Sppä an der Fachhochschule Südwestfalen

Karteikarten und Zusammenfassungen für Sppä an der Fachhochschule Südwestfalen

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Ambivalenz

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Positive Effekte Spielzeugfreien Kindergartens

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Gestaltung von Spiel ermöglicht…

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Unterscheidung zwischen Jungen und Mädchen im Spiel

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Formen von Spiel

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Entwicklung des Spiels bei Kindern

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Stadien der Entwicklung des Regelbewusstseins (Piaget) -->Regelspiele

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Psychohygienische Funktionen

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Spielmaterialien in pädagogischen Einrichtungen

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Beispiel Bastelmaterialien:

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Wie entstehen Vorurteile bei Kindern?

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Sppä

Ambivalenz

  • Zwischen aktivem Bewältigen von Realität einerseits und ‚Fliehen‘ aus der Realität andererseits. 
  • Im Spiel bewältigt das Kind Erlebtes, es nutzt es auch, um der Realität zu entkommen. Genaues Beobachten kann helfen um herauszufinden, welche Möglichkeiten dem Kind gegeben werden können.

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»Bildungs- und Lerngeschichten« » learning stories «

  • « Entwickelt im Zusammenhang mit dem neuseeländischen Curriculum für die frühe Kindheit »Te Whāriki «.
  • Verbindliches und einziges Curriculum in Neuseeland.
  •  Wandel der Sicht auf Kinder in Neuseeland.

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Positive Effekte Spielzeugfreien Kindergartens

  • Kinder kommunizieren mehr miteinander 
  • Verbesserte Streitkultur
  •  Selbstständiger (ohne Erzieher*innen)
  • Jüngere/schüchterne Kinder waren stärker involviert
  • Mehr Rollenspiele
  • Ausdauerndere Nutzung des vorhandenen Materials
  • Ausgeglichener / selbstbewusster

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Gestaltung von Spiel ermöglicht…

  • Kindern die Welt zu erklären
  •  Kinder in der Entwicklung ihrer Identität zu unterstützen
  • Ideen von Vielfalt nicht nur vorzuleben, sondern für Kinder erlebbar zu machen



  • Spiel ist ein Spiegel gesellschaftlicher Gegebenheiten. Welche Spielmöglichkeiten und damit welche gesellschaftliche Realität

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Unterscheidung zwischen Jungen und Mädchen im Spiel

  • Jungen: körperbetontes und dynamisches Spiel, verbunden mit Stärkerollen 
  • Mädchen: ruhigere Spiele, weniger Stärkerollen, wählen beängstigende Spielinhalte jedoch genauso oft wie Jungen

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Formen von Spiel

1. Funktionsspiel / Übungsspiel: (sensomotorische oder Explorationsspiel)
- Freude am Verursachen
- Aneignung der direkten Umwelt
- Bsp: Säuglinge -> finger in den Mund stecken, greifen, festhalten

-Erste erkennbare Spielart


-->Beschreiben Sie die Funktion des sensomotorischen Spiels (Funktions- und Übungsspiels) für die kindliche Entwicklung und erläutern Sie in diesem Zusammenhang die Bedeutung der erwachsenen Bezugsperson.

2. Symbolspiel: (Illusions- oder Fantasiespiel)
- symbolische Handlungen, die Verhalten/ Aktivität anderer nachstellen
- Funktion: Handlungskonzepte erproben
(BSP: Bauklotz = Geld, Stifte = Messer)

-Bis Schuleintritt wichtig 


-->Kinder konstruieren sich im Symbolspiel ihre Wirklichkeit. Benennen Sie mögliche Gründe, warum es im gemeinsamen kindlichen Spiel dabei immer wieder zu Schwierigkeiten und Konflikten kommt.

3. Rollenspiel:
- Freies oder (angeleitetes Spiel) -> dient Entwicklung des Spielverhaltens
- Voraussetzung: Verbale/ nonverbale Metakommunikation (3,5 – 4 Jahre)
(BSP Mutter, vater, Kind)


-->Benennen Sie die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen dafür, dass Kinder in der Lage sind Rollenspiel miteinander zu spielen

4. Rezeptionsspiel:(„aufnehmendes Spiel“ )
- Kind ist passiv

- Gilt als Spiel, weil/wenn es freiwillig, zweckfrei und spontan ausgeübt wird
- Fantasiefähigkeit im Fokus
(BSP: hören von Geschichten)


-->Welche Entwicklung fördernden Wirkungen hat das Rezeptionsspiel?

5. Regelspiel:
- Spieler -> Wettstreit oder bewältigen gemeinsam eine Aufgabe nach vorgegebenen Regeln
- Voraussetzungen: Regelbewusstsein
(BSP: Würfel-, Kartenspiel)

6. Konstruktionsspiel:
- Ziel: fertiges Produkt
- verarbeitung von Material
- eher zufällig als spontan
- fördert Fantasie, Ausdauer, Konzentration
(BSP: Turm bauen)


-->Welche Konsequenzen für die Spielbegleitung ergeben sich aus den verschiedenen Entwicklungsbereichen des Konstruktionsspiels?

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Entwicklung des Spiels bei Kindern

0 – 1 Jahr 

  • Sensomotorisches Spiel/ Funktions-/ Übungsspiel im Fokus 
  • Spiel mit dem eigenen Körper 
  • Mit ca. 6 Monaten gezieltes Greifen und Untersuchen 
  • Interaktionsspiele, z.B. Fingerspiele oder Kuckuck
  •  Ende des 1. Jahres Objektpermanenz


1 – 2 Jahre 

  • Symbolspiel 
  • Phantasie- und Übergang zu Rollenspielen 
  •  Ein- und Ausräumen, z.B. Regale 
  • Gegenstände schütten und gegeneinander schlagen
  •  Handlungen Erwachsender werden nachgeahmt, z.B. Haushaltsgegenstände nutzen, putzen 
  • Bewegungsspiele


2 – 3 Jahre 

  •  Intensivierung des Rollenspiels 
  • Dreidimensionales Bauen (einfache Türme) 
  • Perlen auffädeln
  • Gegenstände auseinander- und wieder zusammenbauen
  • Kann sich erstmals einfache Handlungsverläufe vorstellen 
  • Ausgeprägteres Rollenspiel, z.B. mit Teddy
  • Nachahmungshandeln wird differenzierter 
  • Beginnendes Interesse an gemeinschaftlichem Spiel


3 – 4 Jahre 

  • Rollenspiel 
  • Konstruktionsspiel; Differenzierteres Bauen 
  • Spiele benennen und Spielsituationen beschreiben 
  •  Tierrollen 
  • Freude über Erfolge 
  • Gemeinsames Rollenspiel mit anderen, z.B. Familie 
  • Generell Spiel mit anderen


4 – 5 Jahre 

  • Differenzierteres Rollenspiel, z.B. Kind übernimmt Elternrollen 
  • Wetteifer entsteht
  • Einfache Gesellschaftsspiele, lernt abzuwarten
  • Spielt gern mit anderen 
  • Ausgeprägtes Phantasiespiel. Spielsituationen werden über mehrere Tage aufrecht erhalten


5 – 6 Jahre 

  • Vergleich der eigenen Körperleistungen mit anderen 
  • Anspruchsvollere Konstruktionen (mehr Handgeschicklichkeit) 
  • Bauen nach Vorlagen
  • Bauen nach inneren Vorstellungen (Einbezug des ganzen Raumes, der Möbel,…) 
  • Würfelspiele 
  • Freies, ungezwungenes Rollenspiel 
  • Freude über Erreichtes, intrinsische Motivation
  • Planvolles Vorgehen 
  • Spielregeln werden beachtet 
  • Ungern verlieren


6 – 7 Jahre 

  • Spiel wird insgesamt immer differenzierter 
  • Kreativer Umgang mit Spielmaterial 
  • Basteln und Bauen nach Vorlage


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Stadien der Entwicklung des Regelbewusstseins (Piaget) -->Regelspiele

  • 1. Das Kind hat den Sinn von Regeln noch nicht erkannt und spielt die Einhaltung von Regeln nur formal. Es spielt quasi das Spielen nach Regeln. 
  • 2. Das Kind hat ein egozentrisches Regelverständnis und hält seine Regeln für die allgemeingültigen. 
  • 3. Das Kind erkennt Regeln als das Ergebnis von Vereinbarungen. Das Regelverständnis geht nicht mehr von einer autoritativen Setzung von Regeln aus, sondern von kommunikativ vereinbarten Regeln.“ (Renner, 2008, S.130) 
  • In der Regel können Kinder sich erst mit ca. sechs bis sieben Jahren an Regeln verbindlich orientieren, zuvor ein Konflikt zwischen Regel und Handlungsimpuls zu beobachten (Bsp.: Fähigkeit, im Spiel ein Geheimnis bewahren als Regel). Voraussetzung: Gruppenfähigkeit des Kindes, Normenbewusstsein


-->Welche entwicklungspsychologischen Voraussetzungen muss ein Kind erworben haben, um Regelspiele in Gruppen zu spielen? 

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Psychohygienische Funktionen

  • Psychodynamische Vorüberlegungen 

- Innerpsychische Prozesse formen die Persönlichkeit und motivieren das Verhalten; bewusst und unbewusst 

- S. Freud: Triebtheorie: Spiel als Kompensationsmöglichkeit von Triebverzicht

- ausleben was im realen Leben nicht möglich ist, ohne dass sie dabei Konsequenzen fürchten müssen 

-  Verarbeitung von Erfahrungen


  • Spiel als Wunschbefriedigung 

-->„Halluzinatorische Wunschbefriedigung“ nach S. Freud: 

- schaffen Situationen, die Gefühle, die im realen leben nicht ermöglicht werden, möglich machen 

- Bsp. Anerkennung, Unterstützung die von Bezugspersonen nicht erlebt werden, können im Spiel erlebbar gemacht werden 

- Gefühle werden hier ausgelebt, die für ein ausgewogenes Selbstbild notwendig sind (kompensatorische Wirkung)  


  • Spiel als Flucht vor der Wirklichkeit 
  • Erlebniswert und Erlebniserweiterung Im Spiel 
  • Das Gute und das Böse im Spiel

- Antisoziale Aspekte als bedeutsame psychohygienische Funktion 

- Kinder fanden „das Böse“ spannend 

- Bedürfnisse finden im Spiel ein Ventil 

-->aggressives und antisoziales Verhalten im Spiel steigert auch das Aggressionspotential im realen Leben 


  • Pädagogische Konsequenzen 

- Unerwünschtes Verhalten im Spiel nicht unterbinden, sondern daran anknüpfen 

- Möglichkeiten zum „Abreagieren geben“ 

- Wege finden, mit Gefühlen und Handlungen im realen Leben umzugehen   


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Spielmaterialien in pädagogischen Einrichtungen

-->sollten so gestaltet und zusammengestellt sein, dass sie allen Kindern Identifikationsmöglichkeiten bieten, das heißt, sie sollten Aspekte ihrer Lebenswelt aufgreifen und gleichzeitig auch ein Verständnis für die Lebenswelt anderer Kinder ermöglichen. Dabei geht es nicht darum, dass alle Materialien für alle Kinder gleichzeitig Zugänge eröffnen, sondern es kommt vielmehr darauf an, darauf zu achten, dass die Angebote breit angelegt sind, so dass jedes Kind etwas vorfindet, mit dem es sich identifizieren kann.


-->Aufgabe von pädagogischen Fachkräften ist es, allen Kindern Zugang zu Spielmöglichkeiten zu verschaffen.

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Beispiel Bastelmaterialien:

  • Sind Stifte, Papier, Knete,… in vielen Farbvariationen vorhanden (z.B. Hautfarben)?

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Wie entstehen Vorurteile bei Kindern?

  • Kinder haben noch keine Filter (z.B. beim Fernsehen: ‚Ist ja nur ein Film‘)

→ Informationen werden ungefiltert verarbeitet 

→ Kinder lesen die Botschaften aus der Umwelt und verarbeiten diese auf kreative Art. 

→ Kinder schnappen mehr auf als man denkt.

  • Vorurteile entstehen nicht im direkten Kontakt, sondern durch das Beobachten der Umwelt (Bsp. Gewichtsideale). 

→ Vielfaltsbewusste Gestaltung der Umgebung und der Materialien ist wichtig!

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