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Lernmaterialien für ME 7.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Unternehmensführung: Internationale Verflechtung an der FernUniversität in Hagen

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TESTE DEIN WISSEN

Nenne die wesentlichen Formen von nicht-tarifären Handelshemmnissen

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  • Import- und Exportverbote (Sie unterbinden den Güterhandel vollständig)
  • Kontingente begrenzen mengen- oder wertmäßig die Ein- und Ausfuhren
  • Normen / Sicherheitsbestimmungen (etwa DIN- oder VDE-Normen)
  • Verwaltungsgebühren oder die Einführung zeitraubender Verfahren der Genehmigung und Abfertigung (komplizierte Methoden der Zollermittlung, Einführung von Verbrauchssteuern auf Güter für die keine nennenswerte Inlandsproduktion besteht)
  • Formvorschriften für Warenbegleitpapiere und Ursprungsdokumente
  • Selbstbeschränkungsabkommen
  • Ausfuhrsubventionen (z. B. die Erstattungen bei EU-Agrarsubventionen, durch die die hohen EU-Preise auf das niedrigere Weltmarktniveau „heruntergeschraubt“ werden sollen, um die hohen Agrarüberschüsse abzubauen)
  • Verzögerung einer fälligen Aufwertung der inländischen Währung
  • Förderung von Direktinvestitionen
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Globalisierung bringt nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren mit sich, insbesondere für die Stabilität der Weltwirtschaft. Beschreiben Sie einige dieser Gefahren

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Die Globalisierung (weltwirtschaftliche Verflechtung) ist nicht ohne Gefahren für die Stabilität der Weltwirtschaft. Sie steigert die Komplexität der grenzüberschreitenden Wirtschaftsbeziehungen und schafft gegenseitige Abhängigkeiten der Wirtschaftsnationen. Daraus können ökonomische Konflikte und Krisensituationen entstehen, die auch auf den politischen Bereich übergreifen. Es lassen sich eine ganze Reihe von Anzeichen für eine Gefährdung der internationalen Ordnung im Zusammenhang mit der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtung aufspüren. 


Beispiele aus den achtziger und neunziger Jahren sind 

  • die internationale Verschuldung der Entwicklungsländer 
  • die erratischen Kursschwankungen auf den Devisen- und internationalen Finanzmärkten 
  • die anhaltenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte.
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Unterscheiden Sie eine Wirtschaftsunion von einem Gemeinsamen Markt.

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In einem Gemeinsamen Markt sind nicht nur die Handelsbeschränkungen (Zölle und mengenmäßige Beschränkungen), sondern auch die Beschränkungen im Verkehr der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital zwischen den Mitgliedsländern aufgehoben. Dies impliziert eine Harmonisierung der Außenhandels- und Zollpolitik der Mitgliedsländer. 


In einer Wirtschaftsunion tritt ein zusätzliches Element hinzu: Die Mitgliedstaaten harmonisieren nicht nur ihre Außenhandels- und Zollpolitik, sondern auch ihre anderen Wirtschaftspolitiken, insbesondere ihre Ordnungspolitik.

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Worin bestehen die Hauptschwierigkeiten der weltwirtschaftlichen Koordinierung?

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Zum einen ist Koordination nicht kostenlos. Koordinationsanstrengungen verursachen Kosten - und zwar in Form von Organisationskosten, aber auch in Form von Folgekosten (Nebeneffekten oder Externalitäten). 


Die Hauptschwierigkeit, weltwirtschaftliche Koordinierungen aufzubauen und zu erhalten, ist jedoch die Tatsache, dass es keinen Weltstaat gibt, der die Einhaltung von Verträgen überwachen und durchsetzen könnte. Ohne eine solche Instanz wird sich jedoch tendenziell das so genannte Trittbrettfahrerverhalten durchsetzen. 


Dies ist der Grund dafür, dass weltwirtschaftliche Koordinationsabkommen oft nicht eingehalten oder umgesetzt werden.

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Welches sind die für die Integration der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit in ökonomischer Hinsicht bedeutendsten Internationalen Organisationen und welche Zielsetzung haben die einzelnen Organisationen auftragsgemäß zu erfüllen?

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Die für die Integration der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit bedeutendsten internationalen Organisationen sind der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, das GATT (seit 1995: Welthandelsorganisation WTO), die OECD und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. 


Die Zielsetzung des IWF ist es, eine stabile Weltwährungsordnung zu schaffen. Die Aufgabe der Weltbank ist auf die Entwicklungspolitik (die Entwicklung in ärmeren Ländern) gerichtet. Das Ziel des GATT (WTO) ist es, eine freie und stabile Welthandelsordnung zu schaffen. Die OECD bemüht sich um die wirtschaftspolitische Kooperation der Industrieländer, und die Europäische (Wirtschafts-)Gemeinschaft strebt die Integration der europäischen Volkswirtschaften a

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Welche Konsequenzen hat die Globalisierung für die Fiskalpolitik?

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Der durch die Globalisierung ausgelöste Wettbewerbsdruck führt zu einem Steuer(senkungs)wettbewerb zwischen den nationalen Wirtschafts- bzw. Fiskalpolitiken. Die einzelnen Länder versuchen so Unternehmen und Kapital an sich zu ziehen bzw. zu binden. Die Gefahr dabei ist, dass bei gesunkenen Steuereinnahmen wichtige Infrastrukturmaßnahmen nicht finanziert werden können, außer diese werden über zunehmende Staatsverschuldung finanziert. Eine hohe Staatsverschuldung muss jedoch selbst als Standortnachteil angesehen werden. 


Folglich wird nur das Land erfolgreich sein bei dieser Variante des Steuerwettbewerbs, das gleichzeitig auch umfassende Deregulierungs- und andere wachstumspolitische Maßnahmen ergreift, um so eine verstärkte Wachstumsdynamik zu erzeugen. 


Eine Alternative oder (besser) Ergänzung hierzu bietet die Privatisierung von Infrastrukturleistungen oder -betrieben, um so die Staatsausgaben und damit die notwendigen Steuereinnahmen senken zu können.

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Welche Risiken impliziert die private Marktsteuerungslösung des "Globalisierungsproblems"?

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Die grundsätzlichen Risiken beruhen auf der empirischen Erfahrung eines unvollkommenen Preismechanismus. Wenn die Preise nicht vollkommen flexibel sind, so können - zumindest vorübergehend - destabilisierende Effekte bezüglich der Wechselkursentwicklung sowie der Handelsbilanzentwicklung auftreten. Man spricht in der modernen Volkswirtschaftslehre diesbezüglich von einem "Überschießen" des Wechselkurses sowie von einem "J-KurvenEffekt". (Dies sollten Sie vielleicht kurz erläutern; siehe hierzu im Text.)

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Charakterisieren Sie die Konzeption einer Währungsunion

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Eine Währungsunion ist gekennzeichnet durch eine vollständige Konvertibilität der Währungen der Teilnehmerländer, keinerlei Beschränkungen des Kapitalverkehrs und eine unwiderrufliche Fixierung der Wechselkurse. Im engeren Sinne impliziert eine Währungsunion die Einführung einer gemein

samen Währung

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Welche Ziele verfolgt die Europa 2020 Strategie?

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Die Europa 2020 Strategie ist im Wesentlichen ein Überwachungs- und Koordinierungsrahmen, mit dem Ziel, die EU zu einem Wirtschaftsraum zu machen, der insbesondere durch intelligentes, nachhaltiges und integratives Wirtschaftswachstum gekennzeichnet ist. Dabei konzentriert sich die Agenda im Einzelnen auf 

  • die Erhöhung der Beschäftigungsquote
  • Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung
  • das Erreichen von Zielen des Klimaschutzes und der Energiewende
  • mehr Bildung und 
  • die Bekämpfung von Armut
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Welche wirtschaftspolitischen Vorkehrungen wurden im europäischen Vertragswerk gegen das Inflationsrisiko getroffen?

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Die Vorkehrungen des gegen das Inflationsrisiko fanden ihren Niederschlag vor allem in den folgenden Vereinbarungen: 

  • in der Verpflichtung der EZB und der nationalen Zentralbanken, das Ziel der Preisniveaustabilität einzuhalten
  • in der personellen und institutionellen Unabhängigkeit der EZB 
  • in dem uneingeschränkten Verbot der Finanzierung staatlicher Haushaltsdefizite 


Außerdem werden diese Vorkehrungen unterstützt durch die im "Protokoll über das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit" für die Fiskalpolitik festgelegten zulässigen Höchstgrenzen, die besagen: 

  • Für die Gesamtverschuldung des Staates beträgt die Höchstgrenze 60 % des BIP des jeweiligen Landes. 
  • Das Finanzierungsdefizit des Staates darf 3 % des BIP des betreffenden Mitgliedstaates nicht überschreiten. 
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Welchen formalen Voraussetzungen müssen neue EU-Mitgliedsstaaten erfüllen, um der EWWU beitreten zu können?

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Um sich für den vollständigen Beitritt zur EWWU zu qualifizieren, müssen neue EU-Mitgliedsstaaten die nominalen Konvergenzkriterien erfüllen. 

  • Die durchschnittliche Inflationsrate eines Landes darf während des letzten Jahres vor der Prüfung um nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über dem arithmetischen Mittel der Inflationsrate der drei preisstabilsten Mitgliedsstaaten der EU liegen. 
  • Eine spannungsfreie Teilnahme am Wechselkursmechanismus II innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Prüfung. 
  • Der Zinssatz langfristiger Schuldverschreibungen darf das arithmetische Mittel der langfristigen Zinssätze der drei preisstabilsten Länder im Jahr vor der Prüfung höchstens um zwei Prozentpunkte überschreiten. 
  • Die öffentlichen Haushalte der Beitrittsländer müssen eine auf Dauer tragbare Finanzlage vorweisen. In diesem Zusammenhang darf das Budgetdefizit nicht 3 % und die Bruttogesamtverschuldung nicht 60 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts überschreiten.
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Erläutern Sie die Hintergründe für die atemberaubende Beschleunigung der Internationalisierung der Finanzmärkte in den letzten Jahrzehnten

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Einen bedeutsamen Faktor stellt die Zunahme internationaler Anlage und Kreditgeschäfte dar. Mit den Direktinvestitionen transnationaler Konzerne zogen auch deren Hausbanken und eröffneten Filialen an allen wichtigen Finanzplätzen der Erde. Der Grund hierfür ist, dass diese Parallelentwicklung ausländischer Direktinvestitionen von Produktionsunternehmen und Banken nicht nur die Planungssicherheit der Konzerne steigerte, sondern ihnen gleichzeitig auch erlaubte, heimischen Regulierungen zu entgehen. Andere bedeutende Faktoren sind der zunehmende Abbau von Kapitalkontrollen sowie der technologische Fortschritt auf dem Kommunikations- und Informationssektor. Letzterer hat auch die professionelle Spekulationstätigkeit auf eine neue qualitative Ebene gehoben. So werden Daten und Nachrichten heute so schnell übertragen, dass die Informationsflusszeit praktisch auf Null gesunken ist. Gleichzeitig - und damit verbunden - haben Finanzinnovationen (neue Finanzierungsinstrumente) sowie strukturelle Veränderungen der Kredit- und Finanzmittlertätigkeit die Expansion des internationalen Finanzmarktes beschleunigt.

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Beispielhafte Karteikarten für deinen ME 7.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Unternehmensführung: Internationale Verflechtung Kurs an der FernUniversität in Hagen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nenne die wesentlichen Formen von nicht-tarifären Handelshemmnissen

A:
  • Import- und Exportverbote (Sie unterbinden den Güterhandel vollständig)
  • Kontingente begrenzen mengen- oder wertmäßig die Ein- und Ausfuhren
  • Normen / Sicherheitsbestimmungen (etwa DIN- oder VDE-Normen)
  • Verwaltungsgebühren oder die Einführung zeitraubender Verfahren der Genehmigung und Abfertigung (komplizierte Methoden der Zollermittlung, Einführung von Verbrauchssteuern auf Güter für die keine nennenswerte Inlandsproduktion besteht)
  • Formvorschriften für Warenbegleitpapiere und Ursprungsdokumente
  • Selbstbeschränkungsabkommen
  • Ausfuhrsubventionen (z. B. die Erstattungen bei EU-Agrarsubventionen, durch die die hohen EU-Preise auf das niedrigere Weltmarktniveau „heruntergeschraubt“ werden sollen, um die hohen Agrarüberschüsse abzubauen)
  • Verzögerung einer fälligen Aufwertung der inländischen Währung
  • Förderung von Direktinvestitionen
Q:

Globalisierung bringt nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren mit sich, insbesondere für die Stabilität der Weltwirtschaft. Beschreiben Sie einige dieser Gefahren

A:

Die Globalisierung (weltwirtschaftliche Verflechtung) ist nicht ohne Gefahren für die Stabilität der Weltwirtschaft. Sie steigert die Komplexität der grenzüberschreitenden Wirtschaftsbeziehungen und schafft gegenseitige Abhängigkeiten der Wirtschaftsnationen. Daraus können ökonomische Konflikte und Krisensituationen entstehen, die auch auf den politischen Bereich übergreifen. Es lassen sich eine ganze Reihe von Anzeichen für eine Gefährdung der internationalen Ordnung im Zusammenhang mit der zunehmenden weltwirtschaftlichen Verflechtung aufspüren. 


Beispiele aus den achtziger und neunziger Jahren sind 

  • die internationale Verschuldung der Entwicklungsländer 
  • die erratischen Kursschwankungen auf den Devisen- und internationalen Finanzmärkten 
  • die anhaltenden außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte.
Q:

Unterscheiden Sie eine Wirtschaftsunion von einem Gemeinsamen Markt.

A:

In einem Gemeinsamen Markt sind nicht nur die Handelsbeschränkungen (Zölle und mengenmäßige Beschränkungen), sondern auch die Beschränkungen im Verkehr der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital zwischen den Mitgliedsländern aufgehoben. Dies impliziert eine Harmonisierung der Außenhandels- und Zollpolitik der Mitgliedsländer. 


In einer Wirtschaftsunion tritt ein zusätzliches Element hinzu: Die Mitgliedstaaten harmonisieren nicht nur ihre Außenhandels- und Zollpolitik, sondern auch ihre anderen Wirtschaftspolitiken, insbesondere ihre Ordnungspolitik.

Q:

Worin bestehen die Hauptschwierigkeiten der weltwirtschaftlichen Koordinierung?

A:

Zum einen ist Koordination nicht kostenlos. Koordinationsanstrengungen verursachen Kosten - und zwar in Form von Organisationskosten, aber auch in Form von Folgekosten (Nebeneffekten oder Externalitäten). 


Die Hauptschwierigkeit, weltwirtschaftliche Koordinierungen aufzubauen und zu erhalten, ist jedoch die Tatsache, dass es keinen Weltstaat gibt, der die Einhaltung von Verträgen überwachen und durchsetzen könnte. Ohne eine solche Instanz wird sich jedoch tendenziell das so genannte Trittbrettfahrerverhalten durchsetzen. 


Dies ist der Grund dafür, dass weltwirtschaftliche Koordinationsabkommen oft nicht eingehalten oder umgesetzt werden.

Q:

Welches sind die für die Integration der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit in ökonomischer Hinsicht bedeutendsten Internationalen Organisationen und welche Zielsetzung haben die einzelnen Organisationen auftragsgemäß zu erfüllen?

A:

Die für die Integration der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit bedeutendsten internationalen Organisationen sind der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, das GATT (seit 1995: Welthandelsorganisation WTO), die OECD und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. 


Die Zielsetzung des IWF ist es, eine stabile Weltwährungsordnung zu schaffen. Die Aufgabe der Weltbank ist auf die Entwicklungspolitik (die Entwicklung in ärmeren Ländern) gerichtet. Das Ziel des GATT (WTO) ist es, eine freie und stabile Welthandelsordnung zu schaffen. Die OECD bemüht sich um die wirtschaftspolitische Kooperation der Industrieländer, und die Europäische (Wirtschafts-)Gemeinschaft strebt die Integration der europäischen Volkswirtschaften a

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Q:

Welche Konsequenzen hat die Globalisierung für die Fiskalpolitik?

A:

Der durch die Globalisierung ausgelöste Wettbewerbsdruck führt zu einem Steuer(senkungs)wettbewerb zwischen den nationalen Wirtschafts- bzw. Fiskalpolitiken. Die einzelnen Länder versuchen so Unternehmen und Kapital an sich zu ziehen bzw. zu binden. Die Gefahr dabei ist, dass bei gesunkenen Steuereinnahmen wichtige Infrastrukturmaßnahmen nicht finanziert werden können, außer diese werden über zunehmende Staatsverschuldung finanziert. Eine hohe Staatsverschuldung muss jedoch selbst als Standortnachteil angesehen werden. 


Folglich wird nur das Land erfolgreich sein bei dieser Variante des Steuerwettbewerbs, das gleichzeitig auch umfassende Deregulierungs- und andere wachstumspolitische Maßnahmen ergreift, um so eine verstärkte Wachstumsdynamik zu erzeugen. 


Eine Alternative oder (besser) Ergänzung hierzu bietet die Privatisierung von Infrastrukturleistungen oder -betrieben, um so die Staatsausgaben und damit die notwendigen Steuereinnahmen senken zu können.

Q:

Welche Risiken impliziert die private Marktsteuerungslösung des "Globalisierungsproblems"?

A:

Die grundsätzlichen Risiken beruhen auf der empirischen Erfahrung eines unvollkommenen Preismechanismus. Wenn die Preise nicht vollkommen flexibel sind, so können - zumindest vorübergehend - destabilisierende Effekte bezüglich der Wechselkursentwicklung sowie der Handelsbilanzentwicklung auftreten. Man spricht in der modernen Volkswirtschaftslehre diesbezüglich von einem "Überschießen" des Wechselkurses sowie von einem "J-KurvenEffekt". (Dies sollten Sie vielleicht kurz erläutern; siehe hierzu im Text.)

Q:

Charakterisieren Sie die Konzeption einer Währungsunion

A:

Eine Währungsunion ist gekennzeichnet durch eine vollständige Konvertibilität der Währungen der Teilnehmerländer, keinerlei Beschränkungen des Kapitalverkehrs und eine unwiderrufliche Fixierung der Wechselkurse. Im engeren Sinne impliziert eine Währungsunion die Einführung einer gemein

samen Währung

Q:

Welche Ziele verfolgt die Europa 2020 Strategie?

A:

Die Europa 2020 Strategie ist im Wesentlichen ein Überwachungs- und Koordinierungsrahmen, mit dem Ziel, die EU zu einem Wirtschaftsraum zu machen, der insbesondere durch intelligentes, nachhaltiges und integratives Wirtschaftswachstum gekennzeichnet ist. Dabei konzentriert sich die Agenda im Einzelnen auf 

  • die Erhöhung der Beschäftigungsquote
  • Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung
  • das Erreichen von Zielen des Klimaschutzes und der Energiewende
  • mehr Bildung und 
  • die Bekämpfung von Armut
Q:

Welche wirtschaftspolitischen Vorkehrungen wurden im europäischen Vertragswerk gegen das Inflationsrisiko getroffen?

A:

Die Vorkehrungen des gegen das Inflationsrisiko fanden ihren Niederschlag vor allem in den folgenden Vereinbarungen: 

  • in der Verpflichtung der EZB und der nationalen Zentralbanken, das Ziel der Preisniveaustabilität einzuhalten
  • in der personellen und institutionellen Unabhängigkeit der EZB 
  • in dem uneingeschränkten Verbot der Finanzierung staatlicher Haushaltsdefizite 


Außerdem werden diese Vorkehrungen unterstützt durch die im "Protokoll über das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit" für die Fiskalpolitik festgelegten zulässigen Höchstgrenzen, die besagen: 

  • Für die Gesamtverschuldung des Staates beträgt die Höchstgrenze 60 % des BIP des jeweiligen Landes. 
  • Das Finanzierungsdefizit des Staates darf 3 % des BIP des betreffenden Mitgliedstaates nicht überschreiten. 
Q:

Welchen formalen Voraussetzungen müssen neue EU-Mitgliedsstaaten erfüllen, um der EWWU beitreten zu können?

A:

Um sich für den vollständigen Beitritt zur EWWU zu qualifizieren, müssen neue EU-Mitgliedsstaaten die nominalen Konvergenzkriterien erfüllen. 

  • Die durchschnittliche Inflationsrate eines Landes darf während des letzten Jahres vor der Prüfung um nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über dem arithmetischen Mittel der Inflationsrate der drei preisstabilsten Mitgliedsstaaten der EU liegen. 
  • Eine spannungsfreie Teilnahme am Wechselkursmechanismus II innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Prüfung. 
  • Der Zinssatz langfristiger Schuldverschreibungen darf das arithmetische Mittel der langfristigen Zinssätze der drei preisstabilsten Länder im Jahr vor der Prüfung höchstens um zwei Prozentpunkte überschreiten. 
  • Die öffentlichen Haushalte der Beitrittsländer müssen eine auf Dauer tragbare Finanzlage vorweisen. In diesem Zusammenhang darf das Budgetdefizit nicht 3 % und die Bruttogesamtverschuldung nicht 60 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts überschreiten.
Q:

Erläutern Sie die Hintergründe für die atemberaubende Beschleunigung der Internationalisierung der Finanzmärkte in den letzten Jahrzehnten

A:

Einen bedeutsamen Faktor stellt die Zunahme internationaler Anlage und Kreditgeschäfte dar. Mit den Direktinvestitionen transnationaler Konzerne zogen auch deren Hausbanken und eröffneten Filialen an allen wichtigen Finanzplätzen der Erde. Der Grund hierfür ist, dass diese Parallelentwicklung ausländischer Direktinvestitionen von Produktionsunternehmen und Banken nicht nur die Planungssicherheit der Konzerne steigerte, sondern ihnen gleichzeitig auch erlaubte, heimischen Regulierungen zu entgehen. Andere bedeutende Faktoren sind der zunehmende Abbau von Kapitalkontrollen sowie der technologische Fortschritt auf dem Kommunikations- und Informationssektor. Letzterer hat auch die professionelle Spekulationstätigkeit auf eine neue qualitative Ebene gehoben. So werden Daten und Nachrichten heute so schnell übertragen, dass die Informationsflusszeit praktisch auf Null gesunken ist. Gleichzeitig - und damit verbunden - haben Finanzinnovationen (neue Finanzierungsinstrumente) sowie strukturelle Veränderungen der Kredit- und Finanzmittlertätigkeit die Expansion des internationalen Finanzmarktes beschleunigt.

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