Entwicklungs- Und Pädagogische Psychologie an der Hochschule Wismar | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Hochschule Wismar

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Welche Zeitspanne beschreibt das Zygotenstadium?
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Als Zygotenstadium wird die Zeitspanne von der Befruchtung bis zur Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterwand definiert.

Dieses Stadium umfasst die ersten zwei Lebenswochen.
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Was passiert in der Embryonalphase?
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Das Embryonalstadium reicht von der 3. bis zur 8. Lebenswoche. Entscheidende Entwicklungsmechanismen sind Zellteilung, Zellspezialisierung, Zellmigration und Zellsterben.

Im Embryonalstadium kommt es zu einer zunehmenden Ausbildung von spezialisierten Strukturen und Funktionen innerhalb des Organismus.

Die entscheidenden Entwicklungsmechanismen sind dabei:

1. Neurulation
3. Woche der Embryonalentwicklung
– Bildung des Neuralrohrs in der Entwicklung des Zentralnervensystems
– Gehirn und Rückenmark entstehen aus dem Neuralrohr

2. Neurogenese
– Bildung der Neurone (Nervenzellen) aus bestimmten Stamm- oder Vorläuferzellen
– während der Embryonalzeit oder im adulten Nervensystem
– legt den Grundstein für die weitere Entwicklung des Gehirns und des Rückenmarks
– aus den kranialen Anteilen des Neuralrohrs entwickeln sich die drei Hirnbläschen, aus denen später das Vorder-, Mittel- und Rautenhirn entstehen.

3. Migration
– der Neuronenvorläufer in die Kortexschicht
– Wanderung der Zellen

4. Dendritische und axonale Arborisierung
– Bildung der Dendriten und der Verzweigungen an den Axonen

5. Synaptogenese
– Bildung von Synapsen

6. Programmierter Zelltod
– Eliminierung zu viel gebildeter Neurone

7. Myelinisierung
– Bildung der Myelinschicht an den Axonen. Die entscheidenden Entwicklungsmechanismen sind dabei

Parallel zu dem Embryo entwickelt sich ein Unterstützungssystem, das aus der Plazenta, der Nabelschnur und der Fruchtblase besteht.
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Beschreibe das Fötalstadium
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Nach dem Embryonalstadium folgt das Fötalstadium, das von der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt reicht. 

Die Binnendifferenzierung der Strukturen und Funktionen des Organismus setzt sich in diesem Stadium fort, wobei zunehmend Informationen sensorisch aufgenommen werden können. 

Die Sinnesorgane entwickeln sich im Laufe der Embryonalzeit so weit, dass alle wesentlichen Sinnesleistungen (Sehen, Hören, Geschmack, Geruch, Tastsinn) schon vorgeburtlich ausgebildet werden und dementsprechend zur Verfügung stehen, wenn der Säugling geboren wird (auch wenn danach noch Weiterentwicklungen stattfinden).
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Was sind Teratogene?
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Bei Teratogenen handelt es sich um schädigende Einflussfaktoren, die bereits pränatal die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen können.

Zu den Teratogenen zählen insbesondere
  • Alkohol oder Drogen,
  • Rauchen,
  • spezifische Medikamente,
  • Umweltgifte oder Strahlenschäden und
  • Infektionserkrankungen der Mutter

Alkoholembryopathie, die dadurch gekennzeichnet ist, dass es zu Organschäden, Intelligenzvermindungen und Verhaltensänderungen (z. B. Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität) kommen kann. 

Beim Rauchen kann es zu Gewichtsreduktionen und einem verlangsamten Wachstum kommen. Auch das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod ist dadurch erhöht. 

Weiterhin ist bei einzelnen Medikamenten (wie beispielsweise dem Thalidomid als Wirkstoff in Contergan) eine teratogene Wirkung bekannt. Auch verzögerte Wirkungen von Medikamenten können auftreten.

Bei der Wirkung der Teratogene fällt auf, dass in frühen Schwangerschaftsphasen (während der Embryonalzeit) vor allem strukturelle Veränderungen bewirkt werden, während in den späteren Phasen (während der Fötalzeit) funktionelle Veränderungen im Vordergrund stehen.
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In welchem Zusammenhang besteht die „Dosis-Reaktions-Beziehung“?
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In dem Ausmaß, in dem ein Organismus einem Wirkfaktor ausgesetzt ist, verstärkt sich dessen Wirkung; in der pränatalen Entwicklung dürften die Wirkungen umso schwerwiegender sein, je länger und stärker der Fetus einem potenziellen Teratogen ausgesetzt ist.
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Wie überprüft man die postnatale Überlebensfähigkeit?
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Apgar-Index

Unmittelbare Überprüfung der Überlebensfähigkeit des Säuglings nach der Geburt:
  • Herzfrequenz
  • Atmungsaktivität
  • Reflexauslösbarkeit
  • Muskeltonus
  • Hautfärbung

Die Erhebung des Apgar-Index erfolgt 1, 5 und 10 Minuten nach der Geburt. Der Apgar-Index gibt lediglich Auskunft darüber, ob ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand vorliegt. 
Er ist dementsprechend für die Prognose der unmittelbaren Überlebensfähigkeit von Bedeutung und indiziert mögliche medizinische Interventionen, ist jedoch für die Prognose der weiteren Entwicklung nicht von Bedeutung.
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Benenne die Aktivierungszustände bei Säuglingen
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  • Ruhiger Schlaf
  • unruhiger Schlaf
  • Schläfrigkeit
  • Wache Aufmerksamkeit
  • Aufmerksame, aber quengelige Zustand
  • Schreien
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Wie lässt sich die Plastizität des Gehirns beschreiben bzw. unterscheiden?
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Die Fähigkeit, Synapsen auszubilden und zu elimi- nieren, bildet eine wesentliche Grundlage für die (lebenslange) Plastizität des Gehirns.

Erfahrungsabhängige Plastizität. 
Synapsenbildung und -eliminierung bildet wichtige Grundlage für Anpassung an Umwelt. Beides findet in unterschiedlichen Hirnregionen zu unterschiedlichen Entwicklungszeiten seinen Höhepunkt. Das Gehirn kann damit auf neue Erfahrungen reagieren und seine Verarbeitungsmöglichkeiten auf die jeweiligen Umweltbedingungen einstellen. 

So lässt sich beispielsweise zeigen, dass Menschen, die zur Berufsausübung eine starke Fingerfertigkeit benötigen (wie beispielsweise Musiker), über eine verstärkte kortikale Repräsentation ihrer Finger verfügen (Elbert, Pantev, Wienbruch, Rockstroh & Taub, 1995). 

Da die Synapsen in diesem Fall in Abhängigkeit von den jeweiligen Umwelterfahrungen gebildet werden, wird hier auch von einer erfahrungsabhängigen Plastizität des Gehirns gesprochen.

Erfahrungserwartende Plastizität. 
Umgekehrt lässt sich jedoch ebenso vermuten, dass das Gehirn in bestimmten Entwicklungsabschnitten spezifische Erfahrungen benötigt, um sich optimal entwickeln zu können. Erst wenn ein spezifischer Input erfolgt, kommt es zu einer ungestörten Entwicklung bestimmter Funktionen – dafür gibt es sensible Phasen.

So lassen sich für verschiedene Hirnfunktionen sensible Phasen bestimmen, innerhalb derer bestimmte Erfahrungen notwendig sind, um eine ungestörte Entwicklung zu gewährleisten. Dies gilt beispielsweise für die Entwicklung des visuellen Kortex, dessen Fähigkeit, visuelle Information zu verarbeiten, verschwindet, wenn nicht in den ersten Lebenswochen ein visueller Input erfolgt. Weiterhin ist ein Erstspracherwerb deutlich erschwert, wenn in den ersten Lebensjahren kein Kontakt mit einer Sprache stattgefunden hat. Da das Gehirn offenbar zur optimalen Entfaltung in bestimmten Phasen einen spezifischen Input erwartet, wird hier von einer erfahrungserwartenden Plastizität des Gehirns gesprochen. 

Beide Formen der Plastizität ermöglichen eine Anpassung an die vielfältigen möglichen Umgebungen, an die sich ein menschlicher Organismus anpassen muss.
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Was beschreibt das „Bindungsverhalten“?
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Bindungsverhalten bezieht sich auf Verhaltensweisen des Kindes, um die Nähe der Bezugspersonen zu sichern, während mit Bindung das emotionale Band zwischen Kind und Bezugsperson gemeint ist.

Säuglinge zeigen zunächst Bindungsverhalten bei verschiedenen Personen. Erst später entwickeln sich vertraute Interaktionsmuster und eine spezifische emotionale Bindung an bestimmte Personen
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Habituations-Dishabituations-Paradigma

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Werden die Reize nicht gleichzeitig (simultan) wie beim Präferenzparadigma, sondern nacheinander (sukzessiv) präsentiert, spricht man vom Habituations-Dishabituations-Paradigma. 


Nach Darbietung mehrerer, bereits bekannter Stimuli (z.B. verschiedene Katzenfotos) wird zunächst eine Reizgewöhnung (Habituation) des Kindes vermutet. Erfolgt nun die Präsentation eines unvertrauten Reizes (z.B. eines Hundefotos), so kann man aufgrund einer Orientierungsreaktion des Säuglings annehmen, dass dieser den neuen Stimulus von den bereits vertrauten Reizen unterscheiden kann. Das Kind betrachtet etwa den neuen, unbekannten Reiz länger als die zuvor dargebotenen Reize.


Vorgehen:

Immer gleiches Bild wird gezeigt. Blickzeit des Babys sinkt mit der Zeit unter 50% des ersten gezeigten Bildes -> habituiert (kennt Bild, nicht mehr interessant).


Danach wird ein neues Bild gezeigt und die Blickzeit steigt wieder auf den Anfangswert.


Dies funktioniert auch, wenn immer die gleiche Person gezeigt wird in verschiedenen Bildern und dann plötzlich eine andere.

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Erwartungs-Induktions-Paradigma

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Bei diesem Paradigma wird ebenfalls eine Reizserie dargeboten, wobei hier eine Beziehung zwischen den Reizen hergestellt (induziert) werden soll.


Zum Beispiel präsentiert man Säuglingen geometrische Objekte im oberen Bildschirmbereich. Immer wenn ein Kreis erscheint, wird kurz darauf im unteren Bildschirmbereich ein weiterer Stimulus dargeboten. Die Kleinkinder sollen diesen Zusammenhang entdecken und den zweiten Reiz im Laufe der Untersuchung antizipieren. In diesem Fall sollten sie vorab in Richtung des erwarteten Reizes blicken. Die dargebotenen Zusammenhänge können auch abhängig von eigenen Handlungen sein, wie etwa eigene Beinbewegungen und einer daraufhin auftretenden Bewegung eines Mobiles, welches mit dem Bein verbunden ist.

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Definiere den Begriff der Entwicklungspsychologie
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)

• Der Mensch entwickelt sich ein Leben lang.
• steht im Bezug zur jeweils (sozialen) Umwelt

Entwicklung bezieht sich auf relativ überdauernde intraindividuelle Veränderungen des Erlebens und Verhaltens über die Zeit hinweg.

Abzugrenzen sind:
• kurzfristige Befindlichkeitsänderung
• Veränderungen hervorgerufen durch abrupte äußere Ereignisse (z.B. Unfall)



• steht im Bezug zur jeweils (sozialen) Umfeld

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Q:
Welche Zeitspanne beschreibt das Zygotenstadium?
A:
Als Zygotenstadium wird die Zeitspanne von der Befruchtung bis zur Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterwand definiert.

Dieses Stadium umfasst die ersten zwei Lebenswochen.
Q:
Was passiert in der Embryonalphase?
A:
Das Embryonalstadium reicht von der 3. bis zur 8. Lebenswoche. Entscheidende Entwicklungsmechanismen sind Zellteilung, Zellspezialisierung, Zellmigration und Zellsterben.

Im Embryonalstadium kommt es zu einer zunehmenden Ausbildung von spezialisierten Strukturen und Funktionen innerhalb des Organismus.

Die entscheidenden Entwicklungsmechanismen sind dabei:

1. Neurulation
3. Woche der Embryonalentwicklung
– Bildung des Neuralrohrs in der Entwicklung des Zentralnervensystems
– Gehirn und Rückenmark entstehen aus dem Neuralrohr

2. Neurogenese
– Bildung der Neurone (Nervenzellen) aus bestimmten Stamm- oder Vorläuferzellen
– während der Embryonalzeit oder im adulten Nervensystem
– legt den Grundstein für die weitere Entwicklung des Gehirns und des Rückenmarks
– aus den kranialen Anteilen des Neuralrohrs entwickeln sich die drei Hirnbläschen, aus denen später das Vorder-, Mittel- und Rautenhirn entstehen.

3. Migration
– der Neuronenvorläufer in die Kortexschicht
– Wanderung der Zellen

4. Dendritische und axonale Arborisierung
– Bildung der Dendriten und der Verzweigungen an den Axonen

5. Synaptogenese
– Bildung von Synapsen

6. Programmierter Zelltod
– Eliminierung zu viel gebildeter Neurone

7. Myelinisierung
– Bildung der Myelinschicht an den Axonen. Die entscheidenden Entwicklungsmechanismen sind dabei

Parallel zu dem Embryo entwickelt sich ein Unterstützungssystem, das aus der Plazenta, der Nabelschnur und der Fruchtblase besteht.
Q:
Beschreibe das Fötalstadium
A:
Nach dem Embryonalstadium folgt das Fötalstadium, das von der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt reicht. 

Die Binnendifferenzierung der Strukturen und Funktionen des Organismus setzt sich in diesem Stadium fort, wobei zunehmend Informationen sensorisch aufgenommen werden können. 

Die Sinnesorgane entwickeln sich im Laufe der Embryonalzeit so weit, dass alle wesentlichen Sinnesleistungen (Sehen, Hören, Geschmack, Geruch, Tastsinn) schon vorgeburtlich ausgebildet werden und dementsprechend zur Verfügung stehen, wenn der Säugling geboren wird (auch wenn danach noch Weiterentwicklungen stattfinden).
Q:
Was sind Teratogene?
A:
Bei Teratogenen handelt es sich um schädigende Einflussfaktoren, die bereits pränatal die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen können.

Zu den Teratogenen zählen insbesondere
  • Alkohol oder Drogen,
  • Rauchen,
  • spezifische Medikamente,
  • Umweltgifte oder Strahlenschäden und
  • Infektionserkrankungen der Mutter

Alkoholembryopathie, die dadurch gekennzeichnet ist, dass es zu Organschäden, Intelligenzvermindungen und Verhaltensänderungen (z. B. Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität) kommen kann. 

Beim Rauchen kann es zu Gewichtsreduktionen und einem verlangsamten Wachstum kommen. Auch das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod ist dadurch erhöht. 

Weiterhin ist bei einzelnen Medikamenten (wie beispielsweise dem Thalidomid als Wirkstoff in Contergan) eine teratogene Wirkung bekannt. Auch verzögerte Wirkungen von Medikamenten können auftreten.

Bei der Wirkung der Teratogene fällt auf, dass in frühen Schwangerschaftsphasen (während der Embryonalzeit) vor allem strukturelle Veränderungen bewirkt werden, während in den späteren Phasen (während der Fötalzeit) funktionelle Veränderungen im Vordergrund stehen.
Q:
In welchem Zusammenhang besteht die „Dosis-Reaktions-Beziehung“?
A:
In dem Ausmaß, in dem ein Organismus einem Wirkfaktor ausgesetzt ist, verstärkt sich dessen Wirkung; in der pränatalen Entwicklung dürften die Wirkungen umso schwerwiegender sein, je länger und stärker der Fetus einem potenziellen Teratogen ausgesetzt ist.
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Q:
Wie überprüft man die postnatale Überlebensfähigkeit?
A:
Apgar-Index

Unmittelbare Überprüfung der Überlebensfähigkeit des Säuglings nach der Geburt:
  • Herzfrequenz
  • Atmungsaktivität
  • Reflexauslösbarkeit
  • Muskeltonus
  • Hautfärbung

Die Erhebung des Apgar-Index erfolgt 1, 5 und 10 Minuten nach der Geburt. Der Apgar-Index gibt lediglich Auskunft darüber, ob ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand vorliegt. 
Er ist dementsprechend für die Prognose der unmittelbaren Überlebensfähigkeit von Bedeutung und indiziert mögliche medizinische Interventionen, ist jedoch für die Prognose der weiteren Entwicklung nicht von Bedeutung.
Q:
Benenne die Aktivierungszustände bei Säuglingen
A:
  • Ruhiger Schlaf
  • unruhiger Schlaf
  • Schläfrigkeit
  • Wache Aufmerksamkeit
  • Aufmerksame, aber quengelige Zustand
  • Schreien
Q:
Wie lässt sich die Plastizität des Gehirns beschreiben bzw. unterscheiden?
A:
Die Fähigkeit, Synapsen auszubilden und zu elimi- nieren, bildet eine wesentliche Grundlage für die (lebenslange) Plastizität des Gehirns.

Erfahrungsabhängige Plastizität. 
Synapsenbildung und -eliminierung bildet wichtige Grundlage für Anpassung an Umwelt. Beides findet in unterschiedlichen Hirnregionen zu unterschiedlichen Entwicklungszeiten seinen Höhepunkt. Das Gehirn kann damit auf neue Erfahrungen reagieren und seine Verarbeitungsmöglichkeiten auf die jeweiligen Umweltbedingungen einstellen. 

So lässt sich beispielsweise zeigen, dass Menschen, die zur Berufsausübung eine starke Fingerfertigkeit benötigen (wie beispielsweise Musiker), über eine verstärkte kortikale Repräsentation ihrer Finger verfügen (Elbert, Pantev, Wienbruch, Rockstroh & Taub, 1995). 

Da die Synapsen in diesem Fall in Abhängigkeit von den jeweiligen Umwelterfahrungen gebildet werden, wird hier auch von einer erfahrungsabhängigen Plastizität des Gehirns gesprochen.

Erfahrungserwartende Plastizität. 
Umgekehrt lässt sich jedoch ebenso vermuten, dass das Gehirn in bestimmten Entwicklungsabschnitten spezifische Erfahrungen benötigt, um sich optimal entwickeln zu können. Erst wenn ein spezifischer Input erfolgt, kommt es zu einer ungestörten Entwicklung bestimmter Funktionen – dafür gibt es sensible Phasen.

So lassen sich für verschiedene Hirnfunktionen sensible Phasen bestimmen, innerhalb derer bestimmte Erfahrungen notwendig sind, um eine ungestörte Entwicklung zu gewährleisten. Dies gilt beispielsweise für die Entwicklung des visuellen Kortex, dessen Fähigkeit, visuelle Information zu verarbeiten, verschwindet, wenn nicht in den ersten Lebenswochen ein visueller Input erfolgt. Weiterhin ist ein Erstspracherwerb deutlich erschwert, wenn in den ersten Lebensjahren kein Kontakt mit einer Sprache stattgefunden hat. Da das Gehirn offenbar zur optimalen Entfaltung in bestimmten Phasen einen spezifischen Input erwartet, wird hier von einer erfahrungserwartenden Plastizität des Gehirns gesprochen. 

Beide Formen der Plastizität ermöglichen eine Anpassung an die vielfältigen möglichen Umgebungen, an die sich ein menschlicher Organismus anpassen muss.
Q:
Was beschreibt das „Bindungsverhalten“?
A:
Bindungsverhalten bezieht sich auf Verhaltensweisen des Kindes, um die Nähe der Bezugspersonen zu sichern, während mit Bindung das emotionale Band zwischen Kind und Bezugsperson gemeint ist.

Säuglinge zeigen zunächst Bindungsverhalten bei verschiedenen Personen. Erst später entwickeln sich vertraute Interaktionsmuster und eine spezifische emotionale Bindung an bestimmte Personen
Q:

Habituations-Dishabituations-Paradigma

A:

Werden die Reize nicht gleichzeitig (simultan) wie beim Präferenzparadigma, sondern nacheinander (sukzessiv) präsentiert, spricht man vom Habituations-Dishabituations-Paradigma. 


Nach Darbietung mehrerer, bereits bekannter Stimuli (z.B. verschiedene Katzenfotos) wird zunächst eine Reizgewöhnung (Habituation) des Kindes vermutet. Erfolgt nun die Präsentation eines unvertrauten Reizes (z.B. eines Hundefotos), so kann man aufgrund einer Orientierungsreaktion des Säuglings annehmen, dass dieser den neuen Stimulus von den bereits vertrauten Reizen unterscheiden kann. Das Kind betrachtet etwa den neuen, unbekannten Reiz länger als die zuvor dargebotenen Reize.


Vorgehen:

Immer gleiches Bild wird gezeigt. Blickzeit des Babys sinkt mit der Zeit unter 50% des ersten gezeigten Bildes -> habituiert (kennt Bild, nicht mehr interessant).


Danach wird ein neues Bild gezeigt und die Blickzeit steigt wieder auf den Anfangswert.


Dies funktioniert auch, wenn immer die gleiche Person gezeigt wird in verschiedenen Bildern und dann plötzlich eine andere.

Q:

Erwartungs-Induktions-Paradigma

A:

Bei diesem Paradigma wird ebenfalls eine Reizserie dargeboten, wobei hier eine Beziehung zwischen den Reizen hergestellt (induziert) werden soll.


Zum Beispiel präsentiert man Säuglingen geometrische Objekte im oberen Bildschirmbereich. Immer wenn ein Kreis erscheint, wird kurz darauf im unteren Bildschirmbereich ein weiterer Stimulus dargeboten. Die Kleinkinder sollen diesen Zusammenhang entdecken und den zweiten Reiz im Laufe der Untersuchung antizipieren. In diesem Fall sollten sie vorab in Richtung des erwarteten Reizes blicken. Die dargebotenen Zusammenhänge können auch abhängig von eigenen Handlungen sein, wie etwa eigene Beinbewegungen und einer daraufhin auftretenden Bewegung eines Mobiles, welches mit dem Bein verbunden ist.

Q:
Definiere den Begriff der Entwicklungspsychologie
A:

)

• Der Mensch entwickelt sich ein Leben lang.
• steht im Bezug zur jeweils (sozialen) Umwelt

Entwicklung bezieht sich auf relativ überdauernde intraindividuelle Veränderungen des Erlebens und Verhaltens über die Zeit hinweg.

Abzugrenzen sind:
• kurzfristige Befindlichkeitsänderung
• Veränderungen hervorgerufen durch abrupte äußere Ereignisse (z.B. Unfall)



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