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Lernmaterialien für Klinische Psychologie: Störungslehre an der IU Internationale Hochschule

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Was ist die schwere neurokotnitive Störung (Demenz)?

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Bei Personen, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind, zeigen sich Einbußen im Bereich der Kognition, die die Bewältigung des Alltags der Person zunehmend einschränken. Das bekannteste Merkmal stellt wohl der Verlust der Gedächtnisleistung dar, wobei verschiedene weitere Symptome auftreten. Betroffene weisen bspw. Einschränkungen im abstrakten Denkvermögen, Sprachstörungen und Sprachverarmung auf. Auf der psychischen Ebene ist häufig eine depressive Symptomatik zu beobachten. Zudem können Verflachungen des Affekts, Störungen der Impulskontrolle sowie psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahnvorstellungen) auftreten. Die Prävalenz der Demenz steigt mit zunehmendem Alter. Die Schätzungen der Gesamtprävalenz von Demenz liegen bei etwa 1–2 % im Alter von 65 Jahren und bis zum Alter von 85 Jahren sogar bei 30 %. Im Hinblick auf die Diagnose ist es bedeutsam zu erwähnen, dass sich bei den meisten Personen (ca. 90 %), welche die Diagnose einer leichten kognitiven Störung erhalten, keine Demenz entwickelt.


Abhängig von der Ursache können verschiedene Demenzformen differenziert werden, die unterschiedliche Verläufe aufweisen (z. B. progredient, gleichbleibend, remittierend). Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform, die sich über mehrere Jahre schleichend entwickelt und bei ca. 80 % der Demenzbetroffenen auftritt.

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Welche Aussagen trifft die Pathologie im Bezug zur Alzheimer-Demenz?

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  • ist eine neurodegenerative Erkrankung, 
  • es bilden sich im Gehirn kleine, runde beta-amyloide Proteinablagerungen an den Außenseiten der Neuronen, sog. Plaques, v. a. im Bereich des frontalen Kortex
    -> tragen zur Entstehung von Entzündungen bei, die weitere Veränderungen im Gehirn auslösen
  • es entstehen Neurofibrillenbündel, aus Tau-Proteinen der Nervenaxone bestehende verknäulte Proteinfäden, die v. a. im Hippocampus auftreten und sich im Verlauf der Zeit im gesamten Gehirn ausbreiten 
  • Im Frühstadium der Erkrankung liegt außerdem eine Reduktion der Acetylcholinrezeptoren (Ach) und der acetylcholinergen und glutamatergen Neurone vor, die im Verlauf der Erkrankung zunächst zu einem Schrumpfen des entorhinalen Kortex, dann des Hippocampus, Frontal-, Temporal- und Parietallappen führen
  • es treten kleine Löcher im Nervengewebe, sog. Vakuolen, auf
  • Das Cerebellum, das Rückenmark, motorische und sensorische Areale des Kortex sind von diesen neurodegenerativen Veränderungen weniger betroffen, sodass Betroffene auf körperlicher Ebene lange Zeit, sogar bis ins Spätstadium der Erkrankung, unauffällig bleiben
  • Die dargestellten neurodegenerativen Prozesse im Gehirn setzen bereits zehn bis 20 Jahre vor dem Eintreten der kognitiven Defizite ein 
  • Die Diagnose der Alzheimer-Demenz erfolgt auf Basis einer gründlichen klinischen Begutachtung des Patienten, kann jedoch erst nach dem Tod durch die Autopsie des Gehirns der Betroffenen eindeutig bestätigt werden
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Was sind Vaskuläre Demenzen?

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Vaskuläre Demenzen werden durch zerebrovaskuläre Erkrankungen (z. B. Schlaganfälle und Blutgerinnsel im Gehirn) ausgelöst, die mit einer Unterbrechung der Blutversorgung einhergehen. In der Folge degenerieren Nervenzellen im Gehirn und Hohlräume entstehen.

Mit zunehmender Anzahl an Schlaganfällen erhöht sich das Risiko einer Demenz. Vaskuläre Demenzen treten häufig nach dem 50. Lebensjahr und eher bei Männern als bei Frauen auf. Insgesamt sind vaskuläre Demenzen deutlich seltener, werden aufgrund hoher Überschneidungen in der Symptomatik jedoch häufig mit der Alzheimer-Demenz verwechselt. Ungefähr 20 % der Demenz-Erkrankungen, die nach dem 65. Lebensjahr auftreten, sind vaskuläre Demenzen. Der Verlauf ist kürzer, da Betroffene häufig durch Begleiterkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) versterben. Zentrale Risikofaktoren sind wie bei den kardiovaskulären Erkrankungen ein hoher Cholesterinspiegel, Zigarettenrauchen sowie erhöhter Blutdruck. Da unterschiedliche Hirnregionen betroffen sein können, fällt auch die Symptomatik von Patient zu Patient höchst unterschiedlich aus. Trotz aufwendiger Behandlung ist die Prognose positiver als bei der Alzheimer-Demenz, da mehr medizinische Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind.

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Welche Psychologischen Faktoren spielen bei einer Abhängigkeit eine Rolle?

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Ein relevanter psychologischer Faktor für den Konsum einer psychotropen Substanz ist die damit einhergehende Verbesserung der Stimmungslage. Studien konnten bspw. einen anxiolytischen Effekt von Alkohol zeigen. In einer längsschnittlichen Untersuchung rauchten die Jugendlichen vermehrt, die eine höhere Anzahl negativer Affekte und negativer Ereignisse erlebt hatten. Perkins et al. (2008) konnten jedoch zeigen, dass weniger das Nikotin als vielmehr das Inhalieren des Rauchs zu einer Reduktion negativer Affekte führt.

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Was besagt die Genetik im bezug auf die Alzheimer-Demenz?

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In Zwillingsstudien liegt die Erblichkeit der Alzheimer-Demenz bei etwa 75 %. Bisher wurde eine Reihe verschiedener Gene identifiziert, die insgesamt ca. 20 % der Varianz der Erkrankung erklären können. Eine spezifische Ausprägung (ε4) des ApoE(Apolipoprotein E)- Gens auf Chromosom 19 ist der größte bislang ermittelte genetische Risikofaktor, der mit einer späten Erstmanifestation („late-onset“) der Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht werden konnte. Studien konnten zeigen, dass das ε4-Allel im Vergleich zur Normalbevölkerung mit einem zweifach erhöhten Lebenszeitrisiko für das Auftreten der Alzheimer-Demenz einhergeht und ein schnelleres Fortschreiten der Erkrankung bewirkt. Bereits lange bevor Symptome der Alzheimer-Demenz sichtbar werden, werden bei Menschen mit einer homozygoten Ausprägung des ε4-Allels offenbar zu viele beta-amyloide Plaques produziert. Dennoch erkranken nicht alle Personen, die ein erhöhtes erbliches Risiko durch das ApoE-Gen in sich tragen, an der Alzheimer-Demenz. Ein Zusammenspiel aus weiteren genetischen Faktoren und günstigen Umweltbedingungen (z. B. ausgewogene Ernährung) kann das Erkrankungsrisiko reduzieren.

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Welche Umweltfaktoren haben Einfluss auf die Alzheimer-Demenz?

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  • Umweltfaktroen und der individuelle Lebensstil kann das Erkrankungsrisiko beeinflussen
  • Rauchen, Übergewicht, geringe soziale Unterstützung, Depression und Einsamkeit werden mit einem erhöhten Alzheimer-Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht
  • mediterrane Ernährung, Sport, Bildung und ausgeprägte kognitive Fähigkeiten werden mit einem verringerten Risiko assoziiert
  • Umweltbezogene Risikofaktoren für den Ausbruch der Erkrankung sind Schädel-Hirn-Traumata, Nikotin-Konsum sowie hohe Cholesterinwerte, wobei letztere Entzündungen hervorrufen, die neurodegenerative Erkrankungen auslösen können.
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Welche 3 Annahmen wurden aus Siemund Freuds Arbeiten abgeleitet und sind heute noch anerkannt?

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  1. Kindheitserfahrungen beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung und -bildung des Erwachsenen, wobei heute v. a. Eltern-Kind-Beziehungen im Vordergrund der klinischen Praxis stehen. 
  2. Menschliches Verhalten wird von unbewussten Prozessen beeinflusst. 
  3. Ursachen und Zweck menschlichen Handelns sind nicht immer offenkundig und erfordern die Bereitschaft, hinter die Fassade zu blicken
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Welche Aufgaben, deckt die Epidemiologie im Bereich der Klinischen Psychologie und Psychotherapie ab?

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  1. Feststellung der Häufigkeit psychischer Störungen, 
  2. Verbesserung ihrer Definition (deskriptive Epidemiologie und Psychopathologie),
  3. Bewertung des Versorgungssystems und des Versorgungsbedarfs, 
  4. Untersuchung der Ursache (Ätiologie) und der Entwicklung (Genese) psychischer Störungen sowie 
  5. Ableitung von Maßnahmen im Hinblick auf Prävention, Therapie, Gesundheitsförderung und Rehabilitation.
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Erkläre den Grundbegriff Inzidenz

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Inzidenz: bezeichnet die Häufigkeit der Neuerkrankungen an einer Störun innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. 12-Monats-Inzidenz). Läge die 12-Monats-Inzidenz einer bipolaren Störung bei 5 %, so würde dies also bedeuten, dass innerhalb eines Jahres 5 % der Bevölkerung an der Störung neu erkrankt sind.

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Wie sieht die Epidemiologie bei Alkohol aus?

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  • Alkohol ist die Substanz, die am häufigsten missbräuchlich konsumiert wird
  • in einer Studie gab jeder siebte Erwachsene (14,2 %) an, innerhalb der vergangenen 30 Tage einen riskanten Alkoholkonsum (> 12 bzw. 24 Gramm Reinalkohol pro Tag in den vergangenen 30 Tagen für Frauen bzw. Männer) gezeigt zu haben
  • insgesamt ist der regelmäßige Konsum (mind. 1x die Woche) von Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren von 21,2 % auf 8,7 % gesunken
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Welches Problem stellt sich bei der dauer der Persönlichkeitsstörung dar?

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  • sind häufig nicht über das gesamte leben vorhanden
  • 99 % erfüllten nach fast 2 Jahren nicht mehr die Kriterien
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung: höher Rückgang der Symptomatik schizotypische Persönlichkeitsstörung: deutlich seltenere Remission
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Was ist die rational-emotive Therapie?

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Albert Ellis entwickelte die sog. rational-emotive Therapie, die davon ausgeht, dass die Gedanken der Menschen über sich selbst (z. B. „Ich sollte/muss dies oder jenes perfekt erledigen.“) auf irrationalen und dysfunktionalen Überzeugungen beruhen, die negative emotionale Reaktionen auslösen können. Ellis zufolge ergeben sich verschiedene psychische Belastungen langfristig aus unrealistischen „Soll-“ und „Muss-Forderungen“, die eine Person an sich und ihre Umwelt stellt.

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  • 811443 Karteikarten
  • 16345 Studierende
  • 436 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Klinische Psychologie: Störungslehre Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was ist die schwere neurokotnitive Störung (Demenz)?

A:

Bei Personen, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind, zeigen sich Einbußen im Bereich der Kognition, die die Bewältigung des Alltags der Person zunehmend einschränken. Das bekannteste Merkmal stellt wohl der Verlust der Gedächtnisleistung dar, wobei verschiedene weitere Symptome auftreten. Betroffene weisen bspw. Einschränkungen im abstrakten Denkvermögen, Sprachstörungen und Sprachverarmung auf. Auf der psychischen Ebene ist häufig eine depressive Symptomatik zu beobachten. Zudem können Verflachungen des Affekts, Störungen der Impulskontrolle sowie psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahnvorstellungen) auftreten. Die Prävalenz der Demenz steigt mit zunehmendem Alter. Die Schätzungen der Gesamtprävalenz von Demenz liegen bei etwa 1–2 % im Alter von 65 Jahren und bis zum Alter von 85 Jahren sogar bei 30 %. Im Hinblick auf die Diagnose ist es bedeutsam zu erwähnen, dass sich bei den meisten Personen (ca. 90 %), welche die Diagnose einer leichten kognitiven Störung erhalten, keine Demenz entwickelt.


Abhängig von der Ursache können verschiedene Demenzformen differenziert werden, die unterschiedliche Verläufe aufweisen (z. B. progredient, gleichbleibend, remittierend). Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform, die sich über mehrere Jahre schleichend entwickelt und bei ca. 80 % der Demenzbetroffenen auftritt.

Q:

Welche Aussagen trifft die Pathologie im Bezug zur Alzheimer-Demenz?

A:
  • ist eine neurodegenerative Erkrankung, 
  • es bilden sich im Gehirn kleine, runde beta-amyloide Proteinablagerungen an den Außenseiten der Neuronen, sog. Plaques, v. a. im Bereich des frontalen Kortex
    -> tragen zur Entstehung von Entzündungen bei, die weitere Veränderungen im Gehirn auslösen
  • es entstehen Neurofibrillenbündel, aus Tau-Proteinen der Nervenaxone bestehende verknäulte Proteinfäden, die v. a. im Hippocampus auftreten und sich im Verlauf der Zeit im gesamten Gehirn ausbreiten 
  • Im Frühstadium der Erkrankung liegt außerdem eine Reduktion der Acetylcholinrezeptoren (Ach) und der acetylcholinergen und glutamatergen Neurone vor, die im Verlauf der Erkrankung zunächst zu einem Schrumpfen des entorhinalen Kortex, dann des Hippocampus, Frontal-, Temporal- und Parietallappen führen
  • es treten kleine Löcher im Nervengewebe, sog. Vakuolen, auf
  • Das Cerebellum, das Rückenmark, motorische und sensorische Areale des Kortex sind von diesen neurodegenerativen Veränderungen weniger betroffen, sodass Betroffene auf körperlicher Ebene lange Zeit, sogar bis ins Spätstadium der Erkrankung, unauffällig bleiben
  • Die dargestellten neurodegenerativen Prozesse im Gehirn setzen bereits zehn bis 20 Jahre vor dem Eintreten der kognitiven Defizite ein 
  • Die Diagnose der Alzheimer-Demenz erfolgt auf Basis einer gründlichen klinischen Begutachtung des Patienten, kann jedoch erst nach dem Tod durch die Autopsie des Gehirns der Betroffenen eindeutig bestätigt werden
Q:

Was sind Vaskuläre Demenzen?

A:

Vaskuläre Demenzen werden durch zerebrovaskuläre Erkrankungen (z. B. Schlaganfälle und Blutgerinnsel im Gehirn) ausgelöst, die mit einer Unterbrechung der Blutversorgung einhergehen. In der Folge degenerieren Nervenzellen im Gehirn und Hohlräume entstehen.

Mit zunehmender Anzahl an Schlaganfällen erhöht sich das Risiko einer Demenz. Vaskuläre Demenzen treten häufig nach dem 50. Lebensjahr und eher bei Männern als bei Frauen auf. Insgesamt sind vaskuläre Demenzen deutlich seltener, werden aufgrund hoher Überschneidungen in der Symptomatik jedoch häufig mit der Alzheimer-Demenz verwechselt. Ungefähr 20 % der Demenz-Erkrankungen, die nach dem 65. Lebensjahr auftreten, sind vaskuläre Demenzen. Der Verlauf ist kürzer, da Betroffene häufig durch Begleiterkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) versterben. Zentrale Risikofaktoren sind wie bei den kardiovaskulären Erkrankungen ein hoher Cholesterinspiegel, Zigarettenrauchen sowie erhöhter Blutdruck. Da unterschiedliche Hirnregionen betroffen sein können, fällt auch die Symptomatik von Patient zu Patient höchst unterschiedlich aus. Trotz aufwendiger Behandlung ist die Prognose positiver als bei der Alzheimer-Demenz, da mehr medizinische Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Q:

Welche Psychologischen Faktoren spielen bei einer Abhängigkeit eine Rolle?

A:

Ein relevanter psychologischer Faktor für den Konsum einer psychotropen Substanz ist die damit einhergehende Verbesserung der Stimmungslage. Studien konnten bspw. einen anxiolytischen Effekt von Alkohol zeigen. In einer längsschnittlichen Untersuchung rauchten die Jugendlichen vermehrt, die eine höhere Anzahl negativer Affekte und negativer Ereignisse erlebt hatten. Perkins et al. (2008) konnten jedoch zeigen, dass weniger das Nikotin als vielmehr das Inhalieren des Rauchs zu einer Reduktion negativer Affekte führt.

Q:

Was besagt die Genetik im bezug auf die Alzheimer-Demenz?

A:

In Zwillingsstudien liegt die Erblichkeit der Alzheimer-Demenz bei etwa 75 %. Bisher wurde eine Reihe verschiedener Gene identifiziert, die insgesamt ca. 20 % der Varianz der Erkrankung erklären können. Eine spezifische Ausprägung (ε4) des ApoE(Apolipoprotein E)- Gens auf Chromosom 19 ist der größte bislang ermittelte genetische Risikofaktor, der mit einer späten Erstmanifestation („late-onset“) der Alzheimer-Demenz in Verbindung gebracht werden konnte. Studien konnten zeigen, dass das ε4-Allel im Vergleich zur Normalbevölkerung mit einem zweifach erhöhten Lebenszeitrisiko für das Auftreten der Alzheimer-Demenz einhergeht und ein schnelleres Fortschreiten der Erkrankung bewirkt. Bereits lange bevor Symptome der Alzheimer-Demenz sichtbar werden, werden bei Menschen mit einer homozygoten Ausprägung des ε4-Allels offenbar zu viele beta-amyloide Plaques produziert. Dennoch erkranken nicht alle Personen, die ein erhöhtes erbliches Risiko durch das ApoE-Gen in sich tragen, an der Alzheimer-Demenz. Ein Zusammenspiel aus weiteren genetischen Faktoren und günstigen Umweltbedingungen (z. B. ausgewogene Ernährung) kann das Erkrankungsrisiko reduzieren.

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Q:

Welche Umweltfaktoren haben Einfluss auf die Alzheimer-Demenz?

A:
  • Umweltfaktroen und der individuelle Lebensstil kann das Erkrankungsrisiko beeinflussen
  • Rauchen, Übergewicht, geringe soziale Unterstützung, Depression und Einsamkeit werden mit einem erhöhten Alzheimer-Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht
  • mediterrane Ernährung, Sport, Bildung und ausgeprägte kognitive Fähigkeiten werden mit einem verringerten Risiko assoziiert
  • Umweltbezogene Risikofaktoren für den Ausbruch der Erkrankung sind Schädel-Hirn-Traumata, Nikotin-Konsum sowie hohe Cholesterinwerte, wobei letztere Entzündungen hervorrufen, die neurodegenerative Erkrankungen auslösen können.
Q:

Welche 3 Annahmen wurden aus Siemund Freuds Arbeiten abgeleitet und sind heute noch anerkannt?

A:
  1. Kindheitserfahrungen beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung und -bildung des Erwachsenen, wobei heute v. a. Eltern-Kind-Beziehungen im Vordergrund der klinischen Praxis stehen. 
  2. Menschliches Verhalten wird von unbewussten Prozessen beeinflusst. 
  3. Ursachen und Zweck menschlichen Handelns sind nicht immer offenkundig und erfordern die Bereitschaft, hinter die Fassade zu blicken
Q:

Welche Aufgaben, deckt die Epidemiologie im Bereich der Klinischen Psychologie und Psychotherapie ab?

A:
  1. Feststellung der Häufigkeit psychischer Störungen, 
  2. Verbesserung ihrer Definition (deskriptive Epidemiologie und Psychopathologie),
  3. Bewertung des Versorgungssystems und des Versorgungsbedarfs, 
  4. Untersuchung der Ursache (Ätiologie) und der Entwicklung (Genese) psychischer Störungen sowie 
  5. Ableitung von Maßnahmen im Hinblick auf Prävention, Therapie, Gesundheitsförderung und Rehabilitation.
Q:

Erkläre den Grundbegriff Inzidenz

A:

Inzidenz: bezeichnet die Häufigkeit der Neuerkrankungen an einer Störun innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. 12-Monats-Inzidenz). Läge die 12-Monats-Inzidenz einer bipolaren Störung bei 5 %, so würde dies also bedeuten, dass innerhalb eines Jahres 5 % der Bevölkerung an der Störung neu erkrankt sind.

Q:

Wie sieht die Epidemiologie bei Alkohol aus?

A:
  • Alkohol ist die Substanz, die am häufigsten missbräuchlich konsumiert wird
  • in einer Studie gab jeder siebte Erwachsene (14,2 %) an, innerhalb der vergangenen 30 Tage einen riskanten Alkoholkonsum (> 12 bzw. 24 Gramm Reinalkohol pro Tag in den vergangenen 30 Tagen für Frauen bzw. Männer) gezeigt zu haben
  • insgesamt ist der regelmäßige Konsum (mind. 1x die Woche) von Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren von 21,2 % auf 8,7 % gesunken
Q:

Welches Problem stellt sich bei der dauer der Persönlichkeitsstörung dar?

A:
  • sind häufig nicht über das gesamte leben vorhanden
  • 99 % erfüllten nach fast 2 Jahren nicht mehr die Kriterien
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung: höher Rückgang der Symptomatik schizotypische Persönlichkeitsstörung: deutlich seltenere Remission
Q:

Was ist die rational-emotive Therapie?

A:


Albert Ellis entwickelte die sog. rational-emotive Therapie, die davon ausgeht, dass die Gedanken der Menschen über sich selbst (z. B. „Ich sollte/muss dies oder jenes perfekt erledigen.“) auf irrationalen und dysfunktionalen Überzeugungen beruhen, die negative emotionale Reaktionen auslösen können. Ellis zufolge ergeben sich verschiedene psychische Belastungen langfristig aus unrealistischen „Soll-“ und „Muss-Forderungen“, die eine Person an sich und ihre Umwelt stellt.

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