Handels- Und Gesellschaftsrecht an der LMU München | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Haftung der GbR

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TESTE DEIN WISSEN

§ 433 II BGB, § 124 I HGB analog

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TESTE DEIN WISSEN

§§ 128 S. 1, 130 I HGB analog


Persönliche Haftung der Gesellschafter, Haftung des eintretenden Gesellschafters 

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TESTE DEIN WISSEN

a) Anwendbarkeit § 128 S. 1, 130 I HGB analog
(+) nach h. M. §§ 128 S. 1, 130 HGB analog auf Außen GbR anwendbar
b) D ist neu eingetretener Gesellschafter der GbR
c) Verbindlichkeit entstand vor seinem Eintritt

d) Die im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Haftungsfreistellung hat gem. § 130 II HGB keine Wirkung gegenüber Dritten.
e) Einwendungen und Einreden der Gesellschaft, auf die sich D gem. § 129 HGB analog berufen könnte, sind nicht ersichtlich
Definition Einwendungen: alle Einwendungen und Einreden, z. B.Erfüllung

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TESTE DEIN WISSEN

Handlungsvollmacht gem. § 54 HGB

Unterscheidung im Umfang

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TESTE DEIN WISSEN

• Generalhandlungsvollmacht: bevollmächtigt zur Vornahme aller im Betrieb des Handelsgewerbes anfallenden Geschäfte

- nicht auf eine bestimmte Art von Geschäften oder ein bestimmtes Geschäft
beschränkt
- Alle anfallenden Geschäftsangelegenheiten

„alle Geschäfte und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines derartigen Handelsgewerbes gewöhnlich mit sich bringt“, §54 I a.E. HGB

• Arthandlungsvollmacht: auf eine bestimmte Art von Geschäften beschränkt (z.B. darf Getränke einkaufen)
• Spezialhandlungsvollmacht: auf ein bestimmtes Geschäft beschränkt (z.B. darf Cola für die Sommersaison einkaufen)



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TESTE DEIN WISSEN

Nacherfüllung gem. §§ 437
Nr.1, 439, 434, 433

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TESTE DEIN WISSEN

1.Wirksamer Kaufvertrag § 433
• Einigung: Zwei übereinstimmende WE, Angebot und Annahme, §§
145, 147 über ... zum Preis von €
• Keine Wirksamkeitshindernisse

2. Sachmangel, § 434 BGB
• Definition: Jede Abweichung der Ist- von der
Sollbeschaffenheit
(• Subsumtion: zumindest § 434 I 2 Nr. 2: (+), da nicht mehr für die gewöhnliche Verwendung
eignet, da ... und darüber hinaus
auch nicht die Beschaffenheit eines durchschnittlichen ... aufweist.)

3. Sachmangel bei Gefahrübergang
• § 446 S. 1 (+)

[an § 477 denken, hier brauchen wir die Beweislastumkehr nicht, da feststeht, dass der Mangel bei Gefahrübergang vorlag; außerdem ist § 477 mangels Verbrauchereigenschaft des Käufers nicht einschlägig]

4. Kein Ausschluss der Gewährleistungsrechte
Was wird an dieser Stelle geprüft?
a) Durch Vereinbarung (AGB oder Individualvertraglich)
• Evtl. Klausel unwirksam oder nicht richtig einbezogenAGB Kontrolle §§ 305 ff.
• Grenze evtl. § 444
• Beim Verbrauchsgüterkauf: an § 476 Abs. 1 denken
b) §442 I 1: Kenntnis des Käufers vom Mangel
c) §377 HGB

aa) Vorliegen eines beiderseitigen Handelskaufs, §§ 373 ff. HGB
(1) Wirksamer KV: ja, s.o.
(2) Kaufmannseigenschaft beider Parteien, §§ 1 ff. HGB
• K ist lt. SV auf seinen Antrag hin im Handelsregister eingetragen und
daher Kaufmann gem. § 2 HGB
• V betreibt ein großes Unternehmen, mit mehreren Angestellten, hohem
Gewinn und diversen Vertriebswegen, so dass er Kaufmann iSd.
§ 1 I,II HGB ist.
(3) Zum Betrieb des Handelsgewerbes gehörig, §§ 343, 344 HGB (+)

bb) Ablieferung der Ware durch den Verkäufer, § 377 I HGB: (+) am
28.04.2020
cc) Vorliegen eine Mangels i.S.v. § 434 BGB (+) vgl. o.
dd) Untersuchung des Mangels, § 377 I ? (-) Folge: grds: § 377 II

ee) Kein arglistiges Verschweigen des Mangels, § 377 V
HGB? bewusste Täuschung?

5. Wahlrecht des K gem. § 439 I zwischen Nachlieferung und Nachbesserung

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TESTE DEIN WISSEN

Anspruch K gegen V auf SE i.H.v. € 40,- aus § 376 I 1 2. Alt. HGB


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TESTE DEIN WISSEN

I. Voraussetzungen des § 376 I 1 HGB, liegen vor 

§ 376 I 1 HGB
Schema:
a) Wirksamer Handelskauf, §§ 373 ff. HGB (+)
b) Vereinbarung einer festbestimmten Leistungszeit,
sog. relatives Fixgeschäft (+)
c) Keine Lieferung zu dem vereinbarten Termin: ja. lt. SV
d) Rechtsfolge
II. Zusätzlich Voraussetzungen nach § 286 BGB:
1. Wirksames Schuldverhältnis: ja wirksamer KV zwischen K und V, s.o.
2. Schuldner leistet trotz Fälligkeit (§ 271 I) nicht: ja s. o.
3. Mahnung, § 286 I: nicht gegeben
4. Entbehrlichkeit der Mahnung
gem. § 286 II Nr. 1, weil für Leistung Zeit nach Kalender
(03.02.2020) bestimmt
5. Vermutung des Vertretenmüssen des Verzugs durch V gem. § 286 IV
III. Kausaler Schaden: Entgangener Gewinn i.H.v. € 40,-, Ersatz gem.
§ 252


Der Anspruch besteht.

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TESTE DEIN WISSEN

§ 376 I 2 HGB Fixhandelskauf


(Anspruch K gegen V auf Übergabe und Übereignung des Esspapiers aus § 433 I 1 BGB)

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TESTE DEIN WISSEN

Prüfung in

II. Anspruch erloschen

1. Unmöglichkeit gem §275 I

2. Fixhandelskauf § 376 I 2 HGB 

Schema:
a) Wirksamer Handelskauf, §§ 373 ff. HGB (+)

aa) Wirksamer Kaufvertrag, § 433 BGB
bb) Kaufmannseigenschaft mind. einer Partei, § 1 ff. HGB
cc) Zum Betrieb des Handelsgewerbes gehörig, §§ 343, 344
HGB
b) Vereinbarung einer festbestimmten Leistungszeit,
sog. relatives Fixgeschäft (+)

• Vereinbarung eines Termins
und
• wenn der Gläubiger sein besonderes Interesse an der termingerechten Leistung
sonst auf irgendeine Art und Weise kenntlich gemacht hat
• oder im kaufmännischen Bereich bei Verwendung einer anerkannten Fixklausel
(Fix, genau, präzise, pünktlich)
c) Keine Lieferung zu dem vereinbarten Termin: ja. lt. SV
d) Rechtsfolge

• Gläubiger kann Erfüllung nur verlangen, wenn sofort nach Ablauf der Zeit
angezeigt, dass er Erfüllung besteht
• Hier: keine entsprechende Anzeige des K nach Zeitablauf
• Folge: Erlöschen des Anspruchs aus § 433 I 1

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TESTE DEIN WISSEN

Prokura §§ 48 ff. HGB


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TESTE DEIN WISSEN

(1) Erteilung der Prokura § 48 I HGB:
(a) Vertretene ist Inhaberin eines Handelsgeschäfts
• K ist Kauffrau § 1 I,II HGB Großhändlerin
(b) Ausdrückliche Erklärung der Prokura durch K
• Mündliche Erteilung ist wirksam Formfreiheit
(c) P ist eine natürliche Person
(d) Eintragung in das Handelsregister und Bekanntmachung
gem. § 53 I HGB sind keine Wirksamkeitsvoraussetzungen
der Prokura

(2) Erlöschen der Prokura
• durch Widerruf gem. §§ 52 I HGB, 168 S. 3, 167 I, 171 II BGB am
01.05.2020
(3) Kann K sich auf den Widerruf gegenüber V berufen,
§ 15 I HGB


a) Eintragungspflichtige Tatsache? + § 53 III HGB
b) Weder im Handelsregister eingetragen noch
bekanntgemacht
c) „in ihren Angelegenheiten“ (+)
d) Gutgläubigkeit des V (+) keine Kenntnis
e) K kann sich nicht darauf berufen, dass P keine
Vertretungsmacht hatte.


(4) Umfang der Prokura, §§ 49, 50 HGB
• Grds. unbeschränkt. Keine Ausnahmen ersichtlich.

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TESTE DEIN WISSEN

Fixgeschäft

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TESTE DEIN WISSEN

"Wenn Vertrag mit Fristeinhaltung stehen oder fallen soll" 

<-> Abgrenzung zur einfachen Liefervereinbarung


Absolutes Fixgeschäft:

Gläubiger kann verspätete Leistung nicht mehr sinnvoll verwenden. Damit entsteht eine Unmöglichkeit gem § 275 I BGB


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TESTE DEIN WISSEN

GbR wirksam gem. §§ 705 ff. gegründet?

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TESTE DEIN WISSEN

a) Gesellschaftsvertrag zwischen mindestens zwei Personen
b) Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks
c) Förderung des Zwecks durch jede Partei

leisten Beiträge in Form von Arbeit und wohl auch Kapital
d) Wahrung des Subsidiaritätsgrundsatzes (kein
Handelsgewerbe, vgl. § 105 I HGB)
e) Folge: GbR als verpflichtungsfähiges Rechtssubjekt /
Teilrechtsfähigkeit der GbR gem. § 124 I HGB analog (gilt für die Außen-GbR)

(+) nach der heute herrschenden sog. Gruppenlehre Außen-GbR, wie die ABC-GbR, teilrechtsfähig und mögliche Partei eines Rechtsgeschäfts gem. § 124 I HGB analog

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TESTE DEIN WISSEN

C. Rücktrittsrecht K gegenüber V gemäß § 323 I

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TESTE DEIN WISSEN

(I.§ 323 I BGB ist neben § 376 I 1 Alt. 1 HGB anwendbar.)
II. Gegenseitiger Vertrag
• wirksamer KV zwischen K und V, s. o.
III. Schuldner erbringt fällige (§ 271 I) Leistung nicht
• V liefert nicht wie vereinbart am 03.02.2020, s. o.
IV. Fristsetzung § 323 I: nicht erfolgt
V. Entbehrlichkeit der Fristsetzung
• Gem. § 323 II Nr. 2: Vereinbarung eines festbestimmte Termins (relatives
Fixgeschäft)
VI. Kein Ausschluss des Rücktrittsrechts gem. §§ 323 V, VI ersichtlich

Das Rücktrittsrecht besteht.

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TESTE DEIN WISSEN

Zurechnung der WE
der P gem. § 164 I 1

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TESTE DEIN WISSEN

aa) eigene, wirksame WE

• Abgrenzung Botin eigener Entscheidungsspielraum

bb) Im Namen der K , § 164 I 1, 2

• Wahrung des Offenkundigkeitsprinzips

cc) Handeln mit Vertretungsmacht

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TESTE DEIN WISSEN

Handlungsvollmacht gem. § 54 HGB

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TESTE DEIN WISSEN

(a) Erteilung
• Erteilung nach BGB, insb. § 167
• Auch konkludent möglich
• Hier: zumindest „mit der Zeit“
(b) Erlöschensgründe

(c) Umfang
Unterscheiden, vgl. §54 I HGB

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Q:

Haftung der GbR

A:

§ 433 II BGB, § 124 I HGB analog

Q:

§§ 128 S. 1, 130 I HGB analog


Persönliche Haftung der Gesellschafter, Haftung des eintretenden Gesellschafters 

A:

a) Anwendbarkeit § 128 S. 1, 130 I HGB analog
(+) nach h. M. §§ 128 S. 1, 130 HGB analog auf Außen GbR anwendbar
b) D ist neu eingetretener Gesellschafter der GbR
c) Verbindlichkeit entstand vor seinem Eintritt

d) Die im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Haftungsfreistellung hat gem. § 130 II HGB keine Wirkung gegenüber Dritten.
e) Einwendungen und Einreden der Gesellschaft, auf die sich D gem. § 129 HGB analog berufen könnte, sind nicht ersichtlich
Definition Einwendungen: alle Einwendungen und Einreden, z. B.Erfüllung

Q:

Handlungsvollmacht gem. § 54 HGB

Unterscheidung im Umfang

A:

• Generalhandlungsvollmacht: bevollmächtigt zur Vornahme aller im Betrieb des Handelsgewerbes anfallenden Geschäfte

- nicht auf eine bestimmte Art von Geschäften oder ein bestimmtes Geschäft
beschränkt
- Alle anfallenden Geschäftsangelegenheiten

„alle Geschäfte und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines derartigen Handelsgewerbes gewöhnlich mit sich bringt“, §54 I a.E. HGB

• Arthandlungsvollmacht: auf eine bestimmte Art von Geschäften beschränkt (z.B. darf Getränke einkaufen)
• Spezialhandlungsvollmacht: auf ein bestimmtes Geschäft beschränkt (z.B. darf Cola für die Sommersaison einkaufen)



Q:

Nacherfüllung gem. §§ 437
Nr.1, 439, 434, 433

A:

1.Wirksamer Kaufvertrag § 433
• Einigung: Zwei übereinstimmende WE, Angebot und Annahme, §§
145, 147 über ... zum Preis von €
• Keine Wirksamkeitshindernisse

2. Sachmangel, § 434 BGB
• Definition: Jede Abweichung der Ist- von der
Sollbeschaffenheit
(• Subsumtion: zumindest § 434 I 2 Nr. 2: (+), da nicht mehr für die gewöhnliche Verwendung
eignet, da ... und darüber hinaus
auch nicht die Beschaffenheit eines durchschnittlichen ... aufweist.)

3. Sachmangel bei Gefahrübergang
• § 446 S. 1 (+)

[an § 477 denken, hier brauchen wir die Beweislastumkehr nicht, da feststeht, dass der Mangel bei Gefahrübergang vorlag; außerdem ist § 477 mangels Verbrauchereigenschaft des Käufers nicht einschlägig]

4. Kein Ausschluss der Gewährleistungsrechte
Was wird an dieser Stelle geprüft?
a) Durch Vereinbarung (AGB oder Individualvertraglich)
• Evtl. Klausel unwirksam oder nicht richtig einbezogenAGB Kontrolle §§ 305 ff.
• Grenze evtl. § 444
• Beim Verbrauchsgüterkauf: an § 476 Abs. 1 denken
b) §442 I 1: Kenntnis des Käufers vom Mangel
c) §377 HGB

aa) Vorliegen eines beiderseitigen Handelskaufs, §§ 373 ff. HGB
(1) Wirksamer KV: ja, s.o.
(2) Kaufmannseigenschaft beider Parteien, §§ 1 ff. HGB
• K ist lt. SV auf seinen Antrag hin im Handelsregister eingetragen und
daher Kaufmann gem. § 2 HGB
• V betreibt ein großes Unternehmen, mit mehreren Angestellten, hohem
Gewinn und diversen Vertriebswegen, so dass er Kaufmann iSd.
§ 1 I,II HGB ist.
(3) Zum Betrieb des Handelsgewerbes gehörig, §§ 343, 344 HGB (+)

bb) Ablieferung der Ware durch den Verkäufer, § 377 I HGB: (+) am
28.04.2020
cc) Vorliegen eine Mangels i.S.v. § 434 BGB (+) vgl. o.
dd) Untersuchung des Mangels, § 377 I ? (-) Folge: grds: § 377 II

ee) Kein arglistiges Verschweigen des Mangels, § 377 V
HGB? bewusste Täuschung?

5. Wahlrecht des K gem. § 439 I zwischen Nachlieferung und Nachbesserung

Q:

Anspruch K gegen V auf SE i.H.v. € 40,- aus § 376 I 1 2. Alt. HGB


A:

I. Voraussetzungen des § 376 I 1 HGB, liegen vor 

§ 376 I 1 HGB
Schema:
a) Wirksamer Handelskauf, §§ 373 ff. HGB (+)
b) Vereinbarung einer festbestimmten Leistungszeit,
sog. relatives Fixgeschäft (+)
c) Keine Lieferung zu dem vereinbarten Termin: ja. lt. SV
d) Rechtsfolge
II. Zusätzlich Voraussetzungen nach § 286 BGB:
1. Wirksames Schuldverhältnis: ja wirksamer KV zwischen K und V, s.o.
2. Schuldner leistet trotz Fälligkeit (§ 271 I) nicht: ja s. o.
3. Mahnung, § 286 I: nicht gegeben
4. Entbehrlichkeit der Mahnung
gem. § 286 II Nr. 1, weil für Leistung Zeit nach Kalender
(03.02.2020) bestimmt
5. Vermutung des Vertretenmüssen des Verzugs durch V gem. § 286 IV
III. Kausaler Schaden: Entgangener Gewinn i.H.v. € 40,-, Ersatz gem.
§ 252


Der Anspruch besteht.

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Q:

§ 376 I 2 HGB Fixhandelskauf


(Anspruch K gegen V auf Übergabe und Übereignung des Esspapiers aus § 433 I 1 BGB)

A:

Prüfung in

II. Anspruch erloschen

1. Unmöglichkeit gem §275 I

2. Fixhandelskauf § 376 I 2 HGB 

Schema:
a) Wirksamer Handelskauf, §§ 373 ff. HGB (+)

aa) Wirksamer Kaufvertrag, § 433 BGB
bb) Kaufmannseigenschaft mind. einer Partei, § 1 ff. HGB
cc) Zum Betrieb des Handelsgewerbes gehörig, §§ 343, 344
HGB
b) Vereinbarung einer festbestimmten Leistungszeit,
sog. relatives Fixgeschäft (+)

• Vereinbarung eines Termins
und
• wenn der Gläubiger sein besonderes Interesse an der termingerechten Leistung
sonst auf irgendeine Art und Weise kenntlich gemacht hat
• oder im kaufmännischen Bereich bei Verwendung einer anerkannten Fixklausel
(Fix, genau, präzise, pünktlich)
c) Keine Lieferung zu dem vereinbarten Termin: ja. lt. SV
d) Rechtsfolge

• Gläubiger kann Erfüllung nur verlangen, wenn sofort nach Ablauf der Zeit
angezeigt, dass er Erfüllung besteht
• Hier: keine entsprechende Anzeige des K nach Zeitablauf
• Folge: Erlöschen des Anspruchs aus § 433 I 1

Q:

Prokura §§ 48 ff. HGB


A:

(1) Erteilung der Prokura § 48 I HGB:
(a) Vertretene ist Inhaberin eines Handelsgeschäfts
• K ist Kauffrau § 1 I,II HGB Großhändlerin
(b) Ausdrückliche Erklärung der Prokura durch K
• Mündliche Erteilung ist wirksam Formfreiheit
(c) P ist eine natürliche Person
(d) Eintragung in das Handelsregister und Bekanntmachung
gem. § 53 I HGB sind keine Wirksamkeitsvoraussetzungen
der Prokura

(2) Erlöschen der Prokura
• durch Widerruf gem. §§ 52 I HGB, 168 S. 3, 167 I, 171 II BGB am
01.05.2020
(3) Kann K sich auf den Widerruf gegenüber V berufen,
§ 15 I HGB


a) Eintragungspflichtige Tatsache? + § 53 III HGB
b) Weder im Handelsregister eingetragen noch
bekanntgemacht
c) „in ihren Angelegenheiten“ (+)
d) Gutgläubigkeit des V (+) keine Kenntnis
e) K kann sich nicht darauf berufen, dass P keine
Vertretungsmacht hatte.


(4) Umfang der Prokura, §§ 49, 50 HGB
• Grds. unbeschränkt. Keine Ausnahmen ersichtlich.

Q:

Fixgeschäft

A:

"Wenn Vertrag mit Fristeinhaltung stehen oder fallen soll" 

<-> Abgrenzung zur einfachen Liefervereinbarung


Absolutes Fixgeschäft:

Gläubiger kann verspätete Leistung nicht mehr sinnvoll verwenden. Damit entsteht eine Unmöglichkeit gem § 275 I BGB


Q:

GbR wirksam gem. §§ 705 ff. gegründet?

A:

a) Gesellschaftsvertrag zwischen mindestens zwei Personen
b) Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks
c) Förderung des Zwecks durch jede Partei

leisten Beiträge in Form von Arbeit und wohl auch Kapital
d) Wahrung des Subsidiaritätsgrundsatzes (kein
Handelsgewerbe, vgl. § 105 I HGB)
e) Folge: GbR als verpflichtungsfähiges Rechtssubjekt /
Teilrechtsfähigkeit der GbR gem. § 124 I HGB analog (gilt für die Außen-GbR)

(+) nach der heute herrschenden sog. Gruppenlehre Außen-GbR, wie die ABC-GbR, teilrechtsfähig und mögliche Partei eines Rechtsgeschäfts gem. § 124 I HGB analog

Q:

C. Rücktrittsrecht K gegenüber V gemäß § 323 I

A:

(I.§ 323 I BGB ist neben § 376 I 1 Alt. 1 HGB anwendbar.)
II. Gegenseitiger Vertrag
• wirksamer KV zwischen K und V, s. o.
III. Schuldner erbringt fällige (§ 271 I) Leistung nicht
• V liefert nicht wie vereinbart am 03.02.2020, s. o.
IV. Fristsetzung § 323 I: nicht erfolgt
V. Entbehrlichkeit der Fristsetzung
• Gem. § 323 II Nr. 2: Vereinbarung eines festbestimmte Termins (relatives
Fixgeschäft)
VI. Kein Ausschluss des Rücktrittsrechts gem. §§ 323 V, VI ersichtlich

Das Rücktrittsrecht besteht.

Q:

Zurechnung der WE
der P gem. § 164 I 1

A:

aa) eigene, wirksame WE

• Abgrenzung Botin eigener Entscheidungsspielraum

bb) Im Namen der K , § 164 I 1, 2

• Wahrung des Offenkundigkeitsprinzips

cc) Handeln mit Vertretungsmacht

Q:

Handlungsvollmacht gem. § 54 HGB

A:

(a) Erteilung
• Erteilung nach BGB, insb. § 167
• Auch konkludent möglich
• Hier: zumindest „mit der Zeit“
(b) Erlöschensgründe

(c) Umfang
Unterscheiden, vgl. §54 I HGB

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