Ästhetik an der Fachhochschule Salzburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

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Stil: Romantik

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Außerhalb der Akademien: Landschaft und Porträt erobern die einst führende Position des Historienbildes. Revolutionskunst: der nationalpolitische oder militärische Heros tritt an die Stelle der alten Herrscher, Bürgertum und entrechtete Gesellschaftsschichten werden dargestellt. Die Literatur ist der Katalysator der Romantik.

Themen: Wandel und Veränderung, die Aufhebung von Normen, das Verfließen von Grenzen. Widersprüche und existenzielle Krisen sind nichts negatives, sondern kreatives Element. Auch Gefahr des Lebensüberdrusses (“Weltschmerz”)


Märchensammlungen der Zeit eröffneten ein Reich des Wunderbaren, des Gruseligen und Grausamen. Die Musik verleiht Naturstimmungen (z.B. Gewitter) oder Gefühlen Ausdruck. (Robert Schumann)

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Überblick: Realismus

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(1850–1900)

Die Kunstform des Realismus strebt danach, durch die Darstellung der gegenständlichen Welt ohne Schönung aufzudecken, wie diese wirklich ist.

Vertreter: Gustave Courbet, Honoré Daumier, Édouard Manet

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Überblick: Kubismus

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1906–1914


Der Kubismus vollzog am Anfang des 20. Jahrhunderts den radikalen Bruch mit einer der wesentlichen Errungenschaften der Renaissance: der zentralperspektivischen Darstellung. Das Interesse der Kubisten galt der Form. (frz. cube = Würfel)


Vertreter: Pablo Picasso, Georges Braque (1908 zuerst unabhängig voneinander, dann zusammen mit gemeinsamer Bildsprache), Juan Gris

• analytischer Kubismus: zerlegte dreidimensionalen Formen auf der Bildfläche
• synthetischer Kubismus: setzte mittels der neu entdeckten Collagetechnik die Gegenstandsformen auf der Bildfläche zusammen

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Überblick: Dadaismus

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1915–1930


Eine totale Rebellion gegen kulturelle Formen der künstlerischen und gesellschaftspolitischen Konvention, die ultimative Avantgarde.


Zum Begriff: Der Schriftsteller Hugo Ball soll im Kreise einiger Künstler mit einem Federmesser in ein deutsch-französisches Wörterbuch gestochen und das Wort dada (frz. für „Steckenpferd“) getroffen haben. Ein Dadaist erklärte jedoch, die Geschichte mit dem Messer sei im Nachhinein erfunden worden. Wahrscheinlicher: ein damals in Zürich erhältliches Haarwaschmittel namens „DADA“.  Weitere Version: aus der Kleinkindersprache in Frankreich/Deutschland. (spöttische Parodie auf alle Epochen-, Stil- und Richtungsbezeichnungen der Kulturgeschichte)

1916 wurde in Zürich mit der Emigrantenbühne Cabaret Voltaire die Dada-Bewegung begründet. Jedes ästhetische Wertesystem wurde verworfen. Der Dadaismus war eine Bewegung und Haltung, die sich von Metropole zu Metropole anders formulierte, aber gemeinsame Grundlagen hatte: Die Erschütterung durch den Krieg und die Infragestellung vieler moralischer Werte, das Verlangen nach radikaler Abrechnung mit dem Bürgertum, das den Krieg betrieben hatte, dementsprechend die Ablehnung jeglicher Kunst oder Dichtung bürgerlicher Herkunft.

Mitglieder: Hugo Ball, Marcel Janco (Zürich), Marcel Duchamp, Man Ray (NY), Max Ernst, Hans Arp (Köln), George Grosz, Hannah Höch (Berlin), Picabia (Paris), Kurt  Schwitters (Hannover)

Stil: exzentrische und groteske Auftritte (-> Futurismus) mit Simultangedichten, Unsinnsversen, Geräuschmusik, Tänzen. Die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst, der Gegensatz zwischen künstlerischer Praxis und Lebenspraxis, wird aufgehoben.

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Überblick: Futurismus

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1910–1930


Zusammenstöße mit der Gesellschaft wurden jetzt bewusst hervorgerufen, um die Bürger in Wallung zu bringen. Die widersprüchliche Vielfalt möglichst aufrührerischer Werke diente dem Ziel einer universalen Erneuerung der Kultur und des Lebens.

1909 publizierte der junge italienische Jurist und Dichter Filippo Tommaso Marinetti in der französischen Zeitung Le Figaro sein futuristisches Manifest und begründete damit die futuristische Bewegung. (Manifest = öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur.)

Zitat: „Schönheit gibt es nur noch im Kampf. Ein Werk ohne aggressiven Charakter kann kein Meisterwerk sein.“ Die Futuristen verherrlichten Gewalt, sie huldigten dem Hass, sie verachteten die Frauen. Ziel war totale Zertrümmerung der Vergangenheit. Vor allem ihr Heimatland Italien wollten Sie befreien „von seinem Krebs von Professoren, Archäologen, Ciceronen und Antiquaren“. Als 1916  Boccioni und Sant Èlia umkamen, Carrá sich wie Gino Severini vom Futurismus zu lösen begann und Marinetti sich mehr in Richtung der zukünftigen Faschisten orientierte, neigte sich der originäre Futurismus dem Ende zu, seine – teils regimekonformen – Ableitungen lebten in Italien noch lange weiter.

Mitglieder: Filippo Tommaso Marinetti, Umberto Boccioni, Carlo Carra, Antonio Sant Èlia

Stil: Sie begeisterten sich für die »Schönheit der Geschwindigkeit«, für jede Form von Technik und Tempo. im Theater: provozierende Proklamationen, Manifestverlesungen, Geräuschkonzerten und Rezitationen von Lautgedichten.

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Überblick: Surrealismus

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1920–1969


Der Surrealismus ist in seiner Entwicklung, in politischen und künstlerischen Positionen widersprüchlich, in der Tendenz anarchistisch und betont phantastische Strömung in bildenden Kunst, Literatur, Theater und Film.

Um 1920 in Paris entstandene, bis in die 1960er-Jahre reichende Strömung in der Literatur und bildenden Kunst. Der Begriff wurde vom Dichter Guillaume Apollinaire geprägt, der ein Stück als surrealistisches Drama bezeichnete. (frz. „Überrealismus“) Der Begriff wurde von André Breton im Ersten Manifest des Surrealismus aufgegriffen, in dem sich das künstlerisch- ideologische Programm der Bewegung formulierte.

Die Bewegung des Surrealismus bildete sich seit 1919 aus dem Pariser Dadaismus. Von der produktiven Anfangsphase (1924–1929) bis zu seiner offiziellen Auflösung (1969) war der Surrealismus durch turbulente Debatten, provokante Aktionen, Aufsehen erregende Ausschlüsse und Neueintritte von Künstlern sowie durch spektakuläre politische Stellungnahmen geprägt. Die Revolte richtete sich nicht nur gegen bürgerliche Kunst, sondern gegen System, Strukturen (Familie, Schule, Kirche), Mythen und Träger. Inspirationen: Traum, Übersinnliches, Irrationales, Absurdes, das Unterbewusstsein (Freud)

Der Zweite Weltkrieg trieb die Surrealisten in den Unter grund bzw. ins Exil. Der Surrealismus zielte auf eine Bewusstseinsänderung, für die er die Kräfte des Unbewussten systematisch nutzen und alle rationalen, ästhetischen und ethischen Überlegungen ausschalten wollte. Zitat: „Schön wie die zufällige Begegnung eines Regenschirms mit einer Nähmaschine auf einem Seziertisch.“ (Lautréamont)
Man schrieb und zeichnete in Trance und Hypnose, auch unter dem Einfluss von Drogen, und folgte den Eingebungen der freien Assoziation. Ècriture automatique (der reine psychische Automatismus): Der Begriff bezeichnet eine Methode des Schreibens, bei der Bilder, Gefühle und Ausdrücke ohne Eingreifen des kritischen Ich wiedergegeben werden sollen. (-> Freud, Janet) Die Surrealisten waren in Kampfbereitschaft gegenüber einer Kultur, die von zensurierenden Über-Ich bedroht wird. Eine andere Technik war die kollektive Zeichnung (Jeder zeichnet einen Teil des Bildes, ohne die anderen zu kennen)

Mitglieder: Salvador Dalí, Rene Magritte, André Breton, Picabia, Man Ray, Duchamp, Joan Miró

– veristischer Surrealismus: stellte nicht zusammen gehörige Dinge oder Formen im perspektivischen Raum naturalistisch genau mit extrem illusionistischen Mitteln dar
– absoluter Surrealismus: bediente sich einer abstrakten, symbolhaften Formensprache

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Überblick: Post-Impressionismus, Pointilismus, Symbolismus

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(1880–1960)

Markiert den Übergang vom Impressionismus zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, ist stilistisch nicht homogen.

Vertreter: Paul Cezanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Edvard Munch

Hintergrund: Die von manchen als Klassische Moderne (die zeitlich unterschiedlich bestimmt wird) bezeichnete Epoche von 1880 bis 1960 zeichnet sich durch eine Gleichzeitigkeit der unterschiedlichsten Ansätze aus. Die Epoche begann mit einem einsamen Kampf einiger Individuen, denen die Kunstinstitutionen verschlossen waren. In den zwanziger Jahren zog die Moderne dann in die Institutionen ein, vor allem in die Museen und Akademien. Zur Geschichte der Klassischen Moderne gehört jedoch auch der elementare Einbruch im Augenblick ihrer weitreichendsten Wirksamkeit. Denn die Nationalsozialisten setzten alles daran, die Entwicklung rückgängig zu machen; ähnliches geschah in der Sowjetunion.

Pointillismus: Die Vertreter des Pointillismus revolutionieren die traditionelle Maltechnik, indem sie ihre Bilder aus kleinen, nebeneinander gesetzten Punkten aus reiner Farbe aufbauen. Sie treiben die Analyse der Farbwirkung weiter und stützen sich dabei auf Studien zur Optik. Die Farben werden nicht auf der Palette, sondern auf der Netzhaut gemischt.

Symbolismus: Eine in Frankreich zuerst um 1885 in der Literatur, wenige Jahre später auch in der Malerei auftretende Richtung, die gegen Realismus und Impressionismus opponierte und Gedankliches durch Symbole ausdrücken versuchte.

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Überblick: Klassische Moderne

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(1900–1920 / 1905–1925)

Künstler agierten nicht mehr als Einzelgänger, sondern entwickelten gemeinsame Programme und Strategien. Man erfand den modernen Kunstbetrieb, Kunstzeitschriften, Kunsthandlungen und erste Museen entstanden.

Gruppen: Futuristen, Dadaisten, der Blaue Reiter, (die Expressionisten), De Stijl, die Suprematisten, die Konstruktivisten und das Bauhaus

Hintergrund: Die radikalen Bewegungen, die in den ersten beiden Deka den jeweils für ein paar Jahre existierten und die jede für sich die Kunstpraxis veränderten, nennen wir Avantgarden. Der militärische Begriff meint das offensive Betreten, wenn nicht Erobern von künstlerischem Neuland.


Gemeinsamkeit: die unbedingte Radikalität auf dem jeweiligen Feld. Ein erfinderischer Reichtum der Widersprüche macht die Moderne aus.

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Überblick: Fauvismus (die Fauves)

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c. a. 1900 – 1908


Das Bild sollte von jedem Klischee der Wirklichkeitsdarstellung befreit werden, um allein die vitalen und spontanen Kräfte des malenden Individuums sprechen zu lassen. Statt durch die genaue Wiedergabe des Motivs sollte durch Übertreibung der Farbe und durch Verzerrungen der Form der Ausdruck an Intensität gewinnen.

Die Fauves schließen sich eng an Gauguin und Van Gogh an. Farben und Linien werden als Kräfte aufgefasst. Die Bezeichnung geht auf einen Kunstkritiker zurück, der die im Pariser Herbstsalon von 1905 erstmals geschlossen auftretende Gruppe als ‚Fauves‘ (wilde Tiere) verspottete.

Vertreter: Henri Matisse, Georges Braque, Maurice de Vlaminck, Albert Marquet, etc.

Stil: setzten leuchtende Farben in vereinfachter Zeichnung ohne Licht- und Schattenmodellierung in großen Flächen nebeneinander und verzichteten auf plastische Werte. (Farbe > Form) Kunst wird als unmittelbare Entäußerung und Kundgabe seelischer Vorgänge verstanden, die keine Idee transportiert. Bei Matisse wird die hedonistische Komponente der Kunst hervorgehoben. (Hedonismus: In der Antike begründete philosophische Lehre, nach welcher das höchste ethische Prinzip das Streben nach Sinneslust und Genuss ist.) Die Farben sollten den höchsten Sättigungsgrad erreichen und beim Betrachter ein Gefühl innerer Ausgeglichenheit und Ruhe hervorrufen.

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Überblick: Klassizismus

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(1750 – 1830)


Die Klassizistische Malerei ist eng mit der Aufklärung verbunden. Die Aufklärung war eine geistige Bewegung des 17. + 18.Jh in Europa. Sie umfasste alle Bereiche des geistigen Lebens (Philosophie {Immanuel Kant}, Erziehung, Recht und Literatur).


Grundgedanke: Eine Emanzipation des Denkens wird angestrebt. Der Mensch soll Logik und Verstand (der in der Erziehung ausgebildet wird) als Richtlinie seines Handelns ansehen. Kirche und Religion wird kritisiert. Der Mensch hat eine Verpflichtung zur Toleranz, alle Menschen sind gleich (außer Frauen und andere Randgruppen natürlich) und man glaubt stark an den Fortschritt.


Die Aufklärung will bürgerliche Freiheiten erreichen und ist der erste Schritt zur Französischen Revolution und allen folgenden demokratischen Bewegungen. Je nach Land, sieht der Klassizismus ganz verschieden aus. In Frankreich hängt der forcierte Klassizismus stark mit dem antifeudalen Kampf zusammen, auf der anderen Seite allerdings auch mit Bewegungen der spätabsolutistischen Gesellschaft.


Der Klassizismus entwickelt sich zu einer Bewegung des revolutionären Bürgertums gegen Barock und Rokoko. (Anti-absolutistisch) –> Wenn eine Gruppe Herrschaftsansprüche stellt, greift sie oft auf klassische Kunst zurück.


Vertreter: Jacques-Louis David, Jean Auguste Dominique Ingres 

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Überblick: Expressionismus

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1905–1930


Im weiteren Sinne Bezeichnung für jede Kunstrichtung, die eine spezifisch subjektive Ausdrucksteigerung mit bildnerischen Mitteln zu erreichen versucht; im engeren Sinne die Bezeichnung für eine besonders in der deutschen Kunst vorherrschende Stilrichtung. Der Expressionismus wird meist zwischen 1905 und 1930 angesetzt.

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Hintergrund: Französische Revolution

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1789–1799 – In dieser Epoche wurde die alte Herrschaft/ancient régime gewaltsam beseitigt. Alles begann mit einer extremen Finanznot – die Folge war dass das Volk hungerte während der absolutistische Herrscher und Marie Antoinette in Prunk lebten. Das Volk wurde immer unzufriedener und erhob sich schließlich gegen König und Adel.

Ludwig der 16. berief die Generalstände (Adel, Klerus, 3.Stand) ein, um zu erreichen, dass Adel und Klerus in Zukunft auch Steuern zahlen sollen um die Finanznot zu besiegen. Das fanden diese natürlich weniger gut. Und statt, dass der König mehr Steuern bekam wie gehofft, verlangte der 3. Staat mehr Mitbestimmung und Rechte. Der Dritte Staat erklärte sich schließlich zur verfassungsgebenden Nationalversammlung und beschloss drastische Änderungen. –> Menschenrechte, Schluss mit den Vorrechten der Geistlichen und des Adels, Abschaffung des Königtums (Ludwig XVI. wurde 1793 hingerichtet)

An der Spitze der Revolution war Robbespierre und auch Marat. Nach dem Sturz von Robbespierre und seiner Hinrichtung übernahm ein Direktoirum aus 5 Konventsmitgliedern die Regierung. Diese hatte so viele Misserfolge, dass es zum Staatsstreich Napoleons und zur Auflösung des Direktoriums kam. Eine der wichtigsten Forderungen der franz. Revolution war „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – ist immer noch eine der Forderungen von Menschenrechtlern.

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Q:

Stil: Romantik

A:

Außerhalb der Akademien: Landschaft und Porträt erobern die einst führende Position des Historienbildes. Revolutionskunst: der nationalpolitische oder militärische Heros tritt an die Stelle der alten Herrscher, Bürgertum und entrechtete Gesellschaftsschichten werden dargestellt. Die Literatur ist der Katalysator der Romantik.

Themen: Wandel und Veränderung, die Aufhebung von Normen, das Verfließen von Grenzen. Widersprüche und existenzielle Krisen sind nichts negatives, sondern kreatives Element. Auch Gefahr des Lebensüberdrusses (“Weltschmerz”)


Märchensammlungen der Zeit eröffneten ein Reich des Wunderbaren, des Gruseligen und Grausamen. Die Musik verleiht Naturstimmungen (z.B. Gewitter) oder Gefühlen Ausdruck. (Robert Schumann)

Q:

Überblick: Realismus

A:

(1850–1900)

Die Kunstform des Realismus strebt danach, durch die Darstellung der gegenständlichen Welt ohne Schönung aufzudecken, wie diese wirklich ist.

Vertreter: Gustave Courbet, Honoré Daumier, Édouard Manet

Q:

Überblick: Kubismus

A:

1906–1914


Der Kubismus vollzog am Anfang des 20. Jahrhunderts den radikalen Bruch mit einer der wesentlichen Errungenschaften der Renaissance: der zentralperspektivischen Darstellung. Das Interesse der Kubisten galt der Form. (frz. cube = Würfel)


Vertreter: Pablo Picasso, Georges Braque (1908 zuerst unabhängig voneinander, dann zusammen mit gemeinsamer Bildsprache), Juan Gris

• analytischer Kubismus: zerlegte dreidimensionalen Formen auf der Bildfläche
• synthetischer Kubismus: setzte mittels der neu entdeckten Collagetechnik die Gegenstandsformen auf der Bildfläche zusammen

Q:

Überblick: Dadaismus

A:

1915–1930


Eine totale Rebellion gegen kulturelle Formen der künstlerischen und gesellschaftspolitischen Konvention, die ultimative Avantgarde.


Zum Begriff: Der Schriftsteller Hugo Ball soll im Kreise einiger Künstler mit einem Federmesser in ein deutsch-französisches Wörterbuch gestochen und das Wort dada (frz. für „Steckenpferd“) getroffen haben. Ein Dadaist erklärte jedoch, die Geschichte mit dem Messer sei im Nachhinein erfunden worden. Wahrscheinlicher: ein damals in Zürich erhältliches Haarwaschmittel namens „DADA“.  Weitere Version: aus der Kleinkindersprache in Frankreich/Deutschland. (spöttische Parodie auf alle Epochen-, Stil- und Richtungsbezeichnungen der Kulturgeschichte)

1916 wurde in Zürich mit der Emigrantenbühne Cabaret Voltaire die Dada-Bewegung begründet. Jedes ästhetische Wertesystem wurde verworfen. Der Dadaismus war eine Bewegung und Haltung, die sich von Metropole zu Metropole anders formulierte, aber gemeinsame Grundlagen hatte: Die Erschütterung durch den Krieg und die Infragestellung vieler moralischer Werte, das Verlangen nach radikaler Abrechnung mit dem Bürgertum, das den Krieg betrieben hatte, dementsprechend die Ablehnung jeglicher Kunst oder Dichtung bürgerlicher Herkunft.

Mitglieder: Hugo Ball, Marcel Janco (Zürich), Marcel Duchamp, Man Ray (NY), Max Ernst, Hans Arp (Köln), George Grosz, Hannah Höch (Berlin), Picabia (Paris), Kurt  Schwitters (Hannover)

Stil: exzentrische und groteske Auftritte (-> Futurismus) mit Simultangedichten, Unsinnsversen, Geräuschmusik, Tänzen. Die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst, der Gegensatz zwischen künstlerischer Praxis und Lebenspraxis, wird aufgehoben.

Q:

Überblick: Futurismus

A:

1910–1930


Zusammenstöße mit der Gesellschaft wurden jetzt bewusst hervorgerufen, um die Bürger in Wallung zu bringen. Die widersprüchliche Vielfalt möglichst aufrührerischer Werke diente dem Ziel einer universalen Erneuerung der Kultur und des Lebens.

1909 publizierte der junge italienische Jurist und Dichter Filippo Tommaso Marinetti in der französischen Zeitung Le Figaro sein futuristisches Manifest und begründete damit die futuristische Bewegung. (Manifest = öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur.)

Zitat: „Schönheit gibt es nur noch im Kampf. Ein Werk ohne aggressiven Charakter kann kein Meisterwerk sein.“ Die Futuristen verherrlichten Gewalt, sie huldigten dem Hass, sie verachteten die Frauen. Ziel war totale Zertrümmerung der Vergangenheit. Vor allem ihr Heimatland Italien wollten Sie befreien „von seinem Krebs von Professoren, Archäologen, Ciceronen und Antiquaren“. Als 1916  Boccioni und Sant Èlia umkamen, Carrá sich wie Gino Severini vom Futurismus zu lösen begann und Marinetti sich mehr in Richtung der zukünftigen Faschisten orientierte, neigte sich der originäre Futurismus dem Ende zu, seine – teils regimekonformen – Ableitungen lebten in Italien noch lange weiter.

Mitglieder: Filippo Tommaso Marinetti, Umberto Boccioni, Carlo Carra, Antonio Sant Èlia

Stil: Sie begeisterten sich für die »Schönheit der Geschwindigkeit«, für jede Form von Technik und Tempo. im Theater: provozierende Proklamationen, Manifestverlesungen, Geräuschkonzerten und Rezitationen von Lautgedichten.

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Q:

Überblick: Surrealismus

A:

1920–1969


Der Surrealismus ist in seiner Entwicklung, in politischen und künstlerischen Positionen widersprüchlich, in der Tendenz anarchistisch und betont phantastische Strömung in bildenden Kunst, Literatur, Theater und Film.

Um 1920 in Paris entstandene, bis in die 1960er-Jahre reichende Strömung in der Literatur und bildenden Kunst. Der Begriff wurde vom Dichter Guillaume Apollinaire geprägt, der ein Stück als surrealistisches Drama bezeichnete. (frz. „Überrealismus“) Der Begriff wurde von André Breton im Ersten Manifest des Surrealismus aufgegriffen, in dem sich das künstlerisch- ideologische Programm der Bewegung formulierte.

Die Bewegung des Surrealismus bildete sich seit 1919 aus dem Pariser Dadaismus. Von der produktiven Anfangsphase (1924–1929) bis zu seiner offiziellen Auflösung (1969) war der Surrealismus durch turbulente Debatten, provokante Aktionen, Aufsehen erregende Ausschlüsse und Neueintritte von Künstlern sowie durch spektakuläre politische Stellungnahmen geprägt. Die Revolte richtete sich nicht nur gegen bürgerliche Kunst, sondern gegen System, Strukturen (Familie, Schule, Kirche), Mythen und Träger. Inspirationen: Traum, Übersinnliches, Irrationales, Absurdes, das Unterbewusstsein (Freud)

Der Zweite Weltkrieg trieb die Surrealisten in den Unter grund bzw. ins Exil. Der Surrealismus zielte auf eine Bewusstseinsänderung, für die er die Kräfte des Unbewussten systematisch nutzen und alle rationalen, ästhetischen und ethischen Überlegungen ausschalten wollte. Zitat: „Schön wie die zufällige Begegnung eines Regenschirms mit einer Nähmaschine auf einem Seziertisch.“ (Lautréamont)
Man schrieb und zeichnete in Trance und Hypnose, auch unter dem Einfluss von Drogen, und folgte den Eingebungen der freien Assoziation. Ècriture automatique (der reine psychische Automatismus): Der Begriff bezeichnet eine Methode des Schreibens, bei der Bilder, Gefühle und Ausdrücke ohne Eingreifen des kritischen Ich wiedergegeben werden sollen. (-> Freud, Janet) Die Surrealisten waren in Kampfbereitschaft gegenüber einer Kultur, die von zensurierenden Über-Ich bedroht wird. Eine andere Technik war die kollektive Zeichnung (Jeder zeichnet einen Teil des Bildes, ohne die anderen zu kennen)

Mitglieder: Salvador Dalí, Rene Magritte, André Breton, Picabia, Man Ray, Duchamp, Joan Miró

– veristischer Surrealismus: stellte nicht zusammen gehörige Dinge oder Formen im perspektivischen Raum naturalistisch genau mit extrem illusionistischen Mitteln dar
– absoluter Surrealismus: bediente sich einer abstrakten, symbolhaften Formensprache

Q:

Überblick: Post-Impressionismus, Pointilismus, Symbolismus

A:

(1880–1960)

Markiert den Übergang vom Impressionismus zur künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, ist stilistisch nicht homogen.

Vertreter: Paul Cezanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Edvard Munch

Hintergrund: Die von manchen als Klassische Moderne (die zeitlich unterschiedlich bestimmt wird) bezeichnete Epoche von 1880 bis 1960 zeichnet sich durch eine Gleichzeitigkeit der unterschiedlichsten Ansätze aus. Die Epoche begann mit einem einsamen Kampf einiger Individuen, denen die Kunstinstitutionen verschlossen waren. In den zwanziger Jahren zog die Moderne dann in die Institutionen ein, vor allem in die Museen und Akademien. Zur Geschichte der Klassischen Moderne gehört jedoch auch der elementare Einbruch im Augenblick ihrer weitreichendsten Wirksamkeit. Denn die Nationalsozialisten setzten alles daran, die Entwicklung rückgängig zu machen; ähnliches geschah in der Sowjetunion.

Pointillismus: Die Vertreter des Pointillismus revolutionieren die traditionelle Maltechnik, indem sie ihre Bilder aus kleinen, nebeneinander gesetzten Punkten aus reiner Farbe aufbauen. Sie treiben die Analyse der Farbwirkung weiter und stützen sich dabei auf Studien zur Optik. Die Farben werden nicht auf der Palette, sondern auf der Netzhaut gemischt.

Symbolismus: Eine in Frankreich zuerst um 1885 in der Literatur, wenige Jahre später auch in der Malerei auftretende Richtung, die gegen Realismus und Impressionismus opponierte und Gedankliches durch Symbole ausdrücken versuchte.

Q:

Überblick: Klassische Moderne

A:

(1900–1920 / 1905–1925)

Künstler agierten nicht mehr als Einzelgänger, sondern entwickelten gemeinsame Programme und Strategien. Man erfand den modernen Kunstbetrieb, Kunstzeitschriften, Kunsthandlungen und erste Museen entstanden.

Gruppen: Futuristen, Dadaisten, der Blaue Reiter, (die Expressionisten), De Stijl, die Suprematisten, die Konstruktivisten und das Bauhaus

Hintergrund: Die radikalen Bewegungen, die in den ersten beiden Deka den jeweils für ein paar Jahre existierten und die jede für sich die Kunstpraxis veränderten, nennen wir Avantgarden. Der militärische Begriff meint das offensive Betreten, wenn nicht Erobern von künstlerischem Neuland.


Gemeinsamkeit: die unbedingte Radikalität auf dem jeweiligen Feld. Ein erfinderischer Reichtum der Widersprüche macht die Moderne aus.

Q:

Überblick: Fauvismus (die Fauves)

A:

c. a. 1900 – 1908


Das Bild sollte von jedem Klischee der Wirklichkeitsdarstellung befreit werden, um allein die vitalen und spontanen Kräfte des malenden Individuums sprechen zu lassen. Statt durch die genaue Wiedergabe des Motivs sollte durch Übertreibung der Farbe und durch Verzerrungen der Form der Ausdruck an Intensität gewinnen.

Die Fauves schließen sich eng an Gauguin und Van Gogh an. Farben und Linien werden als Kräfte aufgefasst. Die Bezeichnung geht auf einen Kunstkritiker zurück, der die im Pariser Herbstsalon von 1905 erstmals geschlossen auftretende Gruppe als ‚Fauves‘ (wilde Tiere) verspottete.

Vertreter: Henri Matisse, Georges Braque, Maurice de Vlaminck, Albert Marquet, etc.

Stil: setzten leuchtende Farben in vereinfachter Zeichnung ohne Licht- und Schattenmodellierung in großen Flächen nebeneinander und verzichteten auf plastische Werte. (Farbe > Form) Kunst wird als unmittelbare Entäußerung und Kundgabe seelischer Vorgänge verstanden, die keine Idee transportiert. Bei Matisse wird die hedonistische Komponente der Kunst hervorgehoben. (Hedonismus: In der Antike begründete philosophische Lehre, nach welcher das höchste ethische Prinzip das Streben nach Sinneslust und Genuss ist.) Die Farben sollten den höchsten Sättigungsgrad erreichen und beim Betrachter ein Gefühl innerer Ausgeglichenheit und Ruhe hervorrufen.

Q:

Überblick: Klassizismus

A:

(1750 – 1830)


Die Klassizistische Malerei ist eng mit der Aufklärung verbunden. Die Aufklärung war eine geistige Bewegung des 17. + 18.Jh in Europa. Sie umfasste alle Bereiche des geistigen Lebens (Philosophie {Immanuel Kant}, Erziehung, Recht und Literatur).


Grundgedanke: Eine Emanzipation des Denkens wird angestrebt. Der Mensch soll Logik und Verstand (der in der Erziehung ausgebildet wird) als Richtlinie seines Handelns ansehen. Kirche und Religion wird kritisiert. Der Mensch hat eine Verpflichtung zur Toleranz, alle Menschen sind gleich (außer Frauen und andere Randgruppen natürlich) und man glaubt stark an den Fortschritt.


Die Aufklärung will bürgerliche Freiheiten erreichen und ist der erste Schritt zur Französischen Revolution und allen folgenden demokratischen Bewegungen. Je nach Land, sieht der Klassizismus ganz verschieden aus. In Frankreich hängt der forcierte Klassizismus stark mit dem antifeudalen Kampf zusammen, auf der anderen Seite allerdings auch mit Bewegungen der spätabsolutistischen Gesellschaft.


Der Klassizismus entwickelt sich zu einer Bewegung des revolutionären Bürgertums gegen Barock und Rokoko. (Anti-absolutistisch) –> Wenn eine Gruppe Herrschaftsansprüche stellt, greift sie oft auf klassische Kunst zurück.


Vertreter: Jacques-Louis David, Jean Auguste Dominique Ingres 

Q:

Überblick: Expressionismus

A:

1905–1930


Im weiteren Sinne Bezeichnung für jede Kunstrichtung, die eine spezifisch subjektive Ausdrucksteigerung mit bildnerischen Mitteln zu erreichen versucht; im engeren Sinne die Bezeichnung für eine besonders in der deutschen Kunst vorherrschende Stilrichtung. Der Expressionismus wird meist zwischen 1905 und 1930 angesetzt.

Q:

Hintergrund: Französische Revolution

A:

1789–1799 – In dieser Epoche wurde die alte Herrschaft/ancient régime gewaltsam beseitigt. Alles begann mit einer extremen Finanznot – die Folge war dass das Volk hungerte während der absolutistische Herrscher und Marie Antoinette in Prunk lebten. Das Volk wurde immer unzufriedener und erhob sich schließlich gegen König und Adel.

Ludwig der 16. berief die Generalstände (Adel, Klerus, 3.Stand) ein, um zu erreichen, dass Adel und Klerus in Zukunft auch Steuern zahlen sollen um die Finanznot zu besiegen. Das fanden diese natürlich weniger gut. Und statt, dass der König mehr Steuern bekam wie gehofft, verlangte der 3. Staat mehr Mitbestimmung und Rechte. Der Dritte Staat erklärte sich schließlich zur verfassungsgebenden Nationalversammlung und beschloss drastische Änderungen. –> Menschenrechte, Schluss mit den Vorrechten der Geistlichen und des Adels, Abschaffung des Königtums (Ludwig XVI. wurde 1793 hingerichtet)

An der Spitze der Revolution war Robbespierre und auch Marat. Nach dem Sturz von Robbespierre und seiner Hinrichtung übernahm ein Direktoirum aus 5 Konventsmitgliedern die Regierung. Diese hatte so viele Misserfolge, dass es zum Staatsstreich Napoleons und zur Auflösung des Direktoriums kam. Eine der wichtigsten Forderungen der franz. Revolution war „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – ist immer noch eine der Forderungen von Menschenrechtlern.

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