tatbestände werden erfragt

– Ermöglicht Erfassungen vergangener Erfahrungen

– Vermittelt Informationen über schwer zu beobachtende Situationen

Nachteile

– Soziale Situation: Reaktive Erhebungstechnik und kognitiv anstrengend für Befragte

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Was ist der Non-Response-Bias?

– Zufälliger Non-Response ist kein Problem

– Meist ist Non-Response aber nicht zufällig: Nicht Befragbare (Kranke, Sprachprobleme), Schwer Erreichbare (Pendler) oder Verweigerer (Misstrauen, politische Einstellung)

– Folge: Verzerrte Stichprobe

– Bias = (1-A) * Unterschied Respondents und Non-Respondents

Beispiel:

– 25% Ausschöpfung
– Durchnschnittsalter Respondents 50 Jahre, Non Respondents 40 Jahre

– Durchschnittsalter um (1-0,25)*10 = 7,5 Jahre überschätzt

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Wodurch ist die Kennwertverteilung in Stichproben gekennzeichnet?

– Vertrauensintervall und damit Stichprobenfehler ist umgekehrt proportional zu Wurzel des Stichprobenumfangs (Wurzelgesetz)

– Soll die Schätzgenauigkeit verdoppelt werden (also Vertrauensintervall und Stichprobenfehler halbiert), muss Stichprobenumfang vervierfacht werden

– Wenn Schätzgenauigkeit vervierfacht werden soll, muss Stichprobenumfang ver16facht werden

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Was sind Kennwerte?

– Stichproben dienen dazu, Kennwerte wie Mittelwerte zu schätzen

– Je nach Stichprobe erhält man einen anderen Kennwert

– Meist liegt dieser etwas neben dem wahren Populationsparameter (Stichprobenfehler)

– Man kann deswegen Vertrauensintervalle bestimmen (zB 95% Konfidenzintervall: Enthält in 95% der Fälle den wahren Populationswert)

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Welche Probleme treten bei Quotenstichproben auf?

– Lediglich für quotierte Merkmale repräsentativ

– Studien zeigen geringe Korrelationen

– Inferenzstatistik wegen willkürlicher Auswahl nicht anwendbar, weil nicht geschichtet, meist selbstselektiert oder Bekannte des Interviewers

– Starker Anreiz zum Fälschen von Quotenmerkmalen

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Warum sind nicht-zufällige Stichproben problematisch?

– Verzerrungen nicht abschätzbar

– Nicht auf GG anwendbar

Willkürliche Auswahl

Wen man gerade erwischt

Bewusste Auswahl

Extremfälle, Typische Fälle, Schneeballverfahren

Quotenstichprobe

Stichprobe wird so konstruiert, dass gewisse Quoten den Verteilungen in der GG entsprechen

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Was ist eine geschichtete Zufallsstichprobe?

– In GG gibt es Schichten von Merkmalen, die relevant für Untersuchungsziel sind

– Vorteil: Präzisere Schätzung, wenn Schichten homogen sind im Hinblick auf interessierendes Merkmal (Schichtungseffekt)

– Proportionale (PPS-Sample) und disproportionale Stichproben möglich

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Was ist eine Klumpenstichprobe?

– Zufällige Ziehung von Klumpen (Bezirke, Schulen, Organisationen)

– Vorteil: Bei regionaler Streuung der GG

– Nachteil: Ungenauere Schätzung wenn Klumpen in sich homogen sind (Klumpeneffekt) und sich stark voneinander unterscheiden

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Worin unterscheiden sich einstufige und mehrstufige Zufallsstichproben?

Einstufig

– Einmalige Ziehung mit identischer Auswahlwahrscheinlichkeit

– Listenauswahl: Verzeichnis sämtlicher Einheiten, dann Zufallsziehung

– Random-Digit: Zufällig generierte Telefonnummern

Mehrstufig

– PPS-Sample: Probability Proportional to Size

– Auswahlwahrscheinlichkeit der Elemente auf ersten Stufen proportional zu Größe

– zB: Wahrscheinlichkeit der Gemeindeauswahl proportional zu Einwohnerzahl der Gemeinde

– Wenn aus allen Primäreinheiten (Gemeinden) gleiche Anzahl Sekundäreinheiten (Haushalten) gezogen wird, haben diese Erhebungseinheiten alle eine identische Auswahlwahrscheinlichkeit

– Bei disproportionalen Stichproben sind Gewichtungen erforderlich, um die unterschiedlichen Auswahlwahrscheinlichkeiten zu korrigieren

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