Allgemeine Psychologie an der HFH Hamburger Fern-Hochschule | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Allgemeine Psychologie an der HFH Hamburger Fern-Hochschule

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TESTE DEIN WISSEN
Erläutere die Methode: Simulationen & Szenarien
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TESTE DEIN WISSEN
Unter Laborbedingungen soll mittels Computern/ Virtual Reality Brillen eine Nähe zur Realität geschaffen werden, um bestimmte Aspekte eines Systems nachstellen zu können.
denkpsychologische Erforschung von Handlungs- und Entscheidungsprozessen
->im Vordergrund steht nicht Datenerfassung, sondern Darstellung realitätsnaher Inhalte
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TESTE DEIN WISSEN
Erkläre die Absolute Wahrnehmungsschwelle
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TESTE DEIN WISSEN
Minimale physikalische Reizintensität, die wahrgenommen wird.
->Wie stark muss ein Reiz sein, damit wir ihn überhaupt wahrnehmen?
->z.B Hörtest/Sehtest

Es muss ein spezifischer Wert an Intensität überschritten werden, um den distalen Reiz wahrnehmen zu können. Dieser Wert hängt von unterschiedlichen Faktoren ab (z.B wie wach/aufmerksam/motiviert wir sind oder welche Erwartungen & Erfahrungen wir aufweisen).

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Erläutere das Zentrale Nervensystem
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Das ZNS, gebildet aus Gehirn & Rückenmark, ist Entscheidungsträger und Kommandozentrale des Körpers.
Aufgaben: 
  • Koordination körperlicher Funktionen
  • Verarbeitung eintreffender Informationen 
  • Entsendung von Befehlen an unterschiedliche Körperregionen
Da das ZNS von der Außenwelt isoliert ist, muss es vom peripheren Nervensystem mit Informationen aus den Sinnesrezeptoren (Auge;Ohr...) versorgt werden, welches dann wiederum die Anweisungen vom Gehirn zu den Organen und Muskeln weiterleitet. 

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Erläutere die Methode Experiment
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Das Experiment ist die wichtigste Forschungsmethode der Allgemeinen Psychologie...
—> bei einem Experiment werden reine Erhebungsmethoden eingesetzt, um unter kontrollierten Bedingungen Kausalzusammenhänge zwischen versch. Variablen aufzudecken.
In Laboren können Forschende in das zu untersuchende Geschehen unter kontrollierten Bedingungen eingreifen und die Wirkung auf die Variablen systematisch überprüfen.

Untersucht wird die Wirkung unabhängiger Variablen (Faktor im Experiment, der manipuliert wird und dessen Wirkung untersucht wird) auf abhängige Variablen (Faktor im Experiment, der gemessen und dessen Abhängigkeit untersucht wird).
Beispiel: die Hypothese soll untersucht werden, ob Entspannungstraining die Gedächtnisleistung verbessert...
  • UV = Entspannungstraining (wird Manipuliert -> nicht alle Probanden bekommen Entspannungstraining)
  • AV = Gedächtnisleistung (wird geprüft und in Abhängigkeit verglichen)

Experimente bestehen aus mind. 2 Gruppen, welche miteinander verglichen werden...
  • Experimentalgruppe/Versuchsgruppe/Interventionsgruppe (Gruppe erhält Treatment)
  • Kontrollgruppe (Gruppe erhält kein Treatments bzw. Placebo)

Störfaktoren:
  • UV
  • personenbezogen (Unterschiede in den persönlichen Merkmalen der Teilnehmenden -> z.B in der einen Gruppe sind intelligentere/motiviertere Personen als in der anderen Gruppe)
  • untersuchungsbedingt/umweltbedingt (Unterschiede in der Behandlung der Gruppen -> z.B eine Gruppe erhält mehr Zuwendung & Aufmerksamkeit; Lautstärkeunterschied der Umgebungsgeräusche)
-> um Störfaktoren auszuschalten, sollten gleiche Umgebungsbedingungen in beiden Gruppen gegeben sein & Zuordnung der Teilnehmenden auf die Gruppen sollte zufällig geschehen (Randomisierung -> Störfaktoren in Gruppen können konstant gehalten werden und somit kontrolliert werden, da sich die Gruppen nicht mehr systematisch voneinander unterscheiden & Wahrscheinlichkeit von ungleicher personenbezogener Verteilung ist geringer).

Nachteile Experiment: 
  • hohe zeitlicher Aufwand
  • hohe Kostenintensivität
  • übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Umstände (außerhalb Laborbedingungen) lässt sich kritisieren


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TESTE DEIN WISSEN
Nenne + erläutere eine berühmte Fallstudie der Allgemeinpsychologie, welche die Bedeutung ethischer Grundsätze verdeutlicht
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"Der kleine Albert"
1920 von John B. Watson & R. Rayner 
-Versuch klassischer Konditionierung: kann ein neutraler Reiz zu einem Auslöser von Furcht konditioniert werden, wenn er mit einem angstauslösenden Ereignis wiederholt gepaart wird?

Verlauf:
Dem 11 Monate alten Jungen Albert wurde eine weiße Ratte vorgesetzt, auf die er zunächst keine Angst zeigte. Gleichzeitig schlug der Versuchsleiter mit einem Hammer auf eine Eisenstange, was Albert Angst machte. Zunehmend wurden Ratte & Geräusch gepaart, bis Albert nur beim Anblick der Ratte anfing zu weinen
Die weiße Ratte wurde zu einem konditionierten Auslöser von Furcht. Alberts Furcht generalisierte sich auf Kaninchen, Hund, Seehundfell & bärtige Nikolausmaske.
Da Albert mit seiner Mutter wegzog, wurde die Fallstudie beendet, jedoch ohne Löschung der konditionierten Furcht...

!Angstkonditionierung kann starken Einfluss auf's Leben haben. Ein einzelnes traumatisches Ereignis kann zu starken körperlichen, emotionalen & kognitiven Reaktionen führen, die sich ein Leben lang halten können!

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Nenne die 5 Ansätze aus der Geschichte der Psychologie, die das heutige Gesamtbild der allg. Psychologie repräsenTieren
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1. Biologisch-neurophysiologischer Ansatz
2. Behavioristischer Ansatz
3. Psychoanalytischer Ansatz
4. Humanistischer Ansatz
5. Kognitiver Ansatz

Die Ansätze ergänzen sich und fördern ein eklektisches Vorgehen: Je nach Fragestellung wählt man einen Ansatz, ohne die Gültigkeit der anderen auszuschließen...es werden so verschiedene Blickwinkel in Betracht gezogen und verbunden.
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Definiere die Allgemeine Psychologie
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"Die Allgemeine Psychologie ist die Wissenschaft, die sich mit den allgemeingültigen Gesetzesmäßigkeiten des Erlebens & Verhaltens von Organismen, speziell des Menschen, sowie deren Ursachen & Wirkungen befasst."
-Teildisziplin 
-Grundlagenfach (grundlegende Vorgänge & Mechanismen des menschl. Erlebens und Verhaltens)
-universeller Ansatz
-Ziel: prüfen, was allen Menschen gemeinsam ist, unabhängig von individuellen Besonderheiten
-Fragen nach dem WIE  und nicht dem WAS (Inhalt der Gemeinsamkeiten)
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Definiere Todestrieb und Lebenstrieb
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Todestrieb= aggressive Impulse
Lebenstrieb= Freude suchende Impulse
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Erläutere die Funktionen des endokrinen Systems
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Aufbau: Netzwerk von Drüsen
Aufgabe: Hormone als chemische Stoffe synthetisieren (aufbauen) und in die Blutbahn entlassen
Funktionen: hilft beim Kampf gegen Infektionen, reguliert Sexualtrieb, reguliert Stoffwechsel, reguliert das einsetzen der körperlichen Energiereserven

Über die Produktion von Hormonen, ihre Absonderung ins Blut sowie Aufnahme über Rezeptoren entsteht ein Kommunikationssystem im Körper, das schnell auf neue Situationen/Herausforderungen/Krisen reagieren kann.

->Hypothalamus als Schaltstelle zwischen endokrinen System und Nervensystem. Er kann die Befehle empfangen, Hormone an die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zu senden, die dadurch wiederum stimuliert wird und selbst Hormone produziert.
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Erläutere die Methode der Psychologischen Tests
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Ein psychologischer Test ist ein psychodiagnostisches verwendbares Verfahren zur Messung von psychischen Eigenschaften.
-> Erhebung von Fähigkeiten/Leistungsvermögen/Interessen/Einstellungen/Fertigkeiten/Persönlichkeitseigenschaften/Intelligenz
-> Bestimmung des Grads der individuellen Merkmalsausprägung

Damit ein Test wissenschaftl. fundiert ist, muss er den Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) entsprechen und normiert sein.

Psychol. Tests werden oft im Rahmen einer Diagnostik eingesetzt und können weitreichende Folgen für die Testperson haben (z.B berufliche Eignung, Schuleignung, Rückfallgefahr)

Paper-Pencil-Test: Testverfahren wird mit Stift auf Papier in Anwesenheit der Testanwender durchgeführt (Einzeltestung oder mehrere Probanden gleichzeitig um Aufwand/Zeit/Kosten zu reduzieren)

Testarten: Unterscheidung nach Art des zu messenden Merkmals
  • Leistungstest (grobe Unterscheidung; Aufgaben mit Objektiv richtigen/falschen Lösungen werden unter Zeitdruck gelöst)
  • Persönlichkeitstest (Selbstauskunft über Eigenschaften/Vorlieben/Verhaltensweisen)
  • klinische Tests (Ausprägung von Krankheitsbildern)
  • Intelligenztest (vollstandardisierte Aufgaben müssen unter Zeitdruck gelöst und die Ergebnisse in Relation zu den anderen Personen der Normierung eingeschätzt)

Problem bei Persönlichkeitstest: das antworten nach sozialer Erwünschtheit...je stärker eine soziale Verurteilung gefürchtet ist, umso größer die Verfälschung. ->Kontrollskalen (Fragen, die besonders sensibel auf Tendenzen der sozialen Erwünschtheit reagieren) & statistische Methoden zum entgegenwirken...

Recherche nach psychologischen Tests erfolgt über elektronischen Datenbanken (Leibnizzentrum für Psychologische Information und Dokumentation ZPID)
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Erläutere den psychoanalytischen Ansatz
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Entwicklung: Anfang 20. Jh in Wien durch Sigmund Freud, basierend auf persönlichen Fallstudien seiner psychiatrischen Patienten, welche aus neurologisch-medizinischer Sicht keinen Sinn ergaben (z.B gelähmter Patient konnte unter Hypnose laufen). Die Beobachtungen ließen Freud auf die Existenz von unbewussten Prozessen schließen ("innerpsychische Kraft")

->Nur ein kleiner Teil ist nach psychoanalytischer Perspektive dem Bewusstsein zugänglich, der größere Teil (Unterbewusstsein) verdrängt und beinhaltet Wünsche, Gedanken, Gefühle + Erinnerungen, die nur teilweise willentlich ins Bewusstsein gerufen werden können. Vor allem negative verdrängte Gefühle + Gedanken haben einen starken Einfluss auf's Verhalten (z.B Äußerung in neurotischen Symptomen, Träumen, Einstellungen, "Freud'scher Versprecher").
->unbewusste Motive bestimmen nach Freud mehr unser Handeln als rationale Begründungen, die wir dafür bereithalten. Bereits in der Kindheit vollzieht sich die Festlegung unserer Psyche durch Konflikt von Todestrieb, Lebenstrieb, soziale Einschränkungen & Verbote.
Therapieform: Psychoanalyse (Prinzip der freien Assoziation)...durch freies random Berichten entstehen Gedankenketten, die zum Unterbewusstsein führen und verdrängte Erinnerungen fördern.


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Was ist die Gestaltpsychologie
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Entstehung in den 1920er Jahren als Gegenreaktion zur Elementenpsychologie ("Wahrnehmung setzt sich aus kleinen Bestandteilen/Elememten zusammen").
Begründer: Max Wertheimer (1880-1943), Frankfurter Schule der Gestaltpsychologen

Die Gestaltpsychologie untersucht die Frage, wie wir aus den unterschiedlichen Wahrnehmungseindrücken & Informationen etwas Ganzes formen. Sie geht von einer ganzheitlichen Wahrnehmung aus mit dem Leitprinzip: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile 

Kritik: Fokussierung auf die reine Darstellung der unterschiedlichen Wahrnehmungsphänomene, ohne sich dabei auf genau Erklärungsversuche zu konzentrieren
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  • 37525 Karteikarten
  • 1149 Studierende
  • 24 Lernmaterialien

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Q:
Erläutere die Methode: Simulationen & Szenarien
A:
Unter Laborbedingungen soll mittels Computern/ Virtual Reality Brillen eine Nähe zur Realität geschaffen werden, um bestimmte Aspekte eines Systems nachstellen zu können.
denkpsychologische Erforschung von Handlungs- und Entscheidungsprozessen
->im Vordergrund steht nicht Datenerfassung, sondern Darstellung realitätsnaher Inhalte
Q:
Erkläre die Absolute Wahrnehmungsschwelle
A:
Minimale physikalische Reizintensität, die wahrgenommen wird.
->Wie stark muss ein Reiz sein, damit wir ihn überhaupt wahrnehmen?
->z.B Hörtest/Sehtest

Es muss ein spezifischer Wert an Intensität überschritten werden, um den distalen Reiz wahrnehmen zu können. Dieser Wert hängt von unterschiedlichen Faktoren ab (z.B wie wach/aufmerksam/motiviert wir sind oder welche Erwartungen & Erfahrungen wir aufweisen).

Q:
Erläutere das Zentrale Nervensystem
A:
Das ZNS, gebildet aus Gehirn & Rückenmark, ist Entscheidungsträger und Kommandozentrale des Körpers.
Aufgaben: 
  • Koordination körperlicher Funktionen
  • Verarbeitung eintreffender Informationen 
  • Entsendung von Befehlen an unterschiedliche Körperregionen
Da das ZNS von der Außenwelt isoliert ist, muss es vom peripheren Nervensystem mit Informationen aus den Sinnesrezeptoren (Auge;Ohr...) versorgt werden, welches dann wiederum die Anweisungen vom Gehirn zu den Organen und Muskeln weiterleitet. 

Q:
Erläutere die Methode Experiment
A:
Das Experiment ist die wichtigste Forschungsmethode der Allgemeinen Psychologie...
—> bei einem Experiment werden reine Erhebungsmethoden eingesetzt, um unter kontrollierten Bedingungen Kausalzusammenhänge zwischen versch. Variablen aufzudecken.
In Laboren können Forschende in das zu untersuchende Geschehen unter kontrollierten Bedingungen eingreifen und die Wirkung auf die Variablen systematisch überprüfen.

Untersucht wird die Wirkung unabhängiger Variablen (Faktor im Experiment, der manipuliert wird und dessen Wirkung untersucht wird) auf abhängige Variablen (Faktor im Experiment, der gemessen und dessen Abhängigkeit untersucht wird).
Beispiel: die Hypothese soll untersucht werden, ob Entspannungstraining die Gedächtnisleistung verbessert...
  • UV = Entspannungstraining (wird Manipuliert -> nicht alle Probanden bekommen Entspannungstraining)
  • AV = Gedächtnisleistung (wird geprüft und in Abhängigkeit verglichen)

Experimente bestehen aus mind. 2 Gruppen, welche miteinander verglichen werden...
  • Experimentalgruppe/Versuchsgruppe/Interventionsgruppe (Gruppe erhält Treatment)
  • Kontrollgruppe (Gruppe erhält kein Treatments bzw. Placebo)

Störfaktoren:
  • UV
  • personenbezogen (Unterschiede in den persönlichen Merkmalen der Teilnehmenden -> z.B in der einen Gruppe sind intelligentere/motiviertere Personen als in der anderen Gruppe)
  • untersuchungsbedingt/umweltbedingt (Unterschiede in der Behandlung der Gruppen -> z.B eine Gruppe erhält mehr Zuwendung & Aufmerksamkeit; Lautstärkeunterschied der Umgebungsgeräusche)
-> um Störfaktoren auszuschalten, sollten gleiche Umgebungsbedingungen in beiden Gruppen gegeben sein & Zuordnung der Teilnehmenden auf die Gruppen sollte zufällig geschehen (Randomisierung -> Störfaktoren in Gruppen können konstant gehalten werden und somit kontrolliert werden, da sich die Gruppen nicht mehr systematisch voneinander unterscheiden & Wahrscheinlichkeit von ungleicher personenbezogener Verteilung ist geringer).

Nachteile Experiment: 
  • hohe zeitlicher Aufwand
  • hohe Kostenintensivität
  • übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Umstände (außerhalb Laborbedingungen) lässt sich kritisieren


Q:
Nenne + erläutere eine berühmte Fallstudie der Allgemeinpsychologie, welche die Bedeutung ethischer Grundsätze verdeutlicht
A:
"Der kleine Albert"
1920 von John B. Watson & R. Rayner 
-Versuch klassischer Konditionierung: kann ein neutraler Reiz zu einem Auslöser von Furcht konditioniert werden, wenn er mit einem angstauslösenden Ereignis wiederholt gepaart wird?

Verlauf:
Dem 11 Monate alten Jungen Albert wurde eine weiße Ratte vorgesetzt, auf die er zunächst keine Angst zeigte. Gleichzeitig schlug der Versuchsleiter mit einem Hammer auf eine Eisenstange, was Albert Angst machte. Zunehmend wurden Ratte & Geräusch gepaart, bis Albert nur beim Anblick der Ratte anfing zu weinen
Die weiße Ratte wurde zu einem konditionierten Auslöser von Furcht. Alberts Furcht generalisierte sich auf Kaninchen, Hund, Seehundfell & bärtige Nikolausmaske.
Da Albert mit seiner Mutter wegzog, wurde die Fallstudie beendet, jedoch ohne Löschung der konditionierten Furcht...

!Angstkonditionierung kann starken Einfluss auf's Leben haben. Ein einzelnes traumatisches Ereignis kann zu starken körperlichen, emotionalen & kognitiven Reaktionen führen, die sich ein Leben lang halten können!

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Q:
Nenne die 5 Ansätze aus der Geschichte der Psychologie, die das heutige Gesamtbild der allg. Psychologie repräsenTieren
A:
1. Biologisch-neurophysiologischer Ansatz
2. Behavioristischer Ansatz
3. Psychoanalytischer Ansatz
4. Humanistischer Ansatz
5. Kognitiver Ansatz

Die Ansätze ergänzen sich und fördern ein eklektisches Vorgehen: Je nach Fragestellung wählt man einen Ansatz, ohne die Gültigkeit der anderen auszuschließen...es werden so verschiedene Blickwinkel in Betracht gezogen und verbunden.
Q:
Definiere die Allgemeine Psychologie
A:
"Die Allgemeine Psychologie ist die Wissenschaft, die sich mit den allgemeingültigen Gesetzesmäßigkeiten des Erlebens & Verhaltens von Organismen, speziell des Menschen, sowie deren Ursachen & Wirkungen befasst."
-Teildisziplin 
-Grundlagenfach (grundlegende Vorgänge & Mechanismen des menschl. Erlebens und Verhaltens)
-universeller Ansatz
-Ziel: prüfen, was allen Menschen gemeinsam ist, unabhängig von individuellen Besonderheiten
-Fragen nach dem WIE  und nicht dem WAS (Inhalt der Gemeinsamkeiten)
Q:
Definiere Todestrieb und Lebenstrieb
A:
Todestrieb= aggressive Impulse
Lebenstrieb= Freude suchende Impulse
Q:
Erläutere die Funktionen des endokrinen Systems
A:
Aufbau: Netzwerk von Drüsen
Aufgabe: Hormone als chemische Stoffe synthetisieren (aufbauen) und in die Blutbahn entlassen
Funktionen: hilft beim Kampf gegen Infektionen, reguliert Sexualtrieb, reguliert Stoffwechsel, reguliert das einsetzen der körperlichen Energiereserven

Über die Produktion von Hormonen, ihre Absonderung ins Blut sowie Aufnahme über Rezeptoren entsteht ein Kommunikationssystem im Körper, das schnell auf neue Situationen/Herausforderungen/Krisen reagieren kann.

->Hypothalamus als Schaltstelle zwischen endokrinen System und Nervensystem. Er kann die Befehle empfangen, Hormone an die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zu senden, die dadurch wiederum stimuliert wird und selbst Hormone produziert.
Q:
Erläutere die Methode der Psychologischen Tests
A:
Ein psychologischer Test ist ein psychodiagnostisches verwendbares Verfahren zur Messung von psychischen Eigenschaften.
-> Erhebung von Fähigkeiten/Leistungsvermögen/Interessen/Einstellungen/Fertigkeiten/Persönlichkeitseigenschaften/Intelligenz
-> Bestimmung des Grads der individuellen Merkmalsausprägung

Damit ein Test wissenschaftl. fundiert ist, muss er den Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) entsprechen und normiert sein.

Psychol. Tests werden oft im Rahmen einer Diagnostik eingesetzt und können weitreichende Folgen für die Testperson haben (z.B berufliche Eignung, Schuleignung, Rückfallgefahr)

Paper-Pencil-Test: Testverfahren wird mit Stift auf Papier in Anwesenheit der Testanwender durchgeführt (Einzeltestung oder mehrere Probanden gleichzeitig um Aufwand/Zeit/Kosten zu reduzieren)

Testarten: Unterscheidung nach Art des zu messenden Merkmals
  • Leistungstest (grobe Unterscheidung; Aufgaben mit Objektiv richtigen/falschen Lösungen werden unter Zeitdruck gelöst)
  • Persönlichkeitstest (Selbstauskunft über Eigenschaften/Vorlieben/Verhaltensweisen)
  • klinische Tests (Ausprägung von Krankheitsbildern)
  • Intelligenztest (vollstandardisierte Aufgaben müssen unter Zeitdruck gelöst und die Ergebnisse in Relation zu den anderen Personen der Normierung eingeschätzt)

Problem bei Persönlichkeitstest: das antworten nach sozialer Erwünschtheit...je stärker eine soziale Verurteilung gefürchtet ist, umso größer die Verfälschung. ->Kontrollskalen (Fragen, die besonders sensibel auf Tendenzen der sozialen Erwünschtheit reagieren) & statistische Methoden zum entgegenwirken...

Recherche nach psychologischen Tests erfolgt über elektronischen Datenbanken (Leibnizzentrum für Psychologische Information und Dokumentation ZPID)
Q:
Erläutere den psychoanalytischen Ansatz
A:
Entwicklung: Anfang 20. Jh in Wien durch Sigmund Freud, basierend auf persönlichen Fallstudien seiner psychiatrischen Patienten, welche aus neurologisch-medizinischer Sicht keinen Sinn ergaben (z.B gelähmter Patient konnte unter Hypnose laufen). Die Beobachtungen ließen Freud auf die Existenz von unbewussten Prozessen schließen ("innerpsychische Kraft")

->Nur ein kleiner Teil ist nach psychoanalytischer Perspektive dem Bewusstsein zugänglich, der größere Teil (Unterbewusstsein) verdrängt und beinhaltet Wünsche, Gedanken, Gefühle + Erinnerungen, die nur teilweise willentlich ins Bewusstsein gerufen werden können. Vor allem negative verdrängte Gefühle + Gedanken haben einen starken Einfluss auf's Verhalten (z.B Äußerung in neurotischen Symptomen, Träumen, Einstellungen, "Freud'scher Versprecher").
->unbewusste Motive bestimmen nach Freud mehr unser Handeln als rationale Begründungen, die wir dafür bereithalten. Bereits in der Kindheit vollzieht sich die Festlegung unserer Psyche durch Konflikt von Todestrieb, Lebenstrieb, soziale Einschränkungen & Verbote.
Therapieform: Psychoanalyse (Prinzip der freien Assoziation)...durch freies random Berichten entstehen Gedankenketten, die zum Unterbewusstsein führen und verdrängte Erinnerungen fördern.


Q:
Was ist die Gestaltpsychologie
A:
Entstehung in den 1920er Jahren als Gegenreaktion zur Elementenpsychologie ("Wahrnehmung setzt sich aus kleinen Bestandteilen/Elememten zusammen").
Begründer: Max Wertheimer (1880-1943), Frankfurter Schule der Gestaltpsychologen

Die Gestaltpsychologie untersucht die Frage, wie wir aus den unterschiedlichen Wahrnehmungseindrücken & Informationen etwas Ganzes formen. Sie geht von einer ganzheitlichen Wahrnehmung aus mit dem Leitprinzip: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile 

Kritik: Fokussierung auf die reine Darstellung der unterschiedlichen Wahrnehmungsphänomene, ohne sich dabei auf genau Erklärungsversuche zu konzentrieren
Allgemeine Psychologie

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