Wirtschaftspolitik an der Hochschule Hannover | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Wirtschaftspolitik an der Hochschule Hannover

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TESTE DEIN WISSEN

1) Beschreiben Sie kurz die Stärken und Schwächen kapitalistischer Marktwirtschaften.

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Stärken:

  • Hoher Grad an Freiheit (Beruf, Konsum, Privateigentum)
  • hohe Innovationseffizienz (Wettbewerb, dezentrale Entscheidung)
  • hohe Ressourceneffizienz (Wettbewerb, dezentrale Entscheidung) 
  • relativ hohe Anpassungsflexibilität 
  • systemimmanente Wachstumsdynamik


Schwächen:

  • Krisenanfälligkeit (Konjungtur/Finanzzyklen, Deflation, ungleiches Einkommen) 
  • Soziale Ungerechtigkeit
  • Machtmissbrauch
  • negative externe Effekte (Umweltzerstörung)
  • Konsumerismus 
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35) Analyse Leistungsbilanz: Beurteilen Sie die Fälle positiver bzw. negativer Außenbeitrag (Exporte – Importe > bzw. < 0). Beurteilen Sie die Fälle positives bzw. negatives Leistungsbilanzsaldo (Exporte – Importe – Saldo der laufenden Übertragungen > bzw. < 0).

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Positiver Außenbeitrag [Ex-Im > 0]

  • Exporte > Importe: Konsum u/o Investitionen im Inland könnten höher sein (=Wachstum)

Negativer Außenbeitrag [Ex-Im < 0]

  • Exporte < Importe: Inland verschuldet sich mehr. Kritisch: Saldo aufgrund importierte Konsumgüter [Import Investitionsgüter ist besser!]


Positives Leistungsbilanzsaldo [Ex-Im-LÜ>0 & S>I] 

  • Ersparnis > Investitionen: Ersparnisse fließen ins Ausland = Verzicht auf Inländisches Wirtschaftswachstum


Negatives Leistungsbilanzsaldo Ex-Im-LÜ<0 & S<I

  • Ersparnis < Investitionen: Heimische Investitionen mit Ersparnis des Ausland finanziert (Schuldnerland!)
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11a) Kreditmarkt ─ Wirkung Geld- und Fiskalpolitik: Erläutern Sie kurz die Bestandteile der Kreditnachfrage und des Kreditangebots. Beschreiben Sie kurz die Wirkung einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik am Kreditmarkt auf das Zinsniveau einer Volkswirtschaft.

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Die Kreditnachfrage besteht aus:

  • Investitionskrediten
  • Konsumkrediten
  • Erhöhung der Kassenbestände


Eine expansive Geldpolitik führt i.d.R. zu einer erhöhten, gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, auch nach Krediten. Dadurch sinkt das Zinsniveau. 

Entsteht ein Budgetdefizit durch eine expansive Fiskalpolitik (-T, +G) verschiebt ich das Kreditangebot nach links und die Spielräume für private Investitionen von Unternehmen verringern sich. Das Zinsniveau steigt und verdrängt die Investitionen noch mehr. 

Daher ist die Kombination beider Maßnahmen wichtig, um eine Balance herzustellen. 

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9)Erläutern Sie kurz den Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit im Kontext des kurzfristigen Phillipskurven-Zusammenhanges. Welche Gefahr besteht dabei?

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Nach der kurzfristige Phillipskurve gibt es einen "tradeoff" zwischen Arbeitslosenquote und Inflationsrate. Eine hohe Inflation führt zu einer geringeren Arbeitslosenquote. 

Dieser "Tradeoff" entsteht jedoch nur sehr kurzfristig, da die Inflationserwartung - und damit Preise, Löhne und Zinsen - steigt. Es beseht die Gefahr einer hohen Inflation!


Geldpolitik kann den Output (Beschäftigungsquote) nur kurzfristig beeinflussen!  

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16)Gefahr Inflation: Wie lässt sich Inflation aus Sicht der Keynesianer / Monetaristen sowieaus Sicht der Neuklassiker bekämpfen.

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Inflationsbekämpfung ist wesentliche Aufgabe einer Notenbank!


Neuklassik

Erwartungsorientierte Geldpolitik: Notenbanken sollten rechtzeitig und glaubhaft eine Verringerung der Geldmengenexpansion signalisieren. Inflationserwartungen können anhand der geldpolitischen Eckdaten nach unten angepasst werden. 

Praktische Geldpolitik Neuklassiker:

"Inflation Targeting" Notenbanken verpflichten sich explizit auf ein konkret quantifiziertes Inflationsziel. Die Abweichung der tatsächlichen Inflationsrate soll dabei minimiert werden. Die Bekämpfung der Inflation findet "ohne Opfer" statt, also ohne Rückgang von Produktion/Beschäftigung.  [-M, -P]


Keynes/Monetaristen

Aufgrund von temporär starren Löhnen, Zinsen, Güterpreisen trägen Erwartungsanpassungen und unvollkommenem Wettbewerb bewirkt eine Geldmengenreduzierung eine Rezession mit  Verlust an Wachstum, Produktion und Beschäftigung. [-M -Y -P]

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12) Kreditmarkt: Wie beeinflussen die (Zins-)Elastizität des Kreditangebots und der Kreditnachfrage die Größenordnungen der Zins-Mengen-Änderungen (z.B. Umfang der Zinsänderung sowie Mengenveränderungen bei S und I im Fall staatlicher Budgetdefizite)?

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Die Elastizität hat großen Einfluss auf das Ausmaß der Effekte von Budgetdefizit u.ä.


Der Zinseffekt wird bei unelastischem Kreditangebot und /-nachfrage stark beeinfluss, aber es bestehen geringere Mengeneffekte bei Ersparnissen und Investitionen. 


Ist beides jedoch elastisch ist der Zinseffek gering, während der mengeneeffekt von (S und I) höher ist. 

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32) Mobilität Faktor Kapital: Erläutern Sie verschiedene Motive für Direktinvestitionen.

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  • "Überegener Investor"
    • Größenvorteile, Markenname, tech. Vorsprung, eigene FuE
  • "Überlegene Investition" 
    • Ausland bietet attraktivere Standortbedingungen oder zugang zu großen Absatzmärkten
  • Umgehung administrativer Eingriffe
  • Vorteile administrativer Eingriffe nutzen
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15b)Gefahr Inflation: Was sind die Hauptursachen für Inflation in der kurzen Sicht? 2. Demand Pull/Shift


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"Demand Pull"-Inflation

die gesamtwirtschaftliche Nachfrage AD ist zu groß im Vergleich zu den vorhandenen betrieblichen Produktionskapazitäten AS. (Auftragsflut). Unternehmen reagieren mit steigenden Absatzpreisen. 

Dabei beginne die Branchen mit Produktionsengpässen die Preise anzuheben, was wiederum weitere Branchen dazu veranlasst, ihre Preise anzuheben, bis der Inflationsprozess die gesamte Wirtschaft erfasst.

 

"Demand Shift"-Inflation

Bei der Annahme, das Güterpreise nach unten hin starr sind und nur nach oben hin flexibel. Eine Wanderung der Nachfrage zu einer anderen Branche, die ihre Preise wiederum erhöht, führt zu einer Erhöhung des Preisniveaus der Gesamtwirtschaft und schließlich, Inflation. 

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15c)Gefahr Inflation: Was sind die Hauptursachen für Inflation in der kurzen Sicht? 3. Wage Push/Profit Push

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"Wage Push"-Inflation 

Durch steigende Lohnstückkosten (=/= Lohnkostenanstieg, Löhne erhöhen sich schneller, als Arbeitsproduktivität) gerät der Stückgewinn unter Druck. Die Unternehmen wälzen die erhöhte LSK auf die Güterpreise über und es entsteht eine Lohn-Preis-Spirale.


"Profit Push"-Inflation

Vor allem im "Boom" oder bei wetbewerbarmen Gütermärkten relevant. Unternehmen versuchen Stückgewinn durch steigende Gütrpreise zu erhöhen. Die Gewinnmarge entsteht zu Lasten der Arbeitnehmer/Konsumenten. Es entsteht wieder eine Preis-Lohn-Spirale.

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28) Klassifizieren Sie kurz die Instrumente der Umweltschutzpolitik. Beschreiben Sie kurz die Kriterien zur Beurteilung umweltschutzpolitischer Instrumente.

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Die Instrumente der Umweltschutzpolitik dienen 1. der Beseitigung von Umweltschäden durch den Staat und 2. der Staatlichen Einflussnahme auf private Wirtschaftseinheiten durch: 

  1. Aufklärung (Erhöht i.d.R. Bewusstsein, führt nicht zu nachhaltigem Verhalten)
    1. Informationen
    2. Appelle
  2. Anreize
    1. Abgaben / Subventionen (Emissionspreise)
    2. Umweltmärkte (Emissionsmengen)
  3. Zwang (Schnelle und sichere Wirkung, mit hohen vw-Kosten) 
    1. Verbote
    2. Gebote


Die Instrumente werden beurteilt nach: 

  1. Ökologischer Effektivität
  2. Okonomischer Effizienz
    1. im statischen Sinn
    2. im dynamischen Sinn (tech.)
  3. Soziale Akzeptanz spezieller Wirkungen
    1. Verteilung
    2. Beschäftigung
    3. int. Wettbewerbsfähigkeit
    4. praktische Handhabung


Politische Durchsetzbarkeit entsteht als Folge von I. bis III. unter zusätzlicher Beachtung konkreter Besonderheiten in politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen. 

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AS-AD-Modell: Beschreiben Sie kurz die unterschiedlichen Anpassungsprozesse (bzgl.Preis und Menge) bei den verschiedenen aggregierten Güterangebotsfunktionen.

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Keynes-Bereich:

  • Produktion wird allein von der gesamtwirt-schaftlichen Nachfrage (= C + I + G + Ex -Im) bestimmt
  • Nachfrageschwankungen ohne Preiseffekte, da Anpassung allein über Produktionsmenge

Normal-Bereich:

  • Ausweitung der Produktion gehtmit steigendem Preisniveau einher
  • Nachfrageschwankungen passen sich Produktionsmenge undPreise an (gilt i.d.R. in den Aufschwungsphasen, wenn Y < Y * )

Klassik-Bereich:

  • Produktion Y* von Ressourcenverfügbarkeit (u.a. Quantität und Qualität von Arbeit, Kapital, Natürliche Ressourcen NR) und technischem Fortschritt bestimmt (Produktionsfunktion/-potential; vgl. LV Makroökonomie / Teil II)
  • Nachfrageschwankungen haben ausschließlich Preiseffekte (gilt i.d.R. im Boom, wenn Y ≥ Y *)


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7b) Nachfrageschock ─ aktive Wirtschaftspolitik: Beschreiben Sie kurz verbal, wie in der obigen Grafik (aus Frage 7a) eine expansive Fiskal- und Geldpolitik (u.a. Konjunkturpakete; Leitzinssenkungen; Geldmengenausweitung) der Krise kurzfristig entgegenwirken kann.

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Die mittels einer expansives Fiskalpolitik erhöhten Staatsausgaben steigern die gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Y=C+I+G). Eingriffe aus der Geldpolitik, wie eine Senkung des Leitzinses ( -i = +I) oder erhöhung der Geldmenge ( -€ = +Ex) steigern die Preise (P) und die Menge (Y*). Die Nachfragekurve verschiebt sich kurzfristig nach rechts. 


Um der so gesteigerten Nachfrage begegnen zu können, wird auch das Angebot ausgeweitet und passt sich im gleichgewicht langfristig wieder an. 

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Q:

1) Beschreiben Sie kurz die Stärken und Schwächen kapitalistischer Marktwirtschaften.

A:

Stärken:

  • Hoher Grad an Freiheit (Beruf, Konsum, Privateigentum)
  • hohe Innovationseffizienz (Wettbewerb, dezentrale Entscheidung)
  • hohe Ressourceneffizienz (Wettbewerb, dezentrale Entscheidung) 
  • relativ hohe Anpassungsflexibilität 
  • systemimmanente Wachstumsdynamik


Schwächen:

  • Krisenanfälligkeit (Konjungtur/Finanzzyklen, Deflation, ungleiches Einkommen) 
  • Soziale Ungerechtigkeit
  • Machtmissbrauch
  • negative externe Effekte (Umweltzerstörung)
  • Konsumerismus 
Q:

35) Analyse Leistungsbilanz: Beurteilen Sie die Fälle positiver bzw. negativer Außenbeitrag (Exporte – Importe > bzw. < 0). Beurteilen Sie die Fälle positives bzw. negatives Leistungsbilanzsaldo (Exporte – Importe – Saldo der laufenden Übertragungen > bzw. < 0).

A:

Positiver Außenbeitrag [Ex-Im > 0]

  • Exporte > Importe: Konsum u/o Investitionen im Inland könnten höher sein (=Wachstum)

Negativer Außenbeitrag [Ex-Im < 0]

  • Exporte < Importe: Inland verschuldet sich mehr. Kritisch: Saldo aufgrund importierte Konsumgüter [Import Investitionsgüter ist besser!]


Positives Leistungsbilanzsaldo [Ex-Im-LÜ>0 & S>I] 

  • Ersparnis > Investitionen: Ersparnisse fließen ins Ausland = Verzicht auf Inländisches Wirtschaftswachstum


Negatives Leistungsbilanzsaldo Ex-Im-LÜ<0 & S<I

  • Ersparnis < Investitionen: Heimische Investitionen mit Ersparnis des Ausland finanziert (Schuldnerland!)
Q:

11a) Kreditmarkt ─ Wirkung Geld- und Fiskalpolitik: Erläutern Sie kurz die Bestandteile der Kreditnachfrage und des Kreditangebots. Beschreiben Sie kurz die Wirkung einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik am Kreditmarkt auf das Zinsniveau einer Volkswirtschaft.

A:

Die Kreditnachfrage besteht aus:

  • Investitionskrediten
  • Konsumkrediten
  • Erhöhung der Kassenbestände


Eine expansive Geldpolitik führt i.d.R. zu einer erhöhten, gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, auch nach Krediten. Dadurch sinkt das Zinsniveau. 

Entsteht ein Budgetdefizit durch eine expansive Fiskalpolitik (-T, +G) verschiebt ich das Kreditangebot nach links und die Spielräume für private Investitionen von Unternehmen verringern sich. Das Zinsniveau steigt und verdrängt die Investitionen noch mehr. 

Daher ist die Kombination beider Maßnahmen wichtig, um eine Balance herzustellen. 

Q:

9)Erläutern Sie kurz den Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit im Kontext des kurzfristigen Phillipskurven-Zusammenhanges. Welche Gefahr besteht dabei?

A:

Nach der kurzfristige Phillipskurve gibt es einen "tradeoff" zwischen Arbeitslosenquote und Inflationsrate. Eine hohe Inflation führt zu einer geringeren Arbeitslosenquote. 

Dieser "Tradeoff" entsteht jedoch nur sehr kurzfristig, da die Inflationserwartung - und damit Preise, Löhne und Zinsen - steigt. Es beseht die Gefahr einer hohen Inflation!


Geldpolitik kann den Output (Beschäftigungsquote) nur kurzfristig beeinflussen!  

Q:

16)Gefahr Inflation: Wie lässt sich Inflation aus Sicht der Keynesianer / Monetaristen sowieaus Sicht der Neuklassiker bekämpfen.

A:

Inflationsbekämpfung ist wesentliche Aufgabe einer Notenbank!


Neuklassik

Erwartungsorientierte Geldpolitik: Notenbanken sollten rechtzeitig und glaubhaft eine Verringerung der Geldmengenexpansion signalisieren. Inflationserwartungen können anhand der geldpolitischen Eckdaten nach unten angepasst werden. 

Praktische Geldpolitik Neuklassiker:

"Inflation Targeting" Notenbanken verpflichten sich explizit auf ein konkret quantifiziertes Inflationsziel. Die Abweichung der tatsächlichen Inflationsrate soll dabei minimiert werden. Die Bekämpfung der Inflation findet "ohne Opfer" statt, also ohne Rückgang von Produktion/Beschäftigung.  [-M, -P]


Keynes/Monetaristen

Aufgrund von temporär starren Löhnen, Zinsen, Güterpreisen trägen Erwartungsanpassungen und unvollkommenem Wettbewerb bewirkt eine Geldmengenreduzierung eine Rezession mit  Verlust an Wachstum, Produktion und Beschäftigung. [-M -Y -P]

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Q:

12) Kreditmarkt: Wie beeinflussen die (Zins-)Elastizität des Kreditangebots und der Kreditnachfrage die Größenordnungen der Zins-Mengen-Änderungen (z.B. Umfang der Zinsänderung sowie Mengenveränderungen bei S und I im Fall staatlicher Budgetdefizite)?

A:

Die Elastizität hat großen Einfluss auf das Ausmaß der Effekte von Budgetdefizit u.ä.


Der Zinseffekt wird bei unelastischem Kreditangebot und /-nachfrage stark beeinfluss, aber es bestehen geringere Mengeneffekte bei Ersparnissen und Investitionen. 


Ist beides jedoch elastisch ist der Zinseffek gering, während der mengeneeffekt von (S und I) höher ist. 

Q:

32) Mobilität Faktor Kapital: Erläutern Sie verschiedene Motive für Direktinvestitionen.

A:
  • "Überegener Investor"
    • Größenvorteile, Markenname, tech. Vorsprung, eigene FuE
  • "Überlegene Investition" 
    • Ausland bietet attraktivere Standortbedingungen oder zugang zu großen Absatzmärkten
  • Umgehung administrativer Eingriffe
  • Vorteile administrativer Eingriffe nutzen
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15b)Gefahr Inflation: Was sind die Hauptursachen für Inflation in der kurzen Sicht? 2. Demand Pull/Shift


A:

"Demand Pull"-Inflation

die gesamtwirtschaftliche Nachfrage AD ist zu groß im Vergleich zu den vorhandenen betrieblichen Produktionskapazitäten AS. (Auftragsflut). Unternehmen reagieren mit steigenden Absatzpreisen. 

Dabei beginne die Branchen mit Produktionsengpässen die Preise anzuheben, was wiederum weitere Branchen dazu veranlasst, ihre Preise anzuheben, bis der Inflationsprozess die gesamte Wirtschaft erfasst.

 

"Demand Shift"-Inflation

Bei der Annahme, das Güterpreise nach unten hin starr sind und nur nach oben hin flexibel. Eine Wanderung der Nachfrage zu einer anderen Branche, die ihre Preise wiederum erhöht, führt zu einer Erhöhung des Preisniveaus der Gesamtwirtschaft und schließlich, Inflation. 

Q:

15c)Gefahr Inflation: Was sind die Hauptursachen für Inflation in der kurzen Sicht? 3. Wage Push/Profit Push

A:

"Wage Push"-Inflation 

Durch steigende Lohnstückkosten (=/= Lohnkostenanstieg, Löhne erhöhen sich schneller, als Arbeitsproduktivität) gerät der Stückgewinn unter Druck. Die Unternehmen wälzen die erhöhte LSK auf die Güterpreise über und es entsteht eine Lohn-Preis-Spirale.


"Profit Push"-Inflation

Vor allem im "Boom" oder bei wetbewerbarmen Gütermärkten relevant. Unternehmen versuchen Stückgewinn durch steigende Gütrpreise zu erhöhen. Die Gewinnmarge entsteht zu Lasten der Arbeitnehmer/Konsumenten. Es entsteht wieder eine Preis-Lohn-Spirale.

Q:

28) Klassifizieren Sie kurz die Instrumente der Umweltschutzpolitik. Beschreiben Sie kurz die Kriterien zur Beurteilung umweltschutzpolitischer Instrumente.

A:

Die Instrumente der Umweltschutzpolitik dienen 1. der Beseitigung von Umweltschäden durch den Staat und 2. der Staatlichen Einflussnahme auf private Wirtschaftseinheiten durch: 

  1. Aufklärung (Erhöht i.d.R. Bewusstsein, führt nicht zu nachhaltigem Verhalten)
    1. Informationen
    2. Appelle
  2. Anreize
    1. Abgaben / Subventionen (Emissionspreise)
    2. Umweltmärkte (Emissionsmengen)
  3. Zwang (Schnelle und sichere Wirkung, mit hohen vw-Kosten) 
    1. Verbote
    2. Gebote


Die Instrumente werden beurteilt nach: 

  1. Ökologischer Effektivität
  2. Okonomischer Effizienz
    1. im statischen Sinn
    2. im dynamischen Sinn (tech.)
  3. Soziale Akzeptanz spezieller Wirkungen
    1. Verteilung
    2. Beschäftigung
    3. int. Wettbewerbsfähigkeit
    4. praktische Handhabung


Politische Durchsetzbarkeit entsteht als Folge von I. bis III. unter zusätzlicher Beachtung konkreter Besonderheiten in politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen. 

Q:

AS-AD-Modell: Beschreiben Sie kurz die unterschiedlichen Anpassungsprozesse (bzgl.Preis und Menge) bei den verschiedenen aggregierten Güterangebotsfunktionen.

A:

Keynes-Bereich:

  • Produktion wird allein von der gesamtwirt-schaftlichen Nachfrage (= C + I + G + Ex -Im) bestimmt
  • Nachfrageschwankungen ohne Preiseffekte, da Anpassung allein über Produktionsmenge

Normal-Bereich:

  • Ausweitung der Produktion gehtmit steigendem Preisniveau einher
  • Nachfrageschwankungen passen sich Produktionsmenge undPreise an (gilt i.d.R. in den Aufschwungsphasen, wenn Y < Y * )

Klassik-Bereich:

  • Produktion Y* von Ressourcenverfügbarkeit (u.a. Quantität und Qualität von Arbeit, Kapital, Natürliche Ressourcen NR) und technischem Fortschritt bestimmt (Produktionsfunktion/-potential; vgl. LV Makroökonomie / Teil II)
  • Nachfrageschwankungen haben ausschließlich Preiseffekte (gilt i.d.R. im Boom, wenn Y ≥ Y *)


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7b) Nachfrageschock ─ aktive Wirtschaftspolitik: Beschreiben Sie kurz verbal, wie in der obigen Grafik (aus Frage 7a) eine expansive Fiskal- und Geldpolitik (u.a. Konjunkturpakete; Leitzinssenkungen; Geldmengenausweitung) der Krise kurzfristig entgegenwirken kann.

A:

Die mittels einer expansives Fiskalpolitik erhöhten Staatsausgaben steigern die gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Y=C+I+G). Eingriffe aus der Geldpolitik, wie eine Senkung des Leitzinses ( -i = +I) oder erhöhung der Geldmenge ( -€ = +Ex) steigern die Preise (P) und die Menge (Y*). Die Nachfragekurve verschiebt sich kurzfristig nach rechts. 


Um der so gesteigerten Nachfrage begegnen zu können, wird auch das Angebot ausgeweitet und passt sich im gleichgewicht langfristig wieder an. 

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