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Lernmaterialien für Finanzierung an der Hochschule Wismar

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Finanzierung Kurs an der Hochschule Wismar zu.

TESTE DEIN WISSEN

Nennen und erläutern Sie drei Funktionen des Gläubigerschutzes, die durch die Handelsbilanz erfüllt werden

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TESTE DEIN WISSEN
  • Insolvenzauslösungsfunktion, d.h. Pflicht, Insolvenzantrag zu stellen 
  • Dispositionsentzugsfunktion, d.h. nur noch Insolvenzverwalter bestimmt 
  • Belieferung des Insolvenzgerichts mit Beweisen der Zahlungsunfähigkeit
  • Sicherungsfunktion für Beweise (gläubigerschädigendes Verhalten)
  • Verfahrensbeschleunigungsfunktion; eben durch die Bilanz wird Vermögen schnell ersichtlich
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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie alle kennen gelernten Arten der Kapitalerhöhung, ¾ Mehrheit bei HV

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TESTE DEIN WISSEN
  • Ordentliche Kapitalerhöhung: Synonym: Kapitalerhöhung gegen Einlage, neue junge Aktien werden ausgeschüttet, Erhöhung wird ins HR eingetragen, Aktionäre erhalten „Bezugsrecht“ 


  • Bedingte Kapitalerhöhung: bedingte KE ist an Bedingungen geknüpft, z.B. darf das Grundkapital nur soweit erhöht werden, wie von Umtausch- oder Bezugsrechten Gebrauch gemacht wird und dies bis max. 50% des vorhandenen Grundkapitals 
    1. zur Erfüllung der Ansprüche auf Wandelung in Aktien, die aus Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen resultieren;
    2. zur Vorbereitung von Zusammenschlüssen mehrerer Unternehmen;
    3. zur Gewährung von Bezugsrechten an Arbeitnehmer (Belegschaftsaktien) und Mitglieder der Geschäftsführung.


  • Genehmigtes Kapital: Vorstand wird ermächtigt, bei Bedarf kurzfristig eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Für die Erhöhung muss zum Zeitpunkt kein Grund vorliegen. Die Genehmigung gilt für 5 Jahre, ¾ Mehrheit auf der HV nötig. 


  • Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (nominelle KE)
    1. nur Umschichtung, keine echte Zuführung frischens EK’s von außen
      • Gewinn/Kapitalrücklagen(Agio) werden zu Grundkapital
    2. Ausgabe von Berichtigungsaktien (Gratisaktien), da Aktienkurs durch höheres Grundkapital sinkt
    3. Grund: Verbesserung der Bonität
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Nennen Sie drei Vorteile des Leasings?

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  • Steuerliche Vorteile
    1. Leasing-Raten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar, wenn das Leasing-Objekt steuerlich dem Leasing-Geber zugeordnet ist.
  • Kalkulationsgrundlage & Planungssicherheit
    1. Die Leasing-Rate wird auch langfristig nicht von Zinsänderungen oder Ratingveränderungen beeinflusst und dient so als sichere Kalkulationsgrundlage. 
    2. Die Höhe der Leasing-Raten und Vertragslaufzeit stehen von Beginn an fest.
  • Bilanzneutralität
    1. Leasing-Gegenstände erscheinen nicht in der Bilanz des Leasing-Nehmers. Lediglich die Leasing-Raten werden als Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht 
  • Keine Bestellung von Sicherheiten nötig
  • Bei kurzfristigen Leasingverträgen ist eine schnelle Anpassung an den technischen Fortschritt möglich
  • Die monatlichen Zahlungen können aus den Erträgen des Leasinggegenstandes geleistet werden.
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Wie funktioniert das echte Factoring und wofür steht der Begriff „Delkredere“? Erklären Sie!

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Beim (echten) Factoring übernimmt ein „Factor“ die Forderung und bevorschusst das Unternehmen mit Liquidität.

Es wird Delkrederefunktion(Zahlungsausfallrisiko) übernommen, da der Factor das Zahlungsausfallrisiko trägt. 

  • Trotz Delkrederefunktion überweist Factor nicht 100% des Rechnungsbetrages
    • Tatsächlicher Betrag liegt bei 80 – 95% der Forderung 
    • Die Differenz dient als Sicherheitsabschlag 
      • Wg. Gewährleistungsansprüchen, Retouren, Skonti 
    • Nach 90 bis 120 Tagen wird Sicherheitsbetrag „frei“

    1. weitere Kosten die für die Dienstleistung anfallen

Finanzierungswirkung des Factoring

  1. Positiver Liquiditätseffekt durch Umschichtung illiquider Forderungen in Liquidität
  2. Vermeidung von Forderungsverlusten
  3. Inanspruchnahme von Skonto durch bessere, eigene Liquiditätssituation
  4. Schonung der Banken-Kontokorrent-Kreditlinie
  5. Ggf. Kosteneinsparung bei der Debitorenbuchhaltung

Factoring ist eine Finanzierungsform, die durch den Verkauf offener Forderungen an Dritte die Liquidität einer Unternehmung unmittelbar steigert.

Hierbei generiert das Unternehmen einen Finanzierungsspielraum, der dem eigentlichen Umsatz entspricht und sofort zur Verfügung steht. Daher spricht man beim Factoring auch von einer umsatzkongruenten Finanzierungsform. Während sich steigende Auflagen in Bezug auf mögliche Kredite, wie z.B. Basel II, negativ auf akute Investitionen auswirken, gibt Factoring einen direkten Liquiditätszuwachs, verbunden mit einem Anstieg der Eigenkapitalquote. In der Konsequenz ermöglicht Factoring in Wachstumsphasen weiterhin geeignet zu investieren, sich kontinuierlich zu entwickeln und somit der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus zu sein.

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Was ist ein vollkommener Kapitalmarkt. Erläutern Sie und nennen dabei mindesten zwei Merkmale

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Ein vollkommener Kapitalmarkt ist ein rein theoretisches Konstrukt, welches Teil der neoklassischen Finanzierungstheorie ist. 

Hierbei wird von unterschiedlichen Annahmen und Bedingungen ausgegangen, die in der Realität in dieser Form nicht anzutreffen sind. 

- Alle Marktteilnehmer treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage gleicher, allgemein bekannter Informationen 

- Der Preis für jeden Zahlungsstrom (Zins) ist gleich, unabhängig davon, ob angeboten oder verkauft wird 

- Es stehen Kredite in unlimitierter Höhe zur Verfügung 

- Es existieren keine Transaktionskosten (Abwicklungskosten) 

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Differenzieren Sie Außen- und Innenfinanzierung und nennen jeweils einen konkreten Punkt in der Bilanz, der zur Außen- bzw. Innenfinanzierung zuzuordnen ist.

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Die Außenfinanzierung ist ein Teilbereich der Unternehmensfinanzierung, bei dem die zur Verfügung gestellten Mittel nicht aus dem Umsatzbereich (Güterverkauf), sondern von externen Kapitalgebern stammen. (Geld wird von „außen zur Verfügung gestellt)


BSP: Gezeichnetes Kapital


- Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung (Außen- und Eigenfinanzierung)

-Zusätzliche Kapitaleinlagen der bisherigen Unternehmer oder eine Beteiligungen

Dritter an der Unternehmung.

-Das Kapital nimmt am Gewinn und Verlust des

Unternehmens teil 


- Kreditfinanzierung (Außen- und Fremdfinanzierung)

-Ein Gläubiger (z.B. Bank) stellt Kapital zur Verfügung.

-Zinsen und Tilgung sind auch in Verlustjahren zu Zahlen.

 

Bei der Innenfinanzierung wird – im Gegensatz zur Außenfinanzierung – kein Kapital von außen zugeführt. Kapitalbeschaffung erfolgt aus dem eigenen betrieblichen Umsatzprozess. 


- Vermögenszuwachs (bilanzverlängernd) 

-Kapitalneubildung durch Einbehaltung von Gewinnen. (Innen- und Eigenfinanzierung)

-Kapitalneubildung durch Rückstellungen. (Innen- und Fremdfinanzierung)


-Vermögensumschichtung (Aktivtausch) 

-Verwendung von Umsatzerlösen für Reinvestitionen oder Netto (Neu)Investitionen.


Die Innenfinanzierung kann als Eigenfinanzierung (z.B. durch Gewinnthesaurierung, Vermögensumschichtung) oder als Fremdfinanzierung (z.B. Finanzierung aus Rückstellungen) durchgeführt werden.   


Beispiel: Rückstellungen für Pensionen oder ähnliche Verpflichtungen  

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 Was bedeutet der Begriff „Investition“

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Langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder in immateriellen Vermögensgegenständen. Bei Investitionsentscheidungen steht die zielgerichtete Verwendung der durch die Finanzierung beschafften Finanzmittel im Mittelpunkt. 

Eine gegenwärtige Geldauszahlung für einen Vermögensgegenstand (oder eine Dienstleistung) soll später höhere Geldeinzahlungen oder Minderauszahlungen erwirtschaften.

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Was geschieht im leistungswirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens? Nennen Sie zwei typische Tätigkeiten aus diesem Bereich.

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Der Leistungswirtschaftliche Bereich ist unterteilbar in: Beschaffung, Lagerung, Produktion, Absatz. Die Leistungswirtschaft will langfristig Güter absetzen und Gewinne maximieren.

Siehe auch Güterkreislauf zwischen Unternehmen und Haushalten: 1) Güter und Dienste 2) Arbeit, Boden, Kapital (Produktionsfaktoren). 

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Welche emissionsfähigen Unternehmens-Rechtsformen sind Ihnen bekannt? Ist eine Aktienemission dieser Rechtsformen vorgeschrieben?

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  • AG und KGaA(Kommanditgesellschaft auf Aktie) 
  • Aber: Nicht jede AG bzw. KGaA wird an der Börse gehandelt 
    1. somit sind AG und KGaA nicht automatisch emissionsfähig 
    2. nur 25% sind wirklich an der Börse
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Welche Ausstiegsstrategien verfolgen VC-Gesellschaften? Erläutern Sie eine.

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  • Buy Back: Der VC-Nehmer (Unternehmen) erwirbt seine Anteile wieder zurück.
  • Trade Sale: Die Anteile werden an einen strategischen Investor verkauft (z.B. andere Unternehmung) 
  • Secondary Purchase: Die Anteile werden an einen anderen Finanzinvestor verkauft (z.B. andere VC-Gesellschaft) 
  • Going Public: Die Anteile werden im Rahmen eines Börsengangs der Unternehmung verkauft 
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Was ist Wagniskapital? Erläutern Sie

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Wagniskapital bezeichnet Eigenkapital, welches in jungen innovativen Unternehmen mit Wachstumspotential eingebracht wird. Mit der Finanzierung neu gegründeter Unternehmen geht oftmals ein erhöhtes Risiko einher, weshalb die klassische fremdkapitalbasierte Bankfinanzierung verweigert wird. 


Synonym: Venture Capital


Langfristige, zeitlich begrenzte Unternehmens- und Innovationsfinanzierung

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Inwiefern steht die Eigenfinanzierung mit der Außenfinanzierung in Verbindung?

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Es werden zusätzliche Kapitaleinlagen der bisherigen Unternehmer zur Verfügung gestellt oder es erfolgt eine Beteiligungen Dritter an der Unternehmung. Die Beteiligungsfinanzierung ist also der Oberbegriff für Eigen- und Außenfinanzierung.

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  • 27945 Karteikarten
  • 733 Studierende
  • 2 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Finanzierung Kurs an der Hochschule Wismar - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nennen und erläutern Sie drei Funktionen des Gläubigerschutzes, die durch die Handelsbilanz erfüllt werden

A:
  • Insolvenzauslösungsfunktion, d.h. Pflicht, Insolvenzantrag zu stellen 
  • Dispositionsentzugsfunktion, d.h. nur noch Insolvenzverwalter bestimmt 
  • Belieferung des Insolvenzgerichts mit Beweisen der Zahlungsunfähigkeit
  • Sicherungsfunktion für Beweise (gläubigerschädigendes Verhalten)
  • Verfahrensbeschleunigungsfunktion; eben durch die Bilanz wird Vermögen schnell ersichtlich
Q:

Nennen Sie alle kennen gelernten Arten der Kapitalerhöhung, ¾ Mehrheit bei HV

A:
  • Ordentliche Kapitalerhöhung: Synonym: Kapitalerhöhung gegen Einlage, neue junge Aktien werden ausgeschüttet, Erhöhung wird ins HR eingetragen, Aktionäre erhalten „Bezugsrecht“ 


  • Bedingte Kapitalerhöhung: bedingte KE ist an Bedingungen geknüpft, z.B. darf das Grundkapital nur soweit erhöht werden, wie von Umtausch- oder Bezugsrechten Gebrauch gemacht wird und dies bis max. 50% des vorhandenen Grundkapitals 
    1. zur Erfüllung der Ansprüche auf Wandelung in Aktien, die aus Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen resultieren;
    2. zur Vorbereitung von Zusammenschlüssen mehrerer Unternehmen;
    3. zur Gewährung von Bezugsrechten an Arbeitnehmer (Belegschaftsaktien) und Mitglieder der Geschäftsführung.


  • Genehmigtes Kapital: Vorstand wird ermächtigt, bei Bedarf kurzfristig eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Für die Erhöhung muss zum Zeitpunkt kein Grund vorliegen. Die Genehmigung gilt für 5 Jahre, ¾ Mehrheit auf der HV nötig. 


  • Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (nominelle KE)
    1. nur Umschichtung, keine echte Zuführung frischens EK’s von außen
      • Gewinn/Kapitalrücklagen(Agio) werden zu Grundkapital
    2. Ausgabe von Berichtigungsaktien (Gratisaktien), da Aktienkurs durch höheres Grundkapital sinkt
    3. Grund: Verbesserung der Bonität
Q:

Nennen Sie drei Vorteile des Leasings?

A:
  • Steuerliche Vorteile
    1. Leasing-Raten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar, wenn das Leasing-Objekt steuerlich dem Leasing-Geber zugeordnet ist.
  • Kalkulationsgrundlage & Planungssicherheit
    1. Die Leasing-Rate wird auch langfristig nicht von Zinsänderungen oder Ratingveränderungen beeinflusst und dient so als sichere Kalkulationsgrundlage. 
    2. Die Höhe der Leasing-Raten und Vertragslaufzeit stehen von Beginn an fest.
  • Bilanzneutralität
    1. Leasing-Gegenstände erscheinen nicht in der Bilanz des Leasing-Nehmers. Lediglich die Leasing-Raten werden als Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht 
  • Keine Bestellung von Sicherheiten nötig
  • Bei kurzfristigen Leasingverträgen ist eine schnelle Anpassung an den technischen Fortschritt möglich
  • Die monatlichen Zahlungen können aus den Erträgen des Leasinggegenstandes geleistet werden.
Q:

Wie funktioniert das echte Factoring und wofür steht der Begriff „Delkredere“? Erklären Sie!

A:

Beim (echten) Factoring übernimmt ein „Factor“ die Forderung und bevorschusst das Unternehmen mit Liquidität.

Es wird Delkrederefunktion(Zahlungsausfallrisiko) übernommen, da der Factor das Zahlungsausfallrisiko trägt. 

  • Trotz Delkrederefunktion überweist Factor nicht 100% des Rechnungsbetrages
    • Tatsächlicher Betrag liegt bei 80 – 95% der Forderung 
    • Die Differenz dient als Sicherheitsabschlag 
      • Wg. Gewährleistungsansprüchen, Retouren, Skonti 
    • Nach 90 bis 120 Tagen wird Sicherheitsbetrag „frei“

    1. weitere Kosten die für die Dienstleistung anfallen

Finanzierungswirkung des Factoring

  1. Positiver Liquiditätseffekt durch Umschichtung illiquider Forderungen in Liquidität
  2. Vermeidung von Forderungsverlusten
  3. Inanspruchnahme von Skonto durch bessere, eigene Liquiditätssituation
  4. Schonung der Banken-Kontokorrent-Kreditlinie
  5. Ggf. Kosteneinsparung bei der Debitorenbuchhaltung

Factoring ist eine Finanzierungsform, die durch den Verkauf offener Forderungen an Dritte die Liquidität einer Unternehmung unmittelbar steigert.

Hierbei generiert das Unternehmen einen Finanzierungsspielraum, der dem eigentlichen Umsatz entspricht und sofort zur Verfügung steht. Daher spricht man beim Factoring auch von einer umsatzkongruenten Finanzierungsform. Während sich steigende Auflagen in Bezug auf mögliche Kredite, wie z.B. Basel II, negativ auf akute Investitionen auswirken, gibt Factoring einen direkten Liquiditätszuwachs, verbunden mit einem Anstieg der Eigenkapitalquote. In der Konsequenz ermöglicht Factoring in Wachstumsphasen weiterhin geeignet zu investieren, sich kontinuierlich zu entwickeln und somit der Konkurrenz den entscheidenden Schritt voraus zu sein.

Q:

Was ist ein vollkommener Kapitalmarkt. Erläutern Sie und nennen dabei mindesten zwei Merkmale

A:

Ein vollkommener Kapitalmarkt ist ein rein theoretisches Konstrukt, welches Teil der neoklassischen Finanzierungstheorie ist. 

Hierbei wird von unterschiedlichen Annahmen und Bedingungen ausgegangen, die in der Realität in dieser Form nicht anzutreffen sind. 

- Alle Marktteilnehmer treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage gleicher, allgemein bekannter Informationen 

- Der Preis für jeden Zahlungsstrom (Zins) ist gleich, unabhängig davon, ob angeboten oder verkauft wird 

- Es stehen Kredite in unlimitierter Höhe zur Verfügung 

- Es existieren keine Transaktionskosten (Abwicklungskosten) 

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Q:

Differenzieren Sie Außen- und Innenfinanzierung und nennen jeweils einen konkreten Punkt in der Bilanz, der zur Außen- bzw. Innenfinanzierung zuzuordnen ist.

A:

Die Außenfinanzierung ist ein Teilbereich der Unternehmensfinanzierung, bei dem die zur Verfügung gestellten Mittel nicht aus dem Umsatzbereich (Güterverkauf), sondern von externen Kapitalgebern stammen. (Geld wird von „außen zur Verfügung gestellt)


BSP: Gezeichnetes Kapital


- Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung (Außen- und Eigenfinanzierung)

-Zusätzliche Kapitaleinlagen der bisherigen Unternehmer oder eine Beteiligungen

Dritter an der Unternehmung.

-Das Kapital nimmt am Gewinn und Verlust des

Unternehmens teil 


- Kreditfinanzierung (Außen- und Fremdfinanzierung)

-Ein Gläubiger (z.B. Bank) stellt Kapital zur Verfügung.

-Zinsen und Tilgung sind auch in Verlustjahren zu Zahlen.

 

Bei der Innenfinanzierung wird – im Gegensatz zur Außenfinanzierung – kein Kapital von außen zugeführt. Kapitalbeschaffung erfolgt aus dem eigenen betrieblichen Umsatzprozess. 


- Vermögenszuwachs (bilanzverlängernd) 

-Kapitalneubildung durch Einbehaltung von Gewinnen. (Innen- und Eigenfinanzierung)

-Kapitalneubildung durch Rückstellungen. (Innen- und Fremdfinanzierung)


-Vermögensumschichtung (Aktivtausch) 

-Verwendung von Umsatzerlösen für Reinvestitionen oder Netto (Neu)Investitionen.


Die Innenfinanzierung kann als Eigenfinanzierung (z.B. durch Gewinnthesaurierung, Vermögensumschichtung) oder als Fremdfinanzierung (z.B. Finanzierung aus Rückstellungen) durchgeführt werden.   


Beispiel: Rückstellungen für Pensionen oder ähnliche Verpflichtungen  

Q:

 Was bedeutet der Begriff „Investition“

A:

Langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder in immateriellen Vermögensgegenständen. Bei Investitionsentscheidungen steht die zielgerichtete Verwendung der durch die Finanzierung beschafften Finanzmittel im Mittelpunkt. 

Eine gegenwärtige Geldauszahlung für einen Vermögensgegenstand (oder eine Dienstleistung) soll später höhere Geldeinzahlungen oder Minderauszahlungen erwirtschaften.

Q:

Was geschieht im leistungswirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens? Nennen Sie zwei typische Tätigkeiten aus diesem Bereich.

A:

Der Leistungswirtschaftliche Bereich ist unterteilbar in: Beschaffung, Lagerung, Produktion, Absatz. Die Leistungswirtschaft will langfristig Güter absetzen und Gewinne maximieren.

Siehe auch Güterkreislauf zwischen Unternehmen und Haushalten: 1) Güter und Dienste 2) Arbeit, Boden, Kapital (Produktionsfaktoren). 

Q:

Welche emissionsfähigen Unternehmens-Rechtsformen sind Ihnen bekannt? Ist eine Aktienemission dieser Rechtsformen vorgeschrieben?

A:
  • AG und KGaA(Kommanditgesellschaft auf Aktie) 
  • Aber: Nicht jede AG bzw. KGaA wird an der Börse gehandelt 
    1. somit sind AG und KGaA nicht automatisch emissionsfähig 
    2. nur 25% sind wirklich an der Börse
Q:

Welche Ausstiegsstrategien verfolgen VC-Gesellschaften? Erläutern Sie eine.

A:
  • Buy Back: Der VC-Nehmer (Unternehmen) erwirbt seine Anteile wieder zurück.
  • Trade Sale: Die Anteile werden an einen strategischen Investor verkauft (z.B. andere Unternehmung) 
  • Secondary Purchase: Die Anteile werden an einen anderen Finanzinvestor verkauft (z.B. andere VC-Gesellschaft) 
  • Going Public: Die Anteile werden im Rahmen eines Börsengangs der Unternehmung verkauft 
Q:

Was ist Wagniskapital? Erläutern Sie

A:

Wagniskapital bezeichnet Eigenkapital, welches in jungen innovativen Unternehmen mit Wachstumspotential eingebracht wird. Mit der Finanzierung neu gegründeter Unternehmen geht oftmals ein erhöhtes Risiko einher, weshalb die klassische fremdkapitalbasierte Bankfinanzierung verweigert wird. 


Synonym: Venture Capital


Langfristige, zeitlich begrenzte Unternehmens- und Innovationsfinanzierung

Q:

Inwiefern steht die Eigenfinanzierung mit der Außenfinanzierung in Verbindung?

A:

Es werden zusätzliche Kapitaleinlagen der bisherigen Unternehmer zur Verfügung gestellt oder es erfolgt eine Beteiligungen Dritter an der Unternehmung. Die Beteiligungsfinanzierung ist also der Oberbegriff für Eigen- und Außenfinanzierung.

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