Nachhaltigkeitskommunikation an der Justus-Liebig-Universität Gießen | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Nachhaltigkeitskommunikation an der Justus-Liebig-Universität Gießen

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Was wissen Sie über den Bericht "Grenzen des Wachstums"? 

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- Beginn der jüngeren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit nachhaltiger Entwicklung

- einige Prognosen des Berichts werden bereits heute bestätigt

- Studie sagte anhand der eintreffenden Prognosen globalen Kollaps  Mitte des 21. Jh. vorraus

- Bericht forderte 3 Prinzipien: 

  • Verbrauchsrate dürfe nicht die Erneuerungsrate natürlicher Ressourcen übersteigen
  • Verbrauchsrate nicht-erneuerbarer Ressourcen dürfe nicht die Rate übersteigen, mit der erneuerbare Ressourcen als Ersatz erschlossen werden
  • die Raten der Schadstoffemissionen dürfe nicht die Aufnahmefähigkeit der Umwelt für diese Schadstoffe übersteigen
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Was wissen Sie über den Brundtland-Bericht?

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- 1983 gründet UN Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED)

- Diese erstellte 1987 den Bericht "Our common Future" (oder Brundtland-Bericht) zur Erarbeitung langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus

- Ziele des Berichts 

  • dauerhaft Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen weltweit unter Berücksichtigung der Tragekapazität der natürlichen Umwelt
  • Verbindung der Konfliktlinien zwischen Umwelt- und Naturschutz, Armutsbekämpfung und Wirtschaftswachstum 
  • Begriff der nachhaltigen Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen 
  • Hervorheben des Aspekts dass globale Umweltprobleme hauptsächlich Resultat einer nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsgesellschaft sind

- Anlass des Berichts:

  • Veränderung der Emissionswerte und der damit einhergehenden Klimaveränderungen
  • rasanter Bevölkerungswachstum erhöht den Ressourcendruck 
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Was wissen Sie über den Rio-Gipfel?

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- 1992 Konferenz in Rio mit insgesamt 178 teilnehmenden Staaten

- Ziele:

  • Umwelt- und Entwicklungsanliegen zusammenbringen und sie in ein Abkommen überführen, das weltweit verbindlich ist
  • Weichen für eine weltweite, nachhaltige Entwicklung zu stellen 
  • Sensibilisierung des Menschen auf seine Abhängigkeit von der Umwelt
  • angepasstes Verhalten im Bezug auf Umweltveränderungen

- 6 Dokumente wurden unterzeichnet:

  • Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung
  • Klimaschutz-Konvention
  • Biodiversitätsdeklaration
  • Walddeklaration
  • Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung
  • Agenda 21

- Nach dem Gipfel wurde die Kommission für nachhaltige Entwicklung gegründet (CSD)

- Problematik wurde allerdings von den Ländern in Art und Intensität unterschiedlich umgesetzt

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Was wissen Sie über die Agenda 21?

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- ein Entwicklungs- und Umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21 Jh.

- thematisch in 4 Bereiche unterteilt:

  • soziale und wissenschaftliche Dimension (behandelte besagte Dimensionen mit den Aspekten Armutsbekämpfung, Bevölkerungsdynamik, Gesundheitsschutz und nachhaltige Siedlungsentwicklung
  • Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
  • Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen (die für die Umsetzung der Agenda von besonderer Bedeutung sind)
  • Möglichkeiten der Umsetzung  (finanziell und organisatorisch)
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Was wissen Sie über die Millennium-Entwicklungsziele?

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- am 9. September 2000 verfassten 193 Mitgliedsstaaten der UN diese 8 Entwicklungsziele

- Hauptanliegen war die globale Zukunftssicherung durch

  • Frieden, Sicherheit und Abrüsten
  • Entwicklung und Armutsbekämpfung
  • Schutz der gemeinsamen Umwelt
  • Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung 

- die 8 Entwicklungsziele:

  • Bekämpfung von extremer Armut und Hunger 
  • Primärschulbildung für alle
  • Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frau
  • Senkung der Kindersterblichkeit
  • Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern 
  • Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
  • ökologische Nachhaltigkeit
  • Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung
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Was wissen Sie über die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung?

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- im September 2015 von allen Mitgliedsstaaten der UN unterzeichnet und gilt weltweit

- Kernstück der Agenda ist ein ambitionierter Katalog mit 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs)

- 5 Kernbotschaften, die den SDGs handlungsleitend vorangestellt sind:

  • "5 P's"
  • People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership

- 5 Beispiele für SDGs: 

  • Weltweite Beendigung der Armut in allen ihre Formen
  • Reduzierung der Ungleichheiten zwischen und in Ländern
  • Sicherstellen nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen
  • Ergreifen dringender Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen
  • Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen für einer nachhaltige Entwicklung
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Definieren Sie Konstruktivismus und welche Folgen für die gesellschaftliche Diskussion über Klimawandel ergeben sich aus dieser Theorie?

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- Konstruktivismus geht davon aus, dass jeder Mensch sein gesamtes Erleben aufgrund interner Kriterien "konstruiert" 

- Erkenntnistheorie ist die Frage danach, wie Menschen Erkenntnisse bzw. Wissen erlangen (die internen Kriterien nach denen sie ihre Welt konstruieren

- jeder nimmt die Welt anders wahr und konstruiert sich eine eigene Realität

- Wahrnehmung der Welt ist also subjektiv und niemals eindeutig

- eine Richtigkeit der Wahrnehmungen kann nicht geprüft werden, da kein Vergleich zu einer objektiven Realität möglich ist

- Daraus folgt für die gesellschaftliche Diskussion über Klimawandel:

  • Kommunikation hat eine zentrale Rolle bei der Konstruktion gemeinsamer Wirklichkeiten
  • es gibt eine Diskrepanz zwischen den öffentlich behaupteten und individuell konstruierten Auffassungen
  • nicht alle Umweltprobleme werden von der Öffentlichkeit als solche erkannt
  • Umweltprobleme benötigen politische, soziale oder rechtliche Aufmerksamkeit
  • Umweltfragen von der gesellschaftlichen Agenda verschwinden und erscheinen wieder, aber nicht unbedingt, weil sie gelöst wurden
  • gesellschaftliche oder kulturelle Bedingungen beeinflussen die Konstruktion von Wissen und Werten
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Definieren Sie Framing und nennen Sie die vier Dimensionen, die verdeutlichen wie unterschiedlich Industrieakteure den Klimawandel nach Inga Schlichting framen.

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- Framing ist die kommunikatorische Darstellungsweise eines Sachverhaltes

- Frames sind also Deutungsmuster, die je nach Ausgestaltung zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung von Sachverhalten beitragen

- heißt: ein Sachverhalt kann durch unterschiedliche Darstellung anders wahrgenommen werden obwohl der Inhalt des Sachverhaltes gleich ist


4 Dimensionen nach Inga Schlichting:

  1. Das Problem wird benannt
  2. Ursachen werden diagnostiziert
  3. Das Problem wird moralisch bewertet 
  4. Handlungsempfehlungen werden gemacht

einer oder mehrere dieser Punkte kann zutreffen

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Nennen Sie drei Phasen des strategischen Framings zum Klimawandel in den 1990ern bis 2000ern und skizzieren Sie ihre Inhalte.

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1. Phase: Destruktion des Klimawandels als soziales Problem

  • Hauptangriffspunkt: wissenschaftliche Belege für den anthropogenen Klimawandel
  • Ziel: wissenschaftliche Legitimation klimapolitischer Steuerungsmaßnahmen nehmen
  • Investition erheblicher Summen in die Förderung klimaskeptischer Wissenschaftler 
  • diese Strategie erwies sich Mitte der 90er immer weniger als tragfähig, da immer mehr Befunde für anthropogenen Klimawandel entdeckt wurden -> Distanzierung vieler europäischer Industrieakteure von dieser Strategie
  • heute spielt diese Strategie keine tragende Rolle mehr

2. Phase: Delegitimation der Klimapolitik und Personalisierung der Risiken

  • Risiken der Klimapolitik rückten in der Vordergrund (insb. für den einzelnen US-Bürger)
  • Klimapolitik sei nicht global, Folgen des Klimawandel würde US-Bürger stärker treffen als Entwicklungsländer
  • Argument in Deutschland: hohe volkswirtschaftliche Kosten bei einer Abkehr von der Kohleindustrie

Phase 3: Selbstlegitimation der Industrie als Problemlöser

  • Industrie stellt sich als "grüner" Wachstumsmotor dar
  • Verknüpfung des Klimawandels mit der Entstehung neuer Absatzmärkte
  • im Gegensatz zu US-Konzernen investierten viele europäische Konzerne früh in "grüne" Technologien
  • Greenwashing von Unternehmen (Klimaschutz nur zur Imageaufbesserung und nicht im erforderlichen Rahmen)
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Welches Framing verfolgten die US-Industrien und welche die in Europa?

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US-Industrien

  • versuchten bis in die frühen 2000er den anthropogenen Klimawandel stark zu leugnen und in falsche Forschungen dafür zu investieren 
  • danach versuchten sie die Folgen des Klimawandels auf die einzelnen US-Bürger abzuwälzen 

europäische Industrien

  • kooperativer Kurs
  • fingen schon früh an sich selbst als Problemlöser des anthropogenen Klimawandels zu legitimieren und investierten eher in grüne Technologien
  • ließen früher von der Strategie des Verleugnung ab
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Nennen und erläutern Sie zwei soziokulturelle Faktoren, die das unterschiedliche Framing in der USA und Europa erklären.

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Das gesellschaftliche Werteset

  • europäische Unternehmen sahen aufgrund der ausgeprägten Nachhaltigkeitsorientierung der Europäer früh ihre gesamtgesellschaftliche Legitimation gefährdet
  • Unterordnung des Nachhaltigkeitsgedanken in den USA, Unternehmen legitimierten sich durch wirtschaftlichen Erfolg

Kultur der politischen Einflussnahme

  • in Europa herrschte ein Ideal der Kooperation
  • in den USA herrschte eher ein stark konfrontativer Charakter vor
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Was wissen Sie über das Carlowitz'  Wiederbewaldungsprinzip?

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- Ursprung in der Forstwirtschaft

- von Carl von Carlowitz 1713 

- Bäume die abgeholzt werden müssen auch nachgepflanzt werden

- wer allen Wald abholzt hat kurzfristig viel Holz aber in Zukunft nur sehr wenig (Nachhaltigkeit)

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Nachhaltigkeitskommunikation Kurs an der Justus-Liebig-Universität Gießen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was wissen Sie über den Bericht "Grenzen des Wachstums"? 

A:

- Beginn der jüngeren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit nachhaltiger Entwicklung

- einige Prognosen des Berichts werden bereits heute bestätigt

- Studie sagte anhand der eintreffenden Prognosen globalen Kollaps  Mitte des 21. Jh. vorraus

- Bericht forderte 3 Prinzipien: 

  • Verbrauchsrate dürfe nicht die Erneuerungsrate natürlicher Ressourcen übersteigen
  • Verbrauchsrate nicht-erneuerbarer Ressourcen dürfe nicht die Rate übersteigen, mit der erneuerbare Ressourcen als Ersatz erschlossen werden
  • die Raten der Schadstoffemissionen dürfe nicht die Aufnahmefähigkeit der Umwelt für diese Schadstoffe übersteigen
Q:

Was wissen Sie über den Brundtland-Bericht?

A:

- 1983 gründet UN Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED)

- Diese erstellte 1987 den Bericht "Our common Future" (oder Brundtland-Bericht) zur Erarbeitung langfristig tragfähiger, umweltschonender Entwicklung bis zum Jahr 2000 und darüber hinaus

- Ziele des Berichts 

  • dauerhaft Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen weltweit unter Berücksichtigung der Tragekapazität der natürlichen Umwelt
  • Verbindung der Konfliktlinien zwischen Umwelt- und Naturschutz, Armutsbekämpfung und Wirtschaftswachstum 
  • Begriff der nachhaltigen Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen 
  • Hervorheben des Aspekts dass globale Umweltprobleme hauptsächlich Resultat einer nicht-nachhaltigen Konsum- und Produktionsgesellschaft sind

- Anlass des Berichts:

  • Veränderung der Emissionswerte und der damit einhergehenden Klimaveränderungen
  • rasanter Bevölkerungswachstum erhöht den Ressourcendruck 
Q:

Was wissen Sie über den Rio-Gipfel?

A:

- 1992 Konferenz in Rio mit insgesamt 178 teilnehmenden Staaten

- Ziele:

  • Umwelt- und Entwicklungsanliegen zusammenbringen und sie in ein Abkommen überführen, das weltweit verbindlich ist
  • Weichen für eine weltweite, nachhaltige Entwicklung zu stellen 
  • Sensibilisierung des Menschen auf seine Abhängigkeit von der Umwelt
  • angepasstes Verhalten im Bezug auf Umweltveränderungen

- 6 Dokumente wurden unterzeichnet:

  • Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung
  • Klimaschutz-Konvention
  • Biodiversitätsdeklaration
  • Walddeklaration
  • Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung
  • Agenda 21

- Nach dem Gipfel wurde die Kommission für nachhaltige Entwicklung gegründet (CSD)

- Problematik wurde allerdings von den Ländern in Art und Intensität unterschiedlich umgesetzt

Q:

Was wissen Sie über die Agenda 21?

A:

- ein Entwicklungs- und Umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21 Jh.

- thematisch in 4 Bereiche unterteilt:

  • soziale und wissenschaftliche Dimension (behandelte besagte Dimensionen mit den Aspekten Armutsbekämpfung, Bevölkerungsdynamik, Gesundheitsschutz und nachhaltige Siedlungsentwicklung
  • Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
  • Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen (die für die Umsetzung der Agenda von besonderer Bedeutung sind)
  • Möglichkeiten der Umsetzung  (finanziell und organisatorisch)
Q:

Was wissen Sie über die Millennium-Entwicklungsziele?

A:

- am 9. September 2000 verfassten 193 Mitgliedsstaaten der UN diese 8 Entwicklungsziele

- Hauptanliegen war die globale Zukunftssicherung durch

  • Frieden, Sicherheit und Abrüsten
  • Entwicklung und Armutsbekämpfung
  • Schutz der gemeinsamen Umwelt
  • Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung 

- die 8 Entwicklungsziele:

  • Bekämpfung von extremer Armut und Hunger 
  • Primärschulbildung für alle
  • Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frau
  • Senkung der Kindersterblichkeit
  • Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern 
  • Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
  • ökologische Nachhaltigkeit
  • Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung
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Q:

Was wissen Sie über die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung?

A:

- im September 2015 von allen Mitgliedsstaaten der UN unterzeichnet und gilt weltweit

- Kernstück der Agenda ist ein ambitionierter Katalog mit 17 Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs)

- 5 Kernbotschaften, die den SDGs handlungsleitend vorangestellt sind:

  • "5 P's"
  • People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership

- 5 Beispiele für SDGs: 

  • Weltweite Beendigung der Armut in allen ihre Formen
  • Reduzierung der Ungleichheiten zwischen und in Ländern
  • Sicherstellen nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen
  • Ergreifen dringender Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen
  • Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen für einer nachhaltige Entwicklung
Q:

Definieren Sie Konstruktivismus und welche Folgen für die gesellschaftliche Diskussion über Klimawandel ergeben sich aus dieser Theorie?

A:

- Konstruktivismus geht davon aus, dass jeder Mensch sein gesamtes Erleben aufgrund interner Kriterien "konstruiert" 

- Erkenntnistheorie ist die Frage danach, wie Menschen Erkenntnisse bzw. Wissen erlangen (die internen Kriterien nach denen sie ihre Welt konstruieren

- jeder nimmt die Welt anders wahr und konstruiert sich eine eigene Realität

- Wahrnehmung der Welt ist also subjektiv und niemals eindeutig

- eine Richtigkeit der Wahrnehmungen kann nicht geprüft werden, da kein Vergleich zu einer objektiven Realität möglich ist

- Daraus folgt für die gesellschaftliche Diskussion über Klimawandel:

  • Kommunikation hat eine zentrale Rolle bei der Konstruktion gemeinsamer Wirklichkeiten
  • es gibt eine Diskrepanz zwischen den öffentlich behaupteten und individuell konstruierten Auffassungen
  • nicht alle Umweltprobleme werden von der Öffentlichkeit als solche erkannt
  • Umweltprobleme benötigen politische, soziale oder rechtliche Aufmerksamkeit
  • Umweltfragen von der gesellschaftlichen Agenda verschwinden und erscheinen wieder, aber nicht unbedingt, weil sie gelöst wurden
  • gesellschaftliche oder kulturelle Bedingungen beeinflussen die Konstruktion von Wissen und Werten
Q:

Definieren Sie Framing und nennen Sie die vier Dimensionen, die verdeutlichen wie unterschiedlich Industrieakteure den Klimawandel nach Inga Schlichting framen.

A:

- Framing ist die kommunikatorische Darstellungsweise eines Sachverhaltes

- Frames sind also Deutungsmuster, die je nach Ausgestaltung zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung von Sachverhalten beitragen

- heißt: ein Sachverhalt kann durch unterschiedliche Darstellung anders wahrgenommen werden obwohl der Inhalt des Sachverhaltes gleich ist


4 Dimensionen nach Inga Schlichting:

  1. Das Problem wird benannt
  2. Ursachen werden diagnostiziert
  3. Das Problem wird moralisch bewertet 
  4. Handlungsempfehlungen werden gemacht

einer oder mehrere dieser Punkte kann zutreffen

Q:

Nennen Sie drei Phasen des strategischen Framings zum Klimawandel in den 1990ern bis 2000ern und skizzieren Sie ihre Inhalte.

A:

1. Phase: Destruktion des Klimawandels als soziales Problem

  • Hauptangriffspunkt: wissenschaftliche Belege für den anthropogenen Klimawandel
  • Ziel: wissenschaftliche Legitimation klimapolitischer Steuerungsmaßnahmen nehmen
  • Investition erheblicher Summen in die Förderung klimaskeptischer Wissenschaftler 
  • diese Strategie erwies sich Mitte der 90er immer weniger als tragfähig, da immer mehr Befunde für anthropogenen Klimawandel entdeckt wurden -> Distanzierung vieler europäischer Industrieakteure von dieser Strategie
  • heute spielt diese Strategie keine tragende Rolle mehr

2. Phase: Delegitimation der Klimapolitik und Personalisierung der Risiken

  • Risiken der Klimapolitik rückten in der Vordergrund (insb. für den einzelnen US-Bürger)
  • Klimapolitik sei nicht global, Folgen des Klimawandel würde US-Bürger stärker treffen als Entwicklungsländer
  • Argument in Deutschland: hohe volkswirtschaftliche Kosten bei einer Abkehr von der Kohleindustrie

Phase 3: Selbstlegitimation der Industrie als Problemlöser

  • Industrie stellt sich als "grüner" Wachstumsmotor dar
  • Verknüpfung des Klimawandels mit der Entstehung neuer Absatzmärkte
  • im Gegensatz zu US-Konzernen investierten viele europäische Konzerne früh in "grüne" Technologien
  • Greenwashing von Unternehmen (Klimaschutz nur zur Imageaufbesserung und nicht im erforderlichen Rahmen)
Q:

Welches Framing verfolgten die US-Industrien und welche die in Europa?

A:

US-Industrien

  • versuchten bis in die frühen 2000er den anthropogenen Klimawandel stark zu leugnen und in falsche Forschungen dafür zu investieren 
  • danach versuchten sie die Folgen des Klimawandels auf die einzelnen US-Bürger abzuwälzen 

europäische Industrien

  • kooperativer Kurs
  • fingen schon früh an sich selbst als Problemlöser des anthropogenen Klimawandels zu legitimieren und investierten eher in grüne Technologien
  • ließen früher von der Strategie des Verleugnung ab
Q:

Nennen und erläutern Sie zwei soziokulturelle Faktoren, die das unterschiedliche Framing in der USA und Europa erklären.

A:

Das gesellschaftliche Werteset

  • europäische Unternehmen sahen aufgrund der ausgeprägten Nachhaltigkeitsorientierung der Europäer früh ihre gesamtgesellschaftliche Legitimation gefährdet
  • Unterordnung des Nachhaltigkeitsgedanken in den USA, Unternehmen legitimierten sich durch wirtschaftlichen Erfolg

Kultur der politischen Einflussnahme

  • in Europa herrschte ein Ideal der Kooperation
  • in den USA herrschte eher ein stark konfrontativer Charakter vor
Q:

Was wissen Sie über das Carlowitz'  Wiederbewaldungsprinzip?

A:

- Ursprung in der Forstwirtschaft

- von Carl von Carlowitz 1713 

- Bäume die abgeholzt werden müssen auch nachgepflanzt werden

- wer allen Wald abholzt hat kurzfristig viel Holz aber in Zukunft nur sehr wenig (Nachhaltigkeit)

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