Erziehung im Konttext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Erziehung im Konttext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg

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Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Konttext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

In ihrer kritischen Einordnung des 

Erziehungsratgeberdiskurses gibt Eschner vor allen Dingen jedoch auch zu bedenken, dass sich die oftmals in der Ratgeberliteratur angestrebte Komplexitätsreduktion 

nicht in der von Diversität und Multidimensionalität

geprägten Lebens- und Alltagswirklichkeit heutiger Familien widerspiegelt, demzufolge 

auch die Zweckdienlichkeit der Ratgeber nicht eindeutig ist und kontrovers diskutiert wird (Eschner,2018, S.2)

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Zusammenfassung Kapitel 2.

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Aufgaben zur Selbstüberprüfung 

2.1 

Was erscheint Ihnen im Hinblick auf die im Kontext der Erziehungsratgeber auseinandergesetzten Schwierigkeiten besonders problematisch? Welche Lösungsansätze erscheinen Ihrer Ansicht nach hier produktiv? Führen Sie – wenn möglich – Beispiele an.

2.2 

Wie schätzen Sie die Lage ein: In welcher Form treffen Akteure der Sozialen Arbeit in Bezug auf das soziale Feld in besonderem Maße auf das in Kapitel

1 und 2 eruierte Leistungsdenken?


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2.3 

Spekulieren Sie über die Zukunft! Welche Spannungs- und Problemfelder der Erziehung werden in zwei Jahrzehnten Bedeutung haben? Welche besonderen bzw. schwerpunktmäßigen Themen wird es hier in Erziehungsfragen möglicherweise geben?

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Kapitel.3

Aufgaben zur selbstüberprüfung

3.1 

Medien sind keine neutralen passiven Vermittler, sondern haben eine bedeutungskonstituierende Funktion. Begründen Sie diese Aussage! Verwenden Sie zur Unterlegung Ihrer Argumentation auch Beispiele.

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3.2 

Wie aufgezeigt (Unterkapitel1.3), werden neue (Medien-)Techniken mehr oder weniger unhinterfragt übernommen, sie werden zur Norm, ohne dass dies in der Bevölkerung hinreichend reflektiert wird. Welche Kompetenzen bzw. Ansätze sind in der Erziehung von Heranwachsenden im Sinne der Demokratiebildung ihrer 

Meinung nach für eine partizipative Teilnahme und Selbstbestimmung unerlässlich? Fassen Sie Ihre Gedanken kurz zusammen.

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3.3 

Schauen Sie sich das Kurzvideo 

Adorno über die verwaltete Welt (Denken tutgut, 2010) an (Theodor Adorno, 1903–1969, ist einer der wichtigsten kritischen Denker, Philosophen und Soziologen des 20. Jahrhunderts) und überlegen Sie, in welcher Form die hier thematisierte Automatisierung des Menschen im Verwaltungsapparat im übertragenen Sinne auch zu der von uns kritisierten Maschinisierung des Menschen durch Medien passt. Reflektieren Sie, welche Bedeutung dies für die Formulierung von Inhalten der Medienbildung haben könnte.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=o0NSh9Ci_Mc (25.06.2019).

3.4 

Der Autor und Kolumnist Douglas Rushkoff (geb. 1961), der auch eine Biografie 

des Medientheoretikers Marshall McLuhan verfasst hat, gibt folgendes Statement darüber, warum E-Mail, Twitter und Facebook die Menschen „versklaven“:Weil wir einfach nicht so smart sind! Wir sind Pawlow’sche Hunde. Die klügsten Kids aus Eliteunis [...] designen unsere Geräte wie Spielautomaten. Sie sind so verfüh

rerisch, dass wir süchtig nach ihnen werden. Wir wissen nie, wann wir die tolle Message bekommen, auf die wir schon immer warten. Daher versucht unser Gehirn verzweifelt, ein Musterherauszufinden. (Schaumann, 2019b)Ordnen Sie die Aussage Rushkoffs vor dem Hintergrund der eruierten Betrachtungs- und Problemgegenstände der strukturalen Medienbildung kritisch ein.

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3   Mediendidaktik und Medienbildung

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Die Bildschirmgeschichte hat enormen Einfluss auf die Entwicklung der Sichtbarkeits- und Wissensordnung (u.a. in Bezug auf die Rekonstruktion der erkenntnistheoretischen 

und philosophischen Stellung des Menschen zur Welt, den Einstellungen, 

wie etwas als etwas gesehen wird, die Konstruktion der Wirklichkeit, die uns der Bildschirm mit seinen verschiedenen Fenstern eröffnet) und ist tief verwoben mit der technischen Entwicklung.

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3.1 Einführung: Visuell-technische Medien als Vermittler und 

Dispositive

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Verschiedene Medien (visuelle Medien bzw. Bildschirmmedien, Schriftmedien, Radio etc. und neuere digitale Medien), so lässt sich der letzte Aspekt zusammenfassen, stellen nicht nur nützliche Werkzeuge zur Kommunikationsvermittlung dar, „sondern haben gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Lagerungen – und damit zugleich Bildungs-und Subjektivierungsformen – in global

em Maßstab transformiert“ (ebd.,S.224)

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Mediendidaktik und Medienbildung

ERZIH

Im Rahmen der Bildschirmgeschichte bilden sich Dispositive (von lateinisch 

disponobzw. dispositio=bezeichnet im Allgemeinen eine Anordnung oder auch Anweisung) heraus, die als mächtige Instanzen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln prägen.

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Erziehung im Konttext der Postmoderne

In ihrer kritischen Einordnung des 

Erziehungsratgeberdiskurses gibt Eschner vor allen Dingen jedoch auch zu bedenken, dass sich die oftmals in der Ratgeberliteratur angestrebte Komplexitätsreduktion 

nicht in der von Diversität und Multidimensionalität

geprägten Lebens- und Alltagswirklichkeit heutiger Familien widerspiegelt, demzufolge 

auch die Zweckdienlichkeit der Ratgeber nicht eindeutig ist und kontrovers diskutiert wird (Eschner,2018, S.2)

. Neben der mangelnden Heterogenität der Lebensformen in der Postmoderne, die sich in den Erziehungsratgebern nur begrenzt wiederfindet, mutet es Eschner zufolge paradox an, „dass Elternratgeber und Kurse gerade das Klientel (ca.20Prozent) nicht erreichen, welches am meisten der Hilfe bedarf“ (ebd., S.10)

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Zusammenfassung Kapitel 2.


Im Blick auf verschiedene Erziehungsstile- bzw. methoden und der praxisorientierten 

exemplarischen Analyse von Erziehungs- bzw. Elternratgebern wurden verschiedenste 

Ausformungen der Erziehungsgestaltung und 

ihrer Problematiken ins Bild gesetzt. Als interessant erweist sich nicht nur der sich in Erziehungsratgebern widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel. Auch und gerade die an Eltern und Heranwachsende herangetragene Kritik (die z.B. in den Begriffen Tyrannenkinder oder Helikoptereltern ihren Ausdruck findet) weist auf die unbedingte dynamische Vernetzung von Individuum und Gesellschaft hin, die die Notwendigkeit eines Eintretens für die soziale Gemeinschaft, Demokratie und Toleranz auch hier in aller Nachhaltigkeit verdeutlicht. Erziehungsberechtige lassen sich (in der Regel) nicht in eine Schublade bzw. einen Erziehungsstiltypen stecken. Die rekonstruierten Konzepte können allerdings dazu beitragen, sich des eigenen Erziehungshandelns bewusst zu werden und möglicherweise zum Nach- oder Überdenken eigener Verhaltensweisen anregen. Die mit der breiten Vielfalt verschiedener Stile, Ansätze, Ratgeber verbundene steigende Informationsmenge über Erziehung macht es insgesamt nicht einfach, sich als Erzieher im sozialen Feld der Postmoderne zu 

situieren

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Aufgaben zur Selbstüberprüfung 

2.1 

Was erscheint Ihnen im Hinblick auf die im Kontext der Erziehungsratgeber auseinandergesetzten Schwierigkeiten besonders problematisch? Welche Lösungsansätze erscheinen Ihrer Ansicht nach hier produktiv? Führen Sie – wenn möglich – Beispiele an.

2.2 

Wie schätzen Sie die Lage ein: In welcher Form treffen Akteure der Sozialen Arbeit in Bezug auf das soziale Feld in besonderem Maße auf das in Kapitel

1 und 2 eruierte Leistungsdenken?


Kapitel2

2.1

Als besonders schwierig sticht heraus, dass die in der Ratgeberliteratur thematisierten Inhalte nicht das Spektrum der von Heterogenität und Pluralität gekennzeichneten Gesellschaft widerspiegeln. Es sollten hier vielmehr facettenreiche Perspektiven entworfen werden. Daneben stellt sich nicht zuletzt in dem Zusammenhang die allgemeine Frage, in welcher Form Ratgeber tatsächlich die individuelle Komplexität interdynamischer Spannungs- und Problemfelder der am Erziehungsprozess beteiligten Akteure (Kinder bzw. Jugendliche und Eltern) nachbilden bzw. aufgreifen können. Die auf bestimmte Probleme und Typologien ausgerichteten Inhalte erweisen sich hier (zum Teil auch zwangsläufig) durch Verallgemeinerungen als stark komplexitätsreduzierend. Möglicherweise wäre die Erstellung von Ratgebern im Zusammenschluss eines Netzwerks ratsam, dessen Akteure interdisziplinär aus pädagogischen, psychologischen, sozialwissenschaftlichen und interkulturellen Fachwissenschaften stammen, die Akteure aus der Praxis (Sozialarbeiter, Familienhilfe etc.) hinzuziehen.

2.2

Den Akteuren der Sozialen Arbeit begegnen Menschen, die dem auf Leistung 

orientierten System nicht standhalten können bzw. aus dem System herausfallen oder aber damit insofern Schwierigkeiten haben, als der Druck auf psychischer Ebene seine nachhaltige Wirkung zeigt (z.B. Burn-out-Erkrankungen, Depressionen). Die Arbeit der Akteure der Sozialen Arbeit ist aber auch selbst zunehmend dem gesellschaftlichen Leistungsdenken unterworfen (z.B. Vermessung der Arbeitsleistung durch vermehrte Evaluation und Qualitätsmanagement, mehr Kontrolle durch Leistungsträger).

-


Erziehung im Konttext der Postmoderne

2.3 

Spekulieren Sie über die Zukunft! Welche Spannungs- und Problemfelder der Erziehung werden in zwei Jahrzehnten Bedeutung haben? Welche besonderen bzw. schwerpunktmäßigen Themen wird es hier in Erziehungsfragen möglicherweise geben?

Zu vermuten ist, dass die Umwälzungen durch die paradigmatisch umgesetzte 

Digitalisierung weitere einschneidende Veränderungen des Privat- und Arbeitslebens nach sich ziehen werden. Das Alltagsleben wird wahrscheinlich noch viel mehr als jetzt in virtuellen Räumen stattfinden, was die Problematik der Distanzierung im zwischenmenschlichen Bereich, vor allem aber auch zur physischen Umwelt verstärken wird. Das Erlernen von Empathie und eines sozialen Mitenanders wird die Erziehung vor neue Herausforderungen stellen, genauso wie die dann noch mehr zum Einsatz kommende medienvermittelte Erfahrung (z.B. beim Spielen und Lernen). Denkbar wäre, dass sich eine pädagogische Disziplin konstituiert hat, die sich auf den „sozialen“ Umgang mit Maschinen spezialisiert.Nicht illusorisch ist die Vorstellung, dass sich durch Big Data längst soziale Klassifizierungssysteme etabliert haben, die unsere Interaktion bzw. gesellschaftliche Stellung anhand von Scoring (etwa entsprechend den Bewertungen durch Punktesysteme wie in dem Film Abgestürzt oder der Realität in China entsprechend) bestimmen. Würde ein solches System die gesellschaftliche Wirklichkeit darstellen, ist die Frage, was die Erziehung imSinne der im vorliegenden Studienheft forcierten Ideale hier zu leisten hätte, könnte doch eine Erziehung zum selbstbestimmten Handeln und Denken dann wahrscheinlich nur noch im Untergrund stattfinden. In höchstem Maße problematisch würden diese Umstände werden, wenn die bereits heute bestehende Transparenzmacht (unsere durch die großen Technologiekonzerne bzw. das Marketing,dieSicherheitsbehörden,Kreditverbände etc. durchgeführte Durchleuchtung) sich in ein diktatorisches Gesellschaftssystem verwandelt hätte

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Kapitel.3

Aufgaben zur selbstüberprüfung

3.1 

Medien sind keine neutralen passiven Vermittler, sondern haben eine bedeutungskonstituierende Funktion. Begründen Sie diese Aussage! Verwenden Sie zur Unterlegung Ihrer Argumentation auch Beispiele.

3.1

Fernsehen: Die Darstellung von Nachrichten im Fernsehen ist beispielhaft dafür, dass der durch Massenmedien vermittelte Zugang zur gesellschaftlichen Wirklichkeit wird (und hier gehen wir in der Regel davon aus, dass es sich um eine Vermittlung von „Wahrheit“ handelt; Nachrichten stehen im Allgemeinverständnis für eine Garantie der objektiven Berichterstattung). Inhalte werden durch den Zusatz von Effekten (Musik, Optik, Schnitte, Ausschnitt, Perspektiven etc.) in Szene gesetzt, es erfolgt in der Regel keine ausführlichere Erörterung, Inhalte werden vielmehr ohne Kontext dargestellt. Privatsender neigen dabei deutlich dazu, die Inhalte zu skandalisieren, es liegt eine Entertainisierung (Nachrichten 

als Unterhaltungsshow) vor.

Erziehung im Konttext der Postmoderne

3.2 

Wie aufgezeigt (Unterkapitel1.3), werden neue (Medien-)Techniken mehr oder weniger unhinterfragt übernommen, sie werden zur Norm, ohne dass dies in der Bevölkerung hinreichend reflektiert wird. Welche Kompetenzen bzw. Ansätze sind in der Erziehung von Heranwachsenden im Sinne der Demokratiebildung ihrer 

Meinung nach für eine partizipative Teilnahme und Selbstbestimmung unerlässlich? Fassen Sie Ihre Gedanken kurz zusammen.

Als wichtigste Kompetenz erweist sich hier ein kritisches Bewusstsein bzw. die Fähigkeit zur kritischen Reflexion und eine Sensibilisierung für das in unserem Grundrecht verankerte Recht auf gesellschaftliche Mitbestimmung. Von unabwendbarer Relevanz wäre hier Medienbildung, die auf allen gesellschaftlichen 

Ebenen über sämtliche Hintergründe und Gefahren (wie z.B. der faktisch unaufhörlich bestehende Abgriff von Nutzerdaten) aufklärt, da sich nur auf der Grundlage eines umfassenderen Wissens über die Funktion von Medien und ihrer Manipulations- und Kontrollmöglichkeiten ein selbstbestimmter Umgang gestalten lässt

Erziehung im Konttext der Postmoderne

3.3 

Schauen Sie sich das Kurzvideo 

Adorno über die verwaltete Welt (Denken tutgut, 2010) an (Theodor Adorno, 1903–1969, ist einer der wichtigsten kritischen Denker, Philosophen und Soziologen des 20. Jahrhunderts) und überlegen Sie, in welcher Form die hier thematisierte Automatisierung des Menschen im Verwaltungsapparat im übertragenen Sinne auch zu der von uns kritisierten Maschinisierung des Menschen durch Medien passt. Reflektieren Sie, welche Bedeutung dies für die Formulierung von Inhalten der Medienbildung haben könnte.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=o0NSh9Ci_Mc (25.06.2019).

3.4 

Der Autor und Kolumnist Douglas Rushkoff (geb. 1961), der auch eine Biografie 

des Medientheoretikers Marshall McLuhan verfasst hat, gibt folgendes Statement darüber, warum E-Mail, Twitter und Facebook die Menschen „versklaven“:Weil wir einfach nicht so smart sind! Wir sind Pawlow’sche Hunde. Die klügsten Kids aus Eliteunis [...] designen unsere Geräte wie Spielautomaten. Sie sind so verfüh

rerisch, dass wir süchtig nach ihnen werden. Wir wissen nie, wann wir die tolle Message bekommen, auf die wir schon immer warten. Daher versucht unser Gehirn verzweifelt, ein Musterherauszufinden. (Schaumann, 2019b)Ordnen Sie die Aussage Rushkoffs vor dem Hintergrund der eruierten Betrachtungs- und Problemgegenstände der strukturalen Medienbildung kritisch ein.

3.3

Übertragbar ist das Bild z.B. in Bezug auf die Auflösung der zuvor viel stärker abgegrenzten Bereiche von Arbeits-

 und Privatleben, also hier z.B. der Druck, ständig erreichbar sein zu müssen bzw. funktionieren zu müssen; ein Druck, dem aber auch darüber hinaus viele Menschen im Zusammenhang mit ihrer Smartphone-Nutzung oder ihres Social-Media-Gebrauchs unterstehen. Unsere Maschinisierung durch Selbstvermessung bzw. -optimierung wie überhaupt der immer weitere Einzug des Bildschirms als Schnittstelle zur Welt zwängt den 

Menschen in einer gewissen Form in ein starres Korsett (z.B. auch körperlich buchstäblich festsetzt).

3.4

Ordnen Sie das Statement von Rushkoff aus Ihrer individuellen Perspektive ein. 

Beachten Sie dabei, dass trotz aller berechtigter Kritik an manipulativen Eigenschaften der Medien die hier hergestellte Analogie von Nutzern digitaler Medien (bzw. Menschen) als Pawlow’sche Hunde Theoriemodellen entspringen, die den Menschen einem technizistischen und biologistischen Blick unterwerfen. 

Erziehung im Konttext der Postmoderne

3   Mediendidaktik und Medienbildung

Medien, insbesondere visuell-technische Medien bzw. Bildschirmmedien, spielen in der Entwicklung der westlichen Kultur eine fundamentale Rolle (Sehnbruch, 2017, S.17–27; S.379–393; Reich, Sehnbruch & Wild, 2005, S.29–66). Im Kontext verschiedener mit kulturellen Umbrüchen einhergehender

 Medienrevolutionen haben Bildschirmmedien eine zentrale Bedeutung für die Gestaltung des Selbst- und Weltverhältnisses und Wirklichkeitskonstruktion des Menschen gewonnen. In der unten platzierten Darstellung sind die einzelnen Stadien der Bildschirmentwicklung und damit im Zusammenhang stehenden Umbrüche in der Naturwissenschafts-, Technik- und Wahrnehmungsgeschichte mit ihre Epochenzuordnungen aufgeführt (

Abb.3.1). Die Verweisungs- und 

Konstruktionszusammenhänge der Entdeckungs- und Entwicklungsgeschichte des Bildschirms mit der Naturwissenschafts-, Technik- und Wahrnehmungsgeschichte erweisen sich als überaus komplex, die Darstellung bildet sehr holzschnittartig die Historik ab. Neben einem Überblick erfolgt eine geschichtliche Einordnung mit Hinweisen auf einige Vernetzungen im Gesamtkomplex, ansatzweise wird die Entwicklung der Schrift- und Zahlmedien mitberücksichtigt (ausführlich Sehnbruch, 2017)

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Die Bildschirmgeschichte hat enormen Einfluss auf die Entwicklung der Sichtbarkeits- und Wissensordnung (u.a. in Bezug auf die Rekonstruktion der erkenntnistheoretischen 

und philosophischen Stellung des Menschen zur Welt, den Einstellungen, 

wie etwas als etwas gesehen wird, die Konstruktion der Wirklichkeit, die uns der Bildschirm mit seinen verschiedenen Fenstern eröffnet) und ist tief verwoben mit der technischen Entwicklung.

 Durch den Einzug der digitalen Medien hat dieser Prozess noch einmal eine ganz neue Dynamik bzw. Durchschlagskraft erhalten. Im Blick auf die gesellschaftlichen 

Transformationsprozesse in der Postmoderne ist dies bereits deutlich geworden (Unterkapitel 1.3).

Erziehung im Konttext der Postmoderne

3.1 Einführung: Visuell-technische Medien als Vermittler und 

Dispositive

Medien sind allgegenwärtig, wir nutzen sie täglich im Beruf, zu Hause und in der Freizeit. Fest in den Alltag integriert, durchdringen sie unser Leben auf eine immer feinmaschigere Weise. Medien und – damit soll eine erste genauere Begriffsbestimmung 

gegeben sein – sind nicht einfach neutrale Vermittler, die passiv Kommunikation vermitteln, Informationen verbreiten oder Bilder transportieren bzw. zeigen. Ende der 1960er-Jahre hat die Medientheoriesehr deutlich gemacht, dass Medien eine

(von Medium zu Medium unterschiedliche) immanente Strukturiertheit aufweisen, in der, wie McLuhan es formulierte, eine eigene, ja die eigentliche „Botschaft“ von Medien zu finden sei: „The Medium ist the Message“. Das soziale Realitäten (und nicht „nur“ subjektive Wirklichkeiten) hervorbringende, in diesem Sinne „performative“ (Göhlich, Wulf & Zirfas, 2001) Moment von Medien besteht darin, dass diese Strukturen nicht statisch oder passiv sind, sondern dass sie (um-)strukturierend, wie McLuhan an vielen Beispielen exemplifizierte, in kulturelle und soziale Gefüge eingreifen. Damit sind mediale Strukturen zugleich für kulturelle Subjektivierungspraxen relevant, also für die kulturellen Handlungspraxen und die daraus resultierenden Formen, in denen in einer bestimmten kulturellen und historischen Lagerung im Spannungsfeld von Individuum und Sozialraum Subjektivierungsprozesse sich ereignen (und wiederum gesellschaftlichen konstruiert werden). (Jörissen, 2011, S.223f.

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Verschiedene Medien (visuelle Medien bzw. Bildschirmmedien, Schriftmedien, Radio etc. und neuere digitale Medien), so lässt sich der letzte Aspekt zusammenfassen, stellen nicht nur nützliche Werkzeuge zur Kommunikationsvermittlung dar, „sondern haben gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Lagerungen – und damit zugleich Bildungs-und Subjektivierungsformen – in global

em Maßstab transformiert“ (ebd.,S.224)

In Betrachtung der Mediengeschichte, ihrer Bedeutung für die Entwicklung des kulturellen Diskurses (u.a. Ordnungen, Rahmengebungen, Strukturen) muss noch genauer 

differenziert werden. Im Zusammenhang der Geschichte der visuell-technischen Medien bzw. Bildschirmmedien, deren Ursprünge sich bis in das Mittelalter zu der Entdeckung der wissenschaftlichen 

Optik als Zugang zur Wahrheit und hiermit verbundenen ersten Materialisierungen der empirischen Perspektive (Sehnbruch, 2017, S.44–80) zurückverfolgen lassen, zeigt sich, dass ihre Entwicklung nicht nur im direkten Verweisungszusammenhang mit der Naturwissenschafts-, Technik- und Wahrnehmungsgeschichte steht und somit die Bildschirmgeschichte da

mit weit über die Lesart der Medien 

als (reine) Vermittler hinausgeht

Erziehung im Konttext der Postmoderne

Mediendidaktik und Medienbildung

ERZIH

Im Rahmen der Bildschirmgeschichte bilden sich Dispositive (von lateinisch 

disponobzw. dispositio=bezeichnet im Allgemeinen eine Anordnung oder auch Anweisung) heraus, die als mächtige Instanzen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln prägen.

 Die medienwissenschaftlich sehr viel

schichtige Materie der Bedeutung und Funktion von Medien als Dispositive kann nur kurz angerissen werden (Jörissen, 2011, S.6). Für ein Verständnis der Medien als Sozialisationsinstanzen (Unterkapitel3.3) – und damit auch ihrer Bedeutung für die Erziehung – jedoch unerlässlich ist zumindest eine Sensibilisierung für die wirklichkeitsstiftende Macht der Medien. Der Begriff des Dispositivs hilft, diese terminologisch zu fassen.

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