Psychologische Diagnostik an der HFH Hamburger Fern-Hochschule | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für psychologische diagnostik an der HFH Hamburger Fern-Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN

Bei der Auswahl eines Tests für eine Untersuchung sollte die Angemessenheit des Tests beachtet werden. Erläutern Sie zwei Aspekte, auf die man bei der Beurteilung der Angemessenheit eines Tests achten sollte. (SB 2, S. 31/32)

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TESTE DEIN WISSEN

Zwei der folgenden Aspekte:

- Ein Aspekt ist, ob das Verfahren für die konkrete Zielperson überhaupt geeignet ist, hier sind Dinge wie das Alter, das Geschlecht oder die Bildung entscheidend. Ist ein Test etwa nur für einen bestimmten Altersbereich geeignet, ist darauf zu achten.



- Ein weiterer Aspekt ist, dass ein Verfahren die Zielperson nicht von vornherein be- nachteiligen sollte. Dies wäre z.B. der Fall, wenn jemand mit einer motorischen Behinderung einen Test machen muss, bei dem Geschicklichkeitsübungen eine Rolle spielen, oder wenn jemand Instruktionen aufgrund einer sprachlichen Barrie- re nicht gut verstehen kann.

- Ein weiterer Aspekt ist, ob die Zielperson den Test schon kennt oder Übung darin hat. Dies würde die Testergebnisse verfälschen, insbesondere bei Test, die „übungsanfällig sind, wo also eine vorherige Übung besonders viel Einfluss hat. Daher muss dies vor der Testung in Erfahrung gebracht werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Stellen Sie sich vor, ein neu entwickelter Intelligenztest führt bei wiederholten Durch- führungen bei denselben Personen immer zu sehr ähnlichen IQ-Werten (Beispiel: Person A erzielt bei der ersten Durchführung 76 Punkte, bei der zweiten Durchfüh- rung 78 Punkte, Person B erzielt zuerst 105 Punkte, dann 104 Punkte, Person C erzielt zuerst 96 Punkte, dann wieder 96 Punkte). Bei anderen, etablierten Intelligenztests er- zielten diese Personen jedoch andere IQ-Werte (Beispiel: Person A kommt bei den anderen Tests immer etwa auf 95 Punkte, Person B auf 90 Punkte, Person C auf 110 Punkte).

a) Skizzieren Sie, was man unter der Reliabilität und der Validität eines Intelli- genztests versteht (6 Punkte).

b) Erläutern Sie, wie Sie auf Basis der oben beschriebenen Beobachtungen so- wohl die Reliabilität als auch die Validität des neu entwickelten Intelligenz- tests einschätzen würden (6 Punkte).

c) Nennen Sie eine weitere Methode, die Reliabilität eines Tests zu bestimmen. (2 Punkte)

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TESTE DEIN WISSEN

a) Unter der Reliabilität versteht man die Zuverlässigkeit einer Messung. Bei einem Intelligenztest sollten bei wiederholten Messungen die gleichen (oder ähnliche) IQ- Werte ermittelt werden. Unter der Validität versteht man die Gültigkeit einer Messung, mit anderen Worten, ob tatsächlich das gemessen wird, was man vorgibt zu messen. Ein valider Intelli- genztest muss also tatsächlich die Intelligenz erfassen.

c) Innere Konsistenz, Halbierungsreliabilität (Split-Half-Reliabilität) oder Paralleltest (1 nennen)

c) Innere Konsistenz, Halbierungsreliabilität (Split-Half-Reliabilität) oder Paralleltest (1 nennen)

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben Sie, was bei der Critical Incidence Technique (CIT) unter kritischen Er- eignissen verstanden wird. (SB 4, S. 41)

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TESTE DEIN WISSEN

Ein kritisches Ereignis im Sinne der CIT ist eine typische und wichtige Situation. „Typisch“ heißt, dass die Situation immer wieder auftritt. „Wichtig“ heißt, dass es in einer kritischen Si- tuation auf das Verhalten der Beteiligten ankommt und sich sozusagen der Unterschied zwi- schen starken von schwachen Personen in so einer Situation zeigt.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie den berufsethischen Grundsatz der Unparteilichkeit/Unabhängigkeit von Gutachterinnen und Gutachtern. (SB 1, S. 35)

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TESTE DEIN WISSEN

Ein Gutachter vertritt weder den Auftraggeber noch die zu untersuchende Person, sondern ist zu einer neutralen und unterparteiischen Aufklärung der Sachverhalte verpflichtet. Sollte dies nicht gegeben sein, z.B. wegen eines Verwandtschaftsverhältnisses, sollte vom Auftrag zurückgetreten werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie die Grundidee projektiver Persönlichkeitstests (4 Punkte). Beschreiben Sie den Rorschach-Test in Grundzügen (4 Punkte) und geben Sie eine kurze Bewertung des Rorschach-Tests unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ab (3 Punkte).
(SB 2, S. 41 - 44)

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TESTE DEIN WISSEN

Die Grundidee projektiver Tests ist, dass man Einstellungen, Werte oder Motivationen, die man selbst hat, auf andere überträgt (projiziert). Bei projektiven Tests bietet man der Person einen Reiz, in den die Person diese Dinge projizieren kann, womit diese also „sichtbar“ gemacht werden. Dieser Reiz kann etwa ein abstraktes Bild oder eine Szene sein, die man deuten soll.

Beim Rorschach-Test werden Bilder von Tintenklecksen dargeboten, wobei die Zielperson angeben soll, was sie darin erkennt. Die Deutungen der Kleckse werden nach formalen und inhaltlichen gesichtspunkten bewertet und sollen so Rückschlüsse auf die Persönlichkeitsstruktur oder Persönlichkeitsdynamik geben. 

Die Validität und Reliabilität des Rorschach-Tests gilt als eingeschränkt bzw. mangelhaft. Es liegt eine gewisse Objektivität durch Standardvorgaben vor, aber zwischen Beurteilern gibt es eine hohe Varianz, weshalb die Anwendung des Rorschach-Tests unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten fragwürdig erscheint (Hinweis: andere Einschätzungen, wie dass der Rorschach-Test von einigen Klinikern als unverzichtbar gesehen wird, können hier auch gegeben werden).

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TESTE DEIN WISSEN

Organisationsdiagnostik findet auf verschiedenen Ebenen statt. Skizzieren Sie die
Organisationsdiagnostik auf der Mesoebene. Was steht dabei im Mittelpunkt? (SB 1,
S. 12)

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TESTE DEIN WISSEN

Hier geht es um die Abläufe auf der mittleren Ebene, etwa die Beschaffenheit von Führungsstrukturen oder innerbetriebliche Vorgänge. Im Fokus steht hier die Erfassung von Kommunikation zwischen Führungskräfte und Mitarbeitern, Führungsstile und generell Beurteilung von Führungskräften.

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TESTE DEIN WISSEN

Beschreiben Sie, wie man bei der Ermittlung der Halbierungsreliabilität eines Tests vorgeht. Wie würden Sie eine Halbierungsreliabilität von 0,95 beurteilen (niedrig, mit- tel, hoch)? (SB 2, S. 8 – 11)

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TESTE DEIN WISSEN

Die Personen der Stichprobe bearbeiten den Test, und dieser wird im Nachhinein in zwei Hälften geteilt (z.B. alle geraden Items in eine Hälfte, alle ungeraden Items in die andere Hälfte). Dann wertet man beide Hälften separat aus, so dass man für jede Person 2 Werte hat (bzw. 2 Werte pro Skala oder Untertest). Zuletzt korreliert man die Ergebnisse beider Hälften, der Korrelationskoeffizient stellt die Reliabilität dar. Eine Halbierungsreliabilität von 0,95 ist hoch

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie, was es bedeutet, dass bei der klinischen Diagnostik von Störungen ein holistischer Ansatz verfolgt wird. (SB 1, S. 18)

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TESTE DEIN WISSEN

Ein holistischer Ansatz ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Person also in ihrer Ganzheit
betrachtet. Es werden daher nicht nur ein einzelne Funktionen oder Symptome erfasst, sondern deren Beziehung zueinander und das Gesamtbild, das sie ergeben. Störungen in Teilbereichen werden auch im Hinblick auf die Beeinträchtigung des Ganzen betrachtet.

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TESTE DEIN WISSEN

Sie haben von jeder Person einer Stichprobe verschiedene Daten gesammelt. Geben Sie für die folgenden Daten jeweils an, welches Skalenniveau (Nominalskala, Ordi- nalskala, Intervallskala oder Verhältnisskala) diesen zugrunde liegt (6 Punkte). Begründen Sie kurz, weshalb das jeweilige Skalenniveau vorliegt (3 Punkte) 

a) Haarfarbe

b) Alter

c)  Lebenszufriedenheit (kategorisiert als unzufrieden, neutral, zufrieden)

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TESTE DEIN WISSEN

a) Nominalskala. Die Daten haben keine natürliche Rangreihe.

b) Verhältnisskala. Der Abstand zwischen den Punkten der Skala ist gleich, zudem haben die Daten einen natürlichen, absoluten Nullpunkt.

c) Ordinalskala. Die Daten haben eine Rangfolge, die Abstände zwischen den Punk- ten der Skala sind nicht zwingend gleich groß.

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TESTE DEIN WISSEN

Bewerbungsunterlagen sind eine beliebte Quelle für biografische Informationen. Nennen Sie vier verschiedene übliche Bewerbungsunterlagen und geben Sie jeweils eine Einschätzung darüber ab, wie gut die Unterlagen zur Vorhersage der Eignung geeignet sind. (SB 4, S. 45)

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TESTE DEIN WISSEN

Schul- oder Studienzeugnisse: gut geeignet, hohe Korrelation mit Ausbildungserfolg Lebenslauf: mäßige bis geringe Validität (geringer als oft angenommen) Handgeschriebener Lebenslauf: Validität gering

Arbeitszeugnisse: stark abhängig vom Autor, geringe Reliabilität durch hohen Interpretati- onsspielraum, brauchbarer für gehobene Positionen

Gutachten und Referenzen: brauchbare Validität, vor allem wenn direkt eingeholt Personalfragebogen: hängt von der Güte der Konstruktion ab

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TESTE DEIN WISSEN

1 Bei der Konstruktion eines Tests muss man sich überlegen, in welchem Antwortfor- mat die Items beantwortet werden sollen. Beschreiben Sie drei Varianten von gebun- denen Antwortformaten und erläutern Sie deren Vor- und Nachteile. (SB 2, S. 18 - 20)

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TESTE DEIN WISSEN

- Dichotome Beantwortungen, also die Beantwortung mit zwei gegensätzlichen Mög- lichkeiten wie Richtig/Falsch oder Ja/Nein. Dieses Antwortformat ist schnell und einfach, jedoch wird immer eine Art „Schwarz-Weiß-Entscheidung“ ohne die Möglichkeit differenzierter Abstufungen gefordert, was auch zu häufigeren Zufallsantworten führt.


- Rating Skala: Eine Beurteilung auf einer Skala mit mehreren Abstufungen, z.B. nie – selten – gelegentlich – oft – immer. Dies hat den Vorteil, dass man differenziertere Aussagen erhalten kann. Es gibt jedoch den Nachteil, dass Probanden leicht damit überfordert sein können. Auch die subjektive Bewertung der Abstufungen ist problematisch (was genau bedeutet z.B. „oft“). Man kann auch eine Tendenz beobachten, die extremen Kategorien zu meiden und oft die „mittlere“ Kategorie (falls vorhanden) zu wählen.


- Mehrfach-Wahlaufgaben (Multiple Choice): Hier gibt es eine Reihe an Antwortmög- lichkeiten, von denen man eine oder mehrere auswählen soll. Dieses Format ist gut geeignet für Leistungstests. Ein Nachteil ist, dass man bei der Konstruktion die Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten und die Formulierung der Frage genau be- achten muss. Auch die Erstellung der falschen Antworten ist kritisch.

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie vier Anwendungsfelder psychologischer Diagnostik. (SB 1, S. 11)

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Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Pädagogische Psychologie, Organisations- psychologie, Forensische Psychologie, Verkehrspsychologie

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Q:

Bei der Auswahl eines Tests für eine Untersuchung sollte die Angemessenheit des Tests beachtet werden. Erläutern Sie zwei Aspekte, auf die man bei der Beurteilung der Angemessenheit eines Tests achten sollte. (SB 2, S. 31/32)

A:

Zwei der folgenden Aspekte:

- Ein Aspekt ist, ob das Verfahren für die konkrete Zielperson überhaupt geeignet ist, hier sind Dinge wie das Alter, das Geschlecht oder die Bildung entscheidend. Ist ein Test etwa nur für einen bestimmten Altersbereich geeignet, ist darauf zu achten.



- Ein weiterer Aspekt ist, dass ein Verfahren die Zielperson nicht von vornherein be- nachteiligen sollte. Dies wäre z.B. der Fall, wenn jemand mit einer motorischen Behinderung einen Test machen muss, bei dem Geschicklichkeitsübungen eine Rolle spielen, oder wenn jemand Instruktionen aufgrund einer sprachlichen Barrie- re nicht gut verstehen kann.

- Ein weiterer Aspekt ist, ob die Zielperson den Test schon kennt oder Übung darin hat. Dies würde die Testergebnisse verfälschen, insbesondere bei Test, die „übungsanfällig sind, wo also eine vorherige Übung besonders viel Einfluss hat. Daher muss dies vor der Testung in Erfahrung gebracht werden.

Q:

Stellen Sie sich vor, ein neu entwickelter Intelligenztest führt bei wiederholten Durch- führungen bei denselben Personen immer zu sehr ähnlichen IQ-Werten (Beispiel: Person A erzielt bei der ersten Durchführung 76 Punkte, bei der zweiten Durchfüh- rung 78 Punkte, Person B erzielt zuerst 105 Punkte, dann 104 Punkte, Person C erzielt zuerst 96 Punkte, dann wieder 96 Punkte). Bei anderen, etablierten Intelligenztests er- zielten diese Personen jedoch andere IQ-Werte (Beispiel: Person A kommt bei den anderen Tests immer etwa auf 95 Punkte, Person B auf 90 Punkte, Person C auf 110 Punkte).

a) Skizzieren Sie, was man unter der Reliabilität und der Validität eines Intelli- genztests versteht (6 Punkte).

b) Erläutern Sie, wie Sie auf Basis der oben beschriebenen Beobachtungen so- wohl die Reliabilität als auch die Validität des neu entwickelten Intelligenz- tests einschätzen würden (6 Punkte).

c) Nennen Sie eine weitere Methode, die Reliabilität eines Tests zu bestimmen. (2 Punkte)

A:

a) Unter der Reliabilität versteht man die Zuverlässigkeit einer Messung. Bei einem Intelligenztest sollten bei wiederholten Messungen die gleichen (oder ähnliche) IQ- Werte ermittelt werden. Unter der Validität versteht man die Gültigkeit einer Messung, mit anderen Worten, ob tatsächlich das gemessen wird, was man vorgibt zu messen. Ein valider Intelli- genztest muss also tatsächlich die Intelligenz erfassen.

c) Innere Konsistenz, Halbierungsreliabilität (Split-Half-Reliabilität) oder Paralleltest (1 nennen)

c) Innere Konsistenz, Halbierungsreliabilität (Split-Half-Reliabilität) oder Paralleltest (1 nennen)

Q:

Beschreiben Sie, was bei der Critical Incidence Technique (CIT) unter kritischen Er- eignissen verstanden wird. (SB 4, S. 41)

A:

Ein kritisches Ereignis im Sinne der CIT ist eine typische und wichtige Situation. „Typisch“ heißt, dass die Situation immer wieder auftritt. „Wichtig“ heißt, dass es in einer kritischen Si- tuation auf das Verhalten der Beteiligten ankommt und sich sozusagen der Unterschied zwi- schen starken von schwachen Personen in so einer Situation zeigt.

Q:

Erläutern Sie den berufsethischen Grundsatz der Unparteilichkeit/Unabhängigkeit von Gutachterinnen und Gutachtern. (SB 1, S. 35)

A:

Ein Gutachter vertritt weder den Auftraggeber noch die zu untersuchende Person, sondern ist zu einer neutralen und unterparteiischen Aufklärung der Sachverhalte verpflichtet. Sollte dies nicht gegeben sein, z.B. wegen eines Verwandtschaftsverhältnisses, sollte vom Auftrag zurückgetreten werden.

Q:

Erläutern Sie die Grundidee projektiver Persönlichkeitstests (4 Punkte). Beschreiben Sie den Rorschach-Test in Grundzügen (4 Punkte) und geben Sie eine kurze Bewertung des Rorschach-Tests unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ab (3 Punkte).
(SB 2, S. 41 - 44)

A:

Die Grundidee projektiver Tests ist, dass man Einstellungen, Werte oder Motivationen, die man selbst hat, auf andere überträgt (projiziert). Bei projektiven Tests bietet man der Person einen Reiz, in den die Person diese Dinge projizieren kann, womit diese also „sichtbar“ gemacht werden. Dieser Reiz kann etwa ein abstraktes Bild oder eine Szene sein, die man deuten soll.

Beim Rorschach-Test werden Bilder von Tintenklecksen dargeboten, wobei die Zielperson angeben soll, was sie darin erkennt. Die Deutungen der Kleckse werden nach formalen und inhaltlichen gesichtspunkten bewertet und sollen so Rückschlüsse auf die Persönlichkeitsstruktur oder Persönlichkeitsdynamik geben. 

Die Validität und Reliabilität des Rorschach-Tests gilt als eingeschränkt bzw. mangelhaft. Es liegt eine gewisse Objektivität durch Standardvorgaben vor, aber zwischen Beurteilern gibt es eine hohe Varianz, weshalb die Anwendung des Rorschach-Tests unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten fragwürdig erscheint (Hinweis: andere Einschätzungen, wie dass der Rorschach-Test von einigen Klinikern als unverzichtbar gesehen wird, können hier auch gegeben werden).

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Q:

Organisationsdiagnostik findet auf verschiedenen Ebenen statt. Skizzieren Sie die
Organisationsdiagnostik auf der Mesoebene. Was steht dabei im Mittelpunkt? (SB 1,
S. 12)

A:

Hier geht es um die Abläufe auf der mittleren Ebene, etwa die Beschaffenheit von Führungsstrukturen oder innerbetriebliche Vorgänge. Im Fokus steht hier die Erfassung von Kommunikation zwischen Führungskräfte und Mitarbeitern, Führungsstile und generell Beurteilung von Führungskräften.

Q:

Beschreiben Sie, wie man bei der Ermittlung der Halbierungsreliabilität eines Tests vorgeht. Wie würden Sie eine Halbierungsreliabilität von 0,95 beurteilen (niedrig, mit- tel, hoch)? (SB 2, S. 8 – 11)

A:

Die Personen der Stichprobe bearbeiten den Test, und dieser wird im Nachhinein in zwei Hälften geteilt (z.B. alle geraden Items in eine Hälfte, alle ungeraden Items in die andere Hälfte). Dann wertet man beide Hälften separat aus, so dass man für jede Person 2 Werte hat (bzw. 2 Werte pro Skala oder Untertest). Zuletzt korreliert man die Ergebnisse beider Hälften, der Korrelationskoeffizient stellt die Reliabilität dar. Eine Halbierungsreliabilität von 0,95 ist hoch

Q:

Erläutern Sie, was es bedeutet, dass bei der klinischen Diagnostik von Störungen ein holistischer Ansatz verfolgt wird. (SB 1, S. 18)

A:

Ein holistischer Ansatz ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Person also in ihrer Ganzheit
betrachtet. Es werden daher nicht nur ein einzelne Funktionen oder Symptome erfasst, sondern deren Beziehung zueinander und das Gesamtbild, das sie ergeben. Störungen in Teilbereichen werden auch im Hinblick auf die Beeinträchtigung des Ganzen betrachtet.

Q:

Sie haben von jeder Person einer Stichprobe verschiedene Daten gesammelt. Geben Sie für die folgenden Daten jeweils an, welches Skalenniveau (Nominalskala, Ordi- nalskala, Intervallskala oder Verhältnisskala) diesen zugrunde liegt (6 Punkte). Begründen Sie kurz, weshalb das jeweilige Skalenniveau vorliegt (3 Punkte) 

a) Haarfarbe

b) Alter

c)  Lebenszufriedenheit (kategorisiert als unzufrieden, neutral, zufrieden)

A:

a) Nominalskala. Die Daten haben keine natürliche Rangreihe.

b) Verhältnisskala. Der Abstand zwischen den Punkten der Skala ist gleich, zudem haben die Daten einen natürlichen, absoluten Nullpunkt.

c) Ordinalskala. Die Daten haben eine Rangfolge, die Abstände zwischen den Punk- ten der Skala sind nicht zwingend gleich groß.

Q:

Bewerbungsunterlagen sind eine beliebte Quelle für biografische Informationen. Nennen Sie vier verschiedene übliche Bewerbungsunterlagen und geben Sie jeweils eine Einschätzung darüber ab, wie gut die Unterlagen zur Vorhersage der Eignung geeignet sind. (SB 4, S. 45)

A:

Schul- oder Studienzeugnisse: gut geeignet, hohe Korrelation mit Ausbildungserfolg Lebenslauf: mäßige bis geringe Validität (geringer als oft angenommen) Handgeschriebener Lebenslauf: Validität gering

Arbeitszeugnisse: stark abhängig vom Autor, geringe Reliabilität durch hohen Interpretati- onsspielraum, brauchbarer für gehobene Positionen

Gutachten und Referenzen: brauchbare Validität, vor allem wenn direkt eingeholt Personalfragebogen: hängt von der Güte der Konstruktion ab

Q:

1 Bei der Konstruktion eines Tests muss man sich überlegen, in welchem Antwortfor- mat die Items beantwortet werden sollen. Beschreiben Sie drei Varianten von gebun- denen Antwortformaten und erläutern Sie deren Vor- und Nachteile. (SB 2, S. 18 - 20)

A:

- Dichotome Beantwortungen, also die Beantwortung mit zwei gegensätzlichen Mög- lichkeiten wie Richtig/Falsch oder Ja/Nein. Dieses Antwortformat ist schnell und einfach, jedoch wird immer eine Art „Schwarz-Weiß-Entscheidung“ ohne die Möglichkeit differenzierter Abstufungen gefordert, was auch zu häufigeren Zufallsantworten führt.


- Rating Skala: Eine Beurteilung auf einer Skala mit mehreren Abstufungen, z.B. nie – selten – gelegentlich – oft – immer. Dies hat den Vorteil, dass man differenziertere Aussagen erhalten kann. Es gibt jedoch den Nachteil, dass Probanden leicht damit überfordert sein können. Auch die subjektive Bewertung der Abstufungen ist problematisch (was genau bedeutet z.B. „oft“). Man kann auch eine Tendenz beobachten, die extremen Kategorien zu meiden und oft die „mittlere“ Kategorie (falls vorhanden) zu wählen.


- Mehrfach-Wahlaufgaben (Multiple Choice): Hier gibt es eine Reihe an Antwortmög- lichkeiten, von denen man eine oder mehrere auswählen soll. Dieses Format ist gut geeignet für Leistungstests. Ein Nachteil ist, dass man bei der Konstruktion die Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten und die Formulierung der Frage genau be- achten muss. Auch die Erstellung der falschen Antworten ist kritisch.

Q:

Nennen Sie vier Anwendungsfelder psychologischer Diagnostik. (SB 1, S. 11)

A:

Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Pädagogische Psychologie, Organisations- psychologie, Forensische Psychologie, Verkehrspsychologie

psychologische diagnostik

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