3. Persönlichkeitsstrukturen an der Freie Universität Berlin

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1. Erklären Sie den lexikalischen Ansatz.

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2. Was sind die Big Five? Was sind Vor- und Nachteile dieser Klassifikation?

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Definieren sie jede der Big Five-Dimensionen. Nennen Sie typische Adjektive, die jeweils den hohen und niedrigen Pol charakterisieren.

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Mit welchen Fragebögen kann man die Big Five erfassen? Wo liegen die Unterschiede und was sind die Vor- und Nachteile?

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5. Wie äußern sich die Big Five im Alltag? Geben Sie für jede Dimension ein Beispiel.

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6. In welchen Situationen lässt sich das Verhalten von Personen kaum auf die Big Five zurückführen? Warum?

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7. Warum ist die Validierung des Big Five-Modells am Verhalten wichtig?

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8. Wie kann Verhalten gemessen werden? Welche Vor- und Nachteile gehen mit der jeweiligen Erhebungsmethode einher?

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9. Stellen Sie das Vorgehen einer der behandelten Studien zur Persönlichkeit im Alltag kurz vor.

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10. Nennen Sie Nutzen und Risiken der Vorhersage der Persönlichkeit aufgrund digitaler Verhaltensspuren.

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11. Was ist der Unterschied zwischen Persönlichkeitsfaktoren und -typen? Erläutern Sie an Beispielen.

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12. Welche Herangehensweisen gibt es bei der Bestimmung von Persönlichkeitstypen? Erklären Sie diese kurz.

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3. Persönlichkeitsstrukturen

1. Erklären Sie den lexikalischen Ansatz.

Der lexikalische Ansatz (auch: Sedimentationshypothese) postuliert, dass sich alle relevanten Persönlichkeitseigenschaften in unserer (jeweiligen) Sprache niederschlagen und somit in bestehenden Eigenschaftswörtern repräsentiert sind.
Dieser Ansatz begründet ein häufig angewandtes Verfahren bei der Forschung nach einer möglichst akkuraten und umfassenden Persönlichkeitsbeschreibung: Alle persönlichkeitspsychologisch relevanten Wörter werden zunächst aus einem umfassenden Wörterbuch extrahiert. Dann wird die Menge der Wörter nach bestimmten Kriterien reduziert (z.B. Ausschluss von stark wertenden Begriffen). Im Anschluss werden die verbleibenden Wörter an Stichproben durch Selbst- und/oder Fremdeinschätzungen validiert (z.B. Sind die Wörter allgemein bekannt?), wodurch sich ihre Anzahl weiter verkleinert und im letzten Schritt werden Faktorenanalysen durchgeführt, um einige wenige übergeordnete Faktoren für je mehrere Eigenschaftswörter zu ermitteln.

3. Persönlichkeitsstrukturen

2. Was sind die Big Five? Was sind Vor- und Nachteile dieser Klassifikation?

Die Big Five sind fünf übergeordnete Faktoren, anhand derer man Persönlichkeiten beschreiben kann, die seit den 60er Jahren in der Persönlichkeitsforschung wiederholt und in verschiedenen Sprachen identifiziert wurden. Die Faktoren sind: Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (bzw. Emotionale Stabilität). Sie sind zwar nicht vollständig, aber weitgehend unabhängig.
 Ein Vorteil der Klassifikation ist, dass sie in unterschiedlichen Stichproben replizierbar ist und auch bei Kindern und Jugendlichen gefunden werden kann. Die Replizierbarkeit gilt auch in unterschiedlichen Sprachen und Kulturen (z.B. China, Holland, Italien, Australien, Südafrika, Kanada, Finnland, Polen, Portugal, Israel, Korea, Japan). Die einheitliche Bezeichnung und Verwendung der Faktoren können so die Kommunikation und den Vergleich von Forschungsergebnissen erleichtern. Zudem lassen sich die Faktoren bei unterschiedlicher Methodik finden: sowohl bei Selbst- und Fremdberichten, als auch auch bei Verhaltensbeobachtungen im Labor, der natürlichen Umwelt und berichtetem Verhalten.

Als Nachteil könnte man festhalten, dass jeder Faktor eine Vielzahl von Eigenschaften umfasst, sodass die Erhebung der Big Five eine breite, aber weniger differenzierte Persönlichkeitsbeschreibung erlaubt. Zudem handelt es sich um ein rein deskriptives Modell, dass keine Theorien liefert und es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass die Uneinheitlichkeit verschiedener Konstrukte dadurch übersehen wird, dass für sie einheitliche Begriffe verwendet werden.

3. Persönlichkeitsstrukturen

Definieren sie jede der Big Five-Dimensionen. Nennen Sie typische Adjektive, die jeweils den hohen und niedrigen Pol charakterisieren.

Die erste Dimension „Offenheit für Erfahrungen“ (bzgl. Kultur, Intellekt) kann als Ausmaß der mentalen Komplexität definiert werden, also die Breite, Tiefe und Originalität der Interessen und des Wissens einer Person. Typische Adjektive für eine hohe Ausprägung sind originell, unkonventionell, einfallsreich und neugierig. Charakteristisch für den niedrigen Pol, also eine geringe Offenheit, sind Begriffe wie konventionell, konservativ, desinteressiert und einfach.

Die zweite Dimension heißt „Gewissenhaftigkeit“ und steht für eine zielorientierte Impulskontrolle, welche planvolles Handeln und das Befolgen von Regeln und Normen ermöglicht und unter anderem die Fähigkeit zum Bedürfnisaufschub und -verzicht beinhaltet. Personen mit einer sehr hohen Gewissenhaftigkeit sind organisiert, zielstrebig, ordentlich, zuverlässig und verantwortungsbewusst. Gegensätzlich dazu sind Personen mit einer sehr niedrigen Gewissenhaftigkeit faul, nachlässig, ungenau und ziellos.

Die dritte Dimension „Extraversion“ bezeichnet die Eigenschaft, aktiv seine soziale Umgebung aufzusuchen, zu der zum Beispiel auch Durchsetzungsfähigkeit und positive Emotionalität gehören. Der hohe Pol wird charakterisiert durch Adjektive wie gesellig, gesprächig, durchsetzungsfähig, aktiv, lebhaft und fröhlich, der niedrige unter anderem durch solche wie zurückhaltend, schüchtern, gehemmt und passiv.

Die vierte Dimension heißt „Verträglichkeit“ und steht für eine prosoziale, gemeinschaftliche Orientierung, mit der Eigenschaften wie Altruismus und Hilfsbereitschaft einhergehen. Personen mit hohen Werten auf dieser Dimension sind gutmütig, vertrauensvoll, wohlwollend, hilfsbereit und bescheiden, Personen mit niedrigen Werten können als kalt, zynisch, aggressiv und streitlustig charakterisiert werden.

Der Name der letzten Dimension „Neurotizismus“ bezeichnet eine negative/instabile Emotionalität, mit welcher Begriffe wie ängstlich, unsicher, depressiv, verletzlich und stressanfällig verbunden sind. Das Gegenstück zum Neurotizismus ist die „Emotionale Stabilität“, welcher Adjektive wie gelassen, entspannt, selbstsicher, ruhig und robust zugeordnet werden.

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Mit welchen Fragebögen kann man die Big Five erfassen? Wo liegen die Unterschiede und was sind die Vor- und Nachteile?

Ein Fragebogen zur Erfassung der Big Five ist der NEO-PI von Paul Costa Jr. und Robert McCrae (1985). Er entstand durch Analyse des 16 Personality Factors-Fragebogen, bei dem 3 Faktoren gefunden wurden, die dann nachträglich auf die Big Five erweitert wurden. Der daraus entstandene NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992) beinhaltet 240 Items für alle Big Five mit je 6 Facetten. Seine Vorteile sind eine hohe interne Konsistenz, temporäre Stabilität und konvergente und diskriminante Validität, was ihn zum differenziertesten und international verbreitetsten Test macht. Durch seine Länge ist er allerdings sehr zeitaufwändig. Der NEO-FFI (Costa & McCrae, 1992) basiert ebenfalls auf dem NEO-PI, umfasst allerdings nur 60 Items bei einer ausreichenden internen Konsistenz. Durch den NEO-FFI dauert die Testung nicht so lang, eine Persönlichkeitsbeschreibung wird aber deutlich undifferenzierter.

Ein weiterer Test ist der BFI von John, Donahue & Kentle (1991). Es handelt sich um einen kurzen Fragebogen (44 Items) mit typischen Big Five-Komponenten, der nicht mit einzelnen Adjektiven oder Sätzen, sondern mit kurzen Phrasen arbeitet („Ich bin jemand, der/die …“, bewertet von 1 „Trifft überhaupt nicht zu“ bis 7 „Trifft voll zu“). Er weist eine hohe interne Konsistenz und Retest-Reliabilität und auch eine hohe konvergente und divergente Validität auf. Der BFI-S, der von Gerlitz & Schupp (2005) entwickelt wurde, ist mit nur 15 Items eine extrem kurze Version des BFI. Seine Testgüte reicht zwar nicht mehr für Individualdiagnostik aus, er kann dank seiner Kürze allerdings sehr nützlich für Gruppenvergleiche sein. Dieser Vorteil wird in großen Längsschnittstudien (wie z. B. im Sozio-oekonomischen Panel) genutzt.

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5. Wie äußern sich die Big Five im Alltag? Geben Sie für jede Dimension ein Beispiel.

Ein Beispiel für Personen mit hohen Werten auf dem Neurotizismus-Faktor ist die Tendenz zum Burnout und häufigere Jobwechsel. Personen mit hoher Extraversion haben unter anderem mehr Freunde und wechselnde Partner, sind beliebt und sozial kompetent. Eine hohe Offenheit äußert sich durch häufigere Besuche in Bars und Cafés und viele Interessen, eine hohe Verträglichkeit zum Beispiel durch stabilere Beziehungen und Erfolg bei Teamarbeit. Gewissenhafte Menschen zeigen eher gesundheitsbewusstes Verhalten und erbringen hohe Leistungen in Schule, Uni und Beruf.

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6. In welchen Situationen lässt sich das Verhalten von Personen kaum auf die Big Five zurückführen? Warum?

In Extremsituationen überwiegt nicht mehr der Einfluss der Persönlichkeit einer Person, sondern der Einfluss der Situation, zum Beispiel wird ein einer lebensbedrohlichen Situation nicht nur eine Person mit hohen Werten im Neurotizismus Stress und Angst empfinden und entsprechendes Verhalten zeigen.

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7. Warum ist die Validierung des Big Five-Modells am Verhalten wichtig?

Da die Big Five durch den lexikalischen Ansatz gefunden wurden, könnte man argumentieren, dass es sich bei ihnen nur um sprachliche Artefakte handelt, die gar keine psychologische Basis haben. Erst durch die Validierung am Verhalten kann (und konnte) man darauf schließen, dass es die fünf Faktoren in einem psychologischen Sinne wirklich gibt und sie als Persönlichkeitseigenschaften auch verhaltenswirksam sind.

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8. Wie kann Verhalten gemessen werden? Welche Vor- und Nachteile gehen mit der jeweiligen Erhebungsmethode einher?

Erstens kann Verhalten retrospektiv oder direkt in einer Situation von einer Person selbst oder durch andere berichtet werden. Beispiele für solche Verhaltensberichte sind Verhaltensfragebögen, die Tagebuchmethode oder Experience Sampling. Vorteile dieser Methode sind, dass Personen sich selbst oder Nahestehende sehr gut kennen, es sich beim erhobenen Verhalten um Verhalten in einem natürlichen Kontext handelt und die Erhebung retrospektiv möglich ist. Nachteile sind, dass Wahrnehmungen oder Erinnerungen verzerrt sein können, ein Bericht Commitment erfordert und die Gefahr besteht, dass sich Items in den Fragebögen überlappen.

Zweitens kann es durch Beobachtung von Verhalten im Labor gemessen werden, wobei eine/-n oder mehrere trainierte Beurteiler*Innen eine direkte Verhaltensmessung durchführen. Vorteile dieser Methode sind, dass es zu keinen Verzerrungen durch Retrospektion kommt und die Situation und Auswertung durch ausgebildete Beobachter*Innen kontrolliert werden kann. Nachteilte sind, dass die generierten Situationen unnatürlich sein können und die Erhebung mit viel Aufwand verbunden ist.

Die dritte Möglichkeit ist die Beobachtung von Verhalten in der natürlichen Umwelt, die ebenfalls durch eine/-n oder mehrere trainierte Beurteiler*Innen direkt gemessen wird, allerdings in einem möglichst aussagekräftigen Ausschnitt aus dem Alltag der untersuchten Personen. Vorteile sind auch hier, dass es zu keinen retrospektiven Verzerrungen kommt und die Beobachter*Innen ausgebildet sind. Außerdem gibt es hier einen natürlichen Kontext. Nachteile sind die begrenzten Verhaltensmaße, dass die Situationen nicht kontrollierbar sind und die Methode aufwändig ist.

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9. Stellen Sie das Vorgehen einer der behandelten Studien zur Persönlichkeit im Alltag kurz vor.

Gosling et al. haben im Jahr 2002 Zusammenhänge zwischen den Big Five und Verhaltensspuren von Personen in ihrer natürlichen Umwelt erforscht. Dafür sind sie in die Schlafzimmer von Studierenden gegangen und haben diese systematisch hinsichtlich verschiedener Kriterien analysiert. Dann haben sie die Big Five der Studierenden durch Selbst- und Fremdberichte erhoben und die Ergebnisse in Beziehung gesetzt. Zum Beispiel haben sie so herausgefunden, dass Personen mit hohen Werten der Verträglichkeit eine geringere CD-Vielfalt aufweisen und extravertierte Personen eher in einer lauten Gegend wohnen.

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10. Nennen Sie Nutzen und Risiken der Vorhersage der Persönlichkeit aufgrund digitaler Verhaltensspuren.

Ein großer Nutzen der Vorhersage durch digitale Verhaltensspuren ist die sehr hohe Exaktheit (accuracy), insbesondere der Faktoren Offenheit und Extraversion, bei geringem Aufwand. Dadurch, dass sehr viele Daten zur Verfügung stehen, kann Werbung individuell an Nutzer angepasst werden, was einen Vorteil für die Werbenden darstellt.
Nachteilig ist, dass digitale Verhaltensspuren auch zur Manipulation von Verhaltensweisen und Meinungen verwendet werden können und die Macht, die mit der großen Anzahl an Daten einhergeht, missbraucht werden kann (z.B. durch Beeinflussung bei Wahlen). Ein umstrittenes Projekt in diesem Bereich ist zum Beispiel „Cambridge Analytica“.

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11. Was ist der Unterschied zwischen Persönlichkeitsfaktoren und -typen? Erläutern Sie an Beispielen.

Erforscht man Persönlichkeitsfaktoren, verwendet man einen variablen-orientierten Ansatz. Das Ziel ist es, die Vielfalt psychologischer Eigenschaften auf wenige, möglichst unabhängige Dimensionen zu reduzieren, also werden ähnliche Variablen gruppiert. Ein Beispiel ist der „Big Five“-Faktor Neurotizismus, der als Überbegriff für viele untereinander korrelierende Eigenschaften wie Ängstlichkeit, Unsicherheit und Stressanfälligkeit dient.

Die Forschung zu Persönlichkeitstypen hingegen funktioniert mit einem personen-orientierten Ansatz. Hier möchte man die Vielfalt der Persönlichkeitsformen durch möglichst wenig Persönlichkeitstypen beschreiben, sodass man ähnliche Personen gruppiert. Ein berühmtes Beispiel ist der Mayers-Briggs-Type-Indicator, nach dem Personen anhand charakteristischer Merkmalen einem von 16 Persönlichkeitstypen zugeordnet werden können. Dieser konnte durch psychologische Forschung allerdings nicht bestätigt werden.

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12. Welche Herangehensweisen gibt es bei der Bestimmung von Persönlichkeitstypen? Erklären Sie diese kurz.

Die erste Methode ist, Personen anhand kritischer Merkmale einzuteilen. Typen könnten so zum Beispiel durch Einteilung nach Geschlecht (männlich vs. weiblich vs. andere), Eignung für eine Stelle (ja/nein) oder sexueller Orientierung (z.B. homo- vs. hetero- vs. bi- vs. pansexuell) entstehen.
Eine zweite Methode ist der Extremgruppenansatz. Hierbei werden bei einer oder mehreren Eigenschaften jeweils das oberste und unterste Quartil zu einem Typ zusammengefasst, die Mitte bleibt unklassifiziert. Beim Median-Split-Verfahren werden jeweils die obere und untere Hälfte (Bereiche ober- und unterhalb des Medians) zu einem Typ zusammengefasst, sodass alle Personen in eine Klasse fallen, die Typen sich allerdings recht ähnlich sind.
Beim Merkmalsprofilvergleich werden Personenprofile mit bestehenden prototypischen Profilen verglichen und dem Profil zugeordnet, dem sie am ähnlichsten sind. Der Grundgedanke dabei ist, dass zwei orthogonale Variablen (z.B. „Denken vs. Introversion“) nicht statistisch unabhängig sein müssen, da es auch non-lineare Zusammenhänge oder unregelmäßige Häufungen in einem bi- oder multivariaten Muster geben kann. Das Verfahren zum Ermitteln der prototypischen Kategorien ist die Clusteranalyse, bei der für eine große Anzahl an Personen Profile der Skalenwerte bestimmt und die Profile zu Clustern gruppiert werden. Jedes Cluster beschreibt dann einen Persönlichkeitstyp, der durch das mittlere Profil des Clusters (prototypisches Profil oder auch Clusterzentroid) und die Größe des Clusters charakterisiert ist. Die Form der Cluster gibt dann Aufschluss über Zusammenhänge zwischen den untersuchten Merkmalen und das Level der Werte über die Höhe der jeweiligen Merkmalsausprägungen.

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