Informationspsychologie an der Hochschule Der Medien Stuttgart | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Der Ansatz der Verarbeitungstiefe von Craik & Lockhart (1972) wurde als Alternative zum Ansatz der drei Gedächtnisse (Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis) entwickelt. Wie unterscheiden sich beide Ansätze?

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Drei-Gedächtnis-Ansatz 

  • Die Behaltensleistung für Informationen ist abhängig davon, in welchem Gedächtnis diese Information sich befindet 
  • Die längste und beste Speicherung gilt für Informationen im Langzeitgedächtnis 


Verarbeitungstiefe 

  • Hier ist die Behaltensleistung für Informationen abhängig davon, wie tief diese Informationen verarbeitet worden sind
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Nennen Sie die vier in der Vorlesung behandelten Prinzipien, nach denen wahrgenommene Objekte zu einer Gruppe zusammengefasst werden.

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  1. Gruppierungsprinzipien : Nähe 
  2. Gruppierungsprinzipien : Ähnlichkeit 
  3. Gruppierungsprinzipien : Gute Fortsetzung 
  4. Gruppierungsprinzipien : Umschlossenheit
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Was ist mit dem Begriff des "Rekonstruktiven Gedächtnisses" gemeint?

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  • Eine Erinnerung ist nie eine exakte Wiedergabe der Ereignisse, sondern eine Rekonstruktion 
  • Erinnerungslücken werden mit allgemein gespeicherten Informationen gefüllt. Hier können irreführende Fragen die Erinnerung verformen
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Auf welchen drei Bestandteilen beruht eine Emotion? Mit Hilfe welcher Methoden lassen sich diese drei Bestandteile jeweils messen?

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physiologische Veränderungen 

  • Messung: physiologische Merkmale 


unwillkürliches Verhalten 

  • Messung: Face-Reading 


subjektives Erleben 

  • Messung: Fragebogen
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Worin unterscheiden sich Zapfen und Stäbchen hinsichtlich ihrer Funktion als Rezeptoren für visuelle Reize?

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Zapfen 

• Farbige Wahrnehmung 

• Schlechte Lichtempfindlichkeit 

• Erzeugen Zentrale Wahrnehmung 


Stäbchen

• 10x lichtempfindlicher als Zapfen  

• Erzeugen periphere Wahrnehmung (Mehrere Stäbchen teilen sich eine Nervenzelle --> erzeugen unscharfes Bild)

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Erläutern Sie auf der Grundlage des unter a) (bottom-up & top-down processing) beschriebenen Modells, warum die Versuchspersonen in der "Ballon-Studie" von Bransford & Johnson (1972) den Text in derjenigen Versuchsbedingung am verständlichsten fanden, in der ihnen die Abbildung vor dem Vorlesen des Textes gezeigt wurde.

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Die Versuchspersonen, die die Abbildung vor dem Vorlesen des Textes gesehen haben, fanden den Text am verständlichsten, da sie einen Kontext zu der Geschichte hatten. 


--> top-down processing

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a) In einem Experiment von Shiv & Fedorikhin (1999) mussten sich Versuchspersonen entweder eine zweistellige (Gruppe A) oder eine achtstellige Zahl (Gruppe B) merken. Die Versuchspersonen in Gruppe A wählten häufiger den ihnen angebotenen Fruchtsalat, die in Gruppe B wählten häufiger die Schokoladentorte. Wie kann dieser Befund auf der Grundlage des Limited Capacity-Modells von Lang erklärt werden?

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  • Die Versuchspersonen aus Gruppe A benötigten wenig Kapazität, um sich die zweistellige Zahl zu merken und hatten deshalb mehr Kapazität für die Entscheidung, ob sie Fruchtsalat oder Schokoladentorte nehmen sollen 

        

        --> Fruchtsalat ist gesünder 


  • Die Versuchspersonen aus Gruppe B benötigten viel Kapazität, um sich die achtstellige Zahl zu merken und hatten deshalb weniger Kapazität für die Entscheidung, ob sie Fruchtsalat oder Schokoladentorte nehmen sollen 

        

        --> Schokoladentorte ist lecker 


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In einem Werbespot für Kinder-Country wandert ein Darsteller durch die Natur, hat spaßige Begegnungen (z.B. mit einer Vogelscheuche oder einer Entenfamilie) und schlägt Purzelbäume. Dazu wird lustige Musik gespielt. Am Ende wird die Marke ("Kinder Country") gezeigt. Ordnen Sie bitte Elemente aus dem Werbespot den vier Elementen der klassischen Konditionierungstheorie zu. 

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Neutraler Stimulus: Kinder Country 

--> Keine Reaktion 


Unkonditionierter Stimulus: lustige Musik, spaßige Begegnungen des Darstellers 

--> Gutes Gefühl 


NS + UCS: Kinder Country Werbespot 

--> Gutes Gefühl 


CS: Kinder Country 

--> Gutes Gefühl

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Wie unterscheiden sich hinsichtlich der selektiven Informationsaufnahme das Filter-Modell von Broadbent und das Limited Capacity-Modell von Lang?

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  • Nach dem Filter-Modell wird nur ein Informationskanal durchgelassen, alle anderen werden geblockt
  • Nach dem Limited-Capacity-Modell wird Informationskanälen eine unterschiedlich hohe Menge von Verarbeitungskapazität zugewiesen


  • Konsequenz: Informationen werden mehr oder weniger tief verarbeitet
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Beschreiben Sie das Phänomen der „kognitiven Überlastung“ (cognitive overload) auf der Grundlage des Limited Capacity-Modells.

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  • Informationsverarbeitung bricht nicht zusammen 
  • Die Gesamtmenge der Kapazität ist begrenzt,  wichtige Prozesse bekommen möglicherweise nicht die Kapazitätsmenge, die sie für eine tiefe Verarbeitung eigentlich benötigen, und laufen daher nur oberflächlich ab.
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Auf welche Weise wird auf Basis der unter a) und b) erfragten Eigenschaften von Zapfen und Stäbchen mit Hilfe eines Eyetrackers der Verlauf der visuellen Aufmerksamkeit erfasst?

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  • Ein scharfes und detailliertes Sehen ist nur in der Fovea Centralis möglich 
  • Die Ausrichtung und damit die optische Achse des Auges kann durch die Analyse von Pupillen- und Cornea-Reflex bestimmt werden 
  • An der Stelle, an der diese optische Achse die Vorlage durchstößt, befindet sich die fixierte Information
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Warum entsteht "Cognitive Overload" und was sind die Konsequenzen davon für die Informationsverarbeitung?

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Cognitive Overload entsteht, wenn der Organismus nicht mehr alle Informationsreize hinreichend verarbeiten kann 

aufgrund von: 

  • Medieneigenschaften 
  • Nutzereigenschaften 
  • Situationseigenschaften 


Konsequenz

Die Informationen werden nur noch oberflächlich verarbeitet.

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Q:

Der Ansatz der Verarbeitungstiefe von Craik & Lockhart (1972) wurde als Alternative zum Ansatz der drei Gedächtnisse (Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis) entwickelt. Wie unterscheiden sich beide Ansätze?

A:

Drei-Gedächtnis-Ansatz 

  • Die Behaltensleistung für Informationen ist abhängig davon, in welchem Gedächtnis diese Information sich befindet 
  • Die längste und beste Speicherung gilt für Informationen im Langzeitgedächtnis 


Verarbeitungstiefe 

  • Hier ist die Behaltensleistung für Informationen abhängig davon, wie tief diese Informationen verarbeitet worden sind
Q:

Nennen Sie die vier in der Vorlesung behandelten Prinzipien, nach denen wahrgenommene Objekte zu einer Gruppe zusammengefasst werden.

A:
  1. Gruppierungsprinzipien : Nähe 
  2. Gruppierungsprinzipien : Ähnlichkeit 
  3. Gruppierungsprinzipien : Gute Fortsetzung 
  4. Gruppierungsprinzipien : Umschlossenheit
Q:

Was ist mit dem Begriff des "Rekonstruktiven Gedächtnisses" gemeint?

A:
  • Eine Erinnerung ist nie eine exakte Wiedergabe der Ereignisse, sondern eine Rekonstruktion 
  • Erinnerungslücken werden mit allgemein gespeicherten Informationen gefüllt. Hier können irreführende Fragen die Erinnerung verformen
Q:

Auf welchen drei Bestandteilen beruht eine Emotion? Mit Hilfe welcher Methoden lassen sich diese drei Bestandteile jeweils messen?

A:

physiologische Veränderungen 

  • Messung: physiologische Merkmale 


unwillkürliches Verhalten 

  • Messung: Face-Reading 


subjektives Erleben 

  • Messung: Fragebogen
Q:

Worin unterscheiden sich Zapfen und Stäbchen hinsichtlich ihrer Funktion als Rezeptoren für visuelle Reize?

A:

Zapfen 

• Farbige Wahrnehmung 

• Schlechte Lichtempfindlichkeit 

• Erzeugen Zentrale Wahrnehmung 


Stäbchen

• 10x lichtempfindlicher als Zapfen  

• Erzeugen periphere Wahrnehmung (Mehrere Stäbchen teilen sich eine Nervenzelle --> erzeugen unscharfes Bild)

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Q:

Erläutern Sie auf der Grundlage des unter a) (bottom-up & top-down processing) beschriebenen Modells, warum die Versuchspersonen in der "Ballon-Studie" von Bransford & Johnson (1972) den Text in derjenigen Versuchsbedingung am verständlichsten fanden, in der ihnen die Abbildung vor dem Vorlesen des Textes gezeigt wurde.

A:

Die Versuchspersonen, die die Abbildung vor dem Vorlesen des Textes gesehen haben, fanden den Text am verständlichsten, da sie einen Kontext zu der Geschichte hatten. 


--> top-down processing

Q:

a) In einem Experiment von Shiv & Fedorikhin (1999) mussten sich Versuchspersonen entweder eine zweistellige (Gruppe A) oder eine achtstellige Zahl (Gruppe B) merken. Die Versuchspersonen in Gruppe A wählten häufiger den ihnen angebotenen Fruchtsalat, die in Gruppe B wählten häufiger die Schokoladentorte. Wie kann dieser Befund auf der Grundlage des Limited Capacity-Modells von Lang erklärt werden?

A:
  • Die Versuchspersonen aus Gruppe A benötigten wenig Kapazität, um sich die zweistellige Zahl zu merken und hatten deshalb mehr Kapazität für die Entscheidung, ob sie Fruchtsalat oder Schokoladentorte nehmen sollen 

        

        --> Fruchtsalat ist gesünder 


  • Die Versuchspersonen aus Gruppe B benötigten viel Kapazität, um sich die achtstellige Zahl zu merken und hatten deshalb weniger Kapazität für die Entscheidung, ob sie Fruchtsalat oder Schokoladentorte nehmen sollen 

        

        --> Schokoladentorte ist lecker 


Q:

In einem Werbespot für Kinder-Country wandert ein Darsteller durch die Natur, hat spaßige Begegnungen (z.B. mit einer Vogelscheuche oder einer Entenfamilie) und schlägt Purzelbäume. Dazu wird lustige Musik gespielt. Am Ende wird die Marke ("Kinder Country") gezeigt. Ordnen Sie bitte Elemente aus dem Werbespot den vier Elementen der klassischen Konditionierungstheorie zu. 

A:

Neutraler Stimulus: Kinder Country 

--> Keine Reaktion 


Unkonditionierter Stimulus: lustige Musik, spaßige Begegnungen des Darstellers 

--> Gutes Gefühl 


NS + UCS: Kinder Country Werbespot 

--> Gutes Gefühl 


CS: Kinder Country 

--> Gutes Gefühl

Q:

Wie unterscheiden sich hinsichtlich der selektiven Informationsaufnahme das Filter-Modell von Broadbent und das Limited Capacity-Modell von Lang?

A:
  • Nach dem Filter-Modell wird nur ein Informationskanal durchgelassen, alle anderen werden geblockt
  • Nach dem Limited-Capacity-Modell wird Informationskanälen eine unterschiedlich hohe Menge von Verarbeitungskapazität zugewiesen


  • Konsequenz: Informationen werden mehr oder weniger tief verarbeitet
Q:

Beschreiben Sie das Phänomen der „kognitiven Überlastung“ (cognitive overload) auf der Grundlage des Limited Capacity-Modells.

A:
  • Informationsverarbeitung bricht nicht zusammen 
  • Die Gesamtmenge der Kapazität ist begrenzt,  wichtige Prozesse bekommen möglicherweise nicht die Kapazitätsmenge, die sie für eine tiefe Verarbeitung eigentlich benötigen, und laufen daher nur oberflächlich ab.
Q:

Auf welche Weise wird auf Basis der unter a) und b) erfragten Eigenschaften von Zapfen und Stäbchen mit Hilfe eines Eyetrackers der Verlauf der visuellen Aufmerksamkeit erfasst?

A:
  • Ein scharfes und detailliertes Sehen ist nur in der Fovea Centralis möglich 
  • Die Ausrichtung und damit die optische Achse des Auges kann durch die Analyse von Pupillen- und Cornea-Reflex bestimmt werden 
  • An der Stelle, an der diese optische Achse die Vorlage durchstößt, befindet sich die fixierte Information
Q:

Warum entsteht "Cognitive Overload" und was sind die Konsequenzen davon für die Informationsverarbeitung?

A:

Cognitive Overload entsteht, wenn der Organismus nicht mehr alle Informationsreize hinreichend verarbeiten kann 

aufgrund von: 

  • Medieneigenschaften 
  • Nutzereigenschaften 
  • Situationseigenschaften 


Konsequenz

Die Informationen werden nur noch oberflächlich verarbeitet.

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