Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg

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Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

Übung 1.1:
Verdeutlichen Sie sich die verschiedenen Systemebenen und Wechselwirkungen der
einzelnen Systeme in Bronfenbrenners Modell im Blick auf ihre eigene Biografie.
Fertigen Sie dazu eine kleine Skizze an und versehen diese mit entsprechenden Na-
men für Personen und Institutionen, die in den Einzelsystemen bedeutend waren.
Zeigen Sie beispielhaft auch Vernetzungen der Systeme auf.

Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

Übung 1.2:
Reflektieren Sie, in welcher Form sich die Kontingenz und Individualisierung als
Parameter des gesellschaftlichen Wandels in Ihrer Beobachtung (im Blick auf Ihre
eigene Lebenswelt und die Gesellschaft im Allgemeinen) zeigen. Nennen Sie auch
Beispiele.

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Übung 1.3:
Der Boykott der Volkszählung in den 80er-Jahren deutet darauf hin, dass die Bevöl-
kerung auf demokratische Grundrechte insistiert und die Privatsphäre schützen
möchte. Überlegen Sie, wie es möglich ist, dass heute mehr oder weniger „alle“
widerstandlos mitmachen bei Big Data, und welche Impulse es hier in der Erziehung
von Heranwachsenden geben müsste, um grundsätzlich Selbstbestimmtheit und kri-
tische Reflexionsfähigkeit zu fördern.

Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

1.2 Reflektieren Sie, in welcher Hinsicht der Schule bzw. dem Bildungssystem die Rol-
le der Bewältigung von Erziehungsaufgaben zukommt, denen viele Eltern alleine
nicht (mehr) nachkommen können. Beschreiben Sie diese Aufgaben und damit
verbundenen Ziele genauer!

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1.3 Als Merkmal gesellschaftlicher Veränderungen, so wurde im Text kritisch ange-
merkt, ist heute die Rebellion verschwunden. Wie ordnen Sie diese Ansicht ein?
Teilen Sie diese Einschätzung oder sind Sie gegenteiliger Meinung? Argumentieren
Sie bei der Beantwortung der Frage anhand von Beispielen.

Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

2.1 Was erscheint Ihnen im Hinblick auf die im Kontext der Erziehungsratgeber aus-
einandergesetzten Schwierigkeiten besonders problematisch? Welche Lösungs-
ansätze erscheinen Ihrer Ansicht nach hier produktiv? Führen Sie – wenn mög-
lich – Beispiele an.

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2.2 Wie schätzen Sie die Lage ein: In welcher Form treffen Akteure der Sozialen Arbeit
in Bezug auf das soziale Feld in besonderem Maße auf das in Kapitel 1 und 2 eru-
ierte Leistungsdenken?

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2.3 Spekulieren Sie über die Zukunft! Welche Spannungs- und Problemfelder der Er-
ziehung werden in zwei Jahrzehnten Bedeutung haben? Welche besonderen bzw.
schwerpunktmäßigen Themen wird es hier in Erziehungsfragen möglicherweise
geben?

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3.1 Medien sind keine neutralen passiven Vermittler, sondern haben eine bedeutungs-
konstituierende Funktion. Begründen Sie diese Aussage! Verwenden Sie zur Unter-
legung Ihrer Argumentation auch Beispiele.

Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

3.2 Wie aufgezeigt (Unterkapitel 1.3), werden neue (Medien-)Techniken mehr oder
weniger unhinterfragt übernommen, sie werden zur Norm, ohne dass dies in der
Bevölkerung hinreichend reflektiert wird. Welche Kompetenzen bzw. Ansätze sind
in der Erziehung von Heranwachsenden im Sinne der Demokratiebildung ihrer
Meinung nach für eine partizipative Teilnahme und Selbstbestimmung unerläss-
lich? Fassen Sie Ihre Gedanken kurz zusammen.

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3.3 Schauen Sie sich das Kurzvideo Adorno über die verwaltete Welt (Denken tutgut,
2010) an (Theodor Adorno, 1903–1969, ist einer der wichtigsten kritischen Den-
ker, Philosophen und Soziologen des 20. Jahrhunderts) und überlegen Sie, in wel-
cher Form die hier thematisierte Automatisierung des Menschen im Verwaltungs-
apparat im übertragenen Sinne auch zu der von uns kritisierten Maschinisierung
des Menschen durch Medien passt. Reflektieren Sie, welche Bedeutung dies für die
Formulierung von Inhalten der Medienbildung haben könnte.
Link: https://www.youtube.com/watch?v=o0NSh9Ci_Mc (25.06.2019).

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3.4 Der Autor und Kolumnist Douglas Rushkoff (geb. 1961), der auch eine Biografie
des Medientheoretikers Marshall McLuhan verfasst hat, gibt folgendes Statement
darüber, warum E-Mail, Twitter und Facebook die Menschen „versklaven“:
Weil wir einfach nicht so smart sind! Wir sind Pawlow’sche Hunde. Die
klügsten Kids aus Eliteunis […] designen unsere Geräte wie Spielautoma-
ten. Sie sind so verführerisch, dass wir süchtig nach ihnen werden. Wir
wissen nie, wann wir die tolle Message bekommen, auf die wir schon im-
mer warten. Daher versucht unser Gehirn verzweifelt, ein Muster heraus-
zufinden. (Schaumann, 2019b)
Ordnen Sie die Aussage Rushkoffs vor dem Hintergrund der eruierten Betrach-
tungs- und Problemgegenstände der strukturalen Medienbildung kritisch ein.

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Beispielhafte Karteikarten für Erziehung im Kontext der Postmoderne an der Europäische Fernhochschule Hamburg auf StudySmarter:

Erziehung im Kontext der Postmoderne

Übung 1.1:
Verdeutlichen Sie sich die verschiedenen Systemebenen und Wechselwirkungen der
einzelnen Systeme in Bronfenbrenners Modell im Blick auf ihre eigene Biografie.
Fertigen Sie dazu eine kleine Skizze an und versehen diese mit entsprechenden Na-
men für Personen und Institutionen, die in den Einzelsystemen bedeutend waren.
Zeigen Sie beispielhaft auch Vernetzungen der Systeme auf.

1.1
Im Blick auf das Mikrosystem werden Personen (wie Eltern, Geschwister, Groß-
eltern, nahestehende Verwandte und Freunde, Erzieher, Lehrer, Mentoren) und
Institutionen (z. B. Schule, Verein) benannt, die für Sie in der Kindheit bzw. Ju-
gend eine wichtige Bedeutung hatten, mit denen Sie in engerer Interaktion stan-
den und mit denen Sie ihre Entwicklung (in verschiedenen Rollen und während
verschiedener Tätigkeiten) gemeinsam gestaltet haben.
Beim Mesosystem rücken die Verbindungen (auch z. B. Spannungs- und Prob-
lemfelder) der einzelnen Mikrosysteme und die Beeinflussungen auf Ihre Le-
benswelt in den Fokus.
Für das Exosystem sind die gegenseitigen Einflüsse der Beziehungsgeflechte zu
betrachten, denen nicht Sie selbst, sondern Ihre Bezugspersonen angehörten.
Die Rahmengebung, in die die Systeme eingelassen sind, das Makrosystem, ist
hinsichtlich prägnanter Einflüsse (wie Regeln, Normen, Traditionen, Werte, z. B.
hiermit verbundene Grenzsetzungen) auf den Gesamtkomplex der Beziehungs-
geflechte zu reflektieren.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

Übung 1.2:
Reflektieren Sie, in welcher Form sich die Kontingenz und Individualisierung als
Parameter des gesellschaftlichen Wandels in Ihrer Beobachtung (im Blick auf Ihre
eigene Lebenswelt und die Gesellschaft im Allgemeinen) zeigen. Nennen Sie auch
Beispiele.

1.2
Schauen Sie auf Ihr Leben, die Sie umgebende Lebenswelt und die Öffentlichkeit
bzw. Gesellschaft. An vielen Stellen (z. B. im Hinblick auf die Entwicklung von
Berufsbiografien oder die Arbeitswelt) zeigt sich etwa, dass sich eine vormals
stabil eingeschätzte Lage (z. B. Sicherheit des Arbeitsplatzes) rasant ändern kann
oder auch dass heute oftmals kurzfristig (z. B. kurze Vertragsdauer) gedacht wird
(woran zeigt sich das?): Das Arbeitsleben erfordert viel Flexibilität (woran zeigt
sich das?). Ein anderes Beispiel ist die größer gewordene Dynamik der Gestal-
tung von Beziehungen oder eines Familienlebens (wo sehen Sie hier Anschau-
ungsbeispiele?).
Kurzum: Es gibt viele Wahlfreiheiten, dabei müssen aber auch viele Entschei-
dungen getroffen werden, für die man verantwortlich ist (woran zeigt sich das?).
Es gibt viele Risiken, die sich nicht berechnen lassen, Dinge lassen sich, plakativ
formuliert, nicht festhalten, und es gibt keine Sicherheit (woran zeigt sich das?).

Erziehung im Kontext der Postmoderne

Übung 1.3:
Der Boykott der Volkszählung in den 80er-Jahren deutet darauf hin, dass die Bevöl-
kerung auf demokratische Grundrechte insistiert und die Privatsphäre schützen
möchte. Überlegen Sie, wie es möglich ist, dass heute mehr oder weniger „alle“
widerstandlos mitmachen bei Big Data, und welche Impulse es hier in der Erziehung
von Heranwachsenden geben müsste, um grundsätzlich Selbstbestimmtheit und kri-
tische Reflexionsfähigkeit zu fördern.

Im Zuge der Individualisierung hat sich die familiäre Lebenswelt von Kindern und Ju-
gendlichen stark verändert. Teilweise ist die überkommene familiale Ordnung (das Mi-
krosystem im Sinne Bronfenbrenners ökosystemischen Modells, Unterkapitel 1.1) der
Moderne brüchig geworden, traditionelle Strukturen sind aufgebrochen. Wie an der
Darstellung unten verdeutlicht, reduzieren sich dabei die vormals von verschiedenen
Akteuren eingenommen Funktionen bzw. Verantwortungsbereiche innerhalb der Groß-
familie auf deutlich weniger Personen (Abb. 1.2).

1.3 Vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Entwicklungen in den 70er-
Jahren (z. B. Zusammenschließung von mehr Bürgerinitiativen und Organisatio-
nen, die sich für eine nachhaltige Umweltpolitik einsetzen, allgemeine Proble-
matisierung der Atomkraft, Städteverschmutzung, Einsatz für Tierschutz) ent-
stand ein neues (kritisches) Bewusstsein, in dem auch die Jugend vieles infrage
stellte. Dies scheint sich heute verändert zu haben. Gründe hierfür gibt es viele
(z. B. wachsender Wohlstand bzw. Konsumorientierung für viele, Bequemlich-
keit, eine der Komplexität der Dinge geschuldete Undurchsichtigkeit, zunehmen-
der Individualismus und damit einhergehende Haltung, „nur“ an sich zu den-
ken).
Impulsgebungen für gesellschaftspolitisches Engagement lassen sich erzielen
durch Aufklärung über den Einsatz und die Bedeutung von Big Data sowie die
gemeinsame Diskussion über die Bedeutung von Privatsphäre bzw. Anonymität

und die Wichtigkeit der informationellen Selbstbestimmung. Im Internet gibt es
hierzu auf verschiedenen Portalen (der Medienbildung, der Medienkompetenz
etc.) wertvolle Informationen und didaktische Hilfen.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

1.2 Reflektieren Sie, in welcher Hinsicht der Schule bzw. dem Bildungssystem die Rol-
le der Bewältigung von Erziehungsaufgaben zukommt, denen viele Eltern alleine
nicht (mehr) nachkommen können. Beschreiben Sie diese Aufgaben und damit
verbundenen Ziele genauer!

1.2
Als Ort des Lernens und der Bildung fallen der Schule vor allem erzieherische
Aufgaben im Zusammenhang von Demokratiebildung zu, da hier Vielfalt, Hete-
rogenität und Chancengerechtigkeit im Lebensalltag aller gelebt, erprobt und
eingeübt werden können. Daneben gilt es, in der Schule selbstbestimmtes Han-
deln und kritisches Bewusstsein entwickeln zu lernen und zu fördern sowie auf
die Ausbildung sozialer Fähigkeiten (z. B. Empathiefähigkeit, Toleranz) hinzu-
wirken. Ebenso ist das Erlernen von Partizipation und Mitbestimmung wichtig.
Wo, wenn nicht in der Schule, lassen sich demokratische Werte vermitteln?

Erziehung im Kontext der Postmoderne

1.3 Als Merkmal gesellschaftlicher Veränderungen, so wurde im Text kritisch ange-
merkt, ist heute die Rebellion verschwunden. Wie ordnen Sie diese Ansicht ein?
Teilen Sie diese Einschätzung oder sind Sie gegenteiliger Meinung? Argumentieren
Sie bei der Beantwortung der Frage anhand von Beispielen.

1.3
Aktionen wie Fridays for Future mögen beispielhaft dafür sein, dass es in der
Gesellschaft, hier z. B. in der Jugend, eine Auflehnung gegen vorherrschende
Machtinteressen (wie z. B. der Industrie) gibt (bzw. wie hier für den Umwelt-
schutz eingetreten wird). Es lässt sich insgesamt jedoch nicht der Eindruck ent-
kräften, dass es in gesamtgesellschaftlichen Bezügen (wie z. B. in umweltpoliti-
schen Belangen oder Big Data) in der Bevölkerung wenig Auflehnung und
Widerstand gibt.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

2.1 Was erscheint Ihnen im Hinblick auf die im Kontext der Erziehungsratgeber aus-
einandergesetzten Schwierigkeiten besonders problematisch? Welche Lösungs-
ansätze erscheinen Ihrer Ansicht nach hier produktiv? Führen Sie – wenn mög-
lich – Beispiele an.

2.1
Als besonders schwierig sticht heraus, dass die in der Ratgeberliteratur themati-
sierten Inhalte nicht das Spektrum der von Heterogenität und Pluralität gekenn-
zeichneten Gesellschaft widerspiegeln. Es sollten hier vielmehr facettenreiche
Perspektiven entworfen werden. Daneben stellt sich nicht zuletzt in dem Zusam-
menhang die allgemeine Frage, in welcher Form Ratgeber tatsächlich die indivi-
duelle Komplexität interdynamischer Spannungs- und Problemfelder der am
Erziehungsprozess beteiligten Akteure (Kinder bzw. Jugendliche und Eltern)
nachbilden bzw. aufgreifen können. Die auf bestimmte Probleme und Typologi-
en ausgerichteten Inhalte erweisen sich hier (zum Teil auch zwangsläufig) durch
Verallgemeinerungen als stark komplexitätsreduzierend. Möglicherweise wäre
die Erstellung von Ratgebern im Zusammenschluss eines Netzwerks ratsam, des-

sen Akteure interdisziplinär aus pädagogischen, psychologischen, sozialwissen-
schaftlichen und interkulturellen Fachwissenschaften stammen, die Akteure aus
der Praxis (Sozialarbeiter, Familienhilfe etc.) hinzuziehen.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

2.2 Wie schätzen Sie die Lage ein: In welcher Form treffen Akteure der Sozialen Arbeit
in Bezug auf das soziale Feld in besonderem Maße auf das in Kapitel 1 und 2 eru-
ierte Leistungsdenken?

2.2
Den Akteuren der Sozialen Arbeit begegnen Menschen, die dem auf Leistung
orientierten System nicht standhalten können bzw. aus dem System herausfallen
oder aber damit insofern Schwierigkeiten haben, als der Druck auf psychischer
Ebene seine nachhaltige Wirkung zeigt (z. B. Burn-out-Erkrankungen, Depres-
sionen). Die Arbeit der Akteure der Sozialen Arbeit ist aber auch selbst zuneh-
mend dem gesellschaftlichen Leistungsdenken unterworfen (z. B. Vermessung
der Arbeitsleistung durch vermehrte Evaluation und Qualitätsmanagement,
mehr Kontrolle durch Leistungsträger).

Erziehung im Kontext der Postmoderne

2.3 Spekulieren Sie über die Zukunft! Welche Spannungs- und Problemfelder der Er-
ziehung werden in zwei Jahrzehnten Bedeutung haben? Welche besonderen bzw.
schwerpunktmäßigen Themen wird es hier in Erziehungsfragen möglicherweise
geben?

2.3 Zu vermuten ist, dass die Umwälzungen durch die paradigmatisch umgesetzte
Digitalisierung weitere einschneidende Veränderungen des Privat- und Arbeits-
lebens nach sich ziehen werden. Das Alltagsleben wird wahrscheinlich noch viel
mehr als jetzt in virtuellen Räumen stattfinden, was die Problematik der Distan-
zierung im zwischenmenschlichen Bereich, vor allem aber auch zur physischen
Umwelt verstärken wird. Das Erlernen von Empathie und eines sozialen Mitei-
nanders wird die Erziehung vor neue Herausforderungen stellen, genauso wie
die dann noch mehr zum Einsatz kommende medienvermittelte Erfahrung (z. B.
beim Spielen und Lernen). Denkbar wäre, dass sich eine pädagogische Disziplin
konstituiert hat, die sich auf den „sozialen“ Umgang mit Maschinen spezialisiert.
Nicht illusorisch ist die Vorstellung, dass sich durch Big Data längst soziale Klas-
sifizierungssysteme etabliert haben, die unsere Interaktion bzw. gesellschaftliche
Stellung anhand von Scoring (etwa entsprechend den Bewertungen durch Punk-
tesysteme wie in dem Film Abgestürzt oder der Realität in China entsprechend)
bestimmen. Würde ein solches System die gesellschaftliche Wirklichkeit darstel-
len, ist die Frage, was die Erziehung im Sinne der im vorliegenden Studienheft
forcierten Ideale hier zu leisten hätte, könnte doch eine Erziehung zum selbstbe-
stimmten Handeln und Denken dann wahrscheinlich nur noch im Untergrund
stattfinden. In höchstem Maße problematisch würden diese Umstände werden,
wenn die bereits heute bestehende Transparenzmacht (unsere durch die großen
Technologiekonzerne bzw. das Marketing, die Sicherheitsbehörden, Kreditver-
bände etc. durchgeführte Durchleuchtung) sich in ein diktatorisches Gesell-
schaftssystem verwandelt hätte.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

3.1 Medien sind keine neutralen passiven Vermittler, sondern haben eine bedeutungs-
konstituierende Funktion. Begründen Sie diese Aussage! Verwenden Sie zur Unter-
legung Ihrer Argumentation auch Beispiele.

3.1
Fernsehen: Die Darstellung von Nachrichten im Fernsehen ist beispielhaft dafür,
dass der durch Massenmedien vermittelte Zugang zur gesellschaftlichen Wirk-
lichkeit wird (und hier gehen wir in der Regel davon aus, dass es sich um eine
Vermittlung von „Wahrheit“ handelt; Nachrichten stehen im Allgemeinverständ-
nis für eine Garantie der objektiven Berichterstattung). Inhalte werden durch
den Zusatz von Effekten (Musik, Optik, Schnitte, Ausschnitt, Perspektiven etc.)
in Szene gesetzt, es erfolgt in der Regel keine ausführlichere Erörterung, Inhalte
werden vielmehr ohne Kontext dargestellt. Privatsender neigen dabei deutlich
dazu, die Inhalte zu skandalisieren, es liegt eine Entertainisierung (Nachrichten
als Unterhaltungsshow) vor.

Soziale Netzwerke: Die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen durch
soziale Netzwerke führt dazu, dass sich Menschen vermittels Likes Bestätigung
bzw. Zuwendung zukommen lassen. Die Beziehungen sind z. B. oberflächlicher
bzw. verflüssigen sich schneller. Ein Umstand, der gewiss auch mit den von der
Nutzung virtueller Räume zur Interaktionsgestaltung gesetzten Voraussetzungen
und Möglichkeitsbedingungen in einem Zusammenhang steht.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

3.2 Wie aufgezeigt (Unterkapitel 1.3), werden neue (Medien-)Techniken mehr oder
weniger unhinterfragt übernommen, sie werden zur Norm, ohne dass dies in der
Bevölkerung hinreichend reflektiert wird. Welche Kompetenzen bzw. Ansätze sind
in der Erziehung von Heranwachsenden im Sinne der Demokratiebildung ihrer
Meinung nach für eine partizipative Teilnahme und Selbstbestimmung unerläss-
lich? Fassen Sie Ihre Gedanken kurz zusammen.

3.2
Als wichtigste Kompetenz erweist sich hier ein kritisches Bewusstsein bzw. die
Fähigkeit zur kritischen Reflexion und eine Sensibilisierung für das in unserem
Grundrecht verankerte Recht auf gesellschaftliche Mitbestimmung. Von unab-
wendbarer Relevanz wäre hier Medienbildung, die auf allen gesellschaftlichen
Ebenen über sämtliche Hintergründe und Gefahren (wie z. B. der faktisch unauf-
hörlich bestehende Abgriff von Nutzerdaten) aufklärt, da sich nur auf der
Grundlage eines umfassenderen Wissens über die Funktion von Medien und
ihrer Manipulations- und Kontrollmöglichkeiten ein selbstbestimmter Umgang
gestalten lässt.

Erziehung im Kontext der Postmoderne

3.3 Schauen Sie sich das Kurzvideo Adorno über die verwaltete Welt (Denken tutgut,
2010) an (Theodor Adorno, 1903–1969, ist einer der wichtigsten kritischen Den-
ker, Philosophen und Soziologen des 20. Jahrhunderts) und überlegen Sie, in wel-
cher Form die hier thematisierte Automatisierung des Menschen im Verwaltungs-
apparat im übertragenen Sinne auch zu der von uns kritisierten Maschinisierung
des Menschen durch Medien passt. Reflektieren Sie, welche Bedeutung dies für die
Formulierung von Inhalten der Medienbildung haben könnte.
Link: https://www.youtube.com/watch?v=o0NSh9Ci_Mc (25.06.2019).

3.3
Übertragbar ist das Bild z. B. in Bezug auf die Auflösung der zuvor viel stärker
abgegrenzten Bereiche von Arbeits- und Privatleben, also hier z. B. der Druck,
ständig erreichbar sein zu müssen bzw. funktionieren zu müssen; ein Druck, dem
aber auch darüber hinaus viele Menschen im Zusammenhang mit ihrer Smart-
phone-Nutzung oder ihres Social-Media-Gebrauchs unterstehen. Unsere Ma-
schinisierung durch Selbstvermessung bzw. -optimierung wie überhaupt der
immer weitere Einzug des Bildschirms als Schnittstelle zur Welt zwängt den
Menschen in einer gewissen Form in ein starres Korsett (z. B. auch körperlich
buchstäblich festsetzt).

Erziehung im Kontext der Postmoderne

3.4 Der Autor und Kolumnist Douglas Rushkoff (geb. 1961), der auch eine Biografie
des Medientheoretikers Marshall McLuhan verfasst hat, gibt folgendes Statement
darüber, warum E-Mail, Twitter und Facebook die Menschen „versklaven“:
Weil wir einfach nicht so smart sind! Wir sind Pawlow’sche Hunde. Die
klügsten Kids aus Eliteunis […] designen unsere Geräte wie Spielautoma-
ten. Sie sind so verführerisch, dass wir süchtig nach ihnen werden. Wir
wissen nie, wann wir die tolle Message bekommen, auf die wir schon im-
mer warten. Daher versucht unser Gehirn verzweifelt, ein Muster heraus-
zufinden. (Schaumann, 2019b)
Ordnen Sie die Aussage Rushkoffs vor dem Hintergrund der eruierten Betrach-
tungs- und Problemgegenstände der strukturalen Medienbildung kritisch ein.

3.4
Ordnen Sie das Statement von Rushkoff aus Ihrer individuellen Perspektive ein.
Beachten Sie dabei, dass trotz aller berechtigter Kritik an manipulativen Eigen-
schaften der Medien die hier hergestellte Analogie von Nutzern digitaler Medien
(bzw. Menschen) als Pawlow’sche Hunde Theoriemodellen entspringen, die den
Menschen einem technizistischen und biologistischen Blick unterwerfen.

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