Dutton: Methoden BF BM an der LMU München

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Welche Funktionen hat institutionalisierte Bildung/Erziehung?

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Was sind die wichtigsten Grundannahmen Kurt Lewins?

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Was beschreibt der Begriff des Lebensraums nach Kurt Lewin?

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Was versteht Kurt Lewin unter Entwicklung?

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Kurt Lewin - Umweltmodell?

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Die Chicago Schule nach R.E.Park und E.W. Burgess prägt den Begriff der Humanökologie. Was bedeutet das?

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Chicago-Schule: Welche Funktionen haben Netzwerke / Subkulturen?

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Chicago-Schule: Sozio-historischer Hintergrund?

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In welche Gruppen unterscheidet William F. Whytes (Street Corner Society, 1943)?

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Urie Bronfenbrenner- Das sozialökologische Modell: Grundlagen?

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Urie Bronfenbrenner: Wie entwickelt sich das Individuum?

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Unterscheidung des Ökosystems nach Ebenen:

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Dutton: Methoden BF BM

Welche Funktionen hat institutionalisierte Bildung/Erziehung?

  • Sozialisation, Personalisation, Qualifikation (Eingliederung in die Gesellschaft; Bildung und Ausbildung des Individuums)
  • Selektion (Vergabe von Berechtigungen, Gültigkeit des Leistungsprinzips)
  • Legitimation des Zugangs zu Positionen und daraus resultierender Ungleichheiten

Dutton: Methoden BF BM

Was sind die wichtigsten Grundannahmen Kurt Lewins?

  • die Analyse des Verhaltens hat von der Gesamtsituation auszugehen
  • Erklärungsansatz = psychologisch ausgerichtet
  • jedem Verhalten liegen Kräfte zugrunde
  • Verhalten = eine Funktion des Feldes
  • Lebensraum (Summe aller Personen- und Umweltvariablen)

Dutton: Methoden BF BM

Was beschreibt der Begriff des Lebensraums nach Kurt Lewin?

  • Lebensraum beschreibt das Denken und Handeln einer Person in der realen Umwelt; Entwicklung eines differenzierten Verständnisses von Zeit im psychologischen Sinne, Trennung der Realitätsebene von der Irrealitätsebene (Pläne, Wünsche,...)
  • der Begriff physikalische und soziale Raum wird durch die subjektive Bedeutung zum Lebensraum, basiert objektiven Gegebenheiten
  • Verhalten und erleben als Resultate der verschiedenen zu einem Zeitpunkt wirksamen Kräfte

Dutton: Methoden BF BM

Was versteht Kurt Lewin unter Entwicklung?

  • Entwicklung= Voranschreiten von einem Lebensraum in den nächsten; =Ausdifferenzierung der Regionen des eigenen Lebensraums

Dutton: Methoden BF BM

Kurt Lewin - Umweltmodell?

  • Gliederung in Handlungsmöglichkeiten (Wege zu einem Ziel, Mittel-Zweck-Realtionen)
  • Umwelt als hodologischer Raum (Wege, Bewegung im Raum)

Dutton: Methoden BF BM

Die Chicago Schule nach R.E.Park und E.W. Burgess prägt den Begriff der Humanökologie. Was bedeutet das?

Humanökologie= Forschungsprogramm zur Lösung sozialer Probleme

  • Hintergrund= Meads Theorie des Symbolischen Interaktionismus und die biographische Methode
  • Städte sind keine losen Menschenansammlungen,sondern komplexe soziale Mechanismen (moderne humane Umwelten)

Dutton: Methoden BF BM

Chicago-Schule: Welche Funktionen haben Netzwerke / Subkulturen?

  • soziale Kontrolle, Definitionen von Verhaltensnormen
  • Inklusion/Exklusion
  • Konformität/Abweichung
  • Einbindung in soziale Netzwerke versus Isolation

Dutton: Methoden BF BM

Chicago-Schule: Sozio-historischer Hintergrund?

  • 1871 Brand von Chicago-->industrielle Metropole, Arbeitskräfte und Migranten kommen nach Chicago
  • Multikulturalität, Subkulturen (irisch, deutsch, jüdisch, skandinavisch, polnisch, italienisch)
  • Integrationsprobleme
  • organisierte Kriminalität und kommunale Politik sind verzahnt
  • Entwicklung des Konsumkapitalismus, Massenkonsum wird zur Lebensform
  • abweichendes Verhalten als Anpassen an die Konsumkultur (Kriminalität, Prostitution, Bandenbildung und Korruption)

Dutton: Methoden BF BM

In welche Gruppen unterscheidet William F. Whytes (Street Corner Society, 1943)?

  • College Boys (Individualismus, Leistungsorientierung, Bildung, langfristige Planung, argumentative Konfliktlösung, Mobilität)
  • Street-Corner-Boys (Kollektivismus, Anerkennung von Autorität und körperlicher Stärke, Solidarität, Ganghierarchie, kurzfristig ePlanung)

Dutton: Methoden BF BM

Urie Bronfenbrenner- Das sozialökologische Modell: Grundlagen?

  • systemisch- interaktionistisch
  • Postulat wechselseitiger Beeinflussung zwischen dem aktiven, sich entwickelndem Individuum und den wechselnden Eigenschaften seiner Umwelt
  • Entwicklung als fortschreitende gegenseitige Anpassung von Person und Umwelt (Lebensbereichen)
  • Annahme offener Entwicklungsverläufe
  • Fokus auf entwicklungsförderlichem potential von Lebensbereichen
  • Einbezug des Lebensraum-Begriffes, des ökologischen Settings

Dutton: Methoden BF BM

Urie Bronfenbrenner: Wie entwickelt sich das Individuum?

-indem es neue Settings kennenlernt und sein Wissen und Können auf diese neuen Settings anwendet

-Erwerb von Kompetenzen

-im ökologischen System sind die Teilsysteme ineinander verschachtelt und beeinflussen sich gegenseitig; die Elemente des Teilsystems beeinflussen sich ebenfalls gegenseitig (z.B.Geburt eines Kindes,...)

Dutton: Methoden BF BM

Unterscheidung des Ökosystems nach Ebenen:

1. Mikrosystem (unmittelbares System, in dem das Kind lebt, z.B. Familie; physikalische Eigenschaften wie Wohnverhältnisse; an konkrete Settings gebunden)

2. Mesosystem (zwei oder mehr Settings, denen das Individuum angehört; Wechselbeziehung zwischen Mikrosystem definieren das Mesosystem; Beispiel Zusammenspiel Kindergarten-Elternhaus)

3. Exosystem (Setting(s), denen das Kind nicht unmittelbar angehört, die aber indirekt die Entwicklung beeinflussen, z.B. Arbeitsplatz des Vaters)

4. Makrosystem (Gesamtheit aller Beziehungen einer Gesellschaft z.B. Normen, Werte, Gesetze, Ideologien.

(5. Chronosystem: markante Zeitpunkte in der Entwicklung)

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