VWL-Wirtschaftpolitik an der Duale Hochschule Baden-Württemberg

Karteikarten und Zusammenfassungen für VWL-Wirtschaftpolitik an der Duale Hochschule Baden-Württemberg

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Welche Aufgaben tragen die Zentralbanken? Wie kann eine Zentralbank Einfluss auf das Geldangebot nehmen? Weshalb müssen Banken Reserven halten?

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Beschreiben Sie zwei ökonomische Sichtweisen mit denen Ziele der Wirtschaftspolitik erklärt werden. Was verstehen Sie unter dem Stabilitätsgesetz?

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Differenzieren Sie zwischen der positiven und der normativen Wirtschaftspolitik.

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Unterscheiden Sie zwischen marktkonformen und marktkonträren Instrumenten.

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Wann liegt ein Marktversagen vor?

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Weshalb können Monopole auf dem Markt entstehen? Nennen Sie fünf Annahmen, die als Gegensatz bei einem vollständigen Markt herrschen.

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Wozu dient eine Fusionskontrolle? Welche Vor- und Nachteile können aus einer Fusion volkswirtschaftlich beschrieben werden?

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Wie können öffentliche und meritorische Güter charakterisiert werden?

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Worin unterscheiden sich Arbeitslose und Erwerbslose?

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Welches Ziel wird bei der Arbeitsmarktpolitik verfolgt? Welche Maßnahmen können dabei beschrieben werden?

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Welche Arten von Produktionsfaktoren kennen Sie und wie kann der Staat die Produktivität und das Wirtschaftswachstum fördern?

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Differenzieren Sie zwischen der Neoklassischen und der keynesianischen Sichtweise auf den Arbeitsmarkt.

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Beispielhafte Karteikarten für VWL-Wirtschaftpolitik an der Duale Hochschule Baden-Württemberg auf StudySmarter:

VWL-Wirtschaftpolitik

Welche Aufgaben tragen die Zentralbanken? Wie kann eine Zentralbank Einfluss auf das Geldangebot nehmen? Weshalb müssen Banken Reserven halten?

Aufgaben

- Festlegung und Durchführung von Geldpolitik

- Durchführung von Devisengeschäften

- Verwaltung der Währungsreserven

- Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld

- Gewährleistung eines reibungslosen Zahlungsverkehrs


Einflussnahme

Mittels Offenmarktgeschäften

  • Kauf von Wertpapieren => erhöht Geldangebot => reduziert Zinssatz
  • Verkauf von Wertpapieren => senkt Geldangebot => reduziert Zinssatz


Gründe für Reserven

- Reserve von Bargeld

- Deckung von Schulden bei anderen Banken

- Mindestreservepflicht bei den Zentralbanken


VWL-Wirtschaftpolitik

Beschreiben Sie zwei ökonomische Sichtweisen mit denen Ziele der Wirtschaftspolitik erklärt werden. Was verstehen Sie unter dem Stabilitätsgesetz?

Mikroökonomische Sichtweise

- Betrachtung Anbieter/Nachfrager

- Betrachtung Produktionsfaktormarkt/Gütermarkt


Makroökonomische Sichtweise

- Betrachtung Gesamtsteuerung aller Märkte 

- Betrachtung der Produktionsfunktionen (Gütermarkt, Arbeitsmarkt, Geldmarkt)


Stabilitätsgesetz (magisches Viereck)

- außenwirtschaftliches Gleichgewicht

- Preisniveaustabilität

- Stetiges und angemessenes Wachstum

- Vollbeschäftigung

VWL-Wirtschaftpolitik

Differenzieren Sie zwischen der positiven und der normativen Wirtschaftspolitik.

Normative Theorie

- gemeinsame Wertvorstellung werden in staatliche Maßnahmen umgesetzt

- Politik wird gerechtfertigt


Positive Theorie

- Entscheidungen werden auf ökonomische Wirkungen untersucht

- Politik wird erklärt

- Kosten/Nutzen wird analysiert:

  • Nutzen
    • Messung des Nachfrageeffekts
    • Messung des Anbietereffektes
  • Kosten
    • Budgetmittel müssen definiert werden


VWL-Wirtschaftpolitik

Unterscheiden Sie zwischen marktkonformen und marktkonträren Instrumenten.

Marktkonform

- Besteuerung

- Transfers

- Subventionen


Gewährleistung von Preisbildung weiterhin nach Angebot und Nachfrage


Marktkonträr

Festlegung von Preisen

- Mindestpreise

  • Angebotsüberschüsse
  • Verschwendung von Ressourcen
  • Arbeitslosigkeit

- Höchstpreise

  • Angebotslücken
  • Rationierungen
  • Schwarzmarkt

- Festpreise


Festlegung von Mengen

- Mindestmenge in Agrarwirtschaft


Nachteile

- hohe Belastung für Konsumenten und Staatskasse

VWL-Wirtschaftpolitik

Wann liegt ein Marktversagen vor?

Marktversagen 

= liegt vor, wenn der Marktmechanismus aus Angebot und Nachfrage nicht zu wünschenswerten Ergebnissen für die Volkswirtschaft führt

VWL-Wirtschaftpolitik

Weshalb können Monopole auf dem Markt entstehen? Nennen Sie fünf Annahmen, die als Gegensatz bei einem vollständigen Markt herrschen.

Gründe Monopol

- Inhomogenität der Güter

- Immobilität der Produktionsfaktoren

- externe Effekte

- öffentliche Güter

- ungleiche Einkommenverteilung


Annahmen

- homogens Polypol

- gegebene Ressourcenausstattung

- konstante Produktionstechnik

- Freiheit der Alternativen

- Atomistische Marktstruktur

- vollständige Markttransparenz

- freier Marktzutritt

- unbegrenzte Teilbarkeit Produktionsfaktoren

- unendliche Reaktionsgeschwindigkeit

VWL-Wirtschaftpolitik

Wozu dient eine Fusionskontrolle? Welche Vor- und Nachteile können aus einer Fusion volkswirtschaftlich beschrieben werden?

Fusionskontrolle

- Effekte einer Fusion und die damit entstehenden Zielkonflikte sollen analysiert werden

- Beurteilung der sozialen Wohlfahrtsperspektiven

- basiert auf dem "Williamson-Trade-off-Modell" (Kompromiss zwischen Gewinnen aus niedrigeren Produktionskosten und Verlusten aus höheren Preisen aufgrund eines höheren Maßes an Monopolmacht)


Vorteile

- Kostensynergien

- kosteneffektivere Produktion


Nachteile

- Anzahl Wettbewerber sinkt

- Marktmacht dieser steigt



VWL-Wirtschaftpolitik

Wie können öffentliche und meritorische Güter charakterisiert werden?

Öffentliche Güter

- Nichtanwendbarkeit des Ausschlussprinzips

- Nicht-Rivalität im Konsum

- Erstellung öffentlicher Güter ist das Ergebnis einer kollektiven Willensbildungsprozesses

- Merkmale verhindern eine effiziente Allokation der Güter über den Marktmechanismus => Marktversagen


Meritorische Güter

- Private Güter werden durch den Staat bereitgestellt

- dadurch werden positive Anreize für den Konsum geschaffen

- Beispiele: Ausbildung, Gesundheit, Kulturwesen, Grippenschutzimpfung (private Haushalte haben verzerrte Präferenzen)

- Sicherstellung eines Versorgungsgrades

- Nachteil: Eingriffe des Staates verletzen den Grundsatz des methodologischen Individualismus


VWL-Wirtschaftpolitik

Worin unterscheiden sich Arbeitslose und Erwerbslose?

Arbeitslose

= bestimmter Zeitpunkt arbeitslos gemeldet sind

  • weniger als 15 Stunden/Woche
  • arbeitsfähig sind
  • in DE wohnen
  • nicht jünger als 15 Jahre
  • bei Jobcenter als arbeitslos gemeldet
  • Hilfebedürftige


Erwerbslose

  • 15-74 Jahre
  • weniger als 1 Stunde/Woche
  • aktiv auf Arbeitssuche (letzten 4 Wochen)
  • sofort verfügbar (innerhalb 2 Wochen)


VWL-Wirtschaftpolitik

Welches Ziel wird bei der Arbeitsmarktpolitik verfolgt? Welche Maßnahmen können dabei beschrieben werden?

Ziel

- Arbeitslose nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren

- dauerhafte Beschäftigung zu sichern

- Deckung Fachkräftemangel

- Prävention von Arbeitslosigkeit


Maßnahmen

- Aktivierung und berufliche Eingliederung

- Förderung berufliche Weiterbildung

- Eingliederungszuschüsse


VWL-Wirtschaftpolitik

Welche Arten von Produktionsfaktoren kennen Sie und wie kann der Staat die Produktivität und das Wirtschaftswachstum fördern?

Arten

- Realkapital

- Humankapital

- natürliche Ressourcen

- technologisches Wissen


Förderung

- Ersparnisbildung und Investitionen

- Investitionen im Ausland

- Bildung, Ausbildung, Gesundheit

- Freihandel

- Forschung und Entwicklung

VWL-Wirtschaftpolitik

Differenzieren Sie zwischen der Neoklassischen und der keynesianischen Sichtweise auf den Arbeitsmarkt.

Neoklassik

- alle die arbeiten wollen, bekommen einen Arbeitsplatz

- Personen, die einen höheren Lohn verlangen, sind freiwillig arbeitslos


Voraussetzungen

1) Völlige Flexibilität der Löhne

2) Gültigkeit des Sayschem Theorem (jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage)

3) freiwillige Arbeitslose bilden kein Beschäftigungsproblem


Erklärung für unfreiwillige Arbeitslose

1) Mindestlöhne, Tariflöhne

2) exogne Schocks (Abitur)


Keynes

1) Starrheit von Löhnen und Preisen (Mindestlohn, Tarifverträge)

2) Nachfrage nicht unbegrenzt


Lösung zur Erhöhung der Güternachfrage und damit auch Arbeitsnachfrage

1) Niedrigzinsen

2) höhere Löhne und Einkommen

3) Staatliche Konjunkturprogramme




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