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Lernmaterialien für Perzeption & Kognition an der Fachhochschule Vorarlberg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Perzeption & Kognition Kurs an der Fachhochschule Vorarlberg zu.

TESTE DEIN WISSEN
Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Bewusstseinsstörungen: quantitative (Benommenheit, Somnolenz, Sopor, Koma) und qualitative Bewusstseinsstörungen (Bewusstseinstrübung Bewusstseinseinengung Bewusstseinsverschiebung,  -erweiterung)

Bewusstlosigkeit
Neurologische Untersuchung bei Bewusstlosen besondere Herausforderung an Untersuchenden
einerseits Unfähigkeit des Patienten zur Kooperation üblicher Untersuchungsgang nicht möglich 
andererseits Achtung auf Störungen, die bei wachen Patienten nicht zu beobachten sind, spezielle Untersuchung Untersuchungsbefunde anders zu bewerten als bei wachem Patient meist Notfallsituation rasche Entscheidung  

bei Inspektion werden
Regelmäßigkeit Tiefe Frequenz der Atmung beachtet
Reaktion auf Ansprechen 
akustische oder Schmerzreiz gibt Auskunft über Tiefe der Vigilanzstörung 
gezielte Suche nach Meningismus (einerseits Ausdruck erhöhten Hirndrucks ohne Meningitis andererseits kann er fehlen bei bakterielle Meningitis Subarachnoidalblutung wenn Patient tief, komatös)
Untersuchung des Muskeltonus 
Spontanmotorik 
motorische Reaktion auf Schmerzreiz (Extremitäten und Gesicht) zusätzlicher Hinweis auf eventuelle Hemiparese bzw Beeinträchtigung der Hirnstammfunktionen (Streckkrämpfe)

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TESTE DEIN WISSEN
Bewusstsein und Fähigkeiten des Bewusstseins
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Bewusstsein (lateinisch conscientia "mitwissen")
Im weitesten Sinne Erleben mentaler Zustände und Prozesse 
allgemeingültige Definition schwer möglich

wissenschaftliche Forschung:
klare definierte Bewusstseinszustände Bewusstseinszustand bzw Bewusstsein durch Merkmale erkennbar:
Wahrnehmung 
Selbstbewusstsein 
Wachheit 
Handlungsfähigkeit 
Intentionalität 

psychologische Sicht:
Aufmerksamkeit 
Abstrahierungsfähigkeit 
Vorgänge zu verbalisieren 
aus Erfahrungswerten Pläne zu erstellen Selbsterkenntnis 
Wertvorstellungen 
Anpassungsfähigkeit

wenig bekannt über Gehirnaktivität formatio reticularis - Thalamus 

Aufmerksamkeit:
automatisierte Aufmerksamkeit im Auto z.b. dann eben ein Gespräch kontrolliert gerichtete Aufmerksamkeit große Teile des Gehirns involviert, Kapazität daher begrenzt

Bewusstsein und Aufmerksamkeit an Wachheit gebunden (Vigilanz)
Zwei unterschiedliche Aspekte: 
Bewusstsein 
als Vigilanz (Schlaf-wach Schaltung) 
reflektierendes Bewusstsein
geistige, seelische Zustände Erleben Erinnerung Vorstellung denken Voraussetzung dafür Vigilanz

Aufmerksamkeit Konzentration Auffassung eng mit Merkfähigkeit und Gedächtnis verknüpft
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TESTE DEIN WISSEN
Elementarfunktionen des Bewusstseins und seine Störungen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Bewusstsein/Vigilanz: quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen
Aufmerksamkeit/Gedächtnis: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen Auffassungsstörungen, Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen
Orientierung: Orientierungsstörungen
Wahrnehmung: quantitative und qualitative Wahrnehmungsstörungen
Denken: formale Denkstörungen, inhaltliche Denkstörungen
Affektivität: affektive Störung
Antrieb: Antriebsstörungen psychomotorische Störungen
Ich-Erleben: Ich-Störungen
Intelligenz: angeborene Intelligenzminderung erworbene Intelligenzminderung
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TESTE DEIN WISSEN
Quantitative Vigilanzstörungen - Bewusstseinsstörungen
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TESTE DEIN WISSEN
Quantitative Vigilanzstörung
Immer Hinweis auf organische Ätiologie!
Hirnorganische Störungen
Intoxikationen
schwere Allgemeinerkrankungen
leichte Formen auch bei körperlicher Erschöpfung
schwere bei Schädelhirntrauma Stoffwechselstörungen sowie Sterbeprozess

Zeichen:
Benommenheit: leichtester Grad Verlangsamung von Denken 
Somnolenz: Schläfrigkeit abnorm aber weckbar 
Sopor: ausgeprägter Grad nur stärkere Reize lösen Reaktion aus nur für kurze Zeit weckbar  
Koma: tiefster nicht zu unterbrechende Bewusstseinsstörung nicht weckbar keine Reaktion auf Schmerzreize eventuell unkoordinierte Abwehrbewegung
Sehnen und Haut Reflexe fehlen
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TESTE DEIN WISSEN
Qualitative Bewusstseinsstörungen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Veränderung des Bewusstseins
folgende Formen:
Bewusstseinstrübung:
Verwirrtheit von Denken und Handeln klinisch medizinisch weit gefasst auf alle Störungen des Bewusstseins mit Ausnahme von Koma auch quantitative Störungen
Erscheinungsbild: mangelnde Klarheit und Bezug auf Ich und Umwelt Fehlen von Zusammenhängen Aufmerksamkeitsstörungen Desorientierung
Vorkommen: delirantes Syndrom, amentielles Syndrom z.b. bei zerebrovaskulären Erkrankungen Hirntumoren Intoxikationen

Bewusstseinseinengung:
Veränderung des Bewusstseins im Sinne Verkleinerung des Feldes Erscheinungsbild: Einengung von denk Inhalten Vorstellungen handlungsweisen verminderte ansprechbarkeit Aufmerksamkeit eher nach innen gerichtet Handlungsfähigkeit bleibt erhalten
Vorkommen: Dämmerzustand bei Epilepsie bei pathologischen Rausch Hirn Traumen Intoxikation Enzephalitis gelegentlich unter hohem Affektdruck (Panik Schock)
Differentialdiagnose: oneiroid = traumhafte Verworrenheit

Bewusstseinsverschiebung/ erweiterung: 
abnorme Helligkeit des Bewusstseinsfeldes 
Erscheinungsbild: Veränderung gegenüber durchschnittlichen Tagesbewusstsein, Gefühl der Intensitäts- und Helligkeitssteigerung, verkürzte Reaktionszeit, aber auch Einschränkung der Wahrnehmung Koordinationszeit Unruhe VorkommenIntoxikation insbesondere durch Psychostimulanzien Halluzinogene
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TESTE DEIN WISSEN
Aufmerksamkeit und Konzentrationsstörungen
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TESTE DEIN WISSEN
Unfähigkeit zur Ausrichtung Sammlung und Konzentration auf einen Gegenstand Erscheinungsbild: Störung der Fähigkeit "bei der Sache" zu bleiben
Aufmerksamkeit ausdauernd einer bestimmten Tätigkeit
fokussierte Aufmerksamkeit=Konzentration Vorkommen: physiologische Müdigkeit organisches Psychosyndrom, ADS, ADHS Prüfung:
Aufmerksamkeit im klinischen Gespräch Konzentration im klinischen Gespräch, besser Test Belastungstest
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TESTE DEIN WISSEN
Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen
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TESTE DEIN WISSEN
Merkfähigkeitsstörungen
Herabsetzung bis Aufhebung der Fähigkeit neue Einträge über ca 10 Minuten zu merken einzuprägen Merkfähigkeit Voraussetzung für Gedächtnisfunktion Teil des Gemerkten wird gelöscht, ein Teil wandert in Speicher

Gedächtnisstörungen
Störungen der Erinnerungsfähigkeit Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit länger als 10 Minuten zurückliegende Eindrücke zu behalten abzurufen
Erinnerungslosigkeit = Amnesie 
Unterscheidung
total / lakunär: bezogen auf Episoden körperlicher oder seelischer Störungen retrograd: Erinnerungslosigkeit für die vor einem bestimmten Ereignis mit Bewusstlosigkeit liegende Zeit z.b. Verkehrsunfall
anterograd: Erinnerungslosigkeit für die nach einem Ereignis mit Bewusstlosigkeit liegende Zeit
Medikamente wie Benzodiazepine

auf Funktionsprüfung zu unterscheiden: Immediatgedächtnis (Ultrakurzzeit-/ Arbeitsgedächtnis)
Kurzzeitgedächtnis 
Langzeitgedächtnis
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Orientierungsstörung
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TESTE DEIN WISSEN
Fehlende, unzureichende Fähigkeit sich aktuell zu Raum und Zeit und eigenen Person zu äußern Betroffene wirkt unsicher bis desorientiert
Formen
zeitliche: Prüfung auf Tageszeit Wochentag Jahreszeit Monat Jahr Datum
örtliche: Patient weiß nicht wo er ist situative: Patient hat keinen Überblick über Situation in der sich befindet z.b. Untersuchung
Vorkommen: Demenz wahnhafte Fehlorientierung, Delir (Alkoholentzugssyndrom) Orientierungsstörung zur Person: Wissen um die eigene Person persönliche Lebensgeschichte gestört, Prüfung über Fragen Nachnamen Geburtstag Beruf Familienstand (Wahn und Realwelt)
extrem: das eigene Spiegelbild wird als fremde Mensch erlebt
wichtig Störungsanfälligkeit der Orientierung geschieht in absteigender Reihenfolge Zeit Ort Situation Person Orientierung zur Person am robustesten
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TESTE DEIN WISSEN
Wahrnehmungsstörungen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Voraussetzung: ausreichende Funktion der Sinnesorgane
quantitative Wahrnehmungsstörung 
Formen der krankhaften Wahrnehmung kann nach der Menge unterschieden werden
  • lückenhaft: nimmt manches wahr andres nicht, selektive Wahrnehmung
  • vermindert: man nimmt manches gar nicht wahr, was andere wahrnehmen
  • gesteigert: intensivere Wahrnehmung wahrnehmen was andere nicht wahrnehmen 
Vorkommen: körperlich bedingte psychische Störungen, zerebrovaskuläre Erkrankungen (z.b. nach Insult - Neglects, eine Körperhälfte wird negiert nicht existent)
 
qualitative Wahrnehmungsstörungen veränderte Wahrnehmungen bei verändertem Realitätserleben Wahrnehmungserleben ohne Sinnesreize Formen:
Illusionen verfälschte wirkliche Wahrnehmungen etwas wirklich gegenständlich vorhandenes wird für etwas anderes gehalten als es tatsächlich ist z.b. psychotische Personenverkennung (Capgras Syndrom: eine dem Patienten bekannte Person wird als Doppelgänger gehalten)
Differentialdiagnose: im Gegensatz zu Halluzination ist bei der illusionären Verkennung der Wahrnehmungsgegenstand tatsächlich vorhanden im Gegensatz zur Wahnwahrnehmung wo Gegenstand richtig erkannt jedoch abnorme Bedeutung beigemessen hier Verkennung des Gegenstandes
Halluzinationen Trugwahrnehmung Wahrnehmungserlebnisse ohne objektiv gegebenen Reiz die für wirkliche Sinneseindrücke gehalten werden Halluzinationen sind auf sämtlichen Sinnesgebieten möglich Hören Sehen Riechen Schmecken Tasten aber auch Temperaturschmerz Bewegungsgefühl Vorkommen: Schizophrenie Delir Medikamente Drogen
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TESTE DEIN WISSEN
Störung des Denkens
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Unterteilt in formale und inhaltliche Denkstörung (Wahn Zwang)
formale Denkstörungen:
Subjektive und objektive Veränderungen des normalen Denkvorgangenes Bedeutungsveränderungen und unlogisches Denken werden vorwiegend als formal gestört angesehen
Formen:
Hemmung des Denkens: subjektiv empfundene Erschwerung des Denkablaufs hinsichtlich Tempo Inhalt Zielsetzung kann auch nicht bei Bemühen behoben werden Verlangsamung: Objektiv wahrgenommene Verzögerung des Denkablauf Perseverationen: ein Haften am Thema oder Kleindetail
Umständlichkeit: keine Trennung von wesentlich und Nebensächlichem verliert sich in Einzelheiten weitschweifig

inhaltliche Denkstörungen 
hier gehören Wahn und Zwang dazu  
Wahn ist aus krankhafter Ursache entstehende nicht korrigierbare Überzeugung von unmittelbarer Gewissheit meist im Sinne der Eigenbeziehung Verfolgungswahn Verarmungswahn Eifersuchtswahn
Zwang 
Auftreten von Vorstellung und Handlungsimpulsen die als der Person zugehörig aber ich-fremd erlebt werden und nicht zu unterdrücken sind trotz unsinnigen Charakters keine willentliche Beeinflussung möglich Quälendes Erleben bei Unterdrückung des Zwangs Angst Zwangsgedanken Zwangshandlungen
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TESTE DEIN WISSEN
Affektstörung
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Affektstörung sind Störung der Stimmung dazu gehören
Affektlabilität (Stimmungsschwankungen) Euphorie 
depressive Verstimmtheit
Gefühllosigkeit
gereizte Stimmung
Angstzustände
Phobien
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TESTE DEIN WISSEN
Antriebsstörungen
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Dazu zählen seelische Leistungen bezüglich
  • Initiative 
  • Aufmerksamkeit 
  • Tatkraft 
  • Störungen des Triebes (Nahrungstrieb Sexualtrieb etc)
  •  Störungen des Dranges (Kleptomanie Pyromanie etc) 
  • Antriebsschwäche 
  • Beschäftigungsdrang
  • Bewegungsarmut (Hypokinesie)
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  • 12181 Karteikarten
  • 243 Studierende
  • 2 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Perzeption & Kognition Kurs an der Fachhochschule Vorarlberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit
A:
Bewusstseinsstörungen: quantitative (Benommenheit, Somnolenz, Sopor, Koma) und qualitative Bewusstseinsstörungen (Bewusstseinstrübung Bewusstseinseinengung Bewusstseinsverschiebung,  -erweiterung)

Bewusstlosigkeit
Neurologische Untersuchung bei Bewusstlosen besondere Herausforderung an Untersuchenden
einerseits Unfähigkeit des Patienten zur Kooperation üblicher Untersuchungsgang nicht möglich 
andererseits Achtung auf Störungen, die bei wachen Patienten nicht zu beobachten sind, spezielle Untersuchung Untersuchungsbefunde anders zu bewerten als bei wachem Patient meist Notfallsituation rasche Entscheidung  

bei Inspektion werden
Regelmäßigkeit Tiefe Frequenz der Atmung beachtet
Reaktion auf Ansprechen 
akustische oder Schmerzreiz gibt Auskunft über Tiefe der Vigilanzstörung 
gezielte Suche nach Meningismus (einerseits Ausdruck erhöhten Hirndrucks ohne Meningitis andererseits kann er fehlen bei bakterielle Meningitis Subarachnoidalblutung wenn Patient tief, komatös)
Untersuchung des Muskeltonus 
Spontanmotorik 
motorische Reaktion auf Schmerzreiz (Extremitäten und Gesicht) zusätzlicher Hinweis auf eventuelle Hemiparese bzw Beeinträchtigung der Hirnstammfunktionen (Streckkrämpfe)

Q:
Bewusstsein und Fähigkeiten des Bewusstseins
A:
Bewusstsein (lateinisch conscientia "mitwissen")
Im weitesten Sinne Erleben mentaler Zustände und Prozesse 
allgemeingültige Definition schwer möglich

wissenschaftliche Forschung:
klare definierte Bewusstseinszustände Bewusstseinszustand bzw Bewusstsein durch Merkmale erkennbar:
Wahrnehmung 
Selbstbewusstsein 
Wachheit 
Handlungsfähigkeit 
Intentionalität 

psychologische Sicht:
Aufmerksamkeit 
Abstrahierungsfähigkeit 
Vorgänge zu verbalisieren 
aus Erfahrungswerten Pläne zu erstellen Selbsterkenntnis 
Wertvorstellungen 
Anpassungsfähigkeit

wenig bekannt über Gehirnaktivität formatio reticularis - Thalamus 

Aufmerksamkeit:
automatisierte Aufmerksamkeit im Auto z.b. dann eben ein Gespräch kontrolliert gerichtete Aufmerksamkeit große Teile des Gehirns involviert, Kapazität daher begrenzt

Bewusstsein und Aufmerksamkeit an Wachheit gebunden (Vigilanz)
Zwei unterschiedliche Aspekte: 
Bewusstsein 
als Vigilanz (Schlaf-wach Schaltung) 
reflektierendes Bewusstsein
geistige, seelische Zustände Erleben Erinnerung Vorstellung denken Voraussetzung dafür Vigilanz

Aufmerksamkeit Konzentration Auffassung eng mit Merkfähigkeit und Gedächtnis verknüpft
Q:
Elementarfunktionen des Bewusstseins und seine Störungen
A:
Bewusstsein/Vigilanz: quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen
Aufmerksamkeit/Gedächtnis: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen Auffassungsstörungen, Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen
Orientierung: Orientierungsstörungen
Wahrnehmung: quantitative und qualitative Wahrnehmungsstörungen
Denken: formale Denkstörungen, inhaltliche Denkstörungen
Affektivität: affektive Störung
Antrieb: Antriebsstörungen psychomotorische Störungen
Ich-Erleben: Ich-Störungen
Intelligenz: angeborene Intelligenzminderung erworbene Intelligenzminderung
Q:
Quantitative Vigilanzstörungen - Bewusstseinsstörungen
A:
Quantitative Vigilanzstörung
Immer Hinweis auf organische Ätiologie!
Hirnorganische Störungen
Intoxikationen
schwere Allgemeinerkrankungen
leichte Formen auch bei körperlicher Erschöpfung
schwere bei Schädelhirntrauma Stoffwechselstörungen sowie Sterbeprozess

Zeichen:
Benommenheit: leichtester Grad Verlangsamung von Denken 
Somnolenz: Schläfrigkeit abnorm aber weckbar 
Sopor: ausgeprägter Grad nur stärkere Reize lösen Reaktion aus nur für kurze Zeit weckbar  
Koma: tiefster nicht zu unterbrechende Bewusstseinsstörung nicht weckbar keine Reaktion auf Schmerzreize eventuell unkoordinierte Abwehrbewegung
Sehnen und Haut Reflexe fehlen
Q:
Qualitative Bewusstseinsstörungen
A:
Veränderung des Bewusstseins
folgende Formen:
Bewusstseinstrübung:
Verwirrtheit von Denken und Handeln klinisch medizinisch weit gefasst auf alle Störungen des Bewusstseins mit Ausnahme von Koma auch quantitative Störungen
Erscheinungsbild: mangelnde Klarheit und Bezug auf Ich und Umwelt Fehlen von Zusammenhängen Aufmerksamkeitsstörungen Desorientierung
Vorkommen: delirantes Syndrom, amentielles Syndrom z.b. bei zerebrovaskulären Erkrankungen Hirntumoren Intoxikationen

Bewusstseinseinengung:
Veränderung des Bewusstseins im Sinne Verkleinerung des Feldes Erscheinungsbild: Einengung von denk Inhalten Vorstellungen handlungsweisen verminderte ansprechbarkeit Aufmerksamkeit eher nach innen gerichtet Handlungsfähigkeit bleibt erhalten
Vorkommen: Dämmerzustand bei Epilepsie bei pathologischen Rausch Hirn Traumen Intoxikation Enzephalitis gelegentlich unter hohem Affektdruck (Panik Schock)
Differentialdiagnose: oneiroid = traumhafte Verworrenheit

Bewusstseinsverschiebung/ erweiterung: 
abnorme Helligkeit des Bewusstseinsfeldes 
Erscheinungsbild: Veränderung gegenüber durchschnittlichen Tagesbewusstsein, Gefühl der Intensitäts- und Helligkeitssteigerung, verkürzte Reaktionszeit, aber auch Einschränkung der Wahrnehmung Koordinationszeit Unruhe VorkommenIntoxikation insbesondere durch Psychostimulanzien Halluzinogene
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Q:
Aufmerksamkeit und Konzentrationsstörungen
A:
Unfähigkeit zur Ausrichtung Sammlung und Konzentration auf einen Gegenstand Erscheinungsbild: Störung der Fähigkeit "bei der Sache" zu bleiben
Aufmerksamkeit ausdauernd einer bestimmten Tätigkeit
fokussierte Aufmerksamkeit=Konzentration Vorkommen: physiologische Müdigkeit organisches Psychosyndrom, ADS, ADHS Prüfung:
Aufmerksamkeit im klinischen Gespräch Konzentration im klinischen Gespräch, besser Test Belastungstest
Q:
Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen
A:
Merkfähigkeitsstörungen
Herabsetzung bis Aufhebung der Fähigkeit neue Einträge über ca 10 Minuten zu merken einzuprägen Merkfähigkeit Voraussetzung für Gedächtnisfunktion Teil des Gemerkten wird gelöscht, ein Teil wandert in Speicher

Gedächtnisstörungen
Störungen der Erinnerungsfähigkeit Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit länger als 10 Minuten zurückliegende Eindrücke zu behalten abzurufen
Erinnerungslosigkeit = Amnesie 
Unterscheidung
total / lakunär: bezogen auf Episoden körperlicher oder seelischer Störungen retrograd: Erinnerungslosigkeit für die vor einem bestimmten Ereignis mit Bewusstlosigkeit liegende Zeit z.b. Verkehrsunfall
anterograd: Erinnerungslosigkeit für die nach einem Ereignis mit Bewusstlosigkeit liegende Zeit
Medikamente wie Benzodiazepine

auf Funktionsprüfung zu unterscheiden: Immediatgedächtnis (Ultrakurzzeit-/ Arbeitsgedächtnis)
Kurzzeitgedächtnis 
Langzeitgedächtnis
Q:
Orientierungsstörung
A:
Fehlende, unzureichende Fähigkeit sich aktuell zu Raum und Zeit und eigenen Person zu äußern Betroffene wirkt unsicher bis desorientiert
Formen
zeitliche: Prüfung auf Tageszeit Wochentag Jahreszeit Monat Jahr Datum
örtliche: Patient weiß nicht wo er ist situative: Patient hat keinen Überblick über Situation in der sich befindet z.b. Untersuchung
Vorkommen: Demenz wahnhafte Fehlorientierung, Delir (Alkoholentzugssyndrom) Orientierungsstörung zur Person: Wissen um die eigene Person persönliche Lebensgeschichte gestört, Prüfung über Fragen Nachnamen Geburtstag Beruf Familienstand (Wahn und Realwelt)
extrem: das eigene Spiegelbild wird als fremde Mensch erlebt
wichtig Störungsanfälligkeit der Orientierung geschieht in absteigender Reihenfolge Zeit Ort Situation Person Orientierung zur Person am robustesten
Q:
Wahrnehmungsstörungen
A:
Voraussetzung: ausreichende Funktion der Sinnesorgane
quantitative Wahrnehmungsstörung 
Formen der krankhaften Wahrnehmung kann nach der Menge unterschieden werden
  • lückenhaft: nimmt manches wahr andres nicht, selektive Wahrnehmung
  • vermindert: man nimmt manches gar nicht wahr, was andere wahrnehmen
  • gesteigert: intensivere Wahrnehmung wahrnehmen was andere nicht wahrnehmen 
Vorkommen: körperlich bedingte psychische Störungen, zerebrovaskuläre Erkrankungen (z.b. nach Insult - Neglects, eine Körperhälfte wird negiert nicht existent)
 
qualitative Wahrnehmungsstörungen veränderte Wahrnehmungen bei verändertem Realitätserleben Wahrnehmungserleben ohne Sinnesreize Formen:
Illusionen verfälschte wirkliche Wahrnehmungen etwas wirklich gegenständlich vorhandenes wird für etwas anderes gehalten als es tatsächlich ist z.b. psychotische Personenverkennung (Capgras Syndrom: eine dem Patienten bekannte Person wird als Doppelgänger gehalten)
Differentialdiagnose: im Gegensatz zu Halluzination ist bei der illusionären Verkennung der Wahrnehmungsgegenstand tatsächlich vorhanden im Gegensatz zur Wahnwahrnehmung wo Gegenstand richtig erkannt jedoch abnorme Bedeutung beigemessen hier Verkennung des Gegenstandes
Halluzinationen Trugwahrnehmung Wahrnehmungserlebnisse ohne objektiv gegebenen Reiz die für wirkliche Sinneseindrücke gehalten werden Halluzinationen sind auf sämtlichen Sinnesgebieten möglich Hören Sehen Riechen Schmecken Tasten aber auch Temperaturschmerz Bewegungsgefühl Vorkommen: Schizophrenie Delir Medikamente Drogen
Q:
Störung des Denkens
A:
Unterteilt in formale und inhaltliche Denkstörung (Wahn Zwang)
formale Denkstörungen:
Subjektive und objektive Veränderungen des normalen Denkvorgangenes Bedeutungsveränderungen und unlogisches Denken werden vorwiegend als formal gestört angesehen
Formen:
Hemmung des Denkens: subjektiv empfundene Erschwerung des Denkablaufs hinsichtlich Tempo Inhalt Zielsetzung kann auch nicht bei Bemühen behoben werden Verlangsamung: Objektiv wahrgenommene Verzögerung des Denkablauf Perseverationen: ein Haften am Thema oder Kleindetail
Umständlichkeit: keine Trennung von wesentlich und Nebensächlichem verliert sich in Einzelheiten weitschweifig

inhaltliche Denkstörungen 
hier gehören Wahn und Zwang dazu  
Wahn ist aus krankhafter Ursache entstehende nicht korrigierbare Überzeugung von unmittelbarer Gewissheit meist im Sinne der Eigenbeziehung Verfolgungswahn Verarmungswahn Eifersuchtswahn
Zwang 
Auftreten von Vorstellung und Handlungsimpulsen die als der Person zugehörig aber ich-fremd erlebt werden und nicht zu unterdrücken sind trotz unsinnigen Charakters keine willentliche Beeinflussung möglich Quälendes Erleben bei Unterdrückung des Zwangs Angst Zwangsgedanken Zwangshandlungen
Q:
Affektstörung
A:
Affektstörung sind Störung der Stimmung dazu gehören
Affektlabilität (Stimmungsschwankungen) Euphorie 
depressive Verstimmtheit
Gefühllosigkeit
gereizte Stimmung
Angstzustände
Phobien
Q:
Antriebsstörungen
A:
Dazu zählen seelische Leistungen bezüglich
  • Initiative 
  • Aufmerksamkeit 
  • Tatkraft 
  • Störungen des Triebes (Nahrungstrieb Sexualtrieb etc)
  •  Störungen des Dranges (Kleptomanie Pyromanie etc) 
  • Antriebsschwäche 
  • Beschäftigungsdrang
  • Bewegungsarmut (Hypokinesie)
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