7. Essstörungen an der Freie Universität Berlin | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Definition Fröhlich, 2000: als Essstörungen werden verstanden alle die...


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TESTE DEIN WISSEN

im weiteren Sinn von der Norm abweichenden Auffälligkeiten des Essverhaltens, die zu psychischen Störungen und Veränderungen des Körpergewichts führen

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Gemeinsame Symptome der Essstörungen:

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Störungen der Körperwahrnehmung, gestörtes Essverhalten, affektive Symptome

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Anorexia nervosa: Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A, B, C)

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A. Eingeschränkte Energieaufnahme, welche zu einem signifikant niedrigen Körpergewicht führt (Gewicht, das unterhalb des Minimums des normalen Gewichts oder bei Kindern und Jugendlichen, unterhalb des minimal zu erwartenden Gewichts liegt)


B.  Ausgeprägte Ängste vor einer Gewichtszunahme und davor, dick zu werden oder dauerhaftes Verhalten, welches einer Gewichtszunahme entgegen wirkt, trotz signifikant niedrigen Gewichts


C. Störung in der Wahrnehmung der eigenen Figur oder des Körpergewichts, übertriebener Einfluss des Körpergewichts oder der Figur auf die Selbstbewertung oder anhaltende fehlende Einsicht in Bezug auf den Schweregrad des gegenwärtig geringen Körpergewichts


Restriktiver Subtyp:

Während der letzten drei Monaten kein regelmäßiges Auftreten von „Essanfällen“ oder „Purging- Verhalten“ (selbst-induziertes Erbrechen oder Missbrauch von Laxantien, Diuretika, ...) 


Binge-Eating / Purging Typ:

Während der letzten drei Monaten treten regelmäßig „Essanfälle“ oder „Purging- Verhaltensweisen“ auf

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Nenne die Symptome von AN auf den 4 verschiedenen Ebenen

Affektiv (1), Kognitiv (5), Verhalten (3), Physiologisch (3)

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Affektive Ebene:

- Angst vor einer Gewichtszunahme


Kognitive Ebene:

- hartnäckige Verleugnung der Schwere der Krankheit

- Ständige Gedanken an das Essen 

- Ausgeprägte Leistungsorientierung

- Perfektionismus
- Niedriges Selbstwertgefühl


Verhaltensebene:

- Gewichtsverlust

- Bizarre Verhaltensweisen im Umgang mit Essen

- Hyperaktivität (z.B. nach dem Essen direkt Joggen)


Physiologische Ebene:

- Veränderung der Interozeptionsfähigkeit

- Verminderte Schmerzenempfindlichkeit

- Somatische Folgeerscheinigungen


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Nennen die Funktionen der AN (5)

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Vermeidung:

- Erwachsenwerden

- Sexualität

- Emotionen


Positive Konsequenzen:

- Gefühl der Kontrolle

- Gefühl der Kompetenz

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Bulimia nervosa: Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A-E)


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A. Regelmäßig wiederkehrende Essanfälle:

- Verzehr einer allgemein als groß anzusehenden Nahrungsmenge in einem bestimmten Zeitraum (z. B. zwei Stunden) (Kriterium A1); ein Essanfall wird begleitet von einem subjektiven Gefühl des Kontrollverlusts (Kriterium A2).


B. Um einer drohenden Gewichtszunahme entgegenzusteuern, werden unangemessene kompensatorische Maßnahmen wiederholt eingesetzt
Solche Maßnahmen beinhalten selbstinduziertes Erbrechen, den Missbrauch von Laxantien, Diuretika oder anderen Medikamenten (Schilddrüsenpräparate, Weglassen von Insulin), Fasten oder übermäßige körperliche Bewegung.


C. Für die Diagnose einer BN müssen die Essanfälle im Durchschnitt mindestens einmal pro Woche über einen Zeitraum von drei Monaten vorkommen.


D. Des Weiteren gilt, dass Figur und Körpergewicht einen übermäßigen Einfluss auf die Selbstbewertung der Betroffenen haben, und dass


E. Die Störung tritt nicht ausschließlich im Rahmen einer AN auf

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AN Auffälligkeiten (6) und Komorbidität

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Auffälligkeiten

1. Perfektionismus

2. Rigidität (Starrheit in der Einstellung)

3. Anhedonie

4. Soziale Isolation

5. Sexuelle Probleme

6. Affektive Instabilität


Insgesamt: 56%

(34% > 3 komorbide Störungen)


Affektive Störungen: 42%

Angststörungen: 48%

PS: 25%

-> Borderline bei Purging Typus

-> Zwanghafte bei restriktiver Typus

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BN Auffälligkeiten (5) und Komorbidität


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Auffälligkeiten

1. Perfektionismus

2. Impulsivität

3. Soziale Isolation

6. Selbstverletzung

5. Affektive Instabilität


Insgesamt: 95%!

(65% > 3 komorbide Störungen)


Affektive Störungen: 80%

Angststörungen: 70%

PS: 30-60%

-> Borderline am häufigsten


Substanzmissbrauch/-abhängikeit: 30-37%

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Binge Eating Disorder (BED): Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A-E)


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A. Wiederholte Episoden von Essanfällen -übermäßige Nahrungsmenge in bestimmtem Zeitraum (<2h)

-Kontrollverlust (Art, Menge, Ende)


B. Symptome während Essanfall (mind. 3)

-  schneller essen als normalerweise

-  essen bis zu unangenehmem Völlegefühl

-  wegen Menge nicht in Gesellschaft anderer essen

-  essen großer Nahrungsmenge ohne hungrig zu sein

-  Ekelgefühle, Schuldgefühle, oder depressive

Gefühle


C. Leiden wegen der Essanfälle


D. mind. 1 Tage/ Woche für mind. 6 Monate


E. Keine kompensatorischen Verhaltensweisen

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Epidemiologie (Geschlecht)

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AN 

Total:  ♀ 80 - 95 %

Lebenszeitprävalenz: ♀<1%       ♂0.1 %

Altersspanne: 14 - 24



BN

♀ 90 – 95 %

Lebenszeitprävalenz: ♀1–3%     ♂ 0.1 %

Altersspanne: 15 - 35



BED

♀ca. 60%

Lebenszeitprävalenz: 0,7 - 2,5 % (Kein Geschlechtsunterschied?) 

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AN ist eine lebensbedrohliche Störung...

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TESTE DEIN WISSEN

- Mortalität ist 10mal so hoch wie in Allgemeinbevölkerung

- Mortalität ist doppelt so hoch wie bei anderen psychischen Störungen

=> Gründe sind zu 54% medizinische Komplikationen und zu 27% Suizid

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Nenne Prognosen von AN, BN und BED. Und nenne günstige (4) und ungünstige (5) Faktoren für eine Prognose.

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AN:

44% nach 4 Jahren genesen (aber nur 15% normalen BMI)

25% chronisch


BN:

40% nach Therapie genesen

40% chronisch oder intermittierend


BED:

82% 5 Jahre nach Therapie und 80% 6 Jahre nach Therapie remittiert


WICHTIG!

Günstige Faktoren:

1. früher Krankheitsbeginn

2. schneller Therapiebeginn

3. gute psychosoziale Anpassung vorher

4. Verbesserung sozialer und familiärer Kontakte


Ungünstige Faktoren:

1. später Krankheitsbeginn

2. niedriger BMI zu Aufnahme

3. geringe Gewichtszunahme in Behandlung

4. komorbide Störungen (v.a. PS)

5. Purging Typ

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Beispielhafte Karteikarten für deinen 7. Essstörungen Kurs an der Freie Universität Berlin - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Definition Fröhlich, 2000: als Essstörungen werden verstanden alle die...


A:

im weiteren Sinn von der Norm abweichenden Auffälligkeiten des Essverhaltens, die zu psychischen Störungen und Veränderungen des Körpergewichts führen

Q:

Gemeinsame Symptome der Essstörungen:

A:

Störungen der Körperwahrnehmung, gestörtes Essverhalten, affektive Symptome

Q:

Anorexia nervosa: Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A, B, C)

A:

A. Eingeschränkte Energieaufnahme, welche zu einem signifikant niedrigen Körpergewicht führt (Gewicht, das unterhalb des Minimums des normalen Gewichts oder bei Kindern und Jugendlichen, unterhalb des minimal zu erwartenden Gewichts liegt)


B.  Ausgeprägte Ängste vor einer Gewichtszunahme und davor, dick zu werden oder dauerhaftes Verhalten, welches einer Gewichtszunahme entgegen wirkt, trotz signifikant niedrigen Gewichts


C. Störung in der Wahrnehmung der eigenen Figur oder des Körpergewichts, übertriebener Einfluss des Körpergewichts oder der Figur auf die Selbstbewertung oder anhaltende fehlende Einsicht in Bezug auf den Schweregrad des gegenwärtig geringen Körpergewichts


Restriktiver Subtyp:

Während der letzten drei Monaten kein regelmäßiges Auftreten von „Essanfällen“ oder „Purging- Verhalten“ (selbst-induziertes Erbrechen oder Missbrauch von Laxantien, Diuretika, ...) 


Binge-Eating / Purging Typ:

Während der letzten drei Monaten treten regelmäßig „Essanfälle“ oder „Purging- Verhaltensweisen“ auf

Q:

Nenne die Symptome von AN auf den 4 verschiedenen Ebenen

Affektiv (1), Kognitiv (5), Verhalten (3), Physiologisch (3)

A:

Affektive Ebene:

- Angst vor einer Gewichtszunahme


Kognitive Ebene:

- hartnäckige Verleugnung der Schwere der Krankheit

- Ständige Gedanken an das Essen 

- Ausgeprägte Leistungsorientierung

- Perfektionismus
- Niedriges Selbstwertgefühl


Verhaltensebene:

- Gewichtsverlust

- Bizarre Verhaltensweisen im Umgang mit Essen

- Hyperaktivität (z.B. nach dem Essen direkt Joggen)


Physiologische Ebene:

- Veränderung der Interozeptionsfähigkeit

- Verminderte Schmerzenempfindlichkeit

- Somatische Folgeerscheinigungen


Q:

Nennen die Funktionen der AN (5)

A:

Vermeidung:

- Erwachsenwerden

- Sexualität

- Emotionen


Positive Konsequenzen:

- Gefühl der Kontrolle

- Gefühl der Kompetenz

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Q:

Bulimia nervosa: Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A-E)


A:

A. Regelmäßig wiederkehrende Essanfälle:

- Verzehr einer allgemein als groß anzusehenden Nahrungsmenge in einem bestimmten Zeitraum (z. B. zwei Stunden) (Kriterium A1); ein Essanfall wird begleitet von einem subjektiven Gefühl des Kontrollverlusts (Kriterium A2).


B. Um einer drohenden Gewichtszunahme entgegenzusteuern, werden unangemessene kompensatorische Maßnahmen wiederholt eingesetzt
Solche Maßnahmen beinhalten selbstinduziertes Erbrechen, den Missbrauch von Laxantien, Diuretika oder anderen Medikamenten (Schilddrüsenpräparate, Weglassen von Insulin), Fasten oder übermäßige körperliche Bewegung.


C. Für die Diagnose einer BN müssen die Essanfälle im Durchschnitt mindestens einmal pro Woche über einen Zeitraum von drei Monaten vorkommen.


D. Des Weiteren gilt, dass Figur und Körpergewicht einen übermäßigen Einfluss auf die Selbstbewertung der Betroffenen haben, und dass


E. Die Störung tritt nicht ausschließlich im Rahmen einer AN auf

Q:

AN Auffälligkeiten (6) und Komorbidität

A:

Auffälligkeiten

1. Perfektionismus

2. Rigidität (Starrheit in der Einstellung)

3. Anhedonie

4. Soziale Isolation

5. Sexuelle Probleme

6. Affektive Instabilität


Insgesamt: 56%

(34% > 3 komorbide Störungen)


Affektive Störungen: 42%

Angststörungen: 48%

PS: 25%

-> Borderline bei Purging Typus

-> Zwanghafte bei restriktiver Typus

Q:

BN Auffälligkeiten (5) und Komorbidität


A:

Auffälligkeiten

1. Perfektionismus

2. Impulsivität

3. Soziale Isolation

6. Selbstverletzung

5. Affektive Instabilität


Insgesamt: 95%!

(65% > 3 komorbide Störungen)


Affektive Störungen: 80%

Angststörungen: 70%

PS: 30-60%

-> Borderline am häufigsten


Substanzmissbrauch/-abhängikeit: 30-37%

Q:

Binge Eating Disorder (BED): Diagnostische Kriterien nach DSM-5 (A-E)


A:

A. Wiederholte Episoden von Essanfällen -übermäßige Nahrungsmenge in bestimmtem Zeitraum (<2h)

-Kontrollverlust (Art, Menge, Ende)


B. Symptome während Essanfall (mind. 3)

-  schneller essen als normalerweise

-  essen bis zu unangenehmem Völlegefühl

-  wegen Menge nicht in Gesellschaft anderer essen

-  essen großer Nahrungsmenge ohne hungrig zu sein

-  Ekelgefühle, Schuldgefühle, oder depressive

Gefühle


C. Leiden wegen der Essanfälle


D. mind. 1 Tage/ Woche für mind. 6 Monate


E. Keine kompensatorischen Verhaltensweisen

Q:

Epidemiologie (Geschlecht)

A:

AN 

Total:  ♀ 80 - 95 %

Lebenszeitprävalenz: ♀<1%       ♂0.1 %

Altersspanne: 14 - 24



BN

♀ 90 – 95 %

Lebenszeitprävalenz: ♀1–3%     ♂ 0.1 %

Altersspanne: 15 - 35



BED

♀ca. 60%

Lebenszeitprävalenz: 0,7 - 2,5 % (Kein Geschlechtsunterschied?) 

Q:

AN ist eine lebensbedrohliche Störung...

A:

- Mortalität ist 10mal so hoch wie in Allgemeinbevölkerung

- Mortalität ist doppelt so hoch wie bei anderen psychischen Störungen

=> Gründe sind zu 54% medizinische Komplikationen und zu 27% Suizid

Q:

Nenne Prognosen von AN, BN und BED. Und nenne günstige (4) und ungünstige (5) Faktoren für eine Prognose.

A:

AN:

44% nach 4 Jahren genesen (aber nur 15% normalen BMI)

25% chronisch


BN:

40% nach Therapie genesen

40% chronisch oder intermittierend


BED:

82% 5 Jahre nach Therapie und 80% 6 Jahre nach Therapie remittiert


WICHTIG!

Günstige Faktoren:

1. früher Krankheitsbeginn

2. schneller Therapiebeginn

3. gute psychosoziale Anpassung vorher

4. Verbesserung sozialer und familiärer Kontakte


Ungünstige Faktoren:

1. später Krankheitsbeginn

2. niedriger BMI zu Aufnahme

3. geringe Gewichtszunahme in Behandlung

4. komorbide Störungen (v.a. PS)

5. Purging Typ

7. Essstörungen

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