Beschaffungs- Und Distributionslogistik an der IU Internationale Hochschule | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Beschaffungs- und Distributionslogistik an der IU Internationale Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben Sie ausführlich, was unter dem Begriff der Beschaffungslogistik zu verstehen ist, welche Objekte diese betrachtet und welche Position dieser Bereich im Unternehmen einnimmt. 

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Unter der Beschaffungslogistik ist das reine beschaffen und bereitstellen von Profukten & Dienstleistungen zu verstehen. 


Die Beschaffungslogistik steht im Zusammenhang mit dem Einkauf. Der Prozess vom Wareneinkauf bis zum Wareneingangslager fällt unter die Beschaffungslogistik. 


Markverbundenes Logistiksystem. Sie stellt die Verbindung zwischen der Distributionslogistig der Lieferanten und Produktionslogistik eines Unternehmens dar.


Objekte der Beschaffungslogistik sind Güter, die dem Unternehmen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen sind. 


Bedarfsträger ist das Beschaffungslager oder - im falle einer direkte Anlieferung - die erste Produktionsstufe im Unternehmen.  

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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen Folgen muss ein Unternehmen rechnen, wenn im Beschaffungsprozess Fehler zum Ausdruck kommen? Erläutern Sie dies anhand eines Beispiels.

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  • falsch bestellte Menge an Material, mit der Folge, dass Lagerkapazitäten nicht ausreichen, die Kosten massiv hoch sind und die Lager- und Liegezeiten steigen. 
  • Wenn die Kosten den Nutzen der Beschaffung des Materials übersteigen. Das Marktniveau wird unterschätzt 
  • Abhängigkeit von nur einem Lieferanten. Liefer- und Termintreue kann nicht immer eingehalten werden. Am Ende steht die Produktion im Verzug 
  • KPIs sollten bekannt sein. Sind diese nicht bekannt, kann ein Unternehmen nicht richtig planen. Somit kann es zu Fehlern kommen
  • Liefermängel & Bestandsdifferenzen sollten nicht zustande kommen. 
  • Auswirkung auf die Gewährleistung der Prduktions- und Versorgungsproozesse 
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Beschreiben Sie die Merkmale der drei verschiedenen Stücklistenvarianten, indem Sie auf deren Funktion und mögliche Einsatzgebiete eingehen. 

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  1. Mengenstückliste
    • einfachste Form der Darstellung der Teile und Mengen 
    • Nachteil: Man kann nicht erkennen wie die Teile zusammenhängen 
    • zeigt ein Erzeignis und zu den darin enthaltenen Teilen die entsprechende Mengen 
    • gesamten Bestandteile der jeweiligen Erzegnisse werden aufgelistet 
    • Ohne Berücksichtigung einer Darstellung der strukturellen Zusammenhänge hinsichtlich der Fertigungsstufe 
    • Enthält die Position, Teile Nummer, Bezeichnung und Menge
    • Mögliche Einsatzbereiche der Mengenstückliste
      • Einkauf
      • Bereitstellung von Waren 
      • Wareneingang
      • Kalkulation
      • Lagerwesen 

  2. Baukastenstückliste
    • enthält sowohl Teile als auch Baugruppen 
    • führt auf in welche nächsthöhere Einheit die entsprechenden Materialien eingehen 
    • kein direkter Bezug zum Enderzeugnis, weshalb diese sich für äußerst komplexe Strukturen eignen 
    • Baugruppen ermöglichen eine Wiederverwendung und dienen zur Vereinfachung, auch wenn die Baukastenstückliste erstmal recht komplex wirkt 
    • Vorteil: liegt in der Übersichtlichkeit und dies ist gerade bei komplexen Erzeugnissen sehr vorteilhaft
      • Stücklisten können kombiniert werden
      • eignet sich aufgrund ihrer Struktur gut für die Verarbeitung in der EDV 

  3. Strukturstückliste
    • Neben den typischen Informationen der Stückliste, wird hier auch die Struktur dargestellt
    • Man kann ablesen welche Teile wozu gehören
      • strukturierte Anordnung, wie der mengenmäßige Bedarf aussieht 
      • Hervorgehben wird dadurch das je nach Fertigungsstufe benötigte Bauteil 
    • Für Fertigungsbetriebe von großer Bedeutung, da sie transparent sein muss, zu welchem Zeitpunkt die jeweiligen Teile bereitgestellt sein müssen. 
    • Vorteil: 
      • Alle Bauteile sind aufgeführt 
      • Eine Übersicht der gesamten Erzeugnisstruktur ist vorhanden 
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Erläutern Sie die wesentlichen Unterschiede und Funktionsweise zwischen einem Bestellrhytmusverfahren und einem Bestellpunktverfahren. Heben Sie außerdem hervor, in welchen bereichen bzw. bei welchen Artikelgruppen sich die jeweiligen Verfahren idealerweise einsetzen lassen. 

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Bestellpunktverfahren

  • mengenorientiert
  • zuvor festgelegte, immer gleich Menge wird bestellt oder man fült den Lagerbestand immer auf einen definierten Sollbestand auf 
  • Zwei Arten: 
    • Entweder wird eine zuvor festgelegte, immer gleiche Menge bestellt (Bestellpunkt-Losgrößen-Verfahren)
    • Man füllt den Lagerbestand immer auf einen definierten Sollbestand auf (Bestellpunkt- Lagerniveau-Verfahren)
  • wird bei stark schwankenden Bedarf angewendet 
  • Vorteile:
    • schnelle Reaktion auf kurzfristige Bedarfsschwankungen 
    • niedrige Mindestbeständedurch kontinuierliche Bestandüberprüfung nach jedem Lagerabgang 
    • geringe Kapitalbindung durch tendenziell geringere Lagermenge 
  • Nachteile:
    • kontinuierliche Bestandskontrlle nötig 
    • dadurch erhöhter Ressourcenaufwand 


Bestellrhytmusverfahren

  • terminorientiert
  • vorgegebene Menge wird zu einem bestimmten / regelmäßigen Zeitintervall bestellt 
  • Verfahren zur Ermittlung des Bestellpunktes bei lagerhaltigen Produkten 
  • Zeitpunkt ist hier unabhängig vm aktuellen Lagerbestand 
  • Zwei Arten:
    • Gleich große, fixe Menge bestelle (Bestellrhythmus- Losgrößen-Verfahren)
    • Definierter Sollbestand wird aufgefüllt (Bestellrhythmus-Lagerniveau-Verfahren)
  • Vorteile:
    • niedriger Kontroll- und Planungsaufwand 
    • einfachere Sammelbestellung 
    • geringere Prozesskosten der Bestellung 
  • Nachteile:
    • potentieller Wertverlust der gelagerten Waren 
    • höhere Lager- und Kapitalkosten 
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Beschreiben Sie was unter der sgenannten Andlerschen Formel zu verstehen ist und erläutern Sie außerdem vier Punkte, die an diesem Modell kritisch zu betrachten sind. 

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  • Wichtiges Instrument für den betrieblichen Einkauf 
  • Optimale Bestellmenge für ein konkretes Produkt, einen Rohstoff etc. zu ermitteln 
  • Kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen bereits seinen Bedarf ermittelt hat und nun entscheidet, wie häufig welche Menge beschafft werden soll 
  • Kritische Punkte:
    • Stückpreise sind unabhängig von der Bestellmenge 
    • Keine Berücksichtigung der Mindestbestellmenge 
    • Der bedarf wird als konstant und bekannt vorausgesetzt 
    • Lagerzustände wird nicht berücksichtigt 
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Das Konzept Single-Sourcing beschreibt, dass für den Beschaffungsprozess nur ein Lieferant für die zu beschaffende Ressource bevorzugt wird. Führen Sie jweils drei Vor- und Nachteile auf in Bezug auf das Single-Sourcing

6P
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Vorteile

  • Bezug zu einem einzigen Lieferanten / Produkt / Artikelgruppe
  • Leichte Koordination 
  • Geringe Preise 
  • Bessere Qualität 
  • Erfahrungswerte können besser ausgetauscht werden

Nachteile

  • Abhängigkeitzum Lieferanten
  • Falls der Lieferant nicht liefern kann ist ein hohen Ausfallrisiko
  • Sollten wir einen neuen brauchen ist der Übergang zum neuen Lieferanten enorm schwierig 
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Im Zeitalter der Digitalisierung haben sich sowohl für den Handel, als auch für die Industrie neue Technologien bilden lassen, die zu einer Beschleunigung bzw. Erleichterung der Unternehmensprzesse führen können. Listen Sie die verschiedenen Formen des E-Procurements auf. 

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  • Shop-Systeme - Online Shop 
  • Broker-Plattformen (check24)
  • Desktop-Purchasing-Systeme (Lieferanten-Kanban) 
  • Elektronische Marktplätze (Ebay) 
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Die Logistik lässt sich in mehrere Teilbereiche untergliedern. Nenn Sie die fünf Teilbereiche, indem Sie diese auflisten und deren Aufgabenbereich kurz erläutern. 

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  1. Beschaffungslogistik
    • Der Teilbereich, der sich mit der Versorgung des Unternehmens beschäftigt 
    • Steht am Anfang der Wertschöpfungskette
    • Befasst sich mit dem Bestellen von Materialien und Qualitätsprüfung von Rohstoffen

  2. Produktionslogistik
    • Hauptaufgabe sind die Kontrolle und Organisation  der Produktion und Transportwege 
    • Senkung der Herstellungskosten 
    • Senken von Lagerkosten und Platz für neue Rohstoffe und Waren zu haben

  3. Distributionslogistik
    • Auch die Absatzlogistik
    • Vermittlung und Versand von Waren und Informationen 
    • Ware kommt unbeschädigt beim Kunden an
    • Verpackungsmanagement & Service der Lieferung

  4. Entsorgungslogistik
    • muss über den ganzen Werschöpfungsprozess gewährleistet sein 
    • Es fallen häufig Abfälle und Verpackungsmaterialien an, die ordnungsgemäß beseitigt werden müssen 
    • Sie beinhaltet auch, neben den Transport der Abfälle die Reduzierung der Kosten und der Emissionen 
    • Auch die Schonung der Umwelt steht im Vordergrund

  5. Ersatzteillogistik
    • Ziel ist es in alles Phasen des Produktionsprozesses Ersatzteile in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen 
      • damit Stillstand und Ausfall von Produktionsabläufen vermieden werden 
      • und mögliche Zusatzkosten erst gar nicht entstehen 
    • Bedarfsermittlung von Ersatzteilen für eine realistische Planung der Hersteller 
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Stücklisten bilden für verschiedene Abteilungen bzw. Bereiche eine wichtiige Informationsgrundlafe, Beschreiben Sie vier Punkte, welche die Merkmale von Stücklisten kennzeichnen.

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  • wichtigsten Bestandteile für Stammdaten 
  • Benötigt eine Identnummer und Benennung des Gegenstands, sowie Menge und Einheit
  • Erzeugnisstruktur für die am Auftragsdurchlauf beteiligten Abteilungen 
    • Konstruktion, Terminsteuerung bis hin zur Montage, Versand und Rechnungswesen 
  • Grundlage zur Mengenbestimmung der Teile und Baugruppe und Festlegung zugehörige Termine 
  • Der Auslieferungszustand eines Auftrags wird damit dokumentiert 


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Als wichtige Informationsgrundlage tragen Stückliste dazu bei, dass viele dispositive Planungshintergründe umgesetzt werden können. Listen Sie fünf Daten auf, die idealerweise in Stücklisten mit eingebunden werden können sollten. 

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  • Kostenträger 
  • Auftragsnummer
  • Auftragsangaben
  • Auftragsmenge
  • Menge je Los
  • Losnummer
  • Auftragsart 
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Grundsätzlich werden drei verschiedene Varianten an Stücklisten unterschieden. Beschreiben Sie die Merkmale einer der verschiedenen Stücklistenvarianten, indem Sie diese zunächst nennen und anschließend auf dessen Funktion und mögliche Einsatzgebiete eingehen. 

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  • Mengenstückliste
    • Gesamten Bestandteile der jeweiligen Erzeugnisse werden hier aufgelistet 
    • Ohne Berücksichtigung der strukturellen Zusammenhänge hinsichtlich der jeweiligen Fertigungsstufen 
    • Mögliche Einsatzbereiche:
      • Einkauf
      • Bereitstellung von Waren 
      • Wareneingang
      • Kalkulation
      • Lagerwesen 
  • Strukturstückliste 
    • Strukturierte Anordnung, wie der mengenmäßige Bedarf aussieht 
    • Angabe sämtlicher Teile und Baugruppen, die eine Fertigungszeugnis enthält
  • Baukastenstückliste 
    • Zusammenfassung aller Teile bzw. Baugruppen, die direkt in eine übergeordnete Baugruppe eingehen 
    • Je Fertigungsstufe wird eine gesonderte Stückliste aufgestellt 
    • Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf die übergeordnete Einheit
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Aus den Stücklisten abgeleitet, können verschiedene Ge- bzw. Verbrauchsschemata abgeleitet werden. Beschreiben Sie, was unter einer verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung zu verstehen ist. 

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  • Bei der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung des Materialbedarfs wird aufgrund von Vergangenheitswerten prognostiziert 
  • Stochastische Disposition 
  • Sie kommt insbesondere zur Anwendung von Gütern des Tertiärbereichs 
  • Der Aufwand für die Mengenbestimmung ist hier deutlich geringer 
  • Regelmäßige Disposition aufgrund ihres Verbrauchs
  • Je nach Bedarfverlauf muss das geeignete Rechenverfahren angewandt werden 
  • Die Verfahren sind Mittelwerte, Regressionen oder exponentielle Glättung 
  • Statistische Hochrechnung 
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Beschaffungs- und Distributionslogistik Kurs an der IU Internationale Hochschule - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Beschreiben Sie ausführlich, was unter dem Begriff der Beschaffungslogistik zu verstehen ist, welche Objekte diese betrachtet und welche Position dieser Bereich im Unternehmen einnimmt. 

A:

Unter der Beschaffungslogistik ist das reine beschaffen und bereitstellen von Profukten & Dienstleistungen zu verstehen. 


Die Beschaffungslogistik steht im Zusammenhang mit dem Einkauf. Der Prozess vom Wareneinkauf bis zum Wareneingangslager fällt unter die Beschaffungslogistik. 


Markverbundenes Logistiksystem. Sie stellt die Verbindung zwischen der Distributionslogistig der Lieferanten und Produktionslogistik eines Unternehmens dar.


Objekte der Beschaffungslogistik sind Güter, die dem Unternehmen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen sind. 


Bedarfsträger ist das Beschaffungslager oder - im falle einer direkte Anlieferung - die erste Produktionsstufe im Unternehmen.  

Q:

Mit welchen Folgen muss ein Unternehmen rechnen, wenn im Beschaffungsprozess Fehler zum Ausdruck kommen? Erläutern Sie dies anhand eines Beispiels.

A:
  • falsch bestellte Menge an Material, mit der Folge, dass Lagerkapazitäten nicht ausreichen, die Kosten massiv hoch sind und die Lager- und Liegezeiten steigen. 
  • Wenn die Kosten den Nutzen der Beschaffung des Materials übersteigen. Das Marktniveau wird unterschätzt 
  • Abhängigkeit von nur einem Lieferanten. Liefer- und Termintreue kann nicht immer eingehalten werden. Am Ende steht die Produktion im Verzug 
  • KPIs sollten bekannt sein. Sind diese nicht bekannt, kann ein Unternehmen nicht richtig planen. Somit kann es zu Fehlern kommen
  • Liefermängel & Bestandsdifferenzen sollten nicht zustande kommen. 
  • Auswirkung auf die Gewährleistung der Prduktions- und Versorgungsproozesse 
Q:

Beschreiben Sie die Merkmale der drei verschiedenen Stücklistenvarianten, indem Sie auf deren Funktion und mögliche Einsatzgebiete eingehen. 

A:
  1. Mengenstückliste
    • einfachste Form der Darstellung der Teile und Mengen 
    • Nachteil: Man kann nicht erkennen wie die Teile zusammenhängen 
    • zeigt ein Erzeignis und zu den darin enthaltenen Teilen die entsprechende Mengen 
    • gesamten Bestandteile der jeweiligen Erzegnisse werden aufgelistet 
    • Ohne Berücksichtigung einer Darstellung der strukturellen Zusammenhänge hinsichtlich der Fertigungsstufe 
    • Enthält die Position, Teile Nummer, Bezeichnung und Menge
    • Mögliche Einsatzbereiche der Mengenstückliste
      • Einkauf
      • Bereitstellung von Waren 
      • Wareneingang
      • Kalkulation
      • Lagerwesen 

  2. Baukastenstückliste
    • enthält sowohl Teile als auch Baugruppen 
    • führt auf in welche nächsthöhere Einheit die entsprechenden Materialien eingehen 
    • kein direkter Bezug zum Enderzeugnis, weshalb diese sich für äußerst komplexe Strukturen eignen 
    • Baugruppen ermöglichen eine Wiederverwendung und dienen zur Vereinfachung, auch wenn die Baukastenstückliste erstmal recht komplex wirkt 
    • Vorteil: liegt in der Übersichtlichkeit und dies ist gerade bei komplexen Erzeugnissen sehr vorteilhaft
      • Stücklisten können kombiniert werden
      • eignet sich aufgrund ihrer Struktur gut für die Verarbeitung in der EDV 

  3. Strukturstückliste
    • Neben den typischen Informationen der Stückliste, wird hier auch die Struktur dargestellt
    • Man kann ablesen welche Teile wozu gehören
      • strukturierte Anordnung, wie der mengenmäßige Bedarf aussieht 
      • Hervorgehben wird dadurch das je nach Fertigungsstufe benötigte Bauteil 
    • Für Fertigungsbetriebe von großer Bedeutung, da sie transparent sein muss, zu welchem Zeitpunkt die jeweiligen Teile bereitgestellt sein müssen. 
    • Vorteil: 
      • Alle Bauteile sind aufgeführt 
      • Eine Übersicht der gesamten Erzeugnisstruktur ist vorhanden 
Q:

Erläutern Sie die wesentlichen Unterschiede und Funktionsweise zwischen einem Bestellrhytmusverfahren und einem Bestellpunktverfahren. Heben Sie außerdem hervor, in welchen bereichen bzw. bei welchen Artikelgruppen sich die jeweiligen Verfahren idealerweise einsetzen lassen. 

A:

Bestellpunktverfahren

  • mengenorientiert
  • zuvor festgelegte, immer gleich Menge wird bestellt oder man fült den Lagerbestand immer auf einen definierten Sollbestand auf 
  • Zwei Arten: 
    • Entweder wird eine zuvor festgelegte, immer gleiche Menge bestellt (Bestellpunkt-Losgrößen-Verfahren)
    • Man füllt den Lagerbestand immer auf einen definierten Sollbestand auf (Bestellpunkt- Lagerniveau-Verfahren)
  • wird bei stark schwankenden Bedarf angewendet 
  • Vorteile:
    • schnelle Reaktion auf kurzfristige Bedarfsschwankungen 
    • niedrige Mindestbeständedurch kontinuierliche Bestandüberprüfung nach jedem Lagerabgang 
    • geringe Kapitalbindung durch tendenziell geringere Lagermenge 
  • Nachteile:
    • kontinuierliche Bestandskontrlle nötig 
    • dadurch erhöhter Ressourcenaufwand 


Bestellrhytmusverfahren

  • terminorientiert
  • vorgegebene Menge wird zu einem bestimmten / regelmäßigen Zeitintervall bestellt 
  • Verfahren zur Ermittlung des Bestellpunktes bei lagerhaltigen Produkten 
  • Zeitpunkt ist hier unabhängig vm aktuellen Lagerbestand 
  • Zwei Arten:
    • Gleich große, fixe Menge bestelle (Bestellrhythmus- Losgrößen-Verfahren)
    • Definierter Sollbestand wird aufgefüllt (Bestellrhythmus-Lagerniveau-Verfahren)
  • Vorteile:
    • niedriger Kontroll- und Planungsaufwand 
    • einfachere Sammelbestellung 
    • geringere Prozesskosten der Bestellung 
  • Nachteile:
    • potentieller Wertverlust der gelagerten Waren 
    • höhere Lager- und Kapitalkosten 
Q:

Beschreiben Sie was unter der sgenannten Andlerschen Formel zu verstehen ist und erläutern Sie außerdem vier Punkte, die an diesem Modell kritisch zu betrachten sind. 

A:
  • Wichtiges Instrument für den betrieblichen Einkauf 
  • Optimale Bestellmenge für ein konkretes Produkt, einen Rohstoff etc. zu ermitteln 
  • Kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen bereits seinen Bedarf ermittelt hat und nun entscheidet, wie häufig welche Menge beschafft werden soll 
  • Kritische Punkte:
    • Stückpreise sind unabhängig von der Bestellmenge 
    • Keine Berücksichtigung der Mindestbestellmenge 
    • Der bedarf wird als konstant und bekannt vorausgesetzt 
    • Lagerzustände wird nicht berücksichtigt 
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Q:

Das Konzept Single-Sourcing beschreibt, dass für den Beschaffungsprozess nur ein Lieferant für die zu beschaffende Ressource bevorzugt wird. Führen Sie jweils drei Vor- und Nachteile auf in Bezug auf das Single-Sourcing

6P
A:

Vorteile

  • Bezug zu einem einzigen Lieferanten / Produkt / Artikelgruppe
  • Leichte Koordination 
  • Geringe Preise 
  • Bessere Qualität 
  • Erfahrungswerte können besser ausgetauscht werden

Nachteile

  • Abhängigkeitzum Lieferanten
  • Falls der Lieferant nicht liefern kann ist ein hohen Ausfallrisiko
  • Sollten wir einen neuen brauchen ist der Übergang zum neuen Lieferanten enorm schwierig 
Q:

Im Zeitalter der Digitalisierung haben sich sowohl für den Handel, als auch für die Industrie neue Technologien bilden lassen, die zu einer Beschleunigung bzw. Erleichterung der Unternehmensprzesse führen können. Listen Sie die verschiedenen Formen des E-Procurements auf. 

A:
  • Shop-Systeme - Online Shop 
  • Broker-Plattformen (check24)
  • Desktop-Purchasing-Systeme (Lieferanten-Kanban) 
  • Elektronische Marktplätze (Ebay) 
Q:

Die Logistik lässt sich in mehrere Teilbereiche untergliedern. Nenn Sie die fünf Teilbereiche, indem Sie diese auflisten und deren Aufgabenbereich kurz erläutern. 

A:
  1. Beschaffungslogistik
    • Der Teilbereich, der sich mit der Versorgung des Unternehmens beschäftigt 
    • Steht am Anfang der Wertschöpfungskette
    • Befasst sich mit dem Bestellen von Materialien und Qualitätsprüfung von Rohstoffen

  2. Produktionslogistik
    • Hauptaufgabe sind die Kontrolle und Organisation  der Produktion und Transportwege 
    • Senkung der Herstellungskosten 
    • Senken von Lagerkosten und Platz für neue Rohstoffe und Waren zu haben

  3. Distributionslogistik
    • Auch die Absatzlogistik
    • Vermittlung und Versand von Waren und Informationen 
    • Ware kommt unbeschädigt beim Kunden an
    • Verpackungsmanagement & Service der Lieferung

  4. Entsorgungslogistik
    • muss über den ganzen Werschöpfungsprozess gewährleistet sein 
    • Es fallen häufig Abfälle und Verpackungsmaterialien an, die ordnungsgemäß beseitigt werden müssen 
    • Sie beinhaltet auch, neben den Transport der Abfälle die Reduzierung der Kosten und der Emissionen 
    • Auch die Schonung der Umwelt steht im Vordergrund

  5. Ersatzteillogistik
    • Ziel ist es in alles Phasen des Produktionsprozesses Ersatzteile in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen 
      • damit Stillstand und Ausfall von Produktionsabläufen vermieden werden 
      • und mögliche Zusatzkosten erst gar nicht entstehen 
    • Bedarfsermittlung von Ersatzteilen für eine realistische Planung der Hersteller 
Q:

Stücklisten bilden für verschiedene Abteilungen bzw. Bereiche eine wichtiige Informationsgrundlafe, Beschreiben Sie vier Punkte, welche die Merkmale von Stücklisten kennzeichnen.

A:
  • wichtigsten Bestandteile für Stammdaten 
  • Benötigt eine Identnummer und Benennung des Gegenstands, sowie Menge und Einheit
  • Erzeugnisstruktur für die am Auftragsdurchlauf beteiligten Abteilungen 
    • Konstruktion, Terminsteuerung bis hin zur Montage, Versand und Rechnungswesen 
  • Grundlage zur Mengenbestimmung der Teile und Baugruppe und Festlegung zugehörige Termine 
  • Der Auslieferungszustand eines Auftrags wird damit dokumentiert 


Q:

Als wichtige Informationsgrundlage tragen Stückliste dazu bei, dass viele dispositive Planungshintergründe umgesetzt werden können. Listen Sie fünf Daten auf, die idealerweise in Stücklisten mit eingebunden werden können sollten. 

A:
  • Kostenträger 
  • Auftragsnummer
  • Auftragsangaben
  • Auftragsmenge
  • Menge je Los
  • Losnummer
  • Auftragsart 
Q:

Grundsätzlich werden drei verschiedene Varianten an Stücklisten unterschieden. Beschreiben Sie die Merkmale einer der verschiedenen Stücklistenvarianten, indem Sie diese zunächst nennen und anschließend auf dessen Funktion und mögliche Einsatzgebiete eingehen. 

A:
  • Mengenstückliste
    • Gesamten Bestandteile der jeweiligen Erzeugnisse werden hier aufgelistet 
    • Ohne Berücksichtigung der strukturellen Zusammenhänge hinsichtlich der jeweiligen Fertigungsstufen 
    • Mögliche Einsatzbereiche:
      • Einkauf
      • Bereitstellung von Waren 
      • Wareneingang
      • Kalkulation
      • Lagerwesen 
  • Strukturstückliste 
    • Strukturierte Anordnung, wie der mengenmäßige Bedarf aussieht 
    • Angabe sämtlicher Teile und Baugruppen, die eine Fertigungszeugnis enthält
  • Baukastenstückliste 
    • Zusammenfassung aller Teile bzw. Baugruppen, die direkt in eine übergeordnete Baugruppe eingehen 
    • Je Fertigungsstufe wird eine gesonderte Stückliste aufgestellt 
    • Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf die übergeordnete Einheit
Q:

Aus den Stücklisten abgeleitet, können verschiedene Ge- bzw. Verbrauchsschemata abgeleitet werden. Beschreiben Sie, was unter einer verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung zu verstehen ist. 

A:
  • Bei der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung des Materialbedarfs wird aufgrund von Vergangenheitswerten prognostiziert 
  • Stochastische Disposition 
  • Sie kommt insbesondere zur Anwendung von Gütern des Tertiärbereichs 
  • Der Aufwand für die Mengenbestimmung ist hier deutlich geringer 
  • Regelmäßige Disposition aufgrund ihres Verbrauchs
  • Je nach Bedarfverlauf muss das geeignete Rechenverfahren angewandt werden 
  • Die Verfahren sind Mittelwerte, Regressionen oder exponentielle Glättung 
  • Statistische Hochrechnung 
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