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Lernmaterialien für Einführung in die Kultur- und Medienwissenschaften S an der IU Internationale Hochschule

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Einführung in die Kultur- und Medienwissenschaften S Kurs an der IU Internationale Hochschule zu.

TESTE DEIN WISSEN

Definition des Kulturbegriffs nach Hubertus Busche

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TESTE DEIN WISSEN

Historische Dominanz des jeweiligen Kulturbegriffs: Auflistung nach Chronologie ihres Erscheinens


1) Kultur, die man betreibt: vervollkommnende Pflege der individuellen Naturanlagen; Prozesse von Veredelung und Kultivierung

2) Kultur, die man hat: gepflegter Zustand oder hoher Grad erworbener Vervollkommnung; Verfeinerung und Perfektionierung erworbener Fähigkeiten

3) Kultur, die man lebt: charakteristischer Traditionszusammenhang von Institutionen, Lebens- und Geistesformen, durch den sich Völker und Epochen voneinander unterscheiden; Sitten und Gewohnheiten verschiedener Völker

4) Kultur, die man schaffen, fördern und als (nationalen) Besitz verehren kann: höhere Welt der Werte und Werke in Kunst, Philosophie und Wissenschaft; gesellschaftliche Höherwertung von Kulturgütern gegenüber vermeintlich Banalem

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TESTE DEIN WISSEN

Thesen der Medienkultur nach Lorenz Engell und Andreas Ziemann

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TESTE DEIN WISSEN
  • Medien sind Lösungen, durch die die Welt auf ihre Probleme reagiert: Erfüllung kollektiver und gesellschaftlicher Funktionen, auch, wenn sie nicht immer definierbar sind

  • Medien informieren: permanente Verbreitung und Generierung von Nachrichten, Ansichten und Neuigkeiten; nicht selten generieren sie selbst den Bedarf nach diesen Informationen und definieren die Bedingungen dafür

  • Medien schaffen (neue) Wirklichkeiten: ständige Erfindung neuer Möglichkeiten für Operationen und Tätigkeiten der Medien; arbeiten dabei genauso an ihrer Unabhängigkeit von menschlicher Steuerung

  • Medien sind ubiquitär: ubiquitär = überall verbreitet; Allgegenwärtigkeit, kaum mehr gesellschaftlicher, kultureller oder individueller Bereich, der gänzlich „nicht-medial“ vermittelt wird; Frage: „Welche Effekte, Neben- oder Nachwirkungen hätte der Ausfall oder die Zerstörung von Medien für jeden Einzelnen oder die gegenwärtige Gesellschaft oder all unsere Umwelten?“

  • Medien sind wirkmächtige, autonome Akteure: keine Neutralität; Beeinflussung der Art und Weise, wie Dinge mitgeteilt oder übertragen werden; Verleihung von Macht; zunehmend autonom; Bildung immer mehr vom Menschen unabhängige Netzwerke

  • Medien tendieren zur Transparenz: Tendenz von Medien und ihrer Funktionsweisen für uns nicht wahrnehmbar zu sein oder sich erst dann bemerkbar zu machen, wenn etwas nicht mehr funktioniert

  • Medien sind opak: opak = undurchsichtig, geben ihre genaue Funktionsweise ihren Nutzern für gewöhnlich nicht preis

  • Medien sind Reflexions- und Affektionsinstanzen: affektiv = gefühlsbetont; werfen den Blick zurück, womit sie an der Herausbildung von Subjektivität und (Selbst)Reflexivität beteiligt sind; Teilhabe an affektiver Involvierung zwischen Individuen und Objekten, jeder reflexive Prozess und jede z.B. empathische Bezugnahme zwischen Menschen und Objekten Bedarf eines technischen oder natürlichen Mediums

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TESTE DEIN WISSEN
Wer hat sich mit den Eigenschaften des Medien-Werdens beschäftigt?
Welches Medium wurde betrachtet?
Wie heißen die Eigenschaften und was besagen sie?
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Joseph Vogl

Galileo Galileis Fernrohr

1. Denaturierung der Sinne:
Beraubung der eigenen Natur bzw. des eigenen Charakters
durch Künstlichkeit des Mediums wird einem Künstlichkeit des eigenen Körpers und die Technizität der Sinne bewusst

2. Selbstreferenzialität des Mediums:
Bezug auf sich selbst
Position (und Welt) des Betrachters rückt in den Blick, da dieser Ausschnitt bestimmt, der gesehen wird
Abgleich mit eigener Wirklichkeit, die durch diesen Vergleich überhaupt erst beschreibbar wird

3. anästhetisches Feld: 
Medien machen ganz bestimmten Ausschnitt der Welt sichtbar
gleichzeitig: Verweis auf großes Feld des Nicht-Sichtbaren
dadurch dass ein Ausschnitt sichtbar ist, gerät dessen nicht-sichtbare Umgebung erst in die Aufmerksamkeit
nicht-sichtbare Bereich muss nicht unbedingt mit gleichem Sinn erfasst werden wie sichtbarer Bereich
Vergleich: Anästhesie bei Operation
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TESTE DEIN WISSEN

Definition des Kulturbegriffs nach Klaus P. Hansen

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TESTE DEIN WISSEN

Sortierung nach unterschiedlichen Bereichen der Beschreibung von Dingen oder Phänomenen


  • Kultur als kreative und künstlerische Arbeit: Kulturbetrieb; Bereiche, die der Hochkultur zugeordnet werden (z.B. Bilder, Museen)

  • Kultur als bestimmte Lebensart, als Kultiviertheit: Verhaltensweisen, die auf Zugehörigkeit zu bestimmter Gesellschaftsschicht verweisen; Gegensatz zwischen Zivilisation und Kultur (z.B. Zivilisation = Badewanne besitzen; Kultur = Badewanne benutzen)

  • Kultur als „way of life“: neutral beobachtbare Eigenarten von (Sub-)Kulturen; ethnologische Beobachtungen in Bezug auf das Brauchtum, die Sitten, die Manieren, die Religion etc., aber ebenso die Eigenarten von Jugend-, Ess- oder Fankultur
  • Kultur als Resultat einer anbauenden und pflegerischen Tätigkeit: Nutzbarmachen von Natur zu bestimmten (auf den Menschen ausgerichteten) Zwecken

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TESTE DEIN WISSEN

Was bedeutet medienpädagogische Arbeit?

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  • Medien in ihrem Zusammenhang mit Kultur und Gesellschaft verstehen

  • differenziertes, kritisches Bewusstsein schaffen

  • Medienkritik ggf. im Kontext von pauschalisierten Äußerungen verorten und dementsprechend entschärfen können

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"Medien-Werden" nach Joseph Vogel

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TESTE DEIN WISSEN

1) Denaturierung der Sinne: Denaturierung = seiner eigentlichen Natur, seines eigentlichen Charakters berauben; durch Künstlichkeit des technischen Mediums wird Künstlichkeit des eigenen Körpers und Technizität der Sinne bewusst

2) Selbstreferenzialität des Mediums: selbstreferenziell = auf sich selbst bezogen; Position des Betrachters rückt in den Blick, da dieser den Ausschnitt bestimmt, der gesehen wird; Verleitung zum Abgleich mit der eigenen Wirklichkeit, die erst durch diesen Vergleich überhaupt beschreibbar wird

3) anästhetisches Feld: anästhetisch = den Schmerz ausschaltend, mit Unempfindlichkeit gegen bestimmte Reize, besonders gegen Schmerzen, verbunden; leitet Aufmerksamkeit darauf, dass es Bereiche gibt, die wir nicht direkt über den Sehsinn erfassen können, die aber dennoch vorhanden sind; durch Sichtbarkeit eines bestimmten Ausschnitts (bzw. dessen Ermöglichung durch ein Medium) gerät dessen nicht sichtbare Umgebung überhaupt erst in die Aufmerksamkeit

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TESTE DEIN WISSEN
Funktionen von Ritualen nach Christoph Wulf
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TESTE DEIN WISSEN
Das Soziale als Ritual
Ritual als Ordnungsmacht
Identifikationserzeugung durch Rituale
Ritual als Erinnerung und Projektion 
Ritual als Bewältigung von Krisen
Ritual als magische Handlung
Ritual als Medium der Differenzbearbeitung
Ritual als Initiator mimetischer Prozesse
Ritual als Generator praktischen Wissens
Ritual als Produzent von Subjektivität
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Was ist Strukturalismus? + Begründer

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  • Unterscheidung von u.a. Tiefen- und Oberflächenstruktur von Phänomenen und das nicht nur bei sprachlichen Phänomenen

  • ursprünglich: sprachwissenschaftliche Disziplin, bei der (textliche) Struktur des Ganzen anhand der Beziehungen seiner Teile untereinander untersucht wird

  • Begründer: Ferdinand de Saussure

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist der enge Kulturbegriff?

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TESTE DEIN WISSEN

nur Kunst ist Kultur

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Definition des Kulturbegriffs nach Klaus P. Hansen (komplexere Version)

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TESTE DEIN WISSEN

Sortierung in das, als was Kultur in verschiedenen Wissenschaftskontexten verstanden wird


verdinglichte Kultur: 

  • Vorstellung der Kultur als etwas Gegenständliches

  • Gleichzeitigkeit von geistiger und materieller Materialität oder Gegenständlichkeit

  • Einzelidee wird greifbar, sobald sie zur kollektiven Idee wird


funktionalistische Kultur: 

  • Erfüllungsgehilfin von natürlichen Dispositionen (Naturgesetze)

  • Sekundärstatus gegenüber Natur
  • Mensch muss sich altruistisch verhalten, um sein Überleben zu sichern


Kulturkritik: 

  • Kultur statt Natur

  • Kultur hat Potenzial negative Folgen nach sich zu ziehen

  • fürs Zusammenleben Vieler ist gewisses Maß an Triebverzicht notwendig, was einem einzelnen Individuum aber auch Schaden zufügen kann


semiotische Kulturbegriffe

  • Bedeutung der Zeichenhaftigkeit von Kultur und Betonung der Gemachtheit von Wirklichkeit (speziell der sozialen Wirklichkeit)

  • selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe (Kultur ist nicht homogen, funktional oder unabhängig von Macht- und Ideologiestrukturen, sondern ein komplexes, ggf. widersprüchliches und unabgeschlossenes System aus Zeichen und Bedeutungen, das nicht gegeben, sondern vom Menschen selbst gemacht und stetig fortgesponnen wird)

  • Beziehung zwischen Bedeutungsträger und Bedeutung besitzt keinerlei Zwangsläufigkeit (Arbitrarität)


Inter-, Multi- und Transkulturalität

  • Konzepte, die traditionell ethnologisch, eher geschlossene Kulturbegriffe aufbrechen 

  • Inter = Austausch zwischen Kulturen; Multi = Vielfalt der Kulturen (Inter und Multi sehen Kulturen als verhältnismäßig homogene Einzeleinheiten)

  • Trans = Durchlässigkeit und Heterogenität von Kultur

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TESTE DEIN WISSEN

Zusammenhang von Vermittlung durch Medien und eigene Medienvermitteltheit nach der Strategiekommission „Medienkultur und Bildung“ der Gesellschaft für Medienwissenschaften (Dimensionen von Medien)

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TESTE DEIN WISSEN
  • soziale Dimension von Medien: Sozialsysteme und ihre Ausdifferenzierungen sind immer medial codiert, aber der Umgang mit sozialen Prozessen setzt auch entsprechende Kompetenzen in der Decodierung dieser Systeme voraus; kompetente kultur- und medienpädagogische Praxis setzt Verständnis für Funktionsweise der spezifischen medialen Praktiken ihrer Zielgruppe voraus

  • historische Dimension von Medien: wechselseitige Bedingtheit der Geschichte von Kulturen und Gesellschaften und ihrer jeweiligen Medialität; Gesellschaft und Sozialität hängen stark mit jeweiliger medialer und technischer Entwicklung zusammen

  • Wissensdimension von Medien: Medien speichern und entwickeln Wissen, produzieren aber auch ganz eigene Wissenskultur

  • identitätskonstituierende Dimension von Medien: Beteiligung an der „Formatierung“ der Identitäten von Subjekten und Gesellschaften; gefühlte Identität ganzer Generationen, Milieus oder anderer Gruppierungen

  • ästhetische Dimension von Medien: Beeinflussung der Wirkung von Medien durch Aussehen, Klang sowie Verwendung und Kombination von Bildern, Worten, Farben und Formen, womit auch die Bildungsprozesse, die mit ihnen in Verbindung stehen, gerahmt werden; ästhetische Bildung vermittelt sich vor allem medial

  • normative Dimension von Medien: medienwissenschaftliches Konzept von Medienkulturen sollte nicht primär normativ, sondern normenvergleichend ausgerichtet sein; im Vorherein keine Bewertung medialer und kultureller Praktiken, Formate und Zusammenhänge, stattdessen: vergleichend orientiert; nicht mit der Frage "Ist das gut oder schlecht?" an die Arbeit gehen; normative Funktionen, die mit bestimmten Formaten und Praktiken in Verbindung stehen, erstmal identifizieren: sie mit dem Team herauszuarbeiten und dabei Konflikte und unterschiedliche Bewertungen zulassen

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TESTE DEIN WISSEN

Woraus besteht das „magische Dreieck“ der Cultural Studies?

Welche Beziehung haben sie untereinander?
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TESTE DEIN WISSEN

Kultur, Identität, Macht


Kultur = politische Kategorie, auf der Konflikte und Kämpfe um Identität und Macht ausgetragen werden
Verhandlung Machtverhältnisse v.a. im Alltag und nicht nur in größeren politischen Zusammenhängen
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  • 1164363 Karteikarten
  • 20864 Studierende
  • 501 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Einführung in die Kultur- und Medienwissenschaften S Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Definition des Kulturbegriffs nach Hubertus Busche

A:

Historische Dominanz des jeweiligen Kulturbegriffs: Auflistung nach Chronologie ihres Erscheinens


1) Kultur, die man betreibt: vervollkommnende Pflege der individuellen Naturanlagen; Prozesse von Veredelung und Kultivierung

2) Kultur, die man hat: gepflegter Zustand oder hoher Grad erworbener Vervollkommnung; Verfeinerung und Perfektionierung erworbener Fähigkeiten

3) Kultur, die man lebt: charakteristischer Traditionszusammenhang von Institutionen, Lebens- und Geistesformen, durch den sich Völker und Epochen voneinander unterscheiden; Sitten und Gewohnheiten verschiedener Völker

4) Kultur, die man schaffen, fördern und als (nationalen) Besitz verehren kann: höhere Welt der Werte und Werke in Kunst, Philosophie und Wissenschaft; gesellschaftliche Höherwertung von Kulturgütern gegenüber vermeintlich Banalem

Q:

Thesen der Medienkultur nach Lorenz Engell und Andreas Ziemann

A:
  • Medien sind Lösungen, durch die die Welt auf ihre Probleme reagiert: Erfüllung kollektiver und gesellschaftlicher Funktionen, auch, wenn sie nicht immer definierbar sind

  • Medien informieren: permanente Verbreitung und Generierung von Nachrichten, Ansichten und Neuigkeiten; nicht selten generieren sie selbst den Bedarf nach diesen Informationen und definieren die Bedingungen dafür

  • Medien schaffen (neue) Wirklichkeiten: ständige Erfindung neuer Möglichkeiten für Operationen und Tätigkeiten der Medien; arbeiten dabei genauso an ihrer Unabhängigkeit von menschlicher Steuerung

  • Medien sind ubiquitär: ubiquitär = überall verbreitet; Allgegenwärtigkeit, kaum mehr gesellschaftlicher, kultureller oder individueller Bereich, der gänzlich „nicht-medial“ vermittelt wird; Frage: „Welche Effekte, Neben- oder Nachwirkungen hätte der Ausfall oder die Zerstörung von Medien für jeden Einzelnen oder die gegenwärtige Gesellschaft oder all unsere Umwelten?“

  • Medien sind wirkmächtige, autonome Akteure: keine Neutralität; Beeinflussung der Art und Weise, wie Dinge mitgeteilt oder übertragen werden; Verleihung von Macht; zunehmend autonom; Bildung immer mehr vom Menschen unabhängige Netzwerke

  • Medien tendieren zur Transparenz: Tendenz von Medien und ihrer Funktionsweisen für uns nicht wahrnehmbar zu sein oder sich erst dann bemerkbar zu machen, wenn etwas nicht mehr funktioniert

  • Medien sind opak: opak = undurchsichtig, geben ihre genaue Funktionsweise ihren Nutzern für gewöhnlich nicht preis

  • Medien sind Reflexions- und Affektionsinstanzen: affektiv = gefühlsbetont; werfen den Blick zurück, womit sie an der Herausbildung von Subjektivität und (Selbst)Reflexivität beteiligt sind; Teilhabe an affektiver Involvierung zwischen Individuen und Objekten, jeder reflexive Prozess und jede z.B. empathische Bezugnahme zwischen Menschen und Objekten Bedarf eines technischen oder natürlichen Mediums

Q:
Wer hat sich mit den Eigenschaften des Medien-Werdens beschäftigt?
Welches Medium wurde betrachtet?
Wie heißen die Eigenschaften und was besagen sie?
A:
Joseph Vogl

Galileo Galileis Fernrohr

1. Denaturierung der Sinne:
Beraubung der eigenen Natur bzw. des eigenen Charakters
durch Künstlichkeit des Mediums wird einem Künstlichkeit des eigenen Körpers und die Technizität der Sinne bewusst

2. Selbstreferenzialität des Mediums:
Bezug auf sich selbst
Position (und Welt) des Betrachters rückt in den Blick, da dieser Ausschnitt bestimmt, der gesehen wird
Abgleich mit eigener Wirklichkeit, die durch diesen Vergleich überhaupt erst beschreibbar wird

3. anästhetisches Feld: 
Medien machen ganz bestimmten Ausschnitt der Welt sichtbar
gleichzeitig: Verweis auf großes Feld des Nicht-Sichtbaren
dadurch dass ein Ausschnitt sichtbar ist, gerät dessen nicht-sichtbare Umgebung erst in die Aufmerksamkeit
nicht-sichtbare Bereich muss nicht unbedingt mit gleichem Sinn erfasst werden wie sichtbarer Bereich
Vergleich: Anästhesie bei Operation
Q:

Definition des Kulturbegriffs nach Klaus P. Hansen

A:

Sortierung nach unterschiedlichen Bereichen der Beschreibung von Dingen oder Phänomenen


  • Kultur als kreative und künstlerische Arbeit: Kulturbetrieb; Bereiche, die der Hochkultur zugeordnet werden (z.B. Bilder, Museen)

  • Kultur als bestimmte Lebensart, als Kultiviertheit: Verhaltensweisen, die auf Zugehörigkeit zu bestimmter Gesellschaftsschicht verweisen; Gegensatz zwischen Zivilisation und Kultur (z.B. Zivilisation = Badewanne besitzen; Kultur = Badewanne benutzen)

  • Kultur als „way of life“: neutral beobachtbare Eigenarten von (Sub-)Kulturen; ethnologische Beobachtungen in Bezug auf das Brauchtum, die Sitten, die Manieren, die Religion etc., aber ebenso die Eigenarten von Jugend-, Ess- oder Fankultur
  • Kultur als Resultat einer anbauenden und pflegerischen Tätigkeit: Nutzbarmachen von Natur zu bestimmten (auf den Menschen ausgerichteten) Zwecken

Q:

Was bedeutet medienpädagogische Arbeit?

A:
  • Medien in ihrem Zusammenhang mit Kultur und Gesellschaft verstehen

  • differenziertes, kritisches Bewusstsein schaffen

  • Medienkritik ggf. im Kontext von pauschalisierten Äußerungen verorten und dementsprechend entschärfen können

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Q:

"Medien-Werden" nach Joseph Vogel

A:

1) Denaturierung der Sinne: Denaturierung = seiner eigentlichen Natur, seines eigentlichen Charakters berauben; durch Künstlichkeit des technischen Mediums wird Künstlichkeit des eigenen Körpers und Technizität der Sinne bewusst

2) Selbstreferenzialität des Mediums: selbstreferenziell = auf sich selbst bezogen; Position des Betrachters rückt in den Blick, da dieser den Ausschnitt bestimmt, der gesehen wird; Verleitung zum Abgleich mit der eigenen Wirklichkeit, die erst durch diesen Vergleich überhaupt beschreibbar wird

3) anästhetisches Feld: anästhetisch = den Schmerz ausschaltend, mit Unempfindlichkeit gegen bestimmte Reize, besonders gegen Schmerzen, verbunden; leitet Aufmerksamkeit darauf, dass es Bereiche gibt, die wir nicht direkt über den Sehsinn erfassen können, die aber dennoch vorhanden sind; durch Sichtbarkeit eines bestimmten Ausschnitts (bzw. dessen Ermöglichung durch ein Medium) gerät dessen nicht sichtbare Umgebung überhaupt erst in die Aufmerksamkeit

Q:
Funktionen von Ritualen nach Christoph Wulf
A:
Das Soziale als Ritual
Ritual als Ordnungsmacht
Identifikationserzeugung durch Rituale
Ritual als Erinnerung und Projektion 
Ritual als Bewältigung von Krisen
Ritual als magische Handlung
Ritual als Medium der Differenzbearbeitung
Ritual als Initiator mimetischer Prozesse
Ritual als Generator praktischen Wissens
Ritual als Produzent von Subjektivität
Q:

Was ist Strukturalismus? + Begründer

A:
  • Unterscheidung von u.a. Tiefen- und Oberflächenstruktur von Phänomenen und das nicht nur bei sprachlichen Phänomenen

  • ursprünglich: sprachwissenschaftliche Disziplin, bei der (textliche) Struktur des Ganzen anhand der Beziehungen seiner Teile untereinander untersucht wird

  • Begründer: Ferdinand de Saussure

Q:

Was ist der enge Kulturbegriff?

A:

nur Kunst ist Kultur

Q:

Definition des Kulturbegriffs nach Klaus P. Hansen (komplexere Version)

A:

Sortierung in das, als was Kultur in verschiedenen Wissenschaftskontexten verstanden wird


verdinglichte Kultur: 

  • Vorstellung der Kultur als etwas Gegenständliches

  • Gleichzeitigkeit von geistiger und materieller Materialität oder Gegenständlichkeit

  • Einzelidee wird greifbar, sobald sie zur kollektiven Idee wird


funktionalistische Kultur: 

  • Erfüllungsgehilfin von natürlichen Dispositionen (Naturgesetze)

  • Sekundärstatus gegenüber Natur
  • Mensch muss sich altruistisch verhalten, um sein Überleben zu sichern


Kulturkritik: 

  • Kultur statt Natur

  • Kultur hat Potenzial negative Folgen nach sich zu ziehen

  • fürs Zusammenleben Vieler ist gewisses Maß an Triebverzicht notwendig, was einem einzelnen Individuum aber auch Schaden zufügen kann


semiotische Kulturbegriffe

  • Bedeutung der Zeichenhaftigkeit von Kultur und Betonung der Gemachtheit von Wirklichkeit (speziell der sozialen Wirklichkeit)

  • selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe (Kultur ist nicht homogen, funktional oder unabhängig von Macht- und Ideologiestrukturen, sondern ein komplexes, ggf. widersprüchliches und unabgeschlossenes System aus Zeichen und Bedeutungen, das nicht gegeben, sondern vom Menschen selbst gemacht und stetig fortgesponnen wird)

  • Beziehung zwischen Bedeutungsträger und Bedeutung besitzt keinerlei Zwangsläufigkeit (Arbitrarität)


Inter-, Multi- und Transkulturalität

  • Konzepte, die traditionell ethnologisch, eher geschlossene Kulturbegriffe aufbrechen 

  • Inter = Austausch zwischen Kulturen; Multi = Vielfalt der Kulturen (Inter und Multi sehen Kulturen als verhältnismäßig homogene Einzeleinheiten)

  • Trans = Durchlässigkeit und Heterogenität von Kultur

Q:

Zusammenhang von Vermittlung durch Medien und eigene Medienvermitteltheit nach der Strategiekommission „Medienkultur und Bildung“ der Gesellschaft für Medienwissenschaften (Dimensionen von Medien)

A:
  • soziale Dimension von Medien: Sozialsysteme und ihre Ausdifferenzierungen sind immer medial codiert, aber der Umgang mit sozialen Prozessen setzt auch entsprechende Kompetenzen in der Decodierung dieser Systeme voraus; kompetente kultur- und medienpädagogische Praxis setzt Verständnis für Funktionsweise der spezifischen medialen Praktiken ihrer Zielgruppe voraus

  • historische Dimension von Medien: wechselseitige Bedingtheit der Geschichte von Kulturen und Gesellschaften und ihrer jeweiligen Medialität; Gesellschaft und Sozialität hängen stark mit jeweiliger medialer und technischer Entwicklung zusammen

  • Wissensdimension von Medien: Medien speichern und entwickeln Wissen, produzieren aber auch ganz eigene Wissenskultur

  • identitätskonstituierende Dimension von Medien: Beteiligung an der „Formatierung“ der Identitäten von Subjekten und Gesellschaften; gefühlte Identität ganzer Generationen, Milieus oder anderer Gruppierungen

  • ästhetische Dimension von Medien: Beeinflussung der Wirkung von Medien durch Aussehen, Klang sowie Verwendung und Kombination von Bildern, Worten, Farben und Formen, womit auch die Bildungsprozesse, die mit ihnen in Verbindung stehen, gerahmt werden; ästhetische Bildung vermittelt sich vor allem medial

  • normative Dimension von Medien: medienwissenschaftliches Konzept von Medienkulturen sollte nicht primär normativ, sondern normenvergleichend ausgerichtet sein; im Vorherein keine Bewertung medialer und kultureller Praktiken, Formate und Zusammenhänge, stattdessen: vergleichend orientiert; nicht mit der Frage "Ist das gut oder schlecht?" an die Arbeit gehen; normative Funktionen, die mit bestimmten Formaten und Praktiken in Verbindung stehen, erstmal identifizieren: sie mit dem Team herauszuarbeiten und dabei Konflikte und unterschiedliche Bewertungen zulassen

Q:

Woraus besteht das „magische Dreieck“ der Cultural Studies?

Welche Beziehung haben sie untereinander?
A:

Kultur, Identität, Macht


Kultur = politische Kategorie, auf der Konflikte und Kämpfe um Identität und Macht ausgetragen werden
Verhandlung Machtverhältnisse v.a. im Alltag und nicht nur in größeren politischen Zusammenhängen
Einführung in die Kultur- und Medienwissenschaften S

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