Betriebliches Rechnungswesen an der Hochschule Für Technik Stuttgart | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Betriebliches Rechnungswesen an der Hochschule für Technik Stuttgart

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Unterscheide zwischen derivativer und originärer Buchführungspflicht

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§140 AO: Derivative Buchführungspflicht

Die derivative Buchführungspflicht wird auch abgeleitete Buchführungspflicht genannt. Gem. § 140 AO hat, wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen. Wer demnach gem. § 238 ff. HGB zur Buchführung verpflichtet ist, ist gem. § 140 AO auch im Steuerrecht buchführungspflichtig.


§141 AO: Originäre Buchführungspflicht

Sind gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte nach § 140 AO nicht zur Buchführung verpflichtet, kann es sein, dass sie nach § 141 AO buchführungspflichtig sind. Gem. § 141 Abs. 1 AO sind gewerbliche Unternehmen sowie Land- und Forstwirte verpflichtet, Bücher zu führen, wenn die Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb

• Umsätze einschließlich der steuerfreien Umsätze, ausgenommen die Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 10 des Umsatzsteuergesetzes, von mehr als 600 000 Euro im Kalenderjahr oder

• selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einem Wirtschaftswert (§ 46 des Bewertungsgesetzes) von mehr als 25 000 Euro oder

• einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 60 000 Euro im Wirtschaftsjahr oder

• einen Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von mehr als 60 000 Euro im Kalenderjahr

festgestellt hat.

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Nenne fünf Aufgaben der Buchführung?

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  • Selbstinformation des Unternehmers
  • Rechenschaftsfehler
  • Besteuerungsgrundlagen
  • Gläubigerschutz
  • Beweismittel in Prozessen
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Fehlerhafte Buchführung und deren Rechtsfolgen


Nur eine nach den GoB ordnungsgemäß geführte Buchführung besitzt ______ und kann dem Gericht vorgelegt werden.

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Beweiskraft

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Wie werden Bezugsnebenkosten abgeschlossen?

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Die Bezugsnebenkosten sind Unterkonten der  entsprechenden Aufwandskonten (d.h. Aufwendungen für RHB oder Wareneingang).


Sie werden deshalb am Jahresende auf diesen Aufwandskonten abgeschlossen:

--> Aufwandskonto (5100/5200)     an      Bezugsnebenkostenkonto


Bsp: 5200  Wareneingang    an      5800 Bezugsnebenkosten

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Was sind Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit der Vorsteuer und wo stehen diese?

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Bsp.: Ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung

(§ 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 UStG

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Wann ist man nach Steuerrecht buchführungspflichtig?

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§ 140 AO

Wer nach anderen Gesetzen (z.B. HGB) Bücher zu führen 

hat, hat die Verpflichtung auch für die Besteuerung zu 

erfüllen.


Ausnahme (§ 241a HGB):

Einzelkaufleute, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen die beiden folgenden Schwellenwerte nicht überschreiten, sind von der Buchführungspflicht nach HGB befreit:

1. Umsatz ≤ € 600.000,- und

2. Jahresüberschuss ≤ € 60.000,-


§ 141 AO

Gewerbetreibende und Land- und Forstwirte sind auch dann 

buchführungspflichtig, wenn eine der folgenden Grenzen 

überschritten ist:

1. Umsätze > € 600.000,-

2. Wirtschaftswert > € 25.000,-

3. Gewinn aus Gewerbebetrieb > € 60.000,-

4. Gewinn aus LuF > € 60.000,-

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Was für eine Bestandsveränderung tritt ein bei: 


Aktiv-Passiv-Minderung

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  • Der Geschäftsvorfall betrifft beide Seiten der Bilanz
  • Die Bilanzsummen verkleinern sich auf beiden Seiten um den gleichen Betrag
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Was für eine Bestandsveränderung tritt ein bei: 


Passivtausch

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  • Der Geschäftsvorfall betrifft nur die Passivseite der Bilanz
  • Bilanzsummer ändert sich nicht
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Was ist ein externer Beleg?

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Beleg, der von einem anderen Wirtschaftsteilnehmer ausgestellt und dem Unternehmen im Geschäftsverkehr zugestellt wird.


Beispiele:

Eingangsrechnungen, Bankbelege, erhaltene 

Handelsbriefe, Steuer- und Strafbescheide

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Aus welchen Bestandteilen besteht das betriebliche Rechnungswesen?

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1. Externes Rechnungswesen

  • Finanzbuchhaltung
  • Jahresabschluss

2. Internes Rechnungswesen

  • Betriebsbuchhaltung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Statistik
  • Planung
  • Rechenwerke
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Wie werden Bestandskonten eröffnet?

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Aktives Bestandskonten an 9000 Saldenvortrag

9000 Saldenvortrag  an Passives Bestandskonten

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Was ist ein digitaler/elektronischer Beleg?

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Erstellung und Übermittlung von Belegen per Fax, E-Mail 

oder mittels eines Fakturierungsprogramms.


Beispiele:

Alle Arten von Belegen, Übermittlung/Erstellung per 

Fax, E-Mail oder Fakturierungsprogramme

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Q:

Unterscheide zwischen derivativer und originärer Buchführungspflicht

A:

§140 AO: Derivative Buchführungspflicht

Die derivative Buchführungspflicht wird auch abgeleitete Buchführungspflicht genannt. Gem. § 140 AO hat, wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen. Wer demnach gem. § 238 ff. HGB zur Buchführung verpflichtet ist, ist gem. § 140 AO auch im Steuerrecht buchführungspflichtig.


§141 AO: Originäre Buchführungspflicht

Sind gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte nach § 140 AO nicht zur Buchführung verpflichtet, kann es sein, dass sie nach § 141 AO buchführungspflichtig sind. Gem. § 141 Abs. 1 AO sind gewerbliche Unternehmen sowie Land- und Forstwirte verpflichtet, Bücher zu führen, wenn die Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb

• Umsätze einschließlich der steuerfreien Umsätze, ausgenommen die Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 10 des Umsatzsteuergesetzes, von mehr als 600 000 Euro im Kalenderjahr oder

• selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einem Wirtschaftswert (§ 46 des Bewertungsgesetzes) von mehr als 25 000 Euro oder

• einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 60 000 Euro im Wirtschaftsjahr oder

• einen Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von mehr als 60 000 Euro im Kalenderjahr

festgestellt hat.

Q:

Nenne fünf Aufgaben der Buchführung?

A:
  • Selbstinformation des Unternehmers
  • Rechenschaftsfehler
  • Besteuerungsgrundlagen
  • Gläubigerschutz
  • Beweismittel in Prozessen
Q:

Fehlerhafte Buchführung und deren Rechtsfolgen


Nur eine nach den GoB ordnungsgemäß geführte Buchführung besitzt ______ und kann dem Gericht vorgelegt werden.

A:

Beweiskraft

Q:

Wie werden Bezugsnebenkosten abgeschlossen?

A:

Die Bezugsnebenkosten sind Unterkonten der  entsprechenden Aufwandskonten (d.h. Aufwendungen für RHB oder Wareneingang).


Sie werden deshalb am Jahresende auf diesen Aufwandskonten abgeschlossen:

--> Aufwandskonto (5100/5200)     an      Bezugsnebenkostenkonto


Bsp: 5200  Wareneingang    an      5800 Bezugsnebenkosten

Q:

Was sind Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit der Vorsteuer und wo stehen diese?

A:

Bsp.: Ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung

(§ 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 UStG

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Q:

Wann ist man nach Steuerrecht buchführungspflichtig?

A:

§ 140 AO

Wer nach anderen Gesetzen (z.B. HGB) Bücher zu führen 

hat, hat die Verpflichtung auch für die Besteuerung zu 

erfüllen.


Ausnahme (§ 241a HGB):

Einzelkaufleute, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen die beiden folgenden Schwellenwerte nicht überschreiten, sind von der Buchführungspflicht nach HGB befreit:

1. Umsatz ≤ € 600.000,- und

2. Jahresüberschuss ≤ € 60.000,-


§ 141 AO

Gewerbetreibende und Land- und Forstwirte sind auch dann 

buchführungspflichtig, wenn eine der folgenden Grenzen 

überschritten ist:

1. Umsätze > € 600.000,-

2. Wirtschaftswert > € 25.000,-

3. Gewinn aus Gewerbebetrieb > € 60.000,-

4. Gewinn aus LuF > € 60.000,-

Q:

Was für eine Bestandsveränderung tritt ein bei: 


Aktiv-Passiv-Minderung

A:
  • Der Geschäftsvorfall betrifft beide Seiten der Bilanz
  • Die Bilanzsummen verkleinern sich auf beiden Seiten um den gleichen Betrag
Q:

Was für eine Bestandsveränderung tritt ein bei: 


Passivtausch

A:
  • Der Geschäftsvorfall betrifft nur die Passivseite der Bilanz
  • Bilanzsummer ändert sich nicht
Q:

Was ist ein externer Beleg?

A:

Beleg, der von einem anderen Wirtschaftsteilnehmer ausgestellt und dem Unternehmen im Geschäftsverkehr zugestellt wird.


Beispiele:

Eingangsrechnungen, Bankbelege, erhaltene 

Handelsbriefe, Steuer- und Strafbescheide

Q:

Aus welchen Bestandteilen besteht das betriebliche Rechnungswesen?

A:

1. Externes Rechnungswesen

  • Finanzbuchhaltung
  • Jahresabschluss

2. Internes Rechnungswesen

  • Betriebsbuchhaltung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Statistik
  • Planung
  • Rechenwerke
Q:

Wie werden Bestandskonten eröffnet?

A:

Aktives Bestandskonten an 9000 Saldenvortrag

9000 Saldenvortrag  an Passives Bestandskonten

Q:

Was ist ein digitaler/elektronischer Beleg?

A:

Erstellung und Übermittlung von Belegen per Fax, E-Mail 

oder mittels eines Fakturierungsprogramms.


Beispiele:

Alle Arten von Belegen, Übermittlung/Erstellung per 

Fax, E-Mail oder Fakturierungsprogramme

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