Sozial- Und Verhaltenswissenschaftliche Forschungsfelder an der Karlsruher Institut Für Technologie | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Forschungsfelder an der Karlsruher Institut für Technologie

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Dimensionen und Funktionen hat SK? Erläutern sie diese anhand des Sports

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Dimensionen:

     > Strukturell: soziale Netzwerke (Partizipation in Vereinen, Gruppen, Gemeinschaften)

     > Kulturell: Soziales Vertrauen, Normen, Sanktionen (pos/neg) (Teambuilding, gemeinsames Ziel)

 

Funktionen, die sich auf den unterschiedlichen Größen-Ebenen bewegen:

     > Bonding: Mikroebene à Enge Bindung mit Familie, engen Freunden (Teamkollegen)

     > Bridging: Mesoebene à Freunde von Freunden, Bekanntenkreis (Andere Mannschaften, Verein)

     > Linking: Makroebene à Verbindung bspw. über soziale Schichten hinweg (Verbindungen: Dachverbände)

         --> Nutzen daraus ziehen (beruht oft auf Gegenseitigkeit)

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Wie ist der Einfluss von SK auf die Gesundheit? Erläutern sie die Mechanismen, die hierbei zum Tragen kommen.

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- Forschung hat seit 1990er Jahren stark zugenommen, großer Einfluss konnte in Studien nachgewiesen werden

 

Kausale Mechanismen:

- Stressreduzierende Wirkung (bspw. Wissen über Rückhalt durch Familie & Freunde)

- Materielles Sicherheitsnetz (keine Sorge vor Bankrott --> weniger Stress --> pos. Auswirkungen auf Gesundheit; Zugang zu Wissen und Hilfe)

- Soziale Kontrolle (durch Familie/Freunde, die z.B. auf ein (Fehl)Verhalten aufmerksam machen)

- Verbesserte Institutionalisierung der Gesundheitsförderung (auf Makroebene)

- Netzwerke des Informationsaustausches fördern gesunde Lebensstile (Wissen über gesunde Ernährung…)

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Was beschreibt die „dunkle Seite“ von SK? Geben sie Beispiele aus dem Bereich von Sport und Bewegung.

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- Exkludierendes und grenzziehendes Potenzial von Sport

     > Obere vs. untere soziale Schichten (zieht sich teils auch durch Sportarten: Boxen vs. Golf, Tennis)

     > Rivalität zwischen Vereinen

     > Rivalisierende Fangruppen

     > Ethnische Grenzziehungsprozesse (Hetze gegen Gambier, der gefoult hat)

     > Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund (härtere Bestrafung bei Fouls, Affenlaute)

     > Ethnische Sportvereine (Türkgücü München, Aspis Taufkirchen) à Binnenintegration

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Kann durch Sport SK produziert werden? Nennen sie Beispiele auf individueller und organisationaler Ebene.

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Individuelle Ebene:

- Personen, die im Jugendsport organisiert sind, engagieren sich im Erwachsenenalter stärker in der Gemeinschaft

- Effekt des Jugendsports auf das gesellschaftliche Engagement im Erwachsenenalter bleibt über lebenslangen Zyklus bestehen

--> signifikante Assoziation zwischen Jugendsportteilnahme und Aktivitäten des gesellschaftlichen Engagement im Erwachsenenalter

 

Organisatorische Ebene

- soziales Kapital ist vor allem in formale geschäftliche Netzwerbeziehungen eingebettet, die sich um eine leitende 

  Führungsorganisation drehen

- geschäftliche Netzwerkverbindungen zeigten eine signifikante Interaktion mit persönlichen Beziehungen

- Event-Organisationen und gastgebende Gemeinde können Ressourcen des sozialen Kapitals für den Aufbau kooperativer Kapazitäten und einer nachhaltigen Netzwerkentwicklung nutzen

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Wo liegen die Ursprünge der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA)?

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- Königsberger Brückenproblem aus dem 18. Jhr.

     > Keine Möglichkeit jede Brücke nur einmal zu überqueren

     > da ungerade Anzahl von Kanten (Brücken) von den Knoten (Landstücke) weggeht

     à würde nur bei gerader Anzahl an Brücken gehen

     --> Unabhängiges, übertragbares Konzept

--> 1. Ursprung der Netzwerkanalyse

 

- American Football Soziogramm aus den 30er Jahren von Jakob L. Moreno

     > Erklärt soziales Verhalten durch Beziehungen

     > 1. Soziometrische Darstellung im Sport/Erste systematische Anwendung

--> 2. Ursprung der Netzwerkanalyse

 

- Blockmodellanalyse durch den Harvard-Strukturalismus, mehr Bedeutung seit 90ern („Harvard Breakthrough“)

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Welches sind die wichtigsten methodischen Konzepte der SNA?

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Zentralität

- beschreibt, ob ein Akteur in der Mitte oder peripher eines Netzwerks steht

- Formen: Degree Zentralität, Eigenvektor Zentralität, Closeness Zentralität, Betweeness Zentralität

 

Kohäsion

- beschreibt Zusammenhang, die Dichte eines Netzwerks

- beschreibt wie viele Beziehungen, der möglichen Beziehungen, realisiert sind

 

Rollen

- beschreibt ähnliche Netzwerkpositionen innerhalb eines Netzwerkes

 

Makro Strukturen

- Skalenfreie Netzwerke, Wer ist im Kern – Wer in der Peripherie?

 

Mikro Strukturen

- Reziprozität, Mehrfachtriaden, Triaden

- Kleinere Strukturen, berechenbar durch versch. Parameter

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Nennen sie Beispiele für sportartspezifische Knoten und Relationen.

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Individuelle Ebene:

- Knoten: Athleten, Trainer

- Relationen: Pässe/Schüsse, Spielerwechsel, Mannschaftszugehörigkeit, Beitritte in Teams, Leistungsunterschiede

 

Gruppe-/Organisationale Ebene:

- Knoten: Team, Verein, Verband, Anbieter, Sponsoren

- Relationen: Turniere zw. Teams, Summe von Heim- & Auswärtsspielen

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Welche Typen sozialer Netzwerke gibt es in der sportwissenschaftlichen Forschung und wodurch zeichnen sich diese aus? (*=nur im Sport zu finden)

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Competition Networks (inter event)*

- Spielergebnisse, Rankings, strukturelle Muster bspw. Two-mode NW

--> Relative Leistung oder strukturelle Schemata werden analysiert

 

Interaction Networks (intra event)*

- Spielelemente bspw. Pässe

- Beziehungen sind regelbasierte Elemente des Spiels

--> oft wird Effektivität analysiert

 

Inter-organizational Networks

- Zusammenarbeit zw. Sportanbietern/Vereinen/Eventorganisation

--> Netzwerkstrukturen zwischen Organisationen bspw. Auf kommunaler Ebene

 

Intra-organizational Networks

- Kommunikation im Team, mit dem Verein

- Netzwerkstrukturen innerhalb einer Organisation

 

Affiliation (Zugehörigkeit) Networks

- Mitgliedschafft in Organisationen, Partizipation an einem Event

--> Daten werden normalerweise als two-mode Netzwerke gesammelt

--> Zugehörigkeit von Akteuren mit der Gesamtheit der Akteure

 

Social Environments

- Unterstützung, Einfluss, etc.

--> sportlich-soziales Umfeld, in dem Akteure (Athleten, Teams, etc.) eingebettet sind

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Was besagen die Parameter eines Exponential Random Graph Models (ERGM) und wodurch unterscheiden sich netzwerkendogene und -exogene Parameter?

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- überprüft die Hypothesen zur Bildung Kooperationsbeziehungen

 

Netzwerkendogene Parameter: 

- von Netzwerk auf Umwelt wirkende Parameter

- basieren auf Beziehungen à relationale Daten

- lokale Mikrokonfigurationen

 

Strukturelle Parameter (netzwerkendogen) – Edge: Kante

     > Activity spread (Aktivitätsverteilung)(centralization/preferential attachment): 

         →Akteure bilden häufiger Beziehungen zu populären Akteuren

 

     > Multiple triangulation (closure/transitivity): 

         → RST-Organisationen kooperieren häufiger in Dreiecken

 

     > Multiple connectivity (bridging/brokerage): 

         → Kooperation im RST-Netzwerk basiert auf überbrückenden, kooperativen Akteuren/Organisationen

 

Netzwerkexogene Parameter: 

- von außen Einfluss auf Netzwerkbeziehungen

- keine relationale, nur attributive Daten

 

Attributive Parameter (netzwerkexogen)

     > „Ziel“ homophily → ähnliche Ziele bilden mehr Kooperationsbeziehungen untereinander aus

 

     > „Ziel“ activity

 

     > „Wichtigkeit“ homophily → wahrgenommene Wichtigkeit der Netzwerkbeteiligung

 

     > „Wichtigkeit“ activity → höhere wahrgenommene Wichtigkeit & Profitorientierung führen zu mehr Kooperationsbeziehungen


     > „Tätigkeitsbereich“ homophily

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Worin liegt der Vorteil netzwerkanalytischer Methoden gegenüber herkömmlichen Methoden quantitativer Sozialforschung?

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- Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ

- Personen identifizierbar durch ähnliche Netzwerkposition

- Ab Triade kann man von einem Netzwerk sprechen à Erkenntnisse können auf Gesellschaft übertragen werden

- vielfältige Anwendungsfelder / relationale Strukturen im Sport

- heterogene Akteure mit unterschiedlichen Organisationsformen können betrachtet und verglichen werden

- strukturelle & attributive Effekte können erhoben werden

- Strukturen können aufgedeckt werden

- Einfachere Vorhersage von Phänomenen

- Guter Überblick durch bildliche Darstellung

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Was lässt sich aus sozialökologischen Modellen für die Bewegungsförderung ableiten?

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- In sozialökologischen Modellen steht Individuum mit seinen Eigenschaften im Mittelpunkt

 

- Die Gesundheitsförderung umfasst Kombinationen von pädagogischen, politischen, regulatorischen und organisatorischen Unterstützungen für gesundheitsfördernde Verhaltens- und Umweltveränderungen

 

- Diese Veränderungen zur Bewegungsförderung können auf den verschiedenen Systemebenen des sozialökologischen Modells stattfinden:

 

Im Mikrosystem

     > 1. System: steht im direkten Umfeld des Individuums 

     → Familie, Schule, Freunde Gemeinde, gesundheitl. Versorgungs- und Vorsorgedienste

 

Im Mesosystem

     > 2. System: umhüllt Individuum mit seinem Mikrosystem 

     → Beziehung zum Elternhaus, zu Freunden

 

Im Exosystem

     > 3. System: umhüllt Individuum mit System 1 & 2 

     → Nachbarschaft, Sozialwesen, Medien, Industrie, Lokal- & Kommunalpolitik)

 

Im Makrosystem

     > 4. System: umhüllt Individuum mit allen Systemen 

     → Gesetze Vorschriften, Normen & Werte, Konventionen & Traditionen)

 

--> alles Faktoren die die Gesundheit und das Bewegungsverhalten des Individuums beeinflussen

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Was sind die wesentlichen Elemente des sozialen Kapitals (SK)?

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- SK bezieht sich auf Verbindungen zwischen Individuen, sozialen Netzwerken und Normen von Reziprozität (gegenseitige Hilfe) und Vertrauenswürdigkeit

- erlauben Teilnehmern zusammen effektiver zu arbeiten und gemeinsame Ziele zu verfolgen

- stellt eine bestehende oder potenzielle Ressource dar, welche durch gemeinsame Netzwerke entstehen und institutionalisierte Verbindungen zur (An)Erkennung und Bekanntschaft bilden

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Forschungsfelder Kurs an der Karlsruher Institut für Technologie - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welche Dimensionen und Funktionen hat SK? Erläutern sie diese anhand des Sports

A:

Dimensionen:

     > Strukturell: soziale Netzwerke (Partizipation in Vereinen, Gruppen, Gemeinschaften)

     > Kulturell: Soziales Vertrauen, Normen, Sanktionen (pos/neg) (Teambuilding, gemeinsames Ziel)

 

Funktionen, die sich auf den unterschiedlichen Größen-Ebenen bewegen:

     > Bonding: Mikroebene à Enge Bindung mit Familie, engen Freunden (Teamkollegen)

     > Bridging: Mesoebene à Freunde von Freunden, Bekanntenkreis (Andere Mannschaften, Verein)

     > Linking: Makroebene à Verbindung bspw. über soziale Schichten hinweg (Verbindungen: Dachverbände)

         --> Nutzen daraus ziehen (beruht oft auf Gegenseitigkeit)

Q:

Wie ist der Einfluss von SK auf die Gesundheit? Erläutern sie die Mechanismen, die hierbei zum Tragen kommen.

A:

- Forschung hat seit 1990er Jahren stark zugenommen, großer Einfluss konnte in Studien nachgewiesen werden

 

Kausale Mechanismen:

- Stressreduzierende Wirkung (bspw. Wissen über Rückhalt durch Familie & Freunde)

- Materielles Sicherheitsnetz (keine Sorge vor Bankrott --> weniger Stress --> pos. Auswirkungen auf Gesundheit; Zugang zu Wissen und Hilfe)

- Soziale Kontrolle (durch Familie/Freunde, die z.B. auf ein (Fehl)Verhalten aufmerksam machen)

- Verbesserte Institutionalisierung der Gesundheitsförderung (auf Makroebene)

- Netzwerke des Informationsaustausches fördern gesunde Lebensstile (Wissen über gesunde Ernährung…)

Q:

Was beschreibt die „dunkle Seite“ von SK? Geben sie Beispiele aus dem Bereich von Sport und Bewegung.

A:

- Exkludierendes und grenzziehendes Potenzial von Sport

     > Obere vs. untere soziale Schichten (zieht sich teils auch durch Sportarten: Boxen vs. Golf, Tennis)

     > Rivalität zwischen Vereinen

     > Rivalisierende Fangruppen

     > Ethnische Grenzziehungsprozesse (Hetze gegen Gambier, der gefoult hat)

     > Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund (härtere Bestrafung bei Fouls, Affenlaute)

     > Ethnische Sportvereine (Türkgücü München, Aspis Taufkirchen) à Binnenintegration

Q:

Kann durch Sport SK produziert werden? Nennen sie Beispiele auf individueller und organisationaler Ebene.

A:

Individuelle Ebene:

- Personen, die im Jugendsport organisiert sind, engagieren sich im Erwachsenenalter stärker in der Gemeinschaft

- Effekt des Jugendsports auf das gesellschaftliche Engagement im Erwachsenenalter bleibt über lebenslangen Zyklus bestehen

--> signifikante Assoziation zwischen Jugendsportteilnahme und Aktivitäten des gesellschaftlichen Engagement im Erwachsenenalter

 

Organisatorische Ebene

- soziales Kapital ist vor allem in formale geschäftliche Netzwerbeziehungen eingebettet, die sich um eine leitende 

  Führungsorganisation drehen

- geschäftliche Netzwerkverbindungen zeigten eine signifikante Interaktion mit persönlichen Beziehungen

- Event-Organisationen und gastgebende Gemeinde können Ressourcen des sozialen Kapitals für den Aufbau kooperativer Kapazitäten und einer nachhaltigen Netzwerkentwicklung nutzen

Q:

Wo liegen die Ursprünge der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA)?

A:

- Königsberger Brückenproblem aus dem 18. Jhr.

     > Keine Möglichkeit jede Brücke nur einmal zu überqueren

     > da ungerade Anzahl von Kanten (Brücken) von den Knoten (Landstücke) weggeht

     à würde nur bei gerader Anzahl an Brücken gehen

     --> Unabhängiges, übertragbares Konzept

--> 1. Ursprung der Netzwerkanalyse

 

- American Football Soziogramm aus den 30er Jahren von Jakob L. Moreno

     > Erklärt soziales Verhalten durch Beziehungen

     > 1. Soziometrische Darstellung im Sport/Erste systematische Anwendung

--> 2. Ursprung der Netzwerkanalyse

 

- Blockmodellanalyse durch den Harvard-Strukturalismus, mehr Bedeutung seit 90ern („Harvard Breakthrough“)

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Q:

Welches sind die wichtigsten methodischen Konzepte der SNA?

A:

Zentralität

- beschreibt, ob ein Akteur in der Mitte oder peripher eines Netzwerks steht

- Formen: Degree Zentralität, Eigenvektor Zentralität, Closeness Zentralität, Betweeness Zentralität

 

Kohäsion

- beschreibt Zusammenhang, die Dichte eines Netzwerks

- beschreibt wie viele Beziehungen, der möglichen Beziehungen, realisiert sind

 

Rollen

- beschreibt ähnliche Netzwerkpositionen innerhalb eines Netzwerkes

 

Makro Strukturen

- Skalenfreie Netzwerke, Wer ist im Kern – Wer in der Peripherie?

 

Mikro Strukturen

- Reziprozität, Mehrfachtriaden, Triaden

- Kleinere Strukturen, berechenbar durch versch. Parameter

Q:

Nennen sie Beispiele für sportartspezifische Knoten und Relationen.

A:

Individuelle Ebene:

- Knoten: Athleten, Trainer

- Relationen: Pässe/Schüsse, Spielerwechsel, Mannschaftszugehörigkeit, Beitritte in Teams, Leistungsunterschiede

 

Gruppe-/Organisationale Ebene:

- Knoten: Team, Verein, Verband, Anbieter, Sponsoren

- Relationen: Turniere zw. Teams, Summe von Heim- & Auswärtsspielen

Q:

Welche Typen sozialer Netzwerke gibt es in der sportwissenschaftlichen Forschung und wodurch zeichnen sich diese aus? (*=nur im Sport zu finden)

A:

Competition Networks (inter event)*

- Spielergebnisse, Rankings, strukturelle Muster bspw. Two-mode NW

--> Relative Leistung oder strukturelle Schemata werden analysiert

 

Interaction Networks (intra event)*

- Spielelemente bspw. Pässe

- Beziehungen sind regelbasierte Elemente des Spiels

--> oft wird Effektivität analysiert

 

Inter-organizational Networks

- Zusammenarbeit zw. Sportanbietern/Vereinen/Eventorganisation

--> Netzwerkstrukturen zwischen Organisationen bspw. Auf kommunaler Ebene

 

Intra-organizational Networks

- Kommunikation im Team, mit dem Verein

- Netzwerkstrukturen innerhalb einer Organisation

 

Affiliation (Zugehörigkeit) Networks

- Mitgliedschafft in Organisationen, Partizipation an einem Event

--> Daten werden normalerweise als two-mode Netzwerke gesammelt

--> Zugehörigkeit von Akteuren mit der Gesamtheit der Akteure

 

Social Environments

- Unterstützung, Einfluss, etc.

--> sportlich-soziales Umfeld, in dem Akteure (Athleten, Teams, etc.) eingebettet sind

Q:

Was besagen die Parameter eines Exponential Random Graph Models (ERGM) und wodurch unterscheiden sich netzwerkendogene und -exogene Parameter?

A:

- überprüft die Hypothesen zur Bildung Kooperationsbeziehungen

 

Netzwerkendogene Parameter: 

- von Netzwerk auf Umwelt wirkende Parameter

- basieren auf Beziehungen à relationale Daten

- lokale Mikrokonfigurationen

 

Strukturelle Parameter (netzwerkendogen) – Edge: Kante

     > Activity spread (Aktivitätsverteilung)(centralization/preferential attachment): 

         →Akteure bilden häufiger Beziehungen zu populären Akteuren

 

     > Multiple triangulation (closure/transitivity): 

         → RST-Organisationen kooperieren häufiger in Dreiecken

 

     > Multiple connectivity (bridging/brokerage): 

         → Kooperation im RST-Netzwerk basiert auf überbrückenden, kooperativen Akteuren/Organisationen

 

Netzwerkexogene Parameter: 

- von außen Einfluss auf Netzwerkbeziehungen

- keine relationale, nur attributive Daten

 

Attributive Parameter (netzwerkexogen)

     > „Ziel“ homophily → ähnliche Ziele bilden mehr Kooperationsbeziehungen untereinander aus

 

     > „Ziel“ activity

 

     > „Wichtigkeit“ homophily → wahrgenommene Wichtigkeit der Netzwerkbeteiligung

 

     > „Wichtigkeit“ activity → höhere wahrgenommene Wichtigkeit & Profitorientierung führen zu mehr Kooperationsbeziehungen


     > „Tätigkeitsbereich“ homophily

Q:

Worin liegt der Vorteil netzwerkanalytischer Methoden gegenüber herkömmlichen Methoden quantitativer Sozialforschung?

A:

- Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ

- Personen identifizierbar durch ähnliche Netzwerkposition

- Ab Triade kann man von einem Netzwerk sprechen à Erkenntnisse können auf Gesellschaft übertragen werden

- vielfältige Anwendungsfelder / relationale Strukturen im Sport

- heterogene Akteure mit unterschiedlichen Organisationsformen können betrachtet und verglichen werden

- strukturelle & attributive Effekte können erhoben werden

- Strukturen können aufgedeckt werden

- Einfachere Vorhersage von Phänomenen

- Guter Überblick durch bildliche Darstellung

Q:

Was lässt sich aus sozialökologischen Modellen für die Bewegungsförderung ableiten?

A:

- In sozialökologischen Modellen steht Individuum mit seinen Eigenschaften im Mittelpunkt

 

- Die Gesundheitsförderung umfasst Kombinationen von pädagogischen, politischen, regulatorischen und organisatorischen Unterstützungen für gesundheitsfördernde Verhaltens- und Umweltveränderungen

 

- Diese Veränderungen zur Bewegungsförderung können auf den verschiedenen Systemebenen des sozialökologischen Modells stattfinden:

 

Im Mikrosystem

     > 1. System: steht im direkten Umfeld des Individuums 

     → Familie, Schule, Freunde Gemeinde, gesundheitl. Versorgungs- und Vorsorgedienste

 

Im Mesosystem

     > 2. System: umhüllt Individuum mit seinem Mikrosystem 

     → Beziehung zum Elternhaus, zu Freunden

 

Im Exosystem

     > 3. System: umhüllt Individuum mit System 1 & 2 

     → Nachbarschaft, Sozialwesen, Medien, Industrie, Lokal- & Kommunalpolitik)

 

Im Makrosystem

     > 4. System: umhüllt Individuum mit allen Systemen 

     → Gesetze Vorschriften, Normen & Werte, Konventionen & Traditionen)

 

--> alles Faktoren die die Gesundheit und das Bewegungsverhalten des Individuums beeinflussen

Q:

Was sind die wesentlichen Elemente des sozialen Kapitals (SK)?

A:

- SK bezieht sich auf Verbindungen zwischen Individuen, sozialen Netzwerken und Normen von Reziprozität (gegenseitige Hilfe) und Vertrauenswürdigkeit

- erlauben Teilnehmern zusammen effektiver zu arbeiten und gemeinsame Ziele zu verfolgen

- stellt eine bestehende oder potenzielle Ressource dar, welche durch gemeinsame Netzwerke entstehen und institutionalisierte Verbindungen zur (An)Erkennung und Bekanntschaft bilden

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