Ernährung 2 an der Hochschule Fulda

Karteikarten und Zusammenfassungen für Ernährung 2 an der Hochschule Fulda

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Erläutern sie die Kalipometrie.

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Was sind die Vorteile und Limitationen des BMIs?

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Worauf basiert die Bioelektrische Impedanzanalyse? Wie sieht das Messprinzip aus? Was genau wird gemessen und wie wird mit den Messwerten weiter verfahren?

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Was beschreibt ein Ernährungsmuster?

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Was sind die Gründe für Adipositas in Deutschland?

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Was ist der BMI?

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6.10. Welche Abbauprodukte entstehen bei der bakteriellen Fermentation? Was passiert beispielsweise mit kurzkettigen Fettsäuren im Darm? Profitiert der Mensch denn wirklich von seiner Darmmikrobiota? Welche vielversprechenden Effekte werden dem Butyrat zugeschrieben?  

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Welche Vorteile bringt die BIA-Messung mit sich? Welche Limitationen bestehen bei diesem Verfahren?

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Was umfasst das Ernährungsassessment?

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Was umfasst die Ernährungsanamnese?

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Was ist Anthropometrie?

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Ernährung 2

Erläutern sie die Kalipometrie.

  • Hintergrund: Dicke der Hautfalte spiegelt subkutanes Fettgewebe wider:
     subkutanes Fettgewebe entspricht ca. 50% - 70 % des Fettgewebes
  • Verfahren: Mit dem Kaliper wird die Dicke der Hautfalte mit einer definierten Kraft (10 g/mm2; Kontaktfläche 20 - 40 mm2) an verschiedenen Körperstellen gemessen
  • Messpunkte mit hoher Repräsentativität: Biceps + Triceps + subscapular + suprailiacal
  • Messgenauigkeit: 0,1 bis 0,2 mm (je nach Gerät)
  • Auswertung: Anhand von empirischen Referenzwerten, Daten oder Formeln wird der Gesamtfettgehalt des Körpers abhängig von Alter und Geschlecht ermittelt
  • Vor- und Nachteile:
    1. Leicht, schnell, an jedem Ort durchführbar, kostengünstig
    2. Setzt viel Übung voraus, sonst geringe Reliabilität
    3. Problematisch bei Adipositas, Ödemen, älteren Menschen (Exsikkose)

Ernährung 2

Was sind die Vorteile und Limitationen des BMIs?

  • Es dient als erstes Maß um das Risiko einer Adipositas schnell zu erkennen
  • Es sind leicht zu erhebende Daten, leicht zu berechnen, Fehler können so gut wie ausgeschlossen werden
  • Dennoch ist keine aussagekräftige Einschätzung des Gesundheitszustands möglich, da lediglich Körpergröße und Körpergewicht verglichen werden
  • Dabei werden Menschen mit vielen Muskeln (Sportler) oder mit kurzen Beinen nicht berücksichtigt

Ernährung 2

Worauf basiert die Bioelektrische Impedanzanalyse? Wie sieht das Messprinzip aus? Was genau wird gemessen und wie wird mit den Messwerten weiter verfahren?

  • Wasser mit darin gelösten Elektrolyten leitet den Strom, Fett nicht 
  • Der Gesamtkörperwiderstand (Impedanz Z) gegenüber einem durch den Körper geleiteten Wechselstrom ist ein Maß für das gesamte „leitende Volumen“, d.h. das Gesamtkörperwasser (TBW). 
  • Die LBM wird aus dem TBW abgeleitet (LBM = TBW / 0,73) 
  • Der Gesamtkörperwiderstand Impedanz (Z) setzt sich zusammen aus Resistance (R) und Reactance (Xc) Z2 = R2 + Xc2 => Z = (𝑹𝟐 + 𝑿𝒄𝟐)
  • Resistance (R) Dem Wassergehalt eines Organismus umgekehrt proportionaler ohmscher Wechselstromwiderstand 
  • Reactance (Xc) Kondensatorwiderstand - durch kapazitive Kondensatoreigenschaften der Zellmembranen bedingter Wechselstromwiderstand („Verzögerung“) 
  • Phasenwinkel Verhältnis der beiden Widerstände
  • Messprinzip 

• Über Elektroden wird mittels Wechselstrom (0,8 mA bei 50 kHz) ein elektromagnetisches Feld im Körper aufgebaut 

• Weitere Elektroden messen den Spannungsabfall und die Phasenverschiebung im Bezug auf die Signalspannung 

• Messparameter sind: Gesamtwiderstand Z (Impedanz), Phasenwinkel, Resistanz R und Reaktanz Xc 

• R und Xc werden dann mit weiteren Parametern (Körpergröße, Körpergewicht, Geschlecht, Alter) in empirische Regressionsgleichungen zur Berechnung des Körperfettgehaltes eingesetzt 

• So können die beiden Körperkompartimente FM (Fettmasse) und LBM (Lean Body Mass) berechnet werden

 • Die Größe des Phasenwinkels gibt zudem einen Hinweis auf „gesunde Körperzellmasse“ (BCM = Body Cell Mass)

her keine Referenzmethode!

Ernährung 2

Was beschreibt ein Ernährungsmuster?

  • Kombination von LM
  • Mahlzeitenkonzept
  • Timing des Verzehrs
  • Häufigkeiten des Verzehrs
  • Menge der LM
  • Varietät
  • Zubereitungsmethoden

(Ernährungsindex: HEI: Healthy Eating Index)

Ernährung 2

Was sind die Gründe für Adipositas in Deutschland?


Verbreitung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland:

  • Altersabhängigkeit:
     Übergewicht und Adipositas steigen mit zunehmendem Lebensalter an
  • Geschlechtsdifferenzen:
     Bei Männern ist Übergewicht verbreiteter als bei Frauen
  • Bildungsstatus/sozioökonomischer Status:    
     Bei niedrigem Status ist die Prävalenz höher     

Ernährung 2

Was ist der BMI?

  • BMI (kg/m2) = Körpergewicht (kg) / Körpergröße2 (m2)
  • Vorgeschlagen als Maß für die Beleibtheit / Dickheit
  • Mit Hilfe des BMI werden heute Übergewicht und Adipositas bestimmt
  • Unabhängig von der Größe und weitgehend unabhängig von der Statur
  • Indirektes Maß für die Körperzusammensetzung, hauptsächlich Fettgehalt
     (Korrelationskoeffizient r = 0.5 – 0.8)
  • Korreliert mit Gesundheitsprognosen

Ernährung 2

6.10. Welche Abbauprodukte entstehen bei der bakteriellen Fermentation? Was passiert beispielsweise mit kurzkettigen Fettsäuren im Darm? Profitiert der Mensch denn wirklich von seiner Darmmikrobiota? Welche vielversprechenden Effekte werden dem Butyrat zugeschrieben?  

Bei der bakteriellen Fermentation im Kolon entsteht eine Vielzahl an Abbauprodukten. Dazu gehören:

- Kurzkettige Fettsäuren (SCF) wie Acetat, Propionat,  n-Butyrat

- Lactat

- CO2, H2, CH4, H2S

- Ethanol


Was passiert mit kurzkettigen FS?
Kurzkettige FS werden zu über 95% resorbiert, d.h. sie gelangen in die Pfortader und mit der Pfortader werden sie an die Leber herangeführt und dort verstoffwechselt.


Als Effekte von Butyrat werden diskutiert:

- Hemmt die Proliferation (Wucherung / schnelles Wachstum) von Krebszellen und induziert die Zelldifferenzierung (Tiermodelle)

- präventive Wirkung bei der Entstehung des metabolischen Syndroms


Der Mensch profitiert von seiner Darmmikrobiota! :)

- SCF dienen als Energiequelle

- SCF unterstützen die Barrierefunktion im Darm


Aber: exogene und endogene Substrate können in toxische und karzinogene Substanzen umgewandelt werden!

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Welche Vorteile bringt die BIA-Messung mit sich? Welche Limitationen bestehen bei diesem Verfahren?

  • Schnelle Messungen, oft wiederholbar nicht invasiv 
  • Problem: Umrechnung durch empirische Standardgleichungen
  • Beeinflussung z.B. durch Hydratationsstatus und Hauttemperatur


Limitationen: 

  • Bei Patienten mit mindestens einem der folgenden Merkmale darf keine Impedanzmessung erfolgen:

 – Elektronische Implantate, z.B. Herzschrittmacher 

– Metallische (leitende) Implantate, aktive Prothesen 

– Lebenserhaltende elektronische Systeme, z.B. künstliches Herz, künstliche Lunge

 – Tragbare elektronische Medizingeräte, z.B. EKG-Geräte 

  • Die Validität der Berechnungen ist abhängig von den jeweils verwendeten empirischen Prädiktionsformeln (Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Ethnie sowie sehr hoher und sehr niedriger BMI-Werte) 
  •  Die Validität ist eingeschränkt bei – Flüssigkeits- bzw. Elektrolytimbalanzen – Körperformabnormalitäten 
  • Beeinflussung durch Hauttemperatur und Hydratationsstatus möglich  
  • Indirekte Methode auf Grundlage empirischer Daten, daher keine Referenzmethode!

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Was umfasst das Ernährungsassessment?

Es umfasst die

… Klientengeschichte

… Ernährungsanamnese

… Umwelteinflüsse

… Ernährungsstatus

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Was umfasst die Ernährungsanamnese?

Es umfasst die

… Ernährungsmuster

… Getränkeaufnahme

… Energieaufnahme

… Nährstoffaufnahme (+evtl. Verordnungen)

… Medikamente

+ Allergien

+Abneigungen

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Was ist Anthropometrie?

  • Anthropometrie ist die Bestimmung der Maßverhältnisse des menschlichen Körpers
  • Setzt sich zusammen aus BMI, Längen, Breiten, Dicken und Umfängen

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Definieren sie die Empfehlungen, Schätzungen und Richtwerte der D-A-C-H Referenzwerte

Empfehlung

  1. Durchschnittlicher Bedarf
  2. Experimentelle Untersuchungen
  3. Ist inklusive Sicherheitszuschlag
  4. Hat größte Aussagekraft
  5. Vorhanden für Proteine, Linolsäure, Vitamine & Mineralstoffe

Schätzung

  1. Keine genauen Angaben!
  2. Guter Hinweis
  3. n3-Fettsäuren, Vit. E, D, K

Richtwert

  1. Nur für nicht lebensnotwendige NS
  2. Oder der Bedarf variiert nach Einflussfaktoren
  3. Dient als Orientierungshilfe
  4. Begrenzung nach oben: Fette, Cholesterol, Alkohol, Speisesalz
  5. Begrenzung nach unten: Wasser, Fluorid, Ballaststoffe

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