Mediengeschichte an der Fachhochschule JOANNEUM | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Mediengeschichte an der Fachhochschule JOANNEUM

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Publikationen fördert die Publizistik- und die Presseförderung?

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TESTE DEIN WISSEN


  • Publizistikförderung fördert ausschließlich Periodika mit entweder themen- oder Publikumsfokus ( erscheinen mindestens 4x jährlich und haben ienen Qulaitätsanspruch und haben Themen wie Politik, Wissenschaft oder Religion  Enges und abgezirkeltes Segment)

  • Presseförderung fördert Tages- bzw. Wochenzeitungen als Publikumszeitungen


Beide sind gesetzlich geregelt und verankert.


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TESTE DEIN WISSEN

Diskutieren Sie den Zusammenhang zwischen innenpolitischer Radikalisierung und Radikalisierungstendenzen in der österreichischen Medienlandschaft

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Drei Gewalthöhepunkte in Erster Republik:

  1. im Zuge der Österreichischen Revolution am 12.11.1918

  • Republik Deutsch-Österreich wird ausgerufen

  • Kommunistischer Stoßtrupp greif an -> erste politische Tote in Österreich

  1. 1927 -> Brand des Justizpalastes (100 Tote in Wien)

  2. 1929-1933 -> latenter Bürgerkrieg


Entwicklung zur politischen Radikalisierung:

  • 1918-1920 -> Konsensdemokratie zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen (zerbricht wegen einer Lächerlichkeit)

  • 1920-1933 -> Konfliktdemokratie

  • WW1 -> industriell geführter Krieg -> Waffenüberschuss -> spätere Parteiarmeen bedienen sich dieser Waffen

  • Ehemalige Soldaten finden bei den innenpolitischen Akteuren und deren Armeen Unterschlupf -> Staat verliert Gewaltmonopol


Paramilitärs:

Politische Kompromisse werden als Niederlagen angesehen -> Versuch den politischen Gegner zu vernichten, auch militärisch

  1. Heimwehr:

  • Ursprünglich lose Verbindungen

  • Aus „Bauernwehren“ entwickelte sich im Zuge der politischen Aufheizung die Heimwehr

  • Standen politisch rechts

  • Gründen eigene Partei und ziehen 1932 ins Parlament ein


  1. Republikanischer Schutzbund:

  • Teil der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei


Mediale Radikalisierung:

Politische Eskalationen gingen oft mit Übergriffen auf Tageszeitungen einher z.B.

  • 1918 -> Besetzung der Neuen Freien Presse

  • 1927 -> Justizpalastbrand -> Reichspost wurde gestürmt

  • Affäre Bettauer 1925  Schriften zur sexuellen Aufklärung

Geringe Haftstrafe für den Mörder Otto Roststock


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TESTE DEIN WISSEN

Analysieren Sie die Begriffe Zentralisierung und Dezentralisierung am Bespiel des Rundfunks zwischen 1938 und 1945

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In der Presse und in der RAVAG gab es Personalsäuberungen. Der zweite Säuberungsprozess beseitigt die Führungskräfte


Zentralisierung:

  • Einzelne Landessender werden deutschen Reichssendern untergeordnet

  • 1939: RAVAG wird als Firma liquidiert


Dezentralisierung:

  • ab 1941 -> Reichssender Wien darf am Vormittag ein eigenes Programm gestalten

  • Frühling 1945 verfasst Hitler ein politisches Testament, In dem gibt er den Nerobefehl: alles, was an Infrastruktur vorhanden ist, zu zerstören (unter anderem die mediale). Der Nerobefehl wird nicht durchgeführt.


bis 1955 kein eigener österreichischer Radiosender -> Sender der Alliierten

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Was versteht man unter „Rückbruch“ auf einer allgemeinen bzw. politischen und was auf medialer Ebene?

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Rückbruch -> einerseits Kontinuitäten, andererseits Brücke nach WWII


Allgemeine/politische Ebene:

Kontinuitäten:

  • Rückgriff auf Personen der Ersten Republik: Karl Renner wird erster Bundespräsident; Julius Raab, Leopold Figl -> jetzige Eliten standen vor 1945 politisch eher in der zweiten Reihe

  • Wiedereinsetzung der österreichischen Bundesverfassung von 1929 -> Bundespräsident als zentraler Akteur -> Direktwahl

  • SPÖ nach 1945 bis 1990 -> Sozialistische Partei Österreichs -> danach Sozialdemokratische Partei Österreichs

  • Kontinuität der politischen Parteien:

    • KPÖ -> Tradition der Kommunisten

    • ÖVP -> Tradition der Christlichsozialen

    • VdU -> ab 1949 -> Auffangbecken ehemaliger Nazis

  • Elitenkontinuität auf Ebene der Bürokratie


Brüche/Neuerungen:

  • Ab 1945 -> Konsensdemokratisches Prinzip; bis 1947 -> Konzentrationsregierung (alle vertretenen Parteien) aus SPÖ, ÖVP und KPÖ; ab 1947 bis 1966 große Koalition

  • quasi keine antidemokratischen Strömungen

  • Rückzug der katholischen Kirche aus Tagespolitik und schwindene Prägkraft des Marxissmus

  • Proporz und Sozialpartnerschaft als Stabilisierungsfaktoren

    • Machrelationen überziehen alle Ämter bzw. Bürokratie

    • Gesetzliche Interessensvertreter: Gewerkschaftsbund, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer

  • Bis Mitte der 50er-Jahre -> starke Aufwertung der KPÖ

    • Bis 1947 in Bundesregierung

    • Auch in Landtagen vertreten

    • starker Mitgliederzuwachs

  • Keine Debatte nach 1945 über Anschluss an Deutschland, keine Großmachtsehnsüchte

  • Keine Diskussion über Lebensfähigkeit der österreichischen Republik

  • Ansturm auf Visa in den USA


Mediale Ebene:

Kontinuitäten:

- Wiederkehr/starke Verankerung der Parteipresse

- Rückkehr der Journalist*innen aus der ersten Republik und dem Ständestaat


Brüche/Neuerungen:

  • Keine liberale Großpresse nach 1945

  • Neue journalistische Eliten (z.B. Hugo Portisch)

  • keine antidemokratischen Tendenzen in der österreichishen Medienlandschaft

  • Bundesländerpresse wesentlich einflussreicher

  • Keine Boulevardpresse bis Ende der 50er-Jahre

  • Rundfunk nicht mehr verstaatlicht/zentralisiert -> unter alliierter Kontrolle -> eigene Rundfunkstationen in Besatzungsgebieten


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Welche Auswirkungen hatte die Gründung von NEWS auf den österreichischen Magazinmarkt?

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News wird von den Fellner-Brüdern 1991 gegründet und bringt die ZVB in Bedrängnis -> ausgeklügeltes Marketing, Anzeigenverkauf

  • Bis dahin war „profil“ Nummer 1 am Magazinmarkt in Österreich (Cashcow) -> durch News-Gründing verliert „profil“ an Bedeutung und erreicht Minus

  • Durch News erstmals in Österreich Zeitschriften-Marketing

  • völlig neue Marketingmethoden, Werbemethoden, Absatzmethoden

  • Völlig neue Werbeformate -> Inseratenpakete, neue Werbesujets

  • Symbiotischer Zugang bei News -> wenig Distanz zu Politik (z.B. Thomas Klestil Bundespräsident)  Er hat gesagt, das ist ein gutes Heft

  • war die erste Zeitschrift, die im OTS angekündigt hat, was im nächsten News stehen wird

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Welche Unterschiede zwischen „ständestaatlicher“ und nationalsozialistischer Medienpolitik bestanden?

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NS-Medienpolitik:

  • wesentlich radikaler, zielgerichteter, zentralistischer, schneller

  • keine nennenswerte Opposition

  • Maßnahmen zur staatlichen Kontrolle:

    • März 1933: Reichspropagandaministerium für Goebbels

    • September 1933: Reichskulturkammer

    • Oktober 1933: Schriftleitergesetz

  • Keine ausgeprägte Untergrundpresse


Ständestaatliche Medienpolitik:

  • Staat hat keine totale Kontrolle

  • Massive Untergrundbewegungen

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Welche Dimensionen weist der Begriff „Österreichische Revolution“ auf und inwiefern spiegelten sich diese in der Medienlandschaft wieder?

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1918-1920 -> Österreichische Revolution

  1. geographische Revolution

Vertrag von Saint Germain -> „Der Rest ist Österreich“, keine Akzeptanz des Rumpfösterreichs:

  • Anlehnung an untergegangene Monarchie (Verwaltung, Banksektor)

  • Innerstaatliche Arbeitsteilung zu Zeiten der Monarchie fiel weg -> einzelne Länder der Monarchie waren für Produktion bestimmter Industriegüter bzw. Lebensmittel zuständig -> nach Zusammenbruch der Monarchie -> verschränkter, in sich integrierter Wirtschaftsraum

  • Außengrenzen, neue Zollmauern

  • Geographischer Strukturbruch für Medien weitestgehend ohne Bedeutung (kleinteiliger Markt)

    • Auswirkungen für liberale Großpresse (war nämlich in gesamter Monarchie vertreten)

    • Auswirkung für Kleine Zeitung (Verlust der Untersteiermark)


  1. soziale Revolution

Eliten der Habsburgermonarchie verloren Macht (Adel, Klerus, Militär) -> Klassenunterschiede werden reduziert

Medienpolitische Aspekte:

  • Boulevard -> Asphaltpresse

  • Sportberichterstattung (Breitensport Fußball)


  1. politische Revolution

Massiver Schub in Richtung Gleichheit/Nivellierung

Sozialdemokratie wird zur Elite

Frauenwahlrecht 1918

Medienpolitische Aspekte:

  • 30.10.1918 -> provisorische Nationalversammlung -> Aufhebung der Zensur, Aufhebung von administrativen Postverboten (Verstoß gegen Meinungsfreiheit)

  • 01.10.1922 -> Preßgesetz

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Welche Zeiträume sind mit Vormärz und mit Neoabsolutismus gemeint?

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Vormärz (1815-1848)

Zeit vor der Revolution; 1814: Wiener Kongress (EU Verhandlungsort nach Napoleons in Waterloo, -> hl. Allianz , Intensive Zensur, Fürst Metternich wollte das Gleichgewicht in EU wiederherstellen; März 1848: Revolution in Wien


Neoabsolutismus (1851-1867)

nach Scheitern der Revolution -> wieder absolutistische Verhältnisse; 1867: erste Verfassung (Staatsgrundgesetz: Meinungsfreiheit; kodifiziert staatsbürgerliche Rechte

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Arbeiten Sie im Rahmen eines Überblicks über die Boulevardpresse in der Monarchie und der Ersten Republik Traditionen und Innovationen heraus.

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1848 -> Entwicklung des unpolitischen Boulevards

1899 -> Zeitungsstempel abgeschafft -> 1900 Kronen Zeitung gegründet (Illustrierte Krone -> Neuheit war Illustration)

1904 -> Kleine Zeitung vom katholischen Pressverein Styria - 

Diese hat auch einen politischen Teil, die Sprache und der Aufbau bleiben jedoch gleich.

Wenn sie nicht politisch ist, unterliegt sie nicht dem Konzessionszwang und sie brauchen keinen Zeitungsstempel.

Es wird über alles außer Politik berichtet.

Boulevardpresse überlebt, weil sie so billig ist (weil eben kein Zeitungsstempel). Sie hat einfache Sprache  für das normale Bürgertum.



unpolitischer Boulevard:


Die „Illustrierte Kronen Zeitung“

Erfolgrezept:

  • billiger Preis (Monatsabo -> 1 Krone)

  • Illustration auf Seite 1

  • Einfache Sprache

  • Intensive Leserbindung (durch Preisausschreiben, Fortsetzungsromane)

  • Kontinuität in den 20er Jahren

Kein Leitartikel, Feuilleton, keine politische Färbung, keine auswärtigen Mitarbeiter -> wichtige Nachrichten aus Ausland oft erst am nächsten Tag von anderen Blättern übernommen

Durchbruch 1903 -> Sonderbericht über Ermordung des serbischen Königspaares -> aufgeladene, aggressive Gesellschaft spiegelt sich in Zeitung wieder


Die „Kleine Zeitung“

  • im WW1 erstmals Auflage von 100.000, 1925 auf 29.000 zurückgegangen, bis 1935 wieder auf 44.000 bzw. 82.000 am Sonntag angestiegen

  • neben „Grazer Volksblatt“ zweites Tagblatt des „Styria-Verlages“ in Graz

  • meistgelesenes Blatt der österreichischen Alpenländer

  • anspruchslose Berichterstattung + Sensationsmeldungen, auf Kommentare zum Zeitgeschehen wurde verzichtet

  • Zeichnung auf Titelblatt, viele Illustrationen


Asphaltpresse/Revolverpresse:

  • Straßenverkauf

  • Anfang der 20er Jahre

  • Reißerische Aufmache

  • Schlagzeile muss polarisieren, verknappt sein

  • radikalere Form des Boulevards

  • Pressekorruption/Erpressung der Presse

  • Ausführlicher Politikteil (links positioniert)

  • Kulturteil (groß und handwerklich gut gemacht)


„Kleine Blätter“ ab 1927:

„Das kleine Blatt“ -> Parteizeitungen der Sozialdemokraten

„Das kleine Volksblatt“ -> Parteizeitungen der Christlichsozialen -> katholische Kronen Zeitung

  • Mischung zwischen Boulevard und Parteizeitungen

  • waren schwirig zu lesen, weil komplizierter geschrieben

  • wollten mehr oder weniger subtil ihre Themen unters Volk bringen

  • Parteipresse wandte sich nur an politische Eliten -> Agitationsbasis verbreitern, breitere Leserschicht ansprechen


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Inwiefern lassen sich Traditionen und Innovationen in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 1848 und 1933 nachweisen?

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Traditionen (4)

  • Parteizeitungen (80er frühe 90er)

  • Unpolitischer Boulevard (Hochblüte ab 1900)

  • Liberale Großpresse (späte 50er)

  • Blätter der katholischen Presssvereine (70er)

Innovationen (4)

  • politischer Boulevard (Asphaltpresse; ab 1927 -> „Kleine Blätter“)

  • Radio ab 1924 (RAVAG)

  • Sportberichterstattung (eigene Sportzeitungen, Trend geht zum Volkssport)

  • Zugriff auf Agenturmaterial bei außenpolitischer Berichterstattung

  • Entprovinzionalisierung des Pressemarkts. Medienangebot nimmt zu. Tageszeitungen nehmen aber nur in den Bundesländern (Wien nicht) zu, da dort noch Aufholbedarf herrschte.

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Welche historischen und politischen Einschnitte spielten bei der Entwicklung der Medienlandschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Rolle und welche Zeitungstypen entwickelten sich daraus?

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Außenpolitische bzw. militärische Niederlagen wie 1858 in Solferino gegen Italien und 1866 in Königgrätz gegen Preußen.

Die Niederlage von 1859 führte zum Preßgesetz von 1862, das zu einer Revision bzw. Lockerung der restriktiven Medienpolitik des Neoabsolutismus führte, indem der Konzessionszwang wegfiel.

Die Niederlage von 1866 führte zum Ausgleich mit Ungarn bzw. dem österreichisch-ungarischen Dualismus. Das Staatsgrundgesetz garantierte zumindest am Papier:

  • Meinungsfreiheit

  • Verbot der Zensur

  • Verbot administrativer Postverbote


Liberale Großpresse (Neue Freie Presse, Das neue Wiener Tagblatt, Tagespost)

  • politischer Liberalismus, konservativ angelegt

  • politischer Pluralismus gefordert (Wahl zwischen mehreren Parteien)

  • Antiklerikalismus (Trennung zwischen Kirche und Staat)

  • Staatlicher Zentralismus (Monarchie als Ganzes erhalten, Betonung der deutschen Dominanz)

  • Dominanz des deutschen Elements in der Monarchie


Druckwerke der Katholischen Pressvereine:

  • Auftritt gegen Antiklerikalismus

  • Explizit katholisch z.B. Styria

  • Trennung von Kirche und Staat existiert nicht

  • Pro Habsburger

  • Gegenbewegung zur liberalen Großpresse


Parteipresse:

  • Aufkommen dieser Klientelpresse -> 1880er/90er Jahre

  • Arbeiterzeitung (Sozialdemokraten), Reichspost (Christlichsoziale)


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Beschreiben Sie die staatliche Medienpolitik des Vormärz und des Neoabsolutismus und ordnen Sie die Medienpolitik politisch ein.

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Vormärz:

  • Ständegesellschaft (in dem staat, in dem man geboren wurde, bleibt man sein Leben lang, es gilt das Gerbutenprinzip)

    • Privilegiengesellschaft (manche Gesellschaftsgruppen sind privilegiert, wenig sozialer Aufstieg, keine politische Partizipation)

    • Unterschiede beim Ausüben der Wehrpflicht

  • Rigorose Medienzensur (betrifft Briefe, aber auch Grabsteine etc.)

  • Man brauchte von oben eine Genehmigung, dass man Zeitungen drucken durfte, es war ein Privileg

  • Staat hat Angst, dass staats- bzw. obrigkeitsfeindliche Propaganda betrieben wird

  • Ausweichen in sogenannte „politische Salons“

  • Stabilisierung der althergebrachten Ordnung


Neoabsolutismus:

staatliche Schikane ABER staatliches finanzielles Interesse

Medien sollten herrschaftsstabilisierend wirken!

Schikane:

  • Konzessionszwang (Gewerbeerlaubnis, staatliche Institution, die sagt, ob man etwas darf oder nicht)

  • Kautionszwang (finanzielle Einstiegshürde) Wenn jemand eine Zeitung verlegen wollte, musste er eine Kaution hinterlegen, eine große finanzielle Hürde

  • Zwischen 5.000 und 10.000 Gulden, Kautions- und Konzessionsverfall bei Verurteilung

  • Beschlagnahmungen (gesamte Auflagen können beschlagnahmt werden)

  • Gefängnisstrafen (Verleger und Journalisten; „Sitzredakteur“)


Staatliches finanzielles Interesse:

  • Inseratensteuer (auch heute noch)

  • Zeitungsstempel (nur für politische Blätter), der Preis hat sich verdreifacht, wenn der Stempfel drauf war


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  • 329 Studierende
  • 21 Lernmaterialien

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Q:

Welche Publikationen fördert die Publizistik- und die Presseförderung?

A:


  • Publizistikförderung fördert ausschließlich Periodika mit entweder themen- oder Publikumsfokus ( erscheinen mindestens 4x jährlich und haben ienen Qulaitätsanspruch und haben Themen wie Politik, Wissenschaft oder Religion  Enges und abgezirkeltes Segment)

  • Presseförderung fördert Tages- bzw. Wochenzeitungen als Publikumszeitungen


Beide sind gesetzlich geregelt und verankert.


Q:

Diskutieren Sie den Zusammenhang zwischen innenpolitischer Radikalisierung und Radikalisierungstendenzen in der österreichischen Medienlandschaft

A:

Drei Gewalthöhepunkte in Erster Republik:

  1. im Zuge der Österreichischen Revolution am 12.11.1918

  • Republik Deutsch-Österreich wird ausgerufen

  • Kommunistischer Stoßtrupp greif an -> erste politische Tote in Österreich

  1. 1927 -> Brand des Justizpalastes (100 Tote in Wien)

  2. 1929-1933 -> latenter Bürgerkrieg


Entwicklung zur politischen Radikalisierung:

  • 1918-1920 -> Konsensdemokratie zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen (zerbricht wegen einer Lächerlichkeit)

  • 1920-1933 -> Konfliktdemokratie

  • WW1 -> industriell geführter Krieg -> Waffenüberschuss -> spätere Parteiarmeen bedienen sich dieser Waffen

  • Ehemalige Soldaten finden bei den innenpolitischen Akteuren und deren Armeen Unterschlupf -> Staat verliert Gewaltmonopol


Paramilitärs:

Politische Kompromisse werden als Niederlagen angesehen -> Versuch den politischen Gegner zu vernichten, auch militärisch

  1. Heimwehr:

  • Ursprünglich lose Verbindungen

  • Aus „Bauernwehren“ entwickelte sich im Zuge der politischen Aufheizung die Heimwehr

  • Standen politisch rechts

  • Gründen eigene Partei und ziehen 1932 ins Parlament ein


  1. Republikanischer Schutzbund:

  • Teil der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei


Mediale Radikalisierung:

Politische Eskalationen gingen oft mit Übergriffen auf Tageszeitungen einher z.B.

  • 1918 -> Besetzung der Neuen Freien Presse

  • 1927 -> Justizpalastbrand -> Reichspost wurde gestürmt

  • Affäre Bettauer 1925  Schriften zur sexuellen Aufklärung

Geringe Haftstrafe für den Mörder Otto Roststock


Q:

Analysieren Sie die Begriffe Zentralisierung und Dezentralisierung am Bespiel des Rundfunks zwischen 1938 und 1945

A:

In der Presse und in der RAVAG gab es Personalsäuberungen. Der zweite Säuberungsprozess beseitigt die Führungskräfte


Zentralisierung:

  • Einzelne Landessender werden deutschen Reichssendern untergeordnet

  • 1939: RAVAG wird als Firma liquidiert


Dezentralisierung:

  • ab 1941 -> Reichssender Wien darf am Vormittag ein eigenes Programm gestalten

  • Frühling 1945 verfasst Hitler ein politisches Testament, In dem gibt er den Nerobefehl: alles, was an Infrastruktur vorhanden ist, zu zerstören (unter anderem die mediale). Der Nerobefehl wird nicht durchgeführt.


bis 1955 kein eigener österreichischer Radiosender -> Sender der Alliierten

Q:

Was versteht man unter „Rückbruch“ auf einer allgemeinen bzw. politischen und was auf medialer Ebene?

A:

Rückbruch -> einerseits Kontinuitäten, andererseits Brücke nach WWII


Allgemeine/politische Ebene:

Kontinuitäten:

  • Rückgriff auf Personen der Ersten Republik: Karl Renner wird erster Bundespräsident; Julius Raab, Leopold Figl -> jetzige Eliten standen vor 1945 politisch eher in der zweiten Reihe

  • Wiedereinsetzung der österreichischen Bundesverfassung von 1929 -> Bundespräsident als zentraler Akteur -> Direktwahl

  • SPÖ nach 1945 bis 1990 -> Sozialistische Partei Österreichs -> danach Sozialdemokratische Partei Österreichs

  • Kontinuität der politischen Parteien:

    • KPÖ -> Tradition der Kommunisten

    • ÖVP -> Tradition der Christlichsozialen

    • VdU -> ab 1949 -> Auffangbecken ehemaliger Nazis

  • Elitenkontinuität auf Ebene der Bürokratie


Brüche/Neuerungen:

  • Ab 1945 -> Konsensdemokratisches Prinzip; bis 1947 -> Konzentrationsregierung (alle vertretenen Parteien) aus SPÖ, ÖVP und KPÖ; ab 1947 bis 1966 große Koalition

  • quasi keine antidemokratischen Strömungen

  • Rückzug der katholischen Kirche aus Tagespolitik und schwindene Prägkraft des Marxissmus

  • Proporz und Sozialpartnerschaft als Stabilisierungsfaktoren

    • Machrelationen überziehen alle Ämter bzw. Bürokratie

    • Gesetzliche Interessensvertreter: Gewerkschaftsbund, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer

  • Bis Mitte der 50er-Jahre -> starke Aufwertung der KPÖ

    • Bis 1947 in Bundesregierung

    • Auch in Landtagen vertreten

    • starker Mitgliederzuwachs

  • Keine Debatte nach 1945 über Anschluss an Deutschland, keine Großmachtsehnsüchte

  • Keine Diskussion über Lebensfähigkeit der österreichischen Republik

  • Ansturm auf Visa in den USA


Mediale Ebene:

Kontinuitäten:

- Wiederkehr/starke Verankerung der Parteipresse

- Rückkehr der Journalist*innen aus der ersten Republik und dem Ständestaat


Brüche/Neuerungen:

  • Keine liberale Großpresse nach 1945

  • Neue journalistische Eliten (z.B. Hugo Portisch)

  • keine antidemokratischen Tendenzen in der österreichishen Medienlandschaft

  • Bundesländerpresse wesentlich einflussreicher

  • Keine Boulevardpresse bis Ende der 50er-Jahre

  • Rundfunk nicht mehr verstaatlicht/zentralisiert -> unter alliierter Kontrolle -> eigene Rundfunkstationen in Besatzungsgebieten


Q:

Welche Auswirkungen hatte die Gründung von NEWS auf den österreichischen Magazinmarkt?

A:

News wird von den Fellner-Brüdern 1991 gegründet und bringt die ZVB in Bedrängnis -> ausgeklügeltes Marketing, Anzeigenverkauf

  • Bis dahin war „profil“ Nummer 1 am Magazinmarkt in Österreich (Cashcow) -> durch News-Gründing verliert „profil“ an Bedeutung und erreicht Minus

  • Durch News erstmals in Österreich Zeitschriften-Marketing

  • völlig neue Marketingmethoden, Werbemethoden, Absatzmethoden

  • Völlig neue Werbeformate -> Inseratenpakete, neue Werbesujets

  • Symbiotischer Zugang bei News -> wenig Distanz zu Politik (z.B. Thomas Klestil Bundespräsident)  Er hat gesagt, das ist ein gutes Heft

  • war die erste Zeitschrift, die im OTS angekündigt hat, was im nächsten News stehen wird

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Q:

Welche Unterschiede zwischen „ständestaatlicher“ und nationalsozialistischer Medienpolitik bestanden?

A:

NS-Medienpolitik:

  • wesentlich radikaler, zielgerichteter, zentralistischer, schneller

  • keine nennenswerte Opposition

  • Maßnahmen zur staatlichen Kontrolle:

    • März 1933: Reichspropagandaministerium für Goebbels

    • September 1933: Reichskulturkammer

    • Oktober 1933: Schriftleitergesetz

  • Keine ausgeprägte Untergrundpresse


Ständestaatliche Medienpolitik:

  • Staat hat keine totale Kontrolle

  • Massive Untergrundbewegungen

Q:

Welche Dimensionen weist der Begriff „Österreichische Revolution“ auf und inwiefern spiegelten sich diese in der Medienlandschaft wieder?

A:

1918-1920 -> Österreichische Revolution

  1. geographische Revolution

Vertrag von Saint Germain -> „Der Rest ist Österreich“, keine Akzeptanz des Rumpfösterreichs:

  • Anlehnung an untergegangene Monarchie (Verwaltung, Banksektor)

  • Innerstaatliche Arbeitsteilung zu Zeiten der Monarchie fiel weg -> einzelne Länder der Monarchie waren für Produktion bestimmter Industriegüter bzw. Lebensmittel zuständig -> nach Zusammenbruch der Monarchie -> verschränkter, in sich integrierter Wirtschaftsraum

  • Außengrenzen, neue Zollmauern

  • Geographischer Strukturbruch für Medien weitestgehend ohne Bedeutung (kleinteiliger Markt)

    • Auswirkungen für liberale Großpresse (war nämlich in gesamter Monarchie vertreten)

    • Auswirkung für Kleine Zeitung (Verlust der Untersteiermark)


  1. soziale Revolution

Eliten der Habsburgermonarchie verloren Macht (Adel, Klerus, Militär) -> Klassenunterschiede werden reduziert

Medienpolitische Aspekte:

  • Boulevard -> Asphaltpresse

  • Sportberichterstattung (Breitensport Fußball)


  1. politische Revolution

Massiver Schub in Richtung Gleichheit/Nivellierung

Sozialdemokratie wird zur Elite

Frauenwahlrecht 1918

Medienpolitische Aspekte:

  • 30.10.1918 -> provisorische Nationalversammlung -> Aufhebung der Zensur, Aufhebung von administrativen Postverboten (Verstoß gegen Meinungsfreiheit)

  • 01.10.1922 -> Preßgesetz

Q:

Welche Zeiträume sind mit Vormärz und mit Neoabsolutismus gemeint?

A:

Vormärz (1815-1848)

Zeit vor der Revolution; 1814: Wiener Kongress (EU Verhandlungsort nach Napoleons in Waterloo, -> hl. Allianz , Intensive Zensur, Fürst Metternich wollte das Gleichgewicht in EU wiederherstellen; März 1848: Revolution in Wien


Neoabsolutismus (1851-1867)

nach Scheitern der Revolution -> wieder absolutistische Verhältnisse; 1867: erste Verfassung (Staatsgrundgesetz: Meinungsfreiheit; kodifiziert staatsbürgerliche Rechte

Q:

Arbeiten Sie im Rahmen eines Überblicks über die Boulevardpresse in der Monarchie und der Ersten Republik Traditionen und Innovationen heraus.

A:

1848 -> Entwicklung des unpolitischen Boulevards

1899 -> Zeitungsstempel abgeschafft -> 1900 Kronen Zeitung gegründet (Illustrierte Krone -> Neuheit war Illustration)

1904 -> Kleine Zeitung vom katholischen Pressverein Styria - 

Diese hat auch einen politischen Teil, die Sprache und der Aufbau bleiben jedoch gleich.

Wenn sie nicht politisch ist, unterliegt sie nicht dem Konzessionszwang und sie brauchen keinen Zeitungsstempel.

Es wird über alles außer Politik berichtet.

Boulevardpresse überlebt, weil sie so billig ist (weil eben kein Zeitungsstempel). Sie hat einfache Sprache  für das normale Bürgertum.



unpolitischer Boulevard:


Die „Illustrierte Kronen Zeitung“

Erfolgrezept:

  • billiger Preis (Monatsabo -> 1 Krone)

  • Illustration auf Seite 1

  • Einfache Sprache

  • Intensive Leserbindung (durch Preisausschreiben, Fortsetzungsromane)

  • Kontinuität in den 20er Jahren

Kein Leitartikel, Feuilleton, keine politische Färbung, keine auswärtigen Mitarbeiter -> wichtige Nachrichten aus Ausland oft erst am nächsten Tag von anderen Blättern übernommen

Durchbruch 1903 -> Sonderbericht über Ermordung des serbischen Königspaares -> aufgeladene, aggressive Gesellschaft spiegelt sich in Zeitung wieder


Die „Kleine Zeitung“

  • im WW1 erstmals Auflage von 100.000, 1925 auf 29.000 zurückgegangen, bis 1935 wieder auf 44.000 bzw. 82.000 am Sonntag angestiegen

  • neben „Grazer Volksblatt“ zweites Tagblatt des „Styria-Verlages“ in Graz

  • meistgelesenes Blatt der österreichischen Alpenländer

  • anspruchslose Berichterstattung + Sensationsmeldungen, auf Kommentare zum Zeitgeschehen wurde verzichtet

  • Zeichnung auf Titelblatt, viele Illustrationen


Asphaltpresse/Revolverpresse:

  • Straßenverkauf

  • Anfang der 20er Jahre

  • Reißerische Aufmache

  • Schlagzeile muss polarisieren, verknappt sein

  • radikalere Form des Boulevards

  • Pressekorruption/Erpressung der Presse

  • Ausführlicher Politikteil (links positioniert)

  • Kulturteil (groß und handwerklich gut gemacht)


„Kleine Blätter“ ab 1927:

„Das kleine Blatt“ -> Parteizeitungen der Sozialdemokraten

„Das kleine Volksblatt“ -> Parteizeitungen der Christlichsozialen -> katholische Kronen Zeitung

  • Mischung zwischen Boulevard und Parteizeitungen

  • waren schwirig zu lesen, weil komplizierter geschrieben

  • wollten mehr oder weniger subtil ihre Themen unters Volk bringen

  • Parteipresse wandte sich nur an politische Eliten -> Agitationsbasis verbreitern, breitere Leserschicht ansprechen


Q:

Inwiefern lassen sich Traditionen und Innovationen in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 1848 und 1933 nachweisen?

A:

Traditionen (4)

  • Parteizeitungen (80er frühe 90er)

  • Unpolitischer Boulevard (Hochblüte ab 1900)

  • Liberale Großpresse (späte 50er)

  • Blätter der katholischen Presssvereine (70er)

Innovationen (4)

  • politischer Boulevard (Asphaltpresse; ab 1927 -> „Kleine Blätter“)

  • Radio ab 1924 (RAVAG)

  • Sportberichterstattung (eigene Sportzeitungen, Trend geht zum Volkssport)

  • Zugriff auf Agenturmaterial bei außenpolitischer Berichterstattung

  • Entprovinzionalisierung des Pressemarkts. Medienangebot nimmt zu. Tageszeitungen nehmen aber nur in den Bundesländern (Wien nicht) zu, da dort noch Aufholbedarf herrschte.

Q:

Welche historischen und politischen Einschnitte spielten bei der Entwicklung der Medienlandschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Rolle und welche Zeitungstypen entwickelten sich daraus?

A:

Außenpolitische bzw. militärische Niederlagen wie 1858 in Solferino gegen Italien und 1866 in Königgrätz gegen Preußen.

Die Niederlage von 1859 führte zum Preßgesetz von 1862, das zu einer Revision bzw. Lockerung der restriktiven Medienpolitik des Neoabsolutismus führte, indem der Konzessionszwang wegfiel.

Die Niederlage von 1866 führte zum Ausgleich mit Ungarn bzw. dem österreichisch-ungarischen Dualismus. Das Staatsgrundgesetz garantierte zumindest am Papier:

  • Meinungsfreiheit

  • Verbot der Zensur

  • Verbot administrativer Postverbote


Liberale Großpresse (Neue Freie Presse, Das neue Wiener Tagblatt, Tagespost)

  • politischer Liberalismus, konservativ angelegt

  • politischer Pluralismus gefordert (Wahl zwischen mehreren Parteien)

  • Antiklerikalismus (Trennung zwischen Kirche und Staat)

  • Staatlicher Zentralismus (Monarchie als Ganzes erhalten, Betonung der deutschen Dominanz)

  • Dominanz des deutschen Elements in der Monarchie


Druckwerke der Katholischen Pressvereine:

  • Auftritt gegen Antiklerikalismus

  • Explizit katholisch z.B. Styria

  • Trennung von Kirche und Staat existiert nicht

  • Pro Habsburger

  • Gegenbewegung zur liberalen Großpresse


Parteipresse:

  • Aufkommen dieser Klientelpresse -> 1880er/90er Jahre

  • Arbeiterzeitung (Sozialdemokraten), Reichspost (Christlichsoziale)


Q:

Beschreiben Sie die staatliche Medienpolitik des Vormärz und des Neoabsolutismus und ordnen Sie die Medienpolitik politisch ein.

A:

Vormärz:

  • Ständegesellschaft (in dem staat, in dem man geboren wurde, bleibt man sein Leben lang, es gilt das Gerbutenprinzip)

    • Privilegiengesellschaft (manche Gesellschaftsgruppen sind privilegiert, wenig sozialer Aufstieg, keine politische Partizipation)

    • Unterschiede beim Ausüben der Wehrpflicht

  • Rigorose Medienzensur (betrifft Briefe, aber auch Grabsteine etc.)

  • Man brauchte von oben eine Genehmigung, dass man Zeitungen drucken durfte, es war ein Privileg

  • Staat hat Angst, dass staats- bzw. obrigkeitsfeindliche Propaganda betrieben wird

  • Ausweichen in sogenannte „politische Salons“

  • Stabilisierung der althergebrachten Ordnung


Neoabsolutismus:

staatliche Schikane ABER staatliches finanzielles Interesse

Medien sollten herrschaftsstabilisierend wirken!

Schikane:

  • Konzessionszwang (Gewerbeerlaubnis, staatliche Institution, die sagt, ob man etwas darf oder nicht)

  • Kautionszwang (finanzielle Einstiegshürde) Wenn jemand eine Zeitung verlegen wollte, musste er eine Kaution hinterlegen, eine große finanzielle Hürde

  • Zwischen 5.000 und 10.000 Gulden, Kautions- und Konzessionsverfall bei Verurteilung

  • Beschlagnahmungen (gesamte Auflagen können beschlagnahmt werden)

  • Gefängnisstrafen (Verleger und Journalisten; „Sitzredakteur“)


Staatliches finanzielles Interesse:

  • Inseratensteuer (auch heute noch)

  • Zeitungsstempel (nur für politische Blätter), der Preis hat sich verdreifacht, wenn der Stempfel drauf war


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