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Lernmaterialien für Kulturgeschichte an der Leuphana Universität

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Woher kommt der Begriff der Evolution?

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Der Begriff kommt aus dem Lateinischen von evolvere, was so viel wie ausrollen oder entfalten bedeutet. Die Natur wird damit als lesbare Natur, die wie ein Text entfaltet und gelesen werden muss bezeichnet. Mitte des 18. Jahrhunderts bedeutet Evolution dann die Entfaltung aller im Keim schon existierenden Organe. Etwas später nach der franz. Revolution wurde Evolution zum Gegenbegriff von Revolution als langsamer, kaum merklicher und kontinuierlicher Prozess, in der sich die Natur selbst entwickelt.Ende des 18. Jahrhunderts wird der Begriff der Evolution dann zum ersten Mal von Virey im modernen Sinne verwendet als Transformation von Arten.

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Wie zeichnete sich die Evolutionstheorie von Richard Owen aus?

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Richard Owen war Anti-Lamarckist. Er ging davon aus, dass alle Tiere sich nach einem göttlichen Urplan entwickeln. Tiere sind für ihn veränderlich in dem Sinne, dass die auf ein Ziel hinarbeiten. Dabei gibt es einige Superarten wie der Dinosaurier als Superreptil, der von Gott erschaffen wurde um den britischen Menschen als Supermenschen vorauszugehen. Dabei wird sowohl der Dinosaurier als auch der Brite als höchstentwickelte Form angesehen, die sich nicht mehr verändern braucht. Dies hatte politische Konsequenzen, da so die Industrialisierung nicht mehr voranschreiten muss, dass Großbritannien laut Theorie ja schon am Ziel angelangt ist. 

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Worin besteht der Unterschied des Natur und Kulturverständnisses zwischen Bacon und dem Rousseauismus?

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Francis Bacon sieht die Aufgabe der Wissenschaften darin, die Natur mit Experimenten erfassbar zu machen um sie der Kultur zu unterwerfen und den Menschen mithilfe der Erkenntnis aus den Zwängen der Natur zu befreien. Dies soll in einer besseren Gesellschaft, einer Utopie als Inselstaat mit perfektem Staatsgebilde, resultieren, die in weiter Ferne liegt.


Im Rousseauismus ist die Utopie am gleichen Ort anzusiedeln - also nicht in der Ferne - in der Zukunft als ein der Natur entsprechender, harmonischer Zustand von Gesellschaft und Politik. Es geht also nicht um die Befreiung aus den Zwängen der Natur, sondern um die Vereinigung der Kultur mit der Natur und der Reflektion im Nicht-Ort um das zukünftige Handeln zu bestimmen.

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Was soll das Naturgemälde für Alexander von Humboldt leisten?

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Das Naturgemälde ist die Darstellung von Natur mit neuen Techniken und Künsten wie auch der künstlichen Selektion und Darstellung eines Totaleindrucks. Es wird in diesen Gemälden ein Ausschnitt genommen, der so gut sein soll, dass er das Ganze als Totaleindruck wiedergibt. Um dies zu schaffen soll das Unsichtbare sichtbar gemacht werden. Humboldt hatte hierbei Interesse die geschlossene Pflanzendecke darzustellen. Man kann von dieser auf die Bodenbeschaffenheit oder auch das Klima schließen und im Gemälde vervollständigen, was das Auge nicht sieht.

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Was ist der Inhalt von Lamarcks Transformationslehre und wenden sie diese auf ein Beispiel an?

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Die Transformationslehre von Jean Baptiste de Lamarck ist eine Determinationskette in 3 Schritten. Der erste Schritt ist die Veränderung der Umwelt oder Umstände. Diese führt im zweiten Schritt zu einer Änderung im Verhalten der Organismen: bestimmte Organe sterben ab, werden wichtiger oder entwickeln sich anders oder weiter. Im letzten Schritt wird dann das neue Verhalten auf die physiologische Grundstruktur der Organismen übertragen und der Körperbau verändert sich. Diese ganze Transformation von Organismen ergibt sich noch während der Lebenszeit eines Individuums und erworbene Merkmale und Fähigkeiten werden weitervererbt. Das berühmteste Beispiel hierfür ist das von Lamarck gewählte Giraffenbeispiel. Er erklärt sich den langen Hals von Giraffen in dem Sinne, das er über die Zeit länger wurde. Angewendet auf seine Transformationslehre meint er, dass es Änderungen in der Pflanzenwelt gegeben haben muss, dass sich im zweiten Schritt die Giraffen immer weiter nach den Blättern recken mussten und somit hat sich auch der Körperbau verändert und der Hals wurde länger und dieses neue Merkmal weitervererbt.

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Was ist der Nicht-Ort nach Jean Jacques Rousseau? 

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Als Nicht-Ort bezeichnet Jean Jacques Rousseau einen Ort, der für uns unmöglich zu erreichen ist, den wir aber konstruieren müssen, um einen Maßstab zu erhalten, an dem wir unsere Kultur messen. Der Nicht-Ort ist somit ein konstruiertes Außen im Inneren der eigenen Kultur. Er klammert die bekannten Verhältnisse ein und verschafft uns somit einen Blick auf die verdeckten Strukturen unserer Gesellschaft. Dieser Nicht-Ort ist die Natur.

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Warum hat Rousseau den Naturzustand des Menschen entworfen?

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Sein Entwurf des Naturzustandes des Menschen stammt aus dem Diskurs über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Dabei unterscheidet er zwei Arten von Ungleichheit: 

die natürliche oder physische Ungleichheit, die in der Natur begründet wird und in den Unterschieden der Lebensalter, der Gesundheit, der Kräfte des Körpers und der Eigenschaften des Geistes oder der Seele besteht.

Die andere Ungleichheit ist die moralische oder politische Ungleichheit, die von einer Art Konvention abhängt und durch die Zustimmung der Menschen begründet oder autorisiert wurde. Hierbei bestehen unterschiedliche Privilegien, die einige zum Nachteil der anderen genießen. Um den Grund und die Verbindung dieser beiden Ungleichheiten zu erörtern, muss man laut Rousseau an den Augenblick gehen, in dem die Natur dem Gesetz unterworfen wurde: der Naturzustand. Rousseau gibt aber zu, dass dieser lediglich ein Gedankenspiel ist, da der Mensch schon immer von etwas beeinflusst war, wie auch der erste Mensch unmittelbar von Gott beeinflusst wurde. 

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Auf welcher wissenschaftlichen Methode beruht das Novum Organon?

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Das Novum Organon beruht auf der Methode des Experiments.

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Warum versteht sich die französische Revolution als Revolution im Namen der Natur und wie rechtfertigte sie die angewendete Gewalt?

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Die französische Revolution sieht sich als progressive Bewegung, die sich auf das Gedankenexperiment von Rousseau zum Naturzustand beruft. Die Städte, besonders Paris, wurden als Marais (Sumpf) angesehen, welche Resultat der Monarchie und naturwidrig waren. Der Sumpf wurde als gefährlicher und korrumpierter Ort aristokratischen Privilegs gedeutet, der schädlich für Gesundheit und Moral der Menschen führte. Naturwidrig waren sie in dem Sinne, dass Sümpfe ursprünglich verbundene Flüsse separieren, somit als natürliche Räume. Die französische Revolution verstand sich im Dienst gegen die Sümpfe und somit der Natur, da sie alles widernatürliche beseitigen wollte. So wurde auch die Gewalt gerechtfertigt, weil sie als Naturgewalt mit reinigender Wirkung legitim für den guten Zweck war und den Kern des Neuen, der Revoltion in sich trug. 

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Welche sind die 2 Arbeitsstadien von Unger und Kuwasseg um einen Totaleindruck in der Kunst zu schaffen?

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Das erste Stadium des Arbeitens ist das Finden und die Rekonstruktion von fragmentarischen, fossilen Materialien. Der zweite Arbeitsschritt ist dann die Zusammenfassung aller Rekonstruktionen fossiler Lebewesen in einer landschaftlichen Einheit um vergangene Erdepochen einzufangen. Fossile und Artefakte sind oft sehr mangelhaft erhalten und so kann durch die Vervollständigung im Bild, diesen neues Leben eingehaucht werden und ein Totaleindurck erfasst werden.

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Worin liegen die Unterschiede zwischen dem barocken, französischen Garten und dem englischen Garten und welche Gesllschaftsform wird in ihnen implizit?

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Im barocken, französischen Garten ist alles geometrisch gegliedert. Alles soll in diesen Gärten perfekt aussehen von einer spiegelbildlichen Organisation bis zu begradigten Flussläufen. Der Garten ist gegliedert durch Parterre und Bruskett, welche beide so angelegt sind, dass sie nur von einem bestimmten Platz im Schloss richtig betrachtet werden können. Die Hauptachse des Gartens ist dabei zentral angeordnet und eine Spiegelachse. Mit dieser Anordnung ist eine Hierarchie zu beobachten, da eigentlich nur der König den Garten betrachten kann, wie er betrachtet werden soll. Daher ist auch die Gesellschaftsform des absolutistischen Frankreichs im französischen Garten implizit. 


Der englische Garten setzt im Gegensatz zum französischen Garten auf natürliche Unordnung. Man findet in diesen Gärten eine Dezentralisierung, die Wege schlängeln sich durch den Garten und ermöglichen eine Vielzahl von Perspektiven, die Flüsse sind nicht mehr begradigt und es sind weniger Blühpflanzen zu finden. Auch die Architektur ist anders, da auch antike, verfallene Gebäude in diesen Garten aufgebaut wurden, die die Vergänglichkeit der Natur und des Lebens symbolisieren sollten. Man merkt ziemlich leicht, dass hier nicht das absolutistische Frankreich implizit ist, sondern eine freiere Gesellschaft mit verschiedenen Standpunkten und Meinungen und Perspektiven.

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Was sagt Thoreau über Erfahrung und was passiert mit der Erfahrung, wenn wir sie verschriftlichen?

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Erfahrung ist bei Thoreau etwas fundamentales, was uns grundsätzlich verändert. Seine Grundannahme ist, dass jede Erkenntnis einer spezifischen Erfahrung zugrunde liegt und wir so indem wir durch Erfahrung Wissen generieren uns langsam selbst verändern. Texte definiert Thoreau als Übersetzungsleistung des Erfahrungswissens und somit Schreiben als grenzübergreifende Praxis. Thoreau will durch Schreiben Erfahrung unmittelbar erlebbar machen.

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Q:

Woher kommt der Begriff der Evolution?

A:

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen von evolvere, was so viel wie ausrollen oder entfalten bedeutet. Die Natur wird damit als lesbare Natur, die wie ein Text entfaltet und gelesen werden muss bezeichnet. Mitte des 18. Jahrhunderts bedeutet Evolution dann die Entfaltung aller im Keim schon existierenden Organe. Etwas später nach der franz. Revolution wurde Evolution zum Gegenbegriff von Revolution als langsamer, kaum merklicher und kontinuierlicher Prozess, in der sich die Natur selbst entwickelt.Ende des 18. Jahrhunderts wird der Begriff der Evolution dann zum ersten Mal von Virey im modernen Sinne verwendet als Transformation von Arten.

Q:

Wie zeichnete sich die Evolutionstheorie von Richard Owen aus?

A:

Richard Owen war Anti-Lamarckist. Er ging davon aus, dass alle Tiere sich nach einem göttlichen Urplan entwickeln. Tiere sind für ihn veränderlich in dem Sinne, dass die auf ein Ziel hinarbeiten. Dabei gibt es einige Superarten wie der Dinosaurier als Superreptil, der von Gott erschaffen wurde um den britischen Menschen als Supermenschen vorauszugehen. Dabei wird sowohl der Dinosaurier als auch der Brite als höchstentwickelte Form angesehen, die sich nicht mehr verändern braucht. Dies hatte politische Konsequenzen, da so die Industrialisierung nicht mehr voranschreiten muss, dass Großbritannien laut Theorie ja schon am Ziel angelangt ist. 

Q:

Worin besteht der Unterschied des Natur und Kulturverständnisses zwischen Bacon und dem Rousseauismus?

A:

Francis Bacon sieht die Aufgabe der Wissenschaften darin, die Natur mit Experimenten erfassbar zu machen um sie der Kultur zu unterwerfen und den Menschen mithilfe der Erkenntnis aus den Zwängen der Natur zu befreien. Dies soll in einer besseren Gesellschaft, einer Utopie als Inselstaat mit perfektem Staatsgebilde, resultieren, die in weiter Ferne liegt.


Im Rousseauismus ist die Utopie am gleichen Ort anzusiedeln - also nicht in der Ferne - in der Zukunft als ein der Natur entsprechender, harmonischer Zustand von Gesellschaft und Politik. Es geht also nicht um die Befreiung aus den Zwängen der Natur, sondern um die Vereinigung der Kultur mit der Natur und der Reflektion im Nicht-Ort um das zukünftige Handeln zu bestimmen.

Q:

Was soll das Naturgemälde für Alexander von Humboldt leisten?

A:

Das Naturgemälde ist die Darstellung von Natur mit neuen Techniken und Künsten wie auch der künstlichen Selektion und Darstellung eines Totaleindrucks. Es wird in diesen Gemälden ein Ausschnitt genommen, der so gut sein soll, dass er das Ganze als Totaleindruck wiedergibt. Um dies zu schaffen soll das Unsichtbare sichtbar gemacht werden. Humboldt hatte hierbei Interesse die geschlossene Pflanzendecke darzustellen. Man kann von dieser auf die Bodenbeschaffenheit oder auch das Klima schließen und im Gemälde vervollständigen, was das Auge nicht sieht.

Q:

Was ist der Inhalt von Lamarcks Transformationslehre und wenden sie diese auf ein Beispiel an?

A:

Die Transformationslehre von Jean Baptiste de Lamarck ist eine Determinationskette in 3 Schritten. Der erste Schritt ist die Veränderung der Umwelt oder Umstände. Diese führt im zweiten Schritt zu einer Änderung im Verhalten der Organismen: bestimmte Organe sterben ab, werden wichtiger oder entwickeln sich anders oder weiter. Im letzten Schritt wird dann das neue Verhalten auf die physiologische Grundstruktur der Organismen übertragen und der Körperbau verändert sich. Diese ganze Transformation von Organismen ergibt sich noch während der Lebenszeit eines Individuums und erworbene Merkmale und Fähigkeiten werden weitervererbt. Das berühmteste Beispiel hierfür ist das von Lamarck gewählte Giraffenbeispiel. Er erklärt sich den langen Hals von Giraffen in dem Sinne, das er über die Zeit länger wurde. Angewendet auf seine Transformationslehre meint er, dass es Änderungen in der Pflanzenwelt gegeben haben muss, dass sich im zweiten Schritt die Giraffen immer weiter nach den Blättern recken mussten und somit hat sich auch der Körperbau verändert und der Hals wurde länger und dieses neue Merkmal weitervererbt.

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Q:

Was ist der Nicht-Ort nach Jean Jacques Rousseau? 

A:

Als Nicht-Ort bezeichnet Jean Jacques Rousseau einen Ort, der für uns unmöglich zu erreichen ist, den wir aber konstruieren müssen, um einen Maßstab zu erhalten, an dem wir unsere Kultur messen. Der Nicht-Ort ist somit ein konstruiertes Außen im Inneren der eigenen Kultur. Er klammert die bekannten Verhältnisse ein und verschafft uns somit einen Blick auf die verdeckten Strukturen unserer Gesellschaft. Dieser Nicht-Ort ist die Natur.

Q:

Warum hat Rousseau den Naturzustand des Menschen entworfen?

A:

Sein Entwurf des Naturzustandes des Menschen stammt aus dem Diskurs über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Dabei unterscheidet er zwei Arten von Ungleichheit: 

die natürliche oder physische Ungleichheit, die in der Natur begründet wird und in den Unterschieden der Lebensalter, der Gesundheit, der Kräfte des Körpers und der Eigenschaften des Geistes oder der Seele besteht.

Die andere Ungleichheit ist die moralische oder politische Ungleichheit, die von einer Art Konvention abhängt und durch die Zustimmung der Menschen begründet oder autorisiert wurde. Hierbei bestehen unterschiedliche Privilegien, die einige zum Nachteil der anderen genießen. Um den Grund und die Verbindung dieser beiden Ungleichheiten zu erörtern, muss man laut Rousseau an den Augenblick gehen, in dem die Natur dem Gesetz unterworfen wurde: der Naturzustand. Rousseau gibt aber zu, dass dieser lediglich ein Gedankenspiel ist, da der Mensch schon immer von etwas beeinflusst war, wie auch der erste Mensch unmittelbar von Gott beeinflusst wurde. 

Q:

Auf welcher wissenschaftlichen Methode beruht das Novum Organon?

A:

Das Novum Organon beruht auf der Methode des Experiments.

Q:

Warum versteht sich die französische Revolution als Revolution im Namen der Natur und wie rechtfertigte sie die angewendete Gewalt?

A:

Die französische Revolution sieht sich als progressive Bewegung, die sich auf das Gedankenexperiment von Rousseau zum Naturzustand beruft. Die Städte, besonders Paris, wurden als Marais (Sumpf) angesehen, welche Resultat der Monarchie und naturwidrig waren. Der Sumpf wurde als gefährlicher und korrumpierter Ort aristokratischen Privilegs gedeutet, der schädlich für Gesundheit und Moral der Menschen führte. Naturwidrig waren sie in dem Sinne, dass Sümpfe ursprünglich verbundene Flüsse separieren, somit als natürliche Räume. Die französische Revolution verstand sich im Dienst gegen die Sümpfe und somit der Natur, da sie alles widernatürliche beseitigen wollte. So wurde auch die Gewalt gerechtfertigt, weil sie als Naturgewalt mit reinigender Wirkung legitim für den guten Zweck war und den Kern des Neuen, der Revoltion in sich trug. 

Q:

Welche sind die 2 Arbeitsstadien von Unger und Kuwasseg um einen Totaleindruck in der Kunst zu schaffen?

A:

Das erste Stadium des Arbeitens ist das Finden und die Rekonstruktion von fragmentarischen, fossilen Materialien. Der zweite Arbeitsschritt ist dann die Zusammenfassung aller Rekonstruktionen fossiler Lebewesen in einer landschaftlichen Einheit um vergangene Erdepochen einzufangen. Fossile und Artefakte sind oft sehr mangelhaft erhalten und so kann durch die Vervollständigung im Bild, diesen neues Leben eingehaucht werden und ein Totaleindurck erfasst werden.

Q:

Worin liegen die Unterschiede zwischen dem barocken, französischen Garten und dem englischen Garten und welche Gesllschaftsform wird in ihnen implizit?

A:

Im barocken, französischen Garten ist alles geometrisch gegliedert. Alles soll in diesen Gärten perfekt aussehen von einer spiegelbildlichen Organisation bis zu begradigten Flussläufen. Der Garten ist gegliedert durch Parterre und Bruskett, welche beide so angelegt sind, dass sie nur von einem bestimmten Platz im Schloss richtig betrachtet werden können. Die Hauptachse des Gartens ist dabei zentral angeordnet und eine Spiegelachse. Mit dieser Anordnung ist eine Hierarchie zu beobachten, da eigentlich nur der König den Garten betrachten kann, wie er betrachtet werden soll. Daher ist auch die Gesellschaftsform des absolutistischen Frankreichs im französischen Garten implizit. 


Der englische Garten setzt im Gegensatz zum französischen Garten auf natürliche Unordnung. Man findet in diesen Gärten eine Dezentralisierung, die Wege schlängeln sich durch den Garten und ermöglichen eine Vielzahl von Perspektiven, die Flüsse sind nicht mehr begradigt und es sind weniger Blühpflanzen zu finden. Auch die Architektur ist anders, da auch antike, verfallene Gebäude in diesen Garten aufgebaut wurden, die die Vergänglichkeit der Natur und des Lebens symbolisieren sollten. Man merkt ziemlich leicht, dass hier nicht das absolutistische Frankreich implizit ist, sondern eine freiere Gesellschaft mit verschiedenen Standpunkten und Meinungen und Perspektiven.

Q:

Was sagt Thoreau über Erfahrung und was passiert mit der Erfahrung, wenn wir sie verschriftlichen?

A:

Erfahrung ist bei Thoreau etwas fundamentales, was uns grundsätzlich verändert. Seine Grundannahme ist, dass jede Erkenntnis einer spezifischen Erfahrung zugrunde liegt und wir so indem wir durch Erfahrung Wissen generieren uns langsam selbst verändern. Texte definiert Thoreau als Übersetzungsleistung des Erfahrungswissens und somit Schreiben als grenzübergreifende Praxis. Thoreau will durch Schreiben Erfahrung unmittelbar erlebbar machen.

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