Neuroanatomie an der HSD Hochschule Döpfer | Karteikarten & Zusammenfassungen

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Was ist eine Myelin schicht?

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Myelin = Fett-Eiweiß-Gemisch


Myelin besteht zu etwa 40% aus Wasser. Die Trockenmasse enthält rund 80% Lipide (u.a. Cholesterin, Phospholipide und Zerebroside ) und ca. 20% Proteine, wobei es auch prozentuale Variationen geben kann. 


Myelin verringert die elektrische Kapazität der Nervenzellmembran und erhöht ihren elektrischen Widerstand, was das "Abwandern" der elektrischen Erregung aus dem Axon in die Umgebung verhindert. Dadurch kann die Übertragungsgeschwindigkeit der Nervenfaser signifikant gesteigert werden. Nervenfasern mit Myelinscheide zeigen eine saltatorische Erregungsleitung, die eine zeitnahe Impulsübertragung auch über längere Strecken gewährleistet. 


=  eine Biomembran, welche die Axone der Nervenzellen umgibt und so Myelinscheiden bildet


Myelinscheide

Aufbau durch spezielle Gliazellen:

  • Schwann-Zellen im peripheren
  • Oligodendrozyten im ZNS. Zellen umschließen das Axon, bilden Myelin  und Eiweiß.


Der Aufbau der Myelinscheide wird von speziellen Gliazellen geleistet, im ZNS von den Oligodendrozyten und im PNS von Schwann-Zellen.


Die jeweiligen Zellen umschließen das Axon und bilden, vergleichbar mit Blätterteig, mehrer, längs segmentierte (abgegrenzte) Lamellenlagen aus Cholesterin und Eiweiß (=Myelin). Auf diese Weise entsteht eine Isolierung wie bei einem Elektrokabel, das einen Ionenverlust sowie elektische Interferenzen (Störungen von AP'en untereinander) zwischen Axonen verhindert.

Je mach Dicke der Myelinschicht werden markhaltige (myelinisierte) von marklosen (nicht myelinisierte) Axonen unterschieden. Bei markhaltigen Nervenfasern bilden Einschnürungen (Ranvier-Schnürringe), die bis zur Zellmembran reichen, einzelne Segmente an der Myelinscheide. Ein Ionenaustausch und damit ein AP sind bei Axonen nur noch an den Ranvier-Schnürringen möglich. Während bei marklosen Axonen ein elektrischer Impuls entlang der Zellmembran erfolgt und längere Zeit braucht, bis er das Ende des Axons erreicht hat, erfolgt er bei myelinisierten Axonen saltatorisch (sprunghaft) an besagten Schnürringen und erhöht dadurch die Lichtgeschwindigkeit (bis 130m/s).  Das heißt Nervenfasern übertragen Informationen schneller als dünne Fasern.



    


    

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Wie entsteht ein Aktionspotential?

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  • Durch  Natriumeinstrom (positive Ladung) 

  • Spannung wird vermindert (Depolarisation)

  • Wenn bei der Depolarisation (Ansteigen des Membranpotentials) ein         bestimmter Schwellenwert erreicht wird , wird schlagartig nach dem Alles-oder-nichts-Gesetz ein Aktionspotential ausgelöst 

  • Kommen die elektrischen Signale aus den Dendriten am Axonhügel an,öffnen sich spannungsgesteuerte Natriumkanäle durch die         Depolarisation. Aufgrund der geringen Na+ Konzentration u. der negativen Ladung im Zellinneren setzt sofort ein starker Na+ -Einstrom in die Zelle ein. Die Ladungsverhältnisse kehren sich um: jetzt überwiegt an der Innenseite d. Membran die positive Ladung (+30mV), damit ist d. Aktionspotential entstanden

        
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Wie kommt es zur Repolarisation nach der Entstehung eines Aktionspotentials?

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  • Damit sich d. Ruhezustand schnell wiederherstellt, nimmt Leitfähigkeit d. Zellmembran f. Natrium-Ionen am Höhepunkt einer Depolarisation schnell wieder ab

        

  • Leitfähigkeit f. Kalium-Ionen steigt f. kurze Zeit sehr stark an

            
  • Na+ Einstrom in d. Zelle stoppt u. Kalium-Ionen strömen aus Zelle

            
  • negative Ladung überwiegt an Membraninnenseite

            
  •  kurz Hyperpolarisation, dann        Ruhepotential wiederhergestellt

        
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Wie nennt man Depolarisationsschwankungen an der Membran einer Nervenzelle, die den Schwellenwert für ein Aktionspotential nicht erreichen?

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= Generatorpotentiale
    


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Nennen Sie die Hauptabschnitte eines Neurons!

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  • Dendriten         („Empfangsstellen“ = zuführende Fortsätze)

  • Perikaryon (Zellkörper) mit Zellkern u. Nisslschollen (endoplasmatisches         Retikulum d. Nervenzelle)        

  • Axon mit präsynaptischen Endknöpfchen

        
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Was ist ein Ranvierscher Schnürring?

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  • = ringförmige Unterbrechung der Myelinscheide, die Nervenfasern umgibt       

  • Dienen der schnellen saltatorischen Erregungsleitung: Aktionspotential „springt“ entlang d. Nervenfaser von         Schnürring zu Schnürring

        
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Wie unterscheiden sich graue und weiße Substanz im Nervengewebe?

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  • Substanzia gris (Graue):           

    • Ohne             Myelinschicht: wird aus einer größeren Ansammlung eng             beieinanderliegender Nervenzellkörper mit ihren Dendriten gebildet      

    • Befindet sich um den ganzen Nerv herum    

    • Erscheinen             mikroskopisch grau    

              
  • Substanzia alba (Weiße):

    • Mit Myelinschicht

    • Befindet sich nur um das Axon herum          

    • Myelin erscheint mikroskopisch weiß    

              
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Was ist ein Neurotransmitter?

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  • =Botenstoffe zwischen         

    • 2 Nervenzellen,          

    • 1 Nervenzelle und 1 Muskelzelle            

    • oder 1 Nervenzelle und 1 Drüsenzelle      

  • Erregende N. -> Depolarisation = lösen Aktionspotential aus (z.B. Acetylcholin beim Muskel)

  • Hemmende N. -> Hyperpolarisation = unterbrechen Nervenleitung

        
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Was ist ein Präsynaptischer     Endknopf?

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  • = Anteil einer chemischen         Synapse/  Enden eines Axons (vor der Synapse)

            
  • Axon ist vielfach verzweigt ->         präsynapt. Endknöpfchen (Zweigenden) enhalten synapt. Bläschen (Versikel) mit Neurotransmittern

        
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Großhirn 

Wo liegen die primär motorischen Rindenfelder in der Großhirnrinde? 

    

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Lage in Großhirnrinde: auf der vorderen Zentralwindung (Gyrus praecentralis)

    

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Welche Funktionen laufen über die Pyramidenbahnen als Projektionsbahnen aus dem Großhirn?

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  • Projektionsbahnen         verbinden das Großhirn mit tiefer gelegenen Gehirnabschnitten u.   dem Rückenmark

            
  • =  efferente motorische Projektionsbahnen

            
  • Funktion:            

    • Willkürmotorik

                  
    • Hemmung d. unwillkürlichen Motorik d. quergestreiften Muskulatur, z.B. Reflexe, Grundtonus    

              
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Wo liegen die meisten primär sensorischen Rindenfelder in der     Großhirnrinde?

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  • Lage in Großhirnrinde: auf der hinteren Zentralwindung (Gyrus      postcentralis)

        
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Q:

Was ist eine Myelin schicht?

A:

Myelin = Fett-Eiweiß-Gemisch


Myelin besteht zu etwa 40% aus Wasser. Die Trockenmasse enthält rund 80% Lipide (u.a. Cholesterin, Phospholipide und Zerebroside ) und ca. 20% Proteine, wobei es auch prozentuale Variationen geben kann. 


Myelin verringert die elektrische Kapazität der Nervenzellmembran und erhöht ihren elektrischen Widerstand, was das "Abwandern" der elektrischen Erregung aus dem Axon in die Umgebung verhindert. Dadurch kann die Übertragungsgeschwindigkeit der Nervenfaser signifikant gesteigert werden. Nervenfasern mit Myelinscheide zeigen eine saltatorische Erregungsleitung, die eine zeitnahe Impulsübertragung auch über längere Strecken gewährleistet. 


=  eine Biomembran, welche die Axone der Nervenzellen umgibt und so Myelinscheiden bildet


Myelinscheide

Aufbau durch spezielle Gliazellen:

  • Schwann-Zellen im peripheren
  • Oligodendrozyten im ZNS. Zellen umschließen das Axon, bilden Myelin  und Eiweiß.


Der Aufbau der Myelinscheide wird von speziellen Gliazellen geleistet, im ZNS von den Oligodendrozyten und im PNS von Schwann-Zellen.


Die jeweiligen Zellen umschließen das Axon und bilden, vergleichbar mit Blätterteig, mehrer, längs segmentierte (abgegrenzte) Lamellenlagen aus Cholesterin und Eiweiß (=Myelin). Auf diese Weise entsteht eine Isolierung wie bei einem Elektrokabel, das einen Ionenverlust sowie elektische Interferenzen (Störungen von AP'en untereinander) zwischen Axonen verhindert.

Je mach Dicke der Myelinschicht werden markhaltige (myelinisierte) von marklosen (nicht myelinisierte) Axonen unterschieden. Bei markhaltigen Nervenfasern bilden Einschnürungen (Ranvier-Schnürringe), die bis zur Zellmembran reichen, einzelne Segmente an der Myelinscheide. Ein Ionenaustausch und damit ein AP sind bei Axonen nur noch an den Ranvier-Schnürringen möglich. Während bei marklosen Axonen ein elektrischer Impuls entlang der Zellmembran erfolgt und längere Zeit braucht, bis er das Ende des Axons erreicht hat, erfolgt er bei myelinisierten Axonen saltatorisch (sprunghaft) an besagten Schnürringen und erhöht dadurch die Lichtgeschwindigkeit (bis 130m/s).  Das heißt Nervenfasern übertragen Informationen schneller als dünne Fasern.



    


    

Q:

Wie entsteht ein Aktionspotential?

A:


  • Durch  Natriumeinstrom (positive Ladung) 

  • Spannung wird vermindert (Depolarisation)

  • Wenn bei der Depolarisation (Ansteigen des Membranpotentials) ein         bestimmter Schwellenwert erreicht wird , wird schlagartig nach dem Alles-oder-nichts-Gesetz ein Aktionspotential ausgelöst 

  • Kommen die elektrischen Signale aus den Dendriten am Axonhügel an,öffnen sich spannungsgesteuerte Natriumkanäle durch die         Depolarisation. Aufgrund der geringen Na+ Konzentration u. der negativen Ladung im Zellinneren setzt sofort ein starker Na+ -Einstrom in die Zelle ein. Die Ladungsverhältnisse kehren sich um: jetzt überwiegt an der Innenseite d. Membran die positive Ladung (+30mV), damit ist d. Aktionspotential entstanden

        
Q:

Wie kommt es zur Repolarisation nach der Entstehung eines Aktionspotentials?

A:
  • Damit sich d. Ruhezustand schnell wiederherstellt, nimmt Leitfähigkeit d. Zellmembran f. Natrium-Ionen am Höhepunkt einer Depolarisation schnell wieder ab

        

  • Leitfähigkeit f. Kalium-Ionen steigt f. kurze Zeit sehr stark an

            
  • Na+ Einstrom in d. Zelle stoppt u. Kalium-Ionen strömen aus Zelle

            
  • negative Ladung überwiegt an Membraninnenseite

            
  •  kurz Hyperpolarisation, dann        Ruhepotential wiederhergestellt

        
Q:

Wie nennt man Depolarisationsschwankungen an der Membran einer Nervenzelle, die den Schwellenwert für ein Aktionspotential nicht erreichen?

A:

= Generatorpotentiale
    


Q:

Nennen Sie die Hauptabschnitte eines Neurons!

A:
  • Dendriten         („Empfangsstellen“ = zuführende Fortsätze)

  • Perikaryon (Zellkörper) mit Zellkern u. Nisslschollen (endoplasmatisches         Retikulum d. Nervenzelle)        

  • Axon mit präsynaptischen Endknöpfchen

        
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Q:

Was ist ein Ranvierscher Schnürring?

A:

      

  • = ringförmige Unterbrechung der Myelinscheide, die Nervenfasern umgibt       

  • Dienen der schnellen saltatorischen Erregungsleitung: Aktionspotential „springt“ entlang d. Nervenfaser von         Schnürring zu Schnürring

        
Q:

Wie unterscheiden sich graue und weiße Substanz im Nervengewebe?

A:

     

  • Substanzia gris (Graue):           

    • Ohne             Myelinschicht: wird aus einer größeren Ansammlung eng             beieinanderliegender Nervenzellkörper mit ihren Dendriten gebildet      

    • Befindet sich um den ganzen Nerv herum    

    • Erscheinen             mikroskopisch grau    

              
  • Substanzia alba (Weiße):

    • Mit Myelinschicht

    • Befindet sich nur um das Axon herum          

    • Myelin erscheint mikroskopisch weiß    

              
Q:

Was ist ein Neurotransmitter?

A:

  

  • =Botenstoffe zwischen         

    • 2 Nervenzellen,          

    • 1 Nervenzelle und 1 Muskelzelle            

    • oder 1 Nervenzelle und 1 Drüsenzelle      

  • Erregende N. -> Depolarisation = lösen Aktionspotential aus (z.B. Acetylcholin beim Muskel)

  • Hemmende N. -> Hyperpolarisation = unterbrechen Nervenleitung

        
Q:

Was ist ein Präsynaptischer     Endknopf?

A:


  • = Anteil einer chemischen         Synapse/  Enden eines Axons (vor der Synapse)

            
  • Axon ist vielfach verzweigt ->         präsynapt. Endknöpfchen (Zweigenden) enhalten synapt. Bläschen (Versikel) mit Neurotransmittern

        
Q:

Großhirn 

Wo liegen die primär motorischen Rindenfelder in der Großhirnrinde? 

    

A:


Lage in Großhirnrinde: auf der vorderen Zentralwindung (Gyrus praecentralis)

    

Q:

Welche Funktionen laufen über die Pyramidenbahnen als Projektionsbahnen aus dem Großhirn?

A:

       

  • Projektionsbahnen         verbinden das Großhirn mit tiefer gelegenen Gehirnabschnitten u.   dem Rückenmark

            
  • =  efferente motorische Projektionsbahnen

            
  • Funktion:            

    • Willkürmotorik

                  
    • Hemmung d. unwillkürlichen Motorik d. quergestreiften Muskulatur, z.B. Reflexe, Grundtonus    

              
Q:

Wo liegen die meisten primär sensorischen Rindenfelder in der     Großhirnrinde?

A:

        

  • Lage in Großhirnrinde: auf der hinteren Zentralwindung (Gyrus      postcentralis)

        
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