rechnungswesen an der FernUniversität in Hagen

Karteikarten und Zusammenfassungen für rechnungswesen im Rechtswissenschaft Studiengang an der FernUniversität in Hagen in Hagen

CitySTADT: Hagen

CountryLAND: Deutschland

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Beispielhafte Karteikarten für rechnungswesen an der FernUniversität in Hagen auf StudySmarter:

Was bezeichnet man als Maßgeblichkeitsgrundsatz? §?

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Erkläre Bilanzierungsfähigkeit!

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Welche Hauptfunktionen erfüllt der Jahresabschluss neben seinen buchhalterischen und geschäftspolitischen/-strategische Zwecken?

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Was bezeichnet man als stille Reserven?

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Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Kaufleute? §?

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Wie werden Löhne und Gehälter verbucht?

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Was ist die Umsatzsteuer, wie wird sie verbucht?

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Welche Formen des Niederstwertprinzips kennst du? (2) Wo sind sie definiert?  Welchen Inhalt  haben sie?

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Erkläre die Zahlungsbemessungsfunktion des JA!

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Welche Abbildungsregeln sind in Bilanz und Erfolgsrechnung zu beachten? Nenne je ein Beispiel!

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Was sind Abschreibungen auf das Anlagevermögen, wie werden sie verbucht, welche Varianten kennen Sie?

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Erkläre Vermögen im handelsrechtlichen Sinn!

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rechnungswesen

Was bezeichnet man als Maßgeblichkeitsgrundsatz? §?

Die Handelsbilanz, die handelsrechtlichen Buchführungsvorschriften und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchhaltung sind für die Steuerbilanz maßgeblich (§§ 140 AO, 5 I EStG), soweit nicht steuerrechtlich abweichend bestimmt.

rechnungswesen

Erkläre Bilanzierungsfähigkeit!

Eignung eines Gegenstandes, dem Grunde nach in die Bilanz aufgenommen zu werden (Aktivierungsfähigkeit, Passivierungsfähigkeit).

Zwei Kriterien müssen erfüllt sein:

  1. Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit, d.h. die inhaltliche Bestimmung und Abgrenzung der Gegenstände. Die a.B. ist nach den Vorschriften des HGB (insbes. § 266 HGB) und den GoB zu beurteilen. Insbesondere a.b. sind Anlage und Umlaufvermögen (A) bzw. Eigenkapital und Schulden (P) sowie Rechnungsabgrenzungsposten (A/P) und latente Steuern (A/P).
  2. Konkrete Bilanzierungsfähigkeit, d.h. Zugehörigkeit eines Gegenstandes zum Unternehmen. Dies ist anhand der persönlichen Zuordnung (best. Rechtsverhältnisse wie Leasing oder Eigentumsvorbehalt), der sachlichen Zuordnung (Privat- vs. Betriebsvermögen) und der zeitlichen Zuordnung (ab wann) zu beurteilen.

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Welche Hauptfunktionen erfüllt der Jahresabschluss neben seinen buchhalterischen und geschäftspolitischen/-strategische Zwecken?

1. Informationsfunktion: Er soll verschiedenen Adressatengruppen bestimmte Informationen über das betrachtete Unternehmen in standardisierter Form zur Verfügung zu stellen.

2. Zahlungsbemessungsfunktion: Er soll in Rechtsvorschriften und Verträgen allgemein umschriebene Rechte und Pflichten bestimmter Personengruppen, insbesondere von Gesellschaftern und Gesellschaftsorganen, für den jeweils vorliegenden Einzelfall in ihrem quantitativen Ausmaß konkretisieren. Dabei handelt es sich vorwiegend um Ansprüche oder Verpflichtungen, die auf Zahlungen gerichtet sind.

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Was bezeichnet man als stille Reserven?

Als stille Reserven bezeichnet
man allgemein die Differenz zwischen
– den für bestimmte Aktiva und  Passiva tatsächlich angesetzten Werten und
– den höheren bzw. niedrigeren Wertansätzen, die sich nach einem
anderen Bewertungskonzept
ergeben hätten.

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Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Kaufleute? §?

10 Jahre Aufbewahrungsfrist für: Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Arbeitsanweisungen, Lageberichte, Buchungsbelege und sonstige Organisationsunterlagen (Rechnungen, Quittungen, Bankauszüge, Bewertungsunterlagen, Lohn- und Gehaltslisten, Kassenberichte)

6 Jahre Aufbewahrungspflicht für empfangene Handelsbriefe und Wiedergaben abgesandter Handelsbriefe

jeweils beginnend mit dem Schluss des jeweiligen Kalenderjahres.

§ 257 HGB

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Wie werden Löhne und Gehälter verbucht?

Die zu zahlenden Beträge setzen sich wie folgt zusammen (Stand 2019):

Personalaufwand
./. freiwillige Zusatzleistungen
./. Beitrag zur BG
=  Gesamtes Arbeitsentgelt

./. Beitrag zur BG
./. AG-Anteil zur Sozialversicherung (RentenV (9,3%) KV (7,3%+Zusatzbeitrag), ArbeitslosenV (1,25%), PflegeV (1,525%))
= Bruttogehalt

./. AN-Anteil zur Sozialversicherung (RentenV (9,3%) KV (7,3%+Zusatzbeitrag), ArbeitslosenV (1,25%), PflegeV (1,525% ggf. zzgl. 0,25%))
./. Lohnsteuer
./. Kirchensteuer
= Nettogehalt

Das Unternehmen fungiert dabei als Inkassostelle auch für die AN-Beiträge (Quellenabzugsverfahren).

Die Buchung erfolgt wie folgt:
Löhne und Gehälter an Bank 430/113
Löhne und Gehälter an einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge (AN-Anteil) 430/172
Löhne und Gehälter an einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer 430/171
AG-Anteil zur Sozialversicherung an einbehaltene Sozialversicherungsbeiträge (AG-Anteil) 440/172

Die Konten 171 und 172 haben dabei den Charakter einer Verbindlichkeit an das FA.

Die voraussichtlichen Beitragsschulden müssen zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats an das FA gezahlt werden. Abweichungen zu den tatsächlichen Beitragsschulden werden zum Folgemonat ausgeglichen.

Demnach:
Sozialversicherungsbeiträge an Bank 172/113
Lohn- und Kirchensteuer an Bank 171/113

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Was ist die Umsatzsteuer, wie wird sie verbucht?

Die Umsatzsteuer (UStG) wird nach dem Allphasen-Nettobesteuerung mit Vorsteuerabzug abgerechnet.

Dabei gelten vier Regeln:

1. Im Wareneinkauf wird dem Nettowarenwert der Betrag der Umsatzsteuer (19 bzw. 7%) zugerechnet.

2. Beim Verkäufer erfolgt die Buchung nach: Bank an MwSt 113/175. Das Konto 175 „den Kunden in Rechnung gestellte MwSt“ hat dabei den Charakter einer Verbindlichkeit an das FA (Steuer-Traglast).

3. Beim Käufer wird verbucht nach: Vorsteuer an Bank 155/113. Das Konto 155 „von Lieferanten belastete MwSt (Vorsteuer)“ hat dabei den Charakter einer Forderung an das FA.

4. Periodenweise (üblicherweise monatlich) werden Traglast und Vorsteuer saldiert (MwSt an Vorsteuer 175/155). Das Saldo des MwSt Konto ergibt die Zahllast des Unternehmens an das FA.

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Welche Formen des Niederstwertprinzips kennst du? (2) Wo sind sie definiert?  Welchen Inhalt  haben sie?

§  253 III 4  HGB
Gemildertes  Niederstwertprinzip: Bei Finanzanlagen des Anlagevermögens darf handelsrechtlich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert abgeschrieben werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung müssen alle Güter des Anlagevermögens auf den niedrigeren Wert abschreiben.

§ 253 IV HGB
Strenges  Niederstwertprinzip: Bei Gütern des Umlaufvermögens muss von mehreren möglichen Werten (Anschaffungspreis, Marktpreis) der niedrigste bilanziert werden.

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Erkläre die Zahlungsbemessungsfunktion des JA!

1. Außenwirkung als Zahlengrundlage für gesetzliche Ausschüttungssperren an persönlich nicht voll haftende Gesellschafter (z.B. Kommanditisten, Aktionäre, Genossen einer Genossenschaft, GmbH-Gesellschafter):

– so sind z.T. Ausschüttungen begrenzt auf den Verbleib eines bestimmtes Stamm- oder Grundkapital der Unternehmung

– und z.T. lebt die Haftung der Gesellschafter bei darüber hinausgehenden Auszahlungen wieder auf.

Diese dienen dem Schutz der Gläubiger davor, dass die für ihre Ansprüche haftende Masse durch Vermögensübertragungen aus dem (haftenden) Bereich des Gesellschaftsvermögens in den (grundsätzlich nicht haftenden) Bereich des Gesellschaftervermögens geschmälert wird.

2. Innenwirkung auf die gesellschaftsinterne Kompetenzaufteilung als Zahlengrundlage für gesetzlich oder vertraglich geregelte Entnahmerechte der Eigentümer (unabhängig von deren Haftung).

3. Steuerbemessungsgrundlage

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Welche Abbildungsregeln sind in Bilanz und Erfolgsrechnung zu beachten? Nenne je ein Beispiel!

1. Abgrenzungsregeln — zeitliche und sachliche Abgrenzung der erfassenden Ströme und Bestände; z.B. Rechnungsabgrenzungsposten.

2. Aggregations- und Gliederungsregeln — Anordnung und Zusammenfassung von Strom- und Bestandsaggregaten; z.B. Gliederung der Aktiva der Bilanz in Anlage- und Umlaufvermögen

3. Bewertungsregeln — Zuordnung von Wertansätzen zu den einzelnen Strom- und Bestandspositionen; z.B. Abschreibungen und Niedrigstwertprinzip der Aktiva

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Was sind Abschreibungen auf das Anlagevermögen, wie werden sie verbucht, welche Varianten kennen Sie?

Abschreibungen verteilen die Anschaffungsaufwendungen für ein Anlagegut auf die Jahre der Nutzung. Dabei komm außerplanmäßige und planmäßige Abschreibung in Betracht, letztere kann linear oder degressiv erfolgen. Für planmäßige Abschreibungen wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer geschätzt. Der Betrag der linearen Abschreibung ergibt sich aus:

Anschaffungswert ./. Restwert (Schrottwert) / Nutzungsdauer = Abschreibungssatz

Zur Buchung kommt einerseits die direkte Abschreibung nach:

jährliche Abschreibung:
Abschreibungen (Anlagevermögen) an BGA 230/010 (Abschreibungssatz)

Verkauf:
Bank an BGA 113/010 (Restwert)

bei Restwertdifferenz beim Verkauf zudem:
Bank an unregelmäßige Erträge/Aufwände 113/227 bzw. 113/221

in Betracht. Problematisch ist hier, dass sich aus der Bilanz der Anschaffungswert des Vermögensgegenstandes nicht ersehen lässt.

Daher findet auch die indirekte Abschreibung Anwendung:

jährliche Abschreibung:
Abschreibungen (Anlagevermögen) an Wertberichtigung auf Anlagen 230/080

Verkauf:
Wertberichtigung auf Anlagen an BGA 080/010
Bank an BGA 113/010 (Restwert)

bei Restwertdifferenz s.o.

sodass in der Bilanz die Anschaffungswerte (010) und die kumulativen Abschreibungswerte (080 – Passivbestandskonto) ausgewiesen werden.

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Erkläre Vermögen im handelsrechtlichen Sinn!

Vermögen sind körperliche (Sachen i.S.d. § 90 BGB) und nichtkörperliche (Rechte i.S.d. BGB) Gegenstände sowie wirtschaftliche Vorteile (z.B. Erfindungen) mit positiver Werteinheit (im GGS zu Schulden).
Ein Vermögensgegenstand muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. selbständig bewertbar, d.h. es kann ein eigener, abgrenzbarer Wert zugewiesen werden (aus dem Grundsatz der Einzelbewertung, § 252 I Nr. 3 HGB, abgeleitet)
  2. selbstständig verkehrsfähig, d.h. abstrakte Möglichkeit der Einzelveräußerung;

Es lassen sich nach verschiedenen Kriterien Gruppen von Vermögensgegenständen bilden, z.B.:

  • Anlage- vs. Umlaufvermögen
  • materiell vs. immateriell
  • abnutzbar vs. nicht abnutzbar
  • beweglich vs. unbeweglich
Gradient

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