Verhaltensökonomik - FOM (KS) an der FOM Hochschule Für Oekonomie & Management | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Verhaltensökonomik - FOM (KS) an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management

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Welche Vorteile bringt liberaler Paternalismus?

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- kosteneffektive und effiziente Maßnahmen

 - Relativ hohes Maß an Bevölkerungsakzeptanz

 - Verbesserung wirtschaftswissenschaftlicher Politikberatung/-maßnahmen

→ Liberal paternalistische Interventionen gehören inzwischen zum Standardrepertoire von Politikberatung und -gestaltung


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Was bedeutet "Anomalien" und welche Beispiele kennen Sie?

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„Anomalien“ deuten als Abweichungen im Finanzmarkt darauf hin, dass das Verhalten der Akteure nicht streng rational ist und auf andere Faktoren zurückzuführen ist.


Beispiele für anormales Verhalten auf Aktienmärkte:

- Bei schönem Wetter sind die Aktienrenditen höher als bei schlechtem Wetter  
- Aktienkurse steigen in dem Land stärker, dessen Fußballmannschaft in einem großen Turnier gewonnen hat → Investoren lassen sich von ihren Gefühlen beeinflussen. Bei besserer Stimmung werden Investoren risikobereiter.

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Welche unerwünschten Reaktionen können Sozialtransfers aus Sicht der Verhaltensökonomik haben, und worauf ist bei der anreizkompatiblen Ausgestaltung der Sozialtransfers deshalb zu achten?

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Sozialtransfers könnten zu zeitinkonsistentem Verhalten bei den Empfängern führen, so dass langfristig vorteilhafte Anstrengungen unterbleiben.
• Daher wird eine „anreizkompatible“ Ausgestaltung von Sozialtransfers empfohlen, so dass die Eigeninitiative und Eigenverantwortung des Transferempfängers nicht verloren gehen.

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Laut der Neuro-Ökonomischen Idee gibt es zwei Entscheider in unserem Gehirn. Welche sind das?

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1. Das Delta-Selbst trifft langfristige Entscheidungen, die auf überlegtem Denken beruhen. Verbunden mit kognitiven Gebieten des Gehirns.

2. Das Beta-Selbst trifft kurzfristige Entscheidungen, die sich auf eine unmittelbare Aktion beziehen. Verbunden mit dem limbischen System.

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Erläutern Sie die Bedeutung von Sanktionen für die Durchsetzung sozialer Regeln / Normen an 2 Beispielen! 


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Werte geben einen allgemeinen Orientierungsrahmen für Denken und Handeln ab, Normen schreiben mehr oder weniger streng vor, wie gehandelt werden soll. Normen sind Regeln, über deren Einhaltung die Gesellschaft wacht. Das tut sie mittels positiver oder negativer Sanktionen, also Lob oder Bestrafung. Sie erreicht Normkonformität aber viel wirkungsvoller dadurch, dass uns Normen im Prozess der Sozialisation als „normal“ nahegebracht werden, dass wir sie als vernünftige Regelungen interlaisieren und sie im täglichen Handeln als „selbstverständlich“ bestätigen. 


Die Existenz von Bestrafungsmöglichkeiten führt dazu, dass die Versuchspersonen mehr zur Finanzierung der öffentlichen Güter beitragen als ohne Bestrafungsmöglichkeiten. Dabei fällt die Bestrafung umso stärker aus, je weiter der Beitrag zur Finanzierung des öffentlichen Gutes unter den durchschnittlich geleisteten Beitrag fällt.  


Mögliche Erklärung: Wunsch nach Gerechtigkeit und Fairness 

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Erläutern Sie die Sichtweise der traditionellen Ökonomik auf öffentliche Güter an einem Beispiel!

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Öffentliche Güter sind ein klassisches Beispiel für Marktversagen.

Durch die Nicht Ausschließbarkeit werden (rein eigennutzorientierte) Konsumenten nicht bereit sein, sich an der Finanzierung des öffentlichen Gutes zu beteiligen, können es aber dennoch nutzen.

→ Trittbrettfahrerproblem

→ der Staat muss wegen des Finanzierungsproblem für die Bereitstellung öffentlicher Güter sorgen, da auf diese Weise der Nutzen für alle steigt.

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Erläutern Sie Anomalien an den Finanzmärkten und eine Erklärung von Behavioral Finance für dieses Verhalten.


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Kalendereffekte

sind eine Gruppe von Anomalien, die zu bestimmten Zeiten oder Daten im Laufe des Jahres auftreten und andere Renditen erzielen als in der Regelzeit (Montagseffekt, Monatswechsel, Jahreswechseleffekt, (Vor-)Feiertagseffekt; Mögliche Erklärung: mentale Kontenführung: Anlage in zeitliche Einheiten unterteilen).

Chartanalyse

Interpretation von Aktienmärkten aufgrund historischer Kursverläufe 

® Mögliche Erklärung: Repräsentativität –Anleger sehen Muster in Wertpapierkursen, die aber nur zufällig entstanden sind

Home Bias

Anleger investieren verstärkt in Wertpapiere des eigenen Landes.

® Mögliche Erklärung: Verfügbarkeitsheuristik – Anleger verfügen über mehr Informationen über das Heimatland, was Sicherheit bei Investitionsentscheidungen gibt.

Überoptimismus

Menschen überschätzen ihre Fähigkeit, an der Börse Gewinn zu machen.

Investmenttrends

Investition in Produkte, welche gerade in Mode sind

® Mögliche Erklärung: Verfügbarkeitsheuristik –Produkte sind mental verfügbar, weil sie z. B. in den Medien besonders häufig genannt werden.

Ranglisten

Jahrelanger Erfolg von Analysten und Vermögensverwaltern wird als Indiz für überlegene Fähigkeiten gewertet.

® Mögliche Erklärung: Repräsentativheuristik führt zu Investitionen auf Basis vergangener und damit unbedeutender Erfolge

Dispositionseffekt

Gewinneraktien werden zu rasch verkauft; Verliereraktien zu lange gehalten.

® Mögliche Erklärung: Prospect Theory –Verlustaversion

Einstandspreise/Kursziele

funktionieren häufig als Anker

® Mögliche Erklärung: Prospect Theory und confirmation bias

Über-/Unterreaktionen

Marktwerte reagieren auf Nachrichten stärker als es die Fundamentaldaten rechtfertigen würden.

® Mögliche Erklärungen: 

- Überoptimismus durch steigende Kurse - Ankereffekte: Erwartungen an Kapitalmärkte werden an vergangenen Kursen ausgerichtet. - Confirmation bias: Informationen, welche diesen Erwartungen widersprechen, werden ignoriert oder umgedeutet.

Equity-Premium-Puzzle

Aktien haben gegenüber Anleihen einen Risikoaufschlag, der größer ist, als das größere Risiko der Aktien rechtfertigen würde; daher müsste mehr in Aktien investiert werden.

® Mögliche Erklärung: mentale Kontenführung –Investments werden in Jahreshorizonte aufgeteilt, so dass Aktien aufgrund ihrer jährlichen Performance als risikoreicher eingeschätzt würden als langfristig sachgerecht wäre.

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Erläutern Sie, von welchen Kriterien es abhängt, ob Allmendegüter auch ohne staatliche Regulierung sinnvoll nachhaltig genutzt werden können!

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Experimente zeigen:      
▪ Kommunikation zwischen den Beteiligten,
▪ Nutzungsregeln mit Sanktionierungsmöglichkeiten,
▪ eine klar abgrenzbare Gruppe der Betroffenen,
▪ institutionalisierte Verfahren zur Konfliktlösung und
▪ ein Sinn für Eigentum     erleichtern die sinnvolle Nutzung von lokalen All 


Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen:
Nicht in allen Fällen ist ein wirtschaftspolitischer Eingriff notwendig, um die Bereitstellung öffentlicher Güter bzw. um die sinnvolle Nutzung von Allmendegütern sicherzustellen. Wenn ein wirtschaftspolitischer Eingriff als notwendig erachtet wird, können die verhaltensökonomischen Erkenntnisse bei der Ausgestaltung des Eingriffs helfen.  

Problem:  
Die aus Experimenten gewonnenen Erkenntnisse sind nicht immer eindeutig. Weitere Experimente sind notwendig.

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Nennen Sie die Dimensionen & Ebenen von Verhalten.

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- umfasst i.d.R. drei Dimensionen:
Handeln, Dulden (Stillhalten, Zulassen) & Unterlassen als Nichthandeln


3 Ebenen von Verhalten:
 1) Unbewusste, physiologische Reaktionen des Organismus

2) gelernte, routinierte, aber nicht bewusst oder nur unterbewusst gesteuerte Verhaltensweisen

3) bewusstes, gesteuertes Handeln.

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Was beschreibt die Spieltheorie des Lebens [Tragödie des Gemeinguts (tradegy of the commons)]?

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- z.B. öffentliche Gelände, Toiletten, geteilte WG-Küche, Ozean, Klima
- das öffentliche Güter-Spiel (= zum Scheitern verurteilt): Euro für sich behalten oder in den öffentlichen Topf werfen, wo es verdoppelt wird und geteilt an alle verteilt wird
- Gemeingut (-wohl) verlangt immer Kooperation & kann Zeit, Mühe, Verzicht oder Geld widerspiegeln
- Wenn alle zusammen arbeiten profitieren alle davon
- Was für alle am besten ist, ist auch langfristig für den einzelnen am besten
- leider sind Spielregeln auch so gestaltet, dass egoistisches Verhalten kurzfristig belohnt wird & ein Soziales Dilemma erschaffen: Was in diesem Moment am besten für mich ist, ist nicht das, was am besten für das Gemeinwohl ist

1. Soziale Dilemma: Solange die Spielregeln so gemacht sind, dass die egoistischen Entscheidungen die kurzfristigen Gewinn/Verlust machen, funktioniert es nicht

2. Anonymität: Keine Kommunikation oder Einfluss des Verhalten des anderen

3. Kooperation kann durch Änderungen der Spielregeln gefördert werden: Gute Spielregel, z.B. Geldstrafen, Subventionen; individuelle Kooperation kann individuellen Vorteil ergeben

4. Reziprozität (Wie du mir, so ich dir; = Gegenseitigkeit), z.B. Gefängnisdilemma; indirekte Reziprozität: Wenn andere mitbekommen, dass ich helfe (↑ Reputation) - soziale Belohnung funktioniert besser als finanzielle Belohnung

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Was ist unter Verlustaversion zu verstehen?

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= bezeichnet den psychologischen und ökonomischen Effekt, Verluste tendenziell höher zu gewichten als Gewinne gleichen Werts
→ irrationale Vermeidung von Verlusten in unsicheren Szenarien (Risikofreudiges Verhalten)
→ inkonsistent bei Risikobereitschaft

Beispiele:
Rabatte, Gutscheine und Belohnungen,
Kostenlose Testphasen und Warenproben,
Vorbestellungsmöglichkeiten für neue Produkte

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Was ist unter liberalen Paternalismus zu verstehen?


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= theoretische Legitimation des Nudging-Konzeptes zur staatlichen Verhaltenslenkung der Bürger
→ Libertär: die Freiheit des Einzelnen wird gestärkt

→ Paternalismus: Beeinflussung von menschlichen Entscheidungen zur Verbesserung

ihrer Situation


Paternalismus ist wichtig, weil es in unserer Überzeugung für Entscheidungsarchitekten legitim ist, das Verhalten der Menschen zu beeinflussen, um ihr Leben länger, gesünder und besser zu machen.


- Während beim Paternalismus eine Bevormundung durch den Regierenden zum vermeintlichen Wohle des Adressaten erfolgt, legen Liberalisten großen Wert auf die absolute Entscheidungsfreiheit des Einzelnen → Entscheidungssouveränität verbleibt vollständig beim Individuum


- Lenkung durch staatliche Maßnahmen, ohne Zwang auszuüben

→ Default Optionen: z. B. wird statt einer Opting in Regel eine Opting out Regel festgelegt

(bspw. bei Gestaltung betrieblicher Pensionspläne) so wird durch Framing der Status Quo Effekt

ausgenutzt.

→ Hilfe zur Selbstbeschränkung: Staat gibt Menschen Möglichkeiten, um sich selbst zu beschränken

(bspw. Save-more-tomorrow-Programm).

 

 - Bevormundung / Gängeln

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Verhaltensökonomik - FOM (KS) Kurs an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welche Vorteile bringt liberaler Paternalismus?

A:

- kosteneffektive und effiziente Maßnahmen

 - Relativ hohes Maß an Bevölkerungsakzeptanz

 - Verbesserung wirtschaftswissenschaftlicher Politikberatung/-maßnahmen

→ Liberal paternalistische Interventionen gehören inzwischen zum Standardrepertoire von Politikberatung und -gestaltung


Q:

Was bedeutet "Anomalien" und welche Beispiele kennen Sie?

A:

„Anomalien“ deuten als Abweichungen im Finanzmarkt darauf hin, dass das Verhalten der Akteure nicht streng rational ist und auf andere Faktoren zurückzuführen ist.


Beispiele für anormales Verhalten auf Aktienmärkte:

- Bei schönem Wetter sind die Aktienrenditen höher als bei schlechtem Wetter  
- Aktienkurse steigen in dem Land stärker, dessen Fußballmannschaft in einem großen Turnier gewonnen hat → Investoren lassen sich von ihren Gefühlen beeinflussen. Bei besserer Stimmung werden Investoren risikobereiter.

Q:

Welche unerwünschten Reaktionen können Sozialtransfers aus Sicht der Verhaltensökonomik haben, und worauf ist bei der anreizkompatiblen Ausgestaltung der Sozialtransfers deshalb zu achten?

A:

Sozialtransfers könnten zu zeitinkonsistentem Verhalten bei den Empfängern führen, so dass langfristig vorteilhafte Anstrengungen unterbleiben.
• Daher wird eine „anreizkompatible“ Ausgestaltung von Sozialtransfers empfohlen, so dass die Eigeninitiative und Eigenverantwortung des Transferempfängers nicht verloren gehen.

Q:

Laut der Neuro-Ökonomischen Idee gibt es zwei Entscheider in unserem Gehirn. Welche sind das?

A:

1. Das Delta-Selbst trifft langfristige Entscheidungen, die auf überlegtem Denken beruhen. Verbunden mit kognitiven Gebieten des Gehirns.

2. Das Beta-Selbst trifft kurzfristige Entscheidungen, die sich auf eine unmittelbare Aktion beziehen. Verbunden mit dem limbischen System.

Q:

Erläutern Sie die Bedeutung von Sanktionen für die Durchsetzung sozialer Regeln / Normen an 2 Beispielen! 


A:

Werte geben einen allgemeinen Orientierungsrahmen für Denken und Handeln ab, Normen schreiben mehr oder weniger streng vor, wie gehandelt werden soll. Normen sind Regeln, über deren Einhaltung die Gesellschaft wacht. Das tut sie mittels positiver oder negativer Sanktionen, also Lob oder Bestrafung. Sie erreicht Normkonformität aber viel wirkungsvoller dadurch, dass uns Normen im Prozess der Sozialisation als „normal“ nahegebracht werden, dass wir sie als vernünftige Regelungen interlaisieren und sie im täglichen Handeln als „selbstverständlich“ bestätigen. 


Die Existenz von Bestrafungsmöglichkeiten führt dazu, dass die Versuchspersonen mehr zur Finanzierung der öffentlichen Güter beitragen als ohne Bestrafungsmöglichkeiten. Dabei fällt die Bestrafung umso stärker aus, je weiter der Beitrag zur Finanzierung des öffentlichen Gutes unter den durchschnittlich geleisteten Beitrag fällt.  


Mögliche Erklärung: Wunsch nach Gerechtigkeit und Fairness 

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Q:

Erläutern Sie die Sichtweise der traditionellen Ökonomik auf öffentliche Güter an einem Beispiel!

A:

Öffentliche Güter sind ein klassisches Beispiel für Marktversagen.

Durch die Nicht Ausschließbarkeit werden (rein eigennutzorientierte) Konsumenten nicht bereit sein, sich an der Finanzierung des öffentlichen Gutes zu beteiligen, können es aber dennoch nutzen.

→ Trittbrettfahrerproblem

→ der Staat muss wegen des Finanzierungsproblem für die Bereitstellung öffentlicher Güter sorgen, da auf diese Weise der Nutzen für alle steigt.

Q:

Erläutern Sie Anomalien an den Finanzmärkten und eine Erklärung von Behavioral Finance für dieses Verhalten.


A:

Kalendereffekte

sind eine Gruppe von Anomalien, die zu bestimmten Zeiten oder Daten im Laufe des Jahres auftreten und andere Renditen erzielen als in der Regelzeit (Montagseffekt, Monatswechsel, Jahreswechseleffekt, (Vor-)Feiertagseffekt; Mögliche Erklärung: mentale Kontenführung: Anlage in zeitliche Einheiten unterteilen).

Chartanalyse

Interpretation von Aktienmärkten aufgrund historischer Kursverläufe 

® Mögliche Erklärung: Repräsentativität –Anleger sehen Muster in Wertpapierkursen, die aber nur zufällig entstanden sind

Home Bias

Anleger investieren verstärkt in Wertpapiere des eigenen Landes.

® Mögliche Erklärung: Verfügbarkeitsheuristik – Anleger verfügen über mehr Informationen über das Heimatland, was Sicherheit bei Investitionsentscheidungen gibt.

Überoptimismus

Menschen überschätzen ihre Fähigkeit, an der Börse Gewinn zu machen.

Investmenttrends

Investition in Produkte, welche gerade in Mode sind

® Mögliche Erklärung: Verfügbarkeitsheuristik –Produkte sind mental verfügbar, weil sie z. B. in den Medien besonders häufig genannt werden.

Ranglisten

Jahrelanger Erfolg von Analysten und Vermögensverwaltern wird als Indiz für überlegene Fähigkeiten gewertet.

® Mögliche Erklärung: Repräsentativheuristik führt zu Investitionen auf Basis vergangener und damit unbedeutender Erfolge

Dispositionseffekt

Gewinneraktien werden zu rasch verkauft; Verliereraktien zu lange gehalten.

® Mögliche Erklärung: Prospect Theory –Verlustaversion

Einstandspreise/Kursziele

funktionieren häufig als Anker

® Mögliche Erklärung: Prospect Theory und confirmation bias

Über-/Unterreaktionen

Marktwerte reagieren auf Nachrichten stärker als es die Fundamentaldaten rechtfertigen würden.

® Mögliche Erklärungen: 

- Überoptimismus durch steigende Kurse - Ankereffekte: Erwartungen an Kapitalmärkte werden an vergangenen Kursen ausgerichtet. - Confirmation bias: Informationen, welche diesen Erwartungen widersprechen, werden ignoriert oder umgedeutet.

Equity-Premium-Puzzle

Aktien haben gegenüber Anleihen einen Risikoaufschlag, der größer ist, als das größere Risiko der Aktien rechtfertigen würde; daher müsste mehr in Aktien investiert werden.

® Mögliche Erklärung: mentale Kontenführung –Investments werden in Jahreshorizonte aufgeteilt, so dass Aktien aufgrund ihrer jährlichen Performance als risikoreicher eingeschätzt würden als langfristig sachgerecht wäre.

Q:

Erläutern Sie, von welchen Kriterien es abhängt, ob Allmendegüter auch ohne staatliche Regulierung sinnvoll nachhaltig genutzt werden können!

A:

Experimente zeigen:      
▪ Kommunikation zwischen den Beteiligten,
▪ Nutzungsregeln mit Sanktionierungsmöglichkeiten,
▪ eine klar abgrenzbare Gruppe der Betroffenen,
▪ institutionalisierte Verfahren zur Konfliktlösung und
▪ ein Sinn für Eigentum     erleichtern die sinnvolle Nutzung von lokalen All 


Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen:
Nicht in allen Fällen ist ein wirtschaftspolitischer Eingriff notwendig, um die Bereitstellung öffentlicher Güter bzw. um die sinnvolle Nutzung von Allmendegütern sicherzustellen. Wenn ein wirtschaftspolitischer Eingriff als notwendig erachtet wird, können die verhaltensökonomischen Erkenntnisse bei der Ausgestaltung des Eingriffs helfen.  

Problem:  
Die aus Experimenten gewonnenen Erkenntnisse sind nicht immer eindeutig. Weitere Experimente sind notwendig.

Q:

Nennen Sie die Dimensionen & Ebenen von Verhalten.

A:

- umfasst i.d.R. drei Dimensionen:
Handeln, Dulden (Stillhalten, Zulassen) & Unterlassen als Nichthandeln


3 Ebenen von Verhalten:
 1) Unbewusste, physiologische Reaktionen des Organismus

2) gelernte, routinierte, aber nicht bewusst oder nur unterbewusst gesteuerte Verhaltensweisen

3) bewusstes, gesteuertes Handeln.

Q:

Was beschreibt die Spieltheorie des Lebens [Tragödie des Gemeinguts (tradegy of the commons)]?

A:

- z.B. öffentliche Gelände, Toiletten, geteilte WG-Küche, Ozean, Klima
- das öffentliche Güter-Spiel (= zum Scheitern verurteilt): Euro für sich behalten oder in den öffentlichen Topf werfen, wo es verdoppelt wird und geteilt an alle verteilt wird
- Gemeingut (-wohl) verlangt immer Kooperation & kann Zeit, Mühe, Verzicht oder Geld widerspiegeln
- Wenn alle zusammen arbeiten profitieren alle davon
- Was für alle am besten ist, ist auch langfristig für den einzelnen am besten
- leider sind Spielregeln auch so gestaltet, dass egoistisches Verhalten kurzfristig belohnt wird & ein Soziales Dilemma erschaffen: Was in diesem Moment am besten für mich ist, ist nicht das, was am besten für das Gemeinwohl ist

1. Soziale Dilemma: Solange die Spielregeln so gemacht sind, dass die egoistischen Entscheidungen die kurzfristigen Gewinn/Verlust machen, funktioniert es nicht

2. Anonymität: Keine Kommunikation oder Einfluss des Verhalten des anderen

3. Kooperation kann durch Änderungen der Spielregeln gefördert werden: Gute Spielregel, z.B. Geldstrafen, Subventionen; individuelle Kooperation kann individuellen Vorteil ergeben

4. Reziprozität (Wie du mir, so ich dir; = Gegenseitigkeit), z.B. Gefängnisdilemma; indirekte Reziprozität: Wenn andere mitbekommen, dass ich helfe (↑ Reputation) - soziale Belohnung funktioniert besser als finanzielle Belohnung

Q:

Was ist unter Verlustaversion zu verstehen?

A:

= bezeichnet den psychologischen und ökonomischen Effekt, Verluste tendenziell höher zu gewichten als Gewinne gleichen Werts
→ irrationale Vermeidung von Verlusten in unsicheren Szenarien (Risikofreudiges Verhalten)
→ inkonsistent bei Risikobereitschaft

Beispiele:
Rabatte, Gutscheine und Belohnungen,
Kostenlose Testphasen und Warenproben,
Vorbestellungsmöglichkeiten für neue Produkte

Q:

Was ist unter liberalen Paternalismus zu verstehen?


A:

= theoretische Legitimation des Nudging-Konzeptes zur staatlichen Verhaltenslenkung der Bürger
→ Libertär: die Freiheit des Einzelnen wird gestärkt

→ Paternalismus: Beeinflussung von menschlichen Entscheidungen zur Verbesserung

ihrer Situation


Paternalismus ist wichtig, weil es in unserer Überzeugung für Entscheidungsarchitekten legitim ist, das Verhalten der Menschen zu beeinflussen, um ihr Leben länger, gesünder und besser zu machen.


- Während beim Paternalismus eine Bevormundung durch den Regierenden zum vermeintlichen Wohle des Adressaten erfolgt, legen Liberalisten großen Wert auf die absolute Entscheidungsfreiheit des Einzelnen → Entscheidungssouveränität verbleibt vollständig beim Individuum


- Lenkung durch staatliche Maßnahmen, ohne Zwang auszuüben

→ Default Optionen: z. B. wird statt einer Opting in Regel eine Opting out Regel festgelegt

(bspw. bei Gestaltung betrieblicher Pensionspläne) so wird durch Framing der Status Quo Effekt

ausgenutzt.

→ Hilfe zur Selbstbeschränkung: Staat gibt Menschen Möglichkeiten, um sich selbst zu beschränken

(bspw. Save-more-tomorrow-Programm).

 

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