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Lernmaterialien für Mikrobiologie an der Hochschule Neu-Ulm

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Mikrobiologie Kurs an der Hochschule Neu-Ulm zu.

TESTE DEIN WISSEN
Nosokomiale Infektionen
Definition Erreger Übertragung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Definition
Infektion die in Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt entsteht.
Sie tritt frühestens 48h nach Aufnahme auf.

häufige Erreger
E.coli
Klebsiellen
Staph. aureus

Übertragung durch
- direkter oder indirekter Händekontakt
- respiratorische Tröpfchen (Influenza, A-Streptokokken)
- Tröpfchenkerne (Tuberkulose, Masern, Windpocken)
- gemeinsame Vehikel (Nahrung, Wasser (Legionellen), Medikamente, Blut)


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Standarhygienemaßnahmen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
hygienische Händedesinfektion
Entfernung der transienten Hautflora ( die durch Händeschüttel oder bei Berührung aufgenommen wird)
- 30 sek mit 3-5 ml alkoholischem Hautdesifektionsmittel (70%)

chirurgische Händedesinfektion
- Entfernung der transienten und residenten Hautflora 
-präoperatives Händewaschen 1 Minute lang
- Händedesinfektion bis zum Ellenbogen 5 Minuten

Händewaschen und Hautpflege
bei sichtbarer Verschmutzung, Hautpflege wichtig da Eintrittsstelle für Erreger
Schutzkleidung
Schutzkittel, MNS

Aufbereitung von Medizinprodukten
Reinigung Desinfektion von Flächen Betten und Wäsche
Impfen
Verhalten mit spitzen Gegenständen
Isolierung bei Infektion
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
RKI , Krankenhaushygiene, Surveillance
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Aufgaben RKI
Bundesnstitut für Bundesministerium für Gesundheit 
  • Überwachung und Vorhersage von Gesundheitsgefahren
  • Forschung zu Public Health
  • Beratung der Bundesregierung
  • Krisenmanagement mittels nationaler Koordination
  • Internationale Vernetzung
Paul Ehrlich Institut impfstoffsicherheit und Freigabe
Stiko
Krinko Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
Aufgaben Krankenhaushygiene
  • Prävention
  • Erkennung, Erfassung,  Bewertung, Kontrolle und zum Teil Therapie von nosokomialen Infektionen

Surveillance
  • Prävention und Reduktion nosokom. Infektionen
  • Aufklären möglicher Infektionsprobleme im KH
  • Evaluation infektionspräventiver Maßnahmen
  • Frühzeitige Erkennung von medlepflichtige Infektionen
  • Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
nosokomiale Harnwegsinfektion
Vorbeugung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
80% der nosokom. HWI's sind katheterassoziiert.

Erreger: meist E.coli, Pseudomonas

kann extra (kontaminierte Hände des Personals) und intraluminal (Rücklauf kontaminierter Urin) verlaufen.
90% verlaufen asymptomatisch
10%-15°% bekommen Sepsis, septischen Schock

Prävention
  • Händedesinfektion! vor und nach Betätigung am Katheter
  • qualifiziertes Personal
  • sterile geschlossene Drainagesysteme
  • Wischdesinfektion der Konnektionsstelle
  • Liegedauer möglichst kurz halten
  • keine routinemäßge Wechsel


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
nosokomiale Pneumonien
Erreger
Risikofaktoren
Prävention
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
auf Intensivstation mit 40% häufigste nosokomiale Infektion dort

Erreger: Pneumokokken, Legionellen,
 Pseudmonas aeruginosa, Enterobacter, Acinetobacter, Klebsiellen, E. coli

Risikofaktoren:
  • Rauchen, Ernährungsszustand, Immunstatus, Grunderkrankung
  • Bedingungen die Aspiration begünstigen (Intubation, Magensonde, liegende Position, Koma, große OPS)
  • künstliche Beatmung über längeren Zeitraum (kontaminiertes Zubehör, Hände des Personals)

Prävention
  • hygienisches Arbeiten, vor allem am Beatmungssysstem Desinfektion!
  • Schulungen von Mitarbeitern
  • Beatmungsschläuche nur bei Fehlfunktion oder Verschmutzung wechseln
  • atraumatisches Absaugen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
venenkatheterassoziierte Infektionen
Erreger
Klinik
Prävention
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Erreger:
  • koagluase neg. Staphylokokken
  • Staph. aureus
  • Enterococcus spp.
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Klebsiella pneumonia

Klinik:
katheterbedinge Bakteriämie / Sepsis
septische Thrombophlebitis
Endokardititis oder andere metastasische Infektionen z.B. Lungenabszess

Prävention:
  • vor Anlage und bei liegendem Katheter Notwendigkeit immer wieder überprüfen
  • Desinfektion
  • geschultes Personal

PVK
  • Handschuhe!
  • korrekte Desinfektion
  • Entfernung bei Hinweis auf Phlebitits

ZVK
  • steriles Arbeiten
  • mit Vollschutz
  • sichere fixierung des Katheters
  • Diskonnektionen nur bei Notwendigkeit
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
nosokomiale Wundinfektionen
Erreger
Risikofaktoren
Prävention
Klinik
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
15-20%
Erreger: 
Galle: E.coli, Klebsiellen, Streptokokken
Knochen: Staphylokokken
Gyn: E.coli, Enterobakterien

Klinik:
Rötung, Überwärmung, Eiter, Fieber, CRP, Leukozytose

Komplikationen: 
Sepsis, nekrotisierende Fasziitis, Amputation

Risiko:
Rauche, Diabtes
große offene OPS, lange Liegedauer, Immunsupprimierung, pAVK

Prävention
Screening auf Staphy. aureus bzw. MRSA MRGN, steriles Arbeiten, kurze Liegedauer, Laparoskopisch, kontrolle BZ
Tabakrauchkarenz von 30 Tagen präop
Filterung OP Luft, geschlossene Türen
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Erkläre die Gram-Färbung und die Ziehl-Neelsen-Färbung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Bakterien werden mit Kristallviolett blau eingefärbt mit Alkohol ausgeschwaschen und mit Fuchsin gefärbt
grampositive Bakterien haben dicke mehrschichtige Mureinhülle, die den Farbstoff hält
gramnegative Bakterien haben dünne einschichtige Mureinhülle, die den Farbstoff wieder abgibt

blaufärbung = grampositiv
rotfärbung = gramnegativ

Ziehl-Neelsen-Färbung um säurefeste Bakterien (Mykobakterien) von nicht säurefesten Bakterien zu unterscheiden
  • Bakterien dreimal mit Fuchsin beschichtet und erhitzt
  • somit kann Fuchsin in Bakterien eindringen
  • abspülen des Fabstoffrests
  • Auswaschen mit Alkohol+Säure Lösung
  • Gegenfärbung mit Methylenblau

säurefest = rot
nicht säurefest = blau
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
HA-MRSA, CA-MRSA
Was bedeutet MRSA und MSSA?
Wirkmechanismus MRSA?
Risikofaktoren für Übertragung im KH
Behandlung / Sanierung
wichtige Vertreter der Staphylokokken
Meldepflicht
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


MRSA = Methicillinresistenter Staph. aureus HA-MRSA=nosokomial, CA-MRSA= nicht nosokomial
namentlich meldepflichtig
Pencillin bindende Proteine an Bakterien sind modifiziert = Methcillin wirkungslo
MSSA =Methicillinsensitiver Staph. aureus


Risikofaktoren im Krankenhaus für Übertragung
  • fehlende Hände und Oberflächenhygiene
  • kein Patientenscreening
  • Liegedauer im KH
Staph. aureus hat hohe Tenazität (Umweltresistenz) und kann so über Monate überleben.

Basishygienemaßnahmen bei MRSA-Patienten
  • Isolation im Einzelzimmer mit Patientenbezogenen Utensilien
  • Schutzkleidung
  • Händedesinfektion

Behandlung
  • Antibiogramm!
  • Penicillin bei nicht-Resistenz
  • bei Resistenz Vancomycin

ß-Laktam-Antibiotika (hemmen Zellwandsynthese der Bakterien) unwirksam
S. aureus bildet Beta-Laktamase. Spaltet den Beta-Laktam-Ring des AB's und inaktiviert es.

Meldepflicht: Wichtig
namentliche Meldepflicht bei direktem Erregernachweis aus Blut oder Liquor
bei V.a. auf epidemischen Zusammenhang mit nosokomialen MRSA Infektionen

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Gonokokken
Erreger
Pathogenese
Klinik + Folgen
Nachweis
Therapie
Prophylaxe
Meldepflicht
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Erreger:
Neissseria gonorrhoea
semmelförmige Diplokokken 
im akutfall blau im chronischen rot in der Gramfärbung


Pathogenese:
  • Infektion bei Geschlechtsverkehr 
  • Opaque-Protein: vermittelt Kontakt zur Wirtszelle
  • Haftpili (Verankerung auf der Wirtszelle)
  • IgA-Protease (Spaltet IgA-Antikörper)
  • Endotoxin induzieren eitrige Entzündung was zur Schädigung von Gewebe und Epithel führt
Klinik:
  • Mann: Urethritis, schleimiges Sekret aus dem Penis chronisch: Harnröhrenstriktur
  • Frau: aufsteigende Entzündung (Urether, Adnexe) bis zum Pelveoperitoneum (Schleim auf der Zervix, Vagina)                        chronisch: Tubenverklebung, rezidivierende Unterbauchschmerzen
  • Gonokokken-Blenorrhoe beim Neugeborenen
Nachweis:
unter dem Mikroskop
schwierig nachzuweisen da niedrige Tenazität (Umweltresistenz)
Therapie:
Mitbehandlung des Partners
Ausschluss anderer STD's
Ceftriaxon Ciprofloxacin oder Doxycyclin
Prophylaxe:
Kondome


nicht namentlich meldepflichtig
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN
Streptokokken A 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Streptokokkus pyogenes (Gruppe A)

Klinik:
  • Scharlach
  • Erysipel 
  • Orbitalphlegmone hinter dem Auge (Doppelbilder, Schmerzen bei Augapfelbewegung) zügiges MRT
  • Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrome (Tampon)
  • Impetigo contagiosa

keine Meldepflicht

Therapie:
bei schwerer Erkankungen ß-Laktam-Antibiotikum, keine Resistenzen bekannt

Komplikationen:
akutes rheumatisches Fieber, akute Glomerulonephritis, neurologische Auffälligeiten (OCD


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TESTE DEIN WISSEN
Aussehen und Nachweis vo Staphylokokken
Erkrankungen durch Staphylokokken
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
grampositive (blau) koagulase pos. Traubenkokken
koagulase neg = ungefährlich
koagulase pos=gefährlich

Pathogenese:
Plasmakoagulase 
S. aureus bildet Plasmakoagulase, mit Prothrombin = Fibrin. Fibrin ummantelt S. aureus. Wird vom Immunsystem nicht effektiv erkannt. Granulozyten erkennen Kapsel als fremd.  S bildet Toxin gegen Granulozyten. Abszess entsteht 

Nachweis von Koagulase oder Clumpingfactor
                     Massenspektrometrie
                      Toxinnachweis aus Kulturübertand oder DNA Nachweis

Erkrankungen:
abszessbildend:
  • Furunkel, Mastitis puerparalis, Endokarditis, Meningitis, 
  • Plastikinfektionen (KnieTEP- Osteomyelitis, Venenkatheter - Endokarditits S.epidermis), 
  • HWI's (S. saprophyticus)
Übergangsformen
  • staphylokokkenbedingtes Lyell-Syndrom (blasige Ablösung der Haut)
  • Dermatitis exfoliativa
  • Toxic-Shock-Syndrom
Toxinbedingte Erkrankungen
  • Lebensmittelvergiftung (Enterotoxin)
  • Staphylokokken-Enteritis
  • Toxic-Shock-Syndrome (Tampon)

Toxine sterben durchs Kochen nicht ab, nur Bakterien selbst

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  • 18304 Karteikarten
  • 546 Studierende
  • 46 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Mikrobiologie Kurs an der Hochschule Neu-Ulm - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Nosokomiale Infektionen
Definition Erreger Übertragung
A:
Definition
Infektion die in Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt entsteht.
Sie tritt frühestens 48h nach Aufnahme auf.

häufige Erreger
E.coli
Klebsiellen
Staph. aureus

Übertragung durch
- direkter oder indirekter Händekontakt
- respiratorische Tröpfchen (Influenza, A-Streptokokken)
- Tröpfchenkerne (Tuberkulose, Masern, Windpocken)
- gemeinsame Vehikel (Nahrung, Wasser (Legionellen), Medikamente, Blut)


Q:
Standarhygienemaßnahmen
A:
hygienische Händedesinfektion
Entfernung der transienten Hautflora ( die durch Händeschüttel oder bei Berührung aufgenommen wird)
- 30 sek mit 3-5 ml alkoholischem Hautdesifektionsmittel (70%)

chirurgische Händedesinfektion
- Entfernung der transienten und residenten Hautflora 
-präoperatives Händewaschen 1 Minute lang
- Händedesinfektion bis zum Ellenbogen 5 Minuten

Händewaschen und Hautpflege
bei sichtbarer Verschmutzung, Hautpflege wichtig da Eintrittsstelle für Erreger
Schutzkleidung
Schutzkittel, MNS

Aufbereitung von Medizinprodukten
Reinigung Desinfektion von Flächen Betten und Wäsche
Impfen
Verhalten mit spitzen Gegenständen
Isolierung bei Infektion
Q:
RKI , Krankenhaushygiene, Surveillance
A:
Aufgaben RKI
Bundesnstitut für Bundesministerium für Gesundheit 
  • Überwachung und Vorhersage von Gesundheitsgefahren
  • Forschung zu Public Health
  • Beratung der Bundesregierung
  • Krisenmanagement mittels nationaler Koordination
  • Internationale Vernetzung
Paul Ehrlich Institut impfstoffsicherheit und Freigabe
Stiko
Krinko Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
Aufgaben Krankenhaushygiene
  • Prävention
  • Erkennung, Erfassung,  Bewertung, Kontrolle und zum Teil Therapie von nosokomialen Infektionen

Surveillance
  • Prävention und Reduktion nosokom. Infektionen
  • Aufklären möglicher Infektionsprobleme im KH
  • Evaluation infektionspräventiver Maßnahmen
  • Frühzeitige Erkennung von medlepflichtige Infektionen
  • Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen

Q:
nosokomiale Harnwegsinfektion
Vorbeugung

A:
80% der nosokom. HWI's sind katheterassoziiert.

Erreger: meist E.coli, Pseudomonas

kann extra (kontaminierte Hände des Personals) und intraluminal (Rücklauf kontaminierter Urin) verlaufen.
90% verlaufen asymptomatisch
10%-15°% bekommen Sepsis, septischen Schock

Prävention
  • Händedesinfektion! vor und nach Betätigung am Katheter
  • qualifiziertes Personal
  • sterile geschlossene Drainagesysteme
  • Wischdesinfektion der Konnektionsstelle
  • Liegedauer möglichst kurz halten
  • keine routinemäßge Wechsel


Q:
nosokomiale Pneumonien
Erreger
Risikofaktoren
Prävention
A:
auf Intensivstation mit 40% häufigste nosokomiale Infektion dort

Erreger: Pneumokokken, Legionellen,
 Pseudmonas aeruginosa, Enterobacter, Acinetobacter, Klebsiellen, E. coli

Risikofaktoren:
  • Rauchen, Ernährungsszustand, Immunstatus, Grunderkrankung
  • Bedingungen die Aspiration begünstigen (Intubation, Magensonde, liegende Position, Koma, große OPS)
  • künstliche Beatmung über längeren Zeitraum (kontaminiertes Zubehör, Hände des Personals)

Prävention
  • hygienisches Arbeiten, vor allem am Beatmungssysstem Desinfektion!
  • Schulungen von Mitarbeitern
  • Beatmungsschläuche nur bei Fehlfunktion oder Verschmutzung wechseln
  • atraumatisches Absaugen
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
venenkatheterassoziierte Infektionen
Erreger
Klinik
Prävention
A:
Erreger:
  • koagluase neg. Staphylokokken
  • Staph. aureus
  • Enterococcus spp.
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Klebsiella pneumonia

Klinik:
katheterbedinge Bakteriämie / Sepsis
septische Thrombophlebitis
Endokardititis oder andere metastasische Infektionen z.B. Lungenabszess

Prävention:
  • vor Anlage und bei liegendem Katheter Notwendigkeit immer wieder überprüfen
  • Desinfektion
  • geschultes Personal

PVK
  • Handschuhe!
  • korrekte Desinfektion
  • Entfernung bei Hinweis auf Phlebitits

ZVK
  • steriles Arbeiten
  • mit Vollschutz
  • sichere fixierung des Katheters
  • Diskonnektionen nur bei Notwendigkeit
Q:
nosokomiale Wundinfektionen
Erreger
Risikofaktoren
Prävention
Klinik
A:
15-20%
Erreger: 
Galle: E.coli, Klebsiellen, Streptokokken
Knochen: Staphylokokken
Gyn: E.coli, Enterobakterien

Klinik:
Rötung, Überwärmung, Eiter, Fieber, CRP, Leukozytose

Komplikationen: 
Sepsis, nekrotisierende Fasziitis, Amputation

Risiko:
Rauche, Diabtes
große offene OPS, lange Liegedauer, Immunsupprimierung, pAVK

Prävention
Screening auf Staphy. aureus bzw. MRSA MRGN, steriles Arbeiten, kurze Liegedauer, Laparoskopisch, kontrolle BZ
Tabakrauchkarenz von 30 Tagen präop
Filterung OP Luft, geschlossene Türen
Q:
Erkläre die Gram-Färbung und die Ziehl-Neelsen-Färbung
A:
Bakterien werden mit Kristallviolett blau eingefärbt mit Alkohol ausgeschwaschen und mit Fuchsin gefärbt
grampositive Bakterien haben dicke mehrschichtige Mureinhülle, die den Farbstoff hält
gramnegative Bakterien haben dünne einschichtige Mureinhülle, die den Farbstoff wieder abgibt

blaufärbung = grampositiv
rotfärbung = gramnegativ

Ziehl-Neelsen-Färbung um säurefeste Bakterien (Mykobakterien) von nicht säurefesten Bakterien zu unterscheiden
  • Bakterien dreimal mit Fuchsin beschichtet und erhitzt
  • somit kann Fuchsin in Bakterien eindringen
  • abspülen des Fabstoffrests
  • Auswaschen mit Alkohol+Säure Lösung
  • Gegenfärbung mit Methylenblau

säurefest = rot
nicht säurefest = blau
Q:
HA-MRSA, CA-MRSA
Was bedeutet MRSA und MSSA?
Wirkmechanismus MRSA?
Risikofaktoren für Übertragung im KH
Behandlung / Sanierung
wichtige Vertreter der Staphylokokken
Meldepflicht
A:


MRSA = Methicillinresistenter Staph. aureus HA-MRSA=nosokomial, CA-MRSA= nicht nosokomial
namentlich meldepflichtig
Pencillin bindende Proteine an Bakterien sind modifiziert = Methcillin wirkungslo
MSSA =Methicillinsensitiver Staph. aureus


Risikofaktoren im Krankenhaus für Übertragung
  • fehlende Hände und Oberflächenhygiene
  • kein Patientenscreening
  • Liegedauer im KH
Staph. aureus hat hohe Tenazität (Umweltresistenz) und kann so über Monate überleben.

Basishygienemaßnahmen bei MRSA-Patienten
  • Isolation im Einzelzimmer mit Patientenbezogenen Utensilien
  • Schutzkleidung
  • Händedesinfektion

Behandlung
  • Antibiogramm!
  • Penicillin bei nicht-Resistenz
  • bei Resistenz Vancomycin

ß-Laktam-Antibiotika (hemmen Zellwandsynthese der Bakterien) unwirksam
S. aureus bildet Beta-Laktamase. Spaltet den Beta-Laktam-Ring des AB's und inaktiviert es.

Meldepflicht: Wichtig
namentliche Meldepflicht bei direktem Erregernachweis aus Blut oder Liquor
bei V.a. auf epidemischen Zusammenhang mit nosokomialen MRSA Infektionen

Q:
Gonokokken
Erreger
Pathogenese
Klinik + Folgen
Nachweis
Therapie
Prophylaxe
Meldepflicht
A:
Erreger:
Neissseria gonorrhoea
semmelförmige Diplokokken 
im akutfall blau im chronischen rot in der Gramfärbung


Pathogenese:
  • Infektion bei Geschlechtsverkehr 
  • Opaque-Protein: vermittelt Kontakt zur Wirtszelle
  • Haftpili (Verankerung auf der Wirtszelle)
  • IgA-Protease (Spaltet IgA-Antikörper)
  • Endotoxin induzieren eitrige Entzündung was zur Schädigung von Gewebe und Epithel führt
Klinik:
  • Mann: Urethritis, schleimiges Sekret aus dem Penis chronisch: Harnröhrenstriktur
  • Frau: aufsteigende Entzündung (Urether, Adnexe) bis zum Pelveoperitoneum (Schleim auf der Zervix, Vagina)                        chronisch: Tubenverklebung, rezidivierende Unterbauchschmerzen
  • Gonokokken-Blenorrhoe beim Neugeborenen
Nachweis:
unter dem Mikroskop
schwierig nachzuweisen da niedrige Tenazität (Umweltresistenz)
Therapie:
Mitbehandlung des Partners
Ausschluss anderer STD's
Ceftriaxon Ciprofloxacin oder Doxycyclin
Prophylaxe:
Kondome


nicht namentlich meldepflichtig
Q:
Streptokokken A 

A:
Streptokokkus pyogenes (Gruppe A)

Klinik:
  • Scharlach
  • Erysipel 
  • Orbitalphlegmone hinter dem Auge (Doppelbilder, Schmerzen bei Augapfelbewegung) zügiges MRT
  • Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrome (Tampon)
  • Impetigo contagiosa

keine Meldepflicht

Therapie:
bei schwerer Erkankungen ß-Laktam-Antibiotikum, keine Resistenzen bekannt

Komplikationen:
akutes rheumatisches Fieber, akute Glomerulonephritis, neurologische Auffälligeiten (OCD


Q:
Aussehen und Nachweis vo Staphylokokken
Erkrankungen durch Staphylokokken
A:
grampositive (blau) koagulase pos. Traubenkokken
koagulase neg = ungefährlich
koagulase pos=gefährlich

Pathogenese:
Plasmakoagulase 
S. aureus bildet Plasmakoagulase, mit Prothrombin = Fibrin. Fibrin ummantelt S. aureus. Wird vom Immunsystem nicht effektiv erkannt. Granulozyten erkennen Kapsel als fremd.  S bildet Toxin gegen Granulozyten. Abszess entsteht 

Nachweis von Koagulase oder Clumpingfactor
                     Massenspektrometrie
                      Toxinnachweis aus Kulturübertand oder DNA Nachweis

Erkrankungen:
abszessbildend:
  • Furunkel, Mastitis puerparalis, Endokarditis, Meningitis, 
  • Plastikinfektionen (KnieTEP- Osteomyelitis, Venenkatheter - Endokarditits S.epidermis), 
  • HWI's (S. saprophyticus)
Übergangsformen
  • staphylokokkenbedingtes Lyell-Syndrom (blasige Ablösung der Haut)
  • Dermatitis exfoliativa
  • Toxic-Shock-Syndrom
Toxinbedingte Erkrankungen
  • Lebensmittelvergiftung (Enterotoxin)
  • Staphylokokken-Enteritis
  • Toxic-Shock-Syndrome (Tampon)

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