Krankheitslehre an der Impulse E.V. Schule Für Freie Gesundheitsberufe | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Krankheitslehre an der Impulse e.V. Schule für freie Gesundheitsberufe

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Giardien bei Hunden und Katzen

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Giardien sind geißeltragende Einzeller, die auf der Oberfläche des Dünndarms parasitieren und durch ihre Bewegungen und ihre Nahrungsaufnahme Entzündungen und in Folge Durchfall verursachen.

Viele Tiere zeigen trotz Ausscheidung keine oder nur gelegentliche Krankheitserscheinungen, die neben Durchfall auch Blähungen, Leibschmerzen und Appetitlosigkeit beinhalten können.

Die Diagnose des Giardienbefalls wird durch Kotuntersuchung gestellt. I

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Ehrlichiose (tropische Panzytopenie der Hunde, canine Rickettsiosis)

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Da auch die Babesien von den Zecken übertragen werden, ist oft mit einer Doppelinfektion zu rechnen.

Die IKZ beträgt 8 - 20 Tage, der Deutsche Schäferhund ist als besonders empfänglich bekannt.

Eine akute Erkrankung dauert 2 - 4 Wochen, bleibt jedoch oft unbemerkt. Es treten Fieberschübe bis 41 Grad C , Futterverweigerung, Atemstörungen, Lymphknotenschwellungen, eitriger Nasen- und Augenausfluß, Milzerkrankungen, Nervenerkrankungen und Krampfanfälle auf. Auch Muskelzuckungen, Gelenkentzündungen, Lähmungen von Hirnnerven oder der Nachhand werden sichtbar.

Nach 6 - 17 Wochen kann eine Heilung eintreten oder die Erkrankung in eine chronische Form übergehen.

Dabei kommt es neben Blutbildveränderungen zu Spontanblutungen der Schleimhäute und inneren Organe. Die Prognose ist ungünstig bei fortgeschrittenen Fällen, jedoch bei rechtzeitiger Behandlung günstig. Bei der chronischen Form kann eine Erholung nach 3 Monaten eintreten.

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Panleukopenie, Feline Parvovirose (FPV)

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Das außerordentlich resistente Virus kann bei Raumtemperatur bis zu 1 Jahr infektiös bleiben. Das Virus ist eng verwandt mit dem Parvovirus des Hundes, Katzen können auch am caninen Parvovirus (CPV) erkranken

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, kontaminiertes Futter oder Gegenstände. IKZ: 2 - 7 Tage. Schwerste Verlaufsformen sind bei Jungtieren zwischen 6 Wochen und 4 Monaten zu erkennen. Der perakute Verlauf, überwiegend bei Welpen bis zur 6. Lebenswoche, endet innerhalb von wenigen Stunden tödlich.

Beim akuten Verlauf sind die Tiere zunächst matt, verweigern die Futter- und Getränkeaufnahme. Nach 1 - 2 Tagen dünnflüssiger, nur z.T. blutiger Durchfall, ausserdem Erbrechen. Teilweise zeigen die Tiere Fieber oder Untertemperatur. Der Tod durch Austrocknung tritt innerhalb weniger Tage ein.

Trotz intensiver und frühzeitiger Therapie werden die Überlebensraten mit maximal 50% angegeben

Als Prophylaxe kann nur die regelmäßige Impfung angeboten werden.

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Hunde-Malaria (Babesiose beim Hund)

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Babesiose beim Hund, auch Hunde-Malaria oder Piroplasmose genannt, ist eine von Blutparasiten (Babesien bzw. Piroplasmen) hervorgerufene Infektionskrankheit

Die Parasiten werden meist von Zecken übertragen und zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Dadurch kommt es bei Hunden mit Babesiose zu einer fortschreitenden Blutarmut (Anämie).

Die Hunde-Malaria tritt plötzlich (akut) auf. Da es aber oft nicht möglich ist, die Parasiten vollständig zu beseitigen, verläuft die Babesiose häufig chronisch .

Häufig bleibt eine Hunde-Malaria (Babesiose beim Hund) unerkannt, weil keine Symptome auftreten. Kommt es jedoch zu Beschwerden, zeigen sich diese in der Regel etwa 7 bis 21 Tage nach der Infektion mit den Babesien. Der Hund bekommt hohes Fieber und wirkt teilnahmslos. Er verweigert das Fressen und nimmt rasch ab. Außerdem treten eine fortschreitende Blutarmut (Anämie) und Gelbsucht (Ikterus) auf.

Seltener scheidet der Hund mit Hunde-Malaria dunkel gefärbten Urin aus, blutet aus der Haut und den Schleimhäuten und entwickelt Wassereinlagerungen (Ödeme). Bei einer akuten Hunde-Malaria sind die Schleimhäute häufig blass bis gelblich verfärbt. Die Leber und Milz sind teilweise vergrößert. Oft betrifft die Erkrankung WERBUNG auch die Augen des Hundes

Entzündungen der Regenbogen- oder Hornhaut sind möglich. In schweren Fällen von Hunde- Malaria löst sich die Netzhaut des Hundes ab.

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Leishmaniose - Zoonose

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Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Sandfliegen oder durch Schmierinfektionen in bestehende Hautverletzungen. Die IKZ ist mit 3 - 7 Monaten, evt. sogar Jahren (bis zu 8 Jahre!), sehr lange. Bei der latenten Form bleibt das Anfangsstadium oft jahrelang unbemerkt, ca. 50 % der in den endemischen Gebieten lebenden Hunde sind befallen.

Beim Krankheitsausbruch zeigen sich verschieden schwere Verlaufsformen mit oft unspezifischen und nur schubweise auftretenden Symptomen. Es kommt zu Lethargie, gelichtetes Haarkleid, Fieberschüben, Abmagerung, Leber- Milz-Erkrankungen, Muskelerkrankungen. Symptomatisch und hochverdächtig für diese Krankheit sind chronisch nicht juckende Hautentzündungen, Fellverlust des Nasenrückens, der Ohrspitzen und um die Augen herum (Brillenbildung), die von großen, leicht fettigen, kreideweißen Schuppen bedeckt sind. Die Erkrankung breitet sich über Hals, Rücken, Gliedmaßen und Pfoten aus. Es entstehen Entzündungen des Krallenbettes und übermäßiges Krallenwachstum. Die Prognose dieser Erkrankung ist vorsichtig zu stellen. Mit Behandlung erfolgt oft nur eine vorübergehende Besserung, nur geringe Prozentsätze kommen zur Heilung.

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Coronavirus- , Rotavirus- Erkrankungen

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Weitere Viruserkrankungen, die den Symptomen der Parvovirose-Erkrankung ähneln. Auch hier erfolgt die Ansteckung oral mit Kotbestandteilen erkrankter Tiere. Die IKZ beträgt 1 - 4 Tage, die Ausscheidung der Viren durch ein erkranktes Tier 3 - 14 Tage.

In der Regel erfolgt die Infektion stumm oder subklinisch, dies bedeutet, daß die Tiere die Erkrankung ohne deutliche Krankheitssymptome überstehen. Bei erwachsenen Hunden sind Erkrankungen mit chronischen Durchfällen möglich.

Die Tiere zeigen im Vergleich zur Parvovirose nie Untertemperatur. Der Kot ist zunächst breiig, dann schleimig bis wäßrig, übelriechend, grünlicher bis orangegelber Durchfall. Zum Teil zeigt sich eine starke Austrocknung. Der Durchfall kann 8 - 14 Tage anhalten bis sich die zerstörten Darmzotten wieder regeneriert haben. Die Todesfälle sind bei Corona- oder Rotavirus-Erkrankungen gering und betreffen hauptsächlich Welpen. Bei besonders schwerem Verlauf ist immer mit einer Doppelinfektion, auch mit Parvovirose, zu denken.

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Leptospirose, Stuttgarter Hundeseuche, Weilsche Krankheit - Zoonose

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Eine Übertragung der Leptospiren vom Hund auf den Menschen ist jedoch selten, bei der Katze wird ausgesprochen selten eine Erkrankung nachgewiesen.

Nach der Inkubationszeit von 4 - 12 Tagen zeigt der Hund Fieber, Inappetenz, Erbrechen, Durchfall, Lebergewebeschäden, Nierenerkrankungen, Gelbsucht, Urämie, Blutungen. Bei schwerer Verlaufsform können bis zu 30 % der Tiere sterben. Auch nach einer stummen Infektion können bis zu 4 Jahre lang Leptospiren ausgeschieden werden und damit auch andere Tiere angesteckt werden.

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Aujeskysche Krankheit, Pseudowut, Juckpest

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Eine tödlich verlaufende Infektion des Hirnstammes mit einem Schweine-Herpesvirus.

Die IKZ beträgt 2 - 9 Tage. Die Symptome ähneln zunächst der Tollwut mit Ruhelosigkeit, Mattigkeit, rasch eintretendes, starkes Speicheln infolge von Schluckbeschwerden, schwankender Gang. Ein typisches Zeichen ist der starke Juckreiz, an den Ohren und der Nase beginnend. Dadurch kommt es zur Selbstverstümmelung. Innerhalb von 24 - 48 Stunden kommt es zu Bewußtseinsstörungen, Lähmungen und zum Tod.

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Staupe, Canine Distemper, Carre' sche Krankheit

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Die Hundestaupe wird auch durch ein Virus verursacht, das mit dem menschlichen Masernvirus verwandt ist, jedoch keine Erkrankungen des Menschen auslösen kann.

Nach der Inkubationszeit von 3 - 6 Tagen, in denen sich das Virus im Rachenring vermehrt, erfolgt der erste Fieberschub auf 40 0 C und mehr für 1 - 2 Tage.

Es zeigt sich seröser Augen- und Nasenausfluß, das Tier erbricht und zeigt Durchfall. Danach sinkt die Körpertemperatur wieder in den Normbereich. Nach einer 2 - 7 tägigen fieberfreien Zeit erfolgt ein zweiter Temperaturanstieg für mehrere Tage.

Je nach befallenen Organen zeigen sich unterschiedliche Symptome: Magen-Darmtrakt: Erbrechen, Durchfall, Austrocknung, rasche Abmagerung. Durchfalleintritt vor oder mit Symptomen des Atmungsapparates ist verdächtig für Staupe !! Bei einer Erkrankung vor dem Zahnwechsel zeigt sich beim bleibenden Gebiß Schmelzdefekte. Zum Teil ist der Zahnschmelz von minderwertiger Qualität und gelbbräunlicher Farbe (Staupegebiß). Atmungsapparat: Eitrige Sekrete mit verkrusteten Nasenöffnungen, Nasenkatarrh, erschwerte Atmung, Lungenentzündung mit anfangs trockenem, später feuchten Husten, evt. Atemnot und Kreislaufkollaps. Auge: Häufig Lichtscheue und Erkrankungen des Augeninneren. Haut: Pusteln mit hochgradiger Rötung besonders am Unterbauch, Schenkelinnenseiten, Ohrinnenseite. Nervöse Form: Tritt meistens nach dem Abklingen der respiratorischen Form auf, evt. auch noch Monate nach der Erkrankung möglich. Epileptische Anfälle, Kieferkrämpfe, Manegebewegungen, Lähmungen. Hartballenform (Hard pad disease) : Selten, tritt nach der 2. Erkrankungswoche auf, vermehrte Hornbildung an Ballen und Nasenspiegel. Die Prognose dieser Erkrankung ist vorsichtig bis ungünstig.

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Sarcocystose - Sarkosporidiose

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Einzelliger Parasit , der durch die Aufnahme von Fäkalien, verschmutz- tem Gras und P�anzen in den Zwischenwirt gelangt.

Infektionen mit einer geringen Anzahl an Erregern verlaufen im Allge- meinen symptomlos.

Bei stärkerem Erregerbefall kommt es in der akuten Phase zu Störungen des Allgemeinbe�ndens mit Fieber, Durchfall und Bauchkrämpfen. Die Infektion hinterlässt keine ausreichende Resistenz. Bei einer Reinfektion kommt es zu erneutem Auftreten der Symptome . Das Muskel�eisch kann sehr wässerig und aufgedunsen werden.

Bei chronischen Fällen, in denen es zur Zystenbildung in der Muskulatur und anderen Geweben des erkrankten Organismus kommen kann, kön- nen Schmerzen der Muskulatur und Gewichtsverlust, begleitet von se- kundären Erkrankungen durch Bakterien , Viren oder Pilze , ausgelöst werden und den Krankheitsverlauf drastisch verschlimmern.

Im Kot der Hauptwirte (Hunde, Katzen, Mensch) können Sporozysten mit Hilfe der Flotationsmethode nachgewiesen werden. Dabei können sie leicht mit Zysten von Giardien-Arten im Kot verwechselt werden. Eine Absicherung der Diagnose kann durch Antikörperbestimmung im Blutserum erfolgen. Durch moderne DNA -Tests kann eine genauere Be- stimmung des Erregers erfolgen.

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Babesiose, Piroplasmose

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Die Erkrankung wird ähnlich der Borreliose durch Zecken jedoch von der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen

Die IKZ ist kürzer als bei der Borreliose und beträgt 5-7 Tage (bis 3 Wochen).

Junghunde, Tiere im Stress und Hunde mit gleichzeitig anderen Parasitenbefall zeigen meist einen kurzen, schweren Krankheitsverlauf mit Atmungs- und Kreislaufstörungen oder Blutungsstörungen. Hier tritt bereits nach kurzer Zeit der Tod ein.

Zu den typischen Symptomen einer akuten Erkrankung zählt Mattigkeit, Schwäche, Fieber (- 42 Grad C), Erbrechen, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot-grünbrauner Urin, Anzeichen von Nierenversagen, Gelbsucht, Leber-Milz-Erkrankungen.

Bei einer chronisch, schleichenden Erkrankung stehen Fieber, Abmagerung, Teilnahmslosigkeit und Zeichen einer Lebererkrankung im Vordergrund, aber auch neurologische Störungen wie Inkoordination, epileptische Anfälle, Aggressionen sind möglich.

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Infektiöse Tracheo-Bronchitis, " Zwingerhusten"

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Die Erkrankung verläuft mild ohne Fieber mit Rhinitis und Bronchitis. Sie wird kompliziert durch Krankheitserreger wie Bordetella brochiseptica, Strepto-, Staphylokokken, Pasteurellen, Klebsiellen und Mycoplasmen. Die Erkrankung erfolgt aerogen als Tröpfcheninfektion und betrifft schlagartig ganze Hundepopulationen in einem Gebiet.

IKZ: 2 - 30 Tage. Die Erkrankung ist saisonal auftretend und äußert sich mit anfallsweisem trockenen Husten ohne oder mit Allgemeinstörungen, serösem Nasenausfluß und Mandelentzündung. Die Prognose ist günstig, die Tiere erholen sich nach 7 - 14 Tagen. Bei gestreßten und geschwächten Junghunden aus Händlerbeständen kann es vereinzelt zu Todesfällen kommen.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Krankheitslehre Kurs an der Impulse e.V. Schule für freie Gesundheitsberufe - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Giardien bei Hunden und Katzen

A:

Giardien sind geißeltragende Einzeller, die auf der Oberfläche des Dünndarms parasitieren und durch ihre Bewegungen und ihre Nahrungsaufnahme Entzündungen und in Folge Durchfall verursachen.

Viele Tiere zeigen trotz Ausscheidung keine oder nur gelegentliche Krankheitserscheinungen, die neben Durchfall auch Blähungen, Leibschmerzen und Appetitlosigkeit beinhalten können.

Die Diagnose des Giardienbefalls wird durch Kotuntersuchung gestellt. I

Q:

Ehrlichiose (tropische Panzytopenie der Hunde, canine Rickettsiosis)

A:

Da auch die Babesien von den Zecken übertragen werden, ist oft mit einer Doppelinfektion zu rechnen.

Die IKZ beträgt 8 - 20 Tage, der Deutsche Schäferhund ist als besonders empfänglich bekannt.

Eine akute Erkrankung dauert 2 - 4 Wochen, bleibt jedoch oft unbemerkt. Es treten Fieberschübe bis 41 Grad C , Futterverweigerung, Atemstörungen, Lymphknotenschwellungen, eitriger Nasen- und Augenausfluß, Milzerkrankungen, Nervenerkrankungen und Krampfanfälle auf. Auch Muskelzuckungen, Gelenkentzündungen, Lähmungen von Hirnnerven oder der Nachhand werden sichtbar.

Nach 6 - 17 Wochen kann eine Heilung eintreten oder die Erkrankung in eine chronische Form übergehen.

Dabei kommt es neben Blutbildveränderungen zu Spontanblutungen der Schleimhäute und inneren Organe. Die Prognose ist ungünstig bei fortgeschrittenen Fällen, jedoch bei rechtzeitiger Behandlung günstig. Bei der chronischen Form kann eine Erholung nach 3 Monaten eintreten.

Q:

Panleukopenie, Feline Parvovirose (FPV)

A:

Das außerordentlich resistente Virus kann bei Raumtemperatur bis zu 1 Jahr infektiös bleiben. Das Virus ist eng verwandt mit dem Parvovirus des Hundes, Katzen können auch am caninen Parvovirus (CPV) erkranken

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, kontaminiertes Futter oder Gegenstände. IKZ: 2 - 7 Tage. Schwerste Verlaufsformen sind bei Jungtieren zwischen 6 Wochen und 4 Monaten zu erkennen. Der perakute Verlauf, überwiegend bei Welpen bis zur 6. Lebenswoche, endet innerhalb von wenigen Stunden tödlich.

Beim akuten Verlauf sind die Tiere zunächst matt, verweigern die Futter- und Getränkeaufnahme. Nach 1 - 2 Tagen dünnflüssiger, nur z.T. blutiger Durchfall, ausserdem Erbrechen. Teilweise zeigen die Tiere Fieber oder Untertemperatur. Der Tod durch Austrocknung tritt innerhalb weniger Tage ein.

Trotz intensiver und frühzeitiger Therapie werden die Überlebensraten mit maximal 50% angegeben

Als Prophylaxe kann nur die regelmäßige Impfung angeboten werden.

Q:

Hunde-Malaria (Babesiose beim Hund)

A:

Babesiose beim Hund, auch Hunde-Malaria oder Piroplasmose genannt, ist eine von Blutparasiten (Babesien bzw. Piroplasmen) hervorgerufene Infektionskrankheit

Die Parasiten werden meist von Zecken übertragen und zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Dadurch kommt es bei Hunden mit Babesiose zu einer fortschreitenden Blutarmut (Anämie).

Die Hunde-Malaria tritt plötzlich (akut) auf. Da es aber oft nicht möglich ist, die Parasiten vollständig zu beseitigen, verläuft die Babesiose häufig chronisch .

Häufig bleibt eine Hunde-Malaria (Babesiose beim Hund) unerkannt, weil keine Symptome auftreten. Kommt es jedoch zu Beschwerden, zeigen sich diese in der Regel etwa 7 bis 21 Tage nach der Infektion mit den Babesien. Der Hund bekommt hohes Fieber und wirkt teilnahmslos. Er verweigert das Fressen und nimmt rasch ab. Außerdem treten eine fortschreitende Blutarmut (Anämie) und Gelbsucht (Ikterus) auf.

Seltener scheidet der Hund mit Hunde-Malaria dunkel gefärbten Urin aus, blutet aus der Haut und den Schleimhäuten und entwickelt Wassereinlagerungen (Ödeme). Bei einer akuten Hunde-Malaria sind die Schleimhäute häufig blass bis gelblich verfärbt. Die Leber und Milz sind teilweise vergrößert. Oft betrifft die Erkrankung WERBUNG auch die Augen des Hundes

Entzündungen der Regenbogen- oder Hornhaut sind möglich. In schweren Fällen von Hunde- Malaria löst sich die Netzhaut des Hundes ab.

Q:

Leishmaniose - Zoonose

A:

Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Sandfliegen oder durch Schmierinfektionen in bestehende Hautverletzungen. Die IKZ ist mit 3 - 7 Monaten, evt. sogar Jahren (bis zu 8 Jahre!), sehr lange. Bei der latenten Form bleibt das Anfangsstadium oft jahrelang unbemerkt, ca. 50 % der in den endemischen Gebieten lebenden Hunde sind befallen.

Beim Krankheitsausbruch zeigen sich verschieden schwere Verlaufsformen mit oft unspezifischen und nur schubweise auftretenden Symptomen. Es kommt zu Lethargie, gelichtetes Haarkleid, Fieberschüben, Abmagerung, Leber- Milz-Erkrankungen, Muskelerkrankungen. Symptomatisch und hochverdächtig für diese Krankheit sind chronisch nicht juckende Hautentzündungen, Fellverlust des Nasenrückens, der Ohrspitzen und um die Augen herum (Brillenbildung), die von großen, leicht fettigen, kreideweißen Schuppen bedeckt sind. Die Erkrankung breitet sich über Hals, Rücken, Gliedmaßen und Pfoten aus. Es entstehen Entzündungen des Krallenbettes und übermäßiges Krallenwachstum. Die Prognose dieser Erkrankung ist vorsichtig zu stellen. Mit Behandlung erfolgt oft nur eine vorübergehende Besserung, nur geringe Prozentsätze kommen zur Heilung.

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Q:

Coronavirus- , Rotavirus- Erkrankungen

A:

Weitere Viruserkrankungen, die den Symptomen der Parvovirose-Erkrankung ähneln. Auch hier erfolgt die Ansteckung oral mit Kotbestandteilen erkrankter Tiere. Die IKZ beträgt 1 - 4 Tage, die Ausscheidung der Viren durch ein erkranktes Tier 3 - 14 Tage.

In der Regel erfolgt die Infektion stumm oder subklinisch, dies bedeutet, daß die Tiere die Erkrankung ohne deutliche Krankheitssymptome überstehen. Bei erwachsenen Hunden sind Erkrankungen mit chronischen Durchfällen möglich.

Die Tiere zeigen im Vergleich zur Parvovirose nie Untertemperatur. Der Kot ist zunächst breiig, dann schleimig bis wäßrig, übelriechend, grünlicher bis orangegelber Durchfall. Zum Teil zeigt sich eine starke Austrocknung. Der Durchfall kann 8 - 14 Tage anhalten bis sich die zerstörten Darmzotten wieder regeneriert haben. Die Todesfälle sind bei Corona- oder Rotavirus-Erkrankungen gering und betreffen hauptsächlich Welpen. Bei besonders schwerem Verlauf ist immer mit einer Doppelinfektion, auch mit Parvovirose, zu denken.

Q:

Leptospirose, Stuttgarter Hundeseuche, Weilsche Krankheit - Zoonose

A:

Eine Übertragung der Leptospiren vom Hund auf den Menschen ist jedoch selten, bei der Katze wird ausgesprochen selten eine Erkrankung nachgewiesen.

Nach der Inkubationszeit von 4 - 12 Tagen zeigt der Hund Fieber, Inappetenz, Erbrechen, Durchfall, Lebergewebeschäden, Nierenerkrankungen, Gelbsucht, Urämie, Blutungen. Bei schwerer Verlaufsform können bis zu 30 % der Tiere sterben. Auch nach einer stummen Infektion können bis zu 4 Jahre lang Leptospiren ausgeschieden werden und damit auch andere Tiere angesteckt werden.

Q:

Aujeskysche Krankheit, Pseudowut, Juckpest

A:

Eine tödlich verlaufende Infektion des Hirnstammes mit einem Schweine-Herpesvirus.

Die IKZ beträgt 2 - 9 Tage. Die Symptome ähneln zunächst der Tollwut mit Ruhelosigkeit, Mattigkeit, rasch eintretendes, starkes Speicheln infolge von Schluckbeschwerden, schwankender Gang. Ein typisches Zeichen ist der starke Juckreiz, an den Ohren und der Nase beginnend. Dadurch kommt es zur Selbstverstümmelung. Innerhalb von 24 - 48 Stunden kommt es zu Bewußtseinsstörungen, Lähmungen und zum Tod.

Q:

Staupe, Canine Distemper, Carre' sche Krankheit

A:

Die Hundestaupe wird auch durch ein Virus verursacht, das mit dem menschlichen Masernvirus verwandt ist, jedoch keine Erkrankungen des Menschen auslösen kann.

Nach der Inkubationszeit von 3 - 6 Tagen, in denen sich das Virus im Rachenring vermehrt, erfolgt der erste Fieberschub auf 40 0 C und mehr für 1 - 2 Tage.

Es zeigt sich seröser Augen- und Nasenausfluß, das Tier erbricht und zeigt Durchfall. Danach sinkt die Körpertemperatur wieder in den Normbereich. Nach einer 2 - 7 tägigen fieberfreien Zeit erfolgt ein zweiter Temperaturanstieg für mehrere Tage.

Je nach befallenen Organen zeigen sich unterschiedliche Symptome: Magen-Darmtrakt: Erbrechen, Durchfall, Austrocknung, rasche Abmagerung. Durchfalleintritt vor oder mit Symptomen des Atmungsapparates ist verdächtig für Staupe !! Bei einer Erkrankung vor dem Zahnwechsel zeigt sich beim bleibenden Gebiß Schmelzdefekte. Zum Teil ist der Zahnschmelz von minderwertiger Qualität und gelbbräunlicher Farbe (Staupegebiß). Atmungsapparat: Eitrige Sekrete mit verkrusteten Nasenöffnungen, Nasenkatarrh, erschwerte Atmung, Lungenentzündung mit anfangs trockenem, später feuchten Husten, evt. Atemnot und Kreislaufkollaps. Auge: Häufig Lichtscheue und Erkrankungen des Augeninneren. Haut: Pusteln mit hochgradiger Rötung besonders am Unterbauch, Schenkelinnenseiten, Ohrinnenseite. Nervöse Form: Tritt meistens nach dem Abklingen der respiratorischen Form auf, evt. auch noch Monate nach der Erkrankung möglich. Epileptische Anfälle, Kieferkrämpfe, Manegebewegungen, Lähmungen. Hartballenform (Hard pad disease) : Selten, tritt nach der 2. Erkrankungswoche auf, vermehrte Hornbildung an Ballen und Nasenspiegel. Die Prognose dieser Erkrankung ist vorsichtig bis ungünstig.

Q:

Sarcocystose - Sarkosporidiose

A:

Einzelliger Parasit , der durch die Aufnahme von Fäkalien, verschmutz- tem Gras und P�anzen in den Zwischenwirt gelangt.

Infektionen mit einer geringen Anzahl an Erregern verlaufen im Allge- meinen symptomlos.

Bei stärkerem Erregerbefall kommt es in der akuten Phase zu Störungen des Allgemeinbe�ndens mit Fieber, Durchfall und Bauchkrämpfen. Die Infektion hinterlässt keine ausreichende Resistenz. Bei einer Reinfektion kommt es zu erneutem Auftreten der Symptome . Das Muskel�eisch kann sehr wässerig und aufgedunsen werden.

Bei chronischen Fällen, in denen es zur Zystenbildung in der Muskulatur und anderen Geweben des erkrankten Organismus kommen kann, kön- nen Schmerzen der Muskulatur und Gewichtsverlust, begleitet von se- kundären Erkrankungen durch Bakterien , Viren oder Pilze , ausgelöst werden und den Krankheitsverlauf drastisch verschlimmern.

Im Kot der Hauptwirte (Hunde, Katzen, Mensch) können Sporozysten mit Hilfe der Flotationsmethode nachgewiesen werden. Dabei können sie leicht mit Zysten von Giardien-Arten im Kot verwechselt werden. Eine Absicherung der Diagnose kann durch Antikörperbestimmung im Blutserum erfolgen. Durch moderne DNA -Tests kann eine genauere Be- stimmung des Erregers erfolgen.

Q:

Babesiose, Piroplasmose

A:

Die Erkrankung wird ähnlich der Borreliose durch Zecken jedoch von der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen

Die IKZ ist kürzer als bei der Borreliose und beträgt 5-7 Tage (bis 3 Wochen).

Junghunde, Tiere im Stress und Hunde mit gleichzeitig anderen Parasitenbefall zeigen meist einen kurzen, schweren Krankheitsverlauf mit Atmungs- und Kreislaufstörungen oder Blutungsstörungen. Hier tritt bereits nach kurzer Zeit der Tod ein.

Zu den typischen Symptomen einer akuten Erkrankung zählt Mattigkeit, Schwäche, Fieber (- 42 Grad C), Erbrechen, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot-grünbrauner Urin, Anzeichen von Nierenversagen, Gelbsucht, Leber-Milz-Erkrankungen.

Bei einer chronisch, schleichenden Erkrankung stehen Fieber, Abmagerung, Teilnahmslosigkeit und Zeichen einer Lebererkrankung im Vordergrund, aber auch neurologische Störungen wie Inkoordination, epileptische Anfälle, Aggressionen sind möglich.

Q:

Infektiöse Tracheo-Bronchitis, " Zwingerhusten"

A:

Die Erkrankung verläuft mild ohne Fieber mit Rhinitis und Bronchitis. Sie wird kompliziert durch Krankheitserreger wie Bordetella brochiseptica, Strepto-, Staphylokokken, Pasteurellen, Klebsiellen und Mycoplasmen. Die Erkrankung erfolgt aerogen als Tröpfcheninfektion und betrifft schlagartig ganze Hundepopulationen in einem Gebiet.

IKZ: 2 - 30 Tage. Die Erkrankung ist saisonal auftretend und äußert sich mit anfallsweisem trockenen Husten ohne oder mit Allgemeinstörungen, serösem Nasenausfluß und Mandelentzündung. Die Prognose ist günstig, die Tiere erholen sich nach 7 - 14 Tagen. Bei gestreßten und geschwächten Junghunden aus Händlerbeständen kann es vereinzelt zu Todesfällen kommen.

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