Sozialpolitik 2 Entwicklung an der DIPLOMA Hochschule Nordhessen | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Sozialpolitik 2 Entwicklung an der DIPLOMA Hochschule Nordhessen

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Was waren die ersten Veränderungen des Sozialstaates? 

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1839 Preußen

- Verbot der Kinderarbeit (waren durch schwere Arbeit unbrauchbar für die Armee) 

- Zuständigkeit der Wohn- und nicht der Geburtsgemeinde (nach einem Jahr, außer bei z.B. Flucht) 


- 1871 wurden die Regelungen auf das ganze Reichsgebiet übernommen


- 1883 Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung 

(Krankenversicherung: Arbeitnehmer 2/3 und Arbeitgeber 1/3 bei bis zu 2000RM Jahresverdienst

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Wie ist die Verteilung der Versicherungsbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer? 

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Paritätisch: sie werden zu gleichen Teilen gezahlt. 


Ausnahme: Die Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber

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Was deckte die Krankenversicherung ab? 

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- Freie ärztliche Behandlung

- Freie Arzneimittel

- Kleinere Hilfsmittel 

- Krankengeld ab dem 3. Tag in Höhe von 50% des Lohnes (Höchstdauer 26 Wochen) 

- Sterbegeld in Höhe des 20fachen Lohns (einmalig) 

- Wöchnerinnenunterstützung für vier Wochen nach Niederkunft


Zuvor Pflege Zuhause! 

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1884 Einführung der Unfallversicherung

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Arbeitgeber zahlt die Versicherung, da er den Arbeitsplatz stellt und alles dafür tun muss, das dem Arbeitnehmer nicht passiert. 

Zuvor galt das Verursacherprinzip. 


Bei einem Unfall lag es an einem Selbst zu schauen wie man nach Hause kommt und dort gepflegt wird. 

Sofortige Kündigung, da man uninteressant wurde für den Arbeitgeber. 

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Was beinhaltet die Invaliditätsversicherung? (Heute Rentenversicherung) 

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- Alle Arbeiter zwischen 16 und 70 Jahren mussten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Beitragssatz 1,7% 


- Mit Vollendung des 70. Lebensjahres bekam ein Arbeitnehmer zw. 1/5 und 1/6 bezogen auf sein letztes Monatseinkommen


- 50 RM staatlicher Zuschuss zur Rente per Anno 


- Bei Arbeitsunfällen bekam man eine Rente von 2/3 des letzten Einkommens 


- Bei Unfalltod hatten die Hinterbliebenen einen Anspruch auf 2/3 des letzten Einkommens 

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4 Gründe für die Einführung einer Sozialpolitik? 

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1. Bismarcks Ziel der Einführung eines Sozialversicherungssystems diente der Abwehr der erstarkenden Sozialdemokratie 


2. Einheitliche Regelung im gesamten Reichsgebiet 


3. Nachfolge einer alten Tradition in der der Patriarchat Verantwortung für seine Untergebenen übernimmt. Bismarck wollte die Arbeiter, ähnliche wie Staatsbeamte, eng an den herrschenden monarchischen Staat binden. 


4. Rascher ökonomischer Wandel und Bevölkerungswachstum in den Städten erforderten soziale Lösungsansätze. 

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Welche hoheitlichen Aufgaben wurden, im Zuge des Abbaus des zentralistischen Staates, an die Kommunen übertragen? 

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- Staatlicher Wohnungsbau, Abfallbeseitigung, Kanalisation


- besonders gefördert wurde der Wohnungsbau ab 1892, da durch die Cholerapandemie 8000 Menschen starben 

Cholerapandemie: Trinkwasser wurde verschmutzt durch Kleintiere die durch die Kanalisation kamen

Dadurch musste das Wasser zurückgehalten werden und im Rückhaltebecken abgeschöpft werden. 

> Viertel wurde abgerissen 

> Wohnungen wurden aus Staatsmitteln gebaut, mit einem Nutzgarten für Gemüse und Tiere 

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Kommunen gaben 1894 hoheitliche Aufgaben weiter

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- 1894 Erstes städtisches Arbeitsamt Esslingen 


- 1918 Anerkennung der Gewerkschaften durch den Staat (Einführung des 8 Stunden Tags 


- 1920 Reichsamt für Arbeitsvermittlung 


- 1924 Öffentliche Fürsorge (Präventiv), Gesundheits- und Jugendämter 


- 1930 26 Wochen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn zuvor 26 Wochen sozialversicherungspflichtig gearbeitet wurde

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Welche Folgen brachte die Weltwirtschaftskrise 1932 mit sich? 

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- 6 Millionen Arbeitslose bei 12 Millionen Beschäftigten 


- Reichstagswahlen 1932 > durch die Krise profitierte vor allen die NSDAP 

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Welche Veränderungen/Gesetze brachte das Dritte Reich mit sich? (ab 1933) 

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- 1933 Säuberung von liberalen Beamten aus den Sozialdiensten 


- 1934 Einführung des Muttertags


- 1936 Kindergeld ab dem 5. Kind


- 1938 Mutterkreuz in Gold ab dem 8. Kind 


- 1940 Kindergeld ab dem 3. Kind


Der Mann ging arbeiten und die Frau bekam so viele Kinder wie möglich. Je mehr Kinder es gab, desto mehr konnte man in den Krieg schicken 

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Welche Probleme entstanden durch die Expansionswelle 1949-1990? 

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- Wohnungsnot durch Kriegszerstörungen 

- Bewältigung des Flüchtlichngsstroms 7,9 Millionen aus ehemaligen Ostgebieten und 1,5 Millionen aus der DDR

- Versorgung von 4,1 Millionen Kriegsopfern (Invaliden, Witwen, Waisen, Opfer des NS-Regimes) 

- Rentenarmut

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Das Bundessozialhilfegesetz wurde vom SGB VII abgelöst, welche Änderungen traten auf? 

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- Das Dreiecksverhältnis zwischen Staat, Träger und Leistungsempfänger löste sich auf. 

Nun hieß es: der Träger bekam das Geld vom Staat um es an den Kunden weiter zu geben, dieser konnte selbst entscheiden welchen Träger er nahm und bei Unzufriedenheit wechseln. 

Das Persönliche Budget ist da um sich Dienstleistungen zu kaufen. 


- Wegfall vom Kleidergeld (zweimal jährlich) 


- Kein Geld mehr für zusätzliche Leistungen wie den Kauf einer Waschmaschine 

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Sozialpolitik 2 Entwicklung Kurs an der DIPLOMA Hochschule Nordhessen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was waren die ersten Veränderungen des Sozialstaates? 

A:

1839 Preußen

- Verbot der Kinderarbeit (waren durch schwere Arbeit unbrauchbar für die Armee) 

- Zuständigkeit der Wohn- und nicht der Geburtsgemeinde (nach einem Jahr, außer bei z.B. Flucht) 


- 1871 wurden die Regelungen auf das ganze Reichsgebiet übernommen


- 1883 Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung 

(Krankenversicherung: Arbeitnehmer 2/3 und Arbeitgeber 1/3 bei bis zu 2000RM Jahresverdienst

Q:

Wie ist die Verteilung der Versicherungsbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer? 

A:

Paritätisch: sie werden zu gleichen Teilen gezahlt. 


Ausnahme: Die Unfallversicherung zahlt der Arbeitgeber

Q:

Was deckte die Krankenversicherung ab? 

A:

- Freie ärztliche Behandlung

- Freie Arzneimittel

- Kleinere Hilfsmittel 

- Krankengeld ab dem 3. Tag in Höhe von 50% des Lohnes (Höchstdauer 26 Wochen) 

- Sterbegeld in Höhe des 20fachen Lohns (einmalig) 

- Wöchnerinnenunterstützung für vier Wochen nach Niederkunft


Zuvor Pflege Zuhause! 

Q:

1884 Einführung der Unfallversicherung

A:

Arbeitgeber zahlt die Versicherung, da er den Arbeitsplatz stellt und alles dafür tun muss, das dem Arbeitnehmer nicht passiert. 

Zuvor galt das Verursacherprinzip. 


Bei einem Unfall lag es an einem Selbst zu schauen wie man nach Hause kommt und dort gepflegt wird. 

Sofortige Kündigung, da man uninteressant wurde für den Arbeitgeber. 

Q:

Was beinhaltet die Invaliditätsversicherung? (Heute Rentenversicherung) 

A:

- Alle Arbeiter zwischen 16 und 70 Jahren mussten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Beitragssatz 1,7% 


- Mit Vollendung des 70. Lebensjahres bekam ein Arbeitnehmer zw. 1/5 und 1/6 bezogen auf sein letztes Monatseinkommen


- 50 RM staatlicher Zuschuss zur Rente per Anno 


- Bei Arbeitsunfällen bekam man eine Rente von 2/3 des letzten Einkommens 


- Bei Unfalltod hatten die Hinterbliebenen einen Anspruch auf 2/3 des letzten Einkommens 

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Q:

4 Gründe für die Einführung einer Sozialpolitik? 

A:

1. Bismarcks Ziel der Einführung eines Sozialversicherungssystems diente der Abwehr der erstarkenden Sozialdemokratie 


2. Einheitliche Regelung im gesamten Reichsgebiet 


3. Nachfolge einer alten Tradition in der der Patriarchat Verantwortung für seine Untergebenen übernimmt. Bismarck wollte die Arbeiter, ähnliche wie Staatsbeamte, eng an den herrschenden monarchischen Staat binden. 


4. Rascher ökonomischer Wandel und Bevölkerungswachstum in den Städten erforderten soziale Lösungsansätze. 

Q:

Welche hoheitlichen Aufgaben wurden, im Zuge des Abbaus des zentralistischen Staates, an die Kommunen übertragen? 

A:

- Staatlicher Wohnungsbau, Abfallbeseitigung, Kanalisation


- besonders gefördert wurde der Wohnungsbau ab 1892, da durch die Cholerapandemie 8000 Menschen starben 

Cholerapandemie: Trinkwasser wurde verschmutzt durch Kleintiere die durch die Kanalisation kamen

Dadurch musste das Wasser zurückgehalten werden und im Rückhaltebecken abgeschöpft werden. 

> Viertel wurde abgerissen 

> Wohnungen wurden aus Staatsmitteln gebaut, mit einem Nutzgarten für Gemüse und Tiere 

Q:

Kommunen gaben 1894 hoheitliche Aufgaben weiter

A:

- 1894 Erstes städtisches Arbeitsamt Esslingen 


- 1918 Anerkennung der Gewerkschaften durch den Staat (Einführung des 8 Stunden Tags 


- 1920 Reichsamt für Arbeitsvermittlung 


- 1924 Öffentliche Fürsorge (Präventiv), Gesundheits- und Jugendämter 


- 1930 26 Wochen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn zuvor 26 Wochen sozialversicherungspflichtig gearbeitet wurde

Q:

Welche Folgen brachte die Weltwirtschaftskrise 1932 mit sich? 

A:

- 6 Millionen Arbeitslose bei 12 Millionen Beschäftigten 


- Reichstagswahlen 1932 > durch die Krise profitierte vor allen die NSDAP 

Q:

Welche Veränderungen/Gesetze brachte das Dritte Reich mit sich? (ab 1933) 

A:

- 1933 Säuberung von liberalen Beamten aus den Sozialdiensten 


- 1934 Einführung des Muttertags


- 1936 Kindergeld ab dem 5. Kind


- 1938 Mutterkreuz in Gold ab dem 8. Kind 


- 1940 Kindergeld ab dem 3. Kind


Der Mann ging arbeiten und die Frau bekam so viele Kinder wie möglich. Je mehr Kinder es gab, desto mehr konnte man in den Krieg schicken 

Q:

Welche Probleme entstanden durch die Expansionswelle 1949-1990? 

A:

- Wohnungsnot durch Kriegszerstörungen 

- Bewältigung des Flüchtlichngsstroms 7,9 Millionen aus ehemaligen Ostgebieten und 1,5 Millionen aus der DDR

- Versorgung von 4,1 Millionen Kriegsopfern (Invaliden, Witwen, Waisen, Opfer des NS-Regimes) 

- Rentenarmut

Q:

Das Bundessozialhilfegesetz wurde vom SGB VII abgelöst, welche Änderungen traten auf? 

A:

- Das Dreiecksverhältnis zwischen Staat, Träger und Leistungsempfänger löste sich auf. 

Nun hieß es: der Träger bekam das Geld vom Staat um es an den Kunden weiter zu geben, dieser konnte selbst entscheiden welchen Träger er nahm und bei Unzufriedenheit wechseln. 

Das Persönliche Budget ist da um sich Dienstleistungen zu kaufen. 


- Wegfall vom Kleidergeld (zweimal jährlich) 


- Kein Geld mehr für zusätzliche Leistungen wie den Kauf einer Waschmaschine 

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