Klassiker Der Pädagogik an der Europäische Fernhochschule Hamburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Klassiker der Pädagogik an der Europäische Fernhochschule Hamburg

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TESTE DEIN WISSEN

5.3 Welche Bedeutung hat, nach Herbart, die „miterziehende Welt“ für die Erziehung
an sich?

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5.3
Die „miterziehende Welt“ ist die Umwelt, Gesellschaft und Kultur, die die Erzie-
hung beeinflusst. Die Erziehung ist, nach Herbart, nicht zu verstehen als völlig
eigenständiges Geschehen, sondern als eingebunden in wenig planbare Faktoren
der gesellschaftlichen Umwelt, eben der „miterziehenden Welt“.

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2.2 Zu welchen beiden Modi des Seins soll Erziehung laut Rousseau beitragen
und welcher Modus soll laut Rousseau zuerst erreicht werden?

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2.2 Die Modi des Seins, die Rousseau anstrebt, sind die des Menschen und des Bür-
gers. Hierbei wird die Erziehung zum Menschen von ihm eindeutig favorisiert.
Erst der erzogene Mensch mit all seinen Eigenarten kann ein guter Bürger wer-
den.

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2.3 Welche beiden Formen der Ungleichheit gibt es laut Rousseau?

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2.3
Rousseau unterscheidet die natürliche von der sozialen bzw. politischen Un-
gleichheit. An Ersterer sei nicht viel zu ändern, die Ungleichheiten, die sich auf
sozialer und politischer Ebene aus den natürlichen Ungleichheiten ergeben, sind
aus seiner Sicht aber zu kritisieren und ungerechtfertigt.

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2.1 Benennen Sie die sieben Prinzipien guter Erziehung nach Rousseau.

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2.1
Die Prinzipien der guten Erziehung nach Rousseau sind: die Achtung des Eigen-
wertes des Kindes, das Studieren des Kindes und der Kindheit, die Negativität
der Pädagogik, also möglichst wenig einzugreifen, das Lernen aus Erfahrungen,
die Altersgemäßheit der Erziehung, die Erziehung zum Menschen und dann zum
Bürger sowie die Vermeidung religiöser, moralischer Belehrung.

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Übung 2.1:
Begründen Sie, ob jemand, der unfraglich die Theoriegeschichte und auch praktische
Pädagogik maßgeblich beeinflusst hat, gleichzeitig aber seine eigenen Kinder weg-
gegeben hat, für Sie als Referenzgröße des Nachdenkens über Erziehung gilt.

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2.1 Hier geht es um eine eigene Abwägung, eine richtige Lösung gibt es nicht. Klas-
siker der Pädagogik – vermutlich auch anderer Disziplinen – sind häufig kont-
roverse Persönlichkeiten. Man kann vom Klassiker nicht erwarten ein „Heiliger“
zu sein, der niemals Fehler machte. Vielmehr erschließt sich der Klassiker erst in
der Betrachtung der gesamten Person, eingehen sollte aber auch eine Abwägung
der Bedeutung für die weitere Pädagogik.

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4.2 Welche beiden Funktionen repräsentiert der Erzieher nach Schleiermacher?

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Für Schleiermacher soll der ideale Erzieher sowohl die Gesellschaft verkörpern,
also ein Bild der gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen sein, gleichzeitig aber
auch als Individuum erkennbar sein, also als eigenständige Persönlichkeit.

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5.1 Welche Funktion hat, nach Herbart, die Theorie innerhalb der Pädagogik?

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5.1
Die Theorie hat nach Herbart die Funktion, das Handeln zu professionalisieren
und somit die bloße, reaktive Tätigkeit zu fundieren. Ohne Theorie ist die Refle-
xion der Handlung unmöglich, die Erzieher wüssten nicht, warum ihnen etwas
gelungen oder misslungen ist, und es ließen sich keine Aussagen über die Vorha-
ben im erzieherischen Prozess treffen.

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5.2 Welche beiden Lesarten gibt es den „pädagogischen Takt“ betreffend?

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5.2
Herbart entwarf den „pädagogischen Takt“ als Bindeglied zwischen Theorie und
Praxis, der Erzieher muss diese Verbindung in der praktischen Situation herstel-
len. Neben diese wissenschaftstheoretische Lesart tritt das Verständnis vom Takt
als Handlungsregulativ: Taktvolles Handeln ist die Fähigkeit emotionaler Ein-
fühlsamkeit der Erzieher.

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6.1 Welche Gründe führt Wichern an, um zu begründen, dass das „Rauhe Haus“
eine notwendige Einrichtung ist?

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6.1
Wichern macht insgesamt sieben Gründe für die Notwendigkeit von Rettungs-
häusern aus: das „unzüchtige Wesen der wilden Ehen“, die familiale Situation
der Familien in St. Georg, die aus seiner Sicht offen zur Schau getragene Armut
der Eltern, die „Gewährung der sinnlichen Lust und Begier außerhalb der Fami-
lie“, die fehlende Religiosität, den Konflikt zwischen der Schule und der Familie
(dem „Haus“) sowie die von ihm beobachtete schädliche Eigenliebe und Eigen-
sucht.

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6.2 Wer liefert eine konkurrierende Ansicht zu Wicherns Interpretation
der wachsenden Armut und was sind die Kernannahmen dessen?

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6.2
Neben Wichern setzt sich insbesondere Karl Marx mit der Frage nach der wach-
senden Armut auseinander. Er kommt zu völlig anderen Schlüssen als Wichern:
Für Marx spielt der einzelne kaum eine Rolle, sondern die Verhältnisse. In seiner
ökonomischen Analyse macht er die kapitalistischen Produktionsbedingungen
als Grund für die Verelendung der Massen aus – nicht die fehlende Moralität der
Menschen wie Wichern – sein Ansatz ist demnach auch die gesellschaftliche Re-
volution.

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6.3 Wie sollen sich Rettungshäuser von anderen Einrichtungen der Fürsorge
unterscheiden und wie sollen sie finanziert werden?

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6.3
Rettungshäuser sollen sich von Strafanstalten abgrenzen: Ihre Maxime soll, nach
Wichern, nicht die Strafe, sondern die Vergebung sein. Finanziert werden sollen
sie auch nicht aus staatlichen Mitteln, sondern durch die Privatwohltätigkeit.

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7.1 Welcher Maßgabe soll, nach Montessori, das pädagogische Arrangement
der Lehr- und Lernsituation folgen?

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7.1
Montessori möchte die Pädagogik radikal vom Kinde aus denken. Pädagogen
sind in ihrer Vorstellung Lernhelfer, die das Arrangement der pädagogischen Si-
tuation gestalten. Dieses Arrangement soll vermeiden, dass die Kinder den
Mächten der Gesellschaft ungefiltert ausgeliefert sind, und soll an die jeweiligen
Entwicklungsschritte der Kinder anknüpfen. Die Gestaltung des Arrangements
soll also den gegenwärtigen Möglichkeiten des Kindes folgen.

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Q:

5.3 Welche Bedeutung hat, nach Herbart, die „miterziehende Welt“ für die Erziehung
an sich?

A:

5.3
Die „miterziehende Welt“ ist die Umwelt, Gesellschaft und Kultur, die die Erzie-
hung beeinflusst. Die Erziehung ist, nach Herbart, nicht zu verstehen als völlig
eigenständiges Geschehen, sondern als eingebunden in wenig planbare Faktoren
der gesellschaftlichen Umwelt, eben der „miterziehenden Welt“.

Q:

2.2 Zu welchen beiden Modi des Seins soll Erziehung laut Rousseau beitragen
und welcher Modus soll laut Rousseau zuerst erreicht werden?

A:

2.2 Die Modi des Seins, die Rousseau anstrebt, sind die des Menschen und des Bür-
gers. Hierbei wird die Erziehung zum Menschen von ihm eindeutig favorisiert.
Erst der erzogene Mensch mit all seinen Eigenarten kann ein guter Bürger wer-
den.

Q:

2.3 Welche beiden Formen der Ungleichheit gibt es laut Rousseau?

A:

2.3
Rousseau unterscheidet die natürliche von der sozialen bzw. politischen Un-
gleichheit. An Ersterer sei nicht viel zu ändern, die Ungleichheiten, die sich auf
sozialer und politischer Ebene aus den natürlichen Ungleichheiten ergeben, sind
aus seiner Sicht aber zu kritisieren und ungerechtfertigt.

Q:

2.1 Benennen Sie die sieben Prinzipien guter Erziehung nach Rousseau.

A:

2.1
Die Prinzipien der guten Erziehung nach Rousseau sind: die Achtung des Eigen-
wertes des Kindes, das Studieren des Kindes und der Kindheit, die Negativität
der Pädagogik, also möglichst wenig einzugreifen, das Lernen aus Erfahrungen,
die Altersgemäßheit der Erziehung, die Erziehung zum Menschen und dann zum
Bürger sowie die Vermeidung religiöser, moralischer Belehrung.

Q:

Übung 2.1:
Begründen Sie, ob jemand, der unfraglich die Theoriegeschichte und auch praktische
Pädagogik maßgeblich beeinflusst hat, gleichzeitig aber seine eigenen Kinder weg-
gegeben hat, für Sie als Referenzgröße des Nachdenkens über Erziehung gilt.

A:

2.1 Hier geht es um eine eigene Abwägung, eine richtige Lösung gibt es nicht. Klas-
siker der Pädagogik – vermutlich auch anderer Disziplinen – sind häufig kont-
roverse Persönlichkeiten. Man kann vom Klassiker nicht erwarten ein „Heiliger“
zu sein, der niemals Fehler machte. Vielmehr erschließt sich der Klassiker erst in
der Betrachtung der gesamten Person, eingehen sollte aber auch eine Abwägung
der Bedeutung für die weitere Pädagogik.

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Q:

4.2 Welche beiden Funktionen repräsentiert der Erzieher nach Schleiermacher?

A:

Für Schleiermacher soll der ideale Erzieher sowohl die Gesellschaft verkörpern,
also ein Bild der gesellschaftlich-kulturellen Bedingungen sein, gleichzeitig aber
auch als Individuum erkennbar sein, also als eigenständige Persönlichkeit.

Q:

5.1 Welche Funktion hat, nach Herbart, die Theorie innerhalb der Pädagogik?

A:

5.1
Die Theorie hat nach Herbart die Funktion, das Handeln zu professionalisieren
und somit die bloße, reaktive Tätigkeit zu fundieren. Ohne Theorie ist die Refle-
xion der Handlung unmöglich, die Erzieher wüssten nicht, warum ihnen etwas
gelungen oder misslungen ist, und es ließen sich keine Aussagen über die Vorha-
ben im erzieherischen Prozess treffen.

Q:

5.2 Welche beiden Lesarten gibt es den „pädagogischen Takt“ betreffend?

A:

5.2
Herbart entwarf den „pädagogischen Takt“ als Bindeglied zwischen Theorie und
Praxis, der Erzieher muss diese Verbindung in der praktischen Situation herstel-
len. Neben diese wissenschaftstheoretische Lesart tritt das Verständnis vom Takt
als Handlungsregulativ: Taktvolles Handeln ist die Fähigkeit emotionaler Ein-
fühlsamkeit der Erzieher.

Q:

6.1 Welche Gründe führt Wichern an, um zu begründen, dass das „Rauhe Haus“
eine notwendige Einrichtung ist?

A:

6.1
Wichern macht insgesamt sieben Gründe für die Notwendigkeit von Rettungs-
häusern aus: das „unzüchtige Wesen der wilden Ehen“, die familiale Situation
der Familien in St. Georg, die aus seiner Sicht offen zur Schau getragene Armut
der Eltern, die „Gewährung der sinnlichen Lust und Begier außerhalb der Fami-
lie“, die fehlende Religiosität, den Konflikt zwischen der Schule und der Familie
(dem „Haus“) sowie die von ihm beobachtete schädliche Eigenliebe und Eigen-
sucht.

Q:

6.2 Wer liefert eine konkurrierende Ansicht zu Wicherns Interpretation
der wachsenden Armut und was sind die Kernannahmen dessen?

A:

6.2
Neben Wichern setzt sich insbesondere Karl Marx mit der Frage nach der wach-
senden Armut auseinander. Er kommt zu völlig anderen Schlüssen als Wichern:
Für Marx spielt der einzelne kaum eine Rolle, sondern die Verhältnisse. In seiner
ökonomischen Analyse macht er die kapitalistischen Produktionsbedingungen
als Grund für die Verelendung der Massen aus – nicht die fehlende Moralität der
Menschen wie Wichern – sein Ansatz ist demnach auch die gesellschaftliche Re-
volution.

Q:

6.3 Wie sollen sich Rettungshäuser von anderen Einrichtungen der Fürsorge
unterscheiden und wie sollen sie finanziert werden?

A:

6.3
Rettungshäuser sollen sich von Strafanstalten abgrenzen: Ihre Maxime soll, nach
Wichern, nicht die Strafe, sondern die Vergebung sein. Finanziert werden sollen
sie auch nicht aus staatlichen Mitteln, sondern durch die Privatwohltätigkeit.

Q:

7.1 Welcher Maßgabe soll, nach Montessori, das pädagogische Arrangement
der Lehr- und Lernsituation folgen?

A:

7.1
Montessori möchte die Pädagogik radikal vom Kinde aus denken. Pädagogen
sind in ihrer Vorstellung Lernhelfer, die das Arrangement der pädagogischen Si-
tuation gestalten. Dieses Arrangement soll vermeiden, dass die Kinder den
Mächten der Gesellschaft ungefiltert ausgeliefert sind, und soll an die jeweiligen
Entwicklungsschritte der Kinder anknüpfen. Die Gestaltung des Arrangements
soll also den gegenwärtigen Möglichkeiten des Kindes folgen.

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