Kinder Und Jugendlichen Pflege an der Fachhochschule Campus Wien | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Kinder und Jugendlichen Pflege an der Fachhochschule Campus Wien

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Kinder und Jugendlichen Pflege Kurs an der Fachhochschule Campus Wien zu.

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Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Ernährung + pflegerische
Konsequenzen

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Neugeborene haben einen hohen Energiebedarf: >180ml/kgKG/d. Das Problem ist bei dem kleinen
Magenvolumen die Verdauung eingeschränkt ist.
Muttermilch + Supplemente (z.B. FM 85)
o Beginn ab 100ml/kgKG/d
o 2-4% langsam steigern
Spezielle FG-Nahrung falls keine Muttermilch vorhanden
o Stufe 1 <1800g
o Stufe 2 >1800g
o +Multivitamine, VitD3, Eisen, Ca, Ph, (Laktoferrin, Infloran bis 34. SSGW)


Probleme bei der Ernährung von Frühgeborenen:
→ Schwacher Saug- und Schluckrefelx
→ Koordination Saugen – Atmen – Schlucken noch unausgereift (ca. 35 SSW)
→ Zu schwach zum Trinken
→ Rasche Ermüdung
→ Negative Erfahrung im Mundbereich (Magensonde setzten, traumatische Mundpflege)
→ Mangelnder Appetit
→ Geblähtes Abdomen, stehende Darmschlingen
→ Magenreste, Erbrechen
→ Schmerzerfahrung


Maßnahmen
→ Anlegen oder Muttermilchgewinnung in der 1. Lebensstunde
→ Vermeiden der Trennung von Mutter und Kind
→ Viel Haut-zu-Haut-Kontakt
→ Im Verlauf regelmäßiges Anlegen (wenn möglich alle 3h abpumpen/anlegen)
→ Beratung und Begleitung durch LaktationsberaterIn
→ Tägliche Gewichtskontrolle des Kindes
→ Füttern nach AO
→ Vermeiden von Formulazufütterung, wenn nicht medizinisch indiziert/angeordnet
→ Bei Stillwunsch Zufüttern an der Brust (Zufüttern über die Magensonde dem Zufüttern mit der
Flasche vorziehen, wenn möglich)
→ Bei Hebammenbetreuung zu Hause Erfahrung mit Frühgeborenen erwünscht, ggf. die Hebamme
bei Entlassung miteinbeziehen

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Was versteht man unter entwicklungsfördernder Pflege – welche Konzepte eignen sich dazu?

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Zur optimalen Entwicklung benötigt ein Baby:
→ Nahrung
→ Wärme
→ Pflege
→ Liebevolle Zuwendung der Eltern (Bonding)
→ Intensiven Körperkontakt und Körpererfahrung


Dafür stehen unterschiedliche Konzepte zur Verfügung:
→ Kangoroo-Mother-Care (KMC)
→ Basale Stimulation
→ NIDCAP/WEFIB
→ Kinästhetik-Infant-Handling
→ Babymassage


Kangaroo-mother-Care (KMC)
→ 1970
→ In Gebieten wo keine Inkubatoren vorhanden waren
o Kangaroo position: skin-to-skin contact
o Kangaroo nutrition: exclusive brastfeeding
o Kangaroo discharge: Entlassung sobald Temperatur stabil, kontinuierliche Gewichtszunahme
→ Frühzeitiger möglichst Langer Haut-zu-Haut-Kontakt
→ Bauchlage, Seitenlage
→ Pflegerische Interventionen möglich wie z.B. Blutabnahme
Vorteile Kind
o Bonding wird optimal unterstützt
o Laktation wird gefördert, höhere Stillrate
o VZ stabilisieren sich, O2-Bedarf sinkt
o Selbstregulation wird unterstützt
o Stress- und Schmerzreduktion
o NEC-, Sepsis-, Retinopathierisiko sinkt
o Mortalität und Morbidität sinken
o Frühere Entlassung
Vorteile Eltern
o Möglichkeit sein Kind kennenzulernen
o Sicherheit im Umgang erlangen
o Gefühl „gebraucht“ zu werden
o Längere Stilldauer
o Kürzere Aufenthaltsdauer
o Geringere Komplikationsrate
o Weniger Wiederaufnahmen


Basale Stimulation
→ ist ein Konzept zur Förderung von Menschen in krisenhaften Lebenssituationen, in denen ihre
Austausch- und Regulationskompetenzen deutlich vermindert, eingeschränkt oder dauerhaft behindert
sind.
Es dient der ganzheitlichen, körperbezogenen, kommunikativen Förderung von
wahrnehmungsbeeinträchtigten Menschen
→ Vestibuläre Stimulation
→ Olfaktorische Stimulation
→ Orale Stimulation
→ Auditive Stimulation
→ Visuelle Stimulation
→ Somatische Stimulation
→ Haptisch-taktile Stimulation
→ Vibratorische Stimulation


NIDCAP
→ newborn individualizied development care and assessment programm
Ziele:
→ Stressreduktion
→ Verstärkung des selbstregulierenden Verhaltens
o Führen der Hand zum Mund
o Greifen, Saugen
→ Entwicklungsförderung
Einfluss von Licht
→ Keine direkten Lichtquellen, Licht dimmbar, Augen abdecken, Inku abdecken
→ Direkter Einfluss auf ZNS, HF, Apnoen, RR, Gedeihen, REM-Schlafphase
→ Nicht mehr als 600 lux
Einfluss von Lärm
→ Geräuschmesser, Verhaltensänderung, Mobiliar und Equipment leise bewegen, Inkubatorklappe leise
öffnen und schließen, keine Radios, leise sprechen, Monitoralarme auf minimum reduzieren, Telefone auf
leise, Visite Sprechen nicht direkt am Bett, Schallschutz verwenden
→ SaO2 Werte sinken bei Lärm
→ Gefahr von Hörschäden
Weitere Maßnahmen
→ Alle Manipulationen am besten SL
→ SL, RL, BL, am Handout anschauen!
→ Pucken/Swaddling
→ Facilitaded Tucking
→ Nonnutrives Saugen
→ Unterstützung der Eltern-Kind-Geschwister Beziehung
o Frühchentagebuch
o Koffer für Geschwisterkinder


Kinästhetik-Infant-Handling
→ Wissenschaft von der Bewgungswahrnehmung
→ Unterstützt das Lernen und die Entwicklung
→ Bewegung wird gesundheitsfördernd gestaltet
→ NG hat bereits intrauterine Bewegungs- und Sinneserfahrung
→ Durch die Schwerkraft müssen Bewegungen „neu erlernt“ werden
→ KIH gestaltet die Umgebung so, dass sich die Bewegungsfähigkeit weiterentwickeln kann durch z.B.
Gewichtsabgabe und Grenzen

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Erklären Sie kongenitale Vitien: PDA, TGA, AIST. Welche pflegerischen Konsequenzen ergeben
sich jeweils?

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Die verschiedenen Fehlbildungsformen und erworbenen Störungen sind sehr unterschiedlich deshalb ist
die Pflegeproblematik immer individuell anzupassen.
Bei einem Verdacht auf einen Herzfehler nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung, kann die
Diagnose durch EKG, Echokardiografie und bildgebende Darstellung des Thorax erfolgen. Ständig
verbessert sich die Medizin und so kann es schon früh entdeckt und dadurch auch behandelt werden.


PDA – Persistierender Ductus arteriosus
Der Ductus arteriosus ist ein Gefäß, welches beim Fetus die Aorta und die Pfortader verbindet. Nach der
Geburt verschließt er sich normalerweise. Ein offener (persistierender) D.a. ist wenn er nach der Geburt offen bleibt und durch ihn Blut aus der Aorta in die Pfortader (Lungenschlagader) fließt. Dies passiert oft bei Frühgeborenen Babys.
Ein kleiner offener Ductus Botalli ist häufig ein Zufallsbefund bei einem beschwerdefreien Kind. Bei einem
großen Ductus arteriosus fließt viel Blut aus der Aorta in die Lungenschlagader, während die Lunge verstärkt durchblutet wird, wird der Körper trotz vermehrter Herzarbeit weniger gut durchblutet.
Betroffene Babys schwitzen beim Trinken, nehmen nicht gut an Gewicht zu und atmen häufig angestrengt.
Bei manchen angeborenen Herzfehlern ist ein offener Ductus arteriosus lebensrettend, weil über ihn Blut
zwischen Körper- und Lungenkreislauf gemischt werden kann. Bei diesen Kindern wird der Ductus
arteriosus nach der Geburt durch eine Infusion mit dem Medikament Prostaglandin offengehalten.
Kleinere verschließen spontan in den ersten Lebensjahren und größere können mittels medikamentöser
Therapie, Katheterintervention oder ganz selten auch Operation behandelt werden.
Trinkverhalten/Gedeihen: Menge, Erschöpfung, tgl. Gewicht
Haut: fahl, blass, grau, marmoriert, kühl, kaltschweißig?
Atmung: Dyspnoe, Tachypnoe, Einziehung, Zyanose (Munddreick), Geräusche...
AZ: ängstlicher Gesichtsausdruck. Unruhe, Apathie, ..


TGA – Transposition der großen Arterien
→ Der Ursprung der Aorta und der Pulmonalarterie ist vertauscht. Daher findet kein Blutaustausch zwischen den Lungen und dem Körperkreislauf statt. Es handelt sich um einen der häufigsten zyanotischen Herzfehler im Neugeborenenalter, der unkorrigiert mit dem Leben nicht vereinbar ist.
→ Keine O2-Gabe ohne Ärztliche Anordnung!
→ Offenhalten des Ductus arteriosus mit Prostin
→ Sorgfältige Beobachtung bei Prostaglandintherapie:
o Überwachung des Sgl. Mittels Standartmonitoring: AF, HF, RR, SaO2, Temp.
o Engmaschige Bilanzierung
o Pflege im Wärmebett, Thermoneutralpflege
o Stressreduzierte Pflege
o PE1 muss kontinuierlich (cave Bolus), am besten über einen ZVK, verabreicht werden; NW beachten!


AIST – Aortenisthumusstenose
→ Einengung der Aorta am Übergang des distalen Aortenbogens in die absteigende Aorta. Bei der
kritischen AIST ist die Versorgung der unteren Körperhälfte mit Sauerstoff herabgesetzt.
→ RR und Puls an allen 4 Extremitäten messen → Unterschiede?
→ SaO2 OE und UE → Prä und postducale Unterschiede?
→ Gestaute Halsvenen?
→ Engmaschige Bilanzierung der Harnausscheidung: verminderte Harnausscheidung würde auf eine
Minderdurchblutung der Nieren hindeuten
→ Offenhalten des Ductus arteriosus mit Prostaglandin siehe Pflege oben

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Legen Sie die Situation von Geschwister, von chronisch kranken Kindern dar. Welche
pflegerischen Konsequenzen ergeben sich daraus?

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→ 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen mit schwer kranken Geschwistern auf
→ Gründe dafür das die Zahlen steigen sind Fortschritte in der Medizin und eine höhere
Umweltbelastung
→ Bei 14% der Familien besteht ein hoher Zeitaufwand für die Pflege


→ Und das alles hat mehr oder weniger Auswirkungen auf die Geschwister hier ein paar positive:
o Persönlichkeitsbildend
o Lernen Verantwortung zu übernehmen
o Gewinnen an Reife
o Hohe Empathie


Negative:
o Angst um die Geschwister, mögl. Tod, eigene Gesundheit und Eltern
o Informationsmangel
o Weniger elterliche Aufmerksamkeit und weniger Zeit
o Schuldgefühle: Schuld an der Krankheit, Schuld nicht mehr tun zu können
o Familienleben verändert → Verlustgefühl
o Gesunde nehmen sich und ihre Bedürfnisse zurück; können ihre Emotionen nicht
ausdrücken
o Rollentransfer

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Welche Bedürfnisse haben Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern?

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Die Bedürfnisse von Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern nach dem Phasenmodell:


1. Sichtbarwerden der kindlichen Behinderung – Handlungsunfähigkeit
Die Familie steht unter Schock und sie wissen nicht was sie tun können
psychologische, seelsorgerische Begleitung, Halt und Sicherheit
2. Restabilisierung – Anpassungsbemühungen
Die Familie beginnt die Krankheit in den Alltag einzubauen
Unterstützungsbedarf erkennen; Helfernetz ausbilden, Casemanagement
3. Annahme der Herausforderung – sukzessiver Kompetenzzuwachs
Die Herausforderung wird angenommen und die Kompetenzen erweitern sich
intensiveres lernen→Information, Anleitung, Schulung, Kontakt zu anderen betroffenen
4. Gewinnung von Handlungssicherheit – Routinisierung
regelmäßige Freiräume ermöglichen; Regeneration der Helferinnen, professionelle
Unterstützungsangebote
5. Handlungssouveränität – Spezialisierung
kurzfristig, punktuelle Unterstützung vor allem in gesundheitlichen Krisen und in
Veränderungsprozessen (Pubertät, Ablösung)

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Welche Möglichkeiten der entwicklungsfördernden Positionierung und Umgebungsgestaltung
gibt es?

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→ Kangoroo-Mother-Care (KMC)
→ Basale Stimulation
→ NIDCAP/WEFIB
→ Kinästhetik-Infant-Handling
→ Babymassage

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Begründen Sie die Vorteile des Stillens für Kinder mit DS. Welche spezifischen Beratungsinhalte
werden Sie erörtern?

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→ Bonding → durch die Prolaktinausschüttung
→ Mund und Gesichtsmuskulatur wird trainiert
→ Die Zungenbeweglichkeit wird gefördert
→ Höhere sensorische Reize da alle Sinne angesprochen werden
→ Infektionsprophylaxe und Obstipationsprophylaxe
→ Allgemein bekannte Vorteile des Stillens


Beratung:
→ Zeit!!
→ Optimale Vorbereitung durch Lippenmassage, Hand und Fußmassage
→ Rechtzeitiges Anlegen bei ersten Hungerzeichen; keine Stillabstände
→ DanCer-Griff: Brustkompression (Daumen oben, alle anderen Finger unten)
→ Fingerspitzen an Babys Kinn legen und sanften Druck nach oben
→ Halbaufrechte Position
→ Baby schläft immer ein: während des Stillens massieren; Blickkontakt halten, reden, lachen, loben
→ Haut zu Hautkontakt zw. Den Mahlzeiten und viel Tragen
→ Beruhigungsnuckeln, wenn das Baby noch nicht effektiv trinken kann, kleine Sauger verwenden

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Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Thermoregulation +
pflegerische Konsequenzen

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Hypothermie
→ bei Temperaturen unter 36,5°, 30% erleiden eine milde Hypothermie. Weil die Hautbarriere unreif ist,
aufgrund von geringem Gewicht/Verhältnis KOF ungünstig, weil das Unterhautfettgewebe geringer ist und
weil die Proliferation des braunen Fettgewebes noch nicht abgeschlossen ist
ACHTUNG Kältestress→ erhöhter 02 bedarf→ erschwert respiratorische Anpassung
→ Raumtemperatur erhöhen
→ Rasches Abtrocknen, Haube aufsetzen
→ Haut-zu-Haut Kontakt ermöglichen
→ Wärmematratze, Wärmestrahler, Wärmebett
→ Angewärmter O2, keine kalten Infusionen

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Definieren Sie den Begriff Behinderung nach CRPD, und legen Sie Einflussfaktoren dar

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„.. Menschen, die langfristig körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilnahme an der Gesellschaft hindern können“


Impaiment (Schädigung von Körperfunktion und -Struktur)
Limitation (Schwierigkeiten bei Aktivitäten)
Restriction of participation (Beeinträchtigte Teilhabe an Lebenssituationen)
Envioronmental factors (Wechselwirkungen von Umweltfaktoren und oben genannten)

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Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Entwicklung und den Schlaf? + pflegerische Maßnahmen
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Verhalten: apathisch, leicht irritierbar und Reaktionen sind teilweise unvorhersehbar, Tagesrhythmus zunächst unregelmäßig; anfängliche Apathie der Kinder dient zum Schutz vor Überforderung, denn auf den Intensivstationen sind sie einer Vielzahl an entwicklungsuntypischen Reizen wie Licht, Lärm, Schmerzen und Schwerkraft ausgesetzt, die sie aufgrund ihrer Unreife nich nicht bewältigen können. 

Bei späteren FG lässt sich bis ins EW-Alter eine negative Assoziation von Gestationsalter und kognitiver Fähigkeit nachweisen. 

Ab der 28. SSW lässt sich schon ein aktiver Schlafzustand beobachten, erkennbar an schnellen Augenbewegungen - REM Phasen
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Worin liegen die pflegerischen Aufgaben bei Kindern mit Herzinsuffizienz? In Bezug auf: Rechtsherzinsuffizienz und Linksherzinsuffizienz

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Rechtsherzinsuffizienz: Leber-Milz-Rückstau → Hepatosplenomegalie→ Zwerchfellhochstand → erschwerte Atmung
Linksherzinsuffizienz: Lungenrückstau → Lungenüberflutung → oft kardialer Husten → trockener Husten
→ Infektanfälligkeit


Sichern stabiler Vitalfunktion und rechtzeitiges Erkennen von Veränderungen
Kinder sind meist monitiert, Monitoring und individuelle Grenzen nach ärztlicher Anordnung!

Monitoring:
→ Puls, Atmung immer 1 Minute auszählen (periodisches Atmungsmuster bei Sgl.)
→ Pulsoxy wechseln 3-4h um Druckstellen und Verbrennungen zu vermeiden
→ VZ in Ruhe beurteilen
→ VZ immer alters und vitienabhängig
RR:
→ Blutdruckmanschette anpassen (2/3 des OA) und diese bleibt dann beim Kind
o Zu klein – falsch hoch
o Zu groß – falsch niedrig
→ Immer an der fleichen Stelle messen (re OA) evtl. an allen Extremitäten und dann den Unterschied
erkennen
O2 Gabe:
→ Nur nach AO (im Notfall erlaubt) → kann den Ductus verschließen
→ Immer befeuchten und bei kleinen Kindern auch anwärmen
→ Hautkolorit beobachten
→ Eher Brille oder Vorlage weil Maske Angst macht
→ Pflege der Nasen- und Mundschleimhaut (Sauerstoff kann austrocknend wirken)
Monitoralarm:
→ Zuerst das Kind anschauen und dann beurteilen
→ Werte am Monitor anschauen und beurteilen (Cave: Artefakte)
→ Normwerte kennen – individuelle Grenzwerte kennen
→ Sättigungsveränderungen → ev. Positionsveränderung, Sauerstoffbrille verrutscht
→ Tachypnoe, Dyspnoe, Tachykardie: evtl. Fieber, Schmerzen, Stress, zum warm?
→ Bei rapiden Veränderungen → BasicLifeSupport einleiten


Verbesserte Atmung und physiologische Ausscheidung gewährleisten
Atmung
→ OK hochlagern mind. 20-30°
→ Bei Sgl. Stufenlagerung besser als Bett schräg zu stellen
→ Sitzende/flache Positionierung bei Lebervergrößerung vermeiden
→ Kutschersitz, VATI Lagerung, Thorax unterlagern
→ Generell bequem, individuell und an die Situation angepasst
→ Pneumonieprophylaxe: Kontaktatmung, Atemstimmulierende Einreibung, Atemtrainer,
Seifenblasen, Windrad, Wattebällchen, Strohhalm blubbern,..
→ Rasche Mobilisation nach AO und Möglichkeit
→ Zusätzliche Belastung wie Schmerzen und Stress vermeiden
→ Ruhige Umgebung
→ Atemtherapie, Physio
→ Eltern anleiten und Schulen bzg. Beobachtung, Atemübungen, O2-Gabe
→ Sauerstoff verabreichen

Ausscheidung
Neigen zu Obstipation weil weniger Flüssigkeit im Körper aufgrund Flüssigkeitseinschränkung, Diuretika,..
Bei Stuhlgang erhöht sich der thorakale Druck durch das Pressen und die Anstrengung.
→ Prophylaxe durch stuhlauflockernde Ernährung wie Zwetschken, Obstbrei, Apfelsaft Hinweise auf
den Breigläschen beachten und auf die individuellen Gewohnheiten
→ Obstipationstherapie
o Nur osmotisch wirkende Laxantien (ziehen Wasser in Darm)
o Milchzucker
o Darmrohr, Darmspülung
→ Harn bilanzieren wegen der Langfristigen Diuretika Therapie
o Ausfuhr: Harnmenge messen, Windel wiegen, evtl. DK
o Einfuhr: alle Flüssigkeiten, i.v. nicht vergessen, auch Brei und versteckte Flüssigkeiten in
Obst oder Gemüse
→ Gewicht kontrollieren 1x/t immer unter den gleichen Bedingungen (Nüchtern, nach
Harnausscheidung, selbe Uhrzeit, am besten morgens)
→ Bei rasanter Zunahme CAVE: Ödeme (Jugendalter: Beine, Knöchel; Sgl. Und KK: Hand-, Fußrücken
und Lidödeme
→ Begrenzte Flüssigkeitszufuhr: nicht mehr si streng, dafür mehr Diuretika
→ Oligo-, Anurie → Minderdurchblutung der Niere → Ausscheidung von mind. 1ml/kg/h bei
herzkranken Kindern erforderlich


Sichern des angemessenen Gedeihens und der physiologischen Körpertemperatur
Angemessenes Gedeihen
STILLEN FÖRDERN!!
→ Kein Stillverbot, Bonding und Lustgewinn stehen im Vordergrund → orale Stimmulation, Förderung
der Zungen-Mund-Motorik
→ Während der Nahrungsaufnahme beachten:
o Evetuell begrenzte Dauer: Saugen ist anstrengend (gilt für Stillen und Flaschenernährung)
o Monitoring und genaue Beobachtung während der Nahrungsaufnahme (Dyspnoe?
Belastung?)
o Bei Erschöpfung, Pause oder beenden
o Trinkwiegung beim Stillen (vor und nach der Mahlzeit; Unterschied entspricht der
getrunkenen Menge)
o Restmenge beim Stillen wird abgepumpt und nachsondiert oder auch Dormularnahrung
verabreicht (je nach Milchmenge der Mutter)
o Aufrechte Positionierung bei der Nahrungsaufnahme
→ Kleine Mengen und öfters Mahlzeiten→ kardiale Belastung ist geringer, exzessiver Hunger wird
vermieden (CAVE: hypoxämische Krise!)
→ Nach dem Essen: voller Bauch → Zwerchfellhochstand → interthorakaler Druck, schlechtere
Sättigung, Maßnahmen: OK hochlagern, falls vorhanden die Magensonde öffnen
→ Evtl. Anreicherung mit Kalorien lt. Diätologin: viele Kalorien in wenig Flüssigkeitsmenge (auch
Muttermilch)
→ Schulung der Eltern: Trinkmenge, Sondieren → Unterstützung durch MOKI, HKP
→ Bei größeren Kindern Wunschkost und Vorlieben beachten, Ernährungsplan, Motivation zum Essen

Körpertemperatur sichern
→ Hypo-, Hyperthermie ist anstrengend → thermoneutral pflegen (im Bereich der physiologischen KT,
keine Schwankungen)
→ Dystrophe Kinder zentralisieren leicht → Extremitäten wärmen mit Socken oder Watteverbänden
→ Atmungsaktive Kleidung aus z.B. Baumwolle, Zwiebelschalensystem
→ Schwitzen viel deshalb Gewand und Bettwäsche oft wechseln (mehrmals pro Tag)
→ Fieber wird rasch gesenkt ab 38,5° bei herzkranken Kindern ist das Fieber sehr belastend
→ Dystrophe Säuglinge im Wärmebett, weil sie die Wärme nicht eigenständig aufrechterhalten
können
→ Hitze vermeiden (Baden/Duschen) CAVE: Wärmekissen
→ Kühle Raumtemperatur


Unterstützung der Toleranz der Medikamenteneinnahme
→ Dauermedikamente → Rasch an Medikamentengabe gewöhnen → in Kurve oft
Verabreichungsform festgehalten (in Apfelmus oder so)
→ Kontrolle der VZ Kontinuierliches Monitoring in der Einstellungsphase bei z.B. RR Mitteln
→ Verabreichung:
o Säugling: Medis in Tee/Wasser auflösen → Spritze/Sauger → Mund; immer vor der Nahrung
o Medis nicht in der Flasche geben
o Kindgerechte verabreichung (Säfte, Tropfen, Suppositorien)
→ Bei liegender Nahrungssonde Medikamente sondieren (Lustgewinn bei Nahrungsaufnahme bleibt
erhalten)
o Retardmedikamente NIE mörsern
o Medikamente nie in Milch und nie mischen
→ Erbrechen → nachgeben nur nach AO
→ Nüchternzeiten: welche Medikamente sind trotzdem notwendig? AO!
→ Diuretika und RR senkende Mittel in der Einstellungsphase nicht gleichzeitig verabreichen weil der
RR abfällt (bei Kindern die daran gewöhnt sind schon möglich)
→ Einschulung der Eltern (was? Wie oft? Applikation? Regelmäßigkeit? NW?) → Plan
→ Motivation der Kinder durch Belohnung fördern
→ Jugendliche → Compliance fördern durch aufzeigen der Wichtigkeit, evtl. psychologische
Begleitung
→ Sichere Lagerung der Medikamente
→ Pflege bei Prostaglandintherapie siehe oben


Angstminderung, angemessene Belastbarkeit und Akzeptanz der Erkrankung + pflegerische
Konsequenzen

Angstminderung
Angstanzeichen sind: Gequälter Gesichtsausdruck, angsterfüllte aufgerissene Augen, Tonus erhöht. Das Ziel ist es die Ängste wahrzunehmen der Kinder und der Bezugsperson.
→ Sicherheit vermitteln, Nähe/Wärme ausstrahlen, Da-Sein,
o Kind, Eltern nicht alleine lassen
o Bei der Visite anwesend sein – Bindeglied
o Informationen geben
o Gesprächsbereitschaft zeigen, aktives zuhören
→ Psychologische Begleitung: auf kinderkardiologischen Stationen meist zur Verfügung
→ OP-Begleitung
→ Aufklärung der Eltern und kindgerechte Aufklärung vor Operationen und Eingriffen durch
Broschüren etc.,
→ Entspannungstechniken: Musik, Atemtechniken, Basale Stimulation, Aromapflege
→ Sicherheitsanker

Akzeptanz der Erkrankung fördern
→ weitgehend normale Entwicklung ermöglichen durch Kindergarten und Schulbesuch!
→ Akzeptanz der Einschränkung, dennoch Entwicklungförderung
→ Mit Betroffenen reden können: Selbsthilfegruppen, Spielgruppen,..
→ Freizeitcamps – Auszeiten auch für Geschwisterkinder: Momo, Kinderhospiz Netz,..
→ Information zur Krankheit durch einschlägige Homepages, Selbsthilfegruppen, Broschüren (z.B.
Meduni Wien)
→ Seelsorgerisch, psychologischer Beistand anbieten
→ Entlassungsmanagement (HKP, MOKI)
→ Pubertät:
o Schlafmangel, Alkohol, Rauchen, Drogen besonders bei Herzpatienten kritisch
o Einsichtsfähigkeit für Einschränkungen, Therapien, Medikamenteneinnahme kann fehlen
oder sich vorübergehend verschlechtern
o Auch schwer für die Eltern

Angemessene Belastbarkeit/Sport
→ Meist kein absolutes Sportverbot → Leistungsvermögen wird individuell eingeschätzt → Belastung
nach AO
→ Je geringer der Herzfehler desto geringer die Einschränkung
→ Bewegung ist wichtig für die Entwicklung und Gesundheit
→ Beschäftigungs- und Freizeitangebote finden die möglich sind
→ Grenzen kennen, psychische Unterstützung und Bedürfnisse akzeptieren
o CAVE: bei Antikoagulantion (Stoß-, Schlagverletzungen) → erhöhte Blutungsgefahr
o CAVE: Schrittmacher (keine Stöße gegen Gerät z.B. Ballsportarten)
o CAVE: Tauchen (Druckverhältnisse)
o Dynamische Belastung (Ausdauer): Höhere HF
o Statische Belastung (Gewichtheben): Höherer RR (nicht gut bei Herzkrankheiten)
→ Kindergarten und Schule informieren: was das Kind darf, was im Notfall zu tun ist/bei Überlastung,..

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Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Atmung + pflegerische
Konsequenzen

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Die Ursachen für respiratorische Probleme bei einer Frühgeburt sind: unreife des Atemzentrums,
Surfactantmangel, bei Infektionen, Hypothermie, Hypoglykämie oder Anämie. Die Apnoen nehmen mit
zunehmender SSW ab.


Tachy-Dyspnoe: Nasenflügel, interkostale und sternale Einziehung, exspiratorisches Stöhnen,
Schaukelatmung, Sättigungsabfälle,..
→ Standardmonitoring: HF, SPO2, AF, Temp, RR
→ Optimalhandling: stressreduzierende Pflege
→ Atemerleichternde Positionierung, KMC
→ O2 angefeuchtet und erwärmt geben über Brille, Maske, High-Flow-Brille, CPAP

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  • 29956 Karteikarten
  • 542 Studierende
  • 30 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Kinder und Jugendlichen Pflege Kurs an der Fachhochschule Campus Wien - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Ernährung + pflegerische
Konsequenzen

A:

Neugeborene haben einen hohen Energiebedarf: >180ml/kgKG/d. Das Problem ist bei dem kleinen
Magenvolumen die Verdauung eingeschränkt ist.
Muttermilch + Supplemente (z.B. FM 85)
o Beginn ab 100ml/kgKG/d
o 2-4% langsam steigern
Spezielle FG-Nahrung falls keine Muttermilch vorhanden
o Stufe 1 <1800g
o Stufe 2 >1800g
o +Multivitamine, VitD3, Eisen, Ca, Ph, (Laktoferrin, Infloran bis 34. SSGW)


Probleme bei der Ernährung von Frühgeborenen:
→ Schwacher Saug- und Schluckrefelx
→ Koordination Saugen – Atmen – Schlucken noch unausgereift (ca. 35 SSW)
→ Zu schwach zum Trinken
→ Rasche Ermüdung
→ Negative Erfahrung im Mundbereich (Magensonde setzten, traumatische Mundpflege)
→ Mangelnder Appetit
→ Geblähtes Abdomen, stehende Darmschlingen
→ Magenreste, Erbrechen
→ Schmerzerfahrung


Maßnahmen
→ Anlegen oder Muttermilchgewinnung in der 1. Lebensstunde
→ Vermeiden der Trennung von Mutter und Kind
→ Viel Haut-zu-Haut-Kontakt
→ Im Verlauf regelmäßiges Anlegen (wenn möglich alle 3h abpumpen/anlegen)
→ Beratung und Begleitung durch LaktationsberaterIn
→ Tägliche Gewichtskontrolle des Kindes
→ Füttern nach AO
→ Vermeiden von Formulazufütterung, wenn nicht medizinisch indiziert/angeordnet
→ Bei Stillwunsch Zufüttern an der Brust (Zufüttern über die Magensonde dem Zufüttern mit der
Flasche vorziehen, wenn möglich)
→ Bei Hebammenbetreuung zu Hause Erfahrung mit Frühgeborenen erwünscht, ggf. die Hebamme
bei Entlassung miteinbeziehen

Q:

Was versteht man unter entwicklungsfördernder Pflege – welche Konzepte eignen sich dazu?

A:

Zur optimalen Entwicklung benötigt ein Baby:
→ Nahrung
→ Wärme
→ Pflege
→ Liebevolle Zuwendung der Eltern (Bonding)
→ Intensiven Körperkontakt und Körpererfahrung


Dafür stehen unterschiedliche Konzepte zur Verfügung:
→ Kangoroo-Mother-Care (KMC)
→ Basale Stimulation
→ NIDCAP/WEFIB
→ Kinästhetik-Infant-Handling
→ Babymassage


Kangaroo-mother-Care (KMC)
→ 1970
→ In Gebieten wo keine Inkubatoren vorhanden waren
o Kangaroo position: skin-to-skin contact
o Kangaroo nutrition: exclusive brastfeeding
o Kangaroo discharge: Entlassung sobald Temperatur stabil, kontinuierliche Gewichtszunahme
→ Frühzeitiger möglichst Langer Haut-zu-Haut-Kontakt
→ Bauchlage, Seitenlage
→ Pflegerische Interventionen möglich wie z.B. Blutabnahme
Vorteile Kind
o Bonding wird optimal unterstützt
o Laktation wird gefördert, höhere Stillrate
o VZ stabilisieren sich, O2-Bedarf sinkt
o Selbstregulation wird unterstützt
o Stress- und Schmerzreduktion
o NEC-, Sepsis-, Retinopathierisiko sinkt
o Mortalität und Morbidität sinken
o Frühere Entlassung
Vorteile Eltern
o Möglichkeit sein Kind kennenzulernen
o Sicherheit im Umgang erlangen
o Gefühl „gebraucht“ zu werden
o Längere Stilldauer
o Kürzere Aufenthaltsdauer
o Geringere Komplikationsrate
o Weniger Wiederaufnahmen


Basale Stimulation
→ ist ein Konzept zur Förderung von Menschen in krisenhaften Lebenssituationen, in denen ihre
Austausch- und Regulationskompetenzen deutlich vermindert, eingeschränkt oder dauerhaft behindert
sind.
Es dient der ganzheitlichen, körperbezogenen, kommunikativen Förderung von
wahrnehmungsbeeinträchtigten Menschen
→ Vestibuläre Stimulation
→ Olfaktorische Stimulation
→ Orale Stimulation
→ Auditive Stimulation
→ Visuelle Stimulation
→ Somatische Stimulation
→ Haptisch-taktile Stimulation
→ Vibratorische Stimulation


NIDCAP
→ newborn individualizied development care and assessment programm
Ziele:
→ Stressreduktion
→ Verstärkung des selbstregulierenden Verhaltens
o Führen der Hand zum Mund
o Greifen, Saugen
→ Entwicklungsförderung
Einfluss von Licht
→ Keine direkten Lichtquellen, Licht dimmbar, Augen abdecken, Inku abdecken
→ Direkter Einfluss auf ZNS, HF, Apnoen, RR, Gedeihen, REM-Schlafphase
→ Nicht mehr als 600 lux
Einfluss von Lärm
→ Geräuschmesser, Verhaltensänderung, Mobiliar und Equipment leise bewegen, Inkubatorklappe leise
öffnen und schließen, keine Radios, leise sprechen, Monitoralarme auf minimum reduzieren, Telefone auf
leise, Visite Sprechen nicht direkt am Bett, Schallschutz verwenden
→ SaO2 Werte sinken bei Lärm
→ Gefahr von Hörschäden
Weitere Maßnahmen
→ Alle Manipulationen am besten SL
→ SL, RL, BL, am Handout anschauen!
→ Pucken/Swaddling
→ Facilitaded Tucking
→ Nonnutrives Saugen
→ Unterstützung der Eltern-Kind-Geschwister Beziehung
o Frühchentagebuch
o Koffer für Geschwisterkinder


Kinästhetik-Infant-Handling
→ Wissenschaft von der Bewgungswahrnehmung
→ Unterstützt das Lernen und die Entwicklung
→ Bewegung wird gesundheitsfördernd gestaltet
→ NG hat bereits intrauterine Bewegungs- und Sinneserfahrung
→ Durch die Schwerkraft müssen Bewegungen „neu erlernt“ werden
→ KIH gestaltet die Umgebung so, dass sich die Bewegungsfähigkeit weiterentwickeln kann durch z.B.
Gewichtsabgabe und Grenzen

Q:

Erklären Sie kongenitale Vitien: PDA, TGA, AIST. Welche pflegerischen Konsequenzen ergeben
sich jeweils?

A:

Die verschiedenen Fehlbildungsformen und erworbenen Störungen sind sehr unterschiedlich deshalb ist
die Pflegeproblematik immer individuell anzupassen.
Bei einem Verdacht auf einen Herzfehler nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung, kann die
Diagnose durch EKG, Echokardiografie und bildgebende Darstellung des Thorax erfolgen. Ständig
verbessert sich die Medizin und so kann es schon früh entdeckt und dadurch auch behandelt werden.


PDA – Persistierender Ductus arteriosus
Der Ductus arteriosus ist ein Gefäß, welches beim Fetus die Aorta und die Pfortader verbindet. Nach der
Geburt verschließt er sich normalerweise. Ein offener (persistierender) D.a. ist wenn er nach der Geburt offen bleibt und durch ihn Blut aus der Aorta in die Pfortader (Lungenschlagader) fließt. Dies passiert oft bei Frühgeborenen Babys.
Ein kleiner offener Ductus Botalli ist häufig ein Zufallsbefund bei einem beschwerdefreien Kind. Bei einem
großen Ductus arteriosus fließt viel Blut aus der Aorta in die Lungenschlagader, während die Lunge verstärkt durchblutet wird, wird der Körper trotz vermehrter Herzarbeit weniger gut durchblutet.
Betroffene Babys schwitzen beim Trinken, nehmen nicht gut an Gewicht zu und atmen häufig angestrengt.
Bei manchen angeborenen Herzfehlern ist ein offener Ductus arteriosus lebensrettend, weil über ihn Blut
zwischen Körper- und Lungenkreislauf gemischt werden kann. Bei diesen Kindern wird der Ductus
arteriosus nach der Geburt durch eine Infusion mit dem Medikament Prostaglandin offengehalten.
Kleinere verschließen spontan in den ersten Lebensjahren und größere können mittels medikamentöser
Therapie, Katheterintervention oder ganz selten auch Operation behandelt werden.
Trinkverhalten/Gedeihen: Menge, Erschöpfung, tgl. Gewicht
Haut: fahl, blass, grau, marmoriert, kühl, kaltschweißig?
Atmung: Dyspnoe, Tachypnoe, Einziehung, Zyanose (Munddreick), Geräusche...
AZ: ängstlicher Gesichtsausdruck. Unruhe, Apathie, ..


TGA – Transposition der großen Arterien
→ Der Ursprung der Aorta und der Pulmonalarterie ist vertauscht. Daher findet kein Blutaustausch zwischen den Lungen und dem Körperkreislauf statt. Es handelt sich um einen der häufigsten zyanotischen Herzfehler im Neugeborenenalter, der unkorrigiert mit dem Leben nicht vereinbar ist.
→ Keine O2-Gabe ohne Ärztliche Anordnung!
→ Offenhalten des Ductus arteriosus mit Prostin
→ Sorgfältige Beobachtung bei Prostaglandintherapie:
o Überwachung des Sgl. Mittels Standartmonitoring: AF, HF, RR, SaO2, Temp.
o Engmaschige Bilanzierung
o Pflege im Wärmebett, Thermoneutralpflege
o Stressreduzierte Pflege
o PE1 muss kontinuierlich (cave Bolus), am besten über einen ZVK, verabreicht werden; NW beachten!


AIST – Aortenisthumusstenose
→ Einengung der Aorta am Übergang des distalen Aortenbogens in die absteigende Aorta. Bei der
kritischen AIST ist die Versorgung der unteren Körperhälfte mit Sauerstoff herabgesetzt.
→ RR und Puls an allen 4 Extremitäten messen → Unterschiede?
→ SaO2 OE und UE → Prä und postducale Unterschiede?
→ Gestaute Halsvenen?
→ Engmaschige Bilanzierung der Harnausscheidung: verminderte Harnausscheidung würde auf eine
Minderdurchblutung der Nieren hindeuten
→ Offenhalten des Ductus arteriosus mit Prostaglandin siehe Pflege oben

Q:

Legen Sie die Situation von Geschwister, von chronisch kranken Kindern dar. Welche
pflegerischen Konsequenzen ergeben sich daraus?

A:

→ 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen mit schwer kranken Geschwistern auf
→ Gründe dafür das die Zahlen steigen sind Fortschritte in der Medizin und eine höhere
Umweltbelastung
→ Bei 14% der Familien besteht ein hoher Zeitaufwand für die Pflege


→ Und das alles hat mehr oder weniger Auswirkungen auf die Geschwister hier ein paar positive:
o Persönlichkeitsbildend
o Lernen Verantwortung zu übernehmen
o Gewinnen an Reife
o Hohe Empathie


Negative:
o Angst um die Geschwister, mögl. Tod, eigene Gesundheit und Eltern
o Informationsmangel
o Weniger elterliche Aufmerksamkeit und weniger Zeit
o Schuldgefühle: Schuld an der Krankheit, Schuld nicht mehr tun zu können
o Familienleben verändert → Verlustgefühl
o Gesunde nehmen sich und ihre Bedürfnisse zurück; können ihre Emotionen nicht
ausdrücken
o Rollentransfer

Q:

Welche Bedürfnisse haben Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern?

A:

Die Bedürfnisse von Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern nach dem Phasenmodell:


1. Sichtbarwerden der kindlichen Behinderung – Handlungsunfähigkeit
Die Familie steht unter Schock und sie wissen nicht was sie tun können
psychologische, seelsorgerische Begleitung, Halt und Sicherheit
2. Restabilisierung – Anpassungsbemühungen
Die Familie beginnt die Krankheit in den Alltag einzubauen
Unterstützungsbedarf erkennen; Helfernetz ausbilden, Casemanagement
3. Annahme der Herausforderung – sukzessiver Kompetenzzuwachs
Die Herausforderung wird angenommen und die Kompetenzen erweitern sich
intensiveres lernen→Information, Anleitung, Schulung, Kontakt zu anderen betroffenen
4. Gewinnung von Handlungssicherheit – Routinisierung
regelmäßige Freiräume ermöglichen; Regeneration der Helferinnen, professionelle
Unterstützungsangebote
5. Handlungssouveränität – Spezialisierung
kurzfristig, punktuelle Unterstützung vor allem in gesundheitlichen Krisen und in
Veränderungsprozessen (Pubertät, Ablösung)

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Q:

Welche Möglichkeiten der entwicklungsfördernden Positionierung und Umgebungsgestaltung
gibt es?

A:

→ Kangoroo-Mother-Care (KMC)
→ Basale Stimulation
→ NIDCAP/WEFIB
→ Kinästhetik-Infant-Handling
→ Babymassage

Q:

Begründen Sie die Vorteile des Stillens für Kinder mit DS. Welche spezifischen Beratungsinhalte
werden Sie erörtern?

A:

→ Bonding → durch die Prolaktinausschüttung
→ Mund und Gesichtsmuskulatur wird trainiert
→ Die Zungenbeweglichkeit wird gefördert
→ Höhere sensorische Reize da alle Sinne angesprochen werden
→ Infektionsprophylaxe und Obstipationsprophylaxe
→ Allgemein bekannte Vorteile des Stillens


Beratung:
→ Zeit!!
→ Optimale Vorbereitung durch Lippenmassage, Hand und Fußmassage
→ Rechtzeitiges Anlegen bei ersten Hungerzeichen; keine Stillabstände
→ DanCer-Griff: Brustkompression (Daumen oben, alle anderen Finger unten)
→ Fingerspitzen an Babys Kinn legen und sanften Druck nach oben
→ Halbaufrechte Position
→ Baby schläft immer ein: während des Stillens massieren; Blickkontakt halten, reden, lachen, loben
→ Haut zu Hautkontakt zw. Den Mahlzeiten und viel Tragen
→ Beruhigungsnuckeln, wenn das Baby noch nicht effektiv trinken kann, kleine Sauger verwenden

Q:

Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Thermoregulation +
pflegerische Konsequenzen

A:

Hypothermie
→ bei Temperaturen unter 36,5°, 30% erleiden eine milde Hypothermie. Weil die Hautbarriere unreif ist,
aufgrund von geringem Gewicht/Verhältnis KOF ungünstig, weil das Unterhautfettgewebe geringer ist und
weil die Proliferation des braunen Fettgewebes noch nicht abgeschlossen ist
ACHTUNG Kältestress→ erhöhter 02 bedarf→ erschwert respiratorische Anpassung
→ Raumtemperatur erhöhen
→ Rasches Abtrocknen, Haube aufsetzen
→ Haut-zu-Haut Kontakt ermöglichen
→ Wärmematratze, Wärmestrahler, Wärmebett
→ Angewärmter O2, keine kalten Infusionen

Q:

Definieren Sie den Begriff Behinderung nach CRPD, und legen Sie Einflussfaktoren dar

A:

„.. Menschen, die langfristig körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilnahme an der Gesellschaft hindern können“


Impaiment (Schädigung von Körperfunktion und -Struktur)
Limitation (Schwierigkeiten bei Aktivitäten)
Restriction of participation (Beeinträchtigte Teilhabe an Lebenssituationen)
Envioronmental factors (Wechselwirkungen von Umweltfaktoren und oben genannten)

Q:
Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Entwicklung und den Schlaf? + pflegerische Maßnahmen
A:
Verhalten: apathisch, leicht irritierbar und Reaktionen sind teilweise unvorhersehbar, Tagesrhythmus zunächst unregelmäßig; anfängliche Apathie der Kinder dient zum Schutz vor Überforderung, denn auf den Intensivstationen sind sie einer Vielzahl an entwicklungsuntypischen Reizen wie Licht, Lärm, Schmerzen und Schwerkraft ausgesetzt, die sie aufgrund ihrer Unreife nich nicht bewältigen können. 

Bei späteren FG lässt sich bis ins EW-Alter eine negative Assoziation von Gestationsalter und kognitiver Fähigkeit nachweisen. 

Ab der 28. SSW lässt sich schon ein aktiver Schlafzustand beobachten, erkennbar an schnellen Augenbewegungen - REM Phasen
Q:

Worin liegen die pflegerischen Aufgaben bei Kindern mit Herzinsuffizienz? In Bezug auf: Rechtsherzinsuffizienz und Linksherzinsuffizienz

A:

Rechtsherzinsuffizienz: Leber-Milz-Rückstau → Hepatosplenomegalie→ Zwerchfellhochstand → erschwerte Atmung
Linksherzinsuffizienz: Lungenrückstau → Lungenüberflutung → oft kardialer Husten → trockener Husten
→ Infektanfälligkeit


Sichern stabiler Vitalfunktion und rechtzeitiges Erkennen von Veränderungen
Kinder sind meist monitiert, Monitoring und individuelle Grenzen nach ärztlicher Anordnung!

Monitoring:
→ Puls, Atmung immer 1 Minute auszählen (periodisches Atmungsmuster bei Sgl.)
→ Pulsoxy wechseln 3-4h um Druckstellen und Verbrennungen zu vermeiden
→ VZ in Ruhe beurteilen
→ VZ immer alters und vitienabhängig
RR:
→ Blutdruckmanschette anpassen (2/3 des OA) und diese bleibt dann beim Kind
o Zu klein – falsch hoch
o Zu groß – falsch niedrig
→ Immer an der fleichen Stelle messen (re OA) evtl. an allen Extremitäten und dann den Unterschied
erkennen
O2 Gabe:
→ Nur nach AO (im Notfall erlaubt) → kann den Ductus verschließen
→ Immer befeuchten und bei kleinen Kindern auch anwärmen
→ Hautkolorit beobachten
→ Eher Brille oder Vorlage weil Maske Angst macht
→ Pflege der Nasen- und Mundschleimhaut (Sauerstoff kann austrocknend wirken)
Monitoralarm:
→ Zuerst das Kind anschauen und dann beurteilen
→ Werte am Monitor anschauen und beurteilen (Cave: Artefakte)
→ Normwerte kennen – individuelle Grenzwerte kennen
→ Sättigungsveränderungen → ev. Positionsveränderung, Sauerstoffbrille verrutscht
→ Tachypnoe, Dyspnoe, Tachykardie: evtl. Fieber, Schmerzen, Stress, zum warm?
→ Bei rapiden Veränderungen → BasicLifeSupport einleiten


Verbesserte Atmung und physiologische Ausscheidung gewährleisten
Atmung
→ OK hochlagern mind. 20-30°
→ Bei Sgl. Stufenlagerung besser als Bett schräg zu stellen
→ Sitzende/flache Positionierung bei Lebervergrößerung vermeiden
→ Kutschersitz, VATI Lagerung, Thorax unterlagern
→ Generell bequem, individuell und an die Situation angepasst
→ Pneumonieprophylaxe: Kontaktatmung, Atemstimmulierende Einreibung, Atemtrainer,
Seifenblasen, Windrad, Wattebällchen, Strohhalm blubbern,..
→ Rasche Mobilisation nach AO und Möglichkeit
→ Zusätzliche Belastung wie Schmerzen und Stress vermeiden
→ Ruhige Umgebung
→ Atemtherapie, Physio
→ Eltern anleiten und Schulen bzg. Beobachtung, Atemübungen, O2-Gabe
→ Sauerstoff verabreichen

Ausscheidung
Neigen zu Obstipation weil weniger Flüssigkeit im Körper aufgrund Flüssigkeitseinschränkung, Diuretika,..
Bei Stuhlgang erhöht sich der thorakale Druck durch das Pressen und die Anstrengung.
→ Prophylaxe durch stuhlauflockernde Ernährung wie Zwetschken, Obstbrei, Apfelsaft Hinweise auf
den Breigläschen beachten und auf die individuellen Gewohnheiten
→ Obstipationstherapie
o Nur osmotisch wirkende Laxantien (ziehen Wasser in Darm)
o Milchzucker
o Darmrohr, Darmspülung
→ Harn bilanzieren wegen der Langfristigen Diuretika Therapie
o Ausfuhr: Harnmenge messen, Windel wiegen, evtl. DK
o Einfuhr: alle Flüssigkeiten, i.v. nicht vergessen, auch Brei und versteckte Flüssigkeiten in
Obst oder Gemüse
→ Gewicht kontrollieren 1x/t immer unter den gleichen Bedingungen (Nüchtern, nach
Harnausscheidung, selbe Uhrzeit, am besten morgens)
→ Bei rasanter Zunahme CAVE: Ödeme (Jugendalter: Beine, Knöchel; Sgl. Und KK: Hand-, Fußrücken
und Lidödeme
→ Begrenzte Flüssigkeitszufuhr: nicht mehr si streng, dafür mehr Diuretika
→ Oligo-, Anurie → Minderdurchblutung der Niere → Ausscheidung von mind. 1ml/kg/h bei
herzkranken Kindern erforderlich


Sichern des angemessenen Gedeihens und der physiologischen Körpertemperatur
Angemessenes Gedeihen
STILLEN FÖRDERN!!
→ Kein Stillverbot, Bonding und Lustgewinn stehen im Vordergrund → orale Stimmulation, Förderung
der Zungen-Mund-Motorik
→ Während der Nahrungsaufnahme beachten:
o Evetuell begrenzte Dauer: Saugen ist anstrengend (gilt für Stillen und Flaschenernährung)
o Monitoring und genaue Beobachtung während der Nahrungsaufnahme (Dyspnoe?
Belastung?)
o Bei Erschöpfung, Pause oder beenden
o Trinkwiegung beim Stillen (vor und nach der Mahlzeit; Unterschied entspricht der
getrunkenen Menge)
o Restmenge beim Stillen wird abgepumpt und nachsondiert oder auch Dormularnahrung
verabreicht (je nach Milchmenge der Mutter)
o Aufrechte Positionierung bei der Nahrungsaufnahme
→ Kleine Mengen und öfters Mahlzeiten→ kardiale Belastung ist geringer, exzessiver Hunger wird
vermieden (CAVE: hypoxämische Krise!)
→ Nach dem Essen: voller Bauch → Zwerchfellhochstand → interthorakaler Druck, schlechtere
Sättigung, Maßnahmen: OK hochlagern, falls vorhanden die Magensonde öffnen
→ Evtl. Anreicherung mit Kalorien lt. Diätologin: viele Kalorien in wenig Flüssigkeitsmenge (auch
Muttermilch)
→ Schulung der Eltern: Trinkmenge, Sondieren → Unterstützung durch MOKI, HKP
→ Bei größeren Kindern Wunschkost und Vorlieben beachten, Ernährungsplan, Motivation zum Essen

Körpertemperatur sichern
→ Hypo-, Hyperthermie ist anstrengend → thermoneutral pflegen (im Bereich der physiologischen KT,
keine Schwankungen)
→ Dystrophe Kinder zentralisieren leicht → Extremitäten wärmen mit Socken oder Watteverbänden
→ Atmungsaktive Kleidung aus z.B. Baumwolle, Zwiebelschalensystem
→ Schwitzen viel deshalb Gewand und Bettwäsche oft wechseln (mehrmals pro Tag)
→ Fieber wird rasch gesenkt ab 38,5° bei herzkranken Kindern ist das Fieber sehr belastend
→ Dystrophe Säuglinge im Wärmebett, weil sie die Wärme nicht eigenständig aufrechterhalten
können
→ Hitze vermeiden (Baden/Duschen) CAVE: Wärmekissen
→ Kühle Raumtemperatur


Unterstützung der Toleranz der Medikamenteneinnahme
→ Dauermedikamente → Rasch an Medikamentengabe gewöhnen → in Kurve oft
Verabreichungsform festgehalten (in Apfelmus oder so)
→ Kontrolle der VZ Kontinuierliches Monitoring in der Einstellungsphase bei z.B. RR Mitteln
→ Verabreichung:
o Säugling: Medis in Tee/Wasser auflösen → Spritze/Sauger → Mund; immer vor der Nahrung
o Medis nicht in der Flasche geben
o Kindgerechte verabreichung (Säfte, Tropfen, Suppositorien)
→ Bei liegender Nahrungssonde Medikamente sondieren (Lustgewinn bei Nahrungsaufnahme bleibt
erhalten)
o Retardmedikamente NIE mörsern
o Medikamente nie in Milch und nie mischen
→ Erbrechen → nachgeben nur nach AO
→ Nüchternzeiten: welche Medikamente sind trotzdem notwendig? AO!
→ Diuretika und RR senkende Mittel in der Einstellungsphase nicht gleichzeitig verabreichen weil der
RR abfällt (bei Kindern die daran gewöhnt sind schon möglich)
→ Einschulung der Eltern (was? Wie oft? Applikation? Regelmäßigkeit? NW?) → Plan
→ Motivation der Kinder durch Belohnung fördern
→ Jugendliche → Compliance fördern durch aufzeigen der Wichtigkeit, evtl. psychologische
Begleitung
→ Sichere Lagerung der Medikamente
→ Pflege bei Prostaglandintherapie siehe oben


Angstminderung, angemessene Belastbarkeit und Akzeptanz der Erkrankung + pflegerische
Konsequenzen

Angstminderung
Angstanzeichen sind: Gequälter Gesichtsausdruck, angsterfüllte aufgerissene Augen, Tonus erhöht. Das Ziel ist es die Ängste wahrzunehmen der Kinder und der Bezugsperson.
→ Sicherheit vermitteln, Nähe/Wärme ausstrahlen, Da-Sein,
o Kind, Eltern nicht alleine lassen
o Bei der Visite anwesend sein – Bindeglied
o Informationen geben
o Gesprächsbereitschaft zeigen, aktives zuhören
→ Psychologische Begleitung: auf kinderkardiologischen Stationen meist zur Verfügung
→ OP-Begleitung
→ Aufklärung der Eltern und kindgerechte Aufklärung vor Operationen und Eingriffen durch
Broschüren etc.,
→ Entspannungstechniken: Musik, Atemtechniken, Basale Stimulation, Aromapflege
→ Sicherheitsanker

Akzeptanz der Erkrankung fördern
→ weitgehend normale Entwicklung ermöglichen durch Kindergarten und Schulbesuch!
→ Akzeptanz der Einschränkung, dennoch Entwicklungförderung
→ Mit Betroffenen reden können: Selbsthilfegruppen, Spielgruppen,..
→ Freizeitcamps – Auszeiten auch für Geschwisterkinder: Momo, Kinderhospiz Netz,..
→ Information zur Krankheit durch einschlägige Homepages, Selbsthilfegruppen, Broschüren (z.B.
Meduni Wien)
→ Seelsorgerisch, psychologischer Beistand anbieten
→ Entlassungsmanagement (HKP, MOKI)
→ Pubertät:
o Schlafmangel, Alkohol, Rauchen, Drogen besonders bei Herzpatienten kritisch
o Einsichtsfähigkeit für Einschränkungen, Therapien, Medikamenteneinnahme kann fehlen
oder sich vorübergehend verschlechtern
o Auch schwer für die Eltern

Angemessene Belastbarkeit/Sport
→ Meist kein absolutes Sportverbot → Leistungsvermögen wird individuell eingeschätzt → Belastung
nach AO
→ Je geringer der Herzfehler desto geringer die Einschränkung
→ Bewegung ist wichtig für die Entwicklung und Gesundheit
→ Beschäftigungs- und Freizeitangebote finden die möglich sind
→ Grenzen kennen, psychische Unterstützung und Bedürfnisse akzeptieren
o CAVE: bei Antikoagulantion (Stoß-, Schlagverletzungen) → erhöhte Blutungsgefahr
o CAVE: Schrittmacher (keine Stöße gegen Gerät z.B. Ballsportarten)
o CAVE: Tauchen (Druckverhältnisse)
o Dynamische Belastung (Ausdauer): Höhere HF
o Statische Belastung (Gewichtheben): Höherer RR (nicht gut bei Herzkrankheiten)
→ Kindergarten und Schule informieren: was das Kind darf, was im Notfall zu tun ist/bei Überlastung,..

Q:

Welche typischen Auswirkungen hat die Frühgeburtlichkeit auf die Atmung + pflegerische
Konsequenzen

A:

Die Ursachen für respiratorische Probleme bei einer Frühgeburt sind: unreife des Atemzentrums,
Surfactantmangel, bei Infektionen, Hypothermie, Hypoglykämie oder Anämie. Die Apnoen nehmen mit
zunehmender SSW ab.


Tachy-Dyspnoe: Nasenflügel, interkostale und sternale Einziehung, exspiratorisches Stöhnen,
Schaukelatmung, Sättigungsabfälle,..
→ Standardmonitoring: HF, SPO2, AF, Temp, RR
→ Optimalhandling: stressreduzierende Pflege
→ Atemerleichternde Positionierung, KMC
→ O2 angefeuchtet und erwärmt geben über Brille, Maske, High-Flow-Brille, CPAP

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