Makroökonomie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Makroökonomie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

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Cobra-Effekt

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Einleitung in die Makroökonomie

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Inflation als weitere wichtige Kennzahl

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Klassik

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Keynesianismus

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Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

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Versuche der Konjunkturerklärung

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Stabilisierungsaufgabe des Staates

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Aufgaben der Finanzpolitik

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Staatseinnahmen und Staatsausgaben

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Makroökonomie

Cobra-Effekt

Briten in Indien hatten ein Problem mit Cobras und setzten ein Kopfgeld auf Cobras aus, also für jede tote Cobra gab es Geld -> Dadurch wurden mehr Cobras gezüchtet um Geld zu erhalten also das was man vermeiden wollte wurde verstärkt


Echtes Beispiel gab es mit Ratten / Rebound Effekt (Wenn es immer mehr Produkte gibt die Energiesparend sind könnte man mehr Strom sparen, und immer mehr nutzen diese aber der Energieverbrauch geht nicht runter, da man diese Produkte mehr nutzt z.B. Lampen werden einfach angelassen)

Makroökonomie

Einleitung in die Makroökonomie

Die Makroökonomie ist ein Teil der Volkswirtschaftslehre. Sie beschäftigt sich mit dem gesamtwirtschaftlichen Verhalten (ganzer Staat) der Wirtschaftssektoren, mit der Analyse der gesamtwirtschaftlichen Märkte und deren Zusammenhängen.


Fragestellungen können dabei lauten:

  • Warum entwickeln sich Länder/ Regionen sich wirtschaftlich (Produktion/ Arbeitslosigkeit/ Inflation/ …) unterschiedlich?
  • Welche Auswirkungen haben Steuern/ Zinsen/ … auf die wirtschaftliche Entwicklung?
  • Welche Rolle spielt der Staat und welche Auswirkungen haben staatliche Eingriffe?


Die bekannteste Kennzahl der Makroökonomie ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP)

  • Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes
  • Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einer Volkswirtschaft in einem Jahr hergestellt wurden


Man schaut sich nicht einzelne Personen an, sondern das aggregierte Ganze


Gefahr: Man könnte alles Verallgemeinern, weil man es von oben betrachtet (z.B. BIP ist gestiegen also sind alle reicher geworden -> Kann sein muss aber nicht so sein)

Makroökonomie

Aktuelle Daten

  • Kleine Länder haben auch eher/in der Regel ein kleines BIP (weniger Bevölkerung geringeres BIP in den meisten Fällen)
  • USA und China übertrumpfen alle
  • China hat das stärkste Wachstum
  • Norwegen hat zwar das kleinste BIP aber ist das reichste Land pro Kopf
  • 2000 Schwankung nach unten, da in Dollar verglichen wurde und die Umrechnungen schwanken und deshalb sind die Vergleiche schwierig
  • BNE beschreibt die Preise in einem Land -> China ist höher als USA also China hat eine höhere Kauf-Kraft pro Kopf durch geringere Preise
  • Wenn man BIP pro Kopf betrachtet sieht man, dass Norwegen am stärksten ist und China und Russland am schwächsten/ärmsten (jedoch muss man immer die Umrechnung beachten bei konstantem US-Dollar kann man das gut vergleichen)
  • Norwegen ab Ende der 80er starker Wachstum, da sie eine gute Ölförderung hatten welche den Staatsfond speist
  • 2010 gibt es in allen Ländern einen Knick durch eine Weltwirtschaftskrise
  • Danach steigt die Wirtschaft von Norwegen nicht viel stärker als die anderen Länder, da die Ölpreise gesunken sind (sieht man bei allen Ländern die auf Öl gesetzt haben z.B. auch bei Russland)

Makroökonomie

Inflation als weitere wichtige Kennzahl

Inflation

  • allgemeine und anhaltende Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen bzw. Reduktion der Kaufkraft des Geldes


Inflation stellt die Differenz zwischen nominalem und realem BIP dar

  • Nominale BIP ist der Preis * die Menge


Makroökonomie

Klassik


  • Staat lässt bis auf grundlegenden Sachen (Sicherheit, Landesverteidigung) nichts Anderes zu und macht auch nichts anderes also keinen Eingriff in die Wirtschaft
  • Erste Idee mit der Versucht wurde Wirtschaft bzw. volkswirtschaftliches Gesamthandeln zu beschreiben
  • Märkte sind ein Zusammenkommen von Angebot und Nachfrage bzw. Handel und Wirtschaft
  • Und diese treffen aufeinander und dabei entsteht ein Preis
  • Der Markt (Angebot und Nachfrage) ist im Kern ziemlich stabil also es gibt kein überdurchschnittliches Angebot auf wenig Nachfrage und umgekehrt -> wenn doch dann gleich sich dieses relativ schnell aus
  • Solange die Preise für Güter und Löhne flexibel ist gleich sich dieses Phänomen dadurch aus
  • Über 200 Jahre alt
  • Begründer Adam Smith
  • Gründung der USA zu diesem Zeitpunkt -> deshalb die Überzeugung in diesem Land kleiner Staat, wenn dieser also klein bleibt kann der Staat mir nichts antun
  • Vollkommen -> Angebot und Nachfrage regeln sich selbst
  • Erwartungen rational -> man sieht es ändert sich etwas und die Menschen reagieren darauf rational

Buch:

erklärten erstmals das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage sowie die Verteilung knapper Ressourcen auf alternative Verwendungszwecke.

Makroökonomie

Keynesianismus

  • Gegenposition zur Klassik
  • Erst ca. 80 Jahre alt
  • Menschen sind nicht rational und handeln klug deshalb wird es zu Problemen kommen in Form von Unvollkommenen Märkten
  • Für dieses Problem braucht man einen Staat damit solche Probleme gelöst werden
  • Staat muss eingreifen um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, Wohnungen zu schaffen, Umweltschutz usw.
  • Menschen haben statische Erwartungen also das was sie vor einem Jahr erwartet haben erwarten sie auch jetzt
  • Angebot und Nachfrage funktionieren nicht perfekt deshalb ist der Markt instabil und so muss der Staat eben eingreifen
  • Arbeitslosigkeit steigt aber die Löhne können nicht so schnell fallen da sonst die anderen nicht davon leben können was zur Folge hat dass die Arbeitslosigkeit bleibt


Makroökonomie

Produktionspotenzial

Produktionspotential (PP)

  • Wie viele Güter könnten produziert werden bei einer optimalen Ausnutzung aller Produktionskapazitäten?
  • Ermittlung über das Arbeitsvolumen und das Anlagevermögen einer Volkswirtschaft
  • Das PP schwankt im Gegensatz zum BIP nicht, da Arbeitsvolumen und Anlagevermögen nicht kurzfristig schwanken
  • Quotient aus realem BIP und PP nennt sich Auslastungsgrad
  • In Deutschland wird ein Auslastungsrad von 96,5% als Normalauslastung verstanden

Makroökonomie

Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (kurz: SVR oder Sachverständigenrat; ugs. 5 Wirtschaftsweisen) ist ein 1963 gesetzlich eingeführtes Gremium zur Bewertung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und somit der wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen (Regierung, Zentralbank, etc.)

  • Der SVR erstellt jährlich ein Gutachten, wozu die Regierung Stellung nehmen muss
  • Das Gutachten soll einhellig sein. Es kam öfters schon zu Uneinigkeit im SVR. Die abweichende Meinung wird dann hervorgehoben dargestellt.
  • Der SVR bewertet wirtschaftliche Entwicklungen, wodurch er regelmäßig die Regierung kritisiert
  • Zur Bewertung der Konjunkturphasen nutzt der SVR ein 2-Kriterien Modell
  • Auch weitere Länder haben entsprechende Instanzen (z.B. Frankreich)

Makroökonomie

Versuche der Konjunkturerklärung

Verschiedene Ansätze konkurrieren darum konjunkturelle Entwicklungen zu erklären. Für konjunkturelle Schwankungen muss min. ein Aggregat/ Bestandteil des BIPs schwanken. I.d.R. werden folgende Größen betrachtet

  • Privater Konsum (C)
  • Investitionen (I)
  • Staatskonsum (G)
  • Exporte, Importe (Ex, Im)

Problem: kausale Zusammenhänge können kaum geschlussfolgert werden, da

  • wirtschaftliche/ gesellschaftliche Entwicklungen nie monokausal sind und somit eine unendliche Anzahl an Korrelationen und Scheinkorrelationen existieren
  1. Folglich können Eingriffe (Intervention/ Manipulation) kaum bewertet werden
  • keine Kontrollgruppen existieren
  • Randomized Controlled trials/ double blind Untersuchungen sind nicht möglich

Makroökonomie

Stabilisierungsaufgabe des Staates

Staaten haben verschiedene Möglichkeiten auf die wirtschaftliche Entwicklung einzuwirken z.B. über:

  • Finanzpolitik
  • Gestaltung von Staatseinnahmen-, ausgaben zur Erreichung von wirtschaftlichen Zielen
  • Steuerpolitik
  • Ausgabenpolitik

Diese Maßnahmen können direkt oder indirekt wirken und sind i.d.R. zeitlich verzögert in ihrer Wirkung

Makroökonomie

Aufgaben der Finanzpolitik

Allokationsaufgabe

  • Art und Umfang öffentlicher Aktivitäten/ Güter
  • Notwendig bei Marktversagen (Der Markt führt zu keiner effizienten Allokation von Ressourcen) (z.B. Trittbrettfahrer bei Bildung/ Tragödie des Gemeinguts)
  1. z.B. Innere Sicherheit/ Bildung


Distributionsaufgabe

  • Wie wird eine als gerecht empfundene Einkommens- Vermögensverteilung erreicht
  1. z.B. staatliche Umverteilung im Alter oder bei Krankheit
  2. Gestaltung von Staatseinnahmen-, ausgaben zur Erreichung von wirtschaftlichen Zielen


Stabilisierungsaufgabe

  • Ausgleich von wirtschaftlichen Fehlentwicklungen
  1. z.B. Rezessionen, Anstieg der Arbeitslosigkeit

Makroökonomie

Staatseinnahmen und Staatsausgaben

  • Der Entwurf des Bundeshaushaltsplans wird vom Bundesfinanzministerium erstellt und von der Bundesregierung beraten und beschlossen. Danach muss er den Bundestag und Bundesrat durchlaufen, um jeweils am 1. Januar eines Jahres in Kraft treten zu können. Die Planung des Haushaltes und die Erstellung eines Haushaltsentwurfs sind eine zentrale Aufgabe der Finanzpolitik.
  • Der Bundeshaushalt wird für jedes Haushaltsjahr neu aufgestellt. Deshalb kann es beim Vergleich von zwei Haushaltsplänen Unterschiede in den Strukturen geben. So können zum Beispiel durch Wegfall oder Beendigung einer Maßnahme einzelne oder mehrere Titel entfallen oder im umgekehrten Fall neu ausgebracht werden. Auch Änderungen der Ressortzuständigkeiten oder neue haushaltstechnische Vorgaben können zu größeren Veränderungen innerhalb der Einzelpläne führen
  • Eine Übersicht findet sich unter: Bundeshaushalt
  1. Hälfte der Ausgaben für Arbeit und Soziales, danach allgemeine Dienste z.B. Verteidigung (früher war die zweit größte Ausgabe die Bundesschuld –> hat aber in den letzten Jahren abgenommen also Staat hat weniger Schulden gemacht)
  2. Staatseinnahmen am aller aller meisten durch Steuern (Die wichtigste die Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer und dann die Lohnsteuer)

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