Medientheorien Und Medienkommunikation an der Fachhochschule JOANNEUM | Karteikarten & Zusammenfassungen

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TESTE DEIN WISSEN

Erkenntnistheoretischer Konstruktivismus in
Bezug auf die physikalische Wirklichkeit

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TESTE DEIN WISSEN

• Wissen von unserer Wirklichkeit ist eine Konstruktion
• Erkenntnisprozesse sind von sozialen Umständen geprägt


➢ Wissenschaftliche Theorien seien daher stets als Aspekte der menschlichen Praxis zu begreifen.
➢ Wissenschaftliche Begriffe / Theorien sind keine Abbildungen der Wirklichkeit sondern Modelle, die wir auf die Wirklichkeit übertragen, um uns auf unterschiedliche Weise in ihr orientieren und sie bewältigen zu können.
➢ Es gibt oft verschiedene Instrumente, Modelle, Theorien, Wege, die sich zur
Ausführung einer bestimmt Aufgabe eignen und die Entscheidung für den einen oder anderen Weg ist willkürlich. (= geschichtlich oder sozial bestimmt)

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Peter L. Berger/Thomas Luckmann (1966): „The Social Construction of Reality“

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TESTE DEIN WISSEN

• Neuanfang in der Wissenssoziologie, in der untersucht werden
soll, wie Wissen entwickelt, vermittelt und bewahrt wird
➢ Analyse der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit
(Sozialkonstruktivismus)
• Wissen und Wirklichkeit des Menschen auf der Straße ohne
Ansehen der Gültigkeit
• verschiedenen Gesellschaften umfassen verschiedene
Wirklichkeiten, die durch verschiedene Vorgänge erzeugt
werden (= Ebenen der Sozialisation)

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Sozialkonstruktivismus: Begriffsbestimmung

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• Fokus: Den Wegen nachzuspüren, wie die soziale Wirklichkeit und
einzelne soziale Phänomene konstruiert und aufrecht erhalten werden
• Hauptfragestellungen:
• Wie erzeugen und institutionalisieren Menschen gesellschaftliche
Phänomene?
• Wie überführen sie diese durch die Weitergabe an neue
Generationen in Traditionen?
➢ Soziale Wirklichkeit wird als etwas Prozesshaftes angesehen, das
ständig durch das Handeln von Menschen und durch deren
Interpretationen produziert und reproduziert wird.

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Das Wissen von der sozialen Wirklichkeit als Konstruktion (Erkenntnistheoretischer K.)

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• Gesellschaft und somit auch die Gesellschaftswissenschaften
entwickeln sich in einem geschichtlichen Prozess ohne Abschluss
fort
➢ neue Phänomene, die neue Begriffe zu ihrer Beschreibung verlangen
➢ neue Perspektiven, aus denen sich Menschen und Gesellschaft beschreiben lassen
➢ Jede Generation schreibt ihre Geschichte / die Geschichte neu
➢ klassischen soziologischen Theorien sind zum Verständnis der industriellen Gesellschaft entwickelt worden
➢ Bedarf an neuen Theorien für die Postindustrielle Wissensgesellschaft

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Begriffsdefinition: Wissensgesellschaft

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Wissen =

  •  zentrale Produktivkraft oder Ressource der Gesellschaft
  • Triebfeder technologischer Innovation und wirtschaftlichem Wachstums
  • Grundlage gesellschaftlicher Konflikte und Disparitäten
  • der wichtigste Moment gesellschaftlicher Reproduktion und Entwicklung
  • Wissen als Grundlage sozialen, ökonomischen und medialen Zusammenlebens
    → gesellschaftlicher Strukturwandel seit den 1950er Jahren, der ähnlich
    bedeutsam ist wie der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft
    im 19. Jahrhundert
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Daniel Bell: Postindustrielle Gesellschaft

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Industrielle Gesellschaft: Arbeit, Rohstoffe, Kapital


2 wesentliche Entwicklungen hin zur postindustriellen Gesellschaft:


- Zentrale Rolle des theoretischen Wissens für Fortschritt und Innovation (→Wachstum an Wissenschaft)
- Aufblühen einer Dienstleistungsökonomie (→ höhere Bildungsqualifikationen notwendig)

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Die soziale Wirklichkeit als soziale Konstruktion (ontologischer K.)

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• These: Die soziale Wirklichkeit selbst sei eine Konstruktion
➢ Die soziale Wirklichkeit ist zumindest teilweise vom Wissen der sozialen Akteur*innen und von ihrem eigenen Tun konstruiert.
➢ Wissen ist mit Praxis verwoben, und die menschliche Praxis ist eine wesentliche Komponente der sozialen Wirklichkeit.


• Wissen der gemeinen sozialen Akteur*innen – und nicht etwa das der Gesellschaftswissenschaftler*innen – konstruieren die Wirklichkeit (Bsp. Gottesdienst, Demonstration, Sportkampf)

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Michel Foucault

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• französischer Philosoph, Psychologe
und Soziologe
• Begründer der Diskursanalyse

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Foucault:
Human- und Gesellschaftswissenschaften

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• Klärung des Wesens des human- und gesellschaftswissenschaftlichen
Wissens und dessen Rolle in der Gesellschaft
• Genealogie des Wissens → Abstammung von anderen Arten des
Wissens und der Praxis im Fokus
• Hauptthese: Wissenschaftliches Wissen vom Menschen und von der Gesellschaft ist stets in einem Zusammenspiel mit unterschiedlichen Arten von Administrationsverfahren und Verwaltungsfunktionen entstanden, die
ihrerseits mit gesellschaftlichen und politischen Interessen verwoben
sind.

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Was folgt aus Foucaults Thesen?

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➢ Wissen vom Menschen und von der Gesellschaft lässt sich immer als eine Auskristallisierung von bestimmten Haltungen und Absichten ethischer, politischer und administrativer Art betrachten.
➢ Wissen und Macht stark aneinander gekoppelt
➢ Der konkrete Charakter des Wissens vom Menschen verändert sich in einem diskontinuierlichen Prozess im Laufe der Zeiten ständig.

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Wissen bei Foucault

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• Fokus auf Frage, was in der jeweiligen Gesellschaft als Wissen anerkannt wird ist wichtiger als die „wahre“ Erkenntnis
• (Human)wissenschaftliches Wissen ist kein Produkt gewisser anderer, klar definierter und eigenständiger Größen wie z.B. Klasseninteressen oder Machtinteressen, aus denen es sich ableiten ließe.
• Vielmehr leugnet Foucault, dass unsere humanwissenschaftliche Erkenntnis überhaupt eine Widerspiegelung oder Repräsentation einer unabhängig bestehenden Wirklichkeit sei.

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Die 3 Dimensionen des Konstruktivismus?

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1. Standpunkte:

  • erkenntnistheoretischer Konstruktivismus = unser Wissen von der Wirklichkeit ist eine Konstruktion
  • ontologischer Konstruktivismus = die Wirklichkeit selbst ist eine Konstruktion


2. Wirklichkeiten:

  • Physische Wirklichkeit
  • Gesellschaftliche und menschliche Wirklichkeit


3. Wer konstruiert?

  • WissenschaftlerInnen
  • Gewöhnliche Gesellschaftsmitglieder (soziale Gesellschaftsmitglieder)
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Q:

Erkenntnistheoretischer Konstruktivismus in
Bezug auf die physikalische Wirklichkeit

A:

• Wissen von unserer Wirklichkeit ist eine Konstruktion
• Erkenntnisprozesse sind von sozialen Umständen geprägt


➢ Wissenschaftliche Theorien seien daher stets als Aspekte der menschlichen Praxis zu begreifen.
➢ Wissenschaftliche Begriffe / Theorien sind keine Abbildungen der Wirklichkeit sondern Modelle, die wir auf die Wirklichkeit übertragen, um uns auf unterschiedliche Weise in ihr orientieren und sie bewältigen zu können.
➢ Es gibt oft verschiedene Instrumente, Modelle, Theorien, Wege, die sich zur
Ausführung einer bestimmt Aufgabe eignen und die Entscheidung für den einen oder anderen Weg ist willkürlich. (= geschichtlich oder sozial bestimmt)

Q:

Peter L. Berger/Thomas Luckmann (1966): „The Social Construction of Reality“

A:

• Neuanfang in der Wissenssoziologie, in der untersucht werden
soll, wie Wissen entwickelt, vermittelt und bewahrt wird
➢ Analyse der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit
(Sozialkonstruktivismus)
• Wissen und Wirklichkeit des Menschen auf der Straße ohne
Ansehen der Gültigkeit
• verschiedenen Gesellschaften umfassen verschiedene
Wirklichkeiten, die durch verschiedene Vorgänge erzeugt
werden (= Ebenen der Sozialisation)

Q:

Sozialkonstruktivismus: Begriffsbestimmung

A:

• Fokus: Den Wegen nachzuspüren, wie die soziale Wirklichkeit und
einzelne soziale Phänomene konstruiert und aufrecht erhalten werden
• Hauptfragestellungen:
• Wie erzeugen und institutionalisieren Menschen gesellschaftliche
Phänomene?
• Wie überführen sie diese durch die Weitergabe an neue
Generationen in Traditionen?
➢ Soziale Wirklichkeit wird als etwas Prozesshaftes angesehen, das
ständig durch das Handeln von Menschen und durch deren
Interpretationen produziert und reproduziert wird.

Q:

Das Wissen von der sozialen Wirklichkeit als Konstruktion (Erkenntnistheoretischer K.)

A:

• Gesellschaft und somit auch die Gesellschaftswissenschaften
entwickeln sich in einem geschichtlichen Prozess ohne Abschluss
fort
➢ neue Phänomene, die neue Begriffe zu ihrer Beschreibung verlangen
➢ neue Perspektiven, aus denen sich Menschen und Gesellschaft beschreiben lassen
➢ Jede Generation schreibt ihre Geschichte / die Geschichte neu
➢ klassischen soziologischen Theorien sind zum Verständnis der industriellen Gesellschaft entwickelt worden
➢ Bedarf an neuen Theorien für die Postindustrielle Wissensgesellschaft

Q:

Begriffsdefinition: Wissensgesellschaft

A:

Wissen =

  •  zentrale Produktivkraft oder Ressource der Gesellschaft
  • Triebfeder technologischer Innovation und wirtschaftlichem Wachstums
  • Grundlage gesellschaftlicher Konflikte und Disparitäten
  • der wichtigste Moment gesellschaftlicher Reproduktion und Entwicklung
  • Wissen als Grundlage sozialen, ökonomischen und medialen Zusammenlebens
    → gesellschaftlicher Strukturwandel seit den 1950er Jahren, der ähnlich
    bedeutsam ist wie der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft
    im 19. Jahrhundert
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Q:

Daniel Bell: Postindustrielle Gesellschaft

A:

Industrielle Gesellschaft: Arbeit, Rohstoffe, Kapital


2 wesentliche Entwicklungen hin zur postindustriellen Gesellschaft:


- Zentrale Rolle des theoretischen Wissens für Fortschritt und Innovation (→Wachstum an Wissenschaft)
- Aufblühen einer Dienstleistungsökonomie (→ höhere Bildungsqualifikationen notwendig)

Q:

Die soziale Wirklichkeit als soziale Konstruktion (ontologischer K.)

A:

• These: Die soziale Wirklichkeit selbst sei eine Konstruktion
➢ Die soziale Wirklichkeit ist zumindest teilweise vom Wissen der sozialen Akteur*innen und von ihrem eigenen Tun konstruiert.
➢ Wissen ist mit Praxis verwoben, und die menschliche Praxis ist eine wesentliche Komponente der sozialen Wirklichkeit.


• Wissen der gemeinen sozialen Akteur*innen – und nicht etwa das der Gesellschaftswissenschaftler*innen – konstruieren die Wirklichkeit (Bsp. Gottesdienst, Demonstration, Sportkampf)

Q:

Michel Foucault

A:

• französischer Philosoph, Psychologe
und Soziologe
• Begründer der Diskursanalyse

Q:

Foucault:
Human- und Gesellschaftswissenschaften

A:

• Klärung des Wesens des human- und gesellschaftswissenschaftlichen
Wissens und dessen Rolle in der Gesellschaft
• Genealogie des Wissens → Abstammung von anderen Arten des
Wissens und der Praxis im Fokus
• Hauptthese: Wissenschaftliches Wissen vom Menschen und von der Gesellschaft ist stets in einem Zusammenspiel mit unterschiedlichen Arten von Administrationsverfahren und Verwaltungsfunktionen entstanden, die
ihrerseits mit gesellschaftlichen und politischen Interessen verwoben
sind.

Q:

Was folgt aus Foucaults Thesen?

A:

➢ Wissen vom Menschen und von der Gesellschaft lässt sich immer als eine Auskristallisierung von bestimmten Haltungen und Absichten ethischer, politischer und administrativer Art betrachten.
➢ Wissen und Macht stark aneinander gekoppelt
➢ Der konkrete Charakter des Wissens vom Menschen verändert sich in einem diskontinuierlichen Prozess im Laufe der Zeiten ständig.

Q:

Wissen bei Foucault

A:

• Fokus auf Frage, was in der jeweiligen Gesellschaft als Wissen anerkannt wird ist wichtiger als die „wahre“ Erkenntnis
• (Human)wissenschaftliches Wissen ist kein Produkt gewisser anderer, klar definierter und eigenständiger Größen wie z.B. Klasseninteressen oder Machtinteressen, aus denen es sich ableiten ließe.
• Vielmehr leugnet Foucault, dass unsere humanwissenschaftliche Erkenntnis überhaupt eine Widerspiegelung oder Repräsentation einer unabhängig bestehenden Wirklichkeit sei.

Q:

Die 3 Dimensionen des Konstruktivismus?

A:

1. Standpunkte:

  • erkenntnistheoretischer Konstruktivismus = unser Wissen von der Wirklichkeit ist eine Konstruktion
  • ontologischer Konstruktivismus = die Wirklichkeit selbst ist eine Konstruktion


2. Wirklichkeiten:

  • Physische Wirklichkeit
  • Gesellschaftliche und menschliche Wirklichkeit


3. Wer konstruiert?

  • WissenschaftlerInnen
  • Gewöhnliche Gesellschaftsmitglieder (soziale Gesellschaftsmitglieder)
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