6. Konzepte Und Methoden Sozialer Arbeit Im Rahmen Von Integration an der IU Internationale Hochschule | Karteikarten & Zusammenfassungen

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unterschiedliche Varianten der interkulturellen Kommunikation

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Der eine Gesprächspartner kommuniziert in seiner Herkunftssprache, der andere in einer Fremdsprache.

Beide Gesprächspartner kommunizieren in einer Fremdsprache.

Beide Gesprächspartner sprechen in derselben Muttersprache, haben jedoch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, z. B. Briten und US-Amerikaner 

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 interkulturelle Öffnung

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Unter der sogenannten interkulturellen Öffnung wird nun eine Strategie der Organisationsentwicklung verstanden, mit welcher Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen einen Veränderungsprozess einleiten hinsichtlich der Einbeziehung und Teilhabe von Menschen mit den unterschiedlichen oben genannten Merkmalen.


„Interkulturelle Öffnung bezeichnet die Umsetzung der Haltung der interkulturellen Orientierung mit dem Ziel, Zugangsbarrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen. Sie setzt sich mit Migration und mit der Pluralität von lebensweltlichen Konzepten auseinander und geht damit über das Thema ,Kultur‘ hinaus. Interkulturelle Öffnung ist nicht wertneutral, sondern setzt einen Selbstreflexionsprozess in Gang. Diese Überlegungen erfordern auch eine Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Machstrukturen“.


„Interkulturelle Öffnung kann zusammenfassend verstanden werden als ein bewusst gestalteter Prozess, der (selbst-)reflexive Lern- und Veränderungsprozesse von und zwischen unterschiedlichen Menschen, Lebensweisen und Organisationsformen ermöglicht, wodurch Zugangsbarrieren und Abgrenzungsmechanismen in den zu öffnenden Organisationen abgebaut werden und Anerkennung ermöglicht wird“.

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Beispiele, auf die sich interkulturelle Öffnung beziehen sollte 

(Kenan Engin)*

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  • Abbau von Zugangsbarrieren bei der Nutzung von sozialen und kommunalen Diensten aufgrund mangelnder Information oder Ängsten aufgrund von schlechten Erfahrungen,


  • mangelnder Zugang zu Bildungseinrichtungen aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse oder fehlender Information oder unterschiedlicher Lerngewohnheiten,


  • Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz,


  • Ungleichverteilung bei der Beanspruchung von medizinischer Versorgung aufgrund von sprachlichen Barrieren oder unterschiedlichen Vorstellungen über Krankheit und Gesundheit,


  • mangelnde Nutzung und Teilhabe an Angeboten von Einrichtungen des kulturellen Lebens wie Büchereien, Theater, Konzerte, Presse, Radio und Fernsehen aufgrund unzureichender Berücksichtigung migrantenspezifischer Themen.*
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Handlungsbereich interkultureller Öffnung (Engin)

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Als akut wichtigen Handlungsbereich interkultureller Öffnung sieht Engin den Bildungssektor, da ca. 25–30% aller Teilnehmer in deutschen Bildungseinrichtungen Migrationshintergrund haben, jedoch der Anteil unter dem pädagogischen Personal mit Migrationshintergrund nur 7 % beträgt.

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Zielsetzungen von interkultureller Öffnung 

(Hubertus Schröer)

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  • Anerkennung und Umsetzung des Gleichbehandlungs- und Gerechtigkeitspostulats des Grundgesetzes,
  • Ausgleich von Machtasymmetrien zwischen und innerhalb von Organisationen und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund,
  • Festlegung von interkultureller Orientierung in allen Bereichen des Unternehmens und der Organisation,
  • Abkehr vom defizitorientierten Denken über Menschen mit Migrationshintergrund hin zu einer ressourcenorientierten Sichtweise, die kulturelle Vielfalt als Chance begreift,
  • Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Beschäftigungs- und Funktionsbereichen auf allen Hierarchieebenen,
  • Vermittlung von interkultureller Kompetenz an alle in der Organisation tätigen Personen,
  • Anstoß von reflexiven Lern- und Veränderungsprozessen bei Individuen, Gruppen und Organisationen 


Hubertus Schröer verweist jedoch zu Recht darauf, dass interkulturelle Öffnung sich nicht nur auf Menschen mit Migrationshintergrund bezieht, sondern auf alle Menschen, die in einem Unternehmen oder in einer Institution tätig sind.

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Rassismuskritische Migrationspädagogik

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Diese setzt noch vor dem Abbau von Zugangsbarrieren an und deckt gesellschaftliche Machtstrukturen und Dominanzkultur auf.

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 interkulturelle Kommunikation

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Nach Hinnenkamp hat interkulturelle Kommunikation drei Aspekte, nämlich „inter“, „kulturell“ und „Kommunikation“. Interkulturelle Kommunikation bezeichnet nach Hinnenkamp einen dynamischen Kommunikationsprozess zwischen unterschiedlichen Kulturen, in den alles einfließt, was Bestandteil der jeweiligen Kultur der Kommunikationspartner ist, sowohl verbal als auch nonverbal.


Interkulturelle Kommunikation findet jedoch nicht nur zwischen einzelnen Individuen (Mikro-Ebene) statt, sondern auch zwischen Organisationen (Meso-Ebene) und Gesellschaften (Makro-Ebene).


„Durch die Unterschiedlichkeit von Annahmen, Wissensbeständen, Werten, Gefühlen und Denk- und Verhaltensweisen der Interaktionspartner – und die damit verbundene Unkenntnis bestimmter symbolischer Handlungen – kommt es zu divergierenden Bedeutungszuschreibungen und Interpretationen, die den interkulturellen Kommunikationsprozess komplizierter verlaufen lassen als den intrakulturellen“


Bei der interkulturellen Kommunikation wird der Prozess der Kommunikation erschwert durch unterschiedliche kulturelle Denk- und Verhaltensweisen.  


Das eigentliche Interkulturelle entsteht immer dann, wenn es zu einer Überschneidungssituation der eigenen Kultur mit einer anderen Kultur kommt.

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Wodurch zeichnet sich interkulturelle Kompetenz aus?


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  • Kenntnisse der Kulturstandards;
  • Vorurteilsbewusstheit, d. h. Vermeidung von kollektiven Zuschreibungen;
  • nicht alles durch die kulturelle Brille betrachten;
  • Nichtwissen, Mehrdeutigkeiten, Nicht-Verstehen, Verhaltensunsicherheit, emotionale Irritationen aushalten können, ohne zu werten bzw. auf vertraute Stereotypen zurückzugreifen;
  • Neugier, Offenheit für das Unbekannte, Fremde;
  • Dialogfähigkeit (respektvoller Umgang, Zuhören können, Fragen, Sich-Selbst-Offenbaren, Authentisch-Sein, Sich-Verständlich-Machen-Können);
  • Sprachkenntnisse 
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wovon ist erfolgreiche Kommunikation abhängig?

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„Erfolgreiche Kommunikation ist abhängig von der Übereinstimmung zwischen Senderin und Empfängerin einer Botschaft oder anders ausgedrückt: Encodierung und Decodierung müssen sich decken, wenn eine Verständigung zustande kommen soll. Eine derartige Übereinstimmung ist jedoch abhängig von einem gemeinsamen Bezugssystem, einem gemeinsamen Code, dem die gleichen Ideen, Erfahrungen und Bezüge zugrunde liegen. Diese Voraussetzung ist umso besser erfüllt, je ähnlicher der kulturelle Erfahrungshintergrund ist“

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Mediation

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Der Begriff „Mediation“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Vermittlung“. Im heutigen Verständnis ist Mediation ein Vermittlungsverfahren, in dem eine neutrale und unabhängige dritte Person zwischen zwei Streit- und Konfliktparteien vermittelt.

Im deutschen Rechtssystem ist die Mediation mittlerweile ein anerkanntes Schieds- und Schlichtungsverfahren als Alternative zur gerichtlichen Einigung. Der in der Rechtsprechung vielfach angewandte Leitsatz von Täter-Opfer-Paradigma wird in der Mediation abgelehnt und durch eine Win-Win-Lösung ersetzt

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interkulturelle Mediation*

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Bei der interkulturellen Mediation geht es um die Lösung eines Streitfalls, bei dem die Streitparteien unterschiedliche kulturelle Hintergründe besitzen und diese als Auslöser für den Konflikt gelten können.


Im deutschen Rechtssystem ist die Mediation mittlerweile ein anerkanntes Schieds- und Schlichtungsverfahren als Alternative zur gerichtlichen Einigung. Der in der Rechtsprechung vielfach angewandte Leitsatz von Täter-Opfer-Paradigma wird in der Mediation abgelehnt und durch eine Win-Win-Lösung ersetzt.*

 

Bei der interkulturellen Mediation vermittelt eine unabhängige und neutrale dritte Person in einem Konflikt, in dem mindestens eine der beiden Streitparteien einen anderen kulturellen Hintergrund besitzt. Dies kann zwischen einzelnen Personen, Wirtschaftsunternehmen, Gruppen oder auch Staaten erfolgen.* Die Konfliktlösung berücksichtigt dabei die unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen. Dies erschwert oftmals den Mediationsprozess und macht diesen wesentlich komplexer als eine Mediation im intrakulturellen Umfeld.

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Ethno-Mediation

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Ethno-Mediation versteht sich als Überbegriff für sämtliche Varianten interkultureller Mediation, wie sie typischerweise regional angewendet wird. D. h., es handelt sich um kulturspezifische Formen der Mediation und daher sind auch der Ablauf, das Verfahren und Rolle des Mediators und der Medianten mitunter gänzlich verschieden. Die jeweils kulturspezifische Variante von Mediation kann nicht nur in der Art im Heimatland der Betroffenen angewandt werden, sondern auch, wenn es sinnvoll erscheint, bei Migranten aus demselben Kulturkreis im Zielland.


„Die ethno-orientierte Variante interkultureller Mediation legt ein nicht-westliches Modell, beispielsweise ein bestimmtes ethno-spezifisches afrikanisches Mediationsmodell zu Grunde, das normalerweise auch in diesem Kontext eingesetzt wird. Es kann jedoch auch in einem anderen Kontext, wie beispielsweise in einem ausgewählten deutschen Kontext eingesetzt werden, wenn es passend erscheint. Mit diesem Modell könnte beispielsweise zwischen zwei Angehörigen einer bestimmten ethnischen Gruppe, die jedoch beide in Deutschland leben und arbeiten, vermittelt werden. Entsprechend übernimmt der Mediator die Rolle eines Mediators [sic!] wie sie sich tendenziell in dem ausgewählten Kontext zeigt. Philosophie und Grundsätze der Mediation, Wertorientierungen, Konfliktlösungsstrategien, Mediationsablauf, Rituale, Techniken der Mediation und Gesprächsführung, Kommunikationsstile, die Rolle des Mediators und der Konfliktparteien werden dann vorwiegend in der kultur- bzw. ethno-spezifischen Weise definiert, auch wenn die Mediation in einem deutschen Kontext […] stattfindet“.

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Q:

unterschiedliche Varianten der interkulturellen Kommunikation

A:

Der eine Gesprächspartner kommuniziert in seiner Herkunftssprache, der andere in einer Fremdsprache.

Beide Gesprächspartner kommunizieren in einer Fremdsprache.

Beide Gesprächspartner sprechen in derselben Muttersprache, haben jedoch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, z. B. Briten und US-Amerikaner 

Q:

 interkulturelle Öffnung

A:

Unter der sogenannten interkulturellen Öffnung wird nun eine Strategie der Organisationsentwicklung verstanden, mit welcher Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen einen Veränderungsprozess einleiten hinsichtlich der Einbeziehung und Teilhabe von Menschen mit den unterschiedlichen oben genannten Merkmalen.


„Interkulturelle Öffnung bezeichnet die Umsetzung der Haltung der interkulturellen Orientierung mit dem Ziel, Zugangsbarrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen. Sie setzt sich mit Migration und mit der Pluralität von lebensweltlichen Konzepten auseinander und geht damit über das Thema ,Kultur‘ hinaus. Interkulturelle Öffnung ist nicht wertneutral, sondern setzt einen Selbstreflexionsprozess in Gang. Diese Überlegungen erfordern auch eine Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Machstrukturen“.


„Interkulturelle Öffnung kann zusammenfassend verstanden werden als ein bewusst gestalteter Prozess, der (selbst-)reflexive Lern- und Veränderungsprozesse von und zwischen unterschiedlichen Menschen, Lebensweisen und Organisationsformen ermöglicht, wodurch Zugangsbarrieren und Abgrenzungsmechanismen in den zu öffnenden Organisationen abgebaut werden und Anerkennung ermöglicht wird“.

Q:

Beispiele, auf die sich interkulturelle Öffnung beziehen sollte 

(Kenan Engin)*

A:
  • Abbau von Zugangsbarrieren bei der Nutzung von sozialen und kommunalen Diensten aufgrund mangelnder Information oder Ängsten aufgrund von schlechten Erfahrungen,


  • mangelnder Zugang zu Bildungseinrichtungen aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse oder fehlender Information oder unterschiedlicher Lerngewohnheiten,


  • Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz,


  • Ungleichverteilung bei der Beanspruchung von medizinischer Versorgung aufgrund von sprachlichen Barrieren oder unterschiedlichen Vorstellungen über Krankheit und Gesundheit,


  • mangelnde Nutzung und Teilhabe an Angeboten von Einrichtungen des kulturellen Lebens wie Büchereien, Theater, Konzerte, Presse, Radio und Fernsehen aufgrund unzureichender Berücksichtigung migrantenspezifischer Themen.*
Q:

Handlungsbereich interkultureller Öffnung (Engin)

A:

Als akut wichtigen Handlungsbereich interkultureller Öffnung sieht Engin den Bildungssektor, da ca. 25–30% aller Teilnehmer in deutschen Bildungseinrichtungen Migrationshintergrund haben, jedoch der Anteil unter dem pädagogischen Personal mit Migrationshintergrund nur 7 % beträgt.

Q:

Zielsetzungen von interkultureller Öffnung 

(Hubertus Schröer)

A:
  • Anerkennung und Umsetzung des Gleichbehandlungs- und Gerechtigkeitspostulats des Grundgesetzes,
  • Ausgleich von Machtasymmetrien zwischen und innerhalb von Organisationen und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund,
  • Festlegung von interkultureller Orientierung in allen Bereichen des Unternehmens und der Organisation,
  • Abkehr vom defizitorientierten Denken über Menschen mit Migrationshintergrund hin zu einer ressourcenorientierten Sichtweise, die kulturelle Vielfalt als Chance begreift,
  • Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Beschäftigungs- und Funktionsbereichen auf allen Hierarchieebenen,
  • Vermittlung von interkultureller Kompetenz an alle in der Organisation tätigen Personen,
  • Anstoß von reflexiven Lern- und Veränderungsprozessen bei Individuen, Gruppen und Organisationen 


Hubertus Schröer verweist jedoch zu Recht darauf, dass interkulturelle Öffnung sich nicht nur auf Menschen mit Migrationshintergrund bezieht, sondern auf alle Menschen, die in einem Unternehmen oder in einer Institution tätig sind.

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Q:

Rassismuskritische Migrationspädagogik

A:

Diese setzt noch vor dem Abbau von Zugangsbarrieren an und deckt gesellschaftliche Machtstrukturen und Dominanzkultur auf.

Q:

 interkulturelle Kommunikation

A:

Nach Hinnenkamp hat interkulturelle Kommunikation drei Aspekte, nämlich „inter“, „kulturell“ und „Kommunikation“. Interkulturelle Kommunikation bezeichnet nach Hinnenkamp einen dynamischen Kommunikationsprozess zwischen unterschiedlichen Kulturen, in den alles einfließt, was Bestandteil der jeweiligen Kultur der Kommunikationspartner ist, sowohl verbal als auch nonverbal.


Interkulturelle Kommunikation findet jedoch nicht nur zwischen einzelnen Individuen (Mikro-Ebene) statt, sondern auch zwischen Organisationen (Meso-Ebene) und Gesellschaften (Makro-Ebene).


„Durch die Unterschiedlichkeit von Annahmen, Wissensbeständen, Werten, Gefühlen und Denk- und Verhaltensweisen der Interaktionspartner – und die damit verbundene Unkenntnis bestimmter symbolischer Handlungen – kommt es zu divergierenden Bedeutungszuschreibungen und Interpretationen, die den interkulturellen Kommunikationsprozess komplizierter verlaufen lassen als den intrakulturellen“


Bei der interkulturellen Kommunikation wird der Prozess der Kommunikation erschwert durch unterschiedliche kulturelle Denk- und Verhaltensweisen.  


Das eigentliche Interkulturelle entsteht immer dann, wenn es zu einer Überschneidungssituation der eigenen Kultur mit einer anderen Kultur kommt.

Q:

Wodurch zeichnet sich interkulturelle Kompetenz aus?


A:
  • Kenntnisse der Kulturstandards;
  • Vorurteilsbewusstheit, d. h. Vermeidung von kollektiven Zuschreibungen;
  • nicht alles durch die kulturelle Brille betrachten;
  • Nichtwissen, Mehrdeutigkeiten, Nicht-Verstehen, Verhaltensunsicherheit, emotionale Irritationen aushalten können, ohne zu werten bzw. auf vertraute Stereotypen zurückzugreifen;
  • Neugier, Offenheit für das Unbekannte, Fremde;
  • Dialogfähigkeit (respektvoller Umgang, Zuhören können, Fragen, Sich-Selbst-Offenbaren, Authentisch-Sein, Sich-Verständlich-Machen-Können);
  • Sprachkenntnisse 
Q:

wovon ist erfolgreiche Kommunikation abhängig?

A:

„Erfolgreiche Kommunikation ist abhängig von der Übereinstimmung zwischen Senderin und Empfängerin einer Botschaft oder anders ausgedrückt: Encodierung und Decodierung müssen sich decken, wenn eine Verständigung zustande kommen soll. Eine derartige Übereinstimmung ist jedoch abhängig von einem gemeinsamen Bezugssystem, einem gemeinsamen Code, dem die gleichen Ideen, Erfahrungen und Bezüge zugrunde liegen. Diese Voraussetzung ist umso besser erfüllt, je ähnlicher der kulturelle Erfahrungshintergrund ist“

Q:

Mediation

A:

Der Begriff „Mediation“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Vermittlung“. Im heutigen Verständnis ist Mediation ein Vermittlungsverfahren, in dem eine neutrale und unabhängige dritte Person zwischen zwei Streit- und Konfliktparteien vermittelt.

Im deutschen Rechtssystem ist die Mediation mittlerweile ein anerkanntes Schieds- und Schlichtungsverfahren als Alternative zur gerichtlichen Einigung. Der in der Rechtsprechung vielfach angewandte Leitsatz von Täter-Opfer-Paradigma wird in der Mediation abgelehnt und durch eine Win-Win-Lösung ersetzt

Q:

interkulturelle Mediation*

A:

Bei der interkulturellen Mediation geht es um die Lösung eines Streitfalls, bei dem die Streitparteien unterschiedliche kulturelle Hintergründe besitzen und diese als Auslöser für den Konflikt gelten können.


Im deutschen Rechtssystem ist die Mediation mittlerweile ein anerkanntes Schieds- und Schlichtungsverfahren als Alternative zur gerichtlichen Einigung. Der in der Rechtsprechung vielfach angewandte Leitsatz von Täter-Opfer-Paradigma wird in der Mediation abgelehnt und durch eine Win-Win-Lösung ersetzt.*

 

Bei der interkulturellen Mediation vermittelt eine unabhängige und neutrale dritte Person in einem Konflikt, in dem mindestens eine der beiden Streitparteien einen anderen kulturellen Hintergrund besitzt. Dies kann zwischen einzelnen Personen, Wirtschaftsunternehmen, Gruppen oder auch Staaten erfolgen.* Die Konfliktlösung berücksichtigt dabei die unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen. Dies erschwert oftmals den Mediationsprozess und macht diesen wesentlich komplexer als eine Mediation im intrakulturellen Umfeld.

Q:

Ethno-Mediation

A:

Ethno-Mediation versteht sich als Überbegriff für sämtliche Varianten interkultureller Mediation, wie sie typischerweise regional angewendet wird. D. h., es handelt sich um kulturspezifische Formen der Mediation und daher sind auch der Ablauf, das Verfahren und Rolle des Mediators und der Medianten mitunter gänzlich verschieden. Die jeweils kulturspezifische Variante von Mediation kann nicht nur in der Art im Heimatland der Betroffenen angewandt werden, sondern auch, wenn es sinnvoll erscheint, bei Migranten aus demselben Kulturkreis im Zielland.


„Die ethno-orientierte Variante interkultureller Mediation legt ein nicht-westliches Modell, beispielsweise ein bestimmtes ethno-spezifisches afrikanisches Mediationsmodell zu Grunde, das normalerweise auch in diesem Kontext eingesetzt wird. Es kann jedoch auch in einem anderen Kontext, wie beispielsweise in einem ausgewählten deutschen Kontext eingesetzt werden, wenn es passend erscheint. Mit diesem Modell könnte beispielsweise zwischen zwei Angehörigen einer bestimmten ethnischen Gruppe, die jedoch beide in Deutschland leben und arbeiten, vermittelt werden. Entsprechend übernimmt der Mediator die Rolle eines Mediators [sic!] wie sie sich tendenziell in dem ausgewählten Kontext zeigt. Philosophie und Grundsätze der Mediation, Wertorientierungen, Konfliktlösungsstrategien, Mediationsablauf, Rituale, Techniken der Mediation und Gesprächsführung, Kommunikationsstile, die Rolle des Mediators und der Konfliktparteien werden dann vorwiegend in der kultur- bzw. ethno-spezifischen Weise definiert, auch wenn die Mediation in einem deutschen Kontext […] stattfindet“.

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