Archivtypologie an der Fachhochschule Potsdam | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Archivtypologie an der Fachhochschule Potsdam

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Was verstehen wir unter einem Archiv?
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1. Unter einem Archiv versteht man eine Institution oder Organisationseinheit, in der Unterlagen, die zur laufenden Aufgabenerfüllung nicht mehr notwendig sind, erfasst, erschlossen, erhalten, ausgewertet und zugänglich gemacht werden. 2. Ein Archiv im fachlichen Sinne ist eine Institution oder ein System zur dauerhaften Aufbewahrung und Nutzbarmachung von (analogen oder digitalen) Unterlagen (records)
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In welche beide Gruppen können wir Archive hinsichtlich ihrer rechtlichen Form gliedern und wie unterscheiden sich diese?
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öffentliche Archive: •arbeiten nach Archivgesetzen •übernehmen Archivgut aus der öffentlichen Verwaltung •bieten dem Benutzer grundsätzlich ein Recht auf Archivbenutzung private Archive: •sind den archivgesetzlichen Vorschriften nicht unterworfen •übernehmen Archivgut von privatrechtlich organisierten Registraturbildnern •können Benutzung gewähren, sind dazu aber nicht verpflichtet •orientieren sich oft freiwillig an den Archivgesetzen
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Nennen Sie die wesentlichen Archivsparten in Deutschland!
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•Staatliche Archive •Kommunale Archive •Kirchliche Archive •Herrschafts-, Haus- und Familienarchive •Wirtschaftsarchive •Parlaments-, Partei- und Verbandsarchive •Medienarchive •Hochschularchive und Archive wissenschaftlicher Einrichtungen •Bewegungsarchive
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Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einem Zwischenarchiv und einem Endarchiv!
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Zwischenarchiv: „Teil eines Archivs zur vorübergehenden Aufnahme von nur noch selten benutztem Schriftgut … zur Erleichterung einer frühzeitigen Vorbereitung der Archivierung mit jederzeitigem Zugriff durch die Ursprungsbehörde bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist“ Angelika Menne-Haritz ->Sind im Archiv noch nicht auf Archivwürdigkeit beurteilt worden. Werden teilweise noch benutzt. Sind Teil von Archiven. Endarchiv: „Organisationstyp von Archiven mit einer festen Zuständigkeit für Archivgut und mit dem ziel seiner dauernden Aufbewahrung“ Lexikon Archivwesen der DDR -> Archiv
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Was versteht man unter Aufbewahrungsfrist?
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„Zeitraum, in dem Akten nach Abschluss der Bearbeitung und Schließen der Akte, meist auf Grund von Gesetzen und Verordnungen, für den Zugriff entweder bei der Entstehungsorganisation der Akten oder in einem Zwischenarchiv aufzubewahren sind. … Liegen keine gesetzlichen oder anderen Vorschriften vor, ist die aktenführende Behörde für die Festlegung der Aufbewahrungsfrist zuständig. ...“ Archivschule Marburg -> Zeitraum in dem Akten (nach Abschluss der Bearbeitung) für den Zugriff aufbewahrt werden müssen (rechtliche Gründe)
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Was unterscheidet das Archiv von einem Museum?
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Definition Museum: Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt. Unterschiede: Ein Museum befasst sich eher mit Gegenständen. Zudem steht hier das Ausstellen im Vordergrund und nicht die Nutzbarmachung sowie die Bewahrung (Archiv)
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Was versteht man unter einem Museumsarchiv?
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•Archiv innerhalb eines Museums, das das archivreife Schriftgut der Verwaltung des Museums archiviert (z.B. Hausarchiv der Stiftung Stadtmuseum Berlin) •Archiv innerhalb eines Museums, das ergänzend zu den übrigen Sammlungen des Museums schriftliche Überlieferung von Einzelpersonen oder Institutionen nach einem Sammlungsprofil sammelt (z.B. Deutsches Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg)
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Was versteht man unter einem Historischen Archiv?
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„Organisationstyp von Archiven mit einer zeitlich abgeschlossenen Zuständigkeit“ Lexikon Archivwesen der DDR Der Begriff „Historisches Archiv“ kann auch im Sinne von „Archiv mit historischen Unterlagen“, also im Sinne von (End-)Archiv gebraucht werden! -> Bestand wächst nicht mehr Bsp.: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz.
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Beschreiben Sie die wesentlichen archivischen Ausbildungsgänge in Deutschland!
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1. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv (dreijährige Berufsausbildung) 2. Bachelor Archiv, Diplomarchivar/in (FH) (Studium an der FH Potsdam oder verwaltungsinterne Ausbildung mit Teil an der Archivschule Marburg bzw. München) 3. Wissenschaftliche/r Archivar/in, Master Archivwissenschaft (Hochschulstudium + verwaltungsinterne Ausbildung mit Teil an der Archivschule Marburg bzw. München oder postgraduales Masterstudium an der FH Potsdam)
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Was sind die Rechtsgrundlagen für kommunale Archive?
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Landesarchivgesetze, z.B. § 16 Abs. 1 Brandenburgisches Archivgesetz: „Die Gemeinden und Gemeindeverbände regeln die Archivierung ihres Archivgutes nach Maßgabe dieses Gesetzes in eigener Zuständigkeit.“ Kommunale Satzungen, z.B. „Satzung über die Aufgaben und die Nutzung des Stadtarchivs der Stadt Brandenburg an der Havel (Stadtarchivsatzung) vom 13.09.1996“
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Welche Archive unterliegen nicht den Archivgesetzen des Bundes und der Länder?
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•öffentlich-rechtliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (teilweise mit eigener Gesetzgebung) •öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten •private Einrichtungen und Privatwirtschaft
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Wie unterschiedet sich das Verwaltungsarchiv vom Zwischenarchiv?
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•Das Verwaltungsarchiv (Typ DDR) besteht innerhalb der Behörde. •Das Zwischenarchiv besteht innerhalb des Archivs. •Beides sind Formen der Altregistratur. •Beide Begriffe werden auch synonym gebraucht. -> Verwaltungsarchiv ist wie eine Altregistratur jedoch in einer Behörde. Das Zwischenarchiv besteht innerhalb des Archivs.
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Q:
Was verstehen wir unter einem Archiv?
A:
1. Unter einem Archiv versteht man eine Institution oder Organisationseinheit, in der Unterlagen, die zur laufenden Aufgabenerfüllung nicht mehr notwendig sind, erfasst, erschlossen, erhalten, ausgewertet und zugänglich gemacht werden. 2. Ein Archiv im fachlichen Sinne ist eine Institution oder ein System zur dauerhaften Aufbewahrung und Nutzbarmachung von (analogen oder digitalen) Unterlagen (records)
Q:
In welche beide Gruppen können wir Archive hinsichtlich ihrer rechtlichen Form gliedern und wie unterscheiden sich diese?
A:
öffentliche Archive: •arbeiten nach Archivgesetzen •übernehmen Archivgut aus der öffentlichen Verwaltung •bieten dem Benutzer grundsätzlich ein Recht auf Archivbenutzung private Archive: •sind den archivgesetzlichen Vorschriften nicht unterworfen •übernehmen Archivgut von privatrechtlich organisierten Registraturbildnern •können Benutzung gewähren, sind dazu aber nicht verpflichtet •orientieren sich oft freiwillig an den Archivgesetzen
Q:
Nennen Sie die wesentlichen Archivsparten in Deutschland!
A:
•Staatliche Archive •Kommunale Archive •Kirchliche Archive •Herrschafts-, Haus- und Familienarchive •Wirtschaftsarchive •Parlaments-, Partei- und Verbandsarchive •Medienarchive •Hochschularchive und Archive wissenschaftlicher Einrichtungen •Bewegungsarchive
Q:
Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einem Zwischenarchiv und einem Endarchiv!
A:
Zwischenarchiv: „Teil eines Archivs zur vorübergehenden Aufnahme von nur noch selten benutztem Schriftgut … zur Erleichterung einer frühzeitigen Vorbereitung der Archivierung mit jederzeitigem Zugriff durch die Ursprungsbehörde bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist“ Angelika Menne-Haritz ->Sind im Archiv noch nicht auf Archivwürdigkeit beurteilt worden. Werden teilweise noch benutzt. Sind Teil von Archiven. Endarchiv: „Organisationstyp von Archiven mit einer festen Zuständigkeit für Archivgut und mit dem ziel seiner dauernden Aufbewahrung“ Lexikon Archivwesen der DDR -> Archiv
Q:
Was versteht man unter Aufbewahrungsfrist?
A:
„Zeitraum, in dem Akten nach Abschluss der Bearbeitung und Schließen der Akte, meist auf Grund von Gesetzen und Verordnungen, für den Zugriff entweder bei der Entstehungsorganisation der Akten oder in einem Zwischenarchiv aufzubewahren sind. … Liegen keine gesetzlichen oder anderen Vorschriften vor, ist die aktenführende Behörde für die Festlegung der Aufbewahrungsfrist zuständig. ...“ Archivschule Marburg -> Zeitraum in dem Akten (nach Abschluss der Bearbeitung) für den Zugriff aufbewahrt werden müssen (rechtliche Gründe)
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Q:
Was unterscheidet das Archiv von einem Museum?
A:
Definition Museum: Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt. Unterschiede: Ein Museum befasst sich eher mit Gegenständen. Zudem steht hier das Ausstellen im Vordergrund und nicht die Nutzbarmachung sowie die Bewahrung (Archiv)
Q:
Was versteht man unter einem Museumsarchiv?
A:
•Archiv innerhalb eines Museums, das das archivreife Schriftgut der Verwaltung des Museums archiviert (z.B. Hausarchiv der Stiftung Stadtmuseum Berlin) •Archiv innerhalb eines Museums, das ergänzend zu den übrigen Sammlungen des Museums schriftliche Überlieferung von Einzelpersonen oder Institutionen nach einem Sammlungsprofil sammelt (z.B. Deutsches Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg)
Q:
Was versteht man unter einem Historischen Archiv?
A:
„Organisationstyp von Archiven mit einer zeitlich abgeschlossenen Zuständigkeit“ Lexikon Archivwesen der DDR Der Begriff „Historisches Archiv“ kann auch im Sinne von „Archiv mit historischen Unterlagen“, also im Sinne von (End-)Archiv gebraucht werden! -> Bestand wächst nicht mehr Bsp.: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz.
Q:
Beschreiben Sie die wesentlichen archivischen Ausbildungsgänge in Deutschland!
A:
1. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv (dreijährige Berufsausbildung) 2. Bachelor Archiv, Diplomarchivar/in (FH) (Studium an der FH Potsdam oder verwaltungsinterne Ausbildung mit Teil an der Archivschule Marburg bzw. München) 3. Wissenschaftliche/r Archivar/in, Master Archivwissenschaft (Hochschulstudium + verwaltungsinterne Ausbildung mit Teil an der Archivschule Marburg bzw. München oder postgraduales Masterstudium an der FH Potsdam)
Q:
Was sind die Rechtsgrundlagen für kommunale Archive?
A:
Landesarchivgesetze, z.B. § 16 Abs. 1 Brandenburgisches Archivgesetz: „Die Gemeinden und Gemeindeverbände regeln die Archivierung ihres Archivgutes nach Maßgabe dieses Gesetzes in eigener Zuständigkeit.“ Kommunale Satzungen, z.B. „Satzung über die Aufgaben und die Nutzung des Stadtarchivs der Stadt Brandenburg an der Havel (Stadtarchivsatzung) vom 13.09.1996“
Q:
Welche Archive unterliegen nicht den Archivgesetzen des Bundes und der Länder?
A:
•öffentlich-rechtliche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (teilweise mit eigener Gesetzgebung) •öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten •private Einrichtungen und Privatwirtschaft
Q:
Wie unterschiedet sich das Verwaltungsarchiv vom Zwischenarchiv?
A:
•Das Verwaltungsarchiv (Typ DDR) besteht innerhalb der Behörde. •Das Zwischenarchiv besteht innerhalb des Archivs. •Beides sind Formen der Altregistratur. •Beide Begriffe werden auch synonym gebraucht. -> Verwaltungsarchiv ist wie eine Altregistratur jedoch in einer Behörde. Das Zwischenarchiv besteht innerhalb des Archivs.
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